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Kreta

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Kreta
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Kreta ist nach Sizilien, Sardinien, Zypern und Korsika die fünftgrößte Insel im Mittelmeer, gehört politisch zu Griechenland und ist dessen größte Insel.

Die Insel gehört zu den Haupt-Touristendestinationen in Griechenland, da sie von allem im überreichem Maße zu bieten hat, wunderbare Strände, sehenswerte Städte und Dörfer, beeindruckende Landschaften, archäologische Stätten, Klöster und eine hervorragende touristische Infrastruktur.

Regionen[Bearbeiten]

Die Insel lässt sich in verschiedene Regionen unterteilen, die jeweils eigene Charakteristika aufweisen.

  • Nordküste - dieser Bereich der Insel ist pauschaltouristisch am meisten erschlossen und bietet dem Reisenden eine Vielfalt an Optionen. Lange Sandstrände, Hotels und Städte für jeden Geschmack (große Städte, eher ländliche Dörfer oder ausschließlich von Touristen bewohnte Orte) locken Urlauber auf die Insel.
  • Südküste - der südliche Teil der Insel besteht im wesentlichen aus Steilküste und weist nur wenige Sandstrände auf. Einige der kleineren Orte dort sind selbst heutzutage nur per Boot zu erreichen, und andere liegen so weit vom Flughafen entfernt oder bieten so wenige Unterkunftsmöglichkeiten, dass sie kaum in Katalogen zu finden sind. Im Winterhalbjahr ist das Klima hier aber beständiger und man kann auch im November noch baden.
  • Westküste und Ostküste - die hier vorzufindenden Strände und Dörfer sind hauptsächlich etwas für Individualreisende, da dort so gut wie keine Hotels existieren und der Reisende auf Pensionen oder andere Übernachtungsmöglichkeiten angewiesen ist.
  • Hochebenen - das Innere Kretas, das sehr bergig und z.T. zerklüftet ist, weist einige Hochebenen auf, die im Gegensatz zu den lebhaften Küstenregionen Ruhe und Entspannung bieten. Einige der Ebenen sind reines Weideland, andere dienen der Anpflanzung typisch kretischer, aber auch alltäglicher Produkte wie z.B. Oliven, Trauben, Tomaten, Gurken, Gewürze oder Bananen.

Orte[Bearbeiten]

Karte von Kreta

Je nach Region bieten sich unterschiedlichste Ausflugsziele an:

  • Im Norden
    • 1 Kíssamos-Kastélli. Kíssamos-Kastélli in der Enzyklopädie Wikipedia Kíssamos-Kastélli im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKíssamos-Kastélli (Q1021629) in der Datenbank Wikidata. Mit den Stränden von Balos, Elafonisi und Falassarna befinden sich drei der beliebtesten Ausflugsziele Westkretas in der Nähe der Stadt. Weitere Sehenswürdigkeiten bilden die venezianische Festung auf der Balos vorgelagerten Insel Imeri Gramvousa, die byzantinische Rotonda des Erzengels Michael in Episkopi, das Kloster Chrysoskalitissa, die Überreste des Artemis-Tempels in Dyktina auf der Rodopou, die antiken Funde in Falassarna und Polyrinia.
    • 2 Chaniá. Chaniá in der Enzyklopädie Wikipedia Chaniá im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsChaniá (Q182299) in der Datenbank Wikidata. Zweitgrößter Ort von Kreta mit Fähr- und Flughafen. Die sehr schöne Hafenpromenade und der alte venezianische Hafen sind die Hauptanziehungspunkte
    • 3 Réthymnon. Réthymnon in der Enzyklopädie Wikipedia Réthymnon im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsRéthymnon (Q200908) in der Datenbank Wikidata. Sie ist nach Iraklio und Chania die drittgrößte Stadt der Insel und Universitätsstadt. In Rethymno gehören besonders Bauten aus venezianischer und osmanischer Zeit zu den Sehenswürdigkeiten.
    • 4 Iráklion. Iráklion in der Enzyklopädie Wikipedia Iráklion im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsIráklion (Q160544) in der Datenbank Wikidata. besonders sehenswert ist die schöne Promenade mit der Hafenfestung Koules aus dem 16. Jahrhundert am venezianischen Hafen, an dem auch die venezianischen Arsenale (Lagerhallen) erhalten sind. Sie schützte lange Zeit den Zugang zu einem der wichtigsten Häfen der Republik Venedig. Der 5,5 Kilometer lange Ring der venezianischen Festungsmauern mit den vorgelagerten Bastionen und Wallgräben, die der türkischen Belagerung 21 Jahre lang standhielten, ist, von Grünanlagen gesäumt, praktisch vollständig erhalten.
    • 5 Chersonisos. Chersonisos in der Enzyklopädie Wikipedia Chersonisos im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsChersonisos (Q1018106) in der Datenbank Wikidata. typischer Tourismus Ort ohne besondere Sehenswürdigkeiten
    • 6 Ágios Nikólaos. Ágios Nikólaos in der Enzyklopädie Wikipedia Ágios Nikólaos im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsÁgios Nikólaos (Q211463) in der Datenbank Wikidata. sehenswerter touristisch geprägter Kustenort
    • 7 Sitía. Sitía im Reiseführer Wikivoyage in einer anderen Sprache Sitía in der Enzyklopädie Wikipedia Sitía im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSitía (Q985549) in der Datenbank Wikidata. typischer Touristen-Küstenort mit sehenswerter Burgruine
    • 8 Archanes. Archanes in der Enzyklopädie Wikipedia Archanes im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsArchanes (Q632418) in der Datenbank Wikidata. Dorf in bergiger Umgebung mit einem schönen Ortskern
Orte
Kissamos
  • Im Süden
    • 9 Paleochóra. Paleochóra in der Enzyklopädie Wikipedia Paleochóra im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPaleochóra (Q2047708) in der Datenbank Wikidata. ist eine der am schnellsten wachsenden touristischen Ortschaften in Griechenland. Wegen dieser geografischen Lage befindet sich Paleochora am sonnenreichsten Punkt der Insel Kreta. Am südlichen Ende der Landzunge liegt der Hafen, eine weitere Schiffsanlegestelle befindet sich an der östlichen Uferpromenade. Die letztgenannte Anlegestelle wurde 2018 vergrößert. Dort legen die Fähren und Schiffe an, die Einheimische und Touristen nach Gavdos, Sougia oder Agia Roumeli (gleichzeitig Ausgang der legendären Samaria-Schlucht), oder zum Strand von Elafonisi transportieren.
    • 10 Chóra Sfakíon. Chóra Sfakíon in der Enzyklopädie Wikipedia Chóra Sfakíon im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsChóra Sfakíon (Q1076320) in der Datenbank Wikidata. Kleiner Ort der hauptsächlich von Durchgangs- und Wandertouristen lebt. Ein Teil davon sind Besucher der Samaria-Schlucht, die mit Schiffen von oder nach dort (via Agia Roumeli) gebracht werden. Weitere bekannte Schluchten in der Nähe sind die Imbros-Schlucht im Osten und die Aradena-Schlucht im Westen.
    • 11 Agia Galini. Agia Galini im Reiseführer Wikivoyage in einer anderen Sprache Agia Galini in der Enzyklopädie Wikipedia Agia Galini im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsAgia Galini (Q201088) in der Datenbank Wikidata. Dank seiner malerischen Lage hat sich Agia Galini ab Ende der 1970er- und in den 1980er-Jahren von einem kleinen Fischerdorf zu einem Zentrum des Pauschaltourismus entwickelt und verfügt seitdem über zahlreiche Hotels, Pensionen, Tavernen, Bars und Diskotheken sowie einen Campingplatz. Wie in vielen touristischen Zentren findet man in Agia Galini eine so genannte Fressgasse, in der sich eine Taverne an die andere reiht. Der Hafenplatz mit seinen am Hang hinaufgestaffelten Hausfassaden gilt dagegen als einer der schönsten Kretas.
    • 12 Matala. Matala in der Enzyklopädie Wikipedia Matala im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMatala (Q955501) in der Datenbank Wikidata. Der Ort ist für seinen wunderschönen Strand und für die Höhlen direkt am Strand bekannt. In den 60er und 70er Jahren war Matala der bekannteste Hippie-Ort auf Kreta. Heute ein rein touristisch geprägter Badeort.
    • 13 Ierápetra. Ierápetra in der Enzyklopädie Wikipedia Ierápetra im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsIerápetra (Q938412) in der Datenbank Wikidata. Schöne Promenade mit Burganlage. Von Ierapetra aus fahren im Sommer Touristenboote zu den unbewohnten Inseln Chrysi und Koufonisi.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Sowohl landschaftlich als auch kulturell ist auf und um Kreta viel zu entdecken:

Archäologische Stätten und Burgen[Bearbeiten]

  • Für den unerlaubten Besitz archäologischer Gegenstände und den Versuch ihrer Ausfuhr drohen hohe Strafen. Reisende sollten auf keinen Fall Steine von archäologischen Stätten mitnehmen!!

Minoisch[Bearbeiten]

Minoische Stätten
Stierhörner als Wahrzeichen im Palast von Knossós

Neben den hier genannten bedeutensten Ausgrabungen, gibt es noch sehr viele kleinere, siehe hier

  • 1 Knossós (Κνωσός), 5 km südlich von Iráklion. Knossós in der Enzyklopädie Wikipedia Knossós im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKnossós (Q173527) in der Datenbank Wikidata. Der Palast von Knossos entstand als Gebäudeensemble von bis zu fünf Stockwerken mit einer umbauten Fläche von 21.000 m² . 800 Räume sind nachweisbar, doch dürfte der Palast insgesamt bis zu 1300 besessen haben. Der Palast war zu keinem Zeitpunkt befestigt. Er ist, wie alle Palastanlagen der Minoer, um einen rechteckigen Zentralhof errichtet. Aus vier Richtungen kommen verwinkelte, vergleichsweise schmale Gänge, reich dekorierte Korridore, bemalte Säle, aufwendig gestaltete Treppenhäuser und säulenumstandene Galerien auf diesen Hof zu. Die Anlage war Verwaltungszentrum und enthielt zahlreiche Werkstätten.
  • 2 Phaistos (Φαιστός), in der Messara-Ebene (Südkreta). Phaistos in der Enzyklopädie Wikipedia Phaistos im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsPhaistos (Q249707) in der Datenbank Wikidata. Die Ruinen des Palastes von Phaistos bildeten auf einer Fläche von 8.400 m² einst den zweitgrößten minoischen Palast Kretas nach Knossos. In einer Entfernung von etwa zwei Kilometern nordwestlich von Phaistos bestand auf einem Nachbarhügel eine weitere, kleinere minoische Palastanlage (Agia Triada). Beide Paläste waren durch einen gepflasterten Pfad miteinander verbunden. Der antike Hafen der Siedlung, Kommos, befand sich etwa sechs Kilometer südwestlich des Palastes von Phaistos am Libyschen Meer, nördlich des heutigen Matala.
  • 3 Malia Palast (Μάλια). Malia Palast in der Enzyklopädie Wikipedia Malia Palast im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMalia Palast (Q1887316) in der Datenbank Wikidata. Er ist neben Knossos, Phaistos und Kato Zakros die größte Palastanlage auf Kreta. Der antike Name des Palastes ist unbekannt. Das Palastgebiet hat einen Durchmesser von ca. 600 Meter. Die Ausdehnung der Stadt insgesamt wird auf etwa 80 Hektar geschätzt. Auch Malia besaß wie Knossos zwei Häfen. Vom Westhafen kann man noch einen in den Felsen geschlagenen Zufahrtskanal erkennen.
  • 4 Zakros Palast (Ζάκρος Λασιθίου). Zakros Palast im Reiseführer Wikivoyage in einer anderen Sprache Zakros Palast in der Enzyklopädie Wikipedia Zakros Palast im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsZakros Palast (Q60218) in der Datenbank Wikidata. Etwas abseits gelegen und nicht so beeindruckend wie Knossos, aber einen Besuch wert, wenn man sich für die minoische Zivilisation interessiert.

Klassisch Griechisch und Römisch[Bearbeiten]

Klassisch Griechisch und Römisch
Gortyn

Genau wie bei den minoischen, so gibt es auch bei den griechisch-römischen eine sehr große Zahl von archäologischen Stätten auf Kreta, wovon hier nur die bedeutendsten genannt sind.

  • 5 Gortyn (Γόρτυνα). Gortyn in der Enzyklopädie Wikipedia Gortyn im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsGortyn (Q1136193) in der Datenbank Wikidata. Während der minoischen Ära war hier eine der größten Städte Kretas. Die Stadt erreichte ihren Höhepunkt während des Römischen Reiches, als die Römer die Hauptstadt von Kreta und Cyrenaica (heute Libyen) in Gortys errichteten. Die Stadt wurde schließlich von den Arabern in Jahr 828 AD zerstört. Die Gortys ist eine der bedeutendsten archäologischen Stätten in Griechenland. Der älteste Gesetzeskodex Europas (450 v.Chr.) wurde hier gefunden.
  • 6 Eleftherna (Ελεύθερνα). Eleftherna in der Enzyklopädie Wikipedia Eleftherna im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsEleftherna (Q1328347) in der Datenbank Wikidata. antike Ruinenstätte aus minoisch-altgriechischer Zeit landschaftlich reizvoll gelegen. In der Nähe der Stadt ist eine seltene antike Kragsteinbrücke erhalten, die Brücke von Eleutherna.
  • 7 Itanos (Ίτανος). Itanos in der Enzyklopädie Wikipedia Itanos im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsItanos (Q6093995) in der Datenbank Wikidata. Die Blütezeit von Itanos als einer reichen Hafenstadt lag jedoch in der klassischen und der hellenistischen Epoche der Antike. Im 3. und 2. Jahrhundert v. Chr. war Itanos mit Ägypten verbündet, und auch aus dem Jahr 70 v. Chr. wurde ein entsprechender Vertrag mit Ägypten gefunden. Dazwischen, ab 140 v. Chr., war Itanos mit Hierapytna (Ierapetra) verbündet und zusammen mit dieser Stadt Herrscher über ganz Ostkreta. 795 wurde Itanos durch ein Erdbeben zerstört und danach wieder aufgebaut. Im 15. Jahrhundert verödete die Stadt, nachdem die Einwohner durch Seeräuber vertrieben wurden.
  • 8 Naxos. Naxos in der Enzyklopädie WikipediaNaxos (Q597461) in der Datenbank Wikidata. vor allem wegen herrlichen Lage am Berg Oxa, mit Panoramablick auf die Lagune von Elounda ein lohnendes Ziel.
  • 9 Aptera (Άπτερα), bei Chania oberhalb der Souda-Bucht. Aptera in der Enzyklopädie Wikipedia Aptera im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsAptera (Q622234) in der Datenbank Wikidata. Aptera war ein Siedlungspunkt schon seit der Antike. Ruinen verschiedenster Epochen: Mykenen, Dorer, Hellenen bis zu den Byzantiner, alle haben sie Ihre Spuren hier hinterlassen. Ausreichend Wasser, ein grandioser Blick in die Bucht von Souda und eine strategisch wichtige Lage waren jeher ein wichtiger Punkt, sich niederzulassen.
  • 10 Lató (Λατώ). Lató in der Enzyklopädie Wikipedia Lató im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsLató (Q1807000) in der Datenbank Wikidata. Ursprünglich befand sich an dieser Stelle eine minoische Ansiedlung aus der Zeit um 1500 v. Chr. Lato wurde vermutlich im 8. Jahrhundert v. Chr. von den Dorern gegründet. Die erhaltenen Ruinen stammen aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. Die Grundmauern der Wohnhäuser lassen die frühere Struktur der Stadt deutlich werden – erhalten sind ferner Reste eines Heiligtums, der Agora und einer Zisterne.

Byzantinisch-Venezianisch-Osmanisch[Bearbeiten]

Burgen
Frangokastello

Die wirtschaftlich bedeutende Lage im Seehandel spiegelt sich auch in der großen Zahl von Burgen wieder, wovon hier nur die sehenswertesten genannt sind, weitere hier.

  • 11 Burg Frangokastello (Φραγκοκάστελλο Χανίων), Südwestkreta. Burg Frangokastello in der Enzyklopädie Wikipedia Burg Frangokastello im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBurg Frangokastello (Q609669) in der Datenbank Wikidata. Die Burg ist aufgrund der Legende der Drosouliten eine der berühmtesten Griechenlands. Die Burg wurde 1371-74 von den Venezianern als Garnison erbaut, um der rebellischen Region Sfakia Ordnung zu verleihen, Piraten abzuschrecken und venezianische Adlige und ihre Besitztümer zu schützen. 1770 besetzte der kretische Rebell Ioannis Vlachos, auch bekannt als Daskaloyiannis, Frangokastello, wurde aber später von türkischen Streitkräften gefangen genommen. Er wurde in Heraklion gefoltert und hingerichtet. Am 17. Mai 1828 wurde in Frangokastello eine berühmte Schlacht ausgetragen. Hunderte von Sfakiots und Epiroten, angeführt von Hatzimichalis Dalianis, einem griechischen Patrioten aus Epirus, der versuchte, den griechischen Unabhängigkeitskrieg vom Festland nach Kreta zu verbreiten, besetzten die Burg, wurden jedoch von den Türken belagert und erobert.
  • 12 Burg Gramvousa (Γραμβούσα Χανίων). Burg Gramvousa in der Enzyklopädie Wikipedia Burg Gramvousa im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBurg Gramvousa (Q1600173) in der Datenbank Wikidata. Auf dem höchsten Teil der Insel, 137 Meter hoch, bauten die Venezianer zwischen 1579 und 1584 eine beeindruckende Burg zum Schutz des gesamten nordöstlichen Kretas.
  • 13 Burg Firka (Φρούριο Φιρκά). Burg Firka (Q38279797) in der Datenbank Wikidata. Auf der nordwestlichen Seite des Hafens von Chania bauten die Venezianer den Revellino del Porto, eine befestigte Konstruktion zum Schutz des Hafens. Der Bau begann Mitte des 16. Jahrhunderts und wurde einige Jahre vor der türkischen Eroberung, fast ein Jahrhundert später, abgeschlossen.
  • Festung Chania. Die ersten Befestigungen stammen aus der hellenistischen Zeit. Die spätere byzantinische Mauer ist mit der Rückeroberung Kretas nach der Zeit der arabischen Herrschaft (824-961) im Jahr 961 und dem von den Byzantinern initiierten Programm zum Wiederaufbau und zur Befestigung von Schlüsselpositionen auf Kreta und in der Ägäis verbunden. Nach dem vierten Kreuzzug (1204) und dem Fall von Byzanz wurde Kreta an die Venezianer verkauft und 1645 nach zweimonatiger Belagerung von den Osmanen erobert.
  • 14 Burg Koules (Κούλες). Burg Koules in der Enzyklopädie Wikipedia Burg Koules im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBurg Koules (Q603920) in der Datenbank Wikidata. Das Burg Koules dominiert den modernen Hafen von Heraklion. Es ist eine massive Festung mit zwei Stockwerken, die früher die Einfahrt zum Hafen bewachte. Die Burg wurde im frühen 13. Jahrhundert von den Venezianern erbaut und hieß Rocca al Mare. Heute ist sie unter dem türkischen Namen Koules bekannt.
  • 15 Festung Heraklion (Ενετικά Τείχη Ηρακλείου). Festung Heraklion (Q38282616) in der Datenbank Wikidata. Die Mauern der Stadt Heraklion stammen aus der venezianischen Zeit Kretas. Ihr Bau begann 1462 und dauerte mehr als ein Jahrhundert. Dies ist die am besten erhaltene Festung des 15.-16. Jahrhunderts der Welt und die am besten erhaltene Festung generell im Mittelmeerraum.
  • 16 Festung Spinalonga (Φρούριο Σπιναλόγκας). Festung Spinalonga im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsFestung Spinalonga (Q64737877) in der Datenbank Wikidata. Die Venezianer hatten auf dieser Insel eine ihrer stärksten Festungen gebaut. Sie schützt die Bucht von Elounda, die für den venezianischen Seehandel wichtig war. 1715 eroberten die osmanischen Türken Spinalonga, übernahmen die letzte verbliebene venezianische Festung und entfernten die letzte venezianische Militärpräsenz von der Insel Kreta. Während des kretischen Aufstands von 1878 wurden nur Spinalonga und die Festung von Ierapetra nicht von den christlich-kretischen Aufständischen eingenommen. 1881 gründeten die 1112 Osmanen eine eigene Gemeinde und 1903 verließen die letzten Türken die Insel. Die Insel wurde später von 1903 bis 1957 als Leprakolonie genutzt. Sie ist eine der letzten aktiven Leprakolonien in Europa. Der letzte Einwohner, ein Priester, verließ die Insel 1962.
  • 17 Burg Casarma (Σητεία). Burg Casarma im Reiseführer Wikivoyage in einer anderen Sprache Burg Casarma in der Enzyklopädie Wikipedia Burg Casarma im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsBurg Casarma (Q985549) in der Datenbank Wikidata. Die heute als "Kazarma" (Casa di Arma) bekannte Festung ist das imposanteste historische Denkmal in Sitia. Es war ursprünglich eine venezianische Konstruktion mit großen Änderungen während der osmanischen Zeit
  • Burg Ierapetra. Die Venezianer besetzten 1212 Kreta und hielten es bis Mitte des 17. Jahrhunderts. Die Burg von Ierapetra wurde im 13. Jahrhundert von den Venezianern zum Schutz des Hafens und der Stadt erbaut. Im Jahr 1508 wurde es durch ein starkes Erdbeben zerstört und nicht vollständig repariert. Die Osmanen eroberten 1647 Ierapetra und renovierten das Fort. Sie bauten auch eine weitere größere Burg in Ierapetra sowie Stadtmauern, die nach der Befreiung Kretas von der griechischen Bevölkerung zerstört wurden.
  • Festung Rethymno. Die Fortezza ist die venezianische Festung von Rethymnon, fast im Zentrum der Altstadt. Die Burg ist von jeder Ecke der Stadt aus sichtbar und bietet einen Panoramablick auf Rethymnon und die Küste im Westen.

Klöster[Bearbeiten]

Klöster
Kloster Gonia

Auch wenn man nicht orthodox ist, lohnt ein Besuch der vielen Klöster Kretas, da sie oft in sehr schöner, abseits gelegener Landschaft liegen. So kann auch der Weg das Ziel sein.

  • 1 Kloster Gonias (Μονή Οδηγητρίας Κυρίας Γωνιάς Χανίων). Kloster Gonias in der Enzyklopädie Wikipedia Kloster Gonias im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKloster Gonias (Q6899842) in der Datenbank Wikidata. Schön und friedlich! 3 € Eintritt, Museumsgeschäft mit schönen Ikonen, Gemälden, Roben, Büchern und Reliquien. Die Kirche selbst ist sehr beeindruckend. Der Kiesboden ist atemberaubend mit dem Meer im Hintergrund. Einen Besuch wert!
  • 2 Kloster Arkádi (Μονή Αρκαδίου Ρεθύμνης). Kloster Arkádi in der Enzyklopädie Wikipedia Kloster Arkádi im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKloster Arkádi (Q541696) in der Datenbank Wikidata. In den Bergen bei Réthimnon gelegenes Kloster, Nationalheiligtum Kretas. Von einer etwa 1.000  m entfernten kleinen hübschen Kapelle bietet sich ein traumhafter Blick bis nach Réthymnon.
  • 3 Kloster Preveli (Πρέβελη). Kloster Preveli im Reiseführer Wikivoyage in einer anderen Sprache Kloster Preveli in der Enzyklopädie Wikipedia Kloster Preveli im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKloster Preveli (Q388579) in der Datenbank Wikidata. sehenswerte Klosteranlage in landschaftlich reizvoller Umgebung
  • 4 Wehr-Kirche des Heiligen Georg von Falandra (Άγιος Γεώργιος Φαλάνδρας). Wehr-Kirche des Heiligen Georg von Falandra im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsWehr-Kirche des Heiligen Georg von Falandra (Q58835677) in der Datenbank Wikidata. Eine dem Heiligen Georg geweihte Wehr-Kirche mit Befestigungselementen. Es befindet sich auf dem Parkplatz der archäologischen Stätte von Faistos auf der Westseite des Hügels des Palastes von Faistos. Die Kirche und die Ruinen sind die Überreste eines klösterlichen befestigten Komplexes, der während der venezianischen Besetzung im 16. Jahrhundert errichtet wurde. Das Kloster wurde 1821 nach dem Ausbruch der griechischen Revolution auf dem Festland von den Türken zerstört
  • 5 Wehr-Kloster Odigitria (Μονή Οδηγητρίας Ηρακλείου). Wehr-Kloster Odigitria in der Enzyklopädie Wikipedia Wehr-Kloster Odigitria im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsWehr-Kloster Odigitria (Q56450731) in der Datenbank Wikidata. Das Kloster Odigitria befindet sich in einer abgelegenen Gegend an der Westseite des Berges Asterousia. Der Komplex wurde durch eine starke Befestigung geschützt, von der heute einige Teile der Mauern, des Turms und des Haupttors (mit der Inschrift 1568) erhalten sind.
  • 6 Kloster Toplou (Μονή Τοπλού Λασιθίου). Kloster Toplou in der Enzyklopädie Wikipedia Kloster Toplou im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKloster Toplou (Q930841) in der Datenbank Wikidata. Beeindruckendes Kloster mit schönen Ikonen im Inneren, gutes Souvenir- und Weingeschäft im Inneren. Lohnender Halt während der Reise nach Vai Vai.

Landschaften[Bearbeiten]

Lasithi Plateau
  • 1 Chandrás-Hochebene, östlich der Straße von Sitía nach Ierápetra. Viele Ruinen.
  • 2 Lasithi Hochebene (Οροπεδίο Λασιθίου). Lasithi Hochebene im Reiseführer Wikivoyage in einer anderen Sprache Lasithi Hochebene in der Enzyklopädie Wikipedia Lasithi Hochebene im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsLasithi Hochebene (Q1806607) in der Datenbank Wikidata. Ein großes fruchtbares Plateau im Zentrum der Präfektur Lassithi auf einer Höhe von 840 Metern. Früher waren auf dem Plateau bis zu 10.000 Windmühlen mit weißen Segeln in Betrieb, die jedoch größtenteils durch Diesel- und elektrische Bewässerungspumpen ersetzt wurden. Entlang der Pässe über dem Plateau stehen noch zahlreiche alte Steinwindmühlen (einige Ruinen, andere wunderschön restauriert).
  • 3 Askifou-Hochebene (Τοπική Κοινότητα Ασκύφου), im Westen Kretas. Askifou-Hochebene in der Enzyklopädie Wikipedia Askifou-Hochebene im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsAskifou-Hochebene (Q2866690) in der Datenbank Wikidata.
  • 4 Vai (Φοινικόδασος του Βάι). Vai in der Enzyklopädie Wikipedia Vai im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsVai (Q168548) in der Datenbank Wikidata. Bei Vai ganz im Osten der Insel ist der einzige Dattelpalmenstrand der Insel. Man vermutet, dass Piraten früher hier Rast machten und ihre Dattelreste zurückließen.
  • 5 See Agio Faraggo. Sehr beeindruckender salziger See direkt an der Küste, genannt Vourvoulitis, umgeben von senkrechten Klippen. Der See steht mit dem offenen Meer durch unterirdische Passage in verbindung. Wem der schöne Anblick von oben nicht reicht, kann vom Meer aus schwimmend zu dem See gelangen, aber es ist ziemlich gefährlich, da die Seiten steil sind. Vourvoulitis ist einer der beiden am meisten beeindruckenden Abgründe auf Kreta, die sich an der Meeresküste befinden. Ein paar Meter nach Osten und in der Nähe des Dorfes Kali Limenes gibt es noch einen ähnlichen Abgrund namens Little Vourvoulitis.

Schluchten[Bearbeiten]

Samaria Schlucht

Es gibt eine Vielzahl von Schluchten. Manche sind einfacher zu begehen, andere nur mit Leiter und Seil zu überwindenden. Gute Infos zu den einzelnen Schluchten hier

  • 6 Agia-Irini-Schlucht (Φαράγγι της Αγίας Ειρήνης). Agia-Irini-Schlucht in der Enzyklopädie Wikipedia Agia-Irini-Schlucht im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsAgia-Irini-Schlucht (Q2131255) in der Datenbank Wikidata. Die Schlucht ist 7,5 Kilometer lang und 45 bis 500 Meter tief in einem Waldgebiet mit steilen Bergklippen. 1866 flohen 1.000 Frauen und Kinder durch diese Schlucht vor den Osmanen.
  • 7 Aradena-Schlucht. Aradena-Schlucht in der Enzyklopädie Wikipedia Aradena-Schlucht im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsAradena-Schlucht (Q624711) in der Datenbank Wikidata. sie ist eine der weniger bekannten, aber dennoch eine der spektakulärsten Schluchten der Sfakia im Südwesten. Die Aradena-Schlucht ist erst seit wenigen Jahren – sofern sie nicht Wasser führt – auch ohne Kletterstrecken begehbar, die ehemals nur per Leiter und Seil zu überwindenden Passagen durch die Schluchtsohle können inzwischen durch einen gut begehbaren Saumpfad am Westhang der Schlucht umgangen werden. Der Aufstieg ab dem Meer bis Aradena dauert etwa drei Stunden.
  • 8 Kotsifou-Schlucht (Φαράγγι Κοτσυφού). Kotsifou-Schlucht in der Enzyklopädie Wikipedia Kotsifou-Schlucht im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKotsifou-Schlucht (Q1785442) in der Datenbank Wikidata. Der nördliche Einstieg in die Schlucht ist bei der Ortschaft Kanevos auf zirka 450 Meter Höhe. Nach einigen Serpentinen gelangt man zu einer Engstelle, an der sich die überhängenden Felswände fast zu berühren scheinen. Weiter nach unten erweitert sich die Schlucht und gibt den Blick auf die Bucht von Plakias frei. Links und rechts bilden die kargen, über 200 Meter hohen Wände der Schlucht einen reizvollen Kontrast zur grünen Landschaft im Norden.
  • 9 Kourtaliotiko-Schlucht. Kourtaliotiko-Schlucht in der Enzyklopädie Wikipedia Kourtaliotiko-Schlucht im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKourtaliotiko-Schlucht (Q1530512) in der Datenbank Wikidata. Durch die Schlucht führt die Verbindungsstraße von der Bezirkshauptstadt Rethymno im Norden Kretas bis an die Südküste nach Plakias und Preveli. Sie wurde erst Anfang der 1960er-Jahre asphaltiert und ist heute eine der spektakulärsten Schluchtdurchfahrten Kretas. Die Felswände links und rechts ragen bis zu 250 Meter steil empor, wobei das Flussbett stellenweise noch über 100 Meter unter Straßenniveau liegt.
  • 10 Myli-Schlucht (Μύλοι Ρεθύμνης). Myli-Schlucht in der Enzyklopädie Wikipedia Myli-Schlucht im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMyli-Schlucht (Q139618) in der Datenbank Wikidata. Das Tal der Wassermühlen nordöstlich von Rethymno. In der Schlucht sind die Reste zahlreicher aufwendig gebauter Gebäude, Brücken und Kanäle für Wassermühlen zu sehen, die im 16. Jahrhundert, zur Zeit der venezianischen Herrschaft auf Kreta, entstanden sind und teilweise bis in die 1970er Jahre in Betrieb waren. Es waren hauptsächlich Getreidemühlen, die den in der Umgebung angebauten Weizen verarbeiteten. Eine der Mühlen wurde restauriert und ist als Museum zugänglich. Sehenswert sind auch die Kapellen, insbesondere die alte Agia Nikolaos.
  • 11 Samaria-Schlucht (Φαράγγι της Σαμαριάς). Samaria-Schlucht in der Enzyklopädie Wikipedia Samaria-Schlucht im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSamaria-Schlucht (Q1128366) in der Datenbank Wikidata. 18 km Fußweg durch eine atemberaubende Landschaft. Ein Highlight Kretas
  • 12 Schlucht der Toten. Schlucht der Toten in der Enzyklopädie Wikipedia Schlucht der Toten im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSchlucht der Toten (Q2244976) in der Datenbank Wikidata. Die steilwandige Schlucht hat eine Länge von etwa acht Kilometern und kann an manchen Stellen Wasser führen. Ein Wanderweg durch die Schlucht ist ausgewiesen und ganzjährig begehbar. Die Schlucht wird „Tal der Toten“ genannt, weil die Minoer in den zahlreichen Höhlen der Seitenwände ihre Toten beisetzten. Am Ende der Schlucht befindet sich der minoische Palast Kato Zakros.
  • 13 Aposelemi-Schlucht (Aposelémis Potamós) Aposelemi-Schlucht (Q25107647) in der Datenbank Wikidata
  • 14 Kalikratis-Schlucht
  • 15 Rouwas-Schlucht. nicht so touristisch organisiert wie die Samaria oder Imbross Schlucht
  • 16 Perivolakia-Schlucht
  • 17 Imbros Schlucht (Φαράγγι Ίμπρου). Imbros Schlucht in der Enzyklopädie Wikipedia Imbros Schlucht im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsImbros Schlucht (Q1415745) in der Datenbank Wikidata. sie ist nach der Samaria-Schlucht eine der meistbesuchten Schluchten Kretas. Der Wanderweg durch die Schlucht ist acht Kilometer lang und führt vom Dorf Imbros bis nach Komitades am Libyschen Meer. Dabei wird ein Höhenunterschied von zirka 650 Metern überwunden. Vor allem seit die Samaria-Schlucht zu überlaufen ist, werden vermehrt Tagesausflüge zur Imbros-Schlucht angeboten. Zur Saison verlangt die Gemeinde Sfakia eine Eintrittsgebühr für die Begehung. Die Gehdauer beträgt ungefähr zwei Stunden. Die Imbros-Schlucht gehört zu den leichter begehbaren Schluchten Kretas, es sind keine Kletterpartien oder andere problematische Passagen zu überwinden. Wegen des grobschotterigen Untergrundes (Flussbett) muss trotzdem festes Schuhwerk getragen werden. Die Schlucht scheint nur noch nach Ausnahme-Regenfällen Wasser zu führen, so ist eine Begehung auch im Winter möglich.

Höhlen[Bearbeiten]

Andron Höhle

Es gibt auf Kreta sehr viele Höhlen und Tropfsteinhöhlen, einige der schönsten sind diese:

  • 18 Sfendoni Höhle (Σπήλαιο Σφενδόνη Ζωνιανών). Sfendoni Höhle in der Enzyklopädie Wikipedia Sfendoni Höhle im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSfendoni Höhle (Q9713830) in der Datenbank Wikidata. Die Tropfsteinhöhle ist erschlossen und ist die schönste Höhle in Kreta. Sie gehört zum Naturpark von Psiloritis.
  • 19 Dictate Antron Höhle (Δικταίο Άντρο). Dictate Antron Höhle in der Enzyklopädie Wikipedia Dictate Antron Höhle im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsDictate Antron Höhle (Q38280171) in der Datenbank Wikidata. Die beeindruckende Tropfstein-Höhle des Zeus liegt nur 10 Gehminuten von Dorf Psychro entfernt, auf dem Lassithi Plateau in 1025m Höhe.
  • 20 Idäische Grotte (Ιδαίο άντρο). Idäische Grotte in der Enzyklopädie Wikipedia Idäische Grotte im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsIdäische Grotte (Q935991) in der Datenbank Wikidata. Die Höhle ist nicht von besonderem geologischen Wert, hat aber enorme mythologische und Kulturwert, da es die Höhle ist, wo der Legende nach der größte Gott des Altertums Zeus aufwuchs. Sie wird auch Höhle des Zeus genannt.

Sonstiges[Bearbeiten]

2. Weltkrieg
Deutscher Soldatenfriedhof 2. Weltkrieg

Im 2. Weltkrieg war Kreta eine stark umkämpfte Insel, bei dem die Wehrmacht die englischen Truppen vertreiben wollte. Hauptlast des Angriffes trugen die Fallschirmjäger.

  • 1 Deutscher Soldatenfriedhof Maleme (Γερμανικό στρατιωτικό νεκροταφείο Μάλεμε). Deutscher Soldatenfriedhof Maleme in der Enzyklopädie Wikipedia Deutscher Soldatenfriedhof Maleme im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsDeutscher Soldatenfriedhof Maleme (Q1205327) in der Datenbank Wikidata. Gedenkstätte an die Gefallenen der Eroberung Kretas durch die Wehrmacht im 2. Weltkrieg.
  • 2 Soldatenfriedhof Souda Bucht (Συμμαχικό Νεκροταφείο Σούδας). Soldatenfriedhof Souda Bucht in der Enzyklopädie Wikipedia Soldatenfriedhof Souda Bucht im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsSoldatenfriedhof Souda Bucht (Q22919952) in der Datenbank Wikidata. Die meisten der hier beigesetzten aus dem Commonwealth stammenden Soldaten waren Angehörige der Landstreitkräfte, die bei der Luftlandeschlacht um Kreta im Mai 1941 während des Zweiten Weltkrieges gefallen sind.
  • 3 Deutsches Kriegerdenkmal der Fallschirmjäger. An der alten Straße nach Kissamos und etwa einen Kilometer außerhalb der Stadtgrenze von Chania stand von 1941 bis 2001 das Fallschirmjägerdenkmal in seiner ursprünglichen Form. Es wurde während der deutschen Besatzungszeit errichtet und war dem II. Bataillon des deutschen Luftlande-Sturm-Regiments gewidmet, das im Raum Chania unter hohen Verlusten maßgeblich an der Eroberung Kretas beteiligt war. Seit dem Winter 2001 fehlt aufgrund eines Sturmschadens der Adler auf dem Sockel des Denkmals. Beschädigungen und Graffiti auf dem Sockel mit der Forderung nach Wiedergutmachung zeugen von noch bestehenden politischen Differenzen. Das Denkmal wird auf Kreta To Germaniko Pouli („der deutsche Vogel“) – so heißt auch die nächstliegende Busstation – oder auch To kako pouli („der böse Vogel“) genannt.

Hintergrund[Bearbeiten]

Matala
Preveli

Geographie: Kreta ist in jeglicher Hinsicht überaus vielfältig und eine tiefergehende Erkundung braucht Zeit, will man nicht nur an der Oberfläche kratzen. Auf der Insel, die mehr als doppelt so groß wie Mallorca ist, leben über 600.000 Menschen, und es braucht einen ganzen Tag, um vom einen Ende zum anderen zu gelangen, denn die 245 Kilometer Luftlinie zwischen West- und Ostküste werden zu 350 Kilometern abenteuerlicher Küstenstraße. Die Insel ist geografisch gesehen ein Gebirge, dessen obere Bereiche aus dem Wasser ragen und das Lybisches Meer von der griechischen Ägäis trennen. Die höchsten Gipfel ragen 2456 Meter über das Meer und funkeln mit ihrem Schnee bis in den Mai hinein in der Sonne.

Geschichte: In der Bronzezeit war Kreta Heimat der Minoischen Kultur, der frühesten Hochkultur Europas (ca. 2000 – 1100 v.Chr.), die unter anderem den Seehandel im gesamten östlichen Mittelmeer kontrollierte. Mehrere Palastruinen aus dieser Zeit wurden ausgegraben und können besichtigt werden. Der berühmteste ist der Palast von Knossós, in dessen Labyrinth der Legende nach der Minotaur, halb Mensch, halb Stier, gefangen gehalten wurde.

Auf die Minoische folgte die Mykenische Kultur des griechischen Festlandes. Die weitere Geschichte Kretas ist geprägt durch zahlreiche Eroberungsversuche unterschiedlichster Völker. Im Jahre 69 v.Chr. fiel Kreta an die Römer, gefolgt von den Byzantinern. Im 9. und 10. Jahrhundert n.Chr. herrschten muslimische Piraten auf der Insel. Zu dieser Zeit wurde Gortyn, eine der größten Städte, zerstört, und die neue Hauptstadt Heraklion gegründet. Byzanz eroberte die Insel zurück, und später fiel sie an Venedig. Die Kreter setzten sich beständig gegen die Venezianer zur Wehr, die von 1204 bis 1645 die Insel als ihr Eigentum betrachteten. Dann kamen die Türken, die Kreta zwischen 1645 und 1669 eroberten. Auch gegen diese erhoben sich die Inselbewohner immer wieder und konnten die türkische Herrschaft schließlich im Jahre 1898 beenden. Das letzte Mal kämpften die Kreter als Partisanen im Zweiten Weltkrieg und verteidigten die Insel gegen die deutsche Wehrmacht, die am 20. Mai 1941 auf die Insel kam und bis Oktober 1944 blieb.

Als die Türken 1898 Kreta verlassen hatten, wurden viele türkische Bauwerke dem Erdboden gleichgemacht. Erst in den 1980er Jahren, als die Bedeutung für den Tourismus deutlich wurde, begann man mit der Restaurierung der verbliebenen Moscheen.

Im Zweiten Weltkrieg (20. Mai bis 1. Juni 1941 ), landeten deutsche Fallschirmjäger, unterstützt von Gebirgsjägern, um die Eroberung der Insel Kreta durchführten. Kurz nach der Einnahme Griechenlands im Balkanfeldzug 1941 eroberte die deutsche Wehrmacht das von Commonwealth- und griechischen Truppen verteidigte Kreta und besetzte anschließend den Westteil der Insel bis zum Kriegsende 1945.

1974 überfielen türkische Truppen Zypern, und jedermann rechnete mit einem Krieg zwischen den beiden Nationen. Viele Kreter holten zu dieser Zeit aus eigenem Antrieb ihre Gewehre hervor und hielten an den Küsten nach türkischen Schiffen Ausschau.

Kretische Identität: Ein wichtiger Teil der kretischen Identität ist die Orthodoxie, war sie doch in all den Jahren des Krieges und der Unterdrückung der Fels in der Brandung, der den Inselbewohnern das Nationalbewusstsein, die eigene Sprache und die Tradition erhielt. Ein anderer Teil ist die fast schon feindselige Einstellung zu den Türken. Ebenso Ausdruck kretischer Identität ist das Gefühl, als Kreter ein besonderer Grieche zu sein. Die Insel ist reicher als viele andere Regionen des Landes, und Kretas Kultur ist älter als die des restlichen Griechenlands und Europas.

Sprache[Bearbeiten]

Auf Kreta spricht man - wie kaum anders zu erwarten - Griechisch. Wer dieser Sprache nicht mächtig und daher auf Übersetzungen mit lateinischen Buchstaben angewiesen ist, steht vor dem Problem, dass es keine einheitliche Schreibweise mit lateinischen Buchstaben für griechische Wörter gibt. Daher trifft man auf unterschiedlichste Schreibweisen des jeweils gleichen Namens, und noch schwieriger ist dann die korrekte Aussprache. Gute Reiseführer schreiben die Namen so, dass die Betonung eines Wortes stets auf der durch einen Akzent markierten Silbe liegt. So wird beispielsweise bei Chaniá das letzte a betont.

Siehe auch: Sprachführer Griechisch.

Anreise[Bearbeiten]

Dem Kreta-Reisenden steht zur Wahl, ob er in drei Stunden die Insel mit dem Flugzeug erreichen will oder sich drei Tage für eine Fährüberfahrt aus Italien Zeit nimmt.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

In den Sommermonaten verbinden Charterflüge nahezu jeden deutschsprachigen Flughafen mit der Inselhauptstadt Iráklion. Von manchen Flughäfen aus ist es auch möglich, direkt nach Chaniá zu fliegen. Über Athen erreicht man sowohl die alte als auch die neue Inselhauptstadt mehrmals täglich, Sitía mehrmals wöchentlich. Innergriechische Flugverbindungen existieren selbstverständlich ebenfalls und führen von Mykonos, Rhodos, Santorín und Thessaloniki nach Iráklion, von Thessaloniki nach Chaniá und von Kárpathos nach Sitía.

Flughäfen auf Kreta:

Darüber hinaus ist der Bau eines neuen Flughafens bei Kastelli, circa 36 Kilometer südöstlich von Iraklio, geplant. Dieser soll den „Nikos Kazantzakis“-Flughafen in der Zukunft ersetzen. Die Grundsteinlegung erfolgte am 08.02.2020, die Inbetriebnahme soll vorraussichtlich 2025 erfolgen. [1]

Links zu Fluggesellschaften, die Kreta das ganze Jahr über anfliegen:

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Autofähren verkehren ganzjährig täglich zwischen Piräus und den kretischen Häfen Chaniá, Réthymnon und Iráklion, mehrmals wöchentlich zwischen Piräus, Ágios Nikólaos und Sitía. Für Reisende mit viel Zeit besteht die Möglichkeit, einmal pro Woche mit einer Autofähre, die unterwegs zahlreiche Häfen anläuft und daher sozusagen den "Bummelzug" durch das Mittelmeer darstellt, nach Kíssamos-Kastélli zu gelangen.

Links zu den Fährgesellschaften:

  • ANEK
  • Minoan

Mobilität[Bearbeiten]

Ideales Fortbewegungsmittel für den Urlauber auf Kreta sind das Auto oder das Motorrad, denn nur mit deren Hilfe ist es möglich, die Insel bequem und vollständig zu erkunden. Die Straßenverhältnisse schwanken zwar stark, sind mit jeweils angepasster Geschwindigkeit aber gut befahrbar. Allerdings sollte man immer ein Auge auf plötzlich auftauchende Schlaglöcher bzw. Schaf- und Ziegenherden haben. In Kurven muss man mit schlechter Reifenhaftung rechnen, durch Sand, Staub und das besonders auf nassen Straßen. Die Straßen in Kreta sind nicht für schnelles fahren geeignet. Besonders problematisch sind Roller mit kleinen Reifen. Wer diese nicht gewöhnt ist, sollte immer Mopeds mit großen Rädern nehmen.

Die Kreter selbst fahren eher Freistil und schneiden gerne Kurven, weshalb vor jeder unübersichtlichen Abbiegung Hupen und äußerstes Rechtsfahren empfehlenswert ist. Autovermietungen gibt es in praktisch jedem Urlaubsort, so dass ein Mietwagen kein Problem darstellt. Als zuverlässig hat sich die Vermietung Greenways erwiesen, die über Büros fast überall auf der Insel verfügt. Ein Jeep ist nicht unbedingt notwendig, auch wenn der Vermieter etwas anderes behauptet. Ganz anders sieht es bei der Straßenkarte aus, die im Maßstab 1:200 000 vorliegen sollte. Die Straßenschilder sind fast alle sowohl in griechischen als auch in lateinischen Buchstaben beschriftet, so dass die Orientierung wesentlich erleichtert wird. Navigationsgeräte sind recht hilfreich, man sollte jedoch bereits im Heimatland immer auf die aktuellsten Kartendaten updaten und sich auch dann nicht zu 100% darauf verlassen.

Der EU-Führerschein ist Pflicht, eine grüne Versicherungskarte ist nur beim Fahren des eigenen Autos empfehlenswert. Tankstellen gibt es in ausreichender Zahl, und die vielen kleineren KFZ-Werkstätten verstehen sich ausgezeichnet auf Improvisation. Parkplätze hingegen sind selten.

Wer nicht selbst fahren möchte, der lässt sich per Linienbus kutschieren. Das Netz der öffentlichen Verkehrsmittel ist recht dicht, und so gut wie alle Städte sind direkt mit der Hauptstadt Iráklion verbunden. Die Busse fahren regelmäßig, Fahrpläne hängen auch in lateinischer Schrift aus. Fahrkarten kauft man entweder an den Busbahnhöfen oder unterwegs beim Fahrer.

Tipps[Bearbeiten]

  • Autovermietungen: Leider gibt es speziell in touristischen Orten doch immer wieder "Schlitzohren". Achten Sie speziell auf einen aktuellen Vertrag, der auch die AGB zumindest in englischer Sprache enthält, begutachten Sie das KFZ genau und lassen Sie sich alles erklären. Wenn die lokale Autovermietung nicht vertrauenswürdig erscheint, mieten Sie das KFZ bei renommierten Vertretungen.
  • Motorradfahren: Wie erwähnt sind die Straßen zum größten Teil durchaus gut ausgebaut. Dennoch stellt das Fahren mit dem Motorrad auf Kreta eine Herausforderung dar und man sollte doch bereits einige Erfahrung mitbringen. Oft können die Straßen in Küstennähe aufgrund der Luftfeuchtigkeit und des verdunsteten Meersalzes extrem rutschig werden. In Gebirgsregionen kommt es immer wieder zu Steinschlag (ganzjährig!) und bei weniger gewarteten Straßenabschnitten kann es durchaus vorkommen, dass ein Stück Straße weggerutscht ist. Fahren Sie speziell mit dem Motorrad immer vorausschauend und auf Sicherheit! Achten Sie bei der Einreise auf den verkehrstechnisch einwandfreien Zustand Ihres Motorrades! Ersatzteile - speziell für ausgefallene Motorradmarken - sind auf Kreta kaum vorrätig und müssen im Notfall über Athen angefordert oder sogar aus dem Heimatland eingeflogen werden. Wenn man als Motorradfahrer eine Schafs-Ziegenherde auf der Straße sieht, ist es ratsam nicht zu versuchen zwischen den Tieren durchzufahren, da die Hütehunde oft sehr aggressiv sind. Besser in sicherer Entfernung warten, bis die Tiere von der Straße sind. Zwar werden die Hunde auch dann angreifen, aber man kann zumindest schnell weiterfahren.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Bargeldloses Bezahlen ist zwar besonders in den Touristenhochburgen weit verbreitet, viele Kreter bevorzugen aber Bares. Die Gründe dafür sind mannigfaltig, zu ihnen gehören auch die häufig unzuverlässigen Internetverbindungen, die dazu führen, dass Kartenzahlungen viel Zeit brauchen oder wiederholt gänzlich abgebrochen werden. Man sollte sich daher nicht zu sehr auf die Bankomatkarte verlassen.

Geldautomaten findet man eigentlich fast überall, in ländlichen Regionen sind sie aber oft weit voneinander entfernt. Besonders außerhalb der Saison sind die Geräte manchmal außer Betrieb. Es empfiehlt sich daher, sich mit Euro zu versorgen, bevor es dringend wird. Viele griechische Banken erheben zusätzlich zur von der Heimatbank in Rechnung gestellten Gebühren um die drei Euro, auch wenn die Heimatbank mit „kostenlosem Geldabheben in der Eurozone“ wirbt. Eine der wenigen Banken, die diese Zusatzgebühren nicht abzieht, ist die Genossenschaftsbank Pancreta Bank (Stand: 4/2019), die auch über eine Geldautomatensuche online verfügt.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Strände[Bearbeiten]

Vai

Gute Strände sind ein Hauptgrund, daß so viele Gäste nach Kreta kommen. Ihre Zahl ist bei der Größe der Insel sehr hoch. Ein Strandführer erleichtert die Auswahl. Auch FKK-Strände findet man in großer Zahl.

Wandern[Bearbeiten]

Samariá-Schlucht

Kreta ist ein ideales Wandergebiet. Für Wanderer der Hinweis auf den europäischen Fernwanderweg Nr. 4.

Wer gut zu Fuß ist, der sollte bei Gelegenheit eine Wanderung durch die als Nationalpark geschützte Samariá-Schlucht machen. Dies ist allerdings nicht ganzjährig möglich: Von November bis April ist das Betreten der Schlucht aus Sicherheitsgründen behördlich untersagt. Die Wanderung umfasst eine Wegstrecke von immerhin 14 Kilometern (also ca. 4-5 Stunden) und beginnt in 1.250 Metern Höhe an der Omalós-Hochebene bei Xilóskalo. Während des Wanderns lassen sich zunächst die mit Wäldern dicht bewachsenen Berge bewundern, später folgen steile Felswände zu beiden Seiten des Pfades. Nach dem ersten Wegdrittel bietet sich eine Rastmöglichkeit im verlassenen Dorf Samariá an, wo eine Quelle zum Auffüllen des Wasservorrats genutzt werden kann. Beeindruckend wirkt die Passage an der Eisernen Pforte, wo der Weg nur noch drei Meter breit ist, die Wände jedoch 350 Meter hoch zu beiden Seiten sehr steil ansteigen. Endpunkt der Wanderung ist Agía Rouméli.

Nicht ganz so lang ist eine Wanderung durch die Imbros-Schlucht. Man beginnt im Dorf Imbros an einer Taverne. Dort ist auch der Eingang ausgeschildert und ein paar Parkplätze gibt es auch. Nach ca. 1 km kommt man zum Schluchteingang, wo man erstmal 2,50 Euro p.P. (Stand: Mai 2019) Schluchtgebühr bezahlen muss. Die Wanderung bis zum Schluchtausgang ist ca. 8 km lang und führt meist über ziemlich steinige Wege. Ab und an trifft man auf ein paar Ziegen. In der Mitte der Schlucht befindet sich eine kleine Hütte, an der erstaunlicherweise die Tickets kontrolliert und abgestempelt werden. Am Schluchtausgang gibt es dann auch eine kleine Bar und zwei Taxi-Stops, d.h. man kann sich gegen ca. 10€ Gebühr zu seinem Auto nach Imbros zurückfahren lassen. Typischerweise ist dem Durchschnittswanderer dieser Preis im Angesicht des schluchtaufwärtigen Rückwegs herzlich egal. :-)

Durch die noch unbekannte Schlucht „Agia Irini“ im schönen ursprünglichen Westen Kretas (nur 8 km lang) kann man das ganze Jahr über wandern. Diese Wanderung ist auch für Familien mit Kindern geeignet. Es ist eine leichte Wanderung, die man auch im Hochsommer gut machen kann.

Bootstouren[Bearbeiten]

Die Bootstour zur Lagune Balos (Westkreta) mit türkisblauem Wasser ist für Kinder und Erwachsene ein Erlebnis. Diese Tour beginnt von Kastelli aus mit dem Boot „Gramvousa Express“.

Eine weitere Tour ist die von Kolimbari (Westkreta) vom kleinen Hafen aus zur Spitze der Gramvousa - Halbinsel zum Venezianischen Kastell.

Ein sehr schönes Ausflugsziel ist auch von Chora Sfakion (oder Sfakia im Südwesten Kretas) mit dem Boot oder öffentlichen Fähre zum autofreien Ort an der Südküste nach „Loutro“.

Ein Tagesausflug mit der Fähre "Samaria I" von Paleochora (Südwestkreta) zur kleinen Insel „Gavdos“ ist auch für Kinder sehr spannend, ganz besonders wenn man das Glück hat, unterwegs Delphinen zu begegnen. Wenn man jedoch auf der Insel bleiben will, muss man mindestens einmal übernachten, da das einzige Schiff des Tages direkt nach der Hinfahrt wieder zurückfährt. Dann kann man jedoch auch schön 4 km von einem Ort, den man per Bus/Taxi erreicht zum Kap Tripiti wandern, dem südlichsten Punkt Europas.

Von Plakias (Südwestküste) mit dem Boot zur Prevelli-Schlucht: Das ist eine palmenumsäumte Schlucht, mit Wasserläufen, die man auch mit Kindern gut durchwandern kann.

Von Ierapetra (Südostkreta) kann man Bootstouren machen zur vorgelagerten Insel „Chrissi Island“.

Küche[Bearbeiten]

Siehe auch: Essen und Trinken in Griechenland

Allgemeines: Wer noch nie in südlichen Ländern war und meint, er wisse, wie Tomaten oder Gurken schmecken, der irrt. Als Reisender am Mittelmeer sollte man unbedingt die landestypischen Früchte und Gemüsesorten probieren, wenngleich auf die Gefahr hin, dass man, kaum wieder zu Hause, diese aus dem westlichen Teil Europas gar nicht mehr kaufen mag. Kreta ist allerdings kein Reiseziel für selbsternannte Feinschmecker, denn die regionaltypische Küche soll vorwiegend sättigen und ist entsprechend einfach. Griechen mögen das Essen am liebsten lauwarm und so bekommt man es dann auch in den Tavernen vorgesetzt. Allerdings bieten manche Hotels und Touristenlokale die Option auf ein wirklich heißes Gericht, das extra auf mitteleuropäische Temperatur gebracht wird. Die wenigen ausländischen, vorwiegend italienischen Restaurants halten generell nur heiße Gerichte bereit.

Frühstück: Sieht man von den Büfetts in einigen guten Hotels ab, so ist von einem "vorgefertigten" Frühstück eher abzuraten. Statt dessen sollte man nur die Übernachtung buchen und das Frühstück in Kafenía oder Restaurants einnehmen, wo man sich das Essen nach eigener Vorliebe zusammenstellen kann.

Hauptmahlzeiten: Auch für den großen Hunger findet sich auf Kreta praktisch immer eine Taverne. Normale Restaurants sind einfach eingerichtet, aber es gibt auch teurere Varianten und natürlich die Hotels. Die meisten Gerichte kennt der Urlauber bereits vom "Griechen" in der Heimatstadt, wie etwa überbackene Auberginen, griechischen Salat oder (selten) Gyros. Experimentierfreudige Reisende kommen ebenfalls auf ihre Kosten und probieren z.B. kokorédsi (in Darm gewickelte und am Spieß gegrillte Innereien).

Der Ablauf: Die Bestellung an sich sollte unproblematisch sein. Fast immer liegen Speisekarten aus, die zumeist sowohl in Englisch als auch in Griechisch verfasst sind und so auch Nicht-Griechen die Auswahl erleichtern. Die Rechnung enthält immer Mehrwertsteuer und Bedienung, dennoch sind 10 % Trinkgeld üblich.

Wohin zum Essen?: Verbreitet finden sich Restaurants (Estiatório) und Tavernen (Tavérna), die prinzipiell alle Arten von Speisen bieten. Daneben gibt es bescheidene Lokale (Inomajiríon), die Wein vom Fass ausschenken und einfache Speisen in kleiner Auswahl bieten, Kaffeehäuser (Kafenía), die alle Arten von Getränken offerieren, Schnellrestaurants (Pizzería), die in Folie verpackte Pizza im Mikrowellenherd erhitzen, auf Fischgerichte spezialisierte Restaurants (Psárotavérna) und Konditoreien (Sácharoplastíon), die Gebäck, Kaffee und Kuchen bereithalten.

Getränke: Nationalgetränk ist eisgekühltes Leitungswasser, das man in den Städten problemlos trinken kann. Bestellt man Kaffee, muss man sich zwischen Instant- und griechischem Kaffee entscheiden. Wählt man Letzteres, so muss bei der Bestellung der gewünschte Süße- und Stärkegrad angegeben werden. Immer richtig liegt man, wenn man den griechischen Kaffee "métrio" = "mittelsüß und mittelstark" wählt. Den Instantkaffee gibt es auch kalt als sogenannten "Frapé" - auch hier sollten man den Süßegrad bei der Bestellung angeben und ob man ihn mit oder ohne Milch haben möchte. Tee kommt hingegen aus profanen Teebeuteln. Erfrischungsgetränke erhält man überall und das besonders in Deutschland so beliebte Bier ist auch auf Kreta verbreitet. So haben mehrere Brauereien Zweigstellen auf der Insel, unter anderem Löwenbräu, Henninger und Amstel. Zu empfehlen ist auch das griechische "Mythos", hergestellt in Regie des Weinvertriebs "Boutári". In den Städten und Touristenzentren erhält man sogar Bier vom Fass. Wein wird auf Kreta grundsätzlich nur zum Essen getrunken. Wenn man schon einmal vor Ort ist, sollte man die auf der Insel angebauten Weine wie Láto oder Minós probieren. Als Spirituose ist der Oúzo bekannt, kretischer Nationalschnaps ist der Ráki (aus Weintrester), nicht zu verwechseln mit dem türkischen Raki, der ein Anisschaps ist und deshalb eher dem Oúzo ähnelt.

Feiertage[Bearbeiten]

Offizielle Anlässe: Nationale Feiertage auf Kreta sind der 25. März, der 28. Oktober und der 9. November, wo jeweils in den Städten prachtvolle Paraden stattfinden. Ansonsten werden hauptsächlich in den Sommermonaten in vielen Orten der Insel traditionelle und kulturelle Feiern organisiert, die unter anderem über Plakate angekündigt werden. Weitere Feiertage sind:

  • 1. Januar - Neujahrstag
  • 6. Januar - Epifánia = Erscheinungstag (Heilige Drei Könige)
  • 7. Januar - Fest für Johannes den Täufer
  • 23. Februar - Katharí Devthéra
  • Ostersonntag - der orthodoxe Ostertermin variiert teilweise stark mit denen in DACH
  • 15. August - Mariä Himmelfahrt
  • 25. & 26. Dezember - Weihnachten

Das wird außerdem gefeiert:

  • Rosenmontag: Dieser Tag wird überall auf Kreta mit Kostümen und Karnevalsumzügen gefeiert.
  • Internationales Festival von Kreta: Jedes Jahr treffen sich Ende Mai in Chaniá griechische und ausländische Tanz- und Folkloregruppen.
  • Renaissance-Festival: Im Juli findet in Réthymnon dieses überaus sehenswerte Festival statt.

Nachtleben: Je nachdem, in welcher Stadt man sich gerade auf Kreta befindet, sehen die Möglichkeiten für Nachtschwärmer recht unterschiedlich aus. Während in den größeren Städten durchaus der eine oder andere Diskotempel zu finden ist (insbesondere in Iráklion), zieht es besonders die Jugend am Abend in die diversen Tavernen und Lokale, wo aktuelle Pop-Musik läuft.

  • Ágios Nikólaos. Hier finden sich einige junge Kneipen und schicke Szeneläden. Am Tag sitzt man am besten in Hafennähe und abends geht man als Publiebhaber in den "Aquarius Pub". Hier findet man gepflegte (westliche) Musik (durchaus erholsam nach der überallorts üblichen griechischen Musik) und sechs(!) großformatige Plasma/ LCD-Fernsehapparate mit vornehmlich englischen aktuellen Sport-Live-Übertragungen. Absolut empfehlenswert. Die Preise sind durch gute englische Kundschaft eher gehoben. Nähe Hafen ca. 2 Minuten Laufweg.

Unterkunft[Bearbeiten]

Auf Kreta wurden im Jahr 2010 rund 16.420.477 Übernachtungen gezählt. Im Jahr 2011 entfielen 1,8 % aller Reisebuchungen für europäische Inseln auf Kreta.[2]

Prinzipiell wird dem Urlauber auf der griechischen Insel eine breite Palette an Unterkunftsarten angeboten. Neben den großen Hotels gibt es fast überall auch Privatzimmer zu mieten. Außerdem gibt es mehrere Campingplätze auf Kreta. Es gibt sogar ein FKK-Hotel in Kreta, was sonst in Griechenland sehr selten ist.

Klima[Bearbeiten]

Kreta kommt zu Gute, dass die Insel sehr weit südlich im Mittelmeer liegt. Mit über 300 Sonnentagen im Jahr weist sie mit Zypern die höchste Sonneneinstrahlung auf. Der Sommer ist auf Kreta heiß und trocken, wobei insbesondere an der Südküste sehr hohe Temperaturen erzielt werden. Die Winterzeit fällt in der Regel recht milde aus mit viel Regen auf den Hochebenen und Schnee in den Bergen.

Auf Kreta gibt es verschiedene Klimazonen, die sehr unterschiedliches Urlaubswetter bringen können. Dies zu wissen, ist aber auch eine Chance, je nach Jahreszeit den passenden Urlaubsort auf Kreta aus- und aufzusuchen, bzw. noch innerhalb des Urlaubs zu wechseln oder zumindest Ausflüge in eine andere Klimazone zu machen. Grob unterteilt scheidet sich das Wetter auf Kreta in Nord und Süd, bedingt durch die west-östlich verlaufende Gebirgskette. Im Norden hat die europäische Wetterlage größeren Einfluss auf die Temperaturen. Die Folge ist, dass es dort mehr regnet und ca. 3-6 Grad Celsius kälter ist, als im Süden, der von warmen Winden aus Afrika verwöhnt wird. Dazwischen liegen in beiden Zonen viele Mikroklimata, entstanden durch geschützte Bucht- und/ oder Wind abgewandte Lagen.

Die Durchschnittswerte aus Iráklion:

Iráklion Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez    
Mittlere höchste Lufttemperatur in °C 16 16 17 20 24 28 29 29 27 24 21 17 Ø 22.3
Mittlere Lufttemperatur in °C 12 13 14 17 24 24 26 26 24 20 17 14 Ø 19.3
Mittlere Wassertemperatur in °C 16 15 16 17 19 22 24 25 24 23 20 17 Ø 19.8
Regentage im Monat 14 11 8 6 3 1 0 0 2 6 8 9 Σ 68

Ausflüge[Bearbeiten]

  • Hat man auf dem Festland so gut wie alles gesehen, empfehlen sich die vielerorts angebotenen Bootstouren. So kann man einen Ausflug von Réthymnon nach Balí unternehmen oder mit einem Linienschiff von Ágios Nikólaos nach Sitía fahren und später mit dem Bus zurück.
  • An der Südküste bietet sich ein Schiffsausflug von Paleochóra über Soúgia, Agía Rouméli und Loutró nach Chóra Sfakíon an, wo man allerdings entweder übernachten oder mit dem Bus weiter nach Chaniá fahren muss.
  • Man kann außerdem zu den kretischen Inseln übersetzen. So erreicht man Gávdos von Paleochóra und Chóra Sfakíon aus , die Inseln Chrissí und Koufoníssi (wo zum Beispiel ein Amphitheater zu bewundern ist) werden von den Städten Ierápetra bzw. Makrigialós mit Schiffen zugänglich gemacht. Jedoch ist zu beachten, das die Fährfahrpläne insbesondere im Winter sehr dünn sein können.
  • Schließlich sollte man die Gelegenheit nutzen und einen Tagesausflug zur Vulkaninsel Santorín unternehmen, die je nach Abfahrtsort und Schiffstyp zwischen zwei und vier Stunden von Kreta entfernt liegt.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kreta erhält neuen Großflughafen www.aero.de, abgerufen am 02.05.2020.
  2. Wo Herr und Frau Österreicher Urlaub machen www.kreta-urlaub.at (Memento vom 7. März 2015 im Internet Archive)
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