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Guinea

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Regionen[Bearbeiten]

Orte in Guinea.
Regionen Guineas.

Städte[Bearbeiten]

  • Conakry - Hauptstadt
  • Boké, Zentrum der Bauxitgewinnung ist in den letzten dreißig Jahren auf über das Zehnfache angewachsen.
  • Labé, Hauptort der vom Stamm der Fulbe geprägten Region des Fouta Djalon-Plateaus.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Dame de Mali, Mount Loura (2006).
  • Îles de Los, Inseln, davon drei größere, vulkanischen Ursprungs, der Hauptstadt vorgelagert und per Fähre von dort erreichbar.
  • Naturschutzgebiet Nimba-Berge, Weltnaturerbe im äußerste Süden, in der Grenzregion zu Liberia und der Elfenbeinküste.
  • Waldguinea (Guinée Forestière) im Süden des Landes hat rapide schrumpfende Regenwälder. Politisch gilt die Region, nach Kämpfen 2013, als instabil. Das schweizer Außenministerium warnt 2018 vor Fahrten in das Gebiet.

Hintergrund[Bearbeiten]

Einer der konsequentesten Kämpfer für die afrikanische Unabhängigkeit, Sékou Touré, führte das Land seit 1958. Nach seinem Tode 1984 folgten die in Schwarzafrika häufigen mehr oder weniger gewaltsamen Regierungswechsel, mit Phasen des Bürgerkriegs oft entlang ethnischer Linien. Mit Ausbruch der Ebolaepidemie 2013 kam jeglicher Tourismus zu erliegen.

Im Lande leben rund zwanzig Stämme mit eigener Kultur. Französisch dient noch immer als Handels- und Bildungssprache zwischen diesen. Die Fulbe, konzentriert in der Region Futa Djallon sind mit ca. 30% die größte Bevölkerungsgruppe.

Eine touristische Infrastruktur existiert nur in Ansätzen. Guinea ist eines der ärmsten Länder der Welt (Human Development Indicators an 182. Stelle, 2015), das ungebremste Bevölkerungswachstum verhindert wirtschaftliches Fortkommen. Strom und fließendes Wasser sollte man außerhalb großer Städte zu keiner Zeit erwarten.

Anreise[Bearbeiten]

Für die Einreise ist der Nachweis einer Gelbfieberimpfung erforderlich.

Visumspflicht besteht, außer für die Staatsangehörigen Nord- und Westafrikas für alle Ausländer. Zuständig auch für Österreich ist die Guineeische Botschaft, Jägerstraße 67-69, 10117 Berlin. Tel.: +49 (30) 200 74 33 - 16. Zu Antrag 2 Formulare mit 2 Photos, Bearbeitunsgdauer 6 Werktage; persönliche Vorsprache nur mit Termin. Geöffnet: Mo.-Fr. 9.30-15.00. Preis: € 87 (Tourist, 1 Einreise, 30 Tage), € 107 (Tourist mehrfache Einreise, 90 Tage).

Schweiz: Section consulaire de l'Ambassade, Rue du Valais 7-9, CH-1202 Genève. Tel.: (0)22 731 65 55, E-Mail: .

Für auf dem Landweg von Europa Reisende dürfte es sinnvoller sein, sich die Einreiseerlaubnis erst in Afrika zu beschaffen.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Conakry International Airport (IATA: CKY) ist trotz begonnener Renovierung ab 2007-11 immer noch einer der abenteuerlicheren Flughäfen der Welt. Es ist einer der wenigen Orte des Landes an denen die Stromversorgung gesichert ist. Inlandsverbindungen sind unregelmäßig.

Aus Europa fliegt man 2016 mit Brussels Airlines (über Dakar). Ab Frankfurt am Main verkehrt Royal Air Maroc (Umsteigen in Casablanca. Air France ab Paris landet in Nouakchott zwischen.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Es gibt keine Bahnstrecke in Nachbarländer.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Nur Buschtaxis.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Brücke auf der Straße Korè-Conakry (2013).
Liste der Nationalstraßen in Guinea

Geteerte Straßenverbindungen bestehen zwischen Conakry und Boké (N3), Labé, Kourémalé (Grenzübergang nach Bamako in Mali) und Forécariah (N4; Ri. Sierra Leone). Die N1 geht über Mamou nach Guéckédou bzw. Nzérékoré im Süden des Landes. Die Straßen von der Hauptstadt nach Guinea-Bissau und Mali gabeln sich bei Boké.

Es gibt häufige Polizei- oder Militärkontrollposten, verstärkt nachts. An diesen wird regelmäßig cadeau verlangt – etwa so häufig wie auf französischen Autobahnen peage. Wer zeigt, daß er keine Eile hat kann die manchmal exorbitanten Forderungen auf ein erträgliches Niveau herunterhandeln. (Eine Schachtel Zigaretten angeboten statt Bargeld kann hilfreich sein.)

Mobilität[Bearbeiten]

Seilbrücke über den Diani (2015).

Matatus, Minibusse oder Sammeltaxis, die gewisse Strecken befahren, sind die wichtigste Form des Nahverkehrs. Innerörtlich gibt es auch Mototaxis, d. h. den Rücksitz eines Motorrads als Transportmittel.

Als Buschtaxis dienen oft auch Peugeot 504, genannt „Sept-Place.“ Abgefahren wird meist beim Markt der jeweiligen Stadt. Gepäck kostet extra, die Preise sind verhandelbar.

Während der Regenzeit (Mai bis Oktober) können vor allem die nicht asphaltierten Straßen und Brücken unpassierbar werden. Nachts sollte man prinzipiell nicht fahren. Um Überfälle zu erschweren, sollten Türen und Fenster verschlossen gehalten werden.

Eisenbahn[Bearbeiten]

Zwar gibt es drei Bahngesellschaften, diese transportieren aber vor allem Fracht. Lediglich bei der Hauptstadt gibt es 36 km Bahnstrecke mit Passagierbetrieb, den „Conakry Express.“ Die seit 2010 geplante Wiederaufnahme des Personenverkehrs auf der Strecke nach Kankan ist bis 2016 nicht erfolgt.

Sprache[Bearbeiten]

Die Amtssprache ist Französisch. Daneben sind Mandinka (Malinke), Susu, Fulani (auch Peul), Kissi, Kpelle und Loma verbreitet, also vor allem zu den atlantischen bzw. Mande-Sprachen der Niger-Kongo-Sprachfamilie gehörende Sprachen und Dialekte.

Kaufen[Bearbeiten]

Der Wechselkurs schwankte von Juni 2016 und Juli 2018 zwischen 10000 und 11000 Guinea-Franc (Franc Guinéen; GNF) pro Euro. Der größte Geldschein ist die 2015 eingeführte 20.000er-Note.

Es gibt kaum Geldautomaten, der Gebrauch von Kreditkarten ist selten möglich. Lediglich die Geräte der Ecobank akzeptieren seit 2015 Visa/Mastercard. NBanken öffnen Mo.-Fr.: 8.30-12.00, 14.30-17.00. Privater Geldwechsel ist verboten. Bei Grenzübertritt dürfen maximal 100.000 GF mitgeführt werden.

Orange Money ist eine Handy-basiererte Möglichkeit ohne Bankkonto unbar zu bezahlen.

Nachtleben[Bearbeiten]

Man sollte sich als Weißer nachts nicht auf die Straße begeben.

Unterkunft[Bearbeiten]

Flüchtlingslager.
Strand auf den Îles de Los (2016).

Sicherheit[Bearbeiten]

Reisende ins Landesinnere sollten sich bewußt sein, daß gewaltsame Konflikte zwischen verschiedenen Familienclans oder ethnischen Gruppen jederzeit auftreten können. Reisende sollten sich daher stets über die aktuelle Sicherheitslage informiert halten.

Aufgrund der für den Großteil der Bevölkerung sehr schwierigen wirtschaftlichen Lage gibt es in Conakry, aber auch im Landesinneren, immer wieder Akte des Vandalismus und Straßenblockaden. Auch bandenmäßige Gewaltkriminalität ist zunehmend verbreitet; nachts werden häufig Überfälle auf Passanten, Wohnhäuser und Geschäfte verübt. Die Anzahl gemeldeter Raubmorde, teilweise durch bewaffnete Täter in Uniformen, hat zugenommen.[1]

Es besteht ein generelles Photographierverbot für alle Einrichtung des Militär und der Polizei.

Gesundheit[Bearbeiten]

Ein Gesundheitswesen existiert nicht, selbst in der Hauptstadt ist der Besuch von Krankenhäuser aus hygienischer Sicht bedenklich. Behandelt wird oft nur gegen Vorauskasse in bar.

Es besteht ein hohes ganzjähriges Malariarisiko im ganzen Land. Da auch Denguefieber vorkommt ist Mückenschutz 24 Stunden am Tag angeraten.

In Guinea sind im Herbst 2016 keine Ebolainfektionen bekannt.[1]

Guinea ist Gelbfieber-Infektionsgebiet, d. h. auch nach der Ausreise in andere Ländern muß der Impfpaß sechs Tage nach Verlassen des Landes vorgelegt werden. Das Auftreten der Krankheit wird vor allem aus der Grenzregion zur Elfenbeinküste berichtet. Auch Lassafieber tritt in der Region immer wieder auf.

Noch 2012 kam es zu einer Choleraepidemie in der Hauptstadt. Auch um andere Durchfallerkrankungen zu vermeiden, sollte nur gereinigtes oder abgekochtes Wasser getrunken werden. Das Mitführen eines entsprechenden Taschenfilters ist angeraten. Bilharziose-Gefahr besteht in allen Süßwassergewässern.

Klima und Reisezeit[Bearbeiten]

Guinea hat ein typisches tropisches Klima. Besonders heiß und niederschlagsreich ist die Küste. Die Durchschnittstemperaturen liegen bei 22 °C bis 32 °C mit Höchsttemperaturen zwischen 28 °C und 35 °C. Auf dem generell kühleren und niederschlagsärmeren Fouta Djalon-Plateau liegen die Tiefsttemperaturen im Winter bei 6 °C während sie in der Hauptstadt Conakry an der Atlantikküste unabhängig von Regen- oder Trockenzeit eine fast gleichbleibende Temperatur zwischen 24 °C und 32 °C mit einer Luftfeuchtigkeit von 98% herrscht.

Die Regenzeit beginnt im April und endet im November, wobei der Höhepunkt der Niederschläge im Juli und August liegt. In den südlichen Landesteilen kann sie schon im Februar beginnen. In der Regenzeit kommt es zu heftigen Stürmen und Gewittern mit teilweise extremen Niederschlagsmengen. Besonders heftig sind diese in den Monaten am Beginn und Ende der Regenzeit. Die unserem Winter entsprechende Trockenzeit dauert von November bis April und ist durch den aus der Sahara wehenden Harmattan aus der Sahara geprägt.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Tipp
Seit 1. März 2018 gibt es die westafrikanische “free mobile roaming zone,” so daß man mit SIM-Karten von Benin, Senegal, Cote d’Ivoire, Guinea, Mali, Burkina Faso, Sierra Leone, Senegal und Togo ähnlich wie in der EU zum lokalen Tarif telephonieren kann. Für eingehende Gespräche gilt jedoch eine Obergrenze von 300 Minuten im Monat.

Steckdosen sind vom europäischen Typ.

Für die Nothilfe von schweizer Bürgern ist die Botschaft in der Elfenbeinküste zuständig (☎ +225 22 44 79 89). Die zuständige Auslandsvertretung für Österreicher ist in Dakar (☎ (+221) 33 849 40 00), das Honorarkonsulat in Conakry (☎ (+224) 664 20 60 10) stellt keine Notpässe aus. EU-Bürger können sich aber in Conakry an das deutsche Rechts- und Konsularreferat/Visastelle (☎ +224 63 40 83 43) wenden.

Literatur[Bearbeiten]

Neuere Reiseführer speziell zu Guinea scheinen nicht zu existieren, man muß auf Sammelwerke über Westafrika zurückgreifen.

  • Bah, Ibrahima; Les transitions politiques en Guinée de son indépendance à 2010; Paris 2013 (Harmattan); ISBN 9782343006062
  • Baur, Thomas; Senegal, Gambia und Guinea-Bissau: Reiseführer für individuelles Entdecken; 72016; ISBN 978-3831728275
  • Därr, Erika (Hrsg.); Sahel-Länder Westafrika (Mauretanien, Mali, Niger, Burkina Faso, Senegal, Gambia); 92010; ISBN 978-3-8317-1969-3
  • Touré, Ibrahima Sory; Les Guinéens à la traversée d'un désert éternel: la responsabilité partagée de 50 ans du tsunami guinéen; Paris 2007 (Edilivre); ISBN 9782952892964

Weblinks[Bearbeiten]

ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.
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