Namibia

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Namibia liegt im Südlichen Afrika und grenzt im Norden an Angola, im Osten an Botsuana, Simbabwe, Sambia und im Süden an die Republik Südafrika. Die Westgrenze des Landes bildet der hier kalte Südatlantik. Namibia ist aufgrund seiner einzigartigen Geographie und Tierwelt eines der meist besuchten Länder des Kontinents und insbesondere für Safaris ein ideales Reiseland. Die vielfach unberührte Natur wird gezielt durch einen ökologischen und nachhaltigen Tourismus geschützt und bewahrt.

Lage
Kartenausschnitt Südafrikas mit eingezeichneter Lage von Namibia
Flagge
Flagge von Namibia
Kurzdaten
Hauptstadt: Windhoek (auch Windhuk)
Staatsform: Republik
Währung: Namibischer Dollar (NAD, N$); Südafrikanischer Rand (ZAR, R)
Fläche: 825.000 km²
Bevölkerung: 2,01 Mio
Sprachen: Englisch (Amtssprache), Afrikaans, Deutsch, Ovambo, Herero uvam.
Religionen: Christen 80 % bis 90 % (Lutheraner mind. 50 %), Naturreligionen 10 %
Stromnetz: 220 V/ 50 Hz
Telefonvorwahl: +264
Internet TLD: .na
Zeitzone: MEZ

Regionen[Bearbeiten]

Das Land lässt sich entsprechend seiner klimatischen und kulturellen Besonderheiten in folgende geographische Regionen unterteilen:

  • Nordnamibia - dieses Gebiet war während der südafrikanischen Herrschaft als „Ovamboland“ bekannt und ist in fünf administrative Einheiten untergliedert: Ohangwena, Omusati, Oshana, Oshikoto und Otjozondjupa. Die korrekte Bezeichnung für die Region ist heute „Owambo“. Es ist die am dichtesten besiedelte Region des Landes und trotzdem hauptsächlich ländlich geprägt. Hier wohnt die größte Volksgruppe Namibias, die Wambo. Sie stellt mehr als die absolute Mehrheit der Bevölkerung.
  • Nordostnamibia mit dem Caprivizipfel und der Region Kavango - mit den Hauptflüssen ist Nordwestnamibia tropischer und vegetationsreicher, aber auch hygienisch schwieriger als das übrige Namibia.
  • Westnamibia ist die durch den kalten Benguelastrom regenunterdrückte Wüsten- und Küstenregion von Erongo und Kunene (letzteres auch als Nordwestnamibia bezeichnet und weiter unterteilt in Kaokoland - das Land der Himba sowie Damaraland - mit dem interessanten Ziel Twyfelfontein mit seinen vielen Felszeichnungen und -gravuren, etc.)
  • Zentralnamibia um die Hauptstadtregion Khomas und die Stadt Windhuk selbst sowie der westliche Teil der Region Otjozondjupa.
  • Ostnamibia - vor allem die Region Omaheke, auch bekannt als das Land der Herero. Eindrucksvoll ist die durch die Kalahari geprägte Landschaft, ansonsten eher landwirtschaftlich als touristisch erschlossen.
  • Südnamibia umfasst die Regionen Karas und Hardap mit interessanten Reisezielen wie den Fish River Canyon und die Stadt Lüderitz.

Städte[Bearbeiten]

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

Namibia hat als letztes Land Afrikas seine staatliche Unabhängigkeit erst 1990 erreicht und besitzt eine vielfach von Unterdrückung gekennzeichnete Geschichte. Namibia ist ein Vielvölkerstaat mit unterschiedlichen Einflüssen von Volksgruppen und Geschichte. Manche der afrikanischen Kulturen Namibias zählen zu den ältesten der Welt. Vor dem Ersten Weltkrieg wurde Namibia von Deutschen kolonialisiert, danach war es für über 70 Jahre ein Teil von Südafrika.

Deutsche und afrikanische Kultur haben den stärksten Einfluss auf das Leben in Namibia, was sich in vielen Bereichen zeigt: verschiedene Feste (in Windhuk wird Karneval gefeiert), am Essen (Mix aus deutschen und afrikanischen Gerichten), wilhelminische Architektur. Rund 30.000 der 2 Millionen Namibier sprechen Deutsch als Muttersprache (zu gleichen Teilen weiße und schwarze Namibier) und man kommt neben Englisch auch mit Deutsch gut durch: Deutsche haben in der Regel ein gutes Ansehen, es sollten jedoch auch die afrikanischen Kulturen und Sprachen im Land respektiert werden.

Anreise[Bearbeiten]

Einreisebestimmungen[Bearbeiten]

Namibia gehört zur Zollunion des südlichen Afrika (mit Südafrika, Botswana, Lesotho, Swasiland). Für Touristen aus Deutschland entfällt für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen die Visumpflicht. An den Einreisegrenzübergängen und Flughafen wird ein Visitor entry permit in den Pass gestempelt. Hier sollte man sofort kontrollieren ob der Zeitraum für die geplante Reise ausreichend ist. Dies gilt auch für Inhaber von Diplomatenpässen. Für alle anderen Zwecke ist ein Visum erforderlich.

Der Reisepass sollte eine Mindestgültigkeit von 6 Monaten aufweisen. Für Kinder gilt gleiches für den Kinderreisepass. Ein Personalausweis reicht nicht zur Einreise. wer plant ein Fahrzeug zu mieten oder mit dem eigenen zu fahren, muss einen internationalen Führerschein oder eine englische Übersetzung des Deutschen mitführen.

Jagdreisende müssen bei der Einreise ihre Waffen an einem gesonderten Schalter vorführen. Ein Jagdschein des Heimatlandes ist nicht erforderlich, da in Namibia nur mit Begleitung durch einen Einheimischen Jagdführer gejagt werden darf.

Flugzeug[Bearbeiten]

Windhuk ist in der Regel der erste Ort, an dem man mit einem Flugzeug ankommt. Es gibt zwei Flughäfen. Der internationale Flughafen Husea Kutako wird von Air Namibia nonstop von Deutschland aus angeflogen. Der kleinere Flughafen Eros bietet Verbindungen zu Zielen innerhalb des Landes und ist Ausgangspunkt für die meisten Fly-in Safaris. Am internationalen Flughafen gibt es Autovermietungen. Der Transfer nach Windhuk dauert per Minibus eine halbe Stunde.

Bahn[Bearbeiten]

Die Schienenverbindungen entsprechen denen, die die deutsche Kolonialverwaltung Anfang des 20. Jahrhunderts erbauen liess. Es führen Schienen von Windhuk nach Swakopmund und Tsumeb und in den Süden bis Aus. Die Strecke bis nach Lüderitz, die zu Kolonialzeiten bestand und oft Sandstürmen ausgesetzt ist, wird zur Zeit wiederhergestellt. Die Bahn ist für Reisen innerhalb des Landes jedoch kein geeignetes Transportmittel, die Strecken dienen in erster Linie dem Güterverkehr. Eine Anreise mit dem Zug nach Namibia ist nicht möglich.

Bus[Bearbeiten]

Die bequemsten internationalen Busverbindungen führen von Kapstadt und den Viktoriafällen nach Namibia. Es gibt auch eine Verbindung aus Johannesburg. Informationen zu Fahrplänen und Preisen bietet Intercape Mainliner. Durch Kombination von Busfahrten und Trampen kann man auch von jedem beliebigen Ort in Botsuana nach Namibia gelangen.

Auto[Bearbeiten]

Eine Anreisemöglichkeit mit dem Auto besteht von Südafrika aus. Einige Touristen mieten sich dort ein Auto und geben es nach der Reise in Windhuk wieder ab. Auch von Botsuana ist eine Einreise möglich. Erwähnenswert ist hier der Trans-Kalahari Highway, der von Namibia über Botsuana und Südafrika nach Mosambik an den Indischen Ozean führt.

Schiff[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Augen auf im Straßenverkehr
Achtung in Namibia herrscht Linksverkehr. Das bedeutet, Mietwagen sind rechtsgelenkt (Schalthebel links vom Fahrer) und Fußgänger schauen zuerst nach rechts und dann nach links!!!

Namibia verfügt über ein gutes Straßennetz. Die Hauptstraßen sind asphaltiert oder hervorragende Schotterpisten. Daneben ist der Öffentliche Personenverkehr ebenfalls recht gut ausgebaut. Aufgrund der teilweise großen Entfernungen bietet sich auch das Flugzeug als Transportmittel an.

Auto[Bearbeiten]

Die namibischen Straßen sind (für afrikanische Verhältnisse) gut. Wichtigste Verbindungsstrecken sind geteert (B-Straßen) und man kann ca. 120 km/h fahren. Jedoch bestehen die meisten Straßen aus Schotter- oder Sandpisten (C- und D-Straßen), die eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h erlauben. Ein Allradantrieb ist aber im allgemeinen nicht erforderlich. Ein allradgetriebenes Geländefahrzeug kann in der Regenzeit nützlich sein, da Flüsse, die die meiste Zeit des Jahres trocken sind, zeitweise Wasser führen, Brücken sind nur auf Straßen der Kategorien B und C üblich. Da Geländewagen robuster sind als Pkw, ist die Pannenanfälligkeit auf schlechten Strecken geringer. In Namibia gilt Linksverkehr. Ein internationaler Führerschein ist erforderlich. Obwohl Kreditkarten weit verbreitet sind, wird zum Tanken meist Bargeld benötigt. Benzin ist ca. 10% billiger als in Südafrika (Juni 2012: ca. $10-11). Abseits der großen Städte (insb. in den (JHlb-)Wüstengebieten im Westen sollte man jede Gelegenheit zum Nachtanken nutzen, da es nicht in jeder Kleinstadt öffentliche Tankstellen gibt.

Flugzeug[Bearbeiten]

Air Namibia bietet Flüge zwischen den meisten größeren Orten (Katima Mulilo, Lüderitz, Walvis Bay) des Landes an, wobei sich das Drehkreuz am Flughafen Eros, 5 km von Windhuk entfernt befindet. Desweiteren gibt es eine Reihe von Charter-Airlines, die je nach Wunsch verkehren.

Bus[Bearbeiten]

Intercape Mainliner-Busse sind vergleichsweise schnell, günstig und gut ausgestattet. Befahrene Strecken sind u.a.: Windhuk - Swakopmund, Katima Mulilo, Walvis Bay sowie Grootfontain. Neben Intercape Mainliner fahren u.a. NamVic Shuttle (Windhuk - Victoria Fälle) und Ekonolux Liner (Windhuk - Kapstadt). Ausserdem fährt Trans-Namib nach Outjo, Khorixas, Lüderitz, Henties Bay, Oshakati, Rundu und Grootfontain.

Motorrad[Bearbeiten]

Motorradfahren in Namibia ist unkompliziert möglich. Wichtig ist, dass oftmals lange Etappen zwischen Tankmöglichkeiten anfallen. Dies gilt insbesondere für Fahrten abseits befestigter Strassen, den Gravel Roads. Die Reichweite sollte mindestens 300 Kilometer betragen. Bei Fahreten in abgelegenere Regionen des Kaokovelds, Damaralands und in der Region Kunene gilt dies besonders. Hier empfiehlt es sich im Vorfeld die Tankmöglichkeiten zu prüfen.

Abseits der geteerten Strassen ist ein Motorrad mit aureichender Geländefähigkeit (Reiseenduro, Enduro) sinnvoll. Leichtere, gut gewartet Schotterstrassen sind auch mit einer Strassenmaschine machbar. Die Ersatzteilversorgung ist nicht so einfach wie in Deutschland, da viele Teile aus Südafrika importiert werden müssen. Am Besten ist die Versorgung in Windhuk, beispielsweise in der Bike and Quad Clinik. Im Norden ist in Grootfontain an der Tankstelle Northern Bikes and Quads, laut Eigner Johan Spangenberg "The last decent motorbikeshop before Cairo". In Kamanjab gibt es eine Werkstatt (Falkenburg Garage deutsch sprechend) die auch Motorräder wartet und repariert.

Das eigene Motorrad kann via Luftfracht oder per Seefracht nach Namibia gebracht werden. Achtung, es ist ein Carnet de passage erforderlich. Leider wurde das Fly and Bike Angebot von Air Berlin mit Streichung der Verbindung nach 2012 Windhoek aufgegeben. Auf dem Landweg ist die Einreise problemlos. Eine Haftpflichtversicherung ist nicht erforderlich, da diese im Benzinpreis enthalten ist. Allerdings wird eine Strassenbenutzungsgebühr erhoben, wenn man mit dem eigenen Motorrad einreist.

Wenn man vor Ort ein Motorrad mieten will, kann man beim namibianischen Fremdenverkehrsamt eine Liste von Veranstaltern erhalten. Viele der Anbieter bieten geführte Reisen an. Bei organisierten Reisen ist darauf zu achten dass der Veranstalter den gesetzlichen Reisesicherungsschein anbietet.

Sprache[Bearbeiten]

Die offizielle Verkehrssprache ist Englisch. Daneben sind Deutsch und Afrikaans verbreitet. Die afrikanischen Sprachen Ovambo, Herero und Damara. Daneben gibt es zahlreiche weitere Sprachen und Dialekte wie Khoisan der Buschleute und die Dialekte der Caprivier im Caprivistreifen.

Wenn man Englisch spricht, sollte es kein Problem sein, in den meisten Landesteilen zurechtzukommen. Auf vielen Farmen und in den Städten, die in der Kolonialzeit gegründet wurden, wird auch Deutsch gesprochen. Viele Farmbesitzer sind Nachfahren deutscher Siedler und haben sich ihren Dialekt bewahrt. So kann es vorkommen, daß man ein Schwätzchen mit einem "Hessen" hält, der noch nie in Deutschland war. Kenntnisse in Afrikaans sind zwar hilfreich, hier aber nicht notwendig. Wer neben Deutsch ein paar Worte Englisch spricht, wird sich in Namibia gut verständigen können. Wenn man jemanden auf Englisch (mit deutschem Akzent) anspricht, wird derjenige oft in Deutsch antworten.

Viele schwarze Namibier, gerade in den ländlichen Gebieten, sprechen hingegen kein Englisch, sondern nur Afrikaans und ihre jeweils eigene Stammessprache. Solange man in den Städten und in touristischen Gebieten ist, kommt man mit Deutsch und Englisch durch, aber schon im Etosha-Nationalpark sprechen viele der schwarzen Angestellten ausschließlich Afrikaans.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Karneval[Bearbeiten]

Der Karneval in Namibia spielt vor allem eine Rolle bei den Deutschnamibiern. Es finden über das Jahr verteilt sieben große Karnevals statt, die sich an den Traditionen des Kölner Karnevals und der Mainzer Fastnacht orientieren.

  • Der größte Karneval ist der Windhoek Karneval, der im März und April an zahlreichen Plätzen in Windhoek gefeiert wird.
  • Der Swakopmunder Karneval findet vier Wochen im Juni Karneval im Küstenort Swakopmund statt.
  • Der Tsumeb Karneval findet an zwei bis drei Tagen Ende Juli/Anfang August in Tsumeb statt.
  • Der Lüderitz Karneval findet über zwei bis drei Tage im September in Lüderitz statt
  • Der Karneval in Otjiwarongo ist der kleinste in Namibia und wir wenige Tage im Juli gefeiert.
  • Der Osten-Karneval findet alle zwei Jahre In geraden Jahren, im kleinen Ort Witvlei statt.
  • Der Karneval Walvis Bay, findet Mitte März statt

Kaufen[Bearbeiten]

Die Landeswährung ist der Namibia-Dollar (N$, NAD), ein Euro entspricht etwa 10,25 N$ (Stand Juli/2012). Die namibische Währung ist an den südafrikanischen Rand gekoppelt, ein N$ entspricht also einem Rand. Der Rand ist in Namibia als Zahlungsmittel gültig. Häufig bekommt man die südafrikanische Währung als Wechselgeld zurück (was praktisch ist, wenn man wieder nach Südafrika zurückreist, dort wird der namibische Dollar nicht akzeptiert oder nur zu einem verringerten Umtauschkurs). Mitte/Ende 2012 waren in Deutschland keine namibischen Dollar aufzutreiben, angeblich wegen einer Währungsumstellung, so daß man auf südafrikanische Rand ausweichen mußte.

In fast allen Städten gibt es mehrere Banken mit Geldautomaten, die großenteils auch EC-Karten akzeptieren. Internationale Kreditkarten werden auch in vielen Unterkünften akzeptiert, allerdings nicht an Tankstellen. Am letzten Tag des Monats ist "pay day", dann und am Folgetag herrscht an Bankschaltern und Geldautomaten großer Andrang mit entsprechenden Wartezeiten.

In größeren Städten gibt es neben kleinen Läden auch große Supermärkte. Fast alle Waren, die dort erhältlich sind, stammen aus Südafrika, auch Obst und Gemüse. In einigen Städten gibt es Souvenirstände in den Straßen, an denen Namibier selbstgefertigte Dinge anbieten. Die Gegenstände sind oft sehr kunstvoll und für deutsche Verhältnisse nicht teuer. Die gleichen Artikel sieht man z.T. auch auf dem internationalen Flughafen für einen erheblich höheren Preis. Allerdings erschweren die Betreiber der Stände das Bummeln oft, da sie sofort handeln wollen. Der Hinweis, man möchte lediglich Schauen, wird mit noch energischerem Handeln erwidert.

Küche[Bearbeiten]

In der namibischen Küche kann man grob zwischen drei Stilrichtungen unterscheiden:

  1. Südwesterküche. Als Südwesterküche bezeichnet man die Kochweise der Deutschen in Namibia. So gehört Schwarzwälder Kirschtorte genauso zum Alltag wie Eisbein mit Sauerkraut. Auch andere Fleischgerichte, die etwas afrikanischer anmuten, tragen deutsche Namen (Oryx-Steak Baden-Baden, Zebra in Preißelbeer-Pfeffersauce mit Kroketten), deutsche Backwaren (z.B. Brötchen) sind in fast jeder Stadt zu finden, genauso allerlei Wurstspezialitäten und Bier nach dem deutschen Reinheitsgebot. Die ehemaligen Kolonisten pflegen ihre Küche und so ist sie bis heute im Land sehr verbreitet.
  2. Traditionelle afrikanische Küche. Zu diesem Bereich gehören Gerichte wie Mealie Pap (Weisser Maisbrei), der mit verschiedenen Saucen serviert wird. Auch andere Gerichte haben den Weg ins Alltägliche gefunden: gegrillte Warzenschweinhaut oder Mopane-Raupen (werden gegrillt oder getrocknet). Jedoch werden solche Gerichte meist nicht in städtischen Restaurants serviert. Hier überwiegt noch die "weiße Küche".
  3. Moderne namibische Rezepte. In den Jahren seit der Unabhängigkeit Namibias hat sich auch eine moderne Stilrichtung gebildet, die Südwesterküche mit afrikanischer Küche mischt und dazu noch südafrikanischen Einfluss aufweist. (z.B. Straußencarpaccio, Potjiekos...)

An der Küste findet man zudem auch noch viele Fischgerichte, die allerdings mehrheitlich weiße (deutsche) Einflüsse aufweisen.

In vielen Restaurants und Unterkünften gehört Antilopensteak zum Standardrepertoire. So sind Springbock-, Oryx- oder Kudusteak, das nach Wunsch unterschiedlich gebraten wird, sehr beliebt. Vereinzelt findet man auch Straußenfilet und Krokodilfleisch auf der Speisekarte.

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

In vielen Gegenden Namibias gibt es Campingplätze, die sicher die günstigste Übernachtungsmöglichkeit sind. Es gibt staatliche und private Rastcamps, wobei letztere in der Regel sauberer und liebevoller gepflegt sind. In Nationalparks, z.B. im Fish River Canyon, im Sossusvlei oder im Etosha-Nationalpark hat man allerdings keine Wahl, man muss hier mit den weniger komfortablen staatlichen Campingplätzen vorlieb nehmen.

Eine günstige häusliche Unterkunft bieten sogenannte „Backpackers“, bei denen mehrere Leute ein Zimmer teilen. Die Preise liegen dabei ca. bei 10-20 Euro pro Nacht (Stand 2006). Ebenfalls ist eine Übernachtung in so genannten Gästefarmen möglich, die Preise schwanken sehr stark je nach Ausstattung und Lage im Land. Die luxuriöseste Möglichkeit sind Lodges, die ebenfalls weit verbreitet sind. In den Städten gibt es zahlreiche Pensionen und Hotels. Insgesamt hängen die Preise nicht nur vom Komfort, sondern vom Standort ab. So ist eine Unterkunft in der Nähe des Etosha Nationalparks oder nahe des Sossusvlei wesentlich teurer als in Regionen mit weniger touristischen Attraktionen.

Feiertage[Bearbeiten]

Termin Name Bedeutung
1. Januar New Year's Day Neujahr
18. April 2014 Good Friday Karfreitag
21. April 2014 Easter Monday Ostermontag
1. Mai Workers' Day Tag der Arbeit
4. Mai Cassinga Day
25. Mai Africa Day
29. Mai 2014 Ascension Day Christi Himmelfahrt
9. July Constitution Day Tag der Verfassung
26. August Heroes' Day Tag der Helden
10. Dezember Human Rights Day Tag der Menschenrechte
25. Dezember Christmas Weihnachtstag
26. Dezember Family Day

Sicherheit[Bearbeiten]

Die Kriminalität in den Städten, insbesondere in Windhuk, darf nicht unterschätzt werden, so dass Touristen immer wieder geraten wird, dort bei Dunkelheit nicht auf die Straße zu gehen und für den Heimweg ein Taxi zu nehmen. Eine Fahrt kostet in der Regel unter zwei Euro. Das Straßenbild bestätigt das zumindest, die Wohnhäuser der wirtschaftlich mittleren und oberen Bevölkerungsschichten sind fast ausnahmslos umzäunt, meistens sogar von Mauern umgeben, auf denen zusätzlich Stacheldraht oder Elektrozäune angebracht sind. Wesentlich ist sicherlich auch die wirtschaftliche Abhängigkeit und Nähe zu Südafrika. Viele Versicherungunternehmen, deren Hauptsitze in Südafrika liegen, adaptieren die verschärften Vertragsbedingungen aus Südafrika, so dass Elektrozäune praktisch vorgeschrieben sind.

Tagsüber besteht im Allgemeinen keine Gefahr. Generell gilt wie auch für viele andere Reiseziele der Ratschlag, Wertgegenstände nicht auffällig zur Schau zu tragen. Jedoch gilt auch hier: gesunden Menschenverstand walten lassen. Die Hauptstraßen in der Nacht nicht verlassen, dann passiert nichts!

Gesund bleiben[Bearbeiten]

Bei der Einreise nach Namibia besteht keinerlei Impfzwang, zu empfehlen ist eine Impfung gegen Hepatitis A/ B. Tropenkrankheiten wie Gelbfieber oder Cholera kommen nicht vor, für die nördlichen Landesteile, Owambo und Caprivizipfel empfiehlt sich eine Malariaprophylaxe, auf jeden Fall ist in den Abendstunden ein Mückengel und Schutz durch entsprechende Kleidung notwendig. In einigen Landesteilen gibt es Tollwutvorkommen, eine Impfung ist aber nur anzuraten, wenn man sich längere Zeit in diesen Gebieten aufhält. Aktuelle Empfehlungen zur Malariaprophylaxe und Impfempfehlungen für Namibia findet man auf Tropeninstitut.de

In den Landesteilen im äußersten Norden (z.B. Caprivi) herrscht Bilharziose-Gefahr (auch Schistosomiasis). Die Krankheit wird durch kleine Saugwürmer, den Pärchenegeln (Schistosomen) verursacht, deren Larven von Süßwasserschnecken vor allem in stehenden Gewässer freigesetzt werden. Man infiziert sich durch Hautkontakt mit Süßwasser, wobei die Würmer durch die Haut in den Körper eindringen und sich über Blut- und Lymphgefäße in die Leber begeben. Von hier aus machen sich dann die erwachsenen Pärchenegel erneut via Blutbahn auf den Weg in die Lunge, die Harnblasenwand und das Gehirn.

AIDS ist in Namibia sehr stark verbreitet, die Rate liegt bei bis zu 40% im Norden des Landes.

Das Rettungswesen ist in Namibia wenig ausgebaut, was wohl mit den erheblichen Entfernungen und der dünnen Besiedelung zusammenhängt. (Stand November 2012). Ein dichtes Netz von Notarzteinsatzfahrzeugen und Rettungwagen wie in Europa gibt es nicht. Die privaten Krankenhäuser der großen Städte haben Weltniveau, außerhalb gibt es bestenfalls Sanitätsstützpunkte. Bei schweren Notfällen kommt ein in Windhoek stationierter großer Rettungshubschrauber (der für das ganze Land zuständig ist), sofern der Notfall zwischen ca. 08:00 Uhr und 15:00 Uhr stattfindet - der Hubschrauber muß noch bei Tageslicht eines der großen Krankenhäuser erreichen können. Zwischen 15 und 08 Uhr muß man sich mit "Bordmitteln" helfen, wenn man kann. Überlandfahrten bei Dunkelheit, noch dazu auf Schotterpisten, sind akut lebensgefährlich und daher tunlichst zu unterlassen.

Schlangenbisse stellen eine ernstzunehmende Gefahr dar, zum einen wegen der extrem langen Wege zur nächsten Rettungsstation, zum anderen, weil die Dutzende von Schlangenarten vom Touristen nicht auseinandergehalten werden können. Damit ist der Einsatz von speziellen Antiseren nicht möglich und wird in der Regel gar nicht erst versucht, so daß sich auch in gut ausgerüsteten Kliniken die Behandlung auf symptomatische Maßnahmen erstreckt: Infusionen, medikamentöse Kreislaufstützung, ggf. Dialyse, Beatmung usw.

Klima[Bearbeiten]

Monat Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
max.Temperatur in (°C ) 28 27 26 25 22 20 20 22 26 27 29 30
min. Temperatur (°C) 20 18 17 15 11 8 7 10 15 17 20 21
Niederschlag (Tage) 14 14 11 8 3 1 1 2 2 4 6 12
Niederschlag (mm) 79 82 80 39 8 24 5 0 3 13 28 41
relative Feuchte (%) 46 54 50 49 40 5 35 28 24 23 27 45

Klima in Windhoek: Ganzes Jahr gute Reisebedingungen, trockenes Klima; Hochsommer zwischen Dezember und März; Winter zwischen Mai und August

Respekt[Bearbeiten]

Bei Portrait-Fotografien von Menschen sollte grundsätzlich vorher um Erlaubnis gefragt werden, gelegentlich wird ein Obolus verlangt. Allerdings sollte man auch nicht ungefragt Geld aufdrängen. Das gilt insbesondere für das Volk der Herero, bei denen die Frauen, die sehr auffällig ihre Trachten präsentieren, deutlich im Straßenbild zu erkennen sind.

Die Menschen sind sehr stolz auf sich und ihr Land. Wenn man die Nationalhymne hört, sollte man in jedem Fall aufstehen.

Post und Telekommunikation[Bearbeiten]

Die Vorwahl für Namibia ist +264. Die zwei Mobilfunkanbieter in Namibia heißen Mobile Telecommunications Limited (MTC) und Leo, wobei MTC flächendeckender aufgestellt ist und verbreiteter ist. Das Mobilfunknetz ist vor allem in den Städten und entlang der Hauptrouten verfügbar. Einige Autovermietungen bieten auch Satellitentelefone an, die jedoch sehr teuer und nur für besondere Zwecke notwendig sind.

Aufgrund der hohen Roaming-Gebühren der europäischen Mobilfunk-Anbieter ist der Kauf einer namibischen Prepaid-SIM-Karte vor Ort sinnvoll. Diese gibt es z.B. auf dem Flughafen von Windhoek im Ankunftsterminal, sie heißen in Namibia "air-time"-Karten.

Nur in größeren Städten gibt es Internet-Cafés. Man darf aber keine Geschwindigkeitswunder erwarten, meistens teilen sich mehrere Computer eine ISDN-Leitung. DSL gibt es inzwischen in wenigen Internetcafés.

Literatur[Bearbeiten]

Sehr zu empfehlen ist das Buch "Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste" von Henno Martin, erschienen im twoBOOKS-Verlag. Das Buch handelt von den zwei deutschen Geologen Henno Martin und Hermann Korn, die sich während des Zweiten Weltkriegs zweieinhalb Jahre in der Pränamib um den Kuisebcanyon versteckt hielten, um südafrikanischer Internierung zu entgehen. Eine fesselnde Abenteuergeschichte 'par excellence'.

Weblinks[Bearbeiten]


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