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Sri Lanka

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Lage
Sri Lanka in its region.svg
Flagge
Flagge von Sri Lanka
Kurzdaten
Hauptstadt Colombo (Hauptstadt)
Sri Jayawardenepura (Regierungssitz)
Staatsform Republik
Währung 1 Sri-Lanka-Rupie (LKR)
= 100 Cents
Fläche 65.610 km²
Bevölkerung 20,3 Mio
Sprachen Singhalesisch (offiziell und Nationalsprache) 74 %, Tamilisch (Nationalsprache), Englisch
Religionen Buddhisten 70 %, Hinduisten 15 %, Christen 8 %, Muslime 7 %
Stecksystem 230 V/ 50 Hz
Telefonvorwahl +94
Internet TLD .lk
Zeitzone MEZ+4,5h

Sri Lanka (இலங்கை ஜனநாயக சமத்துவ குடியரசு) (früher Ceylon) ist ein asiatischer Inselstaat im Indischen Ozean.

Regionen[Bearbeiten]

Sri Lanka
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Lage
Indien Nordprvinz Nordwestprovinz Nördliche Zentralprovinz Zentralprovinz Westprovinz Sabaragamuwa Ostprovinz Uva SüdprovinzSri Lanka, administrative divisions - de - colored.svg

Sri Lanka ist in neun Verwaltungsbezirke (Hauptstädte in Klammern) unterteilt:

  1. Zentralprovinz (Kandy) - überwiegend Bergland mit den höchsten Bergen des Landes.
  2. Nördliche Zentralprovinz (Anuradhapura)
  3. Nordwestprovinz (Kurunegala)
  4. Nordprovinz (Jaffna)
  5. Ostprovinz (Trincomalee)
  6. Südprovinz (Galle) - Yala- und Uda-Walawe-Nationalpark.
  7. Uva (Badulla)
  8. Sabaragamuwa (Ratnapura)
  9. Westprovinz (Colombo) - die am dichtesten besiedelte Region des Landes.

Im Zentrum der Insel liegt ein Gebiet, das als kulturelles Dreieck bezeichnet wird. Die Orte an seinen Eckpunkte gehören zum Weltkulturerbe der UNESCO, es sind dies die alten Königsstädte Anuradhapura und Polonnaruwa sowie Kandy, das als religiöses Zentrum des Buddhismus gilt. In diesem Gebiet liegt auch die Felsenfestung Sigiriya und die Tempelhöhlen von Dambulla, die ebenfalls zum Weltkulturerbe gehören.

Städte[Bearbeiten]

Karte von Sri Lanka
  • Kandy - schöne Stadt im Zentrum der Insel, Ort des Zahntempels
  • Jaffna - Tamilenhochburg im äußersten Norden
  • Punguduthivu
  • Mannar
  • Colombo - Hauptstadt an der Westküste
  • Galle - Hafenstadt mit holländischem Fort
  • Hatton - Stadt im Hochland, nähe Adams Peak
  • Nuwara Eliya - beinahe britisches Klima und britische (Kolonial-)Tradition
  • Pinnawala - Dorf mit Elefantenwaisenhaus
  • Trincomalee - Tamilenstadt an der Ostküste
  • Kalutara - Strandort an der Südwestküste
  • Tissa - Südostküste, nähe Yala Park
  • Hikkaduwe - Surfer
  • Arugam Bay - Ostküste, ideal für Surfer

Weitere Ziele[Bearbeiten]

  • Hochland
  • Küste
  • Nationalparks
  • Vogelschutzreservate
  • Elefantenwaisenhäuser
  • Teeplantagen
  • ein riesiger liegender Buddha
  • ein Comic-Tempel
  • Adam's Peak ("Sri Pada") - heiliger Berg in der Provinz Sabaragamuwa. Die 2243 m hohe Erhebung ist Pilgerstätte für Buddhisten, Hindus, Muslime und sogar Christen (siehe auch Wikipediaartikel "Sri Pada").

Hintergrund[Bearbeiten]

Teeplantage im Hochland

Zur Geschichte[Bearbeiten]

Ab dem 5. Jahrhundert v. Chr. wanderten nordindische Siedler unter König Vijaya ein. Damit begann die singhalesische Geschichte der Insel. Kurz darauf folgten ihnen südindische Tamilen. Im 2. Jahrhundert v. Chr. kam zwar der Buddhismus von Indien aus auf die Insel, war aber noch nicht so verbreitet wie heutzutage. Tamilen und Singhalesen bildeten in der Folge Königreiche, die von prächtigen Tempeln aus regiert wurden. Die Singhalesen errichteten buddhistische Königreiche, die Tamilen hinduistische. Beide Gruppen kämpften lange Zeiten um die Vormachtstellung im Land und lebten zu anderen Zeiten friedlich miteinander und vermischten sich. Im Laufe dieser Konflikte kam es auch zur Konzentration der Tamilen im Norden und Osten und der Singhalesen im Süden und Westen..

Ab 1500 begann die Kolonialzeit mit den Portugiesen. Im 17. Jahrhundert wurde Sri Lanka niederländisch und im 18. Jahrhundert britisch. Insbesondere die britische Kolonialzeit hat das Land bis heute geprägt, denn in dieser Zeit entwickelte sich das Land stark: Die Infrastruktur wurde aufgebaut bzw. verbessert, Teeplantagen wurden angelegt, ein Schulsystem sowie die britische Verwaltung eingeführt, etc. Vieles im heutigen Sri Lanka erinnert an die Zeit unter britischer Herrschaft. Die Briten holten im Laufe der Zeit Tamilen als billige Arbeitskräfte auf die Insel, die vor allem Im Hochland in den Teeplantagen arbeiteten.

1948 wurde Sri Lanka (damals noch Ceylon) unabhängig.

Eine Straße in Kandy

In den 1950er Jahren etablierte sich eine nationalistische Regierung, die die Bevorzugung der Singhalesen durchsetzte, was die Spannungen zwischen Tamilen und Singhalesen verschärfte.

In den 1970er Jahren schlossen sich tamilische Parteien zusammen und forderten einen Tamilenstaat.

Der Konflikt eskalierte 1983 und es begann ein langer "Bürgerkrieg", der sich allerdings hauptsächlich in den von Tamilen besiedelten Gebieten im Norden und Osten abspielte. Im Rest des Landes verübten die "Tamil Tigers" der LTTE-Partei zahlreiche Attentate (u.a. auch auf die Präsidentin Bandaranaike) und Anschläge auf bekannte Persönlichkeiten sowie auf militärische Ziele (Flughafen, Armeeanlagen)

Nach einer Spaltung der LTTE und einer Offensive durch das Militär im Jahre 2009 endete der Bürgerkrieg nach über 25 Jahren mit einem Sieg der Regierungstruppen. Die LTTE wurden entwaffnet.

Bevölkerungsgruppen[Bearbeiten]

Als die Ureinwohner Sri Lankas gelten die Veddas. Ein Jägervolk, das in früher Zeit in Clans mit monarchischen Strukturen lebte. Heute trifft man nur noch auf wenige Hundert Menschen, die sich als Vedda bezeichnen, da diese Bevölkerungsgruppe nahezu vollständig assimiliert wurde. Singhalesen bilden mit 75% die zahlenmäßig stärkste Bevölkerungsgruppe in Sri Lanka und in den meisten Provinzen die absolute Mehrheit. Ihre Religion ist überwiegend der Buddhismus. Die etwa Mitte des letzten vorchristlichen Jahrtausends aus benachbarten Regionen Indiens eingewanderten Tamilen siedeln überwiegend im Norden und Osten der Insel. Es ist nach wie vor ungeklärt, ob Singhalesen oder Tamilen jeweils früher die Insel besiedelten; auch wenn die Geschichtsschreiber der jeweiligen Gruppe ihre Behauptungen meinen belegen zu können. Die Hochland-Tamilen kamen erst im 19. Jahrhundert auf Bestreben der britischen Kolonialherren als Arbeitskräfte ins Land. Die tamilische Bevölkerung ist überwiegend hinduistisch. Während der Kolonialzeit wechselte ein Teil der Bevölkerung zum christlichen Glauben, so dass sich heute etwa 7% der Sri Lanker als Christen verstehen. Die Nachfahren arabischer Händler wurden von den ersten Europäern auf der Insel als Moors oder Mauren bezeichnet. Gemeinsam mit Malaien und muslimischen Einwanderern aus Indien bilden sie mit etwa 8% die sich als muslimisch verstehende Bevölkerungsgruppe. Nachkommen aus einer Verbindung zwischen Europäern, vor allem Niederländern und Singhalesen oder Tamilen wurden als Burgher bezeichnet. Die Burgher haben gerade während der Zeit des Bürgerkrieges die Möglichkeiten zur Migration in die europäischen Länder genutzt, so das diese relativ kleine Bevölkerungsgruppe heute kaum noch eine Rolle spielt.

Beschäftigungssituation: Ein relevanter Teil des Landes ist nach wie vor agrarisch geprägt. Tee ist vor Kokos-Produkten das wichtigste landwirtschaftliche Exportgut, Reis wird vor allem für den Inlandsmarkt angebaut. Auch eine exportierende Textilwirtschaft bietet einem relevanten Anteil der Bevölkerung Erwerbseinkommen. Daneben tragen aber auch zum Beispiel qualifizierte Jobs für IT-Dienstleistungen zum BSP bei. Während der Tourismus auch vielen weniger gut ausgebildeten Einwohnern Arbeit und Einkommen bietet.

Der Bevölkerung steht weitgehend unabhängig vom Einkommen ein Gesundheitssystem zur Verfügung.

Anreise[Bearbeiten]

Einreisebestimmungen[Bearbeiten]

Tipp
Für manche asiatische Staatsbürger berechtigt nach indischen Visaregeln das normale multiple entry Visa nicht zur Wiedereinreise nach Indien innerhalb von zwei Monaten nach der letzten Ausreise [1]. Wer als von der Regelung Betroffener also über Indien anreist und dort z.B. wegen Wechsel der Fluggesellschaft kurz nach Indien einreisen muss, sollte bei der indischen Botschaft hierfür einen gesonderten Antrag stellen. In Ausnahmefällen kann der Antrag auch an der Grenze direkt genehmigt werden. In allen Fällen sind maximal zwei Wiedereinreisen (also insgesamt drei Einreisen) innerhalb von 2 Monaten möglich.

Staatsbürger aus allen europäischen Ländern benötigen für Aufenthalte bis zu 30 Tagen ein Visum, der Reisepass soll bei Ankunft noch mindestens sechs Monate gültig sein. Das Visum ist erhältlich

  • bei Kurzreisen bis 30 Tagen über die kostenpflichtige Online-Registrierung (ETA) für Einreisen. Der Link zu dieser Internet-Seite lautet: www.eta.gov.lk/slvisa. Die Zahlung der Gebühr in Höhe von 35 US$ ist nur über Kreditkarte möglich (Formularvordruck. Nötig sind auch Kopien der Flugbuchung und des Reiseplans in Sri Lanka, mit Hoteladressen).
  • für touristische Aufenthalte von 31–90 Tagen, sowie Reisen zu allen anderen Zwecken ist die Beantragung bei den Konsulaten zwingend nötig.
  • bei Reisen mit einer längeren Dauer bei einer diplomatischen Vertretung des Landes, z.B. bei der Botschaft in Berlin
  • Beantragung am Internationalen Flughafen Colombo. Zur Visums-Gebühr von 35 US$ kommt dann noch eine Bearbeitungsgebühr von 5 US$, die bar in Dollar zu zahlen ist.

Bei einer Beantragung per Post muss man mit einer Bearbeitungsdauer von mindestens drei Wochen rechnen.

Konsulate[Bearbeiten]

Konsularabteilung der Botschaft, Niklasstraße 19, 14163 Berlin. Tel.: (030) 80909749, Fax: (030) 80909749. Preis: Tourist, 30 Tage: US$ 30 (€ 23).. S1 „Mexikoplatz;“ Busse 118, 629 „Niklasstraße.“

Generalkonsulat Frankfurt, Lyoner Strasse 34, 60528 Frankfurt a. M. Tel.: +49 (0) 69 - 660 539 80, Fax: + 49 (0) 69 - 660 539 899.. Haltestelle „Bürostadt Niederrad“ Bus 78 / Straßenbahn 12

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Die Anreise nach Sri Lanka erfolgt nahezu ausschließlich per Flugzeug via Bandaranaike Airport (IATA Code: CMB), etwa 30 km nördlich des Stadtzentrums der Hauptstadt Colombo im Vorort Katunayaka bei Negombo gelegen.

Ein großer Teil des Verkehrs von und nach Europa wird heute von den Golf-Airlines bewältigt, insbesondere Emirates, Etihad und Qatar Airways. Hier sind meist die preisgünstigsten Angebote zu finden. Auch die Staatsairline Sri Lankan Airways hat ihre Direktflüge nach Europa weitgehend eingestellt und kooperiert hier mit anderen Airlines, vor allem Etihad.

Direktflüge ab Deutschland oder angrenzender Länder gibt es nur noch wenige. Austrian Airlines fliegt dienstags direkt ab Wien nach Colombo und mittwochs zurück.

Für die Weiterreise innerhalb Südostasiens ab Colombo fliegt zum Beispiel Air Asia nach Kuala Lumpur oder Thai Airways nach Bangkok, Tickets schon ab etwa 100 Euro für eine Richtung.

Der nächstgelegene Flughafen auf dem indischen Subkontinent ist Chennai, es gibt täglich eine größere Anzahl auch günstiger Flüge nach CMB. Chennai wird von Lufthansa auch direkt angeflogen.

Der Ratnapala Airport liegt näher bei Colombo und war bis zur Eröffung von CMB 1967 der internationale Flughafen der Insel. Heute dient der Flughafen Business- und Charterfliegern, dabei eher auf Chessna-Level. Es gibt keinen relevanten inländischen Linienverkehr in Sri Lanka. Der größte Operator ist die Sri Lankische Luftwaffe, die mit Helitours der Öffentlichkeit zugängliche inländische Flüge anbietet.

Als zweiter internationaler Flughafen wird der Mattala Rajapaksa Airport (IATA:HRI) bei Hambantota genannt. Eröffnet wurde HRI 2013 noch während der Amtszeit des namensgebenden Präsidenten Rajapaksa. Etwa zeitgleich mit dessen Abwahl in 2015 wurden bis auf einige Ausnahmen die wenigen kommerziellen Flüge eingestellt. Presseberichten zufolge sollen nun einige Hallen zum Lagern von Reis verwendet werden, um wenigstens einige Einnahmen zu erzielen. Der Flughafen wurde von China gebaut und finanziert, die Kredite müssen natürlich sukzessive getilgt werden.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Fährverbindungen von Indien wurden 1983 auf Grund des Bürgerkrieges eingestellt. Eine Reaktivierung in 2011 auf der Strecke Tuticorin-Colombo war nur von kurzer Dauer, so das es derzeit keine Fähre nach Sri Lanka gibt. Die Wiederherstellung der Bahnlinie nach Talainmannar in 2015 mit indischer Unterstützung könnte zu einer erneuten Aufnahme des Fährbetriebes nach Rameswaram führen. Auch gibt es Überlegungen für eine Brücke zwischen beiden Ländern, aber bis jetzt keine praktische Umsetzung dieser Projekte.

Mobilität[Bearbeiten]

Im Hochland auf dem Weg nach Badulla

Mit dem Zug[Bearbeiten]

Auf Sri Lanka gibt es etwa 1.400 Kilometer Eisenbahnstrecke. Einige interessante Ziele lassen sich mit dem Zug erreichen. Dazu zählen Badeorte an der Südwestküste und Galle. Die "Main Line" führt nach Kandy und von dort auf sehenswerter Strecke in das Hochland bis Badulla. Auch Jaffna und Trincomalee sind mit Sri Lanka Railways erreichbar. Startpunkt vieler Linien ist der Bahnhof Colombo Fort. Die Website der Staatlichen Eisenbahngesellschaft mit einer elektronischen Fahrplanauskunft ist in Englisch verfügbar.

Alle Züge führen eine unklimatisierte 2. Klasse. Die 3. Klasse ist in den meisten Zügen vorhanden; die Ausstattung variiert je nach den eingesetzten Fahrzeugen zwischen Plastikbänken und harten Polstersitzen. Die Wagen der 3. Klasse werden oft sehr voll. Zwischen Colombo und Badulla wird auf einigen Zügen der "Observer-Wagon" der Ersten Klasse als letzter Wagen des Zuges mitgeführt; dieser Aussichtswaggon gestattet dank größerer Fenster auch an der Stirnseite den Blick in die Landschaft. Auf langen Strecken wie nach Jaffna verkehren Schlafwagenzüge über Nacht. Dort wird als 1. Klasse ein Zwei-Bettabteil bezeichnet.

Auf den langen Distanzen verkehren einige als ICE (InterCityExpress) bezeichnete Züge, die eine Platzreservierung erfordern. Auf den langen Distanzen sind in vielen Zügen auch Platzreservierungen selbst in der 3. Klasse möglich, es stehen aber auch Wagen ohne Sitzplatzreservierung zur Verfügung. Insbesondere rund um Colombo verkehren Vorort- und Pendlerzüge. Tickets können an den Bahnhöfen am Schalter gekauft werden, Platzkarten sind bis 45 Tage im Voraus erhältlich.

Ein Ticket für die 121 Kilometer von Colombo Fort bis Kandy kostet in der 3. Klasse 105 Sri-Lankische-Rupien und 190 LKR in der 2. Klasse; im ICE die gleiche Strecke 180 LKR (3. Klasse) oder 280 LKR 2. Klasse), für das 1. Klasseticket im Observer Wagon werden 500 LKR fällig (Stand 02/2016). Kinder bis 12 Jahre zahlen die Hälfte.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Es gibt rote Busse (staatliche), auch CTB Busse genannt (Ceylon Transport Board). Diese Busse sind ausnahmslos billig (zumeist weit unter 50 Rs), der Komfort läßt aber zu wünschen übrig; einen CTB Bus kann man jederzeit und überall anhalten, auch ist es möglich an jedem Baum auszusteigen. Für Reisende in der Monsunzeit wichtig: Fenster sind nicht immer vorhanden. Sog. Intercity-Busse sind privat betrieben, haben weitgehend Vorhänge vor den Fenstern und sind häufig mit Klimaanlage (A/ C) ausgestattet.

Es gibt nur sehr selten feste Fahrpläne für Busse; sie fahren zumeist dann los, wenn sie einen geeigneten "Füllstand" erreicht haben. Gelegentlich bedeutet dies eine qualvolle Enge im Bus mit einem gewissen Grad an "Körperkontakt". Die ersten Sitze sind für Mönche reserviert ("Clergy"), sollten welche einsteigen, was auch stark respektiert wird. Man kann einen Bus einfach besteigen und sich einen Platz suchen, der "Kontrolleur" meldet sich während der Fahrt und kassiert den Fahrpreis.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Ein seltenes Verkehrszeichen

Die Hauptverkehrsstraßen werden nummeriert von A1 (Colombo-Kandy), A2 (Colombo-Hambantota) etc. Man kann sie vergleichen mit Kreisstraßen oder Landstraßen, nicht alle von ihnen sind durchgängig asphaltiert. Nebenstraßen werden bezeichnet in der Form B123. Auch sie wurden meist während der englischen Kolonialzeit angelegt, sind jedoch in ländlichen Regionen seit dieser Zeit teilweise nicht viel besser geworden. Inzwischen gibt es einige wenige Expressway-Strecken, der E01 von Colombo nach Galle bzw. der E03 von Colombo zum Flughafen sind vierspurig ausgebaut. Hauptvorteil: auf diesen Strecken fahren keine Tuk-Tuks und keine Motorräder (meist synonym für Moped).

Fahrstil[Bearbeiten]

Der Verkehr unterscheidet sich in seiner Zusammenstellung und Organisation deutlich von dem in Europa und der restlichen "westlichen Welt". So gibt es nur wenige PKW, dafür jedoch umso mehr sogenannte "Threewheeler" oder "Tuk-Tuks", die als günstiger Taxi-Ersatz dienen. Die Menge an Verkehr und die insbesondere innerhalb der Ortschaften häufig nur mäßige Fahrbahndecke erlauben nur ein langsames Vorankommen unabhängig vom Fahrzeug. Da es kaum explizite Fernverkehrsstraßen gibt und stattdessen alle Straßen jeweils mitten durch die Ortschaften führen, ist auf Dauer eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 40 km/ h kaum zu überbieten, egal mit welchen Fahrzeug.

Für Europäer äußerst ungewöhnlich. Fußgänger und Radfahrer stehen am unteren Ende der Skala, darüber folgen die Motorräder und Tuk-Tuks, weiter oben sind die LKWs, PKWs und Busse. Wenn eine Straße breiter erscheint als 6 m, kann ein langsamfahrendes Fahrzeug von einem schnelleren auch bei Gegenverkehr überholt werden, die Straße ist ja breit genug. Zum Glück sind die gefahrenen Geschwindigkeiten nicht so hoch, da sind auch die Bremswege kürzer.

Straßenfahrzeuge[Bearbeiten]

Tuk-Tuks[Bearbeiten]

Ein ziemlich neues Tuk-Tuk

Three-Wheeler = Tuck-Tucks (Tuk-Tuk) sind dreirädrige Fahrzeuge mit einem Zweitaktmotor ähnlich einem Mofa und mit einer Rückbank für zwei zusätzliche Personen zum Fahrer. Sie haben zwar ein Verdeck, sind aber an den Seiten offen, was zwar einerseits auf kurzen Strecken die Klimaanlage unnötig macht, andererseits jedoch gerade in größeren Ortschaften die Insassen vielen Abgasen aussetzt. Sie sind das Taxi des kleinen Mannes. In Indien hergestellt, gibt es die Vehikel der Firma Bajajauto überall in Asien. "Sparsam", "klein" und "unkaputtbar" beschreiben diese Mischung aus Auto und Roller wahrscheinlich am besten. Preise sind Verhandlungssache. Inzwischen finden auch Fahrzeuge vom Typ Piaggio Ape den Weg auf die Straßen von Sri Lanka.

Taxis/ Vans[Bearbeiten]

Als weitere Fahrzeuge neben LKWs und Busse sind fast nur noch Kleinbusse (Vans) asiatischer Fabrikate, also Toyota Hi-Ace, Isuzus, Nissans anzutreffen. Diese können auch gemietet werden, sind aber teurer als Tuk-Tuks. Diese Fahrzeuge haben zumeist eine Klimaanlage.

Die Kraftstoffpreise sind nicht billig, aber der Verbrauch der Fahrzeuge ist auch nicht so hoch. Dies ist wichtig zu wissen, weil Tuk-Tuk-Fahrer während der Preisverhandlung (die man immer vor Fahrtantritt machen muss - so lange bis allen vollkommen klar ist, wohin es geht und was es kosten soll) gerne erzählen, der Sprit sei teurer geworden. Stimmt ja auch: Der Sprit kostet die Hälfte (im Vergleich zu Deutschland), aber die Menschen verdienen nicht annähernd die Hälfte. Im Januar 2013 kostete Super 95 Rupees 167, was exakt einem Euro entsprach.

Die Orientierung ist durch die weite Verbreitung der singhalischen Sprache und vor allem Schrift nicht immer einfach. Orte gehen mitunter direkt ineinander über, da praktisch jede Straße von kleinen Geschäften gesäumt ist. Viele davon haben eine überdimensionale Werbung anstatt eines Ladenschildes. In der "Fußzeile" ist der Name des Inhabers und auch die Adresse angegeben. So verliert man nicht ganz die Orientierung. Die seltenen Straßenschilder oder Wegweiser sind häufig schwarz auf weißem Grund und gehen so leicht in der bunten Umgebung etwas unter.

Preisbeispiele Dezember 2012
Tuktuk: 40-70 Rs. je km (abhängig von der Größe)
Bus: 25 Rs. (Colombo-Flughafen)
A/C Bus: 50 Rs. (Colombo-Flughafen), 150 Rs. Beruwela-Colombo
Zug: 3. Klasse: 19 Rs. für 80 km (Colombo-Aluthgama)
2. Klasse: "Expresszug" 120 Rs.(Aluthgama-Kandy)
Fahrer all-in: 40-60 EUR/Tag, bei mehreren Tagen günstiger

Unterschiede zwischen Stadt und Land: In der Stadt gibt es durch den stark ansteigenden Verkehr Zeiten, in denen es länger dauert, von A nach B zu kommen. Auch die Preise für den Individualverkehr sind in Colombo zu bestimmten Zeiten um 50 bis 100 Rupees höher. Speziell vom und zum Flughafen steht man zu Stoßzeiten im Stau. Viele Baustellen auf den Hauptverbindungen hemmen den Verkehr, aber breitere und neu asphaltierte Streckenabschnitte z.B. zwischen Dambulla und Anuradhapura gewähren mitunter flotteres Vorankommen.

Sprache[Bearbeiten]

Ayubowan! - Herzlich Willkommen (sinngemäß: Langes Leben!, häufig "Eibo!" in abkürzender Form ausgesprochen).

Die durch dem Tamilenkonflikt entstandene Zweiteilung der Insel schlägt sich auch in der Sprache nieder. Die meisten Singhalesen sprechen Sinhala, die Tamilen wiederum Tamil. Leider sind sowohl Schrift als auch Sprache nicht kompatibel, sodass die wenigsten Singhalesen beide Sprachen beherrschen. Sinhala ist eine kleine Sprache, die nur von 18-20 Mio. Menschen gesprochen wird. Über die Insel hinaus findet sie kaum Verbreitung, obwohl es sogar ein zweiteiliges Lehrbuch auf deutsch gibt.

Sinhala ist eine Silbensprache mit einer regelmäßigen Konsonant-Vokal-Folge (siehe das Wort A-yu-bo-wan) Die Schrift ist sehr rund und basiert auf wenigen Basiszeichen, die durch zusätzliche Striche abgewandelt werden.

Sinhala wurde tatsächlich "erfunden" und besteht aus Elementen verschiedener asiatischer Sprachen, z.B. wurden im Laufe der Zeit neue Zeichen eingeführt um indische Lehnwörter darstellen zu können. Tamil erkennt man an den weitaus "eckigeren" Buchstaben. Offizielle Unterlagen sind immer in beiden Sprachen gefasst, häufig auch noch in Englisch (Überbleibsel aus Kolonialzeiten). Auch viele Ortsschilder sind in Sinhala, Tamil und in lateinischen Buchstaben geschrieben.

Aus der Historie des Landes heraus wird Englisch zwar von vielen Einheimischen in einer vereinfachten Form verstanden, hat aber geringere Bedeutung als in anderen Ex-Kolonien. Zur Kommunikation für Reisende ist dies jedoch zumeist ausreichend. Sind keine schriftlichen Informationen vorhanden, helfen Passanten gerne und hilfsbereit weiter.

Im Alltag sieht es so aus, dass die gesprochene Sprache dominiert. In jedem Bus gibt es einen Mitarbeiter, der sich um die Fahrkarten kümmert und bei jeder Haltestelle die nächsten Haltestellen und das Ziel der Linie in Richtung der wartenden Menschen ruft, obwohl an jedem Bus Schilder (nicht immer in englischer Sprache und Schrift!) mit den entsprechenden Angaben zu finden sind.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Kaufen[Bearbeiten]

Das Verhandeln von Preisen ist insbesondere auf den diversen Märkten und bei fliegenden Händlern sehr verbreitet. Man sollte sich frühzeitig auf einen eigenen Maximalpreis festlegen und diesen dann auch nicht überschreiten. Allgemein wird das freundliche Interesse an einer Ware ("How much is that?") schon fast als Kaufabsicht gewertet, so dass man gegebenenfalls Mühe hat, den Händler wieder loszuwerden, da dieser ein breitgefächertes Angebot an Marketinginstrumenten bereithält: "Off season/ bad business", "very good quality", "good value", "final price" sind alles Begriffe, die man früher oder später von einem Händler hören wird. Glücklicherweise wird freundliches, aber energisches Bekunden von Nicht-Interesse letztlich auch akzeptiert.

Angeboten werden viele Produkte aus heimischer Produktion, darunter Schnitzereien aus verschiedenen Hölzern, z. B. die unausweichlichen "Eliphants", Gewürze (auf Kochqualität achten, wenn man vorhat, sie auch zu verwenden, "not for display only"), Tee sowie vor allem Textilien. Diese Produkte können sehr günstig sein, besonders bei normaler Qualität. Hochwertige Produkte haben jedoch fast das gleiche Preisniveau wie in Euroland. Schneidereien fertigen schnell und gut jede Art Kleidung. Oft sind sie mit den aktuellen europäischen Versandhauskatalogen ausgestattet, in denen man sich den gewünschten Schnitt aussucht.

Tee kauft man am Besten direkt in der Fabrik. In normalen Geschäften bekommt man häufig nur den "Alltagstee", der von minderer Qualität ist. Bei Preisen von ca. zehn Euro für ein Kilo bester Qualität sollte man sich nicht mit weniger zufrieden geben. Besonders Teeliebhaber sollten genügend Platz im Koffer lassen. Da es beim Zoll keine Freigrenzen für Tee mehr gibt, kann man sich so für lange Zeit mit hervorragendem Tee eindecken.

Schmuckliebhaber kommen voll auf ihre Kosten, da der Schmuck aufgrund der niedrigen Lohnkosten und der im eigenen Land gefundenen Steine sehr viel günstiger ist als hierzulande. Sie können sich auch gerne Ihre eigenen Entwürfe anfertigen lassen. Unter den vielen Schmuckhändlern gibt es wie überall leider auch ein paar schwarze Schafe. Darum sollten Sie nicht unbedingt beim kleinsten Straßenhändler kaufen, auch wenn die Preise noch so verlockend sind. Große Juweliere sind zwar nicht unbedingt die Günstigsten, bieten aber hohe Qualität zum adäquaten Preis. Empfehlenswert ist zum Beispiel Aida Gems & Jewellery in Bentota. Hilfe bekommt man auch im State Gem Office, wo Steine auf ihre Echtheit überprüft werden. Dieses regierungsamtliche Büro ist eine Art Kontrollinstanz für die Juweliere.

Elektro-Produkte sind zumeist Importe aus anderen asiatischen Staaten und haben kein ausgesprochen lukratives Preisniveau, besonders wenn man die häufig niedrigere Qualität berücksichtigt.

Währungen[Bearbeiten]

Neben den Rupees werden auch Euro und Dollar zumindest in den touristischen Gebieten gleich gerne akzeptiert. Der Wechselkurs liegt bei ca. 178 LKR = 1 EUR und 151 LKR = 1 US$ (Stand August 2017).

Man sollte sich nicht zu sehr über unterschiedliche Preise für "locals" und "tourists" wundern. Diese Unterscheidung wird unumwunden zugegeben und lässt sich nur teilweise wegdiskutieren. Gerade beim Besuch von Museen oder bestimmten Tempelanlagen wird dies sehr deutlich und ist dort auch nicht verhandelbar (Beispiel: Eintrittskarte zum Felsen in Sigiriya: 30 US$ für Touristen, ca. 50 LKR für Einheimische).

Küche[Bearbeiten]

Buriyani

Die singhalesische Küche ist neben der Thailändischen die am schärfsten gewürzte Küche der Welt. Man sollte von Anfang an singhalesisch essen, da sich continental food auf Sri Lanka nicht lange hält. Der beste Weg, Magen-/ Darmprobleme zu bekommen, ist seine Ernährung nicht umzustellen.

Das Standardgericht ist Rice and Curry mit Fisch oder Hühnchen, und man bekommt es an jeder Ecke für wenige Rupees.

Andere gern gegessene Gerichte sind:

  • Roty
  • Fried Rice
  • Hoppers
  • String Hoppers (Teignudeln in Streifen)
  • Buriyani

Weil auf Sri Lanka viele ethnische Gruppen leben, die jeweils ihre Küche mitgebracht haben, gibt es viele unterschiedliche Richtungen, in die man probieren kann. Es gibt u.a. chinesische Restaurants (die teilweise wesentlich besser sind als die hiesigen), Restaurants mit 'halal food', typisch singhalesische Garküchen und natürlich Mischformen aus allem.

Der Singhalese isst leidenschaftlich gern mehrfach täglich warme Mahlzeiten.

Vegetarier haben keine Probleme, da traditionell in den überwiegend buddhistisch orientierten Ländern Asiens vegetarisches Essen stärker verbreitet ist als in den sogenannten westlichen Ländern. Da viele Gerichte auf Reis basieren und die anderen Zutaten nach eigenem Gusto auf den Teller kommen, läuft man nicht Gefahr einen Teller zu bekommen, dessen Inhalt man nicht kennt.

Salat: Grünzeug wächst ja nicht schlecht auf Sri Lanka und so ist Salat auch oft dabei, zumindest in den Familien, die ein bisschen auf ihre Ernährung achten. Salat wächst im Wald und nicht im Treibhaus. Er ist daher auch etwas mehr Blatt und Pflanze als ein Blattsalat nach europäischer Vorstellung.

Getränke: Die Briten hinterließen eine Teekultur, die sich nicht nur im großflächigen Anbau zeigt, sondern auch darin, dass selbst einfachste Leute mindestens einmal am Tag Tee aufsetzen. Auch in sehr vielen Geschäften wird einem immer wieder Tee angeboten. Im Gegensatz zu Indien, wo der Tee sehr häufig mit Milch und Gewürzen gekocht wird, bekommt man den Tee in Sri Lanka meistens pur. Zucker und Milch kommt separat. Sehr gut und erfrischend ist auch etwas Limonensaft im Tee.

Bier schmeckt nicht so prickelnd, aber das Standardbier 'Lion Lager' tut seinen Dienst.

Überall gibt es 1,5l-Wasserflaschen, ohne die nichts "gehen würde".

Sri Lanka ist kein Weinland; die Weine, die man bekommt, sind häufig aus Australien importiert und nicht wirklich gut. Es gibt kleine Anbaugebiete und der "Ceylon Classic", ein trockener Weißwein, hat eine starke Sherry Note.

Das alkoholische Standardgetränk ist Arrak, ein aus dem gegorenem Saft der Kokospalme (Toddy) gebrannter Schnaps. Geschmacklich ähnelt er ein wenig dem irischen Whiskey. Eine Flasche Arrak eignet sich auch immer sehr gut als Mitbringsel bei einer Einladung.

Alkoholische Getränke sind durch die Regierung stark verteuert worden - die Ladenpreise liegen deutlich über den Preisen in Deutschland, weswegen die Mitnahme von Spirituosen im Rahmen der Zollfreigrenzen sinnvoll sein kann. Alkohol einschließlich Bier wird nur in sog. "Wine Stores" verkauft, die oft stark gesichert sind. In Restaurants ist Alkohol nicht immer erhältlich - die Preise liegen dort derzeit (Dezember 2016) bei ca. 350 bis 600 Rs. pro Flasche oder Dose Lion Lager, zuzüglich der oft erhobenen "Service Charge" von 10 %.

Milch wird aus Milchpulver selbst gemacht, eine Kühlkette für die Milchlogistik gibt es nicht.

Ein typischer Tag mit einfachem Essen:

Morgens Obstfrühstück: Papayas, Mangos, Bananen, Ananas, etc.
Mittags Mittagessen: Rice and Curry with Fish, also Reis, Linsen, Bohnen, Kichererbsen, Fischsauce, Salat
Abends: Rice and Curry, diesmal vielleicht mit Hähnchenfleisch und oder anderen Beilagen

Generell hat der Europäer keine Probleme mit der singhalesischen Küche, die Singhalesen essen nichts, was uns irgendwie eklig vorkommen könnte. Man kann beherzt drauflos essen. Guten Appetit !

Nachtleben[Bearbeiten]

Oberhalb von Kandy
An der Küste bei Induruwa

Das Mallorca Asiens ist Sri Lanka wahrlich nicht. Wer viel Party machen möchte, sollte besser nach Thailand gehen. Der Buddhismus vermittelt den Menschen ein Weltbild in dem sie ihre Funktion haben und nach der Wiedergeburt in einer anderen Form sehen wir weiter. Das bedeutet, dass niemand sich zu hohe Ziele steckt, sondern eher seine Situation akzeptiert.

In Colombo gibt es verschiedene Möglichkeiten, einen guten Überblick verschafft das kostenlose Magazin 'LT-Colombo' - Leisure Times Colombo. Leider wimmelt es in Colombo von sog. V.I.P. Clubs wo die selbstauserkorene Elite des Landes sich zum Stelldichein trifft, teilweise sogar 'for foreigners only'.

Da Reggae eine der Lieblingsmusikrichtungen der Singhalesen ist (von 8 bis 88 Jahren beliebt) gibt es häufiger Strandparties (zwischen Mount Lavinia und Galle) mit dieser Musik. Von UB40 bis Bob Marley und Jimmy Cliff ist alles dabei.

Singhalesische/ Tamilische Musik (Juni 2005):

  • Delon Jayasingha
  • Ashanthi
  • Krishan
  • Bathiya and Santhush
  • Iraj
  • Centigradz
  • Ranidu
  • Gypsies

Nationalparks[Bearbeiten]

Das 1949 ins Leben gerufene Departement of Wildlife Conservation listet heute insgesamt 77 Naturschutzgebiete. Diese werden in vier Kategorien unterteilt:

  • Strikte Naturreservate, in denen keine Besuche erlaubt sind (3 Reservate)
  • Nationalparks, die nur mit Beschränkungen besucht werden können (14)
  • Naturreservate mit nur traditionellen Aktivitäten, jedoch keine Safaris (4)
  • Sanktuarien, mit nur eingeschränkten menschlichen Aktivitäten (56)

Liste der wichtigsten Nationalparks:

  • Adam’s Bridge: gegründet am 22. Juni 2015, 19000 ha
  • Angammedilla: gegründet am 6. Juni 2006, 7500 ha
  • Bundala: gegründet am 4. Januar 1993, 6200 ha
  • Chundikkulam: gegründet am 22. Juni 2015, 19600 ha
  • Delft: gegründet am 22. Juni 2015, 1800 ha
  • Flood Plains: gegründet am 7. August 1984, 17400 ha
  • Gal Oya: gegründet am 12. Februar 1954, 25900 ha
  • Galway's Land: gegründet am 18. Mai 2006
  • Hikkaduwa: gegründet am 8. Okober 2002, 100 ha
  • Horagolla: gegründet am 28. Juli 2004
  • Horrowpatana: gegründet am 06. Dezember 2011, 2600 ha
  • Horton Plains: gegründet am 18. März 1988, 3160 ha
  • Kaudulla: gegründet am 1. April 2002, 6656 ha
  • Kumana (Yala East): gegründet am 20. Januar 1970, 18100 ha
  • Lahugala Kitulana: gegründet am 31. Oktober 1980, 1600 ha
  • Lunugamvehera: gegründet am 8. Dezember 1995, 23500 ha
  • Madhu Road: gegründet am 22. Juni 2015, 16400 ha
  • Maduru Oya: gegründet am 9. November 1983, 58800 ha
  • Minneriya: gegründet am 12. August 1997, 8890 ha
  • Pigeon Island: gegründet am 24. Juni 2003, 19000 ha
  • Somawathiya: gegründet am 2. September 1986, 37600 ha
  • Udawalawe: gegründet am 30. Juni 1972, 31000 ha
  • Ussangoda: gegründet am 6. Mai 2010, 300 ha
  • Wasgamuwa: gegründet am 7. August 1984, 37100 ha
  • Wilpattu: gegründet am 25. Februar 1938, 131700 ha
  • Yala (Ruhuna): gegründet am 25. Februar 1938, 97900 ha

Der Besuch der verschiedenen Nationalparks ist nicht zu jeder Jahreszeit zu empfehlen: Besuchszeiten und Eintrittspreise der Nationalparks

Unterkunft[Bearbeiten]

Unterkunftspreise sind oft verhandelbar, wenn die Unterkunft nicht über Internetportale vorgebucht wurde - daher stehen

Unterkunft[Bearbeiten]

Unterkunftspreise sind oft verhandelbar, wenn die Unterkunft nicht über Internetportale vorgebucht wurde - daher stehen häufig auch keine Preise angeschreiben.

Klimaanlagen sind zwar eine tolle Erfindung, aber ein einfacher Ventilator tut's auch. Singhalesisch schlafen heißt: offene Tür, offenes Fenster und Ventilator an. Der Deckenventilator (Fan) vertreibt auf hoher Stufe auch Mücken und andere Flugtiere. Türen zu Schlafräumen sind im Privatbereich meist auch nur Vorhänge und Teile der Fenster haben Moskitonetze statt Glasscheiben.

Steckdosen in Sri Lanka haben 3 runde Pole - der Steckdosentyp D, der aus der Kolonialzeit stammt, in GB jedoch fast ausgestorben ist. Adapter für Großbritannien funktionieren daher in Sri Lanka nicht. Viele Unterkünfte verleihen Adapter, so daß man nicht zwingend einen mitbringen muß. Manche Touristen stecken auch schlicht einen Kugelschreiber in den oberen Pol - dieser führt keinen Strom, sondern enthält nur eine mechanische Schutzvorrichtung, die die unteren Pole verschließt, bis halt oben der Kugelschreiber eingeführt wird...

Steckdosen haben einen eigenen Ein- und Ausschalter - funktioniert die Steckdose nicht, liegt es evtl. nur daran, daß sie nicht eingeschaltet ist.

Lernen und Studieren[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Wasserbüffel eines Bauern

Das Land verfügt über ein weitgehend funktionierendes Schulsystem. Einige Projekte bieten ergänzende oder für junge Erwachsene weiterführende Kurse in Englisch oder zum Beispiel Informatik an. Es besteht so die Möglichkeit, als Kursleiter einige Zeit in Sri Lanka tätig zu werden. Im Rahmen von Naturschutzprojekten ist es möglich, beim Schutz von Meeresschildkröten oder Elefanten aktiv zu werden. Praktisch ist es jedoch so, das solche Projekte eher kein Entgelt auszahlen sondern oft ihrerseits von den Teilnehmern Geld für Unterkunft und Verpflegung einziehen.

Feiertage[Bearbeiten]

Es gibt acht gesetzliche Feiertage:

Termin Name Bedeutung
4. Februar Unabhängigkeitstag, erinnert an die Unabhängigkeit von England im Jahre 1948
14. April 2017 Karfreitag, vor dem ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond
13. April Singhalesisches und Tamilisches Neujahr
14. April Buddhistisches Neujahr
21. April Geburtstag des Propheten Mohammed
1. Mai Maifeiertag
Mai Vesak Day = Buddhas Geburtstag
3. November Ende des islamischen Fastenmonats
25. Dezember Weihnachtstag
Ein Tempelbaum mit Glückssprüchen
Der Zahntempel

Zu den gesetzlichen Feiertagen gehören auch die monatlichen Tage des Vollmondes, die Poya-Days, s. http://www.holiday-times.com/public-holidays-sri-lanka/ für 2014. An allen diesen Tagen ist die Ausgabe alkoholischer Getränke in Restaurants und Bars nicht erlaubt. Dieses Verbot kann auch in Hotels gelten. Neben den gesetzlichen Feiertagen spielen in einem buddhistischen Land natürlich die religiösen Feste eine wichtige Rolle. Auch wenn die gesetzlichen Feiertage aus verschiedenen Religionen stammen, gibt es doch auch wichtige buddhistische Feste.

Tempelfest

Jeden letzten Tag im Monat ist in allen Tempeln ein kleines Fest. Dies ist ein wichtiges Ritual zur Förderung der Gemeinschaft der Gläubigen. Am Anfang des Monats kommen die Kinder des Dorfes an jedes Haus und erbitten eine Spende für das nächste Tempelfest. Für seine Spende kann man beim Tempelfest essen und trinken. Es werden typische singhalesische Speisen wie Reis und Curry bereitet.

Esala Perahera

Im August jedes Jahres findet ein buntes Tempelfest in Kandy statt. Dies ist eine mehrtägige Feier, zu der Buddhisten von der ganzen Insel und auch aus anderen buddhistischen Ländern kommen. Das Zahnrelikt - das ist ein Eckzahn Buddhas (bzw. eine Kopie davon) - wird aus dem Tempel in Kandy geholt und auf einem Elefanten durch die Stadt getragen. Es ist eine nächtliche Parade mit Elefanten, Tänzern, Trommlern, Licht und vielen festlich gekleideten Besuchern.

Sicherheit[Bearbeiten]

Sri Lanka ist ein armes Land mit einem niedrigen Durchschnittseinkommen und einer hohen Arbeitslosigkeit. In vielen Ländern ist dies gleichbedeutend mit einer hohen Kriminalitätsrate, aber nicht so in Sri Lanka. Die Menschen sind sehr friedliebend, was einem Touristen sehr entgegenkommt.

Der Buddhismus (in der Form, wie er auf Sri Lanka gelehrt wird) hat u.a. das Motto "Wenn du glücklich lebst, wirst du als etwas Besseres wiedergeboren". Daraus leiten viele Singhalesen eine konfliktfreie, friedliche Lebensart ab. Der Buddhismus lehrt auch, die Situation, in die man hineingeboren wurde, zu akzeptieren. Dies trägt auch viel dazu bei, dass Diebstahl nicht verbreitet ist.

Man kann sich absolut frei bewegen: Zug fahren, Auto fahren, nachts am Strand schlafen, in einem offenen Boot in den Mangroven übernachten. Natürlich sollte man im Zug auf sein Gepäck aufpassen, aber das sollte man überall auf der Welt.

Generell kann man sagen, dass man nicht leichtgläubig sein sollte und nichts tun sollte, was man nicht auch zuhause täte. Im Netz liest man Stories von Urlaubern (größtenteils Pauschaltouristen), die durch einen öffentlich-verschwenderischen Umgang mit Geld, die Unwissenheit über den Wert des Geldes und eine gehörige Portion Naivität die Nepper, Schlepper und Bauernfänger geradezu magisch angezogen haben.

Beim Thema Sicherheit kommt man zwangsläufig auch auf das Thema Tamilenkonflikt bzw. "Nord- und Ostprovinzen".

Die Tamilen möchten gerne einen Staat "Tamil Eelam" haben, die singhalesische Regierung Sri Lankas bekämpft dieses Bestrebungen. In der Folge hat es einen dreißigjährigen, verlustreichen Bürgerkrieg gegeben, der zwischen der LTTE (Tamil Tigers) und den regierungstreuen Militärs ausgetragen wurde. Den Rebellen gelang es einmal sogar, die gesamte Flotte der Sri Lankan Airlines zu zerstören. Letztlich hatten sie aber nicht die Mittel, sich durchzusetzen, zumal sich eine Teilgruppe der Tiger abspaltete und mit der Regierung kollaborierte.

Der Bürgerkrieg endete 2009 mit einem Sieg der Regierungsarmee, die LTTE wurde zwischenzeitlich entwaffnet. Dennoch ist die Sicherheit in den ehemals von den Rebellen kontrollierten Gebieten (auf der nördlichen Jaffna-Halbinsel) noch nicht zu 100% gegeben. Die Behörden vor Ort geben Informationen, welche Gebiete sicher bereist werden können.

In Colombo begegnen einem vielfach Straßensperren, die Regierungsgebäude absichern; das wirkt auf den ersten Blick ziemlich kriegerisch, aber da die Tigers schon Anschläge auf wichtige Gebäude in Colombo verübt haben, ist die Regierung vorsichtig.

Gesundheit[Bearbeiten]

Nahrungsmittel - und vor allem deren Lagerung - müssen den örtlichen Gegebenheiten angepasst sein. Es empfiehlt sich dringend auf "europäische" Speisen zu verzichten, da diese aufgrund der oft nicht vorhandenen oder unzuverlässigen Kühlung einfach zu schnell verdorben sind. Singhalesisches Essen ist generell sehr scharf und daher kein guter Nährboden für Bakterien. Also sollte man sofort nach der Ankunft auf des lokale Essen umstellen.

Leitungswasser gibt es eigentlich nur in Colombo und in Kandy, das Wasser was man auf dem Dorf "aus der Leitung" zapft wird aus einem Brunnen gepumpt und anschließend in charakteristischen runden schwarzen Plastiktanks (die auf vielen Häusern zu finden sind) zwischengelagert. Durch die Schwerkraft kommt das Wasser aus den höhergelegenen Tanks mit dem natürlichen Druck aus dem Hahn.

Bei kleinen Verletzungen funktionieren die "Antiseptic Plasters" gut, die es überall gibt, wo es "daily goods" gibt.

Den privaten Krankenhäusern (z.B. den blauen Philips Hospitals) ist der Vorzug gegenüber den staatlichen zu geben. Die Preise sind für Touristen viel höher als für Einheimische, bitte nicht wundern!

Laut WHO ist Sri Lanka malariafrei. Trotzdem sollten Insektenschutzmittel benutzt werden, da nach wie vor das Deguefieber und die Japanische Enzephalitis durch Moskitos übertragen werden können.

Gefahren durch Schlangenbisse.

Es gibt 64 Schlangenarten, wovon sechs giftig sind, darunter die tagaktive Brillenschlange und die nachtaktive Krait aus der Familie der Giftnattern. Generell gilt, dass sie gegenüber dem Menschen nicht aggressiv werden, solange sie sich nicht bedroht fühlen. Dennoch gibt es pro Jahr 40-70 Todesfälle in Sri Lanka, da es oft zu lange dauert, bis das Opfer an rettendes Serum gelangt.

Ayurveda: das Wissen vom gesunden Leben ist eine Jahrtausende alte Heilkunst, in zahlreichen Läden wird ayurvedische Medizin angeboten, auch die Ayurveda-Kuren genießen einen guten Ruf.

Zigaretten: Aktuell (Dezember 2016) kostet eine Schachtel Zigaretten 1.000 Rs., also mehr als in D, und ist damit für Einheimische fast unerschwinglich geworden.

Klima und Reisezeit[Bearbeiten]

Niederschlagszonen und Bewässerung

Monsoon (auch Monsun) ist das Stichwort wenn man über die klimatischen Verhältnisse auf Sri Lanka nachdenkt. Eine schöne Erklärung zum Wetter auf Sri Lanka findet sich bei SriLanka-info.com.

Das Klima Sri Lankas ist gleichmäßiger und für den Europäer angenehmer als das Indiens. Im nördlichsten Teil, dem Gebiet um Jaffna, herrscht Dürre; bei Trincomalee ist der Regenfall häufig, aber leicht, und im Innern bedürfen die Felder der Bewässerung. Im Süden fallen heftige Regen zur Zeit der Monsune (April, Mai und Oktober, November).

Klimadaten für Colombo:

Monat J F M A M J J A S O N D
Regentage 7 6 8 14 19 18 12 11 13 19 12 8
Sonnenstunden 6 6 7 7 4 4 4 5 6 6 6 5
Tagestemperaturen in °C 30 31 31 31 30 30 29 29 29 29 29 30

Bedingt durch die geografische Lage kommt Sri Lanka gleich zweimal in den Genuss des Monsuns. Einmal ist es der Nordost-Monsun, er dauert in etwa von November bis April und wird verursacht durch den Nordost-Passat. Die nach Sri Lanka strömende Luft kommt über den Golf von Bengalen und trifft auf die Nordostküste der Insel. Erst weit im Landesinneren sind die Berge hoch genug, dass es zu Steigungsregen kommt.

Von Mai bis Oktober kommt Sri Lanka unter den Einfluss des Südost-Passats, der auf der Südhalbkugel der Erde weht. Bedingt durch Tiefdruckgebiete über Indien wird er abgelenkt und trifft so als Südwest-Monsun auf die Süd- und Westküste der Insel und regnet über dem Zentralen Hochland ab. Er bringt auch weitaus mehr Feuchtigkeit mit als der Nordost-Monsun. Die Feuchtzone im Südwesten der Insel ist gekennzeichnet von Niederschlägen über 2.500 mm/Jahr. Zum Vergleich: in der Trockenzone sind es rund 1.500 mm/Jahr, das ist jedoch immer noch doppelt so viel wie in Hamburg (773 mm/Jahr). Allerdings ist die Regenmenge in einigen Monaten sehr gering.

Klima von Trincomalee
J F M A M J J A S O N D
27.8
24.3
7
29.1
24.5
5
30.8
25.0
4
32.9
25.8
5
34.5
26.4
4
34.7
26.4
2
34.5
25.8
4
34.3
25.6
5
34.0
25.2
6
31.8
24.6
12
29.2
24.2
16
28.0
24.2
16


116 105 56 49 50 25 64 86 100 222 343 365
31.8
Mittlere Jahreshöchsttemperaturen in °C
25.2
Mittlere Jahrestiefsttemperaturen in °C
1581
Jahresniederschlag in mm
86
Anzahl der Regentage
Klima von Ratnapura
J F M A M J J A S O N D
32.7
21.7
9
33.8
21.8
9
34
22.6
14
33.5
23.4
20
32
23.9
20
31
23.7
21
30.7
23.5
19
30.7
23.4
20
30.9
23.1
20
31.3
22.9
21
31.7
22.6
18
31.8
22.3
14


111 137 212 339 476 412 293 304 421 437 371 235
32
Mittlere Jahreshöchsttemperaturen in °C
22.9
Mittlere Jahrestiefsttemperaturen in °C
3748
Jahresniederschlag in mm
205
Anzahl der Regentage

Regeln und Respekt[Bearbeiten]

Die Singhalesen sind manchmal typisch asiatisch-wuselig und manchmal tief in Meditation versunken. Wenn man die selben Personen in solch unterschiedlichen Rollen sieht, glaubt man das kaum.

Die Menschen auf Sri Lanka legen Wert auf eine gute Stimmung und versuchen allen alles irgendwie recht zumachen, damit die Wiedergeburt als "etwas besseres" (wie der Buddhismus es sagt) auch eintritt.

Diese Stimmung steckt an, denn wer lächelt nicht gerne. Sie ist aber nicht immer mit europäischen/nicht-buddhistischen Denkweisen vereinbar. Sprüche wie "Da muss man halt durch", oder Antworten wie "Nein, geht nicht" gibt es traditionell nicht. Eher wird etwas nicht gemacht, als dass man -durch schlechtes [unglückbringendes] Verhalten- den Aufstieg auf der Karriereleiter (durch Wiedergeburt) gefährdet.

Dieses Verhalten entspringt der Angst, das Gesicht zu verlieren. Diese Gesichtsverliererei, bzw. die Angst der Singhalesen davor können einen Reisenden (der dieses Problem nicht kennt) ganz schön aufregen. Genau dann sollte man daran denken, dass man in dem Land zu Gast ist und dieses Verhalten akzeptieren. Also, wenn man statt einer Antwort auf eine (für uns ganz normale) Frage nur ein Lächeln zurückbekommt, vielleicht zusammen mit einer ausweichenden Antwort, sollte man daran denken, dass der Singhalese etwas nicht sagt, weil er dadurch sein Gesicht verliert. Wenn man etwas anders fragt, kommt man in der Regel weiter.

Die singhalesische Bevölkerung ist nicht einheitlich zusammen gesetzt. Die verschiedenen Religionen (70% Buddhisten, 15% Hindus, 7,5% Muslime, 7,5% Christen (vornehmlich Tamilen!) haben alle Ihre eigenen Vorstellungen von respektvollem Umgang mit Tempeln, Kirchen, Heiligen Stätten, etc.

Einige Grundregeln, mit denen man immer gut fährt, seien hier angegeben:

  • Angemessene Kleidung. Die Singhalesen kleiden sich sauber und (je nach vorhandenen Mitteln) gut. Kein Mensch käme auf die Idee, in der Stadt Bermudashorts anzuziehen, sowas gehört an den Strand. Auffallend viele Frauen laufen mit dunklen Regenschirmen herum, denn das Schönheitsideal ist möglichst helle Haut.
  • Freundliches Verhalten. Die Menschen begegnen einem mit einer freundlichen Einstellung. Dies sollte man erwidern, denn es braucht nicht viel dazu und zeigt den Einheimischen, dass man ein wissender Reisender ist. Wenn man allerdings am Bahnhof Tickets haben will und in der Schlange um die besten Plätze gekämpft wird, darf man auch mitmachen. Es gilt, das Verhalten der Singhalesen zu studieren und soweit es sinnvoll ist, nach zu ahmen.
  • Die Buddhisten sollte man beim Morgen- und Abendgebet nicht stören, denn der auf Sri Lanka gelebte Buddhismus (Theravada) ist eine sehr intensive Art des Buddhismus, die Menschen glauben an die schlimmen Auswirkungen die ein "nicht-buddhistisches Verhalten" nach sich zieht. Sri Lanka ist übrigens laut Gallup Umfrage das zweitreligiöseste Land der Welt (gemeinsam mit Ägypten und Bangladesh)
Kokosoellichter im Tempel
Opfergaben (Blumen) im Tempel
  • Tempelbesuche. Keine Kopfbedeckungen, keine Schuhe, zumindest 3/4 lange Hosen, bedeckte Schultern. Wenn man sich so verhält und kleidet wie die Einheimischen es tun, macht man nichts falsch. Kaum etwas aus dem Bereich Tempel/Glauben ist den Buddhisten vorbehalten. Als Europäer braucht man zwar nichts opfern, aber da die meisten Rituale (Gebete, Lichter, Räucherei) bekannt sind, ist man eingeladen mitzumachen. Gebete handeln meistens von Glück. Beispielsweise bedankt man sich für das Glück, das man hatte, wünscht sich und anderen, der Familie und Freunden Glück für die Zukunft, für Ereignisse die bevorstehen, die Fahrt nach xyz, etc. Mitmachen ist erlaubt und erwünscht. Touristen, die im Tempel nur glotzen, werden zwar nicht verscheucht, aber wer ein kleines Gebet für die Freunde in der Heimat übrig hat, wird schon ganz anders wahrgenommen.
  • Mönche. Mönche sind etwas besonderes auf Sri Lanka. Der Theravada-Buddhismus macht die Mönche nicht zur zurückgezogenen Randgruppe, sondern zu einer mächtigen und einflussreichen Gruppe, die starken Einfluss auf die Politik hat. Mönche sind stark in die Gesellschaft integriert, meistens besser gebildet und Personen des Vertrauens. Es ist nicht seltsam, dass gerade Mönche "ehrlichere" Auskünfte geben als normale Bürger, obwohl die Mönche noch stärker den Buddhismus leben. Die oftmals bessere Bildung führt dazu, dass Mönche wissen, dass sie vor Ausländern ihr Gesicht nicht wirklich verlieren können. Mönche sind meistens sehr nett, sie helfen einen in einem Tempel wenn man keine Ahnung hat, erklären einem die Grundsätze der buddhistischen Religion wie z.B. Buddhas Lebensgeschichte. Mönche kann man fragen, was sich hinter verschlossenen Türen im Tempel verbirgt. Eines sollte man vermeiden: Mönche berühren - das kann je nach Untergruppierung den Mönch zwingen, sich einem langen und mühsamen Waschritual zu unterziehen. Wenn der Mönch einen berührt (z.B. die Hand gibt o.ä.), dann kann man sicher sein, dass dieser Mönch keine Angst vor Verunreinigung durch den Reisenden hat.

Fotografieren

  • Buddhastatuen dürfen fotografiert werden! Tempel und buddhistische Glaubenseinrichtungen auch. Bei Opferzeremonien (in Anwesenheit eines Mönches) sollte man nicht fotografieren und auch nicht dann, wenn man Buddha den Rücken zudreht. Wichtig: Wenn man Buddha und lebende Personen (egal welcher Religion) zusammen fotografieren möchte, sollten alle Personen Buddha anschauen. Falls man sitzt, sollte man sich (wie übrigens auch Buddha) im Schneidersitz vor die Statue setzen und nicht die Beine lang ausstrecken, denn Fußsohlen sind nicht 'rein' und sollten nicht auf irgendetwas zeigen, dem man mit Respekt begegnen soll.
  • Hindu Tempel: hier gilt das gleiche. Respekt vor Shiva, Vishnu, etc. drückt man durch freundliches Verhalten gegenüber den Statuen aus.
  • Christliche Kirchen. Fotografieren sollte man erst, nachdem man den zuständigen Pastor gefragt hat. Ansonsten ist der christliche Glaube ja den meisten bekannt.

Nicht tun

  • Als Europäer versuchen, die eigene Denkweise jemandem "klar machen". Was nicht so ist, wie wir es uns vorstellen, wird sich bestimmt nicht in der kurzen Zeit, die man vor Ort ist, ändern. Außerdem: wie würden wir denken, wenn uns jemand einreden will, dass unsere Ansichten total falsch sind?
  • Ängstlich sein. Man kann mit den Singhalesen über wirklich alles reden. Es gibt nicht die vielfach beschriebenen Fettnäpfchen. Wenn man den Abschnitt "Respekt" gelesen hat, ist alles klar.

Fazit: Der interessierte Reisende wird viele Antworten auf Fragen nach Religion, Glauben, Verhalten etc. bekommen. Einheimische erzählen ohne Probleme davon. Wer Interesse zeigt, wird merken, dass die Menschen einen sehr gerne integrieren. Ehe man sich es versieht, steckt man mitten in Familienfesten, Hochzeiten, Tempelbesuchen etc. Durch angepasstes Verhalten eröffnet man sich die Möglichkeit auf "die andere Seite" zu kommen und mehr als dabei zu sein. Ich wünsche jedem Reisenden solche Erfahrungen.

Post und Telekommunikation[Bearbeiten]

Sri Lanka ist ein Land in der Nähe des Äquators und kann somit über einen starken Waldbewuchs nicht klagen. Der Dschungel ist nicht gerade das beste Terrain um eine Infrastruktur (also auch Telefonleitungen) aufzubauen. Seit langer Zeit gibt es in Lanka die sog. Wireless Local Loops, das sind Festnetztelefone, die in einer bestimmten Funkzelle funktionieren. Diese Technik war lange Zeit die einzige Möglichkeit, einen Telefonanschluss im Dschungel zu bekommen.

Heute haben Mobiltelefone Sri Lanka fest im Griff. Die Vorteile liegen auf der Hand: Keine Kabel, Antennenmasten standen vielerorts durch die WLL Technik zur Verfügung, günstige Endgeräte, etc. Es gibt zwei große Provider, Dialog und Celltel sowie kleinere wie Mobitel, die zum Teil aber nur als Wiederverkäufer agieren. Das Netz von Dialog ist wesentlich besser (Stand Juni 2005) als das Celltel-Netz. Es lohnt sich, ab der ersten Minute eine Prepaidkarte anzuschaffen, da die SMS-Gebühren sehr niedrig sind (3 ct/ SMS) und so keine Roaminggebühren entstehen. Dialog bietet eine Prepaidkarte namens kit an (Vorwahl 077), die Aufladekarte heißt "ezLoad"; Celltel's Pendant heißt cellcard.

Internet[Bearbeiten]

In etwas größeren Orten gibt es fast überall auch ein Internetcafé. Die meisten sind leider mit proprietären Betriebssystemen ausgestattet, jedoch kann man fast überall einen geeigneten Client zur sicheren Kommunikation downloaden und installieren. Zumeist sind die Internetcafés über eine einzelne Dial-Up-Leitung angebunden, sodass die Geschwindigkeit "überschaubar" bleibt. Viele Cafés haben WLAN-Router im Einsatz, aber nicht alle bieten das WLAN auch nach außen als vorgesehene Dienstleistung an. DSL ist effektiv nur in Colombo und Kandy verfügbar. Die Hauptschwierigkeit der Kommunikation ist weniger der Zugang zum Provider als offenbar die Anbindung des Landes an den Rest der Welt.

Preise[Bearbeiten]

Die Celltelkarte (Prepaid - Vorwahl 072) kostet 800 Rs. (6 €) und enthält Guthaben für 400 Rs (3 €). Aufladekarten gibt es in den Größen 150, 400 oder 1000 Rs (1,20 € 3 € oder 8 €). Eine Stunde Internetnutzung sollte zwischen 100 Rs in einfachen Internet-Cafés und 500 Rs in Hotels zu bekommen sein. Die Preise sind vom Juni 2005.

Literatur[Bearbeiten]

  • Claudia Ackermann: Sooriya Kumar - Sohn der Sonne. Eine Lebensreise von Sri Lanka bis Hawaii. 2016 (Deutsch). Nach wahren Begebenheiten mit 75 farbigen Abbildungen
  • Claudia Ackermann: Der Krokodilfelsen. Sehnsucht nach Sri Lanka. traveldiary.de Reiseliteratur-Verlag, 2006 (1. Auflage), ISBN 3937274294, S. 196 (Deutsch). Ein Reiseroman
  • Luitpold Leeb: Wer überholt, der hupt. In: In Asien, Bd. 1 (Januar/Bebruar) (2009), S. 24-27 (Deutsch). - Mit Teak-Trucks unterwegs in Sri Lanka
  • Christine Peinsteiner: Faszination Sri Lanka. 2010, S. 204 (Deutsch). Der etwas andere Reiseführer
  • Eberhard Schmidt: Liebe und Tod in Colombo. 2011, S. 243 (Deutsch). Spannender Thriller über die dunkle Seite der Insel

Weblinks[Bearbeiten]


Brauchbarer Artikel Dies ist ein brauchbarer Artikel. Es gibt noch einige Stellen, an denen Informationen fehlen. Wenn du etwas zu ergänzen hast, sei mutig und ergänze sie.
  1. [1] (zggr. 2015-07-03)