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Ghana

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Ghana liegt in Westafrika. Angrenzende Länder sind die Elfenbeinküste, Burkina Faso und Togo. Im Süden grenzt das Land an den Golf von Guinea. Ghana erlangte bereits 1957 seine Unabhängigkeit von Großbritannien.

Lage
Karte von Westafrika mit eingezeichneter Lage von Ghana
Flagge
Flagge von Ghana
Kurzdaten
HauptstadtAccra
StaatsformPräsidialrepublik
WährungCedi (GHC)
Fläche239.000 km²
Bevölkerung25,2 Mio
SprachenEnglisch
ReligionenChristen 63 %, Muslime 16 %, Naturreligionen 21 %
Stromnetz230 V, 50 Hz (Typ G)
Telefonvorwahl+233
Internet TLD.gh
ZeitzoneMEZ - 1h

Regionen[Bearbeiten]

Ghana wird in zehn Regionen aufgeteilt, die von einem „Regional Minister“ verwaltet werden:

  • Ashanti
  • Brong-Ahafo
  • Central (Zentralregion)
  • Eastern (Ostregion)
  • Greater Accra (Groß-Accra) - die kleinste der zehn Regionen, dafür aber die am dichtesten besiedelte.
  • Northern (Nordregion)
  • Upper East (Obere Ostregion)
  • Upper West (Obere Westregion)
  • Volta - hier befindet sich der gleichnamige Volta-Stausee, gemessen an dem Stauvolumen der fünftgrößte Stausee der Erde.
  • |Western (Westregion)

Städte[Bearbeiten]

Karte von Ghana

Die Hauptstadt ist Accra mit etwa zwei Millionen Einwohnern. In den formal nicht zur Stadt gehörenden Vororten wohnen etwa eine Million Menschen. Die sogenannte zweite Hauptstadt Ghanas ist Kumasi. Die wichtigste Stadt im Norden ist Tamale, an der Westküste sind Cape Coast und Sekondi-Takoradi hervozuheben, östlich von Accra die größte Industrie- und Hafenstadt Tema.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Mole Nationalpark[Bearbeiten]

Größte Sehenswürdigkeit in Ghana ist der Mole-Nationalpark in der Nähe von Tamale. Dort sind Wildtiere (Warzenschweine, Affen, Elefanten, Antilopen, Wasserböcke ...) in freier Wildbahn zu Fuß und mit dem Geländewagen zu besichtigen. Gummistiefel werden vom Park gestellt, welche man auch benützen sollte, da oft matschige Stellen bei der Wanderung vorkommen. Von Tamale aus ist Larabanga (nähe Mole) über Damongo mit dem Tro-Tro und Taxi erreichbar. Eine Unterkunft findet man direkt im Park im Mole Hotel bzw. günstiger außerhalb des Parks in Larabanga bei Salia Brothers (zwischen 6 und 25 Cedi pro Nacht; Tel.: 00-233-275-544-453 oder 071).

Paga Crocodile Pond[Bearbeiten]

Ein weiteres Ziel im Norden ist Bolgatanga und von dort aus zum nah gelegenen Krokodilsee in Paga. Dort kann man bei einer Krokodilfütterung live dabei sein und bei entsprechendem Mut sich einem Krokodil nähern und streicheln. Bezahlt werden muss für Eintritt, für ein lebendiges Hühnchen mit welchem das Krokodils angelockt und gefüttert wird und falls gewünscht für die Erlaubnis Fotos zu machen.

Kakuum Nationalpark[Bearbeiten]

Der Kakuum-Nationalpark, in der Nähe von Cape Coast, mit seinen Hängebrücken ist auch einen Besuch wert. Er ist touristisch erschlossen und bietet täglich mehrere Führungen. Die Hängebrücken des Canopy Walkways sind relativ sicher konstruiert. Anfahrt von Cape Coast Richtung Norden bis zu dem Dorf Abrafo. Eintritt 15 €, Studenten 10 € (Stand 2012)

Ankasa-Nini-Suhien Nationalpark[Bearbeiten]

Dieser Park liegt in der Nähe der Elfenbeinküste und bietet einen unberührten tropischen Regenwald. Tiere sind für Touristen dort weniger zu sehen, jedoch eine sehenswerte Flora des Dschungels. Dieser ist ca. 70 km westlich von Takoradi zu finden. In Ainyinase aussteigen, von dort aus mit dem Taxi hinter dem Dorf einen ca. 4 km langen Waldweg bis zum Gate fahren. Mit dem Taxifahrer sollte man einen Zeitpunkt der Abholung vereinbaren. Eintritt 4 € (Stand: 2012) Die Führung mit einem fachlich sehr kompetentem Führer dauert ca. 1,5 Stunden. Da dieser Regenwald touristisch eher unbekannt ist, ist es sehr leicht möglich das man der einzige Besucher dort ist. (nicht vergleichbar mit Kakuum). Falls kein Guide zu sehen ist, im nahe gelegenen Dorf nach Rockson dem Guide fragen.

Wli Wasserfall[Bearbeiten]

Dieser Wasserfall liegt an der Grenze zu Togo. Das klare Wasser fällt über mehrere Kaskaden frei herunter. Es sind zwei Kaskaden des Wasserfalls zu besichtigen. Der untere Wasserfall ist sehr leicht erreichbar, der obere Teil liegt jedoch sehr hoch am Berg und ist nur mit viel Kondition über steinige Pfade mit einem Guide erreichbar. Eine interessante Übernachtungsmöglichkeit bietet die von Deutschen betriebene Waterfall Lodge in Wli-Afegame mit Blick auf den Wasserfall. http://ghanacamping.com/

Wechiau Hippo Sanctuary[Bearbeiten]

Dieses kleine Naturreservat liegt an der Nord-Westgrenze zu Bukina Faso. Auf dem Black Volta können von einem Kanu aus mit einem Guide gut die wild lebenden Flusspferde beobachtet werden. Oft wird eine Gruppe mit 3-8 Tieren gesichtet. Nach aussagen des Guides leben etwa 30-40 Tiere im Naturschutzgebiet (2013). In der Nähe des Flusses kann in einer sehr einfachen Loge im Reservat übernachtet werden, interessanter sind allerdings die Baumplattformen direkt am Fluss. Verpflegung sollte selbst mitgebracht werden. Zu erreichen ist das Hippo Sanctuary von Wa. Ein eigenes Fahrzeug ist hier sehr praktisch da nicht oft Tor-Tros fahren und der Transport in das Reservat sonst zusätzlich bezahlt werden muss. Somit ist die Anreise für viele weit und umständlich, der Besuch ist aber dennoch sehr lohnend, besonders da nur sehr wenige Touristen sich diese mühe machen. http://www.ghanahippos.com

Sonstiges[Bearbeiten]

Aber auch Kumasi sollte in den Reiseplan aufgenommen werden. Hier kann man den größten Markt Ghanas durchstöbern. Eine Überfahrt von Akosombo nach Kete Krachi (erster Halt) und weiter nach Yeji (zweiter Halt) auf einem der Frachtschiffe inmitten von Bananen, Yam, Kakao-Bohnen und Fischen ist ein absolutes Muss. Die Tickets müssen vor Ort am Tag der Abfahrt gelöst werden. Es gibt etwa vier 1. Klasse-Suiten mit je einem Kajutenbett (120.000 Cedi) und separaten WCs/Duschen. Für 66.000 Cedi, was für ghanaische Verhältnisse unglaublich viel Geld ist, kann man sich irgendwo auf Deck oder auch im Ober-/Untergeschoss ein Schlafplätzchen auf Bänken und Tischen ergattern. Es ist von Vorteil, möglichst um die Mittagszeit für ein Ticket Schlange zu stehen. Die Plätze sind beschränkt. Die Fahrt bis Kete Krachi dauert um die 14 Stunden. (Stand 11/2006)

Nachdem 2007 bei den CDI 4 Nullen gestrichen wurden dürfte das Ticket nur noch 12 CDI Euro kosten. Sonst wäre die Überfahrt mit etwa 1000 Euro auch für einen Europäer heftig.

Hintergrund[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Alle nicht aus Afrika stammenden Besucher benötigen ein Visum. Die Einführung eines eVisa-Systems ist für 2018 angekündigt. Verlangt wird neben den üblichen Unterlagen auch eine bestätigte Flugbuchung sowie zwei Referenzadressen im Lande sowie der Gelbfieberimpfungsnachweis.

Konsularabteilung der Botschaft, Stavangerstrasse 17-19, 10439 Berlin. Tel.: +49 30 54 71 49-0, E-Mail: . Die (hohen) Preise und geforderten Unterlagen ändern sich häufig, die Bedingung von zwei Einladungen mit bestätigter Adresse ist pingelig. Ein teilweise online-Erledigung des Formulars ist möglich. Bearbeitungsdauer gut zehn Arbeitstage, Expreß in dreien. Telefonische Nachfragen zwecklos. Zuständig für Einwohner von Deutschland, Polen, Litauen, Lettland und Estland. Geöffnet: Mo.-Do., Antragsstellung 9.30-12.30, Abholung 13.30-14.30. Preis: Einfach bis 1 Monat € 110, Mehrfach bis 3 Monate € 180; Expreßzuschlag € 50.

Sowohl für die Schweiz, Ukraine als auch Österreich zuständig Botschaft, Belpstrasse 11, CH-3001 Bern. Tel.: +41 31 381 78 52, E-Mail: . Hier geht 2018 noch alles nur auf Papier (Formular). Expreßanträge, zum doppelten Preis, nur bei persönlicher Vorsprache. Geöffnet: Mo.-Do. 9.30-12.30, nachmittags und Fr. nur mit Termin. Preis: Einfache Einreise 100 sfr, mehrfach 140 sfr; je +3 sfr Bankgebühr.

Aufenthaltsverlängerungen sind in Accra beim Immigration Service nahe des Ako Adjei Interchange (Stadtteil North-Ridge; Tel: +233 302 258249) zu beantragen. Schneller als in zwei Wochen geht kaum etwas.

Zollfreimengen
  • 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak
  • 2 Liter Tafelwein
  • 1 Liter Spirituosen über 22% oder 2 mit weniger als 22%
  • 250 ml Toilettenwasser oder 60 ml Parfüm

Devisen dürfen bis zur bei Einfuhr deklarierten Höhe wieder ausgeführt werden. Landeswährung nur bis 5 Cedi.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Die Anreise nach Ghana ist über den Internationalen Flughafen Kotoka International Airport in Accra problemlos möglich. Der Flughafen wurde 2004 ausgebaut und gilt als modern. Accra kann von Europa und dem nahen Osten aus mit zahlreichen Fluggesellschaften, direkt und zum Teil sogar täglich, angeflogen werden.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Es gibt keine Bahnverbindung in die Nachbarländer.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Auf der Straße[Bearbeiten]

Nachts sind die Grenzübergänge in der Regel geschlossen.

Von Burkina Faso, Togo oder der Elfenbeinküste aus ist es bei den großen Grenzübergängen seit 2004 möglich ohne Carnet de Passage mit eigenem KFZ einzureisen. Da sich aber in afrikanischen Ländern oft kurzfristig Grenzbestimmungen ändern, sollte man sich vorab informieren.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Mit Grimaldi Lines (Frachtschiffreisen) von Hamburg oder Antwerpen aus über Dakar/ Senegal nach Tema bei Accra. Von Antwerpen dauert die Überfahrt nach Tema etwa zwölf Tage. Eigene KFZ können mit genommen werden. Die Kosten für ein Fahrzeug und zwei Personen liegen für Teilstrecke Antwerpen - Dakar bei ca. 1500 Euro (Stand Frühjahr 2008).

Weblinks[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Es gibt nur wenige noch im Betrieb befindliche Bahnstrecken in der Ebene in Küstennähe. Unbestätigte Fahrplaninformationen (Stand 2014-6).

Busse[Bearbeiten]

Es ist grundsätzlich kein Problem, sich innerhalb Ghanas zu bewegen. Zwischen Städten und Dörfern verkehren Tro-Tros (für den öffentlichen Transport umgebaute Kleinbusse), die jedoch die Eigenart haben, erst loszufahren wenn sie komplett voll sind. Der Vorteil: Man kann das Auto überall anhalten. Abgesehen von den Start und Endpunkten (TroTro Stations) gibt es keine Bushaltestellen. Sie sind für Kurzstrecken als sehr günstige Alternative zu Taxis zu empfehlen. Aufgrund von rostigen und spitzen Kanten ist dieser alten Busse ist Vorsicht geboten. Auch längere Trips sind mit dem Tro-Tro sehr günstig möglich. Speziell in ländlichen Gebieten kann es daher vorkommen, dass man bis zu zwei Stunden warten muss, ehe ein Tro-Tro losfährt.

Zwischen den größeren Städten verkehren Reise-Tro-Tros und große Fernbuslinien (Metro Mass, VIP, STC). Der Fernverkehr findet in Bussen statt die man der deutschen Mittelklasse zuordnen würde, jedoch werden diese randvoll bepackt. Man muss beachten, dass bei den meisten Bussen permanent die Klimaanlage läuft und es dadurch sehr kalt im Bus wird. Ebenfalls ist es nützlich zu wissen, dass vor allem Nachts ghanaische Soaps und diverse Kriegsfilme in hoher Lautstärke abgespielt werden. Der Fernverkehr ist im Vergleich zu Deutschland sehr günstig. (Beispiel: Strecke Accra - Bolgatanga mit VVIP Bus, 32 Cedi/Person (Stand 06/2012), Fahrzeit ca. 13 Stunden). Beim Busticket zahlt man immer für die komplette Strecke, egal an welchem Ort man aussteigt.


In den Städten ist es auch üblich, das Taxis als Verkehrsmittel in Betracht zu ziehen. Es gibt unzählige davon. Vor Benutzung sollte man sicherstellen genügen kleine Geldscheine mitzuhaben, da Taxler selten herausgeben können/wollen. Man unterscheidet zwischen dem Drop-Taxi, das man per Zuruf anhält und meist ein wenig teurer ist. Die Verhandlung eines guten Preises ist Übungssache. Als Orientierung ist es aber gut, sich auf etwas weniger als die Hälfte des vom Taxifahrer genannten Erstpreises zu einigen.
Die zweite Art Taxis ist das Share-Taxi. Diese fahren an festen Orten ab und haben einen vorher bereits festgelegten Preis. Die Abfahrtsorte zu finden ist aber eine Sache der Ortskenntnis. Oft sind sie in der Nähe von Tro-Tro-Stations zu finden.

Straßennamen werden in Ghana zwar staatlich vergeben, sind aber in der Bevölkerung und auch unter den Taxifahrern kaum bekannt. Zur Orientierung dienen bekannte Gebäude (z.B. National Theatre in Accra, oder die großen Hotels, oder diverse Circles und Junctions).

Sprache[Bearbeiten]

Amtssprache in Ghana ist Englisch. Die am häufigst gesprochenen Eingeborensprachen sind Twi, Ga und Ewe. Es bestehen ausserdem eine Vielzahl weiterer Sprachen und Dialekte.

Einkaufen[Bearbeiten]

Wechselkurs: € 1 = 5,50 Cedi (Feb. 2018)
Banken öffnen Mo.-Fr. 8.00-16.00, teilw. Sa. bis 14/15.00.
An Kreditkarten sind nur Visa und Mastercard gängig.

In Ghana darf und muss gehandelt werden! Egal ob auf dem Markt, an einem Stand oder in Geschäften. Der zuerst genannte Preis ist (fast) immer der dreifache des eigentlichen Preises. Deshalb lohnt es sich auf jeden Fall zu handeln, man sollte nie die vollen Preise bezahlen.

Typisch europäische Supermärkte findet man nur in größeren Städten; sie sind meist sehr teuer. Statt dessen kann man sich an den Straßenständen orientieren, an denen allerlei wichtige Nahrungsmittel verkauft werden. Wie in anderen tropischen Ländern sollte man sich an den Merksatz “Cook it, peal it or leave” (Koch es, schäl es, oder vergiss es) halten.

Boutiquen gibt es in Ghana so gut wie nicht, außer in der recht noblen Accra-Mall.

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Ghana hat ein reges Nachtleben zu bieten, jedenfalls in größeren Städten. Oft gibt es kleine "Pubs", in denen Azonto Musik (ghanaischer Hip-Hop) gespielt wird, wo getanzt werden kann und sich das ein oder andere einheimische Bier genehmigt wird. In der Hauptstadt Accra gibt es auch europäisch angehauchte Discos und Clubs, dort findet man aber hauptsächlich nur Touristen oder die Oberschicht Ghanas.

Am Küstenort Kokrobite gibt es oft am Wochenende bei "Big Milleys" Livemusik. Um dorthin zu gelangen fährt man ausgehend von Kaneshi ca. 18 km auf der Winneba Road Richtung Winneba. Bei Kokrobite Junction oder New Barrier/Tuba Juction Richtung Kokrobite fahren. Ab der Kreuzung an der die ganzen Share Taxis halten sind es noch 300m zu laufen. Übersichtskarte Kokrobite

Sicherheit[Bearbeiten]

Ein striktes Fotografierverbot besteht vor allem im Umkreis des „Castle“ in Accra, dem Amtssitz des Staatsoberhaupts und des Verteidigungsministeriums („Burmacamp“). Auch militärische und verkehrstechnische Einrichtungen, Brücken usw. sollte man nicht aufnehmen.

Auf homosexuelle Handlungen stehen drei Jahre Haft. Drogenbesitz kleiner Mengen wird mit bis zu fünf Jahren bestraft, Handel mit bis zu zehn.

Ghana ist bei Tageslicht ein sicheres Reiseland und auch für Frauen problemlos allein zu bereisen. In Accra sind Raubüberfälle häufig. Vor Reisen in die unruhige Provinz Upper East Region sollte man Erkundigungen einholen. In einigen Staädten dorts bestehen/bestanden nächtliche Ausgangssperren. Aktuelle Sicherheitshinweise kann man tagesaktuell auf der Homepage des Auswärtigen Amts nachlesen.

Gesundheit[Bearbeiten]

Öffentliche Toilette in Accra.

Impfpaß mitnehmen! Pflicht ist die Gelbfieberimpfung, auch wenn sie bei der Einreise momentan nur sehr lax kontrolliert wird. Es empfiehlt sich eine Malariaprophylaxe (Malarone, Lariam), die als Malaria tropica durch Plasmodium falciparum übertragen wird und daher in jedem Fall das Vermeiden sämtlicher Mückenstiche bedingt. Denguefieber kann landesweit durch tagaktive Mücken übertragen werden. Die Durchseuchungsrate unter Erwachsenen mit HIV liegt bei zwei Prozent. Das Risiko von Schistosomiasis (Bilharziose) besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Während der Trockenzeit (Dezember bis April) kommt es in den Ländern des „afri­kanischen Meningitisgürtels“ regelmäßig zu Meningitis-Epidemien. Informieren Sie sich frühzeitig vor Abreise bei einem Tropenarzt.

Respekt[Bearbeiten]

Es ist sehr wichtig alles mit der rechten Hand zu übergeben und entgegenzunehmen. Dies gilt insbesondere beim übergeben oder annehmen von Essen aber auch z.B. bei Geld. Wenn dies nicht möglich ist, weil die rechte Hand z.B. verschmutzt ist, sollte man sich entschuldigen. Häufig kommt es auch vor, dass vor allem die Frauen etwas pikiert und verärgert auf manch europäischen Kleidungsstil reagieren. In Accra ist es kein Problem sich kurz bekleidet in der Öffentlichkeit zeigen zu können, doch je weiter nördlich man reist, desto traditioneller und konservativer sind die Menschen.

Sollte man in das Antlitz eine Häuptlings oder „Königs“ treten – diese haben zwar keine Macht, jedoch hohes Ansehen unter den Eingeborenen – so sollte man in einigem Abstand stehend, verharren und sich verneigen, ggf. dann auf Aufforderung zum Handschlag vortreten. Die erlauchten Persönlichkeiten lassen sich bei offiziellen Anlässen nicht herab sich direkt zu äußern, sondern bedienen sich der Vermittlung eines “Okyeame” (Sprechers). Von Besuchern wird als Respektsbezeugung ein Geschenk in Form einer Flasche Schnaps (und nichts anderes) erwartet.

Klima[Bearbeiten]

Klimadiagramme Ghana
Accra.

Tropisch, ganzjährig heiß. Zu unterscheiden sind nur Regen- und Trockenzeit. Letztere dauert von November bis April im Norden des Landes, die Regenzeit von April bis September. Je nördlicher man ist, desto kürzer dauern die Regenzeiten. Sehr heiß und sehr trocken im Norden bei Tamale. An der Küste ist es ganzjährig schwül-heiß.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Telefonvorwahlen der einzelnen Regionen.

Wer in Ghana eine Postkarte an seine Liebsten versenden möchte oder gar ein Päckchen, muss sich in Geduld üben, ebenso falls man selbst Post erwartet. Da kann es schon einmal vorkommen, dass ein Päckchen zwei Monate unterwegs ist, Postkarten benötigen in der Regel drei Wochen. Es gibt einige lukrative Telefonanbieter, bei denen die Tarife auch wirklich relativ günstig sind. Internetcafés findet man auch in größeren Städten.

Deutsche Handykarten funktionieren in Ghana fast nie, allerdings kann man sich an jeder zweiten Ecke problemlos eine Prepaidkarte kaufen. Oftmals ist es deutlich günstiger von einer ghanaischen Handykarte z.B. nach Deutschland zu telefonieren als andersherum.

Bei Festnetz-Telefonnummern wurden 2010 viele Vorwahlen (besonders in und um Accra) geändert. Im allgemeinen werden Handys deutlich mehr benutzt und sind auch besser erreichbar.

Literatur[Bearbeiten]

  • Cobbinah, Jojo; Ghana – Praktisches Reisehandbuch für die „Goldküste“ Westafrikas; Frankfurt 102009 (Peter Meyer Verlag) [Das Buch von Jojo Cobbinah wird unter Reisenden häufig "Das Lügenbuch" genannt, da Cobbinahs Beschreibungen oft nicht die richtigen Worte finden, bzw. einfach falsch sind.]
  • Fischer, Rudolf; Gold, Salz und Sklaven: die Geschichte der großen Sudanreiche Gana, Mali, Songhai; Feldbrunnen ³2013 (Ed. Piscator)
  • Roscoe, Coleen; Ghana: social, economic and political issues; New York 2014 (Nova Science Publ.); ISBN 9781633211087
  • Schwarz, Annelies; Akuabo - sei Willkommen!: Reise in ein Dorf in Ghana; München 2008 (Buch & Media)

Weblinks[Bearbeiten]

ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.
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