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Mali

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Mali liegt in West-Afrika. Angrenzende Länder Mauretanien, Algerien, Niger, Burkina Faso, die Elfenbeinküste, Guinea und Senegal.

Lage
noframe
Flagge
Flagge von Mali
Kurzdaten
Hauptstadt Bamako
Staatsform Präsidiale Republik
Währung CFA-Franc (XOF)
Fläche 1,24 Mio km²
Bevölkerung 14,5 Mio
Sprachen Französisch (offiziell), Bambara, Arabisch
Religionen Muslime 90 %, Naturreligionen 9 %, Christen 1 %
Stecksystem 220 V/ 50 Hz (Europäischer Stecker)
Telefonvorwahl +223
Internet TLD .ml
Zeitzone MEZ-1h (WEZ)

Regionen[Bearbeiten]

Karte von Mali
  • Norden: Regionen Gao, Kidal und Timbuktu (Tombouctou)
  • Süden: Regionen Kayes, Koulikoro, Segou und Sikasso
  • Die Region Mopti liegt am Übergang der beiden Großregionen. Hier findet sich eine Vielzahl der Sehenswürdigkeiten, u. a. die historischen Bauten von Djenné, die an den Felsen von Bandiagara geschmiegten Dörfer der Dogon sowie die einzigartigen Felsformationen des Tafelbergs Hombori Tondo (mit 1153 höchster Berg Malis)

Städte[Bearbeiten]

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

Überblick[Bearbeiten]

Satellitenbild von Mali, auf dem gut die unterschiedlichen Vegetationszonen erkennbar sind

Mali ist ein sehr großflächiges Land (mehr als dreimal so groß wie Deutschland) mit ganz unterschiedlichen Landesteilen. Der ausgedehnte, aber fast menschenleere Norden liegt in der Wüste Sahara. Der Süden des Landes liegt dagegen in der Vegetationszone der Trockensavanne, der äußerste Süden sogar in der Feuchtsavanne. Zwischen Sahara und Savanne liegt die Sahelzone. Hier kommt es zu starken jahreszeitlichen Wechseln in punkto Klima und Vegetation. Während in der Regenzeit eine savannenartige Vegetation gedeihen und recht produktive Landwirtschaft betrieben werden kann, kommt es in der Trockenzeit oft zu erheblichen Dürren und viele Flüsse versiegen. Die Lebensader Malis ist der Niger, der das Land in einem weitem Bogen durchfließt.

Grobe Einteilung in kulturelle Regionen (Araber und Berber im Norden, subsaharische Völker im Süden). Eine trennscharfe Abgrenzung ist aber nicht möglich.

Auch in kultureller Hinsicht gibt es große Unterschiede. Im dünn besiedelten Norden leben vorwiegend Tuareg und andere Berberstämme sowie arabischsprachige Gruppen (sogenannte „Mauren“), die sich eher Richtung Nordafrika (Maghreb) orientieren und von denen viele ein nomadisches Leben führen. Im Süden, wo sich die große Mehrheit der Bevölkerung konzentriert, leben dagegen schwarzafrikanische Völker, vor allem aus den Gruppen der Mande (Bambara, Malinke u. a.) und der Sudanvölker (Soninke, Sarakolle, Songhai, Dogon u. a.). Man kann aber deshalb das Land nicht sauber in zwei Zonen teilen, in der Mitte leben verschiedene Gruppen Seite an Seite. Viele Einwohner des Nordens wie des Südens verstehen sich, unabhängig von Sprache und Hautfarbe, als patriotische Malier.

Ein einigendes Element der großen Mehrheit der Malier (ca. 90 %) ist die islamische Religion, die traditionell in eher moderaten und volkstümlichen Varianten praktiziert wird. Weit verbreitet ist der Sufismus, für den Spiritualität im Mittelpunkt steht und nicht eine buchstabengetreue Auslegung des Korans und strikte Einhaltung der Gesetze der Scharia. Diese Richtung erlaubte auch eine Aufnahme von Elementen der vorislamischen, afrikanischen Religionen. Erst in jüngster Zeit ist punktuell auch der Salafismus saudi-arabischer Prägung nach Mali gelangt. Einzelne Fundamentalisten richten sich sogar gegen ihre islamischen Glaubensbrüder anderer Richtungen, denen sie das Muslim-Sein absprechen und zerstörten uralte Heiligtümer des sufistischen Volks-Islams. Das hat aber mit der Glaubenspraxis der allermeisten islamischen Malier nichts zu tun.

Geschichte[Bearbeiten]

Moschee in Djenné

Im Mittelalter wurden weite Teile des heutigen Mali vom Mali-Reich beherrscht, einem der ausgedehntesten Reiche in der westafrikanischen Geschichte. Es existierte vom 13. bis 16. Jahrhundert, erlebte den Höhepunkt seiner Macht Mitte des 14. Jahrhunderts, als es einen wesentlichen Teil des Trans-Sahara-Handels (insbesondere mit Gold) kontrollierte. Der Reichtum seiner Herrscher, der sogenannten Mansa (was mit „Sultan“ oder „Kaiser“ übersetzt werden kann) war geradezu sagenhaft und wurde auch von Zeitgenossen in Europa notiert. Nach seinem Niedergang wurde es dann im 15. bis 16. Jahrhundert vom Songhai-Reich abgelöst, das eine noch größere Ausdehnung erreichte und auf dem Höhepunkt seiner Macht von den heutigen Staaten Niger und Nigeria im Osten bis an die Atlantikküste im Westen reichte und damit eines der größten afrikanischen Reiche der Geschichte war. Seine wichtigsten Städte waren Gao, Timbuktu und Djenné. Das Songhai-Reich wurde 1591 von Marokko erobert und zum Vasallen degradiert. Der Islam war bereits ab dem 11. Jahrhundert auf dem Gebiet des heutigen Mali vertreten. Jahrhundertelang gehörte aber nur die Elite (Herrscherfamilien, Händler, Akademiker) dem Islam an, während die einfache Bevölkerung weiter traditionelle afrikanische Religionen praktizierte. Erst im 19. Jahrhundert nahm auch die Mehrheitsbevölkerung den Islam an.

Timbuktu galt in Europa lange Zeit als Inbegriff eines sagenumwobenen, fernen und unerreichbaren Orts. Eine wichtige Rolle bei der Erforschung der hiesigen Kultur und Geschichte hatte der deutsche Afrikaforscher Heinrich Barth, der sich von 1853 bis 1854 in Timbuktu aufhielt. In den 1890er-Jahren wurde Mali von Frankreich kolonialisiert und als Französisch-Sudan (nicht zu verwechseln mit dem heutigen Staat Sudan) bezeichnet. Die Grenzen wurden – wie anderswo in Afrika – weitgehend willkürlich festgelegt, traditionelle Grenzen der einheimischen Volksgruppen wurden ignoriert.

1960 erklärten Französisch-Sudan und Senegal als Mali-Föderation die Unabhängigkeit von Frankreich. Die Föderation zerbrach aber nach wenigen Monaten, wobei der ehemalige französische Sudan den Namen ‚Mali‘ behielt. Unter Modibo Keïta wurde Mali ein sozialistischer Ein-Parteien-Staat, der zwar intensive Verbindungen zu Frankreich behielt, sich aber auch an die Ostblockstaaten annäherte. Der durch einen Militärputsch an die Macht gekommene Präsident Moussa Traoré regierte das Land von 1968 bis 1991 und brachte es auf einen stärker pro-westlichen Kurs. 1962–64, 1990–95 und 2007–09 kam es immer wieder zu Aufständen der Tuareg im Nordosten des Landes, die aber nie eine Abspaltung oder auch nur Autonomie für diesen Landdesteil brachten. Es blieb bei einer zentralistischen Regierungsform. Nach 1991 demokratisierte sich Mali und galt zeitweise als eine der freiesten und stabilsten Demokratien Afrikas, allerdings blieb die Staatsverwaltung ineffizient und korrupt, an der Armut des Landes änderte sich kaum etwas.

Nach dem Sturz Gaddafis in Libyen kamen Anfang 2012 schwer bewaffnete Söldner, die bis dahin im Libyschen Bürgerkrieg gekämpft hatten, nach Nordmali, wo sie sich mit nach Unabhängigkeit strebenden Tuareg-Rebellen verbündeten. Dies destabilisierte das ganze Land und führte zu einem Militärputsch gegen die zivile Regierung in Bamako. Die Tuareg-Organisation MNLA erklärte im April 2012 den Norden des Landes, den sie Azawad nennt, für unabhängig. Zwar gelang es der malischen Armee nicht, den Norden zurückzuerobern, aber auch die MNLA hatte Schwierigkeiten, ihn zu kontrollieren. Sie wurde von rivalisierenden Rebellengruppen, darunter auch mit Al-Qaida verbundenen militanten Islamisten, bekämpft. In dieser Zeit wurden auch einige der zum Weltkulturerbe zählenden heiligen Stätten in Timbuktu zerstört und zahlreiche Manuskripte aus der legendären Bibliothek von Timbuktu vernichtet oder gestohlen. Hunderttausende Malier flüchteten vor den Kämpfen, entweder innerhalb des Landes oder in die Nachbarländer. Erst mithilfe einer französischen Intervention (Operation Serval) wurde der Aufstand niedergeschlagen und es kehrte relative Stabilität ein. Seit September 2013 gibt es weider eine demokratisch gewählte Regierung unter Ibrahim Boubacar Keïta. Im Landesnorden kommt es allerdings immer noch zu gelegentlichen Anschlägen.

Soziale und humanitäre Entwicklung[Bearbeiten]

Mali ist ein sehr armes Land. Das jährliche, durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen beträgt nur etwas mehr als 200 Euro.

Die durchschnittliche Lebenserwartung ist relativ niedrig (49 Jahre bei Frauen und 47 Jahre bei Männern). Die Geburtenrate ist dafür sehr hoch. Sie liegt bei 6,8 Kindern pro Frau. So hat sich die Bevölkerungszahl des Landes zwischen 1950 und 2014 fast vervierfacht.

Anreise[Bearbeiten]

Zollfreimengen

Sehr großzügig mit 1000 Zigaretten oder 250 Zigarren oder 2 kg Tabak. Dazu 2 Liter Alkohol.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Größter Flughafen des Landes ist der Internationale Flughafen Bamako–Sénou (IATA CodeBKO). Dorthin gibt es unter anderem Flüge mit Air France via Paris-Charles de Gaulle, mit Turkish Airlines via Istanbul-Atatürk, mit Ethiopian Airlines via Addis Abeba, mit Royal Air Maroc via Casablanca und mit Tunisair via Tunis. Die schnellsten Verbindungen ab Frankfurt am Main oder München dauern knapp 10 Stunden je Strecke und kosten hin und zurück knapp 700 €, von Wien ca. 9 Stunden und über 800 €, von Zürich 11 Stunden und 800 €. Zudem gibt es verschiedene innerafrikanische Verbindungen.

Zu den übrigen Flughäfen (Gao, Kayes, Mopti, Timbuktu) gibt es – wenn überhaupt – nur Inlandsflüge.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Die Eisenbahn Dakar–Niger, mit der man aus Senegal einreisen konnte, ist eingestellt. 2013 gab es noch die Personenzüge pro Woche auf den 420 km zwischen Bamako (ab Mo., Mi, Fr. 7.15) und Kayes (ab Di., Do, So. 7.15) über Kati und Diamou.


Sprache[Bearbeiten]

Amtssprache ist Französisch, das auch als Lingua franca und als Sprache der höheren Bildung dient, allerdings können nur etwa 2,2 Millionen Malier in dieser Sprache kommunizieren. Daneben gibt es 13 nationale Sprachen. Die meistgesprochene darunter ist Bambara, das etwa 4 Millionen Muttersprachler hat und von weiteren 5 Millionen Maliern als Zweitsprache beherrscht wird. Weitere bedeutende Sprachen im Land sind Senufo (2 Millionen Sprecher; im Südosten an der Grenze zu Burkina Faso), Songhai (1,5 Millionen; am mittleren Niger), Fulfulde (in der Zentralregion), Maninka (im Südwesten, an der Grenze zu Senegal) und Soninke (im Westen, an der Grenze zu Mauretanien; jeweils 1,3 Millionen). Im Norden werden vorwiegend Arabisch und Tuareg-Sprachen gesprochen. Die meisten Sprachen werden mit mehreren eingebürgerten Dialekten gesprochen, die von Ort zu Ort verschieden sind. Von vielen Maliern werden mehrere dieser Sprachen verstanden.

Kaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Bestandsteile der landestypischen Küche sind u.a. Kochbananen, Süßkartoffeln, Hirse und Erdnusssauce. Am Niger wird natürlich auch Fisch gegessen (z.B. Kapitänsfisch).

Sicherheit[Bearbeiten]

Auch wenn sich die Lage seit dem Putsch und dem bürgerkriegsartigen Konflikt im Norden wieder etwas stabilisiert hat, ist sie weiter angespannt. Die Außenministerien der deutschsprachigen Staaten warnen vor Reisen in das Land, insbesondere seinen Nordteil. Es ist in der jüngeren Vergangenheit zu mehreren Terroranschägen gekommen, bei denen auch Ausländer betroffen waren (Hotel Radisson Blu in Bamako; Liegenschaft der UNO-Mission; Hauptquartier der EU-Trainingsmission). Reisende sollten sich daher besonders umsichtig verhalten, Menschenansammlungen meiden und Anweisungen der lokalen Sicherheitskräfte unbedingt Folge leisten. Seit November 2009 sind zudem wiederholt auch Europäer in der Sahara bzw. Sahelzone entführt worden. Besonders gefährlich ist es im Norden des Landes (nördlich des 14. Breitengrades und nördlich der Nationalstraße 6 Ségou-San und weiter Linie Toumian/Grenze Burkina Faso). Von nicht zwingend erforderlichen Überlandfahrten wird abgeraten. Wenn überhaupt, sollten diese nicht allein durchgeführt werden. Auch vor Fahrten in der Dunkelheit wird nachdrücklich gewarnt.

Gesundheit[Bearbeiten]

Malaria ist ein schwerwiegendes Problem: Mali liegt genau in einer Malariazone. Wichtig ist daher die übliche Malariaprophylaxe.

Ferner notwendig sind Impfungen gegen Gelbfieber sowie gegen Hepatitis A + B. Empfehlenswert ist auch eine Tollwut-Schutzimpfung.

Klima[Bearbeiten]

Mali liegt im Bereich von drei Klimazonen:

  1. Die südliche, sudanesische Zone mit einem jährlichen Niederschlag von 700 bis 1.000 mm.
  2. Die Sahelzone mit einem jährlichen Niederschlag von 200 bis 400 mm.
  3. Die sehr trockene Sahara-Zone im Norden, die für etwa 40% von Mali bestimmend ist.

Es gibt im Land drei Jahreszeiten: die (im Norden kaum vorhandene) Regenzeit von Juni bis Oktober, die kühlere Trockenzeit von November bis Februar und eine sehr heiße Trockenzeit von März bis Mai. Die durchschnittliche Temperatur in Bamako liegt im Januar zwischen 16 ° und 32 °C und im April zwischen 24 ° bis 39 °C.

Im Februar, nach der kühlen Trockenzeit, bläst meist von Nordosten der heiße, trockene Harmattan.

Die beste Reisezeit ist von November bis Anfang März.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Artikelentwurf Dieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.