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Korfu

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Korfu (Κέρκυρα, Kerkyra) ist eine Insel im griechischen Mittelmeer. Sie gehört zu den Ionischen Inseln und hat eine Größe von ca. 638 km². Es leben ca. 115.000 Einwohner auf Korfu. Die Inselhauptstadt ist Korfu-Stadt, auch Kerkyra genannt.

Kloster Vlachérna - Das bekannteste Fotomotiv Korfus mit der dahinterliegenden "Mäuseinsel" Pontikonissi. 5 km von Korfu-Stadt entfernt
Lage
Lagekarte von Griechenland
Korfu
Korfu

Hintergrund[Bearbeiten]

Lage
Lagekarte der Ionischen Inseln in Griechenland
Korfu
Korfu

Der griechische Name Kerkyra (Korkyra) soll sich von dem sagenhaften Ungeheuer Gorgo ableiten. Seit dem Altertum wird Korfu als die Insel Scheria der Phäaken in der Odyssee betrachtet; an der Ermones-Bucht soll Odysseus Nausikaa begegnet sein, an der Garitsa-Bucht von Palaiopolis oder an der Liapades-Bucht bei Palaiokstritsa soll sich der Hafen des Alkinoos befunden haben, an der Liapades-Bucht bei Palaiokstritsa die Stadt des Alkinoos, die durch den Zorn Poseidons über die Rückkehr des Odysseus von hohen Bergen umgeben wurde, in der Insel Pontekonisi („Mäuseinsel“) vor Kanoni oder im Riff Gravia vor der Bucht von Arila sah man das zur Strafe versteinerte Schiff der Phäaken. Die Phaiaken spielen in der Odyssee eine große Rolle. Sie sollen von Nausikaa nach Scheria geführt worden sein, nehmen den schiffbrüchigen Odysseus auf, lassen in an ihrem gesellschaftlichen Leben teilnehmen, geben ihm Gelegenheit, seine Irrfahrten zu erzählen und bringen in nach Ithaka. Sie sind Lieblinge der Götter, führen ein heiteres Leben, bei ihren Gelagen finden Saitenspiel. Chorreigen, Tänze und sportliche Spiele statt. Die Phaiaken besitzen schnelle Schiffe, die von selbst überallhin den Weg finden, sie haben ausgebildete Seeleute und stellen das benötigte Schiffszubehör selbst her.

Allgemeines[Bearbeiten]

Korfu ist die zweit größte und die nördlichste Insel im Ionischen Meer. Sie ist etwa 641 Quadratkilometer groß und hat etwa 115.000 Einwohner von denen die meisten (45.000) in der Hauptstadt Korfu-Stadt wohnen. Ihre Ausdehnung ist in der Länge etwa 85 Kilometer und in der Breite bis zu 18 Kilometer. Die Insel ist beinahe überall bewaldet, meist von Olivenbäumen zu einem Teil auch mit Zypressen. Man nennt sie deshalb auch die „Grüne Insel“. Die Masse der Bevölkerung gehört dem christlich-orthodoxen Glauben an. Der ist aber hier nicht so streng, wie man es von den ländlichen Gebieten auf dem griechischen Festland kennt.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Insel Korfu, bei den Byzantinern und Türken Korphus (von korypho, „Gipfel“) genannt, hieß in der ältesten Zeit Drepane („Sichel“) wegen ihrer halbmondförmig gedehnten Gestalt. Mehrere Geographen verlegen, wiewohl zu Unrecht, das Homerische Scheria, das Land der Phäaken, hierher. Später hieß die Insel Korkyra oder Kerkyra.

Sie wurde in der ältesten Zeit von illyrischen Liburnern bewohnt, dann 734 v. Chr. von Korinthern unter dem Herakliden Chersikrates kolonisiert. Die Insel hatte eine für den damaligen Handel höchst günstige Lage. Die Bewohner betrieben ihn mit solchem Erfolg, dass die Herrschaft, die sie durch ihre zahlreichen Niederlassungen auf dem Ionischen und Adriatischen Meer ausübten, die Eifersucht der Mutterstadt Korinth erregte. Es kam 665 zwischen beiden zum offenen Kampf, in welchem die Korkyräer den Korinthern ein siegreiches Treffen auf dem Adriatischen Meer, die erste Seeschlacht in der griechischen Geschichte, lieferten. Daraufhin machten sie sich unabhängig. Doch war Korfu unter dem Tyrannen von Korinth, Periandros, (625–585) der Mutterstadt wieder unterworfen. Ein neuer Streit mit Korinth wegen der gemeinschaftlichen Kolonie Epidamnos (434–432) gab den Anlass zum Peloponnesischen Krieg, während dessen Korfu auf Seiten der Athener stand, aber durch blutige Bürgerkriege zerrüttet wurde. So wurde es durch Syrakus vom Handel im Ionischen und Adriatischen Meer verdrängt und sank mehr und mehr. 229 eroberte Agathokles von Syrakus die Insel und trat sie an Pyrrhos von Epirus ab. Später wurde sie von illyrischen Seeräubern besetzt, denen die Römer sie 229 entrissen, um ihr die nominelle Freiheit zurückzugeben. Dann aber vereinigten sie Korfu mit der Provinz Epirus, mit der sie bei der Teilung des römischen Reichs an das oströmische Reich fiel.

Im 11. Jahrhundert verloren die byzantinischen Kaiser die Insel zweimal an die Normannen. Die Insulaner entzogen sich jedoch der Herrschaft derselben wieder. Spätestens seit dem 11.Jh. bestand auf der Halbinsel nördlich der Garitsa-Bucht eine Siedlung. „Koryphos“ wurde erstmals 968 erwähnt. Der mittelalterliche italienische Name Corfu geht auf die Kuppen (koryphoi zurück. Die Festung hieß seit dem 16.Jh. „Fortalezza Vecchia“ (Palaio Phrurio). Bei dem Zerfall des byzantinischen Reichs fiel Korfu 1386 den Venezianern zu. Die mehr als 400 Jahre dauernde Herrschaft Venedigs hat das Bild Korfus entscheidend geprägt. Korfu wurde nun als Vormauer gegen die Türken stark befestigt. Letztere landeten 1537 mit 50.000 Mann auf Korfu, durchstrichen die Insel verheerend und verwüstend und belagerten die Festung, mussten aber nach acht Tagen unverrichteter Sache wieder abziehen. In den Jahren 1577 /78 wurde die neue Festung „Fortezza Nuova“ (Neo Phrurio) angelegt. Eine neue Landung versuchten sie 1716, aber auch diesmal konnten sie bei der tapferen Verteidigung der Festung durch den Grafen von der Schulenburg nichts ausrichten. Korfu kam nie unter türkische Herrschaft und blieb mit seiner griechisch-venezianischen Adelsgesellschaft und dem sich entwickelnden Stadtbürgertum in Verbindung mit der europäischen Entwicklung. Seit 1797 teilte die Insel Korfu durch die französische Herrschaft das Schicksal der Ionischen Inseln. 1814 wurde Korfu als Hauptstadt der „Vereinigten Staaten der Ionischen Inseln“ britisches Protektorat. Der erste Lordoberkommissar war Sir Thomas Maitland. Korfu wurde 1864 ein Teil des modernen Griechenlands. Nach dem Tod des Kronprinzep Rudolf 1889 ließ die österreichische Kaiserin Elisabeth bei Gasturi das Schloss Achilleion erbauen, das später in den Besitz des deutschen Kaisers Wilhelm kam. Im ersten Weltkrieg war Korfu Sitz des serbischen Regierung, im 2.Weltkrieg wurde Korfu von den Italienern und Deutschen besetzt und von schweren Luftangrffen getroffen, bei denen auch die zu Beginn des 19.Jh. gegründete Ionische Bibliothek verloren ging.

Entwicklung in den letzten 40 Jahren[Bearbeiten]

Olivenölpresse

In den 1960er Jahren war Korfu rein von der Landwirtschaft geprägt. Man produzierte Oliven und Olivenöl. Alles war ursprünglich. Es gab so gut wie keine Autos und außer der Hauptstadt Korfu-Stadt hatten die Dörfer keine Stromversorgung. Auch Straßen gab es so gut wie keine. Die meisten Orte waren nur mit Eseln zu erreichen.

Mit dem aufkommenden Massentourismus änderte sich das vollständig. Korfu wurde Ziel zahlreicher Reisender aus Mitteleuropa. Ein Boom setzte ein, und der Tourismus wurde die zweite Einnahmequelle Korfus. Damit änderte sich aber auch das ganze Leben der Einwohner Korfus. Straßen wurden gebaut, alle Dörfer so erschlossen. Aus vielen Orten an der Küste wurden Bade- oder Ferienorte. Und das alles mit einer wahnsinnigen Geschwindigkeit.

Schnell war die Insel an ihrer Kapazitätsgrenze angekommen und der Ausbau der Ferienorte stagnierte. So sind die Hotels meist älterer Bausubstanz, wobei die großen Bausünden nicht zu finden sind. Auch die touristischen Einrichtungen in den Badeorten, aber auch in der Dörfern der Inselmitte, sind ziemlich ähnlich. Viele sind auch noch nicht fertig gestellt oder schon ganz aufgegeben worden.

Anreise[Bearbeiten]

Airport Korfu

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Von vielen Flughäfen Deutschlands gibt es von Mai bis September direkte Verbindungen nach Korfu. Von Athen gibt es aber auch ganzjährig Linienverbindungen zur Insel. Man muss beachten, dass es bestimmte Wechseltage gibt. Für Deutschland ist das zum Beispiel Dienstag und Samstag. Muss man an einem anderen Tag abreisen, muss man über andere Flughäfen Europas fliegen. Die Flüge sind zudem meist ziemlich voll, so dass es unter Umständen schwierig werden kann, überhaupt einen Flug zu bekommen. Mehr über den Flughafen ist in dem Artikel über Korfu-Stadt zu lesen.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Von Brindisi, Bari, Ancona und Venedig (Italien), Patras und zum griechischen Festland gibt es Fährverbindungen (Igoumenitsa). Oftmals aber nur in der Hauptsaison. Der wichtigste Fährhafen befindet sich in Korfu-Stadt (der neue Hafen). Hier legen auch zahlreiche Kreuzfahrtschiffe an, die Korfu Stadt als Ausflugshalt nutzen. Ein kleiner Fährhafen befindet sich in Kavos ganz im Süden der Insel. Hier kann man mit der Fähre nach Igoumenitsa fahren. Der Fährhafen liegt einige Kilometer nördlich von Kavos (von Igoumenitsa aus wird als Zielhafen Lefkimmi genannt).

Regionen[Bearbeiten]

Korfu ist 62 km lang und an der breitesten Stelle fast 30 km breit. Die Insel wird von zwei Bergzügen gebildet; der nördliche, welcher von West nach Ost verläuft und aus Kalken besteht, erreicht im Pantokrator (914 m) die größte Höhe der Insel, während der südliche meridional mit stark östlicher Ablenkung streicht, aus Konglomeraten, Gipsen, Sandsteinen und Kalken besteht und nach Westen schroff in das Meer abfällt. Tertiärgebiete erfüllen die ganze Nordwestecke der Insel, die Umgebung der Hauptstadt und die von Levkimo im Süden.

Orte[Bearbeiten]

Karte von Korfu

Orte entlang der Küste. Anordnung im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden:[Bearbeiten]

  • Roda (Ρόδα). Eher kleinerer Ort am schmalen, aber dafür langgezogenen Sand/Kiesstrand von Roda mit guter touristischer Infrastruktur. Wenige kleine Hotels bzw. Appartements, die allerdings hauptsächlich auf dem britischen Markt angeboten werden. Das Gesamtbild des Ortes ist sehr stark auf britische Touristen ausgelegt. (Britische Pubs, Fußballkneipen und englisches Frühstücksangebot).
    In Roda gibt es außerdem ein recht gutes Wassersportangebot, was sich allerdings auf den Verleih von Tretboten (Pedalos), Kanus, aber auch Motorbooten beschränkt. Mit den Motorbooten kann man etwa bis Sidari in westlicher Richtung oder Kassiopi in östlicher Richtung fahren, weitere Fahrten sind nicht gestattet. Hierbei sollte man aber schon im Vorfeld den Preis für den Sprit klären, damit es nach der Rückkehr keine Unklarheiten gibt!
    Roda ist außerdem Ausgangspunkt für die Fahrt mit dem Linienbus nach Kerkyra (Morgens hin und abends 22 Uhr wieder zurück, was auch empfehlenswerter ist als einen Ausflug nach Kerkyra zu buchen bzw. die Stadt selbst mit dem Mietwagen zu besuchen). Desweiteren ist Roda der Verkehrsknotenpunkt im Norden Korfus, an dem die wichtigsten Hauptstraßen in Richtung Kerkyra oder Sidari zu finden sind.
  • Acharavi (Αχαράβη). Acharavi ist ein recht netter, touristisch sehr gut erschlossener Ort am schmalen, langgezogenen Sand/Kiesstrand in der Bucht von Roda/Acharavi.
    Das Ortsbild selbst ist durch viele typische Touristengeschäfte, Souvenirläden, Bars, Restaurants und sogar eine Diskothek geprägt. Desweiteren findet man in Acharavi eine Bank, den einzigen deutschsprachigen Arzt der Insel sowie die wichtigsten größeren Autovermieter wie Herz, Europcar oder Avis vor.
    Zentrum Acharavis ist der Kreisel, der zwar weniger an die uns bekannten Kreisel erinnert, aber ein sehr guter Orientierungspunkt innerhalb des langgezogenen Ortes ist. Fährt man am Kreisel in Richtung Süden, gelangt man über eine sehr enge Bergstraße zu den abgelegenen Bergdörfern Korfus, sowie zum Pantokrator und über das Bergdorf Spirilia über eine sehr interessante Route in Richtung Kerkyra (Alternative zur West- oder Ostumfahrung des Pantokrators).
    Eine durchgehende Strandpromenade existiert nur eingeschränkt, ansonsten ist aber eine Strandwanderung z.B. nach Roda problemlos möglich.
  • Kassiopi (Κασσιώπη). Touristisch gut erschlossenes aber dennoch recht ruhiges und ursprüngliches Städtchen am Nord-Ost-Zipfel Korfus mit einer langen Kiessbucht mit kristallklarem Wasser und einigen Badeplateaus. Auf jeden Fall einen Besuch wert.
Strandleben am Moraitika Beach
  • Agios Stefanos (Άγιος Στέφανος). Wer dem Tourismus in Kassiopi oder Sidari entfliehen möchte fährt nach Agios Stefanos (ca. 4km südöstlich von Kassiopi). Hier gibt es zwar alles, was das Touristenleben angenehm macht, wie z.B. Tavernen, Bootsverleih, Supermärkte, aber viel weniger Verkehr und Menschen als in den vorgenannten Orten. Zudem eine hübsche Bucht und wohl der beste Blick auf das albanische Festland, welches hier zum Greifen nah erscheint. (Es gibt drei Orte mit dem Namen Agos Stefanos auf Korfu, einer an der Nordküste im Westen, einer an der Nordküste und dieser an der Nordostküste).
  • Kouloura ist ein kleiner Ort an der Ostküste Korfus. Man erreicht ihn über eine versteckte Strasse von der Küstenstraße aus. Hier gibt es einen malerischen Hafen, den man auch von einem Aussichtspunkt von der Küstenstraße sehen kann. Viel sehen kann man hier außer dem Hafen allerdings nicht. Viel ist im Privatbesitz. Ein Bild vom Aussichtspunkt befindet sich weiter unten in diesem Artikel.
  • Gouvia ist ein voll ausgebauter Touristenort nahe der Inselmetropole Korfu-Stadt. Hier findet man Hotels, Tavernen und vor allem einen Yachthafen. Wassersport ist Trumpf, es ist aber auch ein Ort, wo man gerne zeigt was man hat und was man ist. Der Ort liegt an der Gouvia-Bay, etwa 10 Kilometer nördlich von Korfu-Stadt.
  • Korfu-Stadt, die Hauptstadt und eigentlich einzige Stadt der Insel. Die Altstadt, der Hafen, die beiden Festungen und vieles mehr kann man hier sehen. Ein Muss für jeden Besucher Korfu.
  • Kanoni ist der Ort über die Mäuseinsel Ponitikonissi. Hier hat man den Blick auf das Wahrzeichen Korfus und kann spektakuläre Aufnahmen von landenden Flugzeugen machen.
  • Benitses ist ein ehemaliges Fischerdorf, das am Fuße des Achilleion liegt. Hier gibt es einen kleinen Hafen und auch noch Dinge, die auf die Zeit von Kaiser Wilhelm II., der im Achilleon viel Zeit verbracht hat, etwa der Steg und die alte Hafenmauer.
  • Moraitika ist ein touristisches Zentrum an der Ostküste. Es hat einen schönen Strand und recht schöne Anlagen. Hier bekommt man so ziemlich alles, was man braucht.
  • Messonghi ist ein Fischerdorf, das immer mehr zum Badeort geworden ist. Ein kleiner Hafen, ein schaler Kiesstrand mit ein paar Tavernen und Läden. Dazu einige Hotels und Ferienwohnungen.
  • Kavos ist ein Badeort an der Südostküste Korfus, es ist der südlichste Badeort der Insel. er liegt nicht weit von Lefkimmi entfernt. Hier gibt es einen Hafen und eine Fährverbindung zum griechischen Festland (Igoumenitsa). Der Hafen liegt nicht direkt in Kavos, sondern einige Kilometer nördlich des Ortes.
  • Chalikunas. Absoluter Geheimtipp der Insel ist der 7 Kilometer lange feinsandige Strand von Chalikunas. Touristisch zum Glück noch überhaupt nicht erschlossen, bietet er eine kleine Dünenlandschaft die zum Verweilen einlädt. Hinter den Dünen erstreckt sich der Lake Korission, ein Süßwasserbinnensee in dem Fischzucht betrieben wird. Auf Grund der guten Windverhältnisse ein sehr geeignetes Surfrevier.
  • Glyfada (Γλυφάδα). Kleine wunderschöne Bucht mit schönem, langem Sandstrand. Im Ort selbst gibt es 2 gutsortierte Supermarkets, mehrere gute Tavernen, 1 Beach-Disco Club, Wassersport-Zentrum, sowie ein paar nette Hotels und eine 5* Appartmentanlage in ruhiger Lage. Besonders hervorzuheben ist hierbei das "LTI Grand Glyfada" früher "Louis Grand Hotel Glyfada 4*" ein ausgezeichnetes All Inklusive Hotel direkt am flach abfallendem Sandstrand der ideal für Familien mit Kindern ist.
Paleokastriza
  • Paleokastritsa (Παλιοκαστρίτσα). Typischer Touristenort mit mehreren schönen Badebuchten, jedoch im Sommer recht überlaufen. Anlaufpunkt vieler angebotenen Ausflüge, zum angeblich schönsten Ort der Insel. Lohnenswert ist ein Fotostopp oberhalb des Ortes an der Küstenstraße an einer der Schöne Aussicht Tavernen, sowie eine halbstündige Wanderung zum Kloster Angleokastro. Im Ort selbst werden Bootstouren zu den abgelegenen und nur vom Meer aus erreichbaren Badebuchten angeboten. Ist "die" Basis auf Corfu für Tauchfreunde...
  • Agios Georgios Pagi . Nördlicher der beiden Orte mit dem Namen Agios Georgios auf Korfu. Liegt in der bekannten Bucht von Agios Georgios, welche sich an der Westküste auf rund 2,5 km Länge erstreckt. Touristisch ist der Ort überwiegend vom Individualurlaub geprägt, es gibt viele private Unterkünfte und Ferienwohnungen und nur wenige kleinere Hotels. Am Sandstrand und in Strandnähe befinden sich einige Tavernen. Nachtleben sucht man hier vergebens. Sehr gut für Familien mit Kindern geeignet. Am Strand werden an mehreren Stellen Wassersportaktivitäten angeboten.
  • Sidari (Σιδάρι). Sehr britisch geprägter Touristenort mit einem schmalen Sand/Kiesstrand und mehreren Badebuchten. Viele Aparthotels die aber kaum auf dem deutschen Markt zu finden sind, sowie viele "Tavernen", die jedoch alles andere als landestypisch sind und oftmals den Besuch in Kombination mit der kostenlosen Benutzung der Poolanlage anbieten.Dem Ort selbst sollte man hauptsächlich wegen seiner einzigen Sehenswürdigkeit, dem Canal D'Amour einen Besuch abstatten. Dieser soll der Sage nach jeder jungen, unverheirateten Frau die ihn durchschwimmt den perfekten Mann bescheren.

Am westlichen Ortsausgang Richtung Peroulades führt eine Straße hinauf zum Longas-Strand, bekannt als "Sunset Beach". Zum kleinen Strand hinab führt eine lange Treppe mit Süßwasserduschen; oben am Steilhang gibt es die Panorama-Bar und etwas zurückgesetzt ein Restaurant.

Orte im Inneren der Insel von Nord nach Süd[Bearbeiten]

  • Makrades ist eine Ortschaft oberhalb von Paleokastriza. Von hier aus hat man einen schönen Blick auf den Badeort. Dazu gibt es einen Laden, in dem hier hergestellte Produkte angeboten werden.
  • Nimfes ist ein kleiner Ort südlich von Roda. Es ist nicht so einfach zu finden. Man fährt von Roda ins Landesinnere, Platonas ist ausgeschildert. Ist man durch Platonas durch, geht es links nach Nimfes. Hier kann man die Kirche Estavromenou besichtige, die schon vor der Ortschaft liegt, aber ausgeschildert ist. Die Kirche ist schon etwas besonderes, man sollte sie gesehen haben. Weiter nach Nimfes kommt man auf dem Hauptplatz an. Hier gibt es einen schönen Wanderweg, der zu einem kleinen Wasserfall führt.
  • Loutses ist recht schwer zu finden. Von der Küstenstraße im Norden der Insel bei Agios Spiridon geht der Weg nach Süden in die Berge. In Peritheia, dem nächste Ort ist Loutses ausgeschildert. Fährt man ganz durch Loutses durch kommt man zu einem Weg, der zu den Höhlen führt. Die Höhlen sollen schon in prähistorischer Zeit bewohnt gewesen sein. Heute kann man alles besichtigen und schöne Bilder machen.
  • Gastouri ist der Ort, in dem das berühmte Schloss von Kaiserin Elisabeth von Österreich, das Achilleion zu sehen ist. Dazu ist es typisches, korfiotisches Bergdorf.
  • Agios Deka ist ein kleines Bergdorf ganz in der Nähe vom Korfu Stadt. Es soll hier einmal stellvertretend für viele andere Bergdörfer beschrieben werden.
  • Chlomos ist ein schönes Bergdorf im Süden der Insel. Hier hat man verschiedene wunderbare Aussichten auf die Westküste und auch die Westküste ist nicht weit. Ganz in der Nähe hat man Aussichten auf den Korission See.
  • Lefkimmi ist eine Kleinstadt im Süden von Korfu. Sie ist noch sehr ursprünglich, weil sie vom Massentourismus bis jetzt weitgehend verschont worden ist. Hier kann man sehr schön in das griechische Leben eintauchen.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Canal d’Amour bei Sidari
  • Kap Drastis.Das aus Kalkstein bestehende Kap Drastis stellt den nördlichsten Punkt Korfus dar und ist ein lohnenswertes Ausflugsziel.
    Zwischen Sidari und Peroulades folgt man einer Ausschilderung des Kaps und erreicht dieses über einen Feldweg. Von hier aus kann man in einer kurzen Wanderung entweder das Kap selbst oder eine anliegende Badestelle erreichen von der auch Bootstouren rund um das Kap Drastis und die Steilküste im Norden Korfus angeboten werden.
    Allein wegen der Aussicht und der imposanten Steilküste sollte man dem Kap einen Besuch abstatten.
  • Der Pantokrator ist mit 914 Meter Höhe der höchste Berg Korfus. Man hat von hier oben eine herrliche Aussicht auf Korfu-Stadt, große Teile Korfus und zur Albanischen Küste. Oben auf dem Gipfel befindet sich eine kleine Kirche und eine Taverne. Man kann den Gipfel über eine Serpentinenstraße mit dem Auto erreichen. Ein schöner Ausflug, wenn man über ein (Miet)Fahrzeug verfügt. Das Wort Pantokrator bedeutet so viel wie: "Der Alleinherrscher".
  • Perithia ist ein verlassenes Dorf, das nördlich des Pantokrators liegt. Dieses Dorf war einmal als Geisterdorf bekannt, weil es nach einer Dürre verlassen wurde. Es diente nicht nur den Dorfbewohnern als Lebensraum, sondern die Bevölkerung der Küste zog sich hier her zurück, wenn Piraten die Küstendörfer bedrohten. Das Dorf stammt aus venezianischer Zeit und war komplett verfallen. Dann erkannten die Reisegesellschaften den Wert der Ortschaft. Eine Strasse wurde gebaut und heute fahren viele der Ausflugsbusse hier vorbei und man kann den verfallenen Ort besichtigen. So haben sich hier wieder 3 Tavernen angesiedelt, die aber korfiotische Küche anbieten. Auch wenn der Reiz der Ortschaft dadurch etwas verflogen ist, sollte man vorbei fahren, wenn man sowieso hier in der Gegend ist. Die beliebten "Jeep-Safaris" führen heute zu dem Dorf. Da geht es schon mal recht munter her.
  • Kaiser's Throne in Pelekas. Am höchsten Punkt von Pelekas liegt der Kaiser's Throne (ausgeschildert im Ort), ein Aussichtspunkt mit (fast) 360-Grad-Blick über die Insel.

Sprache[Bearbeiten]

Auf Korfu wird wie im restlichen Griechenland Griechisch gesprochen. Insbesondere in den Touristenzentren kommt man aber sehr gut mit Englisch und oft auch mit Deutsch oder Französisch weiter. Das ist vor allem bei jungen Leuten gut möglich, denn in der griechischen Schule wird als erste Fremdsprache Englisch und als zweite Fremdsprache Deutsch oder Französisch gelehrt.

Mobilität[Bearbeiten]

Mit dem Auto[Bearbeiten]

Auf Korfu ist man am besten mit dem Mietwagen unterwegs, den es bei zahlreichen großen und kleinen Mietwagenanbietern gibt. Alternativ gibt es ein gut ausgebautes Linienbusnetz, welches z.B. die Touristenorte Roda, Acharavi oder Paleokastritsa mit der Inselhauptstadt Kerkyra in regelmäßigen Abständen verbindet.

Eine andere Möglichkeit ist die Teilnahme an organisierten Tagesausflügen zu den Sehenswürdigkeiten Korfus oder Inselrundfahrten, die von den Reiseveranstaltern oder örtlichen Agenturen angeboten werden.

Kouloura Bucht

Der Mietwagen jedoch hat den entscheidenden Vorteil, sich unabhängig bewegen zu können und auch unbekanntere Ziele anzusteuern. Wichtig ist hierfür allerdings eine gute Straßenkarte (die rot gekennzeichneten Straßen sollten nach Möglichkeit nur verlassen werden, wenn es unausweichlich ist, sonst kann es durchaus abenteuerliche Erlebnisse geben).

Wenn man sich für einen Mietwagen entscheidet, sollte man auf jeden Fall darauf achten, wie das Fahrzeug versichert ist. Da gibt es zum Teil erhebliche Unterschiede. Dazu sollte man überprüfen, in welchem Zustand das Fahrzeug ist. Auch wenn man nicht so viele Kenntnisse hat, kann man gravierende Mängel oft mit bloßem Auge erkennen. Auch der Pflegezustand der Fahrzeuge weist auf einen schlechten technischen Zustand hin. Hier sollte man nicht auf den Euro schauen und einem verlässlicheren Anbieter vertrauen. Da Korfu sehr hügelig ist, sollte man nicht den allerschwächsten Wagen nehmen, sondern vielleicht für ein paar Euro mehr einen PS-stärkeren wählen. Die oft abenteuerlichen Serpentinen kann man dann leichter überwinden.

Neben Mietwagen werden auch Roller, Quads oder Motorräder angeboten. Die sind erheblich günstiger, machen viel Spass und man kommt auch überall hin. Zwar fahren alle Korfioten ohne Helm, aber es ist in Griechenland Pflicht, einen Helm dabei zu haben. Den Helm bekommt man in allen Größen beim Verleiher. Man muss aber auch dazu sagen, dass die Zahl der schweren Unfälle mit Rollern auf Korfu enorm ist, insbesondere deshalb, weil keine Schutzkleidung getragen wird.

Der Verkehr auf Korfu ist sehr gewöhnungsbedürftig. Es treffen verschiedene Gruppen aufeinander, die sich nicht vertragen. Da sind zunächst die Korfioten, die mit flinken Autos oder Motorräder unterwegs sind, alle Straßen kennen und es immer eilig haben. Die Jugendlichen Korfus sind meist mit Rollern unterwegs, die auch etwas schneller fahren können als im Original. Sie müssen sich auch beweisen und fahren oftmals einen zu offensiven Stil mit merkwürdigen Manövern. Dazu kommen die Mietwagen, zu einem großen Teil untermotorisiert, die Fahrer kennen sich nicht aus, die Insel ist meist recht schlecht ausgeschildert, sie fahren sehr vorsichtig und unsicher. Nächste Gruppe sind die Roller- oder Quad Mietfahrzeuge, die nur sehr langsam fahren können (meist 40 km/h) und zum Schluss die Busse, die es immer eilig haben und auch an unmöglichen Stellen überholen.

Dazu sind die Straßen alle recht eng, oft in einem schlechten Zustand und sehr kurvenreich. Man weiß oft nicht, was hinter der nächsten Kurve auf einen zu kommt.

Die Straßenbeschilderung ist oft chaotisch. Selbst die Beschilderung zur Inselhauptstadt variiert an jeder Kreuzung. Es werden verschiedene Schreibweisen für den gleichen Ort verwendet. Zum Beispiel Κέρκυρα, Kérkyra, Corfu, oder es gibt gar keine Straßenschilder. Obwohl die Insel nicht groß ist, ist eine detaillierte Straßenkarte doch sinnvoll.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Korfu hat zwei Bussysteme. In der Nähe von Korfu Stadt fahren die blauen Busse, die die nahegelegenen Dörfer mit der Hauptstadt verbinden. Die Hauptbusstation der "blauen Linie" ist am San-Rocco-PLatz. Hier kann man auch Fahrkarten für den Bus erwerben. Mit dem blauen Bus kann man preiswert nach Kanoni oder zum Achilleion fahren.

Für Reisende mehr interessant sind die grünen Busse. Sie fahren so ziemlich jeden Ort auf Korfu an. Sie sind recht verlässlich und haben ihren Ausgangspunkt bis auf wenige Ausnahmen in Korfu Stadt. Man muss also bei den meisten Ausflügen mit dem Bus erst nach Korfu Stadt fahren, braucht dann aber meist nicht mehr umzusteigen. Die Busse sind sehr preisgünstig und Fahrkarten kann man direkt beim Fahrer erwerben. Die Busfahrer haben es immer sehr eilig. Man muss Handzeichen geben, wenn er an der Bushaltestelle anhalten soll. Dafür kann man sie auch auf der freien Strecke anhalten um zuzusteigen, wenn sie die Möglichkeit haben, dann halten sie auch an.

In der Hauptsaison sind die Busse sehr voll. Es kann durchaus passieren, dass man nicht mehr in den Bus passt und stehen bleiben muss. Das passiert natürlich eher an den Haltestellen die Nahe bei Korfu-Stadt liegen, da muss man auch damit rechnen. Auch ist das Busfahren in den überfüllten Bussen alles andere als schön.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Achilleion
  • Achilleion. Palast von Elisabeth von Österreich-Ungarn, besser bekannt unter dem Namen Sisi. Typ ist Gruppenbezeichnung
  • Angelokastro. Alte byzantinisch-venezianische Festung, die im 13. Jh. im Nordosten der Insel hoch oben auf einem Fels erbaut wurde. Aufgrund ihrer außergewöhnlichen Lage wurde sie nie erobert. Wer den Aufstieg über einen Steinweg mit einigen Steintreppen geht, wird an der Ruine von einem grandiosen Ausblick belohnt. Typ ist Gruppenbezeichnung

Kirchen und Klöster[Bearbeiten]

Viele Kirchen und Klöster auf Korfu kann man betreten und besichtigen. Man sollte aber dabei auf jeden Fall einige Regeln beachten. Man sollte auf keinen Fall den Gottesdienst stören, auch wenn die orthodoxen Messen anders ablaufen als die in Deutschland üblichen Zeremonien. In der Messe gibt es kein strenges Programm und viele einheimische gehen auch schon während der Messe. Wenn man teilnehmen möchte kann man sich leise dazusetzen.

Fotos sollte man nur machen, wenn es ausdrücklich erlaubt ist. In den meisten Kirchen ist dies nicht der Fall.

Des weiteren sollte man die Kirchen und Klöster nur in angemessener Kleidung betreten. Die Kleidung sollte Beine und am besten auch die Schultern mit Kleidung bedeckt. Badehosen und Bikini sind in der Kirche nicht gerne gesehen.

Wenn man eine Kirche besucht, sollte man sich eine Kerze nehmen, die an den Eingängen liegen. Mit dieser Kerze kann man einem Menschen, der einem nahe steht viel Glück wünschen, wenn es ihm zum Beispiel schlecht geht. Die Kerzen sind kostenlos. Man sollte dafür aber eine Spende abgeben, deren Höhe man selber bestimmt und mit denen sich die Kirchen in Griechenland finanzieren.

Strände[Bearbeiten]

Die schönsten Strände Korfus findet man im Südwesten der Insel im Bereich des Korission Sees. Da das ganze Gebiet hier ein Naturschutzgebiet ist, ist es an den Stränden verboten, Hotels zu bauen. So findet man nur ein paar Häuser der Einheimischen und ein paar Tavernen. Es sind feine Sandstrände, die sich über mehrere Kilometer erstrecken.

Marathias Strand

So über den Daumen gepeilt sind die Strände an der Westküste und an der Nordküste schöner, als die an der Ostküste. Wer wirkliche schönen Sandstrand möchte, der sollte sich auf jeden Fall vorher informieren. Sand- und Kiesstrände, die in den Reiseprospekten angeboten werden sind oft sehr kieselg, auch wenn man sich Mühe gibt, den Kies immer mehr zu entfernen.

Fkk...[Bearbeiten]

... ist auf Korfu eigentlich verboten. Das ist allerdings nur die offizielle Variante. Für Frauen ist es mittlerweile üblich, sich oben ohne zu sonnen. Da ist man auch nicht allein, denn auch die Griechinnen legen sich nach Feierabend oben ohne in die Sonne. Wer aber wirklich FKK will, der muss an den Mirtiotissa Strand fahren. Hier wird FKK betrieben und es stört auch keinen. Dafür ist der Strand nicht einfach zu finden. Von Korfu-Stadt aus fährt man Richtung Westen Richtung Pelekas In Pelekas biegt man rechts ab Richtung Ermones. Auch Glyfada ist ausgeschildert. Dann geht man links in Richtung des Klosters Mirtiotissa und gelangt so zum Strand. Das letzte Stück muss man zu Fuß gehen. Neben den hier genannten, gibt es auch noch weitere FKK-Strände [1] auf Korfu und sogar ein FKK-Hotel.

Unterkunft[Bearbeiten]

Neben der großen Hotel der Reiseveranstalter findet man in jedem Badeort auch kleine Hotels, in denen man, wenn man auf eigene Faust unterwegs ist oft auch mal schnell ein Zimmer bekommen kann. Diese Zimmer haben natürlich nicht den Standard der großen Häuser, sie sind aber sehr griechisch und irgendwie schön. Wer auf etwas Komfort verzichten kann, der ist hier richtig. Ebenfalls beliebt sind naturnahe Ferienhäuser und Ferienwohnungen von einheimischen Besitzern. Unterkünfte werden in den Ortsartikeln gelistet.

Camping[Bearbeiten]

Camping ist auf Korfu nicht so verbreitet. Das liegt daran, dass es mit einem Wohnmobil oder einen Gespann nicht so einfach zu erreichen ist. Dennoch finden sich auf der ganzen Insel Camping-Plätze, wo man unterkommen kann. Nördlich von Korfu Stadt in der Umgebung von Ipsos befinden sich einige Camping-Plätze. Hier kann man als erstes sein Glück versuchen. Es sind auch nur ein paar Kilometer von Korfu Satdt, bis man sie erreicht hat. Weitere Camping-Plätze findet man im Norden zwischen Sidari und Roda, an der Nordwestküste bei Afionas und Paleokastritsa und im Süden bei Messonghi.

Die Campingplätze sind in der Regel gut ausgestattet und recht preiswert. Neben einer durchgehend besetzen Rezeption findet man fast immer einen kleinen Supermarkt und eine Taverne, Möglichkeiten Wäsche zu waschen, Mietsafes, Möglichkeiten zur Telekommunikation (Fax und/oder Internet, Telefon, Postservice) und auch alle anderen Möglichkeiten, die man auf einem Camping-Platz sucht. Alles ist in der Hauptsaison teurer als in der Nebensaison.

Aktivitäten[Bearbeiten]

In vielen Badeorten Korfus werden verschiedene Wassersportarten angeboten. Man kann zum Beispiel Tauchlehrgänge machen, sich ein Boot mieten und noch vieles andere mehr. Jeder Ort hat hier seine speziellen Angebote.

Läden in Korfu Stadt

Shopping in Korfu Stadt ist sicher auch eine schöne Möglichkeit, sich die Zeit zu vertreiben. In den engen Gassen findet man so ziemlich alles, was das Herz begehrt.

Wer einmal nicht an den Strand gehen möchte und trotzdem Wasser um sich haben möchte, der sollte einen Besuch im Aqualand machen. Hier hat man vor allem mit Kindern den ganzen Tag Spaß. Auf dem riesigen Gelände findet man unzählige Attraktionen, die fast alle mit Wasser zu tun haben. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt, man findet Bars und Restaurants. Der Eintritt kostet 25.00 Euro, Kinder 17.00 Euro (Stand 2011). Die Öffnungszeiten sind je nach Saison unterschiedlich, in der Nebensaison hat das Aqualand von 10:00 bis 18:00 Uhr in der Hauptsaison von 10:00 bis 19:00 geöffnet. In den meisten Badeorten kann man Eintrittskarten erwerben und es werden Bustransfers angeboten. Das Aqualand liegt zentral auf der Insel und ist von überall leicht zu erreichen.

Einen weiteren Wasserpark gibt es in Acharavi im Norden Korfus. Der ist nicht so groß wie das Aqualand, kann sich aber auch lohnen. Der Hydropolis Wasserpark ist 2001 erbaut worden und hält zahlreiche Attraktionen für seine Besucher bereit. Auch hier kann man natürlich auch essen und trinken. Etwas nervig wird im laufe der Zeit doch zu laute Musik, die ständig läuft. Der Wasserpark ist auch ein kleines Veranstaltungszentrum. Hier muss man sich vor Ort informieren.

In vielen Gegenden Korfus werden geführte Wanderungen verschiedener Schwierigkeitsgrade angeboten. Sie führen meist durch schöne naturbelassene Gegenden mit schönen Aussichten. Informationen erhält man in den örtlichen Reisebüros.

Über die Insel verläuft ein ca. 220 km langer Fernwanderweg, der Korfu-Trail, weitgehend abseits der Touristenzentren. Der Weg ist relativ wenig begangen, Wegemarkierungen nicht immer vorhanden. Man kann auf dieser Strecke ein ganz anderes, viel weniger touristisch geprägtes, Korfu kennenlernen.

Küche[Bearbeiten]

In einer Taverne auf Korfu

Die Küche auf Korfu orientiert sich stark an der einfachen, griechischen Küche. Rezepte gibt es unter diesem Link: Griechische Küche. Allerdings orientiert man sich auch stark an den Bedürfnissen der Touristen. So gibt es vor allem in den großen Badeorten oft Fastfood wie Pizza oder Hamburger. Die Tavernen mit der klassischen griechischen Küche bieten meist nur ein recht kleines Angebot an, das ist aber sehr preiswert und sehr typisch. Am besten man fährt etwas ins Inland und sucht sich einen von Touristen nicht so hoch frequentierten Ort aus. Hier kann man dann griechische Gastfreundschaft erleben.

Fisch ist auf Korfu sehr teuer. Wenn man dann Fisch bekommt ist es Seelachs oder Kabeljau. Das liegt daran, dass das Mittelmeer um Korfu herum schon sehr leer gefischt ist. Tatsächlich gibt es auf Korfu auch Betriebe, die Fische züchten und diese Fische sind dann auch viel preiswerter als frischer Fisch aus dem Meer. Man züchtet vor allem Barsche.

Oben auf der Liste stehen vor allem Fleischgerichte. Neben Huhn, Rind und Schwein bekommt man fast überall Lamm. Die Herden werde noch heute auf Korfu gehalten und man kann Glück haben, dass man ein heimisches Lamm zum Essen bekommt. Das hört sich jetzt sehr zynisch an, aber es hilft den hiesigen Hirten zu überleben. Dazu ist das Fleisch sehr lecker.

In den Bergdörfern bekommt man richtige korfiotische Küche. Es sind nur ein paar Hände voll Gerichte, die das Essen auf Korfu unterscheiden, aber es lohnt sich zu probieren. Kalb und Lamm stehen auf der Speisekarte und alles natürlich mit Olivenöl.

Einkaufen[Bearbeiten]

Auf Korfu kann man eine Menge Dinge kaufen, die man sonst nirgends kaufen kann. Dazu sucht man aber am besten Läden auf, die etwas abseits der Touristenhochburgen liegen, denn da kann man alles günstiger bekommen. Die heimischen Produkte werden meist ohne besondere Etiketten verkauft. Man erkannt sie daran, dass die Etiketten mit der Hand geschrieben und die Produkte nicht versiegelt sind.

Kumquatlikör

Ganz besonders ist der Honig auf Korfu. Es gibt unter anderem Thymian- und Oliven-Honig. In kleine Gläser abgefüllt, wird dieser in vielen kleinen Läden angeboten. Der Honig ist sehr aromatisch.

Außerdem werden viele verschiedene Olivenöl Sorten aus heimischer Produktion verkauft. Dieser werden pur oder auch als aromatisierte Öle angeboten.

Aus Olivenöl werden auf Korfu verschiedene Kosmetika hergestellt, beispielsweise Seife. Über die genaue Anwendung verschiedener Kosmetika, können die Verkäufer oftmals etwas erzählen.

Gewürze und Öle aus Korfu

Korfiotische Weine bekommt außerhalb Korfus nur selten, da der Wein hauptsächlich für den Eigenverbrauch produziert wird. Die Überkapazitäten werden für den lokalen Handel abgefüllt. Der Wein wird, wie auf vielen Griechischen Inseln, in gebrauchten PET-Flaschen (1,5 Liter) angeboten. Es gibt aber auch heimischen Wein, der konventionell in Glasflaschen abgefüllt und verkorkt ist.

Eine bekannte Spezialität ist der Kumquat-Likör, den es nach Aussage einiger Korfioten nur auf Korfu gibt. In jedem Supermarkt werden verschiedene Sorten in breiter Fülle angeboten. Der Likör wird eiskalt serviert und ist sehr süß. Auch Zitronenlikör wird auf Korfu hergestellt, dieser ist ebenfalls sehr süß, aber fruchtig. Beide sollte man auf jeden Fall probieren.

Auch heimische Gewürze und Kräuter kann man auf Korfu kaufen. Es gibt neben einzelnen Gewürzen auch Gewürzmischungen für typisch griechische Gerichte wie z.B. Zaziki.

Wie in ganz Griechenland gibt es auch auf Korfu viele Kioske. An diesen wird ein breites Warenangebot verkauft, von der Zeitung über die Schachtel Zigaretten bis zum Schokoriegel. Die Kioske auf Korfu haben, im Gegensatz zu den deutschen Pedanten, keinen Preisaufschlag gegenüber den Supermärkten, teilweise findet man dort oftmals das billigere Angebot.

Geld[Bearbeiten]

Da man nicht in jedem Hotel mit Kreditkarte bezahlen kann und es nicht in jedem Ferienort einen Geldautomaten gibt, sollte man immer genug Bargeld bei sich haben. In den größeren Ferienorten gibt es Banken und Geldautomaten, an denen man seine Bargeldvorräte aufstocken kann. Wenn man ohne Kreditkarte reist, sollte man aufpassen, da einige Geldautomaten keine Debitkarten (VPay/Girocard (ehem. EC-Karte)) akzeptieren.

Nachtleben[Bearbeiten]

Wer an der südlichen Westküste unterwegs ist, findet in Pentaki auf der Straße nach Agios Gordis "Chris Place", eine kleine Taverne mit fantastischem Blick auf das Meer und leckerem frischen Orangensaft. Es gibt auch eine kleine Essenskarte.

Empfehlenswert ist auch die Taverna Sunrise im Norden. Sie liegt ca. 3 km von Roda entfernt Richtung Sidari an der Hauptstraße kurz vor der Ortschaft Karoussades und bietet eine sehr sehr gute griechische Küche sowie einen tollen Ausblick aufs Meer. Die Besitzer sind unheimlich nette Leute, wie halt fast alle Griechen.

Esplanade in Korfu-Stadt

In Korfu Stadt findet das Nachtleben an der Esplanade statt. Hier treffen sich sowohl Touristen und Bewohner der Stadt, um den Abend ausklingen zu lassen. Es wird sehr ruhig zusammengesessen und erzählt und alles natürlich draußen. Will man mehr Spaß und auch etwas feiern, so findet man die Diskotheken in der Nähe des neuen Hafens. Eine ganze Reihe von Clubs hat hier geöffnet, man beginnt nach 22:00 Uhr und tanzt bis in die späte Nacht hinein. Für jeden sollte sich hier etwas passendes finden. Man nennt die Strasse auch den Disco-Strip. Neben Diskotheken und Clubs findet man hier auch zahlreiche Musikkneipen, in denen man sich wohlfühlen kann.

Die bekannteste und auch grösste Disco der Insel ist das Hippodrome in der Club-Meile von Korfu-Stadt. Hier wird entweder Techno oder Mambo gespielt. Die Disco zieht Scharen an Gästen von der ganzen Insel an.

Mag man mehr HipHop, sollte man in die gar nicht weit entfernte Disco Apokalypsis gehen. Hier kommt man auf seine Kosten. Weitere Diskotheken sind das Privileg in der Partymusik gespielt wird und die Disco Coco Club, eine Disco zum sehen und gesehen werden, in der griechischer Pop gespielt wird.

In Pelekas gibt es eine Open-Air Disco mit Restaurant und Swimming Pool. Sie ist ein Magnet für junge Urlauber von der ganzen Insel. Der Banana-Club. Es gibt unterschiedliche Programme. Besucher der Disco sind junge Korfioten aber auch viele junge Leute aus Großbritannien.

In beinahe jedem Badeort gibt es eine Taverne, die auch länger geöffnet hat. Hier treffen sich nicht nur Touristen, sondern oftmals auch Griechen und auch Hotelangestellte, die in den Anlagen wohnen. Es geht meist sehr lustig und auch schon mal sehr laut zu.

Einige Badeorte haben auch eine Diskothek. Die werden auch von Leuten aus den Nachbarorten und auch von Einheimischen besucht. Hier wird meist sehr lange gefeiert. Das ist aber nicht sehr schlimm.

Sicherheit[Bearbeiten]

Wie fast überall in Griechenland, spielt Kriminalität auf Korfu nur eine kleine Rolle, man muss lediglich die üblichen Regeln beachten und ist schon fast auf der sicheren Seite. Ist man tatsächlich Opfer geworden, ist es allerdings gar nicht so einfach, eine Polizeistation zu finden, und oftmals gibt es dann auch noch Verständigungsschwierigkeiten. Am besten fährt man nach Korfu-Stadt und erstattet Anzeige, hier hat man die größte Möglichkeit auf jemanden zu treffen, mit dem man sich verständigen kann. Telefonisch erreicht man die Touristenpolizei unter: +30 26610 30265. Polizeistationen gibt es außer in Korfu Stadt noch in Benitses, Karousades und Lefkimmi.

Wichtig in ganz Griechenland, aber auch auf Korfu ist das Thema Waldbrände. Gerade im Sommer ist es hier sehr trocken. Man sollte mit Feuer also sehr vorsichtig sein, gerade, wenn man abseits der Hauptstrassen unterwegs ist. An den heißen Katalysator denken, wenn man auf einem abgelegenen Weg fährt. Die Feuerwehr auf Korfu ist leider nicht so gut aufgestellt wie die in Deutschland.

Gesundheit[Bearbeiten]

Medizinische Versorgung: Es gibt auf Korfu das (schon recht alte) städtische Krankenhaus in der Innenstadt, für das seit Jahren ein Neubau entsteht am nördlichen Stadtrand. Richtung Flughafen ist ein privates Krankenhaus. In der Stadt gibt es zahlreiche Arzt- und Zahnarztpraxen, deren Inhaber z.T. auch deutsch sprechen. Seit 2008 ist im Norden der Insel, in Kavvadades, eine deutsche Ärztin für Allgemeinmedizin, Homöopathie, Naturheilkunde niedergelassen: Frau Christine Popper (Tel: 26630-51531), http://www.hahnemann-therapeutikum.de

In allen Urlaubsorten der Insel haben sich inzwischen Ärzte niedergelassen. Zwar sprechen die wenigsten deutsch, aber man kommt mit englisch eigentlich immer durch. Neben den Allgemeinmedizinern hat man in den großen Orten auch Zahnärzte. Dazu haben fast alle großen Badeorte auch eine oder sogar mehrere Apotheken. Die kann man an dem grünen Kreuz auf weißem Grund erkennen. Oft wird das ganze auch durch blinkende Leuchtdioden werbewirksam transportiert.

Medikamente sind in Griechenland deutlich billiger als in Deutschland. Für die meisten Medikamente benötigt man aber auch hier ein Rezept, das ein Arzt ausstellen muss. Man muss also für verschreibungspflichtige Medikamente erst zum Arzt und dann erst zur Apotheke.

Muss man tatsächlich zum Arzt, muss man vielfach die Rechnung erst einmal selber bezahlen. Erst in Deutschland bekommt man das Geld von der Krankenkasse wieder. Wer einen Arzt sucht, findet ihn über die Rezeption, Information oder über die Touristen-Information schnell heraus. Das sollte eigentlich kein Problem sein.

Telekommunikation[Bearbeiten]

Im Rahmen der EU-Fair-Use-Policy kann man in Griechenland seinen nationalen Handytarif nutzen.

Auf ganz Korfu hat man Verbindung zu allen gängigen Handy-Netzen. Das kann aber sehr schnell sehr teuer werden. Man sollte zunächst immer schauen, welcher Anbieter gerade auf dem Handy sichtbar ist. Hier sollte man die einschlägigen Anbieter nutzen. Man kann schnell auch mal in das albanische Netz kommen und dann wird es richtig teuer. Aber es es ist auch von Haus aus teuer.

Will man ins Internet, sollte man auf keinen Fall die Möglichkeit über den deutschen Vertrag nutzen. Das ist wirklich teuer. Auch in den Hotels möchten die Betreiber so 6 Euro für eine Stunde haben. Prepaid-Karten sind schneller leer, als man gucken kann. Am besten, man sucht ein Internet-Café auf. Hier hat man noch die besten Kurse.

Münzfernsprecher sind auf Korfu auch sehr selten geworden, weil sie keiner mehr nutzt. Man muss sie suchen. Nur an Orten, wo wirklich viele Leute zusammen kommen, kann man einen Münzfernsprecher finden.

Ähnliches gilt für Briefkästen. Auch sie sind selten geworden auf Korfu. Dafür bekommt man an fast jedem Shop, der Postkarten anbietet, auch die entsprechenden Briefmarken dafür. In einigen Hotels hat man auch einen Post-Service.

Klima[Bearbeiten]

Im Vergleich zu den anderen griechischen Inseln gibt es auf Korfu deutlich mehr Regen. Die beste Reisezeit ist von Mai bis September. Bereits Ende September steigt die Regenhäufigkeit stark an. Ende Oktober bis Ende März sind wenig empfehlenswert, auch die meisten Hotels sind in der Zeit geschlossen. Auch die touristischen Einrichtungen werden außerhalb der Saison geschlossen.

Reist man in der Vorsaison/Nachsaison nach Korfu, sind die Hotels, ebenso wie die Tavernen und Strände noch sehr leer. Viele Geschäfte sind Anfang Mai auch noch gar nicht geöffnet bzw. im September schon wieder geschlossen, weil es sich einfach nicht mehr lohnt. Auch muss man in der Vor- bzw. Nachsaison schon mit einigen Tagen Regen rechnen. Wird es dann warm, steigt die hohe Luftfeuchtigkeit noch weiter an.

In der Hauptsaison braucht man eigentlich nicht mit Regen zu rechnen. Dafür ist es schon oft sehr heiß. Die Hotels sind in dieser Zeit voll und die Strände und Sehenswürdigkeiten oft überlaufen.

Die Klimadatentabelle:

Monat Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Durchschnittl. Tagestemp. 14 °C 15 °C 16 °C 19 °C 23 °C 28 °C 31 °C 31 °C 28 °C 23 °C 19 °C 16 °C
Wassertemp. 13 °C 13 °C 14 °C 15 °C 18 °C 21 °C 22 °C 23 °C 24 °C 21 °C 17 °C 14 °C
Regentage 13 11 9 7 5 2 1 1 5 9 12 15

Flora und Fauna[Bearbeiten]

Korfu ist geprägt von einer Monokultur von Olivenbäumen. In der Zeit der venezianischen Herrschaft wurden diese Bäume auch subventioniert. Jede andere Landwirtschaft wurde so unrentabel gemacht. Noch heute sind die Obstgärten, die man sieht, hauptsächlich für den Eigenbedarf angelegt. Sogar der Wein, der gepflanzt wird, dient zu einem großen Teil dem Eigenbedarf. Die Weine, die in den Hotels ausgeschenkt werden, werden importiert. Das gilt auch für das Gemüse. Außer Olivenbäume sieht man noch sehr viele Zypressen, die auf Korfu heimisch sind.

Der Kumquat-Baum ist nicht heimisch. Er wurde eingeführt. Aber er wächst hier sehr gut. Die Früchte kann man, wenn sie reif sind, einfach vom Baum pflücken und essen. Im Gegensatz zu anderen Zitrusfrüchten braucht man sie nicht zu schälen. Aus den Kumquats wird ein Likör hergestellt, der nur auf Korfu verkauft werden darf. Der Likör ist sehr süß und man trinkt ihn deshalb mit viel Eis. Neben den Kumquats wachsen hier auch andere Zitrusfrüchte. Meist sieht man Zitronenbäume, die mehrmals im Jahr Früchte tragen. Mit den Zitronenbäumen wird der Bedarf der Insel an Zitronen gedeckt.

Ausflüge[Bearbeiten]

Bootsausflug auf Korfu

Korfu ist ein guter Ausgangspunkt für Touren zu den anderen Ionischen Inseln wie Kefaloniá, Lefkada und Zákynthos oder in die fantastische Berglandschaft der Zagori Dörfer. Außerdem kann man von Korfu aus nach Albanien oder Italien gelangen. Es gibt Fährverbindungen aufs griechische Festland nach Parga, auf die Nachbarinseln Paxi und Antipaxi sowie nach Saranda in Albanien mit der sehenswerten Ausgrabungsstätte in Butrint.

Erstaunlich viele Badeorte auf Korfu bieten Schiffsausflüge an. Dabei reicht die Palette von kleinen Booten mit nur bis zu zehn Plätzen bis zu größeren Schiffen mit bis zu 50 Plätzen. Die kleinen Boote fahren zu nahegelegenen Sehenswürdigkeiten oder transportieren die Besucher zu einem einsamen Sandstrand, der mit dem Auto nicht erreichbar ist. Mittlere Schiffe mit bis zu 50 Plätzen erreichen schon weiter entfernt gelegene Orte und Sehenswürdigkeiten. Hier werden die verschiedensten sogenannten Minikreuzfahrten angeboten, oft mit Essen und Getränken inclusive. Das Angebot ist je nach Ortschaft unterschiedlich. Man kann sich vor Ort informieren.

Dabei muss man aber auch Vorsicht walten lassen, denn einige dieser Schiffe sind nicht versichert. Man sollte sich vor Ort informieren und Vergleiche einholen.

Feiertage[Bearbeiten]

Feiertage sind auf Korfu sehr wichtig. Dabei stehen die christlichen Feiertage an erster Stelle. Sie werden nach strengen orthodoxen Sitten begangen. An zweiter Stelle stehen die Nationalfeiertage. Auch hier ist das Programm ziemlich eng vorgegeben. Aus der venezianischen Zeit stammt die Tradition, Karneval zu feiern und die Korfioten machen immer mehr aus diesem Fest.

  • 1. Januar ist Neujahr
  • 6. Januar ist Theofania
  • Rosenmontag (beweglich)
  • 25. März ist Nationalfeiertag
  • Ostern (beweglich)
  • 1.Mai Tag der Arbeit
  • 21. Mai Nationalfeiertag der ionischen Inseln
  • Pfingsten (beweglich)
  • 10. August Seenachtsfest in Korfu-Stadt
  • 11. August Prozession zu Ehren der Inselheiligen in Korfu-Stadt
  • 15. August Maria Entschlafung
  • 28. Oktober ist Nationalfeiertag
  • 25./26. Dezember ist Weihnachten

Die Kirchweihfeste finden in den verschiedenen Orten an verschiedenen Daten statt. Bei Kirchweih wird lange und ausgiebig gefeiert. Und auf Korfu schließt man Besucher von den Feierlichkeiten nicht aus. Wenn man das Glück hat, zu einem Kirchweihfest auf Korfu zu sein, sollte man sich also nicht scheuen, dieses auch zu besuchen. Hier einige Daten zu Kirchweihfesten:

  • 8. Mai Kirchweih in Kassiopi
  • 9. Mai Kirchweih in Vistonas
  • 12. Mai Kirchweih in Peleka
  • 12. Juni Kirchweih in Pelekas
  • 24. Juni Kirchwei in Arfionas
  • 2. Juli Kirchweih in Garitsa und Pagi
  • 13. Juli Kirchweih in Korfu-Stadt
  • 27. Juli Kirchweih in Acharavi und Perithia
  • 6. August Kirchweih beim Pantokrator
  • 23. August Kirchweih in Pelekas, Gastouri und Lefkimmi
  • 24. September Kirchweih in Vatos

Fotografieren[Bearbeiten]

In allen Museen Korfus ist das Fotografieren erlaubt, allerdings nur ohne Stativ. In manchen Museen muss man auch auf den Blitz verzichten. Man muss halt selber zum Stativ werden. In manchen Kirchen darf man fotografieren, in den meisten aber nicht. Bitte halten Sie sich aus Respekt vor der orthodoxen Kirche daran. Die Verbote sind an den Eingängen durch kleine Schilder präsent. Aber auch, wenn nur gesagt wird, dass fotografieren nicht erlaubt ist, halten Sie sich bitte daran.

Wenn man Personen fotografieren will, sollte man vorher fragen, ob es erlaubt ist. Manchmal erübrigt sich die Frage, weil sich der oder die Betroffene dem Bild sofort stellt. In vielen Fällen ist man dazu bereit, möchte das Bild aber hinterher auch sehen. Manche Menschen wollen es aber nicht, dass sie fotografiert werden, das sollte man dann aber auf jeden Fall respektieren.

Militärische Anlagen dürfen nicht fotografiert werden. Man wird da auch etwas unsachlich, wenn sich jemand nicht daran hält. So viele militärische Einrichtungen gibt es auf Korfu aber nicht.

Wer noch nicht digital fotografiert oder filmt, der sollte ausrechend Filmmaterial mit auf seine Reise nehmen. Zum einen sind die Filme hier sehr teuer, zum anderen ist es schwer, sie zu bekommen.

Zeit[Bearbeiten]

Korfu ist der mitteleuropäischen Zeit eine Stunde voraus. Das gilt auch für die Sommerzeit, weil auch in Griechenland die Sommerzeit gilt. Es ist auf Korfu immer eine Stunde später als in Deutschland.

Kritisches[Bearbeiten]

Ein Autowrack auf Korfu, dieses Exemplar ist noch recht gut erhalten

Leider geht man auf Korfu nicht besonders schonend mit der Umwelt um. Das gilt für beide Gruppen, Touristen und Griechen. In allen Ortschaften findet man Müll und Dreck, Auto-Wracks und Bauruinen. Und dafür fühlt sich keiner so richtig zuständig, diese zu beseitigen. Allgemein kann man sagen, dass alle Anlagen und Häuser, die Gewinn abwerfen, gepflegt sind, aber eben nur bis zur Grundstücksgrenze. Dann ist es wieder dreckig und vermüllt. In vielen Orten löst das eine das andere ab. Niemand fühlt sich dafür zuständig. Viele sagen, man habe sich inzwischen daran gewöhnt.

Ein Streuner auf Korfu

Auch im Umgang mit Tieren ist man auf Korfu anders, als man das aus dem deutschsprachigen Raum kennt. In jeder Ortschaft findet man Hunde und Katzen, die allein auf sich gestellt eine wachsende Population der verschiedensten Rassen stellen. Sie laufen überall herum, es ist auch schwer sie lozuwerden. Wie sie sich ernähren, weiß man, wenn man das erste mal draußen gegessen hat, sie betteln nämlich. Auch wenn sie zum Teil sehr süß sind, muss einem dass nicht unbedingt gefallen. Auch daran muss man sich nicht gewöhnen. Es gibt sogar Programme, die versuchen die Tiere zu kastrieren. Diese stoßen hier aber fast nur auf Unverständnis.

Ganz Korfu lebt im Grunde von zwei Wirtschaftszweigen, wovon einer eine Monokultur ist. Zum einen sind es die Oliven und zum anderen sind es die Urlauber. Die Gemüsegärten, die man bei einer Fahrt über die Insel immer wieder sieht, dienen fast alle nur für den privaten Gebrauch. Bis auf Zitronen und Kumquats wird sämtliches Obst und Gemüse importiert. Auch die Weinanbauflächen, die man immer wieder sieht, dienen nur zur Herstellung von Wein für den Eigenverbrauch. Auch Wein wird importiert, obwohl der heimische Wein wirklich nicht schlecht ist, aber halt in keine Klassifizierung fällt und deswegen als Tafelwein eingestuft werden muss.

Eine Geschäftsruine auf Korfu

Für den Tourismus wird durch diese "Monokultur" viel gemacht. Dabei nimmt man aber nicht allzuviel Rücksicht auf die Natur und die Schäden, die man ihr zufügt. Zwar sind Bausünden wie in zum Beispiel auf Mallorca die absolute Ausnahme, aber die Erschließung neuer Touristenzentren steht schon recht hoch im Kurs. So werden Straßen brutal durch die Landschaft gebaut, damit die Busse auch das entlegenste Plätzchen der Insel erreichen können und man eine neue Sehenswürdigkeit präsentieren kann. Sicher kann man das verstehen, weil Korfu seine Attraktivität weiter steigern will und muss, aber so wirklich sorgsam geht man mit der Natur da nicht um.

Auch auf Korfu geht der Trend zu Hotels, die "All-Inclusive" bieten. Das Angebot mag zunächst sehr verlockend sein und mag auch in vielen Fällen für den Urlauber sehr viel Sinn machen, hat aber sicherlich den Nachteil, dass die Angebote um diese Häuser herum immer weiter zurück gehen, weil man ja im Hotel alles bekommt, was man benötigt. So gehen in den Badeorten immer mehr kleinere Geschäfte und Tavernen pleite, weil es keine Nachfrage mehr gibt. Das macht sich nicht gut für den Ort, weil immer mehr Gebäude leer stehen und verwildern. Es ist sich aber auch nicht gut für den Reisenden, da die Angebote für ihn immer weiter schrumpft. Dabei gehen aber auch manchmal die schönen Lokale, wo es sich lohnt, abends zu sitzen, kaputt. Gerade bei den rückläufigen Besucherzahlen auf Korfu ist das keine sehr schöne Entwicklung.

Viele Bauruinen oder nicht fertiggestellte Häuser gab es auch schon vor der Wirtschaftskrise. Da die Griechen auch schon früher wenig Vertrauen in die Banken hatten, sind die Häuser oft das "Sparschweinchen" der Einheimischen. Wenn etwas Geld und Zeit übrig ist, wird ein wenig weitergebaut, wenn nicht, ruht die Baustelle auch mal für Monate oder Jahre. So kann ein Hausbau viele Jahre dauern.

Zudem wächst der Konkurrenzkampf wegen der sinkenden Besucherzahlen. Es tobt ein starker Preiskampf. Die Arbeitsbedingungen werden für die Korfioten zunehmend schlechter, was auch mit der wirtschaftlichen Entwicklung in Griechenland zusammenhängt. Dazu hat man hier im Winter geschlossen, dann gibt es hier in der Branche keine Arbeit. Das hat auch dazu geführt, dass viele Einheimische hier schon etwas verbittert sind. Man spielt nach außen hin immer den freundlichen Griechen, aber viele haben echt zu kämpfen. Das liegt auch daran, dass in der Tourismus-Branche fast nur junge Leute eine Anstellung finden und die begehrten Jobs in den Hotels sehr häufig auch von Ausländern gemacht werden, die die Sprache sprechen, die die Touristen auch verstehen können. Und die verdienen recht ordentlich.

Korfu ist also nicht heile Weilt, wie es auf dem ersten Blick erscheint, sondern ist schon recht zerrissen. Für die Einheimischen ist es kein leichtes Leben, umso mehr, weil viele Ausländer sich die dicksten Stücke vom Kuchen abschneiden. Aber man kann den "Alexis Sorbas" auch auf Korfu finden. Und wenn man den gefunden hat, dann hat man Korfu erreicht und Glück gehabt.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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