Slowakei
| Slowakei | |
| Flagge | |
| Kurzdaten | |
| Hauptstadt | Bratislava |
|---|---|
| Regierungsform | parlamentarische Republik |
| Währung | Euro (EUR) |
| Fläche | 49.034 km² |
| Einwohnerzahl | 5.419.451 (2024) |
| Amtssprache | Slowakisch |
| Religion | Römisch-Katholisch 68,9 % Protestanten 16,8 % Griechisch-Katholisch 4,1 %, Orthodoxe 0,9 % |
| Strom/Stecker | 230 V/ 50 Hz; Eurostecker/E |
| Telefonvorwahl | +421 |
| Domain | .sk |
| Zeitzone | ME(S)Z |
Die Slowakei (slowakisch: Slovensko bzw. Slovenská Republika) ist ein Staat im östlichen Mitteleuropa. Sie grenzt im Norden an Tschechien und Polen, im Osten an die Ukraine, im Süden an Ungarn und im Westen an Österreich.
Regionen
[Bearbeiten]
- Westslowakei
- Donautiefland
- Große Schüttinsel
- Záhorie (Windische Marchauen)
- Mittelslowakei
- Slowakisches Erzgebirge – südlich der Niederen Tatra; das flächenmäßig größte Gebirge des Landes, in der Mittelslowakei gelegen.
- Ostslowakei
- Zips (slowak. Spiš) – eine ehemalige deutsche Sprachinsel in der Ostslowakei mit mehreren interessanten Sehenswürdigkeiten auf kleinem Raum (Burgen, Holzkirchen usw.)
- Tatra inkl. Hohe Tatra
Städte
[Bearbeiten]- Bratislava (Pressburg) – die Hauptstadt des Landes
- Banská Bystrica (Neusohl) – Universitätsstadt in der Mittelslowakei, mit schönem, renovierten Hauptplatz, Glockenspielturm und einer sehenswerten Galerie slowakischer Gegenwartskunst
- Komárno (Komorn) – „Hauptstadt“ der slowakischen Ungarn
- Košice (Kaschau) – ostslowakische Metropole
- Nitra (Neutra) – westslowakische Stadt im Tal der Neutra mit sehenswerter Burganlage
- Poprad (Deutschendorf) – als „Basislager“ nahe der Hohen Tatra geeignet
- Prešov (Eperies) – drittgrößte Stadt des Landes und Zentrum der Region Šariš
- Trenčín (Trentschin) – westslowakische Stadt im Waagtal mit sehenswerter Burganlage
- Trnava (Tyrnau)
- Žilina (Sillein) – mittelslowakische Stadt mit schöner Altstadt und Schloss
Siehe auch: Welterbe in der Slowakei
Weitere Ziele
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- Hohe Tatra – bis zu 2655 Meter hohes Hochgebirge; die unberührte Landschaft steht als Nationalpark und UNESCO-Biosphärenreservat unter Schutz
- Niedere Tatra - höchster Gipfel Ďumbier mit 2043 m ü. NHN
- Slowakisches Paradies - Nationalpark, geprägt durch zahlreiche Schluchten und Wasserfälle mit spektakulären Wanderwegen
- Malá Fatra - touristisch stark genutztes Gebirge, unterteilt in Krivánska und Lúčanská Fatra
- 1 Banská Štiavnica – ehemalige Bergbaustadt, UNESCO-Welterbe
- 2 Spišské Podhradie mit der großen, hochmittelalterlichen Zipser Burg, UNESCO-Welterbe
- 3 Medzilaborce in der Ostslowakei ist die Geburtsstadt von Andy Warhol, es gibt ein kleines Museum, welches der Warhol-Familie gewidmet ist.
- Vlkolínec – das Dorf aus historischen, bemalten Holzhäusern erlaubt eine Zeitreise (UNESCO-Welterbe)
Nationalpark Slowakischer Karst 440 km² mit 1100 Höhlen in der Gegend um Rožňava.
Aus Zeiten der Habsburgermonarchie stammen zahlreiche Kurorte mit Heilbädern, bedeutendere sind:
- 1 Piešťany (Pistyan) , das neben Mineralwasser auch für das heilende Schwefelmoor bekannt ist.
- 2 Rajecké Teplice (Bad Rajetz)
- 3 Turčianske Teplice (Bad Stuben) bietet die sog. „Goldkur.“
- In 4 Sklené Teplice ist das Höhlendampfbad Parenica.
- Trenčianske Teplice (Trentschin-Teplitz) bietet ein türkisches Hammam.
Kurhochsaison ist üblicherweise im ersten Quartal.
Hintergrund
[Bearbeiten]Die Slowakei ist ein relativ junger Staat, da sie bis zum 31.12.1992 mit Tschechien einen gemeinsamen Staat, die Tschechoslowakei, bildete. Seit dem 1. Januar 1993 ist die Slowakei unabhängig, seit dem 29. März 2004 Mitglied der NATO und gehört seit dem 1. Mai 2004 zur Europäischen Union. Seit 2009 wird in der Slowakei mit dem Euro bezahlt.
Anreise
[Bearbeiten]Die Slowakei gehört zum Schengen-Raum. Damit sind Grenzkontrollen nur noch an der Ukraine vorhanden.
Auch EU-Bürger müssen sich innerhalb zehn Tagen im Lande bei der örtlichen Polizei anmelden. Das übernimmt normalerweise der Beherbergungsbetrieb. Bleibt man länger als 90 Tage ist zusätzlich eine gebührenpflichtige Meldung bei der Ausländerbehörde (Hotline ☎ 0800 222 222 während üblicher Bürostunden) binnen 30 Tagen nach Ablauf der 90 Tage-Frist (gerechnet ab Einreise) vorzunehmen. Eine Terminbuchung ist nötig. Hierfür werden Nachweise finanzieller Mittel, der Unterkunft und einer Krankenversicherung verlangt.
Mit der Bahn
[Bearbeiten]ZSSK (Železničná spoločnosť Slovensko)ist die staatliche slowakische Eisenbahngesellschaft, sie unterhält das Eisenbahnnetz und ist der größte Bahndienstleister im Öffentlichen Personenverkehr. Kindertarife gelten von 6–16 Jahren. Auf ihrer Website gibt es alle Informationen auf Englisch.
Aus den Nachbarländern Österreich, Tschechien, Ungarn, Polen, Ukraine bestehen gute internationale, zum Teil direkte, Bahnverbindungen. Die schnellste Route aus der polnischen Hauptstadt Warschau in die slowakische Hauptstadt Bratislava verläuft über Tschechien.
Die wichtigsten internationalen Bahnstrecken mit den Grenzübergängen:
- Österreich: Wien – Marchegg – Marchegg/Devínska Nová Ves – Bratislava hl.st.; Wien – Bruck a.d. Leitha – Kittsee – Bratislava-Petržalka
- Tschechien: Prag – Brünn – Břeclav – Lanžhot/Kúty – Bratislava; Bohumín – Mosty u Jablunkova/Čadca – Žilina
- Polen:
- Ungarn: Budapest – Szob/Chľaba – Štúrovo – Bratislava; Miskolc – Hidasnémeti/Kechnec – Košice
- Ukraine: Čop (Tschop) – 🛃 Čierna nad Tisou – Košice
RegioJet, ein tschechischer, alternativer low-cost Bahndienstleiter, verkehrt auf manchen Strecken in Konkurrenz zur ZSSK. Vom Ausland her gibt es mit RegioJet derzeit Zugverbindungen nur von Tschechien aus. Die Fahrkarten sind zuggebunden und primär online erhältlich und kontingentmäßig preislich gestaffelt. In Tschechien und der Slowakei werden sie auch in einigen Bahnhöfen an RegioJet-Schaltern verkauft. Von RegioJet werden ausschließlich die eigenen Fahrkarten anerkannt.
In den Zügen von ZSSK gelten InterRail- und Eurail-Pässe sowie der European East Pass, nicht jedoch in den Zügen von RegioJet.
- Fahrkarten
Bei ZSSK gekaufte Fahrkarten für innerslowakische Strecken sind in der Regel billiger, als wenn man sie im Ausland kauft. Im Einzelfall ist zu prüfen, ob nicht eine Zuganreise in die östlichen Teile des Landes günstiger kommt mit getrennten Fahrkarten bis Bratislava plus einer Inlandsfahrkarte.
Von einigen ausländischen Bahngesellschaften gibt es kontingentierte Sparangebote für Reisen in die Slowakei mit Zugbindung. Für grenzüberschreitende Fahrten zwischen einigen ostmitteleuropäischen und südosteuropäischen Ländern (Bulgarien, Griechenland, Kroatien, Mazedonien, Rumänien, Serbien, Slowenien, Tschechien, Ukraine) gibt es als günstige Rückfahrkarte das CityStar-Ticket. Bei ZSSK sind sie auch für Fahrten nach Österreich und in die Schweiz erhältlich, aber nicht umgekehrt.
Hält man sich länger oder öfters in der Slowakei auf, kann u.U. eine ZSSK-Ermäßigungskarte vorteilhaft sein, insbesondere für Kinder und Senioren, welche Anspruch auf Gratisbeförderung haben (Details dazu siehe Öffentlicher Verkehr).
- Österreich
Wien Hbf. – Bratislava-Petržalka werden durch Regionalzüge (REX) ein Mal stündlich verbunden. Fernzüge fahren zwischen den Hauptbahnhöfen, so daß tagsüber effektiv ein Halb-Stunden-Takt entsteht.
Für die Fahrt zwischen den (nur 60 km entfernt liegenden) Hauptstädten Wien und Bratislava gibt es bei den ÖBB das verbilligte Bratislava-Ticket, eine Rückfahrkarte, die vier Tage gilt, allerdings muss die Fahrt am ersten Tag der Gültigkeitsdauer angetreten werden und nur am ersten Tag gilt sie auch als Tageskarte für den Stadtverkehr in Bratislava. Das Ticket gilt auf beiden Routen: sowohl über Marchegg als auch über Kittsee.
Das Ticket ist bei ÖBB-Schaltern und auch bei den ÖBB-Fahrkartenautomaten in ganz Österreich erhältlich, allerdings nicht über die übliche Zielwahl, sondern man muss auf „Andere Angebote“ und dann auf „Tickets für Nachbarländer“ klicken. Das Ticket kostet bei den ÖBB 18 € und ist somit billiger als die Einzelfahrt. Es gibt es auch als Wochenkarte zu € 42,50.
Sparschiene: Die günstigsten Sparschiene-Preise der ÖBB in die Slowakei können schwer erhältlich sein. Mangels verfügbarer günstiger Sparschiene-Tickets sollten von (München und) Salzburg über Wien Reisende die Angebote der WESTbahn in Kombination mit dem Bratislava-Ticket prüfen.
- Deutschland
Vom Norden und Osten Deutschlands aus verlaufen die schnellsten Verbindungen über Prag, von der Mitte und dem Süden über Wien. Es gibt eine direkte Tagesverbindung Hamburg – Berlin – Bratislava (EC 173 Hungaria), aber keine direkten Nachtverbindungen; Nacht-Umsteigeverbindungen aus dem Norden zum Teil über München und Wien. Vom Süden Deutschlands aus gibt es im ICE ausschließlich Umsteigeverbindungen (Tag wie Nacht) über Wien.
Sinnvollerweise fährt man aus Süddeutschland wie unten beschrieben durch die Tschechei mit Umstieg in Pilsen und Prag. Beachte, daß der DB Navigator standardmäßig immer auch die teurere Umfahrung durch Österreich anzeigt und man auf der ansonsten gut gestalteten ČD Webseite die korrekte Eingabe der zahlreichen Sonderzeichen verlangt, was am Smartphone schwierig sein kann.
Deutsche Schwerbehinderte (Merkzeichen G und B auch ohne Beiblatt) sollten die kostenfreie Sitzplatzreservierung in Fernverkehrszügen nutzen, die, auch für die Begleitperson, ebenfalls im grenzüberschreitenden Verkehr gilt. Hierfür muß die Fahrkarte aber am Schalter gekauft werden, nicht jeder DB-Verkäufer ist gut genug ausgebildet, um die Regeln zu kennen.
Die von der DB beworbenen Sparpreise Europa sind zu den angegebene günstigen Preisen, wenn überhaupt, nur bei monatelanger Vorausbindung zu erhalten.
- Tschechei
Das Buchungssystem der tschechischen und slowakischen Bahnen ist weiterhin gut miteinander verbunden, so daß durchgehende Fahrkarten überall problemlos zu haben sind. Direkte EC fahren Prag – Bratislava im 2-Stunden-Takt (5¼ h). Dazu gibt es vier Züge des etwas günstigeren Anbieters RegioJet. Mit einem Umstieg in Prag könnte man die zwölf Stunden Fahrzeit Pilsen – Kosice auch als günstige Nachtfahrt gestalten. Slowakische Liegewagen kosten nur 7 oder 9 € Zuschlag.
- Autoreisezüge verbinden nächtlich Prag-Mihle – Košice bzw. Poprad-Tatry. Die Preise hängen von der PKW-Größe und der gewählten Schlafwagenkategorie ab.
- Schweiz
Es gibt täglich zwei Züge auf der Verbindung Bratislava hl.st. – Wien Hbf. – Innsbruck Hbf. – Zürich mit den Hochgeschwindigkeitszügen von RJX.
- Polen
EuroCity verbinden die Hauptstädte direkt auf der Linie Budapest-Nyugati ↔ Bratislava ↔ Ostrava ↔ Katowice ↔ Warschau.
Außerdem Wien ↔ Ostrava ↔ Katowice [↔ Warschau].
Fernzüge Warschau – durch Tschechien (Bohumín–Ostrava–Břeclav) – Bratislava. Normale Züge fahren die Strecke Žilina über Čadca nach Zwardoń (PL) mit Anschlüssen Krakau bzw. Katowice.
Nur an Sommerwochenenden (Juni bis Anfang September) fahren direkte Regionalzüge zwischen Prešov – Muszyna (PL) mit Anschluß nach Krakau.
- Ungarn
Für Rückfahrkarten Slowakei-Ungarn gibt es 60 % Rabatt für den slowakischen und 30 % auf dem ungarischen Streckenteil. Kindertarif gilt in Ungarn nur bis 14 Jahre.
Die lange eingeschränkten Verbindungen mit Ungarn wurden auf den Strecken Lučenec (ungr. Losonc) — Hatvan sowie — Košice (Kassa) — Hidasnémeti durch Einführung von 1- oder 2-Stunden-Takt im Sommer verbessert. An der Strecke zwischen Lučenec – Fiľakovo (Fülek) – Salgótarján – Hatvan gibt es Anschlüsse nach Zvolen (Zólyom), Rimavská Sobota (Rimaszombat) und Rožňava (Rozsnyó).
EuropaRegional genannte Fahrkarten, nur am Lösungstag gültig, über die Grenze nach Ungarn auf den Strecken:
- Košice – 🛃 Čaňa – Hidasnemeti – Miskolc-Tiszai
- 🛃 Szob (HUN) – Nagymaros-Visegrad – Vác (HUN)
- Ukraine
[Kurswagen Bratislava] – Košice – Mukačevo (UKR) fahren direkt mit Halt an den Grenzbahnhöfen Čierna nad Tisou und Čop, aber nur mit II. Klasse.
- Adria
Im Sommer fahren direkte „Badezüge“ nach Split.
Mit dem Bus
[Bearbeiten]Neben weiteren Städten gibt es vor allem reguläre Busverbindungen aus Wien, Prag und Budapest nach Bratislava, auch zwischen Flughafen Wien und Flughafen Bratislava.
Wenn man in das Tatra-Gebirge will, kann man auch über Krakau anreisen. Busse fahren von dort dann verschiedene Orte in der slowakischen Tatra und in der polnisch-slowakischen Region Orawa/Orava (dt. Arwa) an.
Von Užhorod (Uschhorod) in der Ukraine verläuft eine Busverbindung nach Michalovce in der Ostslowakei.
Mit dem Fahrrad
[Bearbeiten]Die Slowakei liegt an der Donau und somit am Donauradweg Wien–Budapest. Ebenso gibt es speziell von Österreich und Tschechien zahlreiche ausgeschilderte, regionale Radwege.
Mit dem Schiff
[Bearbeiten]Die Donau ist der schiffbare Fluss mit den größten Häfen in Bratislava und Komárno. Es gibt eine Schiffsverbindung zwischen Wien und Bratislava: der TwinCityLiner.
Eine PKW-Donaufähre (bis 3,5 t) verbindet 4 Neszmély (47° 43′ 58″ N 18° 20′ 42″ O) (HUN) mit 5 Radvaň nad Dunajom (47° 44′ 46″ N 18° 21′ 59″ O) (SLO), ungarisch Dunaradvány genannt.
Straße
[Bearbeiten]Insgesamt ist die Slowakei für den Straßenverkehr recht gut erschlossen wobei sich das Autobahnnetz im Ausbau befindet. Daneben besteht ein gut ausgebautes Fernstraßennetz. Generell laufen die Fernstraßen und Autobahnen entlang der Bahnverbindungen. Die vier wichtigen Autobahnen (Diaľnica) sind:
- die D1 von Bratislava bis Košice (513 km), ist Ende 2025 bis auf 14 km nahe Žilina fertiggestellt. Die Verlängerung zwischen Bidovec und Záhor zur ukrainischen Grenze wird wohl bis 2035–40 auf sich warten lassen.
- die D2 von Bratislava bis nach Brno (Tschechien),
- die D3 60 km von Žilina zum Autobahngrenzübergang Skalité-Zwardoń nach Polen, wo sie nahtlos in die polnische Schnellstraße S1 übergeht, sowie
- die D4 von Bratislava bis an die österreichische Grenze, Übergang Jarovce zur Anschlussstelle Bratislava-Rača sind es 29 km.
Mit dem Flugzeug
[Bearbeiten]Bratislava besitzt einen eigenen 1 Flughafen Bratislava (IATA: BTS) mit einer begrenzten Anzahl an Verbindungen, überwiegend durch Ryanair.
Die andere Alternative ist der
Flughafen Wien-Schwechat (IATA: VIE) , welcher nur 35 km von Bratislava entfernt liegt. Im Gegensatz zu Bratislava hat dieser Flugplatz mehr Verbindungen, kann aber auch entsprechend teurer sein. Stündlich fahren vom Flughafen Wien Busse nach Bratislava.
Mobilität
[Bearbeiten](Stand: Dez 2025)
Slowakische Eisenbahn
[Bearbeiten]Es gibt gute Zugverbindungen im Inland, die durch Regionalbusse sowie einige Lokalbahnen ergänzt werden. Die Reisegeschwindigkeit ist etwas langsamer als im westlichen Ausland, dafür sind die Fahrpreise teils deutlich günstiger.
In den 2020ern wird der Fuhrpark modernisiert, neue Trieb- und Doppelstockwaggons beschafft. Ältere Fahrzeugee machen häufig einen ungepflegten Eindruck und sind mit Graffitis „geschmückt.“
Reservierungspflicht besteht für Intercity und Eurocity in beiden Klassen. In Schnellzügen R oder RR muß man die I. Klasse reservieren. Die Nachtzugverbindung Zemplín bzw. Humenné – Bratislava hl. Str. – ist im Abschnitt Trenčín – Poprad-Tatry reservierungspflichtig.
Innerhalb von vier Verbünden sind die Regionalzüge (Typ OS und REX) der ZSSK integriert. Das sind die Großräume Bratislava, Košice, Žilina (Stadgebiet Žilina, Čadca und Kysucké Nové Mesto) sowie grenzüberschreitend im Südmähren Verbund. Die Fahrkarten müssen dann am Bahnsteig am Automaten gestempelt werden.
Der tschechische Anbieter RegioJet bietet sich auf einigen Strecken als Alternative zur staatlichen Eisenbahngesellschaft ZSSK an. RegioJet setzt überwiegend sehr modernes, gut ausgestattetes und sauberes Wagenmaterial ein. Zudem sind die Preise meist etwas günstiger als bei der ZSSK. Allerdings ist das Liniennetz deutlich kleiner als bei der ZSSK. Die Fahrkarten von ZSSK und RegioJet werden gegenseitig nicht anerkannt. Auf der Hauptroute Bratislava–Košice halten die Züge nicht an allen Stationen, dafür ist die Reisezeit ca. 50 Minuten kürzer. RegioJet betreibt auch Fernbusse in europäische Metropolen.
Zuggattungen
[Bearbeiten]- Os (Osobný vlak): „Personenzug“, Nahverkehrszug mit Halten in (meist) allen Stationen, nur 2. Kl.
- REX (Regionalný Expres): „Regionalexpress“, schneller Nahverkehrszug, meist nur II. Kl., Reservierung in manchen Zügen möglich
- RR (Regionalný Rýchlik): „Regionalschnellzug“, I. Kl., II. Kl., Reservierung möglich, in I. Kl. zwingend
- R (Rýchlik): „Schnellzug“, Fernverkehrszug (national, international), I. Kl. und II. Kl., Minibar oder Speisewagen, Reservierung möglich
- Ex (Expres): Fernverkehrszug (national, international), I. Kl. und II. Kl., Minibar oder Speisewagen, Reservierung möglich
- EN (EuroNight): internationaler Nachtzug, II. Kl., I. Kl. (nur im Schlafwagen), Sitzplätze nur bei Fahrten ins Ausland reservierungspflichtig
- EC (EuroCity): internationaler Fernverkehrszug; I. Kl., II. Kl., Speisewagen, Reservierung möglich, zuschlagspflichtig
- SC (SuperCity): Fernverkehrszug (Typ Pendolino) [Karlsbad] – Pilsen – Prag – Čadca – Žilina – Košice; I. Kl., II. Kl., zuschlags- und reservierungspflichtig, Speisewagen
- IC (InterCity): Schnellzug Bratislava – Košice (knapp unter 5 Stunden), I. Kl., II. Kl., reservierungspflichtig, eigener Tarif mit 3 zug- und tageszeitabhängigen Preisstufen, Speisewagen
- RGJ (RegioJet): Züge des alternativen Anbieters RegioJet (wird auch mit Kürzel RJ bezeichnet; Verwechslungsgefahr mit dem Railjet, der aber nicht in der Slowakei zum Einsatz kommt), 3 Klassen, Preise sind kontingentmäßig gestaffelt, die Fahrkarten zuggebunden, Reservierung im Fahrpreis inklusiv.
Ermäßigungen
[Bearbeiten]Die meisten Ermäßigungen sind für Pendler, Gruppen und Vielfahrer.
Nett ist das „Geburtstagsangebot:“ wer an jenem Kalendertag eine Fahrkarte II. Klasse kauft, darf in der I. Klasse fahren (außer Zugtyp SC) – Ausweis nicht vergessen.
Haustiere im Behältnis/Korb werden umsonst befördert, größere an der Leine kosten den halben Preis.
MaxiKlasik ist die Jahreskarte für alle Strecken inkl. Reservierungen. Für die personalisierte Version braucht man Paßbilder.
Gratis-Beförderung von Kindern und Senioren:
In den Zügen der ZSSK haben Kinder bis 15 Jahre, Studenten bis unter 26 Jahre und Rentner unter 62 Jahren (mit Nachweis) sowie generell Senioren ab 62 Jahren Anspruch auf eine kostenlose Beförderung. Hierzu ist es erforderlich, sich einmalig an einem Kassenschalter der ZSSK unter Vorlage eines Lichtbildausweises sowie ggf. weiterer Dokumente kostenlos zu registrieren.
Um einen Zug gratis benützen zu können, muss dann eine kostenlos ausgestellte Fahrkarte für die gewünschte Strecke am Kassenschalter gelöst werden – Diese Gratis-Fahrkarten sind kontingentiert. Gelöste Gratis-Fahrkarten sind uneingeschränkt für alle Züge der Kategorien Os und REX gültig, für die anderen Zugkategorien jedoch zuggebunden. Für EC- und SC-Züge sind mäßige Zuschläge zu bezahlen. IC-Züge (InterCity) können nicht gratis benützt werden, für sie gilt ein eigener, ermäßigter Tarif. Detaillierte Informationen auf der Webseite der ZSSK
Die Ausweiskarten für die Gratis-Beförderung sind kostenlos und können von allen EU-Bürgern beantragt werden.
Für Senioren ab 70 Jahren gibt es eine noch unbürokratischere Möglichkeit: Falls sie keine Ausweiskarte für Gratis-Beförderung besitzen oder das Kontingent von Gratis-Fahrkarten erschöpft ist, können sie bei Vorlage eines Lichtbildausweises Fahrkarten zu einem symbolischen Preis lösen (0,15 € je 50 km). Für EC- und SC-Züge sind auch in diesem Fall geringfügige Zuschläge zu bezahlen (1–3 €). Für IC-Züge gibt es keine Fahrkarten zum symbolischen Preis, für sie gilt ein eigener, ermäßigter Tarif.
Auf der Straße
[Bearbeiten]
Das derzeitige Autobahnnetz ist noch nicht vollständig ausgebaut und die Fernstraßen sind stark befahren, an mehreren Stellen wird aber fleißig gebaut. Die Auf- und Abfahrten der Autobahn sind mitunter riskant einfach gehalten mit sehr kurzen Einbiegespuren. Die Fahrbahnen der Landstraßen sind oft schadhaft an den Rändern und haben Spurrillen. Jedoch erfährt dies ein ständige Verbesserung. Es gibt ein hohes Transportaufkommen auf den Landstraßen, oft zieht ein Laster eine lange Autoschlange hinter sich her. Vorsicht ist geboten.
Die Benzinpreise sind etwa auf gleicher Höhe wie die in Österreich und Ungarn.
Die Verkehrsregeln entsprechen in etwa denen in Deutschland. Die Geschwindigkeitsbegrenzungen betragen 50 km/h in Ortschaften, 90 km/h auf Landstraßen und 130 km/h auf Autobahnen. Es gilt die 0,0-Promillegrenze, die vor allem nachts scharf kontrolliert wird (Vorsicht: hohe Strafen). Auch tagsüber muss mit Abblendlicht gefahren werden.
„Slowakische Polizeibeamte sind berechtigt, bei Verkehrsverstößen Geldstrafen in einer Höhe von 30 EUR bis zu 650 EUR zu verhängen. Die Höhe der Strafe liegt im Ermessen des Polizeibeamten. Auf Verlangen sollte eine Quittung ausgestellt werden, der Name des Beamten sollte im Zweifelsfall selbst notiert werden.“
Für die Benutzung der Autobahnen ist seit 2016 eine elektronische Vignette nötig. Die Preise betragen 10 € (10 Tage), 14 € (30 Tage) und 50 € (1 Jahr). Gespanne mit einem zulässigen Gesamtgewicht (Zugfahrzeug + Anhänger) bis 3,5 t benötigen nur eine Vignette. Motorräder benötigen keine Vignette. Die elektronischen Vignetten ersetzen die bisherigen Aufkleber. Sie können online, bei nahezu allen Tankstellen und an Selbstbedienungsautomaten gekauft werden.
Straßengrenzübergangsstellen mit Österreich:
Mit dem Bus
[Bearbeiten]Die Fernbusse betreibt Slovak Lines (Kooperation mit CK Daka und LeviTour). Das nationale Drehkreuz ist naturgemäß der Busbahnhof Bratislava-Nivy. Unterwegs kann man beim Fahrer bezahlen, man nimmt Kreditkarten und Bargeld.
Es gibt gewisse Streckenpässe, z. B. 10 Fahrten innerhalb 90 Tagen (auch Bratislava nach Wien-Flughafen) oder 30 Tage mit je einer Hin- und Rückfahrt pro Tag, die sich für Besucher ggf. schon mit der vierten oder fünften Fahrt rechnen.
Fahrrad und zu Fuß
[Bearbeiten]Inzwischen gibt es nahezu im gesamten Land viele gut ausgeschilderte und ausgebaute Radverbindungen. Jedenfalls ist auf Nebenstraßen auch sehr wenig Verkehr, wodurch man problemlos mit dem Rad fahren kann. Für manche störend, für andere interessant ist nur, dass der Großteil des Landes gebirgig ist.
Für Kinder unter 15 Jahre gilt am Fahrrad generelle Helmpflicht, Erwachsene müssen außerhalb geschlossener Ortschaften einen aufsetzen. Fußgänger außerhalb des Ortsgebietes müssen bei Dunkelheit mit reflektierenden Rückstrahlstreifen ausgestattet sein.
- Wanderwege
In den Karpaten gibt es auch viele gut ausgeschilderte Wanderrouten, wodurch man zu Fuß nahezu das gesamte Land von West nach Ost durchqueren könnte. Durch die Tatra verläuft auch der europäische Fernwanderweg E8.
- Radrouten
Der Eurovelo 13 verläuft in der Slowakei entlang der vom Grenzübergang Hohenau an der March bis zu ihrer Mündung in die Donau.
Der Eurovelo 6 berührt das Land im Süden in seinem Abschnitt Wien - Bratislava - Budapest.
Mit dem Flugzeug
[Bearbeiten]Im kleinen Land spielt der Inlands-Flugverkehr keine Rolle.
Sprache
[Bearbeiten]Slowakisch und Ungarisch (vor allem an der Grenze zu Ungarn), aber auch Romanes in der Ostslowakei, andere Minderheitensprachen sind z. B. Deutsch, Tschechisch, Ruthenisch, Polnisch. Jüngere Leute sprechen zumindest Englisch oder Deutsch, man ist sehr bemüht, die Sprachbarriere im Notfall auch „mimisch oder mit Händen und Füßen“ zu überwinden.
Einkaufen
[Bearbeiten]Es gilt der Euro. Zahlungskarten werden in der Slowakei stärker akzeptiert als in Deutschland. Vielfach ist sogar das berührungslose Zahlen mit der Karte möglich.
Die Preise sind in der Gastronomie - speziell außerhalb Bratislavas - noch um einiges niedriger als im westlichen Zentraleuropa. Im Einzelhandel gibt es kaum noch Preisunterschiede. Dennoch fahren zahlreiche Ostösterreicher zum Shoppen nach Bratislava, was aber hauptsächlich daran liegt, dass die Öffnungszeiten in der Slowakei viel liberaler gehandhabt werden: Geschäfte sind teilweise bis spät Abends und auch Sonntags geöffnet.
Beliebte Mitbringsel aus der Slowakei sind:
- Wein - insbesondere Weißwein wie Riesling (Rízling) aus der Region um Bratislava
- Bier - Das slowakische Bier ist international kaum bekannt. Doch die slowakische Brautradition steht den großen Nachbarn Tschechien und Österreich um nichts nach!
- Lokales Kunsthandwerk, insbesondere Holzarbeiten, bemalte Ostereier, Glasbläsereien usw. Doch Vorsicht: Auf den Touristenmärkten ist der Großteil des Angebotes Massenware aus China (und außerdem identisch mit dem Angebot in anderen Ländern).
Auf Getränke-Einweggebinde ist 15 Cent Pfand. Erkennbar am Etikett durch ein rotes Z eingefasst von zwei Pfeilen.
Küche
[Bearbeiten]
Die Slowakische Küche ist stark von der Lage des Landes im Gebirge geprägt und deftig, aber schmackhaft. Fleisch, Kraut und Mehlspeisen sowie fette Milchprodukte (Käse, Sauerrahm, Brimsen) sind typische Bestandteile slowakischer Gerichte. Viele Gerichte ähneln denen aus der tschechischen, österreichischen oder ungarischen Küche. Das lässt sich auch durch die Zeit der k.u.k.-Monarchie erklären, als sich die Küchen der Volksgruppen gegenseitig beeinflussten.
Sehr empfehlenswert sind die traditionelle Sauerkrautsuppe (kapustnica), die auch ein fester Bestandteil des slowakischen Weihnachtsessens ist, oder die Brimser Nockerl (bryndzové halušky), eine Nudelart, meist aus Kartoffelteig, die mit einer verarbeiteten Sorte Schafskäse (bryndza) und gebratenem Speck gegessen werden. Die bryndzové halušky gelten auch als Nationalgericht der Slowakei, seit einigen Jahren ist der aus unpasteurisierter Schafsmilch gewonnene Käse eine EU-weit geschützte regionale Spezialität. Desweiteren sind Piroggen (pirohy), die mit Fleisch, Käse, aber auch Marmelade gefüllt sein können, sehr lecker. Am besten geht man in einen Salaš (sk. für Sennhütte). Die sind meist typisch slowakisch eingerichtet, und bei slowakischer Musik bekommt man dort eine sehr große Auswahl an slowakischen Spezialitäten serviert. Zum Essen darf frisch gezapfte Kofola (čapovaná kofola), ein Pendant zu Cola/Pepsi, das es in der Slowakei und in Tschechien gibt, auf keinen Fall fehlen.
Für Vegetarier gibt es in einem Land der Fleischgerichte, wie es die Slowakei sicherlich ist, traditionell nur wenig Auswahl. In den Großstädten gibt es zwar ein umfangreiches Angebot an moderner Gastronomie, die alle Arten von Diäten (vegetarisch, vegan, biologisch usw.) berücksichtigt. In der Provinz muss man sich jedoch an frittierten Käse (vypražaný syr) oder frittierte Champignons (vypražané žampiony), dazu Kartoffeln (zemiaky), Kroketten (krokety) oder Pommes frites (hranolky) und eine schöne Portion slowakischer Tatarensauce (tatarská omáčka) halten, die durchaus sättigend, aber auf Dauer wenig abwechslungsreich sind. Reine Gemüsegerichte sind nicht so sehr verbreitet, aber man kann sich gut einen Teller Beilagen zusammenstellen. Manchmal muss man als Vegetarier aber auch etwas toleranter sein, denn es kann schon mal passieren, dass man eine Bohnensuppe bestellt, weil die als vegetarische Suppe geführt wird, die dann trotzdem in Rinderbrühe o.ä. gekocht wurde. In kleinen Gasthäusern sind vegetarische Speisen nur selten extra ausgezeichnet, man sollte bei Bedarf den Kellner fragen.
In der Slowakei gibt es in geringerem Ausmaß Weinbau (meist Weißweine). Dafür ist die Bierbrautradition weit verbreitet und die zahlreichen heimischen Biersorten zählen durchaus zu den besseren Europas.
Wer seine Mahlzeit selber Angeln will braucht einen kostenpflichtigen Fischereischein der jeweiligen Kommune bzw. dem Anglerverband für die örtlichen Reservate. Üblicherweise ist der tägliche Fang auf zwei Fische und maximal fünf Kilo beschränkt.
Nachtleben
[Bearbeiten]Insbesondere die Hauptstadt Bratislava verfügt über ein buntes Nachtleben, mit zahlreichen Bars und Nachtclubs für verschiedenste Geschmäcker, von günstig bis edel und von seriös bis verrucht.
In der Slowakei ist es kein großes Problem, eine gute Pizzeria oder ein gutes Restaurant zu finden.
Glücksspiel ist legal, es gibt mehrere Spielbanken und in Bratislava-Petržalka eine Pferderennbahn.
Unterkunft
[Bearbeiten]„Wild zelten“ ist, abgesehen von Notfällen, prinzipiell verboten, ebenso Feuer machen im Gelände. Wer im ländlichen Raum diskret seinen Schlafsack ausrollt wird selten Schwierigkeiten bekommen.
Viele Kommunen erheben eine Kurtaxe, außer Bratislava vor allem in der Tatra und Kurbädern. 2023 sind 3,00–3,50 € üblich. Meist gelten Ausnahmen für Kinder und Studenten oder es gibt eine Höchstgrenze an Nächten, oft 5 oder 7 am Stück, in Bratislava 60/Jahr.
Feiertage
[Bearbeiten]| Termin | Name | Bedeutung |
|---|---|---|
| Fr, 1. Jan. 2027 | Deň vzniku Slovenskej republiky | Tag der Entstehung der Slowakischen Republik |
| Mi, 6. Jan. 2027 | Zjavenie Pána | Epiphanias |
| Fr, 3. Apr. 2026 | Veľký piatok | Karfreitag |
| Mo, 6. Apr. 2026 | Veľkonočný pondelok | Ostermontag |
| Fr, 1. Mai 2026 | Sviatok práce | Tag der Arbeit |
| Fr, 8. Mai 2026 | Deň víťazstva nad fašizmom | Tag des Sieges über den Faschismus |
| So, 5. Jul. 2026 | Sviatok svätého Cyrila a Metoda | Feiertag der Hl. Kyrill und Method |
| Sa, 29. Aug. 2026 | Výročie SNP | Jahrestag des Slowakischen Nationalaufstands |
| Di, 1. Sep. 2026 | Deň Ústavy Slovenskej republiky | Tag der Verfassung der Slowakischen Republik |
| Di, 15. Sep. 2026 | Sviatok Panny Márie Sedembolestnej, patrónky Slovenska | Feiertag der Muttergottes von den Sieben Schmerzen, Patronin der Slowakei |
| So, 1. Nov. 2026 | Sviatok všetkých svätých | Allerheiligen |
| Di, 17. Nov. 2026 | Deň boja za slobodu a demokraciu | Tag des Kampfes für Freiheit und Demokratie |
| Do, 24. Dez. 2026 | Štedrý deň | Heiligabend |
| Fr, 25. Dez. 2026 | 1. sviatok vianočný | 1. Weihnachtsfeiertag |
| Sa, 26. Dez. 2026 | 2. sviatok vianočný | 2. Weihnachtsfeiertag |
Sicherheit
[Bearbeiten]Neben dem europäischen Notruf ☎ 112 erreicht man die Polizei unter ☎ 158. Es gibt auch noch Stadtpolizei, die man unter ☎ 159 alarmiert.
Ist man der Meinung von Polizei- oder Gefängnisbeamten zu rauh angefaßt worden zu sein, kann man sich bei der Dienststelle rad inšpekčnej služby, Pribinova 2, 812 72 Bratislava online oder per Mail (uis@minv.sk) beschweren.
Die Slowakei ist heute ein sicheres Urlaubsland. Die hohe Kriminalität aus den frühen 1990er-Jahren ist nahezu komplett verschwunden, jedoch belastet sie das Image des Landes bis heute. Touristen werden am ehesten mit Taschendiebstahl und Trickbetrug konfrontiert. Auch Autodiebstahl oder Autoeinbrüche kommen vor. Allerdings ist die Situation auch nicht schlimmer als in anderen Urlaubsländern. Generell sollte man die üblichen Sicherheitsvorkehrungen einhalten.
Insbesondere im Osten des Landes gibt es seitens der slowakischen Bevölkerung starke Ressentiments gegen Sinti und Roma sowie auch gegen Homosexuelle. Hier kommt es immer wieder zu Beschimpfungen bis hin zu gewalttätigen Übergriffen auf dunkelhäutigere oder auf als homosexuell wahrgenommene Personen.
Bars und Clubs im Osten des Landes tragen manchmal Schilder am Eingang "Slovaks only". Hier ist gemeint, dass insbesondere Sinti und Roma unerwünscht sind. Der rücksichtsvolle Reisende wird solche Lokale dennoch meiden, um Rassismus und Ausgrenzung nicht zu unterstützen!
Die folgenden Informationen wurden vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland verfasst:
- Die Slowakische Republik ist grundsätzlich ein sicheres Reiseland. Reisende werden jedoch auf die erhöhte Diebstahlgefahr bei PKW-Reisen hingewiesen. Insbesondere neuere Fahrzeuge der Marken BMW, Mercedes, Audi und VW mit ausländischen Kennzeichen sind gefährdet, selbst wenn sie mit elektronischer Wegfahrsperre versehen sind. Kleinkriminalität in Form von Taschendiebstahl und Wageneinbruch kommt häufig vor. Auch Diebstähle in Hotels sind nicht auszuschließen. Link
Gesundheit
[Bearbeiten]Rettung alarmiert man unter ☎ 155 bzw. für Krankentransporte ☎ 16155.
Mit der europäischen Krankenversicherungskarte wird man beim Kassenarzt direkt behandelt. Facharztbesuche bedürfen einer Überweisung. Grundlegende zahnärztliche Behandlungen werden übernommen. Notfallbehandlungen kosten € 10 Zuzahlung. Es gibt eine minimale Rezeptgebühr. (Stand: 2023)
Apotheken sind werktags in der Regel von 8–18 Uhr geöffnet. Spätöffnung oder Notdienste an Wochenenden und Feiertagen gibt es nur in den großen Städten.
Klima
[Bearbeiten]Binnenländisches Klima mit trockenen, heißen Sommern und feuchten, kalten Wintern. Der kälteste Monat ist der Januar, im Juli und im August ist es am wärmsten. In höheren Lagen liegt 130 Tage im Jahr Schnee. Die durchschnittliche Temperatur bewegt sich zwischen 0 °C im Januar und 21 °C im Juli und im August. Die durchschnittliche Höchsttemperatur liegt in den Sommermonaten bei ca. 25 °C.
Die Skisaison beginnt im Dezember und dauert bis März/April.
Respekt
[Bearbeiten]Die Slowaken sind gastfreundlich und sichtlich froh, dass sich Touristen auch in ländlichen Gebieten zeigen. In Restaurants und Hotels wird man sehr freundlich behandelt. Wer den Slowaken mit einigen Brocken ihrer Muttersprache entgegenkommt, kann damit rechnen noch freundlicher behandelt zu werden. Auch sind dann die plötzlich vorhandenen Kenntnisse der deutschen Sprache immer wieder erstaunlich.
Besucht man Privatwohnungen zieht man üblicherweise die Schuhe aus, oft bekommt man Hausschuhe angeboten. Einen einem Besucher angebotenen (selbstgebrannten) Schnaps lehne man nicht ab.
Praktische Hinweise
[Bearbeiten]In Restaurants, Zügen und am Arbeitsplatz ist das Rauchen nur in gekennzeichneten Raucherbereichen gestattet. Ein generelles Rauchverbot gilt in geschlossenen öffentlichen Räumen (überdachte Bushaltestellen, überdachte Sportplätze), in öffentlich zugänglichen Bereichen (Bahnhöfe, Kinos, Theater, Museen, Galerien, Ausstellungszentren usw.) und in Schulen.
Post
[Bearbeiten]Slowakische Post (engl.)
Portokosten nach Mitteleuropa sind vergleichsweise hoch, was auch daran liegt, daß es an Gewichtsklassen nur <50 g und <500 g gibt, was 2025 € 2,40 resp. € 4,60 kostet.
Mobilfunk
[Bearbeiten]Es gibt vier Netzbetreiber, seit 2023 nur noch mit 4G und 5G. Slovak Telekom (T-Mobile; Billigmarke Juro) hat die qualitativ beste Abdeckung speziell im ländlichen Bereich. Ähnlich gut ist Orange (France Télécom; Billigmarke FunFón). O2 (Billigmarke Tesco) und die unter der Marke 4ka arbeitende SWAN (nur 4G/LTE) sind in den Städten ordentlich aufgestellt.
Preise für Datenpakete sind ähnlich.
Slovanet betreibt für Festnetzkunden ein TD-LTE-Netz auf 3500 MHz, mit dem abgelegne Ortschaften ans Netz kommen.
Öffentliches WLAN findet man in vielen Einkaufszentren, größeren Bus- oder Bahnhöfen usw. Auf öffentlichen Plätzen eher selten.
Literatur
[Bearbeiten]- Kapeller, Norbert; Die deutsche Minderheit in der Slowakei: das Schicksal der heimatverbliebenen Karpatendeutschen nach 1945; Freistadt, Oberösterreich 2009 (Inst.-Verl. Idea)
- Meier, Jörg; Beiträge zur Kulturgeschichte der Deutschen in der Slowakei; Berlin 2006 (Weidler)
- Micklitza, André; Slowakei; Erlangen ⁶2023 (Michael Müller Verlag)
- Pernal, Marek; Tschechien & Slowakei: Prag, Hohe Tatra, Bratislava, Kirchen, Kurbäder, Synagogen, Burgen, Bier, Kunst, Cafés, Musik; München 2016 (DK)
Weblinks
[Bearbeiten]- www.slovakia.com – Offizielle Webseite von Slowakei
- Offizielle Tourismusportal der Slowakei mit interaktiver Karte der Touristenifos
- Touristeninfo-Kurzwahl (kostenpflichtig): ☎ 16186 leitet zur Touristeninfo der Region in der man sich aufhält weiter. (Möchte man z. B. in Preßburg jedoch Infos über Trenčín muß man die Vorwahl mit wählen, also ☎ 032/16 186)






