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Nafplio

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Nafplio
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Nafplio, griechisch: Ναύπλιο, auch Nauplion oder Nafplion, gilt mit seinen verwinkelten Altstadtgassen und malerischen Plätzen als die schönste Stadt des Peloponnes. Die Hafenstadt hat ca. 14.000 Einwohner und liegt am Argolischen Golf zu Fuße eines mächtigen Felsen. In den Sommermonaten strömen die Touristen in die Stadt und genießen die unzähligen Tavernen, Cafés und Restaurants. Nafplion bietet sich als guter Ausgangspunkt für Ausflüge (z. B. nach Mykene oder Epidauros) an und hat auch einige gute Bademöglichkeiten in unmittelbarer Nähe.

Hintergrund[Bearbeiten]

Gegründet wurde die Stadt - wie es sich in der griechischen Antike gehört - von Nafplios, einem Sohn des Meeresgottes Poseidon. Ab dem 7. JH. v. Chr. stand die Hafenstadt unter der Herrschaft der benachbarten Stadt Argos. Im 12. JH. n.Chr. erbauten die Byzantiner die Befestigung auf der Akronauplia. Während des vierten Kreuzzugs wurde die Stadt von den Kreuzrittern erobert, 1389 kam sie als Napoli di Levante unter venezianische Herrschaft. 1540 fiel Nafplion unter türkische Herrschaft. Nach der Rückeroberung im Jahr 1686 erbauten die Venezianer die Festung auf dem Hügel Palmidi, die Befestigung auf dem Inselchen Bourtzi wurde ausgebaut, die Hafeneinfahrt wurde durch eine Kette gesichert. Die Türken konnten Nafplio 1715 wieder unter ihre Herrschaft bringen.

Im Jahr 1822 wurde Nafplio von der griechischen Freiheitsbewegung erobert. Die Stadt wurde 1828 Hauptstadt Griechenlands unter dem Regenten Kapodistrias, der 1833 ermordet wurde. König Otto I war dann für ein Jahr in Nafplio, bevor er in die neue Hauptstadt Athen umsiedelte.

Nafplio mit den Ortsteilen Nafplio, Asini, Nea Thirynthos und Midea ist heute Hauptstadt des Regionalbezirks Argolis.

Anreise[Bearbeiten]

Hafen von Nafplios mit der Insel Bourdtzi

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Es gibt auf dem Peloponnes die Flughäfen Kalamata im Süden und Araxos (westlich von Patras) im Nordwesten, die jedoch nur in den Sommermonaten direkt aus Deutschland angeflogen werden. Ganzjährig und mit häufigen Verbindungen wird der Flughafen Athen, der etwa zwei Autostunden von Nafplio entfernt liegt, bedient.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Der Bahnverkehr wurde 2011 aufgrund von Sparmaßnahmen eingestellt.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Der Busbahnhof liegt am Rande der Altstadt. Regelmäßige Verbindungen bestehen nach Argos, Athen und Tolon. Mehrmals am Tag fahren auch Busse zu vielen anderen Zielen der Region (z.B. Mykene, Epidauros, Dendra, etc.). Genaue Fahrpläne sind an am Busbahnhof angeschlagen. Dort erhält man auch die Tickets.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Mit dem Auto kann Nafplion von Norden (Argos) über die N7 oder von Osten (Epidavros) her über die N70 erreicht werden. Parkmöglichkeiten am Hafen, von dort alles zu Fuß erreichbar. Die Altstadt sollte man meiden, viele enge Einbahnstraßen ohne Wendemöglichkeiten.

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Nafplio

Taxis stehen am Busbahnhof und sind unter der Telefonnummer 27520 bzw. 24120 zu erreichen.

Die Altstadt ist sehr kompakt und nahezu autofrei. Daher lassen sich alle Sehenswürdigkeiten bis auf die Festungen oberhalb der Stadt leicht zu Fuß erreichen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirchen, Moscheen, Synagogen, Tempel[Bearbeiten]

  • Agiou-Spiridonos-Kirche, Papanikolaou Straße. Die Kirche erlangte traurige Bekanntheit als Tatort des Mordes an Griechenlands erstem Regierungschef Ioannis Kapodistrias am 9. Oktober 1831. Der Anschlag wurde vom konservativen Kontrahenten Mavromichalis in Auftrag gegeben. Die Einschusslöcher sind heute noch an einer Wand hinter einer Glasscheibe zu sehen und einige Bilder erinnern ebenfalls an die Bluttat.
  • Kirche der Verklärung Christi. Die katholische Kirche liegt im oberen Teil der Altstadt und ist nur über steile enge Gassen und Treppen zu erreichen. Das Innere ist recht schlicht, es gibt aber eine Krypta.

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

  • Akronauplia-Festung. Die Burg liegt auf einer Halbinsel, ihr 85 m hohen Hügel überragt die Altstadt von Nafplion. Sie beherbergt die Überreste dreier Burgen (Itz-Kale). Die Burgen stammen von den Griechen, Franken und Venezianern. Einige Überreste sind heute durch ein Luxushotel überbaut. Die zweitürmige Grimani-Bastion aus dem Jahr 1706 überragt heute die Halbinsel. Etwas westlich, am Fuße des Felsen, finden sich die Überreste einer byzantinischen Anlage.
  • Palamidi-Festung. 999 Stufen führen auf die Palamidi-Festung, die auf einem Felsen der sich 216 Meter hoch hinter der Stadt erhebt. Die Burg ist im Vergleich zu anderen historischen Sehenswürdigkeiten des Peloponnes noch jung: sie wurde erst im 17. Jahrhundert von den Venezianern erbaut. Von der Festung hat meinen herrlichen Blick über Nafplion und die Argolis. Ein Aufstieg kann insbesondere in den Sommermonaten sehr schweißtreibend sein. Alternativ kann man die Burganlage auch mit dem Auto der Taxi erfahren. Dazu verlässt man Nafplion in Richtung Epidauros und folgt dann der Ausschilderung.

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Altes Parlament. Das Alte Parlament am Syntagmas-Platz wurde 1822 erstmals als Parlament genutzt. Das auch unter dem Namen Vouleutiko bekannte Gebäude wurde 1550 ursprünglich als Moschee erbaut.
  • Trianon, Syntagmatos Platz. Die ehemalige Moschee wurde zunächst als Schule und danach als Kino und Theater genutzt.
Nafplio
König Otto von Griechenland

Denkmäler[Bearbeiten]

  • Bayrischer Löwe. In einer Seitenstrasse etwas versteckt liegt dieses imposante Denkmal im Stil des Luzerner Löwendenkmals. Es dient der Erinnerung der bayerischen Soldaten, die im griechischen Freiheitskampf und im Einsatz für den Wittelsbacher Griechenkönig Otto I ihr Leben verloren.

Museen[Bearbeiten]

  • Archäologisches Museum. Am Syntagmatos-Platz mitten in der Altstadt befindet sich der venezianische Bau des Archäologischen Museums. Auf zwei Stockwerken werden Funde aus der Umgebung aus der Zeit vom Neolithikum bis zum Hellenismus. Im ersten Stock befinden sich vor allem Funde aus der mykenischen Zeit, zum Beispiel eine Bronzerüstung von 1500 vor Christus. Im zweiten Stock werden Exponate aus der geometrische Zeit und späteren Epochen ausgestellt. Preis: 8.00 – 14.30 Uhr, Mo geschlossen.
  • Komboloi-Museum, Staikopoulou Straße 25. Das Privatmuseum informiert über die Geschichte der Komboloi-Ketten, diese können auch käuflich erworben werden.
  • Militärmuseum, Amalias Straße 22. In dem Gebäude befand sich einst die erste Militärakademie Griechenlands. Auf zwei Stockwerken dokumentieren Bilder, Stiche und Fotografien den Freiheitskampf der Griechen, den Ersten Weltkrieg, den Krieg gegen die Türkei (1920-1922) und den Zweiten Weltkrieg. Geöffnet: täglich 9.00 – 14.00 Uhr. Preis: Eintritt frei.
  • Volkskundliches Museum, Alexandrou Straße 1. Das Volkskundliche Museum in der Altstadt zeigt mit vielen Originalexponaten und Bildern verschiedene Gegenstände des alltäglichen Lebens der Region. So kann man Haushaltsgegenstände und landwirtschaftliche Geräte sehen. Daneben sind viele typische Kleidungsstücke aus verschiedenen Regionen Griechenlands ausgestellt. Im Museum befindet sich auch ein kleines Geschäft der Folkloregesellschaft. Geöffnet: 9.00 – 14.00 Uhr + 18.00 – 22.00 Uhr, am Wochenende nur vormittags, Di geschlossen.
Ansichten von Nafplio
Beginn Fußgängerzone der Altstadt

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

  • Syntagmatos Platz. Der im Zentrum gelegene Platz ist der schönste der Stadt. Mit seinen Cafés, Restaurants und umrahmt von historischen Gebäuden ist er der Treffpunkt in der Altstadt.
  • Trion-Navarchon-Platz. Hier befindet sich das Rathaus der Stadt. In der Zeit von König Otto war dieses Gebäude das erste Gymnasium.

Verschiedenes[Bearbeiten]

  • Bourtzi-Insel. Im Hafen von Nafplion liegt die Bourtzi-Insel. Die kleine Festungsinsel ist zum Wahrzeichen der Stadt geworden. Ursprünglich befand sich auf ihr nur ein Turm der 1473 gebaut wurde. Später erweiterten die Türken Ende des 17. Jahrhunderts die Anlage. 1826 nutzte die Revolutionsregierung das Gebäude als Residenz. Später wohnte der lokale Henker auf der Insel (bis 1865). Im Sommer fahren viele kleine Boote auf die Insel. Für die Fahrt hin und zurück muss man ungefähr 2 Euro bezahlen.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Baden. Der Strand in Nafplion ist ein 40 Meter breiter Kiesstrand in der Arvanitia-Bucht. Obwohl der Strand eher reizlos ist, ist er im Sommer aufgrund der Nähe zu Stadt oft überlaufen. Am Strand befinden sich auch ein Kiosk, eine Bar, ein Restaurant und Umkleidekabinen. Es besteht ebenfalls die Möglichkeit Tretboote zu mieten. Der schönste Sandstrand in der Umgebung ist in der Nähe von Tolon.
  • Wanderung um die Halbinsel von Nauflio. Die gesamte Halbinsel lässt sich bequem zu Fuß umrunden. Ein schöner und relativ ebener Weg führt vom Syntagma-Platz entlang des Ufers rund um die Halbinsel und trifft auf die Zufahrt zur Akronauplia.

Einkaufen[Bearbeiten]

In der Altstadt gibt es viele Touristenläden, darunter wird auch schönes Kunsthandwerk angeboten. In der Neustadt kauft man dagegen die Dinge des täglichen Lebens.

Einen großen Wochenmarkt mit viel frischem Obst und Gemüse gibt es Samstags und Mittwochs in der 25. Martiou Straße.

Küche[Bearbeiten]

Es gibt in den Altstadtgassen und am Hafen eine große Auswahl an Restaurants.

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

  • Aeolus, Vasilissis Olgas 30. Das Restaurant bietet leckere griechische Speisen und ist immer gut besucht. Es gibt auch vegatarische Hauptgerichte.
  • Omorfo Tavernaki, Kotsonopoulou 1. Die kleine Taverne bietet gute griechische Küche zu moderaten Preisen. Sie ist daher auch bei Einheimischen beliebt.
  • Kentrikon, Syntagmatos Platz. Gemütliches Café, vor dem man im Baumschatten sitzen und kleine Speisen oder ein Getränk zu sich nehmen kann.

Gehoben[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Es gibt ein großes Angebot an Unterkünften, von Hotels bis zu kleinen Pensionen. Wer sich in der Altstadt einquartiert, sollte bedenken, dass es dort sehr schwer ist zu parken. Am besten lässt man sein Fahrzeug daher am Hafen und geht von dort zu Fuß.

Günstig[Bearbeiten]

Mittel[Bearbeiten]

  • Pension Acronafplia. Zur Pension gehören drei über die Altstadt verteilte Häuser. Es gibt Zimmer in verschiedenen Kategorien. Besonders schöne besitzt das Gebäude A, das am Hang liegt und Aussicht auf die darunter liegende Stadt bietet. Es wird dort auch ein gutes Frühstück serviert. Wer mit dem Auto anreist, parkt am besten an der nahe gelegenen Akronauplia-Festung.

Gehoben[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

  • Touristeninformation, 25.-Martiou-Straße. Tel.: 27520. Informationen, Hotelverzeichnis und Stadtplan bekommt man in der Touristeninformation. Geöffnet: Keine festen Öffnungszeiten.
  • Post, Singrou Straße. Geöffnet: Mo – Fr 7.30 – 14.00 Uhr.

Ausflüge[Bearbeiten]

Die archäologischen Stätten Mykene, Epidauros und Korinth sind von Nafplio aus gut zu erreichen, wenn man einen Mietwagen hat.

Auch eine Rundfahrt um die Halbinsel der Argolis ist zu empfehlen, von der Westküste bieten sich immer wieder schöne Ausblicke auf den Saronischen Golf.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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