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Niger

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Das 16 Mio. Einwohner zählende Binnenland Niger liegt im Westen Afrikas. Es grenzt im Westen an Mali und Burkina Faso, im Norden an Algerien und Libyen, im Osten an den Tschad und im Süden an Nigeria und Benin. Der Niger ist eine ehemalige französische Kolonie und erhielt 1960 seine Unabhängigkeit.

Regionen[Bearbeiten]

Départements und Verkehrswege von Niger

Niger teilt sich in sieben Départements und den Hauptstadtdistrikt.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Naturschutzgebiete im Niger.

Hintergrund[Bearbeiten]

Verteilung der Eingeborenensprachen.

Niger ist eines der ärmsten Länder der Welt und in der Sahelzone liegend vom der Erderwärmung stark betroffen. Weiterhin verschlechtert die rapide wachsende Bevölkerung in einer Region die schon vor fünfzig Jahre stark überbevölkert war, die wirtschaftliche Lage ungemein. Die reichlich vorhandenen Uranvorkommen sichern dem Land vor allem französische Militärpräsenz, die auch für westlichen Rohstoffkonzernen genehme Regierungen sorgen.

Anreise[Bearbeiten]

Abgesehen von Staatsangehörigen angrenzender afrikanischer Länder benötigen alle Besucher ein Visum. Erhältlich ist dies in der BRD:

  • Botschaft, Machnower Str. 24,14165 Berlin. Tel.: +49 30 80589660. Antragsformular in zweifacher Ausführung. Antragsabgabe nur persönlich, Bearbeitungsdauer 1-2 Wochen. Geöffnet: Mo.-Do. 9.00-16.00, Fr. bis 14.00. Preis: einmalige Einreise € 61; bis 3 Monate mehrfach € 100.

Zuständig für die Schweiz, Liechtenstein und Österreich (es gibt dort auch ein Honorarkonsulat, Kärntner Ring 10, 1010 Wien) ist:

Zoll

Zollfrei eingeführt werden dürfen die international übliche Stange Zigarette und ein Liter Schnaps. Kaffee ist auf 100 g, Tee auf 40 g beschränkt.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Es existieren zwei internationale Flughäfen: Niamey (Diori Hamani Airport; IATA: NIM) und Agadez (Mano Dayak; IATA: AJY). Nach Niamey gibt es sowohl Flüge aus Westafrika als auch aus Europa. Die einzige Gesellschaft, die von außerhalb Afrikas Direktflüge unterhält, ist Air France. Darüber hinaus besitzt Royal Air Maroc gute Verbindungen via Casablanca.

Insgesamt gibt es 27 Flughäfen, von denen neun befestigte Start- und Landebahnen haben.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Zwar wurde 2017 die Strecke von Niamey nach Cotonou der Hauptstadt Benins eingeweiht. Züge verkehrten aber bis April 2018 noch nicht, es sollen nun chinesische Investoren teilhaben.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Die staatliche Sociéte Nigérienne de Transports de Voyageurs (SNTV) betreibt ab Niamey Fernbuslinien in die angrenzenden Länder:

Auf der Straße[Bearbeiten]

Es herrscht Rechtsverkehr. Internationale Führerscheine des genfer Musters werden anerkannt (d.h. österreichische, aber nicht deutsche oder schweizer). Fernstraßen sind die numerierten Routes Nationale (RN).

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Niger'sches Wüstenschiff (2012).

Von Mitte Dezember bis März ist der Fluss Niger aus Richtung Nigeria bis Niamey schiffbar.

Mobilität[Bearbeiten]

Im Sand versunkener Bus.

Das Straßennetz ist 10.000 km lang. Lediglich 800 km davon sind befestigt. Nahezu alle befestigen Straßen sind mautpflichtig. Insbesondere in der Wüste sind die in den Karten eingezeichnet Straßen meist nur Pisten, d.h. mit leeren Fässern und alten Autoreifen markierten Streifen.

SNTV verbindet die wichtigsten Städte auf den Routen:

  • Niamey – Maradi – Zinder
  • Niamey – Tahoua – Agadez - Arlit
  • Zinder – Agadez – Arlit
  • Zinder – Diffa – N'guigmi

Sprache[Bearbeiten]

Neben der Amtssprache Französisch werden auch Haussa (verschiedene Dialekte), Djerma, Tamaschek (die Sprache der Tuareg) und Fulfulde (die Sprache der Fulbe) gesprochen.

Andere Fremdsprachen wie Englisch oder Deutsch sind noch wenig verbreitet; außerhalb der Hotels sind daher Grundkenntnisse in Französisch nützlich.

Kaufen[Bearbeiten]

Währungseinheit ist der Franc CFA (= 100 Centimes), der in einem festen Wechselkursverhältnis zum Euro steht: 1 Euro = 656 CFA, 1000 CFA knapp 1,50 Euro. Neben den wenigen Banken wechseln die meisten Hotels Euro in die Landeswährung. Mitunter akzeptieren die Händler in Städten auch Euro. Daher ist es vorteilhaft, kleine Euro-Scheine dabeizuhaben. Es besteht in Niger außerhalb der Hauptstadt kein Bankautomatennetz. Wenn überhaupt Kreditkarten angenommen werden dann nur Visa.

Übliche Geschäftszeiten sind Mo.-Sa. 07:30-12:30 Uhr und 15:00-18:30 Uhr, So. 08:00-12:30 Uhr. Die Geschäftszeiten der Banken sind meist kürzer (vormittags bis 11:30, nachmittags bis 17:00, nicht am Wochenende).

Natürlich wird beim Kauf gehandelt (außer in den wenigen Supermärkten): Auf das erste Angebot kann man ruhig als Gegenvorschlag die Hälfte bieten. Fast immer wird man sich dann aufeinander zu bewegen und irgendwo treffen.

Feiertage[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Es besteht Photographierverbot für alles was irgendwie militärische Bedeutung haben könnte. Dazu gehören auch Uniformierte.

Nach Einbruch der Dunkelheit sollte man sich als Weißer nicht auf der Straße aufhalten.

Minengefahr

Besondere Gefahren bergen die im Rahmen der mittlerweile offiziell beigelegten bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Rebellengruppen und Militär verlegten Minen, die nicht nur auf die Region Agadez begrenzt sind. Ein Risiko, zufällig Opfer zu werden, besteht. Minengefahr besteht nach wie vor im Aïr- und in Teilen des Djado-Gebirges (äußerster Nordosten des Niger). Die betroffenen Zonen sind ortskundigen Führern und dem Militär bekannt und müssen weiträumig umfahren werden.[1]

Gesundheit[Bearbeiten]

Für den Niger ist eine Gelbfieberimpfung vorgeschrieben (der internationale Impfausweis wird bei der Einreise kontrolliert). Das Land bietet fast das gesamte Spektrum an Tropenkrankheiten.

Es sind dringend folgende Impfungen empfohlen:

  • Tetanus/ Diphtherie
  • Polio
  • Hepatitis A, B und E[2]
  • Typhus
  • Meningokokken
  • Masern

Es besteht ganzjährig Malaria-Risiko im gesamten Land einschließlich der Städte. In den südlichen Landesteilen ist das Risiko naturgemäß höher, aber auch in den Sahara-Oasen muss mit Malaria gerechnet werden. Daher sollte während der gesamten Reise eine Malariaprophylaxe durchgeführt werden. Da auch Dengue-Fieber auftritt sollte man ganztägig Schutz vor Stichen suchen.

Während der Trockenzeit besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko für Meningokokken-Meningitis. Während dieser Zeit, die ungefähr bis Mai andauert, werden in Afrika die meisten Meningokokken Meningitis-Erkrankungen gemeldet. Die Impfstellen bieten eine Miningokokken-Impfung an.

Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Darminfektionen, die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A oder E, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen, Norvo-Viren, Cholera). Neben entsprechenden Impfungen ist daher strenge Lebensmittelhygiene oberstes Gebot. Nur ca. 0,8 % der erwachsenen Bevölkerung sind HIV infiziert.

Im Süßwasser vor allem in den südlichen Landesteilen muss mit Bilharziose gerechnet werden.

Die medizinische Versorgung ist in der Umgebung von Niamey vergleichsweise gut, in den abgelegenen Gegenden des Nordens kaum vorhanden.

Klima[Bearbeiten]

Klimadiagramme Niger
Agades.

Der Süden hat wechselfeuchtes Tropenklima mit Sommerregen. Man kann vier Jahreszeiten unterscheiden.

  • Erste Hitzeperiode von März bis Ende Mai: sehr hohe Temperaturen bis 45 °C, nachts kühlt es nur bis knapp unter 30 °C ab.
  • Regenzeit von Juni bis September: sehr heftige Regenfälle und im Süden hohe Luftfeuchtigkeit; Tagestemperaturen bis 35 °C, nachts 20-25 °C.
  • Zweite Hitzeperiode von Oktober bis Mitte November: kaum Niederschläge, klarer Himmel, Temperaturen tagsüber 35 °C und nachts um 20 °C.
  • Kalte Jahreszeit von Ende November bis Ende Februar: trocken, tagsüber um 30 °C, nachts um 15 °C.

Der Norden hat Wüstenklima (Sahara), hier fällt manchmal jahrelang kein Regen. Typisch sind die starken Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht (auf Sandboden stärker als bei felsigem Untergrund). Von Dezember bis Februar muss in der Sahara mit Nachttemperaturen nahe dem Gefrierpunkt gerechnet werden. Die heißesten Monate sind April bis Juni (die Tageshöchsttemperaturen in Agadez erreichen dann durchschnittlich 46 °C, nachts 15-25 °C).

Respekt[Bearbeiten]

Die große Moschee von Niamey.

Es gilt die übliche in muslimischen Ländern gebotene Zurückhaltung.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Konsulate

Siehe den Abschnitt Diplomatische Vertretungen im Hauptstadtartikel.

Telephon und Internet

Internationale Landeskennung: ☎ +227

Telephoniert wird fast ausschließlich mit dem Handy. Abgelegene Regionen werden mit Funk- und Mikrowellen-Richtfunk sowie einem landeseigenen Satelittensystem bedient. Die halbstaatliche Gesellschaft SONITEL (Mobilfunkarm SAHEL-TEL) kontrolliert die Telekommunikation, Internetzensur findet statt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Jenkins, Mark; Reise nach Timbuktu: auf dem Niger und durch die Sahara das Herz Afrikas; Augsburg 2004 (Weltbild);
  • Klute, Georg; Tuareg-Aufstand in der Wüste: ein Beitrag zur Anthropologie der Gewalt und des Krieges; Köln 2013; ISBN 9783896457325 [Geschichte 1990-98]
  • Obert, Michael; Regenzauber: auf dem Niger ins Innere Afrikas; München 2005 (Frederking & Thaler); ISBN 389405249X

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise

  1. [1]
  2. Verschiedene Impfungen. Letztere seit 2012 in China zugelassen. Dieser Typ tritt im Niger vermehrt auf.
ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.
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