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Unesco-Welterbestätten in Europa
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Delos

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Delos
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Delos (griech:Dilos Δήλος) ist eine Insel im Zentrum der Kykladen. Sie ist nur 3,5 km² klein, fast gänzlich unbewohnt, aber wegen ihrer Bedeutung in der Antike ein vielbesuchtes Ziel in der Ägäis. Im Jahr 1990 wurde die Insel von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Insel Delos liegt nur etwa 6 km entfernt von Mykonos. Sie hat eine Länge von etwa 5 km, ist etwa 250 m breit, ihre Oberfläche besteht fast nur aus blankem Gestein. Auf der Insel gibt es keine Ortschaft, es werden - wie es bereits 425 v.Chr. von den Athenern verfügt - keine Menschen geboren und keine begraben. Gräber findet man daher auf der benachbarten Insel Rinia, sie ist etwas größer als Delos, fast genau so kahl und ebenfalls unbewohnt.

Dass in der Antike ausgerechnet das kleine Delos eine große Rolle spielen sollte, liegt einerseits an seiner Lage. Um Delos gruppieren sich die anderen Inseln der Kykladen wie in einem Kyklos (Ring), und sie liegt auch in etwa im Zentrum zwischen Athen, Kreta und Kleinasien. Andererseits war damals auch die Bedeutung der Insel in der Griechischen Mythologie von Wichtigkeit.

Auf Delos wurden gleich zwei griechische Götter geboren: die Zwillinge Apollon und Artemis. Vater war Zeus, die Mutter war Leto, wie bei Zeus üblich, eine seiner zahlreichen Geliebten. Natürlich war Hera, die Gemahlin von Zeus, eifersüchtig, und so versuchte sie die Geburt zu verhindern. Poseidon schickte die schwimmende Insel Delos, und auf dem Hügel Kynthos konnte dann Leto unter einer Palme ihre Kinder mit Hilfe der Hebamme Eileithyia zur Welt bringen. Zuerst gebar sie Artemis, die Göttin der Fruchtbarkeit und der Jagd. Wegen ihrer Abstammung von Delos wird sie auch Delia genannt, ein weiterer Name ist Cynthia nach dem 112 m hohen Hügel auf der Insel.

Für Apollon, den Gott des Lichts, der Musen und der Prophetie, wurden Tempelanlagen errichtet. Natürlich gehörte auch ein Orakel dazu. Überliefert ist einer der Orakelsprüche: das Delische Problem.

Anreise[Bearbeiten]

Antiker Hafen von Delos

Man erreicht Delos nur mit dem Schiff. Von der benachbarten Insel Mykonos fahren Di-So Boote nach Delos. Tickets kann man am Kiosk an der linken Seite des alten Hafens (Nähe Kapelle Agios Nikolaos) erstehen, Preis ohne Führung 20 € (Stand 2016). Abfahrtszeit der Boote: 9:00 Uhr, 10:00 Uhr oder 11:00 Uhr. Rückfahrt ab Delos: 12:00 Uhr, 13:30 Uhr, 15:00 Uhr. In der Vorsaison sind weniger Boote unterwegs, die Abfahrtszeiten sind beim Ticketverkauf ersichtlich. Übernachtungen auf der Insel sind - außer für einige wenige Wärter - verboten. Ausflüge nach Delos werden auch von verschiedenen Kykladen-Inseln angeboten, so von Naxos, Paros und Santorini.

Kleinere Yachten können zwischen Delos und Rinia ankern und bei ruhiger See ihre Gäste mit dem Beiboot zum Hafen bringen.

Sprache[Bearbeiten]

Führungen gibt es in mehreren Sprachen, deutschsprachige Führer sind jedoch die Ausnahme.

Mobilität[Bearbeiten]

Museum von Delos
Mosaik aus dem Haus mit den Masken

Delos kann gut zu Fuß erkundet werden. Der höchste Punkt ist der 112 m hohe Kynthos-Hügel, erreichbar über einen Treppenweg. Man sollte jedoch beachten, dass Delos eine sehr steinige Insel ist, sie kann sich stark aufheizen. Deshalb ist es ratsam, ausreichend Trinkwasser mitzubringen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Direkt hinter dem Hafen beginnt die archäologische Zone mit dem Tempelbezirk. Der Eintritt beträgt 12€ (2016). Für Studenten aus Deutschland ist der Eintritt frei. Zahlreiche Marmorfundamente deuten die Grundflächen der einzelnen Gebäude an. Zur Orientierung der Besucher dienen moderne Steintafeln mit der jeweiligen Bezeichnung des Tempels. Die Anordnung von ausgegrabenen Architektur-Überresten wie Säulentrommeln, Kapitele, Architrave und anderen erfolgte nicht immer in sinnvollem Zusammenhang, so dass der Tempelbezirk teilweise wie ein großes Freiluft-Lapidarium wirkt. Im Frühjahr ziert ihn ein bunter Blütenteppich.

Der ehemalige Teich ist durch einen kleinen Tamariskenwald markiert, in dessen Mitte eine hohe Palme wächst - zur Erinnerung an die Palme bei der Leto ihre Kinder Apoll und Artemis gebar.

In einem schmucklosen, langgestreckten Gebäude hinter dem Tempelbezirk ist das Museum untergebracht. Es zeigt Statuen, Mosaike, Wandmalereien und Keramik aus dem Ausgrabungsgelände. Die Aufstellung scheint seit vielen Jahren unverändert zu sein.

Weiter südlich schließt sich ein weitläufiger Bereich mit gut restaurierten Resten antiker Wohnhäuser an. Teilweise sind auch noch Mosaike in situ zu finden. Nach den aufgefundenen Plastiken oder Mosaiken wurden von den Ausgräbern die Häuser benannt: Haus der Delphine, Haus der Masken, Haus der Kleopatra, Haus des Dionysos, Haus des Dreizacks. Oberhalb der Häuser schließt sich das Theater an und Heiligtümer für ausländische Götter wie Isis und Serapis. Ein Wanderweg mit Treppen führt auf den Kynthos, von wo man einen Rundblick über die ganze Insel hat.

Aktivitäten[Bearbeiten]

- Besuch des Museums (Dauer 20-60 min) - Ersteigen des Berges Kynthos (Dauer 30-90 min) - Teilnahme an einer Führung

Küche[Bearbeiten]

Neben dem Museum ist ein Café mit Imbiss.

Nachtleben[Bearbeiten]

Touristisches Nachtleben gibt es auf Delos nicht. Übernachten ist auf dieser Insel nicht erlaubt. Um 15 Uhr, bevor die letzte Personenfähre nach Mykonos ausläuft, sorgen die Wächter dafür, dass alle Besucher das Ausgrabungsgelände und damit auch die Insel verlassen. Mit Trillerpfeifen werden Nachzügler zur Beschleunigung ihrer Schritte aufgefordert.

Sicherheit[Bearbeiten]

Klima[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Im Shop direkt am Eingang des Museums kann man eine deutschsprachige Broschüre (Delos Denkmäler und Museum von Dr. Photini Zaphiropoulou, Krene Verlag, ISBN 978-960-89451-4-2) für 9 € erwerben, der Bezug nimmt zu den einzelnen Ausgrabungen.

Weblinks[Bearbeiten]

ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.
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