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Mykonos

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Die Insel Mykonos gehört zu den Kykladen. Sie ist berühmt als weltoffenes Reiseziel unter den griechischen Inseln und gleichsam bekannt als eines der großen Touristenmekkas. Neben Santorin verfügt Mykonos über die größte Zahl von Hotels und Pensionen, und im Sommer liegen täglich Kreuzfahrtschiffe vor Anker, deren Besucher sich tagsüber unter die Touristen mischen, die sich durch die engen Gassen der Altstadt drängen, die Auslagen von überteuerten Läden bestaunen oder einfach nur die malerische Kulisse genießen. Am späten Abend ändert sich das Publikum. Überwiegend junge Gäste, unter ihnen Partylöwen und Selbstdarsteller machen in Clubs, Bars und Discos die Nacht zum Tage oder feiern an den dafür bekannten Stränden.

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Lage der Kykladen-Insel Lage der Insel Mykonos

Orte[Bearbeiten]

Mykonos, Windmühlenhügel Kato Myli

Auf der Insel gibt es im Prinzip nur zwei größere Orte, die Stadt Mykonos und das Dorf Ano Mera. Alle anderen sind kleinere Streusiedlungen, sie haben außerhalb der Urlaubssaison weniger als 200 Einwohner.

Mykonos Chora[Bearbeiten]

Mykonos Stadt: Klein Venedig

Auch unter dem Namen Mykonos Stadt bzw. Hora bekannt, ca. 6.500 Einwohner. Ihre verwinkelten Gassen sind mit wenigen Ausnahmen autofrei, Parkplätze gibt es im Süden bei dem Windmühlenhügel Kato Mili und im Nordwesten beim Yachthafen. Dennoch müssen Fußgänger aufpassen: Mopeds dürfen fahren.

  • Tourlos: Etwa 2 km nördlich von Mykonos Chora gelegen, hier befindet sich der neue Hafen.
  • Agios Stefanos: Nördlich von Chora gelegen, ca. 200 Einwohner. Zwischen Agios Stefanos und Chora ist der neue Hafen.
  • Ornos: Südlich von Chora an einer Bucht gelegen, es gibt einen familiengeeigneten Strand, der auch in der Vorsaison schon kräftig genutzt wird.
  • Agios Giannis: Der kleine Ort mit knapp 300 Einwohnern liegt an der Westküste.
  • Psarou: Kleines Dorf, ca. 100 Einwohner, im Süden der Insel
  • Platys Gyalos: Dorf mit ca. 200 Einwohnern an der Südküste, einer der schönsten Strände
  • Fanari: Kleiner Ort, ca. 100 Einwohner, beim Leuchtturm Faros Armenisti an der Nordwestküste der Insel

Ano Mera[Bearbeiten]

Ehemaliger Hauptort der Insel im Landesinneren, verhältnismäßig wenig Tourismus, recht ursprünglich geblieben.

  • Ftelia: An einer Bucht an der Nordküste, an dem Strand finden Ausgrabungen statt.
  • Kalafatis: Im Südosten gelegener kleiner Fischerort mit einem schönen Strand
  • Marathi: Zwischen Mykonos Chora und der Nordküste bei Ftelia gelegen

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Windmühle am Ano Myli, Bildmitte alter Hafen, im Hintergrund neuer Hafen

Hintergrund[Bearbeiten]

Mykonos ist ein hervorragendes Beispiel für die einzigartige kykladische Architektur, die sich in den malerischen Fischerdörfern herausgebildet hat. Völlig weißgewaschene, würfelförmige Gebäude formen planlos wirkende Irrgärten aus Wegen und Straßen. Viele gut erhaltene Windmühlen und hunderte winzige Kapellen mit roten Dächern ergänzen die Szenerie. Obwohl sie im wesentlichen weniger malerisch als Santorini ist, fühlen sich die Besucher hier wie in einer griechischen Variante von Disneyland. Weite Teile der Landschaft wurden regelrecht aufgemotzt, um den Touristenscharen eine möglichst hohe Echtheit vorzutäuschen.

Anreise[Bearbeiten]

Panagia Paraportiani

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Mykonos besitzt auch einen Flughafen (IATA CodeJMK, ICAO CodeLGMK), etwa 4 km vom Hauptort entfernt. Olympic Airways und Aegean Airlines fliegen diesen Flughafen von Athen und Thessaloniki aus regelmäßig an. Vom Flughafen selbst kommt man nur mit dem Taxi weiter. Im Sommer, während der Hochsaison, fliegen Charterfluggesellschaften die Insel auch von vielen europäischen Städten an, oft mit Zwischenstopps in Athen oder auch auf Kreta. Der Flug von Athen nach Mykonos dauert etwa 30 Minuten, von Kreta nach Mykonos kann man eine knappe Stunde rechnen.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Fähren und Hochgeschwindigkeits-Katamaranboote verkehren täglich von Piräus und Paros aus. Flying Dolphins bietet einen 3-1/2-Stunden-Trip für etwa 50 € pro Strecke an. Auch von Santorini aus kann die Insel täglich mit den Flying Cats erreicht werden. Es gibt auch Fährverbindungen nach Rafina. Die Hochgeschwindigkeitskatamarane laufen noch den alten Hafen bei Chora an, die Autofähren benutzen den neuen Hafen bei Tourlos, ebenso die Kreuzfahrtschiffe. Meist ankern sie jedoch außerhalb des Hafens, zum Landgang müssen die Passagiere dann ein Tenderboot benutzen.

Mobilität[Bearbeiten]

GR-Mykonos-map.svg

Man kann Motorroller, Quad, Auto oder Bus benutzen. Das Busnetz ist recht übersichtlich: alle Linien starten und enden an einem Busbahnhof in Chora. Der kleine Busbahnhof "Fabrika" liegt in der Nähe der Windmühlen am südlichen Stadtrand, von hier fahren Busse in die südöstlichen Orte. Der zweite Busbahnhof ist im Nordosten von Hora in der Nähe des Yachthafens, von hier fahren Busse in nördliche Richtung, z.B. zum neuen Hafen.

Taxis verkehren in einer am Tage etwa konstant bleibenden Zahl, deshalb ist es am Abend fast unmöglich, ein Taxi zu finden - man muss in der Stadt teilweise Stunden warten. Ein Taxistand ist neben dem Busbahnhof "Fabrika", der wichtigere befindet sich an der Ostseite des alten Hafens.

Es gibt zwei Fährhäfen in Mykonos-Hora, dem Hauptort der Insel. Wenn man zu Fuß unterwegs ist und die Insel verlassen will, sollte man sich vergewissern, ob die Fähre am alten Hafen in der Stadt oder am neuen Hafen 10 km nördlich abfährt.

Boote nach/ von Delos legen an der Westseite des Hafens an, Tickets gibt es dort an einem deutlich beschrifteten Kiosk.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sonnenuntergang auf Mykonos

Mykonos Hora[Bearbeiten]

Altstadt und Hafen liegen in einer nach Norden geöffneten Bucht. Auf der Westseite ist das auffällige Bauwerk der Paraportiani-Kirche. Daran schließt sich das Stadtviertel Klein-Venedig an, dahinter ist der Hügel Kato Myli, auf ihm steht eine Reihe von Windmühlen, sie sind das Wahrzeichen der Stadt.

Auf der Ostseite des Hafenbeckens ist ein großer Platz mit dem Denkmal der Freiheitskämpferin Manto Mavrogenous, hier ist ein Taxistand.

Klein-Venedig[Bearbeiten]

Der Name des Stadtviertels geht zurück auf die Herrschaft der Venezianer, die an der Hafeneinfahrt eine Befestigung errichtet hatten. Von diesem Kastro findet man noch ein paar Grundmauern in der Gegend der Paraportiani-Kirche. Dieses verwinkelte Bauwerk besteht eigentlich aus insgesamt 5 Kapellen. Direkt dahinter beginnen dann die kleinen verschachtelten Gassen, in denen man sich trefflich verlaufen kann. Sie sind vom Baustil und der Farbgebung her venezianisch, ihre Fassaden haben Balkone und sind außer mit blendendem Weiß in Blau, Gelb oder Rosa gehalten. Wie in Venedig hatte man für den Fall eines Hochwassers vorgesorgt: es gab Verbindungen von Haus zu Haus quer über die schmalen Gassen. Davon ist jedoch nicht mehr allzuviel zu sehen.

Pelikan Petros[Bearbeiten]

Petros vor der Rathaustür, Seiteneingang

Seit den 50-er Jahren regiert in der Altstadt rings um Klein Venedig Petros. Nach einem Sturm hat ein Fischer in den 50-er Jahren einen verletzten Pelikan wieder aufgepäppelt. Das Tier wurde handzahm und eine Touristenattraktion. Nach über 30 Jahren starb der Pelikan Petros, danach wurde ein Nachfolger (Nummer ??) angesiedelt. Inzwischen wurde Petros eine Partnerin namens Irina zugeteilt, erkenntlich an einem Ring am Bein. Beide sind sich ihrer Würde bewusst. Sie residieren an der Westseite des Hafens, sind irgendwo zwischen Paraportiani-Kirche, Altstadt und Rathaus unterwegs, bei ihren Wanderungen oft begleitet von einer Schar von Touristen. Meist sind sie gutmütig, sie haben jedoch etliche Sachbeschädigungen von Digitalkameras auf dem Gewissen. Ihre Flügel sind gestutzt, sie können nicht davonfliegen.

Kato Myli[Bearbeiten]

Der untere Windmühlenhügel schließt südwestlich an Klein-Venedig an, auf ihm stehen 5 Windmühlen in einer Reihe. Funktionsfähig ist keine davon, sie sind teils in Privatbesitz und bewohnt.

Ano Myli[Bearbeiten]

Vom Hafen aus sieht man auf der Ostseite ein Anhöhe mit einer Windmühle, die Bonis Windmill. Sie steht auf einem schön angelegten Platz, der als Agricultural Museum dient. Das Museum ist im Sommer bei freiem Eintritt geöffnet von 16-20 Uhr und bei Sonnenuntergang ein beliebter Platz. Noch bessere Sicht hat man von einem Platz an der oberhalb liegenden Straße nach Ano Mera.

Museen[Bearbeiten]

Kloster Panagia Tourliani
Ikonostase
  • Archäologisches Museum. Zu den den Ausstellungsstücken zählen zahlreiche Keramiken aus der prähistorischen und der hellenistischen Zeit (25. bis 1. Jahrhundert v. Chr.), Grabstatuen, Stelen und Totenurnen von Rheneia und viele Fundstücke von Mykonos.
  • Volkskundemuseum. Gebäude bei der Paraportiani-Kirche. Exponate: Keramiken, Textilarbeiten, alte Musikinstrumente, Werkzeuge Fotografien. Geöffnet: Apr – Okt 17.30 – 20.30 Uhr. Preis: Eintritt frei.
  • Ägäisches Maritim-Museum, in der Altstadt am Platz Tria Pigadia. Schiffsmodelle von der Antike bis zum 20. Jahrhundert, Seekarten, nautische Geräte.

Ano Mera[Bearbeiten]

Das Dorf liegt 10 km von Mykonos Stadt entfernt, es hat etwa 1.300 Einwohner. Das Ortszentrum besteht aus einer Platia, umgeben von einigen Tavernen, einem Supermarkt und dem Kloster Panagia Tourliani. Rund um den Ortskern liegen weit verstreut etliche Weiler und Gehöfte.

Panagia Tourliani[Bearbeiten]

Das Kloster wurde 1542 gegründet und im Jahr 1767 erweitert. Öffnungszeiten tägl. von 9-13 und 14-19:30 Uhr. Im Klosterhof ist ein schöner Marmorbrunnen. Sehenswert in der Kirche sind insbesondere die geschnitzte Ikonostase, der Bischofsstuhl und die Kanzel.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Geführte Tour nach Delos. Nur eine kurze Bootsfahrt entfernt und schon begegnet man der Geschichte. Ein Muss für alle Besucher. Typ ist Gruppenbezeichnung

Strände[Bearbeiten]

Ostküste[Bearbeiten]

  • Tourlos.
  • Agios Ioannis. Ein kleiner Strand mit fantastischen Schnorchelmöglichkeiten. Nie überfüllt, Liegestühle können ausgeliehen werden. Große Taverne und Cocktailbar in der Nähe. Kein Touristenstrand. War Drehort im Film Shirley Valentine.
  • Agios Stefanos.
  • Megali Ammos.
  • Korfos. Bucht nahe der Straße von Mykonos Chora nach Agios Ioannis. Nicht besonders beliebt.

Südküste[Bearbeiten]

Elia Beach
  • Ornos. Ein ruhiger Familienstrand. Viele Liegestühle und Sitzecken können gemietet werden. Badebekleidung ist Pflicht! Der Strand wird von größeren Restaurants, Hotels und einem nahegelegenen Lebensmittelgeschäft gesäumt. Einige Restaurants und Hotels sind preislich gehoben. Mit Bus und Bootstaxi erreichbar.
  • Psarou. Für die Hälfte der Liegestühle und Sonnenschirme ist in der Hochsaison eine Reservierung notwendig. Bei den nicht reservierungspflichtigen Liegen gilt das Prinzip "wer zuerst kommt, malt zuerst".
  • Platys Gialos. Geschäftiger Familien- und Touristenstrand. Wassermotorräder können ausgeliehen werden.
  • Paranga. En weiterer beliebter Strand. reikörperkultur wird auf der rechten Seite (dem Wasser zugewandt) vollzogen. Ist bei Nudisten beliebt, die die Partyatmosphäre von Paradise und Super Paradise nicht missen.
  • Paradise. Ein überfüllter Partystrand für die unter 30-Jährigen, Nacktheit ist verbreitet. Der Kieselstrand ist besonders bei windigen Tagen ein Vorzugsmotiv.
  • Super Paradise. Ein anderer überfüllter Partystrand für die jüngere Generation. Paradise und Super Paradise sind für Einheimische natürlich nicht gesperrt. Auch beliebt bei Homo- und Transsexuellen. Auch hier ist Nacktheit verbreitet und auf das Zentrum des Strandes konzentriert.
Strand bei Kalafatis, die Hügel im Hintergrund kennt man als "Brüste der Aphrodite"
  • Elia. Strandliegen und Sonnenschirme für 10 € ausleihbar. Das Ausleihen von Wassermotorrädern, Wasserski, Wakeboards und Paragleitern ist ebenfalls möglich. Elia ist ein sehr großer Strand, vergleichbar mit anderen Stränden auf Mykonos. Freikörperkultur ist erlaubt, aber nicht so weit verbreitet wie bei den Stränden Paradise, Super Paradise und Paranga.
  • Kalo Livadi.
  • Agia Anna.
  • Kalafatis.
  • Lia.

Nordküste[Bearbeiten]

  • Agios Sostis.
  • Panormos.
  • Ftelia.

Tauchen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Obst- und Gemüsemarkt am alten Hafen

Mykonos-Stadt

  • La Maison de Catherine.
  • Kalidonios Restaurant.
  • Aqua Tavernia, in Kleinvenedig.

Ano Mera: Auf dem Marktplatz gibt es verschiedene traditionelle Restaurants.

Strandtavernen:

  • Nammos, am Psarou-Strand. Topqualität zu guten Preisen.
  • Elia, am Elia-Strand. Große Menüauswahl, kostengünstiges und sehr gutes Essen.
  • Der Ornos-Strand besitzt eine gute Auswahl an Restaurants. Mit Bootstaxi und Bus von Mykonos-Stadt aus erreichbar.

Nachtleben[Bearbeiten]

  • Caprice, in Kleinvenedig. Immer wieder beliebt und wahrscheinlich die am besten gefüllte Bar der Insel.
  • Verschiedene Nachtclubs sind stundenlang offen und spielen griechische Musik. Servierbretter mit Blumen, die man den Sängern zuwerfen kann.

Unterkunft[Bearbeiten]

Kloster Panagia Tourliani in Ano Mera

Im Juli und August ist es sehr heiß, deshalb sollte man ein Hotel mit Klimaanlage wählen. Zu beachten ist, dass es einige Exklusivhotels für Homosexuelle gibt, d.h. dass sie an diese Zielgruppe gerichtet sind, während die Mehrheit der anderen Hotels lediglich homosexuellenfreundlich sind.

  • Beach Deluxe Houses. Geräumige und moderne Luxusappartements und nur 50 m vom Strand Platys Gialos entfernt.
  • Saint John (*****), Agios Ioannis Beach, Mykonos, 84600. Tel.: +30 22890 28752. ein nettes 5-Sterne-Hotel außerhalb der Stadt. Die meisten Zimmer haben vollen oder teilweisen Meerblick.
  • Hotel Manoulas Beach (****) (Agios Giannis). Tel.: +3022890) 22900. Rezeption teilw. deutschsprachig. Schöne Hanglage direkt oberhalb des Strandes, Zimmer mit Blíck auf das Meer und die Insel Delos. Bushaltestelle vor dem Haus
  • Myconian Imperial Resort (*****), Elia Beach 846 00 Kalo Livadi. Tel.: +30 22890 72027. Checkin 12 Uhr, Checkout 10 Uhr. Luxushotel mit Halbpension und einer hohen Auswahl an Zimmern und Suiten.

Sicherheit[Bearbeiten]

Klima[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

  • Delos. Eine Insel nahe Mykonos, ist berühmt für ihre antiken Tempelanlagen. Tagesexkursionen können in Mykonos gebucht werden. Delos war die wichtigste panhellenistische Kultstätte und der Sage nach Geburtsort von Apollo und Artemis. Die ersten Hinweise auf Besiedlung datieren auf das 3. Jahrtausend vor Christus zurück. Viele Überbleibsel wurden wieder ausgegraben. Als Geburtsort von Apollo war Delos im 7. Jh. v. Chr. ein wichtiges religiöses Zentrum.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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