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Maputo

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Maputo
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Maputo ist die Hauptstadt von Mosambik und gleichzeitig größte Stadt des Landes. Aufgrund der günstig gelegenen Lage am Indischen Ozean und der architektonischen Vielfalt der Stadt wird diese auch des Öfteren „Perle des Indischen Ozeans“ (port. Peróla do Índico) genannt.

Hintergrund[Bearbeiten]

Nach jahrzehntelangem Bürgerkrieg ist Mosambik heute eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften weltweit, was sich besonders im starken Zuzug in die Vororte zeigt, deren Wohnsiedlungen zu drei Vierteln von Stadtplanern als „informelle Slums“ bezeichnet werden. Man erwartet ein Bevölkerungswachstum in den nächsten zehn Jahren von 2,4 auf 4 Millionen. Der wachsende Wohlstand hat heute schon zu einer solchen Zunahme des Autoverkehrs geführt, dass tagsüber vielfach nur Schritttempo möglich ist. Mittelfristig ist durch das Ansteigen des Meerespiegels davon auszugehen, dass wesentliche Teile der Stadt im Wasser versinken werden.

Zahlreiche Straßennamen ehren verdiente (afrikanische) Freiheitskämpfer des 20. Jahrhunderts.

Anreise[Bearbeiten]

Die Anreise aus dem deutschsprachigen Raum ist etwas mühsam und kann nahezu ausschließlich per Flugzeug erfolgen.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Für die Anreise in Maputo eignen sich zwei Flughäfen:

  • Maputo besitzt einen eigenen Flughafen Mavalane International (Aeroporto Internacional de Maputo, MPM), der von mehreren interkontinentale Fluglinien angesteuert wird, jedoch keine direkte in den deutschsprachigen Raum. Es bestehen unter anderem Flugverbindungen nach Johannesburg (mit South African / LAM), Lissabon (mit TAP), Doha (mit Qatar Airways) und Addis Abeba (mit Ethiopian Airlines). Flugkosten belaufen sich im Rahmen von 700 bis 1200 Euro. Des Weiteren bietet die mosambikanische Fluggesellschaft LAM zahlreiche Inlandsflüge aus allen Provinzhauptstädten an, die Kosten belaufen sich dabei auf gut 400 bis 500 Euro. Am Flughafen Maputo gibt es zahlreiche Taxis in die Innenstadt.
  • Für eine günstigere Anreise per Flugzeug eignet sich auch der Johannesburger Flughafen (O R Tambo International Airport, JNB), der über Flugverbindungen zu allen Kontinenten verfügt. Eine Auflistung der Flugverbindungen findet sich im Artikel Flughafen Johannesburg O.R. Tambo. Flugkosten belaufen sich auf 500 bis 700 Euro. Vom Flughafen gibt es verschiedene Anreisemöglichkeiten nach Maputo (sieh die folgenden Abschnitte).

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Der 1910 vollendete Bahnhof von Maputo (2009).

Die Eisenbahn ist ein eher unübliches Verkehrsmittel in Mosambik. Der Bahnhof befindet sich in Hafennähe 1 Estação do Caminho de Ferro. Dennoch gibt es einige wenigen Personenzüge nach Maputo, jeweils von den drei Grenzorten Goba (Swasiland), Ressano Garcia (Südafrika) und Chicualacuala (Simbabwe) zum Hauptbahnhof in Maputo. Sofern die Züge nicht wegen Überschwemmungen oder anderen Gründen ausfallen, fahren diese täglich. Die Preise belaufen sich auf meist 100 bis 300 Meticais (€ 3 bis 8).

Es gibt keine Eisenbahnstrecke, die Nord- mit Südmosambik verbindet.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Es gibt zahlreiche Busse, die Maputo mit allen umliegenden Orten und Ländern verbinden. Der wichtigste Busbahnhof für Fernstrecken ist 2 Junta an der EN 1 am Abzweig der R. Carlos Morado, etwa auf halbem Weg zwischen dem Friedhof Lhanguene ud dem Zoo.

  • Aus Südafrika haben sich verschiedene Anbieter auf der Strecke (Pretoria–)Johannesburg–Maputo etabliert. Die Fahrt in den klimatisierten Bussen beträgt von Johannesburg aus etwas acht bis neun Stunden. Preise belaufen sich auf gut 20 bis 30 Euro. Anbieter sind unter anderem Intercape, Greyhound und TransLux. Die Busse nach Südafrika halten wiederum an eigenen Bushaltestellen im Stadtzentrum.
  • Von Durban (Südafrika) bedient das Busunternehmen Africa Bus zwei Mal die Woche die Strecke Durban–Maputo.
  • Von Swasiland aus gibt es keine regulären Linienbusse, nur die übliche mosambikanischen Kleinbusse (chapas). Vom Grenzort Lomahasha / Namaacha dauert eine Fahrt mit den Minibussen gut zwei Stunden, die Fahrt kostet etwa 60 Meticais (€ 1,50).
  • Es gibt einige wenige Busunternehmen, die noch Verkehre zwischen Nord- und Südmosambik anbieten, unter anderem Linhas Terrestres de Moçambique.
  • Innerhalb Mosambiks gibt es auch die typischen Kleinbusse, die viele Orte miteinander verbinden. Diese entsprechen nicht europäischen Sicherheitsstandards und -erwartungen, sind jedoch kostengünstig. Die Kleinbusse enden üblicherweise an den Busterminals der Baixa (Innenstadt, Avenida Albert Lithuli) oder an der Junta (Kreisverkehr an der Avenida de Moçambique / Rua Gago Coutinho).

Auf der Straße[Bearbeiten]

Maputo ist gut über die verschiedenen Nationalstraßen an das Landesinnere angebunden.

  • Von Südafrika aus bietet sich die Fahrt vom westlichen Grenzort Ressano Garcia über die Nationalstraße 4 (EN4) an. Sie gehört zu den besten des Landes, auf dieser wird jedoch eine Maut erhoben. Die Fahrt von der Grenze bis nach Maputo dauert ungefähr ein bis zwei Stunden. Eine Fahrt aus der südafrikanischen Provinz KwaZulu-Natal nach Maputo ist seit der Eröffnung der Maputo-Catembe-Brücke im November 2018 problemlos möglich geworden. Die Fahrzeit von der Grenze hat sich von 5-6 Stunden auf 90 Minuten verkürzt. Problematisch ist jedoch weiterhin die schleppende Abfertigung am Grenzübergang Lebombo (geöffnet 6.00-24.00), die durchaus vier Stunden dauern kann.
  • Von Swasiland aus gibt es zwei gut ausgebauten Straßen, die Nationalstraßen 2 (EN2, von Namaacha) und 3 (EN3, von Goba), sie sind nicht bemautet. Eine Fahrt dauert gut ein bis zwei Studnen.
  • Die Nationalstraße 1 (EN1) verbindet Nord- mit Südmosambik, diese ist größtenteils in einem sehr guten Zustand. Aufgrund der derzeitigen politischen Situation wird von einer Fahrt auf der Straße zwischen Muxúnguè und Rio Save abgeraten. Alternative Routen gibt es praktisch nicht.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Es gibt einige Kreuzfahrtgesellschaften, die auch im 3 Hafen von Maputo Station machen. Diese Reisen beginnen üblicherweise in Durban.

Mobilität[Bearbeiten]

Karte von Maputo
Chapas, die ortsüblichen Kleinbusse im morgendlichen Verkehr.

Innerhalb des Zentrums von Maputo sind die meisten Sehenswürdigkeiten und andere Orte zu Fuß zu erreichen. Hierbei ist dennoch Vorsicht geboten, viele Bürgersteige sind in einem dürftigen Zustand, zudem fehlen viele Kanalisationsdeckel.

Für weitere Strecken empfehlen sich Taxis, die anhand ihrer gelb-grünen Lackierung zu erkennen sind. Taxis besitzen grundsätzlich kein Taxameter, es heißt Verhandlungsgeschick einzusetzen. Üblicherweise sind Taxis, die auf der Straße angehalten werden oder vor Hotels stehen, teurer. Aus diesem Grund empfiehlt sich die Wahl einer der Taxi-Dienste, beispielsweise Taxi Marcello (Tel.: 82-5050050, 84-5050050, 86-5050050). Diese haben eine festgelegte Preisliste und gleichen diese bei jeder Fahrt mit der Taxizentrale ab. Trinkgeld ist nicht üblich.

Des Weiteren gibt es ein ausgedehnte Netz von Minibus-Linien (chapas), die nahezu alle Maputos miteinander verbinden. Meist entsprechen die Fahrzeuge nicht den europäischen Sicherheitsstandards, charakteristisch für die Kleinbusse ist auch deren häufige Überfüllung. Dennoch sind diese gerade für Mosambikanerinnen und Mosambikaner meist die einzige Möglichkeit sich fortzubewegen. Eine Fahrt innerhalb Maputos kostet grundsätzlich sieben (7) Meticais, etwa 0,17 Euro. In der Innenstadt gibt es zwei Chapa-„Terminals“: eines am Naturkundemuseum 1 , in der Rua dos Lusíadas, üblicherweise „Museu“ genannt; das andere in der Unterstadt (Baixa) in der 2 Avenida Albert Lithulli / Avenida 25 de Setembro (offiziell genannt „Anjo Voador,“ üblicherweise jedoch nur „Baixa“ genannt). Anhand der Farben der Fahrzeuge kann man die Zielrichtung unterscheiden.

Außerdem gibt es ein lückenhaften Netz von Dieselbusse der städtischen Verkehrsgesellschaft TPM. Dieses wird derzeit stark ausgebaut, bleibt jedoch ohne Netz- und Fahrpläne schwer verständlich. Bis 2017 soll der Aufbau eines Systems von Schnellbuslinien auf eigenen Spuren vollendet sein. Als erste Strecke soll der Vorort Magoanine mit dem Bahnhof verbinden. Man will so die Fahrzeit für die 17 km von zwei Stunden auf 30 Minuten verkürzen.[1] Eine zweite Linie soll nach Zimpeto führen (20 km).

Es gibt eine Fährverbindung, die seit 2010 mit zwei Schiffen in den Vorort Matola rund 12 Mal täglich verkehrt. Ebenso kann man die Insel Inhaca (26°01' S, 32°56' O; ca. 25 km) per Boot erreichen.
Die Fähre Maputo-Catembe dürfte durch die im November 2018 eröffnete Brücke bald überflüssig werden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

1 Balcao de Turismo (Touristeninfo), Avenida de Moçambique (Zwischen Praça de Independência und botanischem Garten).

Denkmäler[Bearbeiten]

Denkmal für Samora Machel vor dem botanischen Garten (2014).

Statuen des ersten Präsidenten, Samora Machel, stehen im Kreisverkehr der Praça de Independência und vor dem Jardim Tunduru. Erste ist eine Replik der zweiten, die ein Geschenk des großen Führers des freien Teil Koreas dem verdienten Genossen Kim Il-sung war.

Museen[Bearbeiten]

  • 3 Museu de Historia Natural (Naturkundemuseum), Travessia de Zambeze. Geöffnet: Di.-Fr. 9.30-15.30, Sa. u. S. 10.00-17.00.
  • 4 Museu da Geologia, Av. dos Mártires da Machava. Geöffnet: Do. u. Fr. 9.00-17.00, Sa. 9.00-17.00, So. 14.00-17.00.
  • 5 Museu de Pescas, am Hafen. Kleine Sammlung von Booten und Fischereigeräten. Man sieht der Ausstellung die EU-Finanzierung an.

Parks[Bearbeiten]

  • 6 Botanischer Garten Tunduru, Rua Henrique de Sousa.

Nachtleben[Bearbeiten]

Nachtklubs mit Livemusik werden ab etwa 23 Uhr lebendig und schließen am frühen Morgen. Es gibt praktisch kein etabliertes Partyviertel, Bars und Clubs sind über die gesamte Stadt verteilt.

Der alte Stadtkern (Baixa) mit den Straßen Rua do Bagamoyo und Rua de Consiglieri Pedroso gilt als Rotlichtbezirk (auf Portugiesisch „Zona quente“).

Unterkunft[Bearbeiten]

Übernachtungsmöglichkeiten in der Stadt sind für die gebotene Qualität vergleichsweise teuer.

  • 1 Base Backpackers, 545 Avenida Patrice Lumumba. Wegen der günstigen Lage populär, erhält es durchwachsene Beurteilungen.
  • Fatima's Place Hostel, 1317 Av. Mao Tse Tung. Tel.: +258 21302994. Nicht übermäßig saubere, aber billige Unterkunft mit Schlafsälen. Man kann im Hof campen.
  • Catembe Beach, Lodge & Backpackers, 67 Rua B, Bairro Chali, Catembe. Tel.: +258 84 578 9356. Auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht von Maputo in Strandnähe. Geöffnet: 24 h. Preis: ab € 13 p.P.
  • 2 Maputo Backpackers, 95, Rua das Palmeiras, Bairro Triunfo, Costa Do Sol. Tel.: +258 82 467 2230, E-Mail: .

Luxushotels[Bearbeiten]

  • 3 Mandala Guest House Bed & Breakfast, 1 Rua Tomás Ribeiro. Geöffnet: check-in 12.00-20.30. Preis: Doppel ab € 110.
  • Hotel Avenida, 627 Av. Julius Nyerere. Preis: Doppel ab € 170.
  • Polana Serena Hotel, 1380 Av. Julius Nyerere. Nach Renovierung 2010 das „erste Haus am Platze.“ Die Umgebung ist nach 23 Uhr wegen der praktizierten Straßenprostitution nicht unbedingt sicher. Preis: ab € 210.
  • Radisson Blue, 141 Avenida Marginal. Tel.: +258 (21) 242400.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausländische Vertretungen[Bearbeiten]

Nachbarländer

Sonstiges[Bearbeiten]

Das Hauptpostamt ist in der Av. 25 de Setembro.

Ausflüge[Bearbeiten]

Zur Insel Inhaca, oder zu den Stränden von Catembe, die aber am Wochenende sehr überlaufen sein können. Das Dock für die Catembe-Fähren befindet sich hinter den Finanzministerium am Ende der Av. 10 Novembre (25°58'42,3" S, 32°34'27,1" O). Boote nach Inhaca fahren vom Vodacom Terminal etwa 500 m weiter landeinwärts (25°58'34,0" S, 32°34'08,9" O) im Porto da Pesca, erreichbar über eine Verlängerung der Av. S. Machel. Ganz Eilige können per Schnellboot oder Kleinflugzeug auf die Insel gelangen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Niederhuber, Margit; Matlhombe, Eduardo; Baiculescu, Mihai; Destino, Destination Maputo, Moçambique; Wien 2013 (Mandelbaum), ISBN 978-3-85476-423-6 (Text dt. und pt.)

Weblinks[Bearbeiten]

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