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Unesco-Welterbestätten in Asien
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Anuradhapura

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Anuradhapura ist die Hauptstadt von Sri Lankas nördlicher Zentralprovinz.

Jethavarama Dagoba
Jethavarama Dagoba
Anuradhapura
Provinz Sri Lanka/Nördliche Zentralprovinz
Einwohner 56.632
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Höhe
81 m
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Lage
Lagekarte von Sri Lanka
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Anuradhapura

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Stadt Anuradhapura ist Hauptstadt der Nördlichen Zentralprovinz und des Distrikts Anuradhapura. Sie liegt in einer Ebene, die durchflossen wird vom Malvathu Oya, er ist mit einer Länge von 164 km der zweitlängste Fluss des Landes. Die ältesten Spuren menschlicher Besiedlung stammen aus der Zeit um 900 v. Chr. Die eigentliche Stadtgründung erfolgte in etwa um 400 v. Chr., Anuradhapura wurde zur Hauptstadt eines singhalesischen Königreichs namens Rajarata. Die Stadt wuchs rasch und hatte im Jahr 100 n. Chr. etwa 130.000 Einwohner, sie zählte damals zu den 10 größten Städten der Welt. Dies war nur möglich durch die großen Stauseen Basawak Kulama, Tissa Wewa und Nuwara Wewa, sie waren durch ein ausgeklügeltes System von Kanälen miteinander verbunden, versorgten damit die die Bevölkerung mit Wasser und ermöglichten den Anbau von Reis.

Etwa um 250 v. Chr. verbreitete sich der Buddhismus auf Sri Lanka. Die Nonne Sanghaittra, Tochter des Königs Ashoka, kam im Jahr 245 nach Anuradhapura und brachte einen Zweig eines Bodhi-Baumes mit. Dieser Zweig stammte von dem Bodhi-Baum, unter dem Buddha seine Erleuchtung fand. Auch heute noch ist der Jaya Sri Maha Bodhi eines der wichtigsten buddhistischen Symbole des Landes und Ziel zahlreicher Pilger. Unter den ersten buddhistischen Königen des Landes entstanden rund um die Königszitadelle die bedeutenden Klöster Maha Vihara, Jetavana Vihara und Abhayagiri Vihara.

Im 10. Jahrhundert n. Chr. eroberten die südindischen Herrscher der Chola-Dynastie das sinbghalesische Reich. Anuradhapura verlor damit die Bedeutung, die es über 13 Jahrhunderte besaß. Auch als es schließlich gelang, die Chola zu vertreiben, kehrten die singhalesischen Könige nicht mehr nach Anuradhapura zurück, sie verlegte ihren Herrschaftssitz in das strategisch günstiger gelegene Polonnaruwa. Während der heilige Bodhi-Baum immer noch das Ziel buddhistischer und auch hinduistischer Pilger blieb, wurden Paläste und Klöster aufgegeben und vom Dschungel überwuchert. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Stadt unter der Regie der Briten teilweise wieder freigelegt.

Der den Bodhi-Baum umgebende Tempelbezirk sowie die noch vorhandenen weltlichen Bauwerke gehören seit 1982 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Anreise[Bearbeiten]

Entfernungen (Straßenkilometer)
Colombo 206 km
Jaffna 198 km
Kandy 135 km
Polonnaruwa 103 km
Puttalam 74 km
Sigiriya 70 km
Trincomalee 110 km

Mit der Bahn[Bearbeiten]

  • Es gibt eine Zugverbindung von Colombo mit der Expo Rail. Bahnhöfe in 1 Anuradhapura und in 2 New Town.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Das Gelände der Heiligen Stadt ist zwar recht eben, jedoch sehr weitläufig. Zahlreiche Tuk-Tuk-Fahrer bieten jedoch gerne ihre Dienste an.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Maha Vihara
Ruwanweli Dagoba

Maha Vihara[Bearbeiten]

Das älteste Kloster der heiligen Stadt liegt in der Nähe des Stausees Basawak Kulama, es wurde im 3. Jahrhundert v. Chr. gegründet. Auf seinem Gelände sind nur wenige originale Bauwerke erhalten.

Ruwanwelisaya Dagoba[Bearbeiten]

Der weithin sichtbare weiße Stupa 1 Ruwanwelisaya wurde um 150 v. Chr. errichtet und im Laufe der Zeit mehrmals renoviert. Er erreichte einst eine Höhe von 107 m, hatte einen Umfang von 290 m. Heute ist er nur noch 55 m hoch. Er steht auf einer quadratischen Terrasse, diese wird umgeben von einer mit Elefanten geschmückten Wand. Die Gebäude in seiner unmittelbaren Nähe sind jüngren Datums, sie dienen in erster Linie religiösen Zwecken. Vor dem Besuch des Stupa muss man die Schuhe ausziehen, man kann sie beim Eingang gegen eine Gebühr von 25 LKR deponieren. Dies ist angesichts der recht neugierigen Affen empfehlenswert. Wegen der oft recht heißen Steine empfiehlt es sich, dicke Socken zu tragen.

Loha Pasada[Bearbeiten]

Der ursprünglich mit einem Kupferdach bedeckte Palast 2 Lovamahapaya oder Loha Pasada stand zwischen dem Jaya Sri Maha Bodhi und dem Ruwanwelisaya. Von dem im 2. Jahrhundert v. Chr. errichteten hölzernen Gebäude sind nur noch die steinernen Grundsäulen übrig, es sind 40 x 40 Säulen, die auf einer Grundfläche von 2.500 m² die Ausmaße des ehemals 9-stöckigen Palastes erahnen lassen.

Jaya Sri Maha Bodhi[Bearbeiten]

Jaya Sri Maha Bodhi
Zugang zum Jaya Sri Maha Bodhi

Der heilige 3 Bodhi-Baum ist eines der wichtigsten buddhistischen Symbole des gesamten Landes. Um ihn zu besuchen, muss man sich einer Sicherheitsüberprüfung (Frauen links, Männer rechts unterziehen. Es wird angemessene Kleidung erwartet, zumindest Schultern und Knie sollten bedeckt sein, Schuhe sind auszuziehen. Das Gelände des Bodhi-Baums ist umgeben von einer Mauer, die zum Schutz vor wilden Elefanten errichtet wurden. Auch wurden rings um den heiligen Bodhi-Baum einige "normale" Bäume gepflanzt, so soll verhindert werden, dass das Heiligtum durch Sturm oder Tiere beschädigt wird. Der Baum selbst steht auf einer Terrasse, sie ist umgeben von einem vergoldeten Gitter. Der Baum selbst ist Gegenstand einer tiefen religiösen Verehrung, sichtbares Zeichen sind die zahlreichen Gläubigen in weißer Kleidung oder auch Mönche in ihren orangefarbenen Gewändern.

Thuparama Dagoba[Bearbeiten]

Der 4 Thuparama ist die wohl älteste Dagoba in Sri Lanka. Er gehörte früher zu einem eigenen Kloster, wurde jedoch später Teil des Maha Vihara. Der Dagoba war ursprünglich überdacht, von der Dachkonstruktion stehen noch 41 der ursprünglich 176 Granitsäulen.

Jetavana Vihara[Bearbeiten]

Der Klosterkomplex 5 Jetavana Vihara liegt nordöstlich des Maha Vihara. Bedeutendstes Bauwerk ist der Jetavana Dagoba, er hatte ursprünglich eine Höhe von 122 m und war damit eines der größten Bauwerke der Welt, nur noch übertroffen von den Pyramiden von Gizeh. In der Folgezeit wurde der Dagoba vom Dschungel überwuchert. Nach Befreiung vom Pflanzenwuchs und Restaurierungen erreicht er heute nur noch eine Höhe von rund 70 m. Bei der Restaurierung wurden zahlreiche Gegenstände gefunden, sie wurden im nahegelegene Jetavana Museum untergebracht.

Abhayagiri Vihara[Bearbeiten]

Abhayagiri Vihara
Abhagiriya Dagoba

Das im 1. Jahrhundert v. Chr. gegründete Kloster liegt nördlich der Zitadelle. Auffälligstes Bauwerk ist der 6 Abhayagiri Dagoba mit einer Höhe von 84 m. Auf dem Gelände des Klosters befindet sich ein Museum mit einem Modell des Klosterkomplexes. Unweit davon der Stupa 7 Lankarama, die ihn umgebenden Steinsäulen trugen einst eine Überdachung. Unweit davon liegt der Eth Pokuna (Elefantenteich)

Auf dem Gelände des Klosters befindet sich auch die 8 m hohe Granitstatue des 8 Samadhi Buddha. Sehenswert auch die beiden rechteckigen Teiche 9 Kuttam Pokuna, deren Wände aus Granit gefertigt wurden. Wahrscheinlich dienten sie den Mönchen zum Baden. Zu- und Abfluss des Wassers erfolgte durch ein System von Kanälen und Röhren.

Weitere Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Isurumuniya Lovers
  • Der 10 Mirisaveti Stupa wurde um 150 v. Chr. erbaut und ist Ziel buddhistischer Verehrung. Der Stupa war wiederholt baufällig, letztmals wurde er 2006 restauriert.
  • 11 Isurumuniya, buddhistischer Tempel beim Tisawewa-Stausee aus dem 5. JH n.Chr., bekannt für seine Steinskulpturen
  • Mondsteine oder Sandakada pahana, halbmondförmige Steine, in der Regel vor der untersten SAtufe einer Treppe platziert, mit Motiven verziert, die an den Kreislauf der Wiedergeburt (Samsara) erinnern. Ein schönes Exemplar ist zu finden am Mahasena-Palais im Tempelbezirk des Abhayagiri Vihara

Atamasthana[Bearbeiten]

Man sagt, dass Buddha bei seinen drei Besuchen in dieser Stadt an acht heiligen Plätzen war, genannt Atamasthana. Es sind dies

  1. Jaya Sri Maha Bodhiya
  2. Ruwanwelisaya
  3. Lovamahapaya
  4. Jetavanarama
  5. Abhayagiri Dagoba
  6. Thuparamaya
  7. Lankarama
  8. Mirisaveti Stupa


Aktivitäten[Bearbeiten]

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Mondstein

Unterkunft[Bearbeiten]


Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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