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Essen und Trinken in den USA

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Die amerikanische Küche ist weitaus vielseitiger und besser als ihr Ruf.

Zu den anti-amerikanischen Gemeinplätzen, zu denen sich selbst gebildete Europäer häufig bekennen, zählt das Vorurteil, die Vereinigten Staaten haben auf kulinarischem Gebiet vor allem Fastfood hervorgebracht. Nicht zu bestreiten ist, dass unvorbereitete USA-Reisende leicht in die Fastfood-Falle tappen und sich in Einzelfällen wochenlang in Ketten wie McDonald's und Burger King verpflegen. Das hat viel damit zu tun, dass Fastfood in den USA tatsächlich sehr billig ist. Bei McDonald's kostet der einfachste Hamburger an manchen Wochentagen 39 Cents, für 1 Dollar bekommt man schon einen doppelten Cheeseburger. Aber auch Touristen mit schwachen Englischkenntnissen haben oft eine Vorliebe für internationale Fastfoodketten, weil sie mit dem Menü schon aus der Heimat vertraut sind und ohne Verständigungsprobleme zuverlässig das aufs Tablett bekommen, was sie erwarten.

Wenn man die sprachlichen Probleme und die Scheu, etwas Neues auszuprobieren, überwindet, entdeckt man jedoch sehr schnell, dass die USA kulinarisch und auf gastronomischem Gebiet eine extreme Vielfalt bieten. Dabei gilt die Faustregel, dass das Angebot an interessanten Lebensmitteln und Restaurants umso größer ist, je mehr Ausländer, Akademiker und Reiche an einem Ort leben. In New York City, San Francisco und Boston kann man auf jeden Fall besser essen als in Watertown, New York oder Youngstown, Ohio. In Städten mit multikulturellem Flair und einer starken bürgerlichen Mittelschicht, die Wert auf gepflegte Küche legt, findet man schicke Supermärkte mit einer märchenhaften Auswahl an frischen Lebensmitteln, Bioläden, Delikatessengeschäfte, Läden mit ethnischen Spezialitäten und eine Bandbreite von Restaurants, wie sie selbst für Europäer überraschend sind.

Frühstück[Bearbeiten]

Landesübliches Frühstück[Bearbeiten]

In den 1970er Jahren gehörten Eier und Pfannkuchen in amerikanischen Haushalten noch selbstverständlicher auf den Frühstückstisch als heute.

Im häuslichen Alltag bevorzugen Amerikaner als Frühstück Instant-Haferflocken, die als Cholesterin-Senker gelten und mit heißem Wasser angerührt werden, und Cereals wie z. B. Corn Flakes in kalter Milch. In den Südstaaten werden traditionell oft auch grits gegessen, ein heiß serviertes Porridge aus Maisgrütze. Ein Element, das aus der jüdischen Tradition Eingang in die allgemeine amerikanische Frühstücksküche gefunden hat, sind Bagels: ein ringförmiges ungesüßtes Hefeteiggebäck, das seine Schwere etwas verliert, wenn es frisch getoastet und mit Frischkäse bestrichen serviert wird. Weit verbreitet ist auch der Brauch, morgens nur einen Kaffee zu trinken und gar nichts zu essen.

An Wochenenden, Feiertagen und in den Ferien frühstücken Amerikaner gern weniger bescheiden. Das Frühstück oder Brunch im Restaurant ist dann sehr beliebt. Infolgedessen bilden die Frühstücksmenüs der Restaurants mehr oder weniger getreu ab, was viele Amerikaner, wenn sie den Aufwand und die Kalorien nicht scheuten, auch zu Hause zubereiten würden. Besonders eng mit dem Frühstück assoziiert werden warme Eiergerichte wie Rührei (scrambled eggs) und Spiegelei (fried eggs), die viele Amerikaner zu jeder anderen Tageszeit als deplatziert empfinden würden. Die Eier können von Fleisch- und Stärke-Komponenten begleitet werden. Als Fleisch kommen mit Salbei gewürzte, ungeräucherte Würstchen aus Schweinemett (breakfast sausages) und kross gebratener durchwachsener Speck in Frage. Auch ein Steak oder ein Hamburger (ohne Salatdekor und Pickles) sind zum Frühstück nichts Außergewöhnliches. Stärkebeilagen sind Toastbrot (Weizen, Roggen oder Vollkorn), Bratkartoffeln (home fries) und hash browns, eine röstiartige Zubereitung aus geraspelten pfannengebratenen Kartoffeln.

Süße Gerichte wie frisch gebackene Waffeln, Eierkuchen (mit Butter und Sirup), french toast (Arme Ritter) oder Kuchen (v. a. Muffins) können entweder als Ergänzung gereicht werden oder als „continental breakfast“ das Eierfrühstück ganz ersetzen. Im letztgenannten Fall werden häufig zusätzlich Früchte oder fettfreier Joghurt angeboten.

Die beliebtesten Frühstücksgetränke sind Kaffee, koffein-freier Kaffee (decaf), schwarzer Tee, heiße Schokolade, Milch und Orangensaft.

Frühstück im Restaurant[Bearbeiten]

Eier und pfannengebratener Speck bilden die Grundlage eines deftigen amerikanischen Restaurantfrühstücks. Amerikaner frühstücken so höchstens am Wochenende.

Wenn man im Restaurant frühstückt, findet man die meisten dieser Gerichte zuverlässig im Menü wieder. Eine Ausnahme ist granola (Müsli), das in Supermärkten zwar gehandelt, in Restaurants jedoch nur selten angeboten wird. Eine typische Frühstückszusammenstellung im Restaurant besteht aus 2-3 gebratenen Eiern, Würstchen oder Speck, Bratkartoffeln, gebuttertem Toast, Konfitüre, Orangensaft und Kaffee. Beim Kaffee wird meist free refill angeboten, d.h. Kaffee wird bis zum Abwinken kostenlos immer wieder nachgeschenkt. Wer mit den Zusammenstellungen, die in der Speisekarte genannt werden, nicht glücklich ist, sollte im Serviceland USA niemals zögern, sich mit Sonderwünschen an die Kellnerin zu wenden. Wenn man freundlich fragt, ist es praktisch immer möglich, genau die Komponenten zusammenstellen zu lassen, die man haben möchte.

Die Mehrzahl der Restaurants, die Frühstück anbieten, ist unabhängig geführt. In Einzelfällen (Denny's, IHOP) drängen jedoch auch Ketten in diese Marktnische.

Alternativen[Bearbeiten]

Ein schnelles und preiswertes „Kuchenfrühstück“ mit dünnem Kaffee erhält man in vielen Supermärkten und Tankstellen und in Ketten wie Dunkin' Donuts und Tim Hortons. Gelegentlich gehören zu deren Angebot Croissants und andere Gebäcksorten, die auch in Deutschland als Frühstück akzeptabel wären. Brötchenliebhaber werden im allgemeinen enttäuscht, frische krosse Brötchen (french rolls, Kaiser rolls), die deutschen Erwartungen standhalten, sind in den USA schwer zu finden. Selbstversorger sollten ihre Suche in gut sortierten Supermärkten mit eigener Bäckerei beginnen.

Da amerikanischer Kaffee schärfer geröstet und dünner aufgebrüht wird als deutscher, bestellen deutsche Migranten und erfahrene deutsche Touristen in den USA oft lieber Cappucino oder Caffè Latte als Kaffee. Den bekommt man in unabhängigen coffee houses und in Kaffee-Ketten wie Starbucks. Diese bieten oft auch eine kleine Auswahl von frühstückstauglichem Gebäck an. Die glücklichste Synthese aus Kaffeehaus und Bäckerei bildet ein Typ von modernen Bäckerei-Cafés, der sich mit Ketten wie Panera erst in jüngerer Zeit ausbreitet. Dort gibt es hochwertiges Essen und guten Kaffee. Eine interessante Alternative sind Bagel Shops.

In Städten mit stark internationalem Flair sollte man sich auch die Gelegenheit nicht entgehen lassen, hin und wieder in einem ethnischen Restaurant zu frühstücken.

Das Continental Breakfast[Bearbeiten]

In vielen Hotels, besonders solchen der Mittelklasse, ist ein „Continental Breakfast“ im Zimmerpreis inbegriffen. Minimum ist irgendeine Form von Gebackenem, besonders Bagels oder Toast, Kuchen (vor allem Muffins), Konfitüre, Frischkäse, Joghurt, Früchte und eine kleine Auswahl an Cereals (z.B. Corn Flakes). Zu trinken wird (nach europäischen Begriffen: dünner) Kaffee, Tee, Milch und Orangensaft angeboten. Wem das zu dürftig ist, wird kaum böse Blicke ernten, wenn er sich ein, zwei weitere Lebensmittel, auf die er nicht verzichten mag, selbst mitbringt. Brötchen und Brot gelten in den USA als Beilage bzw. Vorspeise zum Abendessen und werden morgens generell nicht gereicht.

Die besseren Mittelklassehotels bieten auf ihren Frühstücksbüfetts auch (gekühlte) hartgekochte Eier, Porridge, Rührei, gebratener Speck, Bratkartoffeln und Frühstückswürstchen an. Kinder und im Herzen Junggebliebene können sich mit dem Waffeleisen selbst eine frische Waffel backen. Mit etwas Glück bekommt man auch eine heiße Schokolade.

Hotels der gehobenen Klasse betreiben oft Hausrestaurants, in denen das Frühstück dann kostenpflichtig ist. Wenn ein Frühstücksbüfett vorhanden ist, arbeitet dort gelegentlich ein Koch, der den Gästen ihr Eierfrühstück vor deren Augen nach Wunsch zubereitet.

Was Amerikaner wirklich essen[Bearbeiten]

Die meisten Amerikaner im erwerbsfähigen Alter sind berufstätig und essen während ihrer Mittagspause entweder in der Cafeteria ihres Arbeitgebers oder in einem nahegelegenen Restaurant oder bringen ihr Lunch zur Arbeit mit. Lunch bags (brown bags), die das traditionelle Arbeiter-Lunch bildeten, enthielten typischerweise ein Sandwich, eine ganze Frucht und etwas Süßes wie Kekse oder einen Schokoladenriegel. Seit in den 1980er Jahren Mikrowellengeräte am Arbeitsplatz allgemeine Verbreitung fanden, haben Tiefkühl- und andere Fertigmenüs die lunch bags weitgehend ersetzt. Viele Erwerbstätige wärmen sich in der Mikrowelle auch die Reste von Mahlzeiten auf, die sie am Vorabend zu Hause zubereitet haben. Dennoch ist das Sandwich bis heute das beliebteste Lunch, es wird nur nicht mehr selbst zubereitet, sondern aufwändig belegt fertig gekauft. Schulkinder kaufen sich ihr Mittagessen in der Schulcafeteria oder bringen ebenfalls ein lunch bag von zu Hause mit. Besonders beliebt sind bei vielen Schulkindern peanut butter and jelly sandwiches (Weizentoastbrot mit Erdnussbutter und Konfitüre oder Gelee).

Die einzige Mahlzeit, die Familien gemeinsam einnehmen können, ist häufig das Abendessen (dinner). Am beliebtesten sind in amerikanischen Haushalten Spaghettigerichte, Pizza und Steaks. Hauptkriterium bei der Auswahl eines Gerichtes ist oft die Schnelligkeit und Bequemlichkeit der Zubereitung. Viele der bei Amerikanern populärsten Gerichte sind in Europa kaum bekannt, darunter z. B. macaroni and cheese (kurz: mac'n'cheese; elbow macaroni in Käsesauce), fettuccine alfredo (Bandnudeln mit Käse-Sahne-Sauce), buffalo wings (frittierte, scharf marinierte Hähnchenteile), salisbury steak (eine Steak-förmige Frikadelle in Bratensauce), pulled pork (in Fasern gezupfter Schweinebraten, mit Barbecuesauce vermengt und auf Brötchen angerichtet) und sloppy joe (fein geschnetzeltes, in Tomatensauce gegartes Fleisch, das auf einem Hamburger-Brötchen angerichtet wird). Stark verbreitet ist auch die Verwendung von Convenience Food; amerikanische Hausfrauen und -männer verwenden z. B. gern Fertigprodukte wie Campbell-Suppen, um auf deren Grundlage bequem Aufläufe, Kasserolen und ähnliche home cooking style-Gerichte zu bereiten.

Äußerst beliebt und eine traditionell männliche Aufgabe ist auch das Zubereiten von mariniertem Fleisch am Grill (Barbecue, auch: BBQ, Bar-B-Que). Fleisch, besonders Rindfleisch, ist in den USA durchweg viel besser abgehangen und daher von höherer Qualität als alles, was man in Deutschland bekommt. In vielen Haushalten gehört ein übergroßer Gasgrill zur Grundausstattung. Gegrillt wird in den USA übrigens meist am Nachmittag zwischen 16 und 18 Uhr.

Weniger Beachtung als die sprichwörtlich schlechte Ernährung vieler Amerikaner findet im Ausland die Tatsache, dass Kochen in den USA – besonders in der gut verdienenden Mittelschicht – zu den populärsten Hobbys zählt. Küchengadgets, Kochbücher und Gourmetmagazine verkaufen sich fabelhaft und die Supermärkte, die in vielen Regionen bessert sortiert sind als ein KaDeWe in Berlin, könnten ihre erstaunlichen Sortimente nicht bieten, wenn sie für ausgefallene und hochwertige Lebensmittel keine zuverlässigen Abnehmer hätten.

An Feiertagen werden selbst solche Amerikaner zu Hobbyköchen, die ihre Familien im Alltag aus dem Tiefkühlschrank versorgen. Die größte Aufmerksamkeit gilt dabei dem Thanksgiving Dinner, das in den USA am vierten Donnerstag im November als wichtigstes Familienfest des Jahreskreises begangen wird. Zu einem klassischen Thanksgiving Dinner gehört ein im Backofen gegarter gefüllter Truthahn, der mit einer opulenten Auswahl von Beilagen (Kartoffelpüree, Süßkartoffeln, Maiskolben, Kasserolle aus grünen Bohnen, Bratensauce, Cranberrysauce, Waldorfsalat u. a. m.) serviert wird. Typische Thanksgiving-Desserts sind Pasteten mit Apfel-, Süßkartoffel-, Kürbis- oder Pekannuss-Füllung. Das Dinner, das am Abend des Ersten Weihnachtstages zubereitet wird, unterscheidet sich vom Thanksgiving Dinner oft nur wenig; weit verbreitet ist bestenfalls eine Ergänzung oder Ersetzung des Truthahns durch Schinken. In stärkerem Maße als zu Thanksgiving trägt die Speisenauswahl am Weihnachtstag jedoch dem ethnischen Hintergrund der Familie Rechnung. In Familien mit skandinavischen Vorfahren kommt dann oft Fisch auf den Tisch und Hawaiianer essen turkey teriyaki.

Verhalten im Restaurant[Bearbeiten]

Um ihren Gästen den bestmöglichen Service zu bieten, beschäftigen amerikanische Restaurants traditionell viel Personal. Die Servierkräfte sind heute jedoch mehrheitlich weiblich.

Nur in Fastfood- und Cafeteria-Restaurants begibt man sich direkt zu einem Tisch seiner Wahl. In allen anderen Restaurants warten die Gäste im Eingangsbereich, bis der maître d' oder eine Kellnerin ihnen einen Tisch zuweist. Dabei besteht natürlich die Möglichkeit, einen Tisch abzulehnen und um einen anderen zu bitten. In vielen Restaurants sind keine Reservierungen möglich, daher kann es sein, dass zu "Stoßzeiten" (Abends und vor allem am Wochenende) kein Tisch frei ist, und (nicht selten) sogar eine Schlange ("Line") davor steht. Die Einweiser teilen einem dann die ungefähre Wartezeit mit, bis man einen Tisch zugewiesen bekommt. Derweil kann man sich oft solange an die Bar setzen. In vielen Kettenrestaurants erhalten wartende Gäste einen Pager, der, sobald ein Tisch bereit ist, ein Funksignal empfängt.

Mit größerem Nachdruck als ihre europäischen Kolleginnen treten amerikanische Kellnerinnen als persönliche Gastgeberinnen der von ihnen betreuten Restaurantkunden auf. Sie stellen sich ihren Gästen meist namentlich vor („My name is Kimberly and I'm gonna be your waitress tonight.“) und nach dieser Begrüßung wäre es ein grober Verhaltensverstoß, sich mit einer Bitte um Hilfe an eine Kollegin zu wenden, die vielleicht am Nebentisch bedient. Häufiger als in Deutschland wird man während der Mahlzeit auch gefragt, ob alles zufriedenstellend ist. Das ist einerseits Teil der freundlichen Betreuung, soll dem Gast andererseits aber auch Gelegenheit geben, weitere Bestellungen aufzugeben.

Sobald keine Bestellungen mehr erfolgen, erhält man die Rechnung (check). Das amerikanische Entlohnungssystem sieht für Kellnerinnen nur ein verhältnismäßig geringes Festgehalt vor, das diese durch Trinkgeld (tip) aufzubessern gezwungen sind. Infolgedessen fällt dieses tip in den USA deutlich höher aus als in deutschsprachigen Ländern. Wenn der Service einwandfrei war, berechnet man 20% des Rechnungsbetrages. Bei besonders aufmerksamer Bedienung tippt man noch höher. Weniger als 15 % gibt man nur, wenn der Service wirklich schlecht war. Die in Deutschland üblichen "10%", bzw. das aufrunden sind grob unhöflich und daher tunlichst zu unterlassen, wenn man sich im selben Restaurant nochmal blicken lassen möchte. Bei Barzahlung rundet man den Betrag entweder von vornherein auf oder lässt sich erst Wechselgeld herausgeben und hinterlässt das tip dann auf dem Tisch. Üblicher als Barzahlung ist in den USA die Bezahlung mit der Kreditkarte; dabei wird das tip bereits auf dem Kreditkarten-Zettelchen eingetragen (ein Verfahren, von dem deutsche Gastronomen lernen könnten).

Anders als in Europa ist es in den USA nicht üblich, nach dem Essen noch lange im Restaurant sitzen zu bleiben. In einem guten Restaurant wird man nach dem Verzehr des Desserts nicht regelrecht hinauskomplimentiert, aber die Kellner benötigen den Tisch wahrscheinlich für neu eingetroffene Gäste. Spätestens 10-15 Minuten nach dem Erhalt der Rechnung sollte man auch gehen. Um das beim Essen begonnene Gespräch bei einem Glas Wein fortzusetzen, begibt man sich eventuell in die nächstgelegene Bar.

Wenn die Portion zu groß war, kann man die Kellnerin um eine box bitten (der früher übliche euphemistische Ausdruck doggy bag wird heute kaum noch gebraucht), das ist ein verschließbarer Styroporbehälter, in dem man Reste mit nach Hause nehmen kann. Auch in Restaurants der gehobenen Kategorie ist es kein Problem, die Reste einpacken zu lassen, oft bietet die Bedienung von sich aus eine box an.

Für deutsche Reisende ist oftmals befremdlich, dass Amerikaner nur mit der Gabel essen. Die freie Hand wird dabei unter dem Tisch auf die Oberschenkel gelegt. Wird Essen verzehrt, das ein Messer erforderlich macht, so wird z.B. das Steak in mundgerechte Stücke geschnitten, das Messer aus der Hand gelegt und mit der Gabel weiter gegessen. Die europäische Art mit Messer und Gabel zu essen, wird daher von Amerikanern mißtrauisch beäugt und ist die schnellste Art sich im Restaurant als Tourist zu outen.

Essengehen mit Kindern[Bearbeiten]

Die amerikanische Gastronomie ist auf Gäste mit Kindern meist deutlich besser eingestellt, als Familien aus deutschsprachigen Ländern gewöhnt sind. Der Service ist flotter, Kinder müssen sich nicht so lange in Geduld üben, meist erhalten sie unaufgefordert Malstifte und ein Heft, das sie ausmalen bzw. bearbeiten können. Für Kleinkinder sind Hochstühle und für Säuglinge oft spezielle Ständer vorhanden, in denen man die Auto-Babyschale sicher aufstellen kann. Getränke kommen für Kinder in umkippsicheren Plastikbechern mit Deckel und Strohhalm. In den meisten Restaurants werden spezielle Kindermenüs angeboten, manche Ketten (z. B. Bob Evans) bieten ihren noch nicht lesekundigen kleinen Gästen sogar Speisekarten, in denen das Menü mit Fotos veranschaulicht wird. Wenn das Kindermenü nicht reicht, z. B. weil man einen mäkeligen Esser hat, ist es meist kein Problem, ein sideorder (= Beilagenportion) Pommes frites, Kartoffelpüree, weißen Reis oder Spaghetti ohne Sauce zu bestellen: was in der Küche ohnehin vorhanden ist, können die Kellnerinnen auch servieren und abrechnen – selbst wenn es nicht auf der Karte steht. Möglich ist es meist auch, eine Vorspeise oder ein Hauptgericht von der Erwachsenen-Speisekarte auszuwählen und darum zu bitten, dass die Portion für das Kind extra klein gemacht wird. Man zahlt dann entsprechend weniger. Eine Alternative ist es, eine normale Portion zwischen zwei Kindern oder einem Erwachsenen und einem Kind zu teilen; die Kellnerinnen bringen dann einen zusätzlichen Teller oder servieren von vornherein auf getrennten Tellern.

Besonders lieben Kinder das Essen im Buffet-Restaurant, weil sie sich ihr Menü dort selbst zusammenstellen können (siehe weiter unten). Ganz auf Familien mit Nachwuchs spezialisiert sind einige Ketten. Chuck E. Cheese's z. B. bietet Spiel- und Unterhaltungsbereiche, in denen Kinder aller Altersstufen sich u. a. mit Videospielen vergnügen können, während die Eltern in Ruhe aufessen. Auch manche McDonald-Niederlassungen haben einen großen Spielbereich. Klar auf den kindlichen Geschmack orientiert ist auch das Menüangebot der Pfannkuchenkette IHOP; die Portionen sind allerdings auf Full-Size-Erwachsene zugeschnitten. Ein Traum vieler amerikanischer Kinder ist ein Besuch des Themenrestaurants Rainforest Cafe, das es in den USA gut 20 Mal gibt, besonders an Orten mit starkem touristischem Zustrom.

Kleine Restaurant-Typologie[Bearbeiten]

Außer in Fastfood- und Kettenrestaurants isst man in den USA abends grundsätzlich teurer als mittags, erhält dafür meist jedoch eine attraktivere Auswahl.

Formal Dining und Casual Dining[Bearbeiten]

In einigen besonders eleganten Restaurants (fine dining restaurants, formal restaurants, jacket and tie restaurants) erhalten Herren nur Zutritt, wenn sie Jackett und Krawatte tragen. Für Damen sind die Vorschriften weniger präzise, angemessen ist für sie jedoch ebenfalls eine Bekleidung, die im Sprachgebrauch des angelsächsischen Dress-Code als informal oder semi-formal bezeichnet wird.

Die Mehrzahl der amerikanischen Restaurants bietet jedoch casual dining (family-style dining): Hier kann man mehr oder weniger tragen, was man will.

Diner[Bearbeiten]

Der 1955 eröffnete White Crystal Diner in Atlantic Highlands, New Jersey.[1]
Das Innere des White Crystal Diner.[2]

Diner entstanden in den USA seit dem späten 19. Jahrhundert, als Fabrikanten in Neuengland auf die Idee kamen, von Pferden gezogene Restaurantwagen zu produzieren, die in Innenstadtbereichen eingesetzt wurden, wo Grundstücke unerschwinglich gewesen wären. In der Boomzeit der 1950er Jahre, als viele Amerikaner eigene Geschäfte gründeten, wurden Diner im ganzen Land eröffnet. Sie wurden von der Industrie inzwischen als stationäre Module mit stromlinienförmigen Art Deco-Design aus Glas und Edelstahl geliefert. Im Inneren besaßen diese Einheiten eine langgestreckte Bar, hinter der sich die Küchenzeile befand, und eine Reihe von booths, in denen die Gäste an Tischen sitzen konnten. Die Diner der 1950er Jahre waren häufig rund um die Uhr geöffnet und bedienten ein Publikum, das nicht viel Geld auszugeben hatte, mit den gebratenen und frittierten Gerichten (Hamburger, Pommes Frites, Sandwiches, Frühstückseier, Waffeln, Eierkuchen), die seitdem die Grundlage der amerikanischen Fastfood-Küche bilden.

In den 1970er Jahren breiteten sich Fastfoodketten aus, die die unabhängig betriebenen Diner bald verdrängten. Legendär wurde die „Institution“ des Diner jedoch, als die Pop-Kultur ihn in den 1980er Jahren als Symbol des wirtschaftlichen Aufstiegs und des Optimismus entdeckte und feierte. Einen Höhepunkt dieser Entwicklung markiert George Lucas' Kinofilm American Graffiti.

Heute nehmen Fastfood-Ketten wie Sonic, Checkers und Johnny Rockets Anleihen am Design der Diner der 1950er Jahre. Vereinzelt haben auch echte Diner überlebt, in deren restaurierten und denkmalsgeschützten Originalräumlichkeiten immer noch Hamburger und anderes Fastfood serviert wird. Ein Online-Verzeichnis aktiver historischer Diner findet man unter Dinercity.com.

Fastfood-Restaurants[Bearbeiten]

Die Niederlassungen amerikanischer Fastfood-Ketten unterscheiden sich nur wenig von entsprechenden Schnellrestaurants in Europa. Europäischen Touristen fällt höchstens auf, dass kein Bier ausgeschenkt wird, dass die Preise niedriger sind als in deutschsprachigen Ländern und dass man häufig (aber nicht immer) mit der Kreditkarte bezahlen kann. Die Mitarbeiter erhalten kaum mehr als den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn, stammen meist aus einfachen sozialen Verhältnissen und sind mit Gästen, die nicht gut Englisch sprechen, manchmal etwas überfordert. Nicht selten entstehen Kommunikationsprobleme bereits bei der Frage „For here or to go?“ (= Wollen Sie das hier essen oder mitnehmen?), die von den Mitarbeitern, die diesen Satz täglich Hunderte von Malen aufsagen müssen, aber oft zu einem „freertogo?“ vernuschelt wird.

Drive-thru-Restaurants[Bearbeiten]

Im Drive-thru bestellt man an der Sprechanlage und fährt dann zum pick-up window vor.

Etwas Charakteristisches sind im Autoland USA Drive-thru-Restaurants. Im Deutschen hat sich für solche Restaurants die (in den USA weniger gebräuchliche, und streng genommen etwas anderes bezeichnende, siehe unten) Bezeichnung „Drive-in“ durchgesetzt. Drive-thru-Restaurants sind Fastfood-Restaurants, die neben einem normalem Gastraum ein drive-thru window betreiben, an dem man mit dem Auto vorfahren kann, um seine Bestellung zu bezahlen und abzuholen. Das Fenster ist so positioniert, dass man im Auto sitzen bleiben kann. Aufgegeben wird die Bestellung einige Meter vor dem Fenster an einer Säule, die mit einer Gegensprechanlage ausgestattet ist. Manchmal ist auch ein Display vorhanden, auf dem Bestellung und Endpreis dargestellt sind. Hinter der Säule steht eine überdimensionierte beleuchtete Speisekarte, von der man auswählen kann. Da die Übertragungsqualität der Sprechanlagen meist etwas zu wünschen übrig lässt, ist die Bestellung am drive-thru window für Menschen mit geringer englischer Spracherfahrung oft schwierig. Traumatisch kann sie werden, wenn man auch mit der Produktpalette der Kette nicht vertraut ist. Besser man bestellt sein Essen dann am Tresen (wo man, um sich verständlich zu machen, Hände und Füße mitverwenden kann).

Drive-thru windows findet man fast ausschließlich bei Fastfood-Ketten, z. B. bei McDonald's, Burger King, KFC und Taco Bell. Die Fastfood-Kette Sonic versucht daneben, eine in den 1950er Jahren populäre Sonderform des Drive-thru-Dining wiederauferstehen zu lassen, bei dem die Gäste im Auto von rollschuhlaufenden Kellnerinnen (carhops) bedient wurden. Die Sonic-Kellnerinnen bewegen sich heute nicht mehr auf Rollschuhen fort, servieren aber trotzdem am PKW. Diese Form der Bedienung ist das was Amerikaner unter "drive in" verstehen, wenn ihnen der Begriff überhaupt geläufig ist.

Take-out[Bearbeiten]

Take-out-Restaurants verkaufen warmes Essen (meist Fastfood), das die Kunden im Normalfall mit nach Hause nehmen. In manchen Take-out-Restaurants stehen für Gäste, die sofort essen wollen, auch ein paar Tische bereit. Take-out-Restaurants sind mehrheitlich unabhängig geführte kleine Betriebe, die häufig Pizza oder chinesische (kantonesische) Küche bieten, die dem amerikanischen Geschmack angepasst ist.

Auch in konventionellen Restaurants mit Tischservice ist das Personal fast immer auf Kunden eingestellt, die nicht dort essen, sondern eine Bestellung mit nach Hause nehmen wollen. Am besten fragt man gleich nach dem Betreten des Restaurants nach einem take-out menu. Die Wartezeit während der Zubereitung seiner Bestellung kann man wahlweise im Eingangsbereich des Restaurants verbringen oder für einen Spaziergang nutzen. Die Kellnerinnen wissen Bescheid, wieviel Betrieb in der Küche gerade ist und wie lange es dauernd wird.

Den in Deutschland bekannten begriff "Take-away" kennt in den USA übrigens niemand, wenn man was "for take-away" bestellt erntet man eher erstaunte Blicke. Ein typischer "False Friend".

Street Food[Bearbeiten]

In den Geschäftszentren amerikanischer Großstädte findet man oft eine große Bandbreite von Straßenhändlern (street food vendors), die an ihren mobilen Ständen preiswert Hot Dogs und anderes Fastfood verkaufen.

Food Courts[Bearbeiten]

Shopping Malls (Einkaufszentren, in denen mehrere Kaufhäuser und viele Einzelhändler unter einem gemeinsamen Dach untergebracht sind) besitzen meist einen Food Court, in dem rund um einen Sitzbereich mit Tischen mehrere Fastfoodketten mit ihren Verkaufstresen niedergelassen sind.

Cafeteria-Restaurants[Bearbeiten]

Museen und Supermärkte, die in ihren Schnellrestaurants aus personellen Gründen keinen vollen Tischservice bieten können, betreiben diese oft im Cafeteria-Stil. Man kann hier meist zwischen kalten Gerichten vom Buffet und warmen Gerichten, die (auf Bestellung) am Tresen auf Tellern angerichtet werden, auswählen, lädt alles auf ein Tablett und bezahlt an der Kasse. Den Tisch wählt man selbst aus und räumt hinterher auch selbst ab.

Buffet-Restaurants[Bearbeiten]

Buffet-Restaurants sind Selbstbedienungsrestaurants, in denen man entweder vor oder nach der Mahlzeit einen Festbetrag bezahlt und dann soviel essen und trinken kann, wie man will („all you can eat“). Buffets haben in aller Regel keinen Alkoholausschank, sondern bieten nur Soft Drinks, Kaffee, Tee oder Leitungswasser, das man sich allerdings beliebig oft nachschenken lassen kann.

Buffet-Restaurants sind eine gute Option für Menschen mit schlechten Englischkenntnissen und eine hervorragende Wahl für Familien oder Gruppen, die auf einen mäkeligen Esser Rücksicht nehmen müssen. Hier bekommt man nämlich nur und genau das auf den Teller, was man sich selbst drauflegt.

Viele, aber nicht alle Buffet-Restaurants tragen das Wort „Buffet“ im Namen. Viele bieten klassische amerikanische Küche (u. a. die Ketten Golden Corral, Home Town Buffet, Old Country Buffet, Ponderosa Steakhouse). Andere sind auf Suppen+Salate (z. B. Souplantation & Sweet Tomatoes) oder Pizza (CiCi's Pizza, Gatti's Pizza) spezialisiert. Mindestens ebenso populär sind chinesische Buffet-Restaurants mit amerikanisierter kantonesischer Küche. Auch indische Restaurants, die abends normalen Tischservice haben, unterhalten häufig ein Mittags-Buffet. Seltener und nur in großen Städten findet man Buffets mit anderen ethnischen Küchen, z. B. mit Sushi.

Delicatessen[Bearbeiten]

Deli-Sandwiches sind mit mehr frischen Zutaten belegt als Hamburger.

Unter einem Delicatessen (kurz meist: Deli) versteht man in den USA ein Lebensmittelgeschäft, in dem Frischwaren wie angemachte Salate, Wurst- und Käseaufschnitt verkauft werden. Als Frischeabteilung haben Delis in guten Supermärkten einen Stammplatz, in größeren Städten sind sie auch als unabhängig geführte Fachgeschäfte verbreitet. Freie Delis unterhalten neben ihrem Verkaufs- meist auch einen kleinen Gastronomiebetrieb, in dem man kalte und warme belegte Sandwiches und Baguettes bestellen kann.

Delis haben unterschiedliche kulturelle Wurzeln. Ein Großteil der amerikanischen Delis ist jüdischen Ursprungs und auf koschere oder kosher-style Lebensmittel spezialisiert. Hier erhält man z. B. Pastrami-Sandwiches, die zum köstlichsten gehören, was man in den USA auf die Schnelle essen kann. Daneben gibt es jedoch auch italienische und deutsche Delis; letztere laufen meist unter der Bezeichnung „European Delis“.

Home Delivery[Bearbeiten]

Viele Restaurants liefern warme Gerichte ohne Aufpreis nach Hause (oder ins Hotel). Am populärsten ist home delivery pizza, aber auch viele chinesische Schnellrestaurants liefern Essen mit Boten aus. Welche Anbieter ins Haus liefern, entnimmt man dem Telefonbuch. Eine Kreditkartenzahlung ist dabei meist nicht möglich. Der Bote erwartet auch ein Trinkgeld (ca. 15 %).

Besondere und ungewöhnliche Restaurants[Bearbeiten]

Restaurants mit ungewöhnlichem Service[Bearbeiten]

Das Unterhaltsamste, was man tun kann, wenn man in Gruppen von 3-6 Personen essen gehen will, ist der Besuch eines Restaurants, in dem die Gäste ihr Essen selbst zubereiten. Verbreitet ist diese Option insbesondere bei Restaurants mit ostasiatischer Küche. In den Niederlassungen der Gastronomiekette bd's Mongolian Barbecue brät man an einer großen runden Metallplatte (zum Wenden des Gargutes wird ein schwertartiges Pfannenmesser benutzt), in anderen stehen Tischgrills, Sukiyaki-Töpfe und anderes unkonventionelles Kochgerät zur Verfügung. Die Zutaten stehen meist in einem Buffet bereit, von dem man sich nach Entrichtung eines pauschalen Preises beliebig bedienen kann. In manchen Großstädten gibt es auch Fondue-Restaurants, z.B. The Melting Pot.

Sushi Land in Portland, Oregon

In Städten mit hohem japanischen Bevölkerungsanteil findet man auch Sushi-go-rounds. Das sind Sushi-Restaurants, in denen es statt eines Büffets ein Fließband gibt, auf dem die Sushi an den Gästen vorbeifahren (z.B. die Niederlassungen der Sushi Land-Kette). Man nimmt, was man möchte. Die Kellnerin erspäht später, wieviele und welche der farbkodierten Teller man aufgestapelt hat, und berechnet danach, wieviel zu bezahlen ist. Manchmal gibt es anstelle des Fließbands auch eine Wasserrinne, in der kleine, mit Sushi beladene Boote die Runde machen (z.B. Warakubone, 307 Church St San Francisco). Um Adressen ausfindig zu machen, googelt man „conveyor belt sushi“ oder „sushi boat“.

Ganz selten findet man in den USA Automaten-Restaurants (automats, z. B. das BAMN! in Greenwich Village), in denen Fastfood im Automaten verkauft wird. Dieses 1902 eingeführte Gastronomiekonzept war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in vielen amerikanischen Großstädten populär und erlebte, nachdem es sich eigentlich schon überlebt hatte, in den 1970er Jahren eine Nostalgiewelle.

Restaurants in ungewöhnlichen Räumlichkeiten[Bearbeiten]

Populär sind in den USA Themen-Restaurants mit kunstvoller, aufwändiger Inneneinrichtung, deren Motive auch vom Menü aufgegriffen werden. Unterwassermotive beherrschen die sehenswerten Dekorationen in den Restaurants der kleinen Kette Aquarium Restaurants. In anderen Restaurants dreht sich alles um Themen wie „Dschungel“, „Wilder Westen“ oder „Weltraum“. Populäre Touristenfallen sind die Themenrestaurants der Gastronomieketten Planet Hollywood und Hard Rock Cafe.

Aussichtssüchtige haben in amerikanischen Großstädten oft Gelegenheit, im Dachgeschossrestaurant eines Hochhauses zu essen. Vereinzelt gibt es auf hohen Bauwerken auch rotierende Restaurants (New York Marriot Marquis in New York City, Reunion Tower in Dallas, Space Needle in Seattle, Stratosphere in Las Vegas, Tower of the Americas, in San Antonio, Westin Bonaventure Hotel in Los Angeles, Westin Peachtree Plaza Hotel in Atlanta). Solche Rooftop-Restaurants sind meist sehr elegant und teuer. Wer hier die Kosten für ein ganzes Dinner scheut, kann sich jedoch an die Bar setzen und nur einen Cocktail oder Kaffee bestellen.

Restaurants mit Unterhaltungsprogramm[Bearbeiten]

Weit verbreitet sind in den USA Supper Clubs, die eine Kombination aus Restaurant (oft mit Krawattenzwang) und Diskothek bilden. In Dinner Theaters wird den Gästen neben einem Abendessen auch ein Unterhaltungsprogramm („dinner and a movie“, „dinner and a comedy“) geboten. In großen Städten findet man gelegentlich auch Restaurants, in denen als Kellner ausgebildete Animateure und andere Künstler beschäftigt werden. Legendär ist z. B. Max's Opera Café in San Francisco, in dem die Kellner zur Unterhaltung ihrer Gäste Opernarien singen. Besonders verbreitet sind solche Lokale jedoch auch in Hollywood und Umgebung, wo mehr engagementlose Filmschauspieler leben als irgendwo sonst auf der Welt.

Küchen[Bearbeiten]

Fastfood[Bearbeiten]

Klassisches Fastfood[Bearbeiten]

Mit so vielen frischen Komponenten wie auf diesem Foto sind Hamburger nicht immer belegt.

Das Land ist von einem engen Netz von Fastfood-Ketten überzogen, die vor allem in ländlichen Regionen dazu neigen, die unabhängige Konkurrenz durch Dumping-Preise zu verdrängen. Auf Billig-Hamburger spezialisiert sind nicht nur McDonald's, Burger King und Wendy's, sondern auch Carl's Jr., Fatburger, Hardee's, Jack in the Box, Steak n Shake, Whataburger und White Castle. Etwas interessanter ist das Marketingkonzept von Sonic und Checkers; diese beiden Hamburgerketten versuchen, das Drive-in Diner-Gefühl der 1950er Jahre wieder auferstehen zu lassen. Besonders Erwähnung verdient auch die im Westen des Landes operierende Hamburger-Kette In-N-Out Burger. Sie ist nämlich eine der wenigen amerikanischen Fastfoodketten, deren Mitarbeiter mehr als den gesetzlichen Mindestlohn erhalten.

Den Begriff „Fastfood“ darf man nicht gänzlich mit Hamburgern, Pommes Frites und Milchshakes gleichsetzen. Einige Fastfoodketten bieten Produkte aus frittiertem Hähnchenfleisch (z. B. Chick-fil-A, Church's Chicken, KFC, Lee's Famous Recipe Chicken, Popeye's Chicken & Biscuits). Die im amerikanischen Südwesten verbreitete Fastfood-Kette Wienerschnitzel verkauft statt Wienerschnitzel verwirrenderweise Hotdogs. Fisch und Meeresfrüchte bekommt man bei den Fastfoodketten Captain D's und Long John Silver's. Viele andere Ketten – z. B. Arby's, Jimmi John's, Port of Subs, Quiznos Sub, Subway und Togo's – sind auf submarine sandwiches (subs) spezialisiert: das sind mehr oder weniger interessant belegte aufgeschnittene Baguettes, wobei dieses Brot selbst in aufgebackenem Zustand viel weicher als das ist, was Kunden in Deutschland erwarten. Da Sandwiches mit allen nur vorstellbaren Zutaten und Saucen belegt werden können, erfordert die Bestellung in den meisten Sub-Shops außerordentlich viel Kommunikation; Ausländer mit unsicheren Englischkenntnissen können sich hier schnell überfordert fühlen. Allerdings schmecken frisch belegte und überbackene Sandwiches deutlich besser als die Kameraden, die im Supermarkt fertig und in Folie gewickelt in der Kühltheke angeboten werden.

Soft Drinks[Bearbeiten]

Fastfood-Restaurants haben in den USA praktisch nie eine Lizenz zum Ausschank alkoholischer Getränke. Erhältlich sind neben Orangensaft, Kaffee und Milchshakes vor allem sodas (auch: soft drinks, soda pop) wie Cola-Getränke (Coca Cola oder Pepsi, immer auch als diet-Version) und Zitronen-Limetten-Getränke (Sprite, 7 Up, Sierra Mist; Mountain Dew ist ähnlich, enthält jedoch einen Koffeinzusatz). Häufig wird auch das Cola-Derivat Dr Pepper, fruit punch (ein meist auf künstlichen Aromen basierendes, nicht koffeiniertes Zuckerwasser), iced tea (kalter schwarzer Tee) oder root beer angeboten. Letzteres ist ein manchmal koffeinhaltiges, manchmal koffeinfreies Brausegetränk mit einem markanten Arznei-Aroma, das von vielen deutschsprachigen Touristen als extrem gewöhnungsbedürftig empfunden wird. Unter „lemonade“ versteht man in den USA nicht wie in Deutschland ein Brausegetränk, sondern ein kohlensäurefreies Mischgetränk aus mehr oder weniger echtem Zitronensaft, Zucker und Wasser.

In Fastfoodrestaurants wird bei sodas meist ein free refill angeboten, d. h. man kann sich kostenlos beliebig oft nachschenken lassen. In Fastfoodketten erhält man am Tresen meist nur einen leeren Becher, den man an der soda fountain mit dem Getränke seiner Wahl selbst auffüllt. In vielen Fastfoodrestaurants werden sodas wie Coca Cola und Sprite selbst angemischt. Da das hierfür verwendete Leitungswasser nicht immer das beste ist, sollte man, wenn gleichzeitig auch Flaschen oder Dosen verkauft werden, letzteren den Vorzug geben.

Alternativen[Bearbeiten]

Verkaufsstand mit „mittelöstlichem“ Fastfood im Food Court einer Shopping Mall.

Eine reizvolle Alternative zum klassischen Fastfood ist ethnisches Fastfood. Chinesische Schnellrestaurants z. B. findet man in den USA selbst in entlegenen Provinzorten. Sie bieten meist kantonesische Küche, die für den amerikanischen Geschmack gefällig abgewandelt ist. Obwohl fast immer ein paar Tische vorhanden sind, bestellen die meisten Gäste Essen to go, d. h. zum Mitnehmen. Mittlerweile gibt es sogar schon Ketten, die auf chinesisches Fastfood spezialisiert sind (u. a. Chinese Gourmet Express, Manchu Wok, Panda Express). Eine weitere attraktive Alternative zum herkömmlichen Fastfood bieten „mexikanische“ Schnellrestaurants, in denen man Tex-Mex-Gerichte wie Tacos, Burritos, Enchiladas und ähnliches bekommt. Auch diese Marktnische ist mit Ketten wie Del Taco, Taco Bell, Taco Bueno, Taco John's und Salsarita's Fresh Cantina bereits zu einem gewissen Grade industrialisiert.

Populär sind in amerikanischen Großstädten auch Wraps und Pitas. Ebenfalls nur in Metropolen mit weltoffenem Klima werden weitere Arten von ethnischem Fastfood angeboten, von denen viele in Europa nur bedingt bekannt sind: z. B. interessant und abwechslungsreich belegte vietnamesische Sandwiches (Bánh mì), ost- und südostasiatische Nudelsuppen und middle eastern food wie Falafel, Gyros und Kebobs. Ein beliebtes „deutsches“ Fastfood ist bratwurst, die in den USA mit Sauerkraut und Senf auf einem Hotdog-Brötchen serviert wird.

Auch chinesisches Fastfood ist nicht unbedingt kalorienärmer und gesünder als Hamburger oder Pizza. Wer sparen, aber auf Fastfood verzichten möchte, kann auf Selbstversorgung ausweichen. In armen Regionen ist das nicht einfach, weil es sich für Supermärkte dort nicht rentiert, ein nach europäischen Maßstäben attraktives Angebot bereitstellen. In reichen Regionen hingegen unterhalten viele große Supermärkte eine Delikatessenabteilung, in der frisch gebackenes Brot, Aufschnitt und frische Salate erhältlich sind. Oft werden sogar warme Gerichte wie z. B. Suppen angeboten. In größeren Städten lohnt es sich auch, nach unabhängig geführten Delis Ausschau zu halten.

Pizza[Bearbeiten]

Pepperoni Pizza ist eines der beliebtesten amerikanischen Gerichte.

Pizza (englisch: ['pi:tsə] mit langem i:) verdient in einem Artikel über amerikanisches Essen besondere Hervorhebung, weil sie dem „klassischen“ amerikanischen Fastfood – dem Hamburger – an Verbreitung und Popularität längst den Rang abgelaufen hat. Es gibt kein mittägliches Gruppenmeeting, keinen Kindergeburtstag, auf dem die Teilnehmer bzw. Gäste nicht mit Pizza abgefüttert werden. Wenn etwas auf den Tisch kommen soll, das alle mögen, ist Pizza in den USA unangefochten die erste Wahl.

Da das Pizzabacken einen speziellen Ofen erfordert, findet man Pizza eher in spezialisierten Restaurants und Bäckereien als in italienischen Restaurants. Letztere führen in ihrem Menü häufig überhaupt keine Pizza. Selbstverständlich gibt es in den USA auch Pizzarestaurant-Ketten (z. B. Domino's Pizza, Pizza Hut, Sbarro). Pizza wird als Fastfood gehandhabt. Infolgedessen bieten Pizza-Restaurants meist auch keinen Tischservice, sondern man bestellt am Tresen. Menschen, die zur Pizza gern einen guten Wein trinken, sind meist gut beraten, diesen vorab zu kaufen und die Pizza zum Essen mit ins Hotelzimmer zu nehmen.

Während in Europa die personal pizza üblich ist (1 Pizza pro Person), wird Pizza in den USA entweder blechweise oder als runde Riesenpizza gebacken, von der mehrere Personen satt werden. Bei der Bestellung hat man die Wahl zwischen unterschiedlichen Größen: eine 12-Zoll-Pizza (1 Zoll = 2,54 cm; hier also rund 30,5 cm) reicht, je nachdem wie dick sie ist, für 1-2 Personen, eine 14-Zoll-Pizza (~ 35,5 cm) für 2-3 Personen, für 4 Personen braucht man auf jeden Fall eine 16-Zoll-Pizza (~ 40,5 cm). Im Zweifelsfall bittet man bei der Bestellung um eine Größenempfehlung. In Schnellrestaurants ist auch der Verkauf einzelner Pizza-Stücke (pizza by the slice) verbreitet. Gegessen wird Pizza übrigens fast immer mit den Fingern.

Die typische amerikanische Pizza ist mit Tomatensauce, Käse und pepperoni belegt; unter letzterem versteht man nicht eine Pfefferschote, sondern eine italienisch-amerikanische Hartsalami. Daneben werden viele weitere Beläge angeboten, die man meist beliebig kombinieren kann. Neben der klassischen Pizza gibt es regionale Sonderformen: New York-style pizza z. B. ist sehr dünn; um die Stücke besser essen zu können, darf man sie zusammenklappen. Chicago-style pizza wird wie Quiche in einer tiefen Form gebacken und ist ebenso üppig belegt. Ungeduldige seien gewarnt: die Garzeit ist doppelt so lang wie bei normal dünner Pizza. California-style pizza (auch: gourmet pizza) wird kreativ mit unkonventionellen Zutaten belegt.

Die amerikanischen Küchen[Bearbeiten]

Italienisch-amerikanische Restaurantküche[Bearbeiten]

Große Gastronomieketten wie „Applebees“ garantieren ihren Gästen landesweit einen zuverlässigen Standard.

Die meisten Restaurants mit „amerikanischer“ Küche – kenntlich oft am Namenszusatz „Grill“ – bieten tatsächlich eine Mischung aus amerikanischer, italienischer und oft auch mexikanischer Restaurantküche. Auf den Speisekarten einschlägiger Gastronomieketten wie Applebee's, Bob Evans, Chili's, Denny's, Outback Steakhouse, Texas Roadhouse und T.G.I. Friday's stehen neben Appetizern, Salaten, Suppen, Hamburgern und Steaks meist auch einige Pasta-Gerichte und Tex-Mex-Optionen wie Taco Chips oder Fajita. Einige Ketten bemühen sich besonders um bestimmte Zielgruppen: Applebee's etwa bietet neben „normalen“ eine Reihe von Weight Watchers-Gerichten; bei Bob Evans können Senioren unter einer breite Palette von altersgerechten Menüs auswählen.

Bei der Bestellung von Hamburgern und Steaks wird man in besseren Restaurants auf jeden Fall gefragt, wie der Koch das Fleisch braten soll. Optionen sind unter anderem: rare (nur kurz angebraten, innen ganz roh), medium rare (außen braun, innen roh), medium (außen braun, innen rosa) und well done (ganz durchgebraten). Viele europäische Touristen verzweifeln in amerikanischen Restaurants bei der Salatauswahl, weil sie mit den landesüblichen Dressing-Optionen nicht vertraut sind. Für ein Essig-Öl-Dressing bestellt man Italian dressing oder vinaigrette; daneben werden jedoch viele weitere Dressings angeboten, unter denen Ranch Dressing, Thousand Island und Honey Mustard die populärsten sind. Probieren lohnt sich. Ein Salatklassiker, bei dem das Dressing von vornherein feststeht, ist Caesar Salad (Römersalat mit Eier-Vinaigrette, Croutons und Parmesan).

Haute Cuisine[Bearbeiten]

In den USA sind einige der bedeutendsten Kochschulen der Welt angesiedelt, darunter etwa das Culinary Institute of America in Hyde Park, New York. In den großen Metropolen findet man viele Top-Restaurants, in denen das oft Kreativste und Interessanteste gekocht wird, was die gastronomische Welt zu bieten hat. In amerikanischen Restaurants kochen international berühmte „Chefs“ wie Paul Bertolli, Anthony Bourdain, Bobby Flay, Thomas Keller, Emeril Lagasse, Roland Mesnier, Jeremiah Tower und Charlie Trotter.

Das Feinste, was es in den USA gibt, ist California Cuisine: eine in den 1980er Jahren in Kalifornien entwickelte raffinierte Spitzenküche, die Anregungen aus europäischen Nationalküchen ebenso wie aus ostasiatischen und pazifischen bezieht, dabei aber auf die Verwendung von frischen einheimischen Zutaten und auf reizvolle Präsentation setzt. Die namhaftesten Vertreter der California Cuisine sind Alice Waters (Berkeley) und Wolfgang Puck (Los Angeles).

Es gibt in den USA zwei Organisationen, die – ähnlich wie der Guide Michelin in Europa – Top-Restaurants mit bis zu 5 „Sternen“ auszeichnen: der Mobil Travel Guide und der amerikanische Automobilclub AAA.

Regionalküchen[Bearbeiten]

New England Clam chowder.

Neuengland

Charakteristisch für die Regionalküche von Neuengland ist die extensive Verwendung von Meeresfrüchten (Hummer, Muscheln, Schellfisch, Kabeljau), Milchprodukten, Kartoffeln, Ahornsirup und Cranberrys. Die berühmteste Spezialität der Region ist New England Clam chowder, eine kräftige Creme-Suppe aus Muschelfleisch und Kartoffeln. Authentische neuenglische Küche wird unter anderem im Bostoner Union Oyster House serviert, das als das älteste Restaurant der USA gilt.

Vor der Küste Neuenglands sind die ergiebigsten Fanggründe für Hummer, und so spielt er eine große Rolle in dieser Regionalküche. Weitverbreitet ist die sogenannte "Lobster Roll", ein Brötchen, dass mit Hummerfleisch belegt ist. Auch (ganzer) gekochter Hummer ist sehr gängig und wird vor allem in den sogenannten "Lobster Shaks" serviert, kleine Restaurants an der Küste; die sich auf Lobster spezialisiert haben. Für einen gekochten Hummer zahlt man z.B. in Portland (Maine) ca. 30$, günstiger ist Hummer nirgendwo erhältlich.

Austern sind ebenfalls sehr beliebt in Neuengland, und vor der Küste befinden sich reihhaltige Austernvorkommen. In vielen Restaurants gibt es dazu Angebote (1 Auster für 1$).

New York City

New York City – eine Stadt, in der nahezu alle Küchen der Welt repräsentiert sind – hat eine ganze Reihe lokaler Spezialitäten hervorgebracht. Am berühmtesten sind die Manhattan Clam chowder (eine mit Brühe und Tomaten gekochte Muschelsuppe), New York-style pizza, New York-style pastrami, New York-style cheesecake (aus Frischkäse und Eiern bereiteter Käsekuchen) und New York-style bagels. Manche Gerichte, die in New York City erfunden wurden, haben weit über die Stadt hinaus Karriere gemacht, z. B. Eggs Benedict, Waldorf-Salat, Vichyssoise, Reuben sandwich, Pasta primavera und General Tso’s chicken.

Pennsylvania Dutch Cuisine

Über verschiedene Regionen des amerikanischen Ostens verteilt leben rund 85.000 Pennsylvania Dutch, eine Gruppe von Amish und anderen strenggläubigen Mennoniten, deren Vorfahren im 18. Jahrhundert aus Deutschland eingewandert sind und die ihre traditionelle Lebensweise ebenso wie ihren süddeutschen Dialekt bis in die Gegenwart beibehalten haben. Den höchsten Bevölkerungsanteil bilden sie in Lancaster County, Pennsylvania. Die Küche dieser religiösen und kulturellen Minderheit, deren Angehörige meist von der Landwirtschaft leben und keine Lebensmittelkühlung kennen, beruht auf Techniken und Traditionen, die in ländlichen Europa im 18. Jahrhundert weit verbreitet waren, im modernen Leben aber vergessen sind. Manche Produkte der Pennsylvania Dutch haben auch im nicht-mennonitischen Amerika weite Verbreitung gefunden, vor allem ihr Brot. Vereinzelt betreiben Pennsylvania Dutch auch Restaurants, in denen man ihre außergewöhnliche Küche kennenlernen kann.

Mittlerer Westen

Typisch für die Küche des Mittleren Westens, die wesentliche Anregungen von den mittel-, nord- und osteuropäischen Küchen erhalten hat, sind einfache, aber herzhafte Gerichte wie hotdish (Kartoffel- oder Nudelauflauf), Kasserolen und Hackbraten. Chicago und St. Louis besitzen markante Lokalküchen und haben Gerichte wie Chicago-style Pizza, Chicken Vesuvio (Chicago), St. Louis-style Pizza und toasted ravioli (St. Louis) hervorgebracht.

Südstaaten

Jambalaya.
Shrimp Gumbo.

Die Küche der amerikanischen Südstaaten (Southern cuisine) ist für die USA, was die französische Küche für Europa ist. Sie ist entwickelter und raffinierter und hat vielseitigere Anregungen verarbeitet als die meisten anderen amerikanischen Regionalküchen: hier finden sich afrikanische, indianische, britische, irische, französische, deutsche und spanische Einflüsse. Typische Zutaten der Südstaatenküche sind Mais, Reis, Kartoffeln, Süßkartoffeln, verschiedene Kürbisarten, Auberginen, Okra, verschiedene Bohnenarten, Tomaten, Pfefferschoten, Brombeeren, Himbeeren und Erdnüsse. Fast alle Arten von Fleisch, Geflügel, Wild, Fisch und Meeresfrüchten werden verwendet. Wie in der französischen Küche wird auch in den amerikanischen Südstaaten häufig mit Wein und Hochprozentigem gekocht. Eine typische Beilage ist pfannengebackenes, heiß serviertes Maisbrot.

Innerhalb der Südstaatenküche unterscheidet man verschiedene Einzelströmungen: Im Süden von Louisiana, rund um New Orleans, ist die Louisiana Creole cuisine beheimatet, die stark von der spanischen und lateinamerikanischen Küche beeinflusst ist. Klassiker dieser Küche sind jambalaya (eine Art Paëlla), gumbo und shrimp creole (beides ein pikanter Krabbeneintopf, der auf Reis serviert wird). Aus der Acadiana-Region rund um Lafayette, Louisiana stammt die Cajun cuisine, die der Louisiana Creole cuisine weitgehend ähnelt, zur Südstaatenküche jedoch einige Zutaten beigesteuert hat, die in dieser zunächst nicht üblich waren, wie z. B. Okra. Während die kreolische Küche in amerikanischen Restaurants schon lange populär ist, haben Cajun-Einflüsse landesweite Verbreitung erst in den 1980er Jahren gefunden.

Unter Soul Food, einem Begriff, der in den 1960er Jahren populär wurde, versteht man die traditionelle Küche der in den Südstaaten lebenden Afroamerikaner. Typische Gerichte sind Rippchen, frittiertes Hähnchen, frittierter Fisch und Hackbraten in brauner Sauce; als Beilagen werden oft kandierte Süßkartoffeln oder Gemüse wie collard greens (Gemüsekohl), mustard greens (Brauner Senf) oder turnip greems (Blattgrün von der Speiserübe) gereicht. Viele berühmte Restaurants sind auf Soul Food spezialisiert, z. B. Sylvia's in New York City oder das Soul Queen Restaurant in Chicago.

Die einzelnen Staaten des amerikanischen Südens haben darüber hinaus jeweils eigene Spezialitäten. Typisch für Kentucky ist z. B. burgoo, ein dicker Eintopf mit Gemüse und Hammelfleisch. South Carolina ist die Heimat der Lowcountry cuisine, zu der unter anderem Gerichte wie Frogmore stew gehören, ein Eintopf aus Krebsen, Würstchen, Kartoffeln und Mais, der meist für größere Gesellschaften und unter freiem Himmel gekocht wird. In Privathaushalten und Restaurants in Florida wird oft Floribbean cuisine bereitet, die Einflüsse aus Kuba, den Bahamas, Haiti und Südamerika erhalten hat.

Südwesten

Die Küche des amerikanischen Südwestens ist deutlich von der mexikanischen Küche beeinflusst. Unterschieden werden Tex-Mex und New Mexican cuisine. Unter Tex-Mex cuisine versteht man eine stark amerikanisierte mexikanische Küche, deren wichtigste Zutaten Rindfleisch, Bohnen, Gewürze und Tortillas sind. Viele typische Tex-Mex-Gerichte sind in Mexiko kaum verbreitet, z. B. fajita (Grillfleisch, das mit Zwiebeln, Paprikastreifen, Tortillas, Reis und anderen Zutaten serviert wird), texanisches chili con carne (ein scharfer Eintopf aus Rindfleisch, Tomaten, Zwiebeln, Bohnen und Pfefferschoten), chili con queso (eine dicke Käsesauce, oft mit Hackfleisch, die als Dip-Sauce zu Tortillachips gereicht wird) und krosse chalupas (gefülltes Fladenbrot). Die New Mexican cuisine ähnelt der Tex-Mex-Küche, verwendet jedoch andere Gewürze, wie grüne Pfefferschoten und Koriander.

Fisch und Meeresfrüchte[Bearbeiten]

Das Fleisch der dungeness crab, die im nordwestlichen Pazifik gefangen wird, ist eine Delikatesse in San Francisco.

Auch in küstenfernen Regionen sind viele Restaurants auf Gerichte mit Fisch, Schalen- und Krustentieren spezialisiert. Abgesehen von einer kleinen Anzahl von Ketten (Anthony's, Bonefish Grill, McCormick & Schmick's und Red Lobster) werden die meisten amerikanischen Seafood-Restaurants von unabhängigen Betreibern geführt. Für Gäste, die keinen Fisch mögen, bieten solche Restaurants meist auch ein paar Fleisch-Optionen. Eine besondere Kategorie von Seafood-Restaurants bilden die besonders in Großstädten und tourismusstarken Küstenorten verbreiteten Oyster Bars. Darunter versteht man Restaurants, die manchmal einen Gastraum mit Tischservice, auf jeden Fall jedoch eine große Bar besitzen, an der die Serviererinnen frische Austern vor den Augen der Gäste öffnen und anrichten. Außer rohen und gebackenen Austern, Weinen und Cocktails erhält man in Oyster Bars meist auch kleine Gerichte aus Krebsen, Krabben und anderen Meeresfrüchten. Gute Adressen sind für Fischliebhaber daneben auch Sushi-Bars und Restaurants, die auf Südstaatenküche spezialisiert sind.

Vegetarische Restaurants[Bearbeiten]

Restaurants mit vegetarischer und veganischer Küche findet man vor allem in größeren Städten. Einige, wie das Blossoming Lotos in Portland, Oregon, das Moosewood Restaurant in Ithaca, New York oder Greens in San Francisco, sind aufgrund ihrer ambitionierten Küche landesweit berühmt. Wo keine vegetarischen Restaurants vorhanden sind, sollten Vegetarier sich zunächst nach Restaurants mit nepalesischer oder indischer Küche umsehen, die bieten fast immer eine beeindruckende Auswahl von vegetarischen Gerichten. Eine weitere Alternative sind chinesische Restaurants. Auch Restaurants mit „amerikanischer“ Küche haben fast immer ein paar fleischlose Optionen auf der Karte, aber groß ist die Auswahl dann nicht.

Ethnische Küchen[Bearbeiten]

Europäische Küchen[Bearbeiten]

Die in amerikanischen Restaurants am weitesten verbreitete europäische Küche ist die Italienische. In größeren Städten kommen häufig auch Restaurants mit deutscher, französischer, griechischer, irischer, polnischer, russischer und spanischer Küche vor. Um ein Restaurant ausfindig zu machen, das österreichische, belgische, britische, holländische, kroatische, litauische, rumänische, skandinavische, ukrainische, ungarische oder schweizer Küche bietet, sollte man eine große Metropole besuchen.

Afrikanische Küchen[Bearbeiten]

Restaurants mit afrikanischer Küche gibt es fast nur in größeren Städten. Am populärsten sind Restaurants mit äthiopischer bzw. eritreischer Küche, in denen mit bloßen Fingern von einer Gemeinschaftsplatte gegessen wird. Das ist ein Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Vereinzelt findet man auch Restaurants mit ägyptischer, ghanaischer, marokkanischer und tunesischer Küche.

Asiatische Küchen[Bearbeiten]

Chinesische Potstickers.
Thai Cuisine zählt zum Köstlichsten, was man in den USA essen kann.

Nahöstliche Küche – d.h. vor allem die libanesische Küche – wird in den USA als mediterranean cuisine bzw. middle eastern cuisine bezeichnet. Sie ist sehr populär und in großen Städten recht verbreitet. Vereinzelt gibt es auch Restaurants mit arabischer, israelischer, syrischer oder türkischer Küche. Restaurants mit orientalischer Küche bieten gelegentlich Live-Entertainment mit Bauchtanz und Musik. Oft sind neben normal hohen Tischen auch Bereiche vorhanden, in denen man auf Kissen auf dem Boden sitzt.

Weitaus universeller sind Restaurants mit indischer oder pakistanischer Küche verbreitet. Indische Restaurants bieten mittags oft ein preiswertes Büfett, an dem man Gerichte probieren kann, die man à la carte vielleicht nie kennenlernen würde. Seltener sind Restaurants mit sri-lankischer, nepalesischer, tibetanischer, iranischer bzw. persischer, afghanischer, armenischer und aserbaidschanischer Küche.

Die am weitesten verbreitete asiatische Küche ist die chinesische, die in den USA häufig als oriental bezeichnet wird. Jedoch sollte man nicht in jedem „chinesischen“ Restaurant authentische chinesische Küche erwarten. Meist wird hier eine stark amerikanisierte kantonesische Küche bereitet, wie sie in Guangdong, China kaum üblich sein dürfte. Wenn man als Tourist auf der Suche nach einem authentischen kulinarischen Erlebnis ist, sollte man solchen Restaurants den Vorzug geben, die auch von Asiaten besucht werden. Die besten chinesischen Restaurants sind in Städten mit hohem chinesischen Bevölkerungsanteil zu finden. Dort gibt es auch Restaurants, die auf andere chinesische Regionalküchen (außer der kantonesischen) spezialisiert sind, wie die Hunan-, Szechuan-, Peking- oder Hakka-Küche. Wer eine Chinatown besucht, sollte sich dort auf keinen Fall den Besuch eines Dim sum-Restaurants entgehen lassen.

Verbreitet sind in amerikanischen Städten auch japanische Restaurants, vor allem Sushi-Bars und Hibachi-Restaurants. Frisch bereitete Sushi findet man oft auch in gut sortierten Supermärkten, nicht jedoch in asiatischen Lebensmittelgeschäften. Der Besuch in einem Hibachi-Restaurant ist hochgradig unterhaltsam, weil der Koch hier (meist mit gewisser Showmanship) das Essen am Tisch zubereitet. Weitere ostasiatische und südostasiatische Küchen, die mit Restaurants gelegentlich vertreten sind, sind die burmesische, die indonesische, die kambodschanische, die koreanische, die malaysische, die philippinische, die singapurische, die thailändische und die vietnamesische. Letztere wird oft in einer französisch beeinflussten Haute Cuisine-Version geboten.

Ozeanische Küche[Bearbeiten]

Restaurants mit australischer, hawaiianischer oder ozeanischer Küche findet man fast ausschließlich in großen Metropolen.

Lateinamerikanische Küchen[Bearbeiten]

„Mexikanische“ Restaurants bieten in aller Regel keine authentische mexikanische Küche, sondern Tex-Mex oder New Mexican cuisine. Um ein Restaurant mit echter mexikanischer Küche ausfindig zu machen, sollte man darauf achten, wo Mexikaner essen gehen. Weitere lateinamerikanische Küchen, die man in amerikanischen Restaurants vereinzelt findet, sind die argentinische, die brasilianische, die chilenische, die dominikanische, die ecuadorianische, die guatemaltekische, die haitianische, die hondurische, die jamaikanische, die kolumbianische, die kubanische, die nicaraguanische, die peruanische, die puertorikanische und die salvadorianische.

Andere nordamerikanische Küchen[Bearbeiten]

In großen Städten gibt es gelegentlich Restaurants mit kanadischer bzw. franko-kanadischer Küche. Eine kleine Anzahl von Restaurants bietet indianische Küche. Wer auf die indianische Küche neugierig ist, sollte darüber hinaus auch nach pow-wows und anderen Veranstaltungen der Native Americans Ausschau halten. Dort wird häufig mehr oder weniger authentisches indianisches Essen angeboten.

Jüdische Küche[Bearbeiten]

In den USA leben mehr als fünf Millionen Juden, von denen viele die traditionelle jüdische Küche pflegen. In Städten mit hohem jüdischen Bevölkerungsanteil gibt es immer auch viele Restaurants mit koscherer und jüdischer Küche. Unterscheiden muss man koschere Küche und kosher-style cuisine. Koschere Küche trägt den jüdischen Speisegesetzen (Kaschruth) Rechnung, die z. B. den Verzehr von Schweinefleisch oder Schalentieren verbieten und nur solchen Wein zulassen, der von gläubigen (jüdischen) Winzern gekeltert wurde. Viele koschere Restaurants, wie etwa der berühmte La Carne Grill in New York City, bieten eine Auswahl von Gerichten, die sich von dem Angebot anderer amerikanischer Spitzenrestaurants auf den ersten Blick kaum unterscheiden. Der Koch arbeitet hier jedoch streng nach der Kaschrut. Andere Restaurants wie Sammy's Roumanian Steakhouse (New York City) sind hingegen auf traditionelle jüdische Küche spezialisiert, wie sie vor allem aus Osteuropa überliefert ist. Dazu gehören Klassiker wie gefilte fish (Fischklöße), knish (gefüllte Klöße) und tzimmes (ein süßer Karotteneintopf). Auch in jüdischen Delicatessen-Geschäften wie z. B. Katz's Deli (New York City) erhält man – neben den berühmtesten Pastrami-Sandwiches der Welt – traditionelle jüdische Spezialitäten wie Knish, kishka (Wurst mit Rinder-Innereien), lox (Pökellachs) und matzo ball soup (Brühe mit Weizenknödeln). Wieder andere Restaurants bieten israelische Küche mit Gerichten wie falafel (frittierte Klößchen aus Kichererbsenteig) und shawarma (eine Art Gyros), die auch bei Arabern beliebt sind.

Dessert[Bearbeiten]

Amerikaner trinken Kaffee zum Frühstück, nach den Mahlzeiten, und in Büros läuft die Kaffeemaschine meist den ganzen Tag. Trotzdem ist das in Deutschland übliche nachmittägliche Kaffee- bzw. Teetrinken mit Kuchen in den USA weitgehend unbekannt. Eine Ausnahme bildet der afternoon tea, der in sehr noblen Hotels auf formelle Weise zelebriert wird und bei dem Kekse serviert werden.

Kuchen und Gebäck gelten in den USA entweder als Frühstück oder als Nachspeise. Manche Gebäcke – wie z. B. Muffins (Kuchen aus Rührteig, der in Tassen-ähnlichen Formen gebacken wird) – werden vorzugsweise als Frühstück gereicht. Typisch amerikanische Gebäckarten, die häufig als Dessert angeboten werden, sind angel cake (ein sehr leichter Rührteigkuchen, der oft mit Eiscreme serviert wird), brownies (ein schwerer Schokoladenkuchen vom Blech), Doughnuts (auch: donuts; Krapfen), Cheesecake und gefüllte Kuchen wie Apfelkuchen und pumpkin pie.

Süßspeisen wie Pudding oder Kompott sind als Dessert wenig üblich; am ehesten findet man sie in chinesischen Büffet-Restaurants. Populär sind in amerikanischen Familien jedoch Zubereitungen aus Götterspeise (jell-o) und Obstsalate wie z. B. Ambrosia salad.

Eiscreme ist in den USA weit verbreitet, meistens in Form von Softeis. Dieses wird an vielen mobilen Ständen in Parks oder am Straßenrand verkauft. Eisdielen, wie es sie in Europa zahlreich gibt, sind in den USA nicht allzu verbreitet. Bekannt ist vor allem die Eismarke Ben & Jerry's, die in größeren Städten Eisdielen betreibt. Italienische Eiscreme gibt es ebenfalls in den USA, wenn auch nicht so häufig. Diese wird als "italian icecream" oder "Gelato" bezeichnet, und das Eis wird in Waffeln oder Becher in Kugelform ("Scoops") gereicht. Oft ist es wesentlich teurer als Softeis.

Getränke[Bearbeiten]

Nicht-alkoholische Getränke[Bearbeiten]

Auch in Restaurants der gehobenen Kategorie sind Soft Drinks wie Cola immer erhältlich. Falls das Restaurant keine Produkte der Coca-Cola Company führt, fragt die Kellnerin, ob Pepsi-Produkte (Pepsi Cola statt Coca Cola, Seven-up statt Sprite) okay sind. Leitungswasser (tap water) bekommt man gratis zu jedem Essen oder Getränk. In guten Restaurants wird es unaufgefordert gereicht, in anderen muss man ausdrücklich darum bitten. Zu beachten ist, dass das Leitungswasser manchmal einen (für deutsche) ungewohnten Chlorgeschmack hat. Europäer sind ihn oft nicht gewohnt, aber nach einer gewissen Zeit in den USA gewöhnt man sich daran. Wasser mit Kohlensäure (sparkling mineral water) wird in den USA wenig getrunken und ist in einfachen Restaurants oft gar nicht erhältlich. Obwohl gute einheimische Produkte existieren (z. B. Polar Seltzer), führen bessere Restaurants für ihre verwöhnten Gäste vorzugsweise teure Import-Mineralwässer wie San Pellegrino und Perrier. Ersatzweise kann man club soda bestellen, das geschmacklich vielleicht nicht ganz so ansprechend, aber deutlich preiswerter ist.

In Restaurants, in denen Kaffee ausgeschenkt wird, kann man meist auch kalte oder warme Milch bestellen, selbst wenn es nicht auf der Karte steht. Restaurants mit „amerikanischer“ Küche haben fast immer auch Milchshakes auf der Karte.

Fruchtsäfte wie Orangen-, Apfel-, Cranberry- und Traubensaft sind fast überall erhältlich. Naturtrüber Apfelsaft wird in den USA als apple cider bezeichnet. Wer im Supermarkt einkauft, findet Orangensaft eher als Frischprodukt im Kühlregal als in konservierter Form. Unter einem smoothie versteht man ein süßes Fruchtgetränk, das mit gehacktem Eis, gefrorener Frucht oder gefrorenem Joghurt etwas angedickt ist. Wer gern Sodas wie z.B. Sprite trinkt, sollte bei sich bietender Gelegenheit auch einmal Cream Soda probieren, das enthält keine Sahne, aber sehr viel Vanillegeschmack; nur in Flaschen erhältlich. Lemonade und Limeade sind in den USA keine Sprudelgetränke, sondern gesüßte Verdünnungen von Zitronen- oder Limettensaft.

Im Supermarkt sind viele weitere alkoholfreie Getränke erhältlich, die in Restaurants normalerweise nicht ausgeschenkt werden. Beliebt sind u. a. aromatisierte Wässer, „Sports Drinks“ wie Gatorade, Accelerade, Powerade und Propel Fitness Water und koffeinierte „Energy Drinks“ wie Red Bull, Diesel, Monster Energy, Rockstar und SoBe.

Alkoholische Getränke[Bearbeiten]

In allen amerikanischen Bundesstaaten ist es verboten, Personen unter 21 Jahren Alkohol zu verkaufen. Wer alkoholische Getränke im Supermarkt kauft, muss an der Kasse zum Altersnachweis oft den Führerschein oder eine andere ID (z. B.den Reisepass) vorlegen. Etwas liberalere Bestimmungen gelten in Puerto Rico, Guam und auf den Virgin Islands, wo bereits 18-jährige Alkohol kaufen dürfen. Auch das Trinken von Alkohol ist Personen unter 21 Jahren in vielen Bundesstaaten nicht erlaubt; Eltern, die ihre Kinder trotzdem trinken lassen, können verhaftet werden. Ausnahmen gelten unter anderem in Massachusetts, New York, Florida und Kalifornien.[3]

In vielen amerikanischen Bundesstaaten ist Wein und hochprozentiger Alkohol, manchmal auch Bier, nur in speziell lizensierten Liquor Stores oder in staatlichen Verkaufsstellen erhältlich. In Supermärkten dürfen alkoholische Getränke oftmals nicht am Sonntag vormittag verkauft werden. Neue Restaurants müssen gelegentlich mehrere Wochen darauf warten, bis sie eine Lizenz zum Ausschank von Alkohol erhalten. Üblich ist es in diesem Fall oft, dass der Inhaber seinen Gästen so lange erlaubt, eigenen Wein mitzubringen, und ihnen kostenlos auch Gläser zur Verfügung stellt („bring your own beverage“, kurz: BYOB). Manche Restaurants beantragen von vornherein keine Alkohollizenz und praktizieren BYOB als Dauerlösung.

Das Trinken alkoholischer Getränke in der Öffentlichkeit ist verpönt, oft sogar strafbar. Dies betrifft zwar nicht die Innenräume von Restaurants, aber z. B. Picknick- und Grillplätze in öffentlichen Parks. In den meisten Bundesstaaten dürfen im Fahrgastraum eines Autos keine angebrochenen Flaschen mit alkoholischen Getränken mitgeführt werden (die gehören in den Kofferraum). In einigen Indianerreservationen ist der Besitz von Alkohol generell strafbar. Autofahren unter Alkoholeinfluss (drunk driving, auch driving under the influence, DUI oder driving while intoxicated, DWI) wird in allen Bundesstaaten scharf verfolgt und bestraft.)

Wein[Bearbeiten]

Amerikanische Weine können sich heute sehen (und trinken) lassen.

Nach Frankreich, Italien und Spanien sind die USA das größte Wein produzierende Land der Welt. Mehr als 90% der gesamten amerikanischen Weinproduktion stammt aus Kalifornien, wo sich auch das berühmteste und angesehenste Weinbaugebiet des Landes – Napa Valley – befindet. Andere bedeutende Zentren der Weinherstellung findet man in Oregon (Willamette Valley), Washington ( Walla Walla), New York, Texas und Virginia. Die beliebtesten Trauben sind Cabernet Sauvignon, Merlot, Pinot Noir, Chardonnay und Sauvignon Blanc. Fans von trockenem Wein müssen allerdings unbedingt auf das Etikett achten, da viele der in den USA gekelterten Weine sehr süß sind. Trockene Weine gibt es im Gegensatz zu Europa eher seltener. Viele verkäufliche Weine in den USA haben eine Skala auf der Rückseite, die von "sehr süß", bis "sehr trocken" reicht. So tut man sich etwas leichter mit dem aussuchen.

Bier[Bearbeiten]

Touristen aus deutschsprachigen Ländern sind von amerikanischen Biermarken oft wenig angetan. Da auch viele Amerikaner europäische Biere schätzen, sind Warsteiner, Beck's, Heineken und Bitburger bekannt und in vielen Supermärkten erhältlich, wenn auch nicht gerade preiswert. Viele Touristen trinken in den USA auch mexikanisches (Corona) oder irisches Importbier (Guinness).

Die größten amerikanischen Biermarken sind Coors, Miller und Budweiser, die traditionsreichste ist Yuengling. Sehr beliebt sind Diätbiere, die im Gegensatz zu "Vollbieren" weniger Kalorien und etwas weniger Alkoholgehalt (ca. 3,8% bis 4,2%) haben. Im Nordosten sind auch Biere europäischen Formats verbreitet, bspw. Samuel Adams.

Neben diesen Großunternehmen gibt es in den USA ungezählte Kleinstbrauereien (microbreweries), die ihre Produkte nur auf lokaler Ebene vermarkten und in ihren Brasserien ein Publikum von Liebhabern bedienen, die das Ausgefallene suchen. Diese Kleinstbrauereien stellen vor allem die Sorten India Pale Ale, Pale Ale oder Stout her. Sie sind oft deutlich teuerer, als die Biere der Großbrauereien und erfreuen sich einer immer mehr steigenden Nachfrage.

Hochprozentiges[Bearbeiten]

Margaritas zählen in den USA zu den beliebtesten Cocktails.

Neben destillierten Schnäpsen wie Whisky, Brandy, Gin und Tequila sind in den USA Cocktails wie Piña Colada, Margarita und Martini-Cocktail, aber auch alkoholische Milchmischgetränke wie Eggnog beliebt. Ansonsten existiert die Bandbreite an Cocktails wie man sie aus anderen Ländern kennt eher nicht, so findet man auf der Getränkekarte "international bekannte" Cocktails wie z.B. Mai Tai, Caipirinha oder Mojito so gut wie gar nicht. Beliebt sind eher klassische Cocktails ("Classic Cocktails"), die auf Rezepturen aus den 20er, 30er oder 40er Jahren basieren, wie Aviator, Corpse Reviver oder Old Fashioned. Schnaps wird weniger in Longdrinkform konsumiert, sondern meistens als "Shot" (insbesondere Tequila).

Rauchen im Restaurant[Bearbeiten]

In den meisten amerikanischen Bundesstaaten gilt für Restaurants ein generelles Rauchverbot. Selbst in Staaten ohne allgemeines Restaurant-Rauchverbot gibt es viele Lokale, in denen nur in speziellen Bereichen geraucht werden darf.

Rezepte[Bearbeiten]

Wer Lust hat, die Küche der Vereinigten Staaten auch mal zu Hause zu genießen, der findet die entsprechenden Rezepte unter diesem Link: US-amerikanische Küche. Viel Spaß beim Nachkochen.

Anmerkungen und Bildnachweis[Bearbeiten]

  1. Library of Congress, Prints and Photographs Division, Historic American Buildings Survey or Historic American Engineering Record, Reproduction Number (Ex:"HABS,ILL,16-CHIG,33-2")
  2. Library of Congress, Prints and Photographs Division, Historic American Buildings Survey or Historic American Engineering Record, Reproduction Number (Ex:"HABS,ILL,16-CHIG,33-2")
  3. Exceptions to Minimum Age of 21 for Consumption of Alcohol as of January 1, 2007

Weblinks[Bearbeiten]

Rezepte

Frühstück

Restaurant-Typen

Diner:

Street Vendors:

Themen-Restaurants:

Verschiedene Küchen

Fastfood:

  • www.roadfood.com Origineller landesweiter Gastronomieführer, für den nur Fastfood-Restaurants getestet wurden

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Getränke

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Wein:

Empfehlenswerter ReiseführerDieser Artikel wird von der Gemeinschaft als besonders gelungen betrachtet und wurde daher am 18. August 2008 zum Empfehlenswerten Reiseführer gewählt.