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Mauritius

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Lage
noframe
Flagge
Flagge von Mauritius
Kurzdaten
HauptstadtPort Louis
StaatsformParlamentarische Demokratie
WährungMauritianische Rupie (MUR)
Fläche2.040 km²
Bevölkerung1,18 Mio
SprachenEnglisch, Französisch
ReligionenHindu 52 %, Christen 28,3 % (Römisch-katholisch 26 %, Protestanten 2,3 %)
Telefonvorwahl+230
Internet TLD.mu
ZeitzoneMEZ + 3h

Mauritius ist eine Insel im Indischen Ozean, östlich von Madagaskar und gehört geografisch zu Afrika.

Regionen[Bearbeiten]

Karte von Mauritius

Orte[Bearbeiten]

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Insel Rodrigues

Hintergrund[Bearbeiten]

Mauritius ist gut geeignet für Afrika-Anfänger. Die Infrastruktur ist gut und die medizinische Versorgung auf europäischem Niveau gewährleistet. Schon am kleinen Flughafen Sir Seewoosagur Ramgoolam International Airport , der derzeit von den Chinesen zu einem Großflughafen umgemodelt wird, empfängt einen die trockene Gluthitze und ein wunderbarer Geruch von Vanille und Sandelholz. Diesen Geruch wird man überall auf der Insel (außerhalb der Städte) immer wieder entdecken können.

Die Insel wirkt wie das, was man sich im Katalog allgemein unter "karibisch" vorstellt; dennoch ist sie auch für Menschen mit Reiseerfahrung auf den Malediven oder Guadeloupe ein interessantes Ziel, da die Insel wesentlich mehr anbietet als diesen Karibik-Traum. Es gibt Reste von dschungelartigem Gelände, eine flache Hochebene, natürlich genügend Traumstrände mit weißem Sand und wilde Berge. Anders als auf La Réunion oder Mayotte befindet man sich außerhalb der EU, was sich per se schon anders anfühlt. Wer hierher kommt, muss sich im Klaren sein, dass Mauritius ein Paradies ist, das man erst erobern muss.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der Ferienflieger Condor fliegt wöchentlich dreimal ab Frankfurt am Main nach Mauritius. Auch Air Mauritius bietet ganzjährig Verbindungen (nach der Hauptsaison teilweise über Paris) an. Die Flugzeit beträgt von Frankfurt am Main aus ungefähr 11 1/2 Stunden, von München sind es 11 Stunden. Zusätzlich bieten die Golfcarrier wie Emirates von Europa aus Verbindungen mit Zwischenstopp in Dubai an. Eine weitere Verbindung mit kurzer Umsteigezeit in Johannesburg bietet South African Airways von Frankfurt am Main, so dass sich die Reise auch mit einem Aufenthalt in Südafrika kombinieren lässt.

Der Anflug auf Mauritius erfolgt sehr niedrig von Norden, so dass man während der letzten vier Flugminuten die ganze Insel einmal von oben betrachten und Palmen bzw. kreisrunde Zuckerrohrplantagen zählen kann. Die Landebahn ist kurz und endet "gefühlt" im Meer.

Beim Abflug, der meist die ganze Startbahn benötigt, nimmt man nach dem Abheben meist erst einige Minuten den Weg nach Süden von der Insel weg, während die Maschine an Höhe gewinnt. Nach einer Kehrtwende Richtung Mogadischu bzw. Dubai kann man sich dann von seinem Urlaubsziel in mittlerer Flughöhe verabschieden.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Taxis und Kleinbusse[Bearbeiten]

Taxis und Kleinbusse mit Fahrer sind kaum teurer als Mietwagen. Da auf Mauritius (und Rodrigues) links gefahren wird und die Straßenverhältnisse (Kreisverkehr) manchmal sehr unübersichtlich sind, sollte man sich den einheimischen Fahrern ruhig anvertrauen. Zu achten ist bei allen Fahrzeugen auf eine funktionierende Klimaanlage. Handeln lohnt sich selten, doch den Preis sollte man unbedingt vor Antritt der Fahrt vereinbaren. Man achte darauf, dass das Taxi ein offizielles ist. Die anderen sind zwar noch billiger, aber oft auch in abenteuerlichem Zustand, und im Falle eines Unfalles ist die Absicherung durch eine Versicherung zweifelhaft.

Es macht vor allem Sinn, ein Taxi o.ä. zu nutzen, wenn die Fahrt nach Port Louis hinein gehen soll, da die dortige Fahrweise nicht sehr europäisch ist - es überholen Roller und Mopeds rechts und links...

Tagestouren mit einem Taxi kosten ca. 2.500 - 3500 rs je nach Strecke. Vorteil dabei ist, dass der Fahrer unterwegs auch als Reiseführer fungiert und in der Nähe auf einen wartet, egal wie lange es dauert. Gelegentlich kommt es vor, dass man zu Restaurants/Souvenirläden gefahren wird, die dem Fahrer eine Provision zahlen. Man scheue sich nicht, vor Antritt der Fahrt so etwas auszuschließen. Restaurants mit vielen Taxifahrern davor ist -nicht wie bei uns- ein Zeichen von guter, billiger Küche. Hier zahlt der Koch ganz gut für gelieferte Gäste.

Nach der Tour gibt man ein gutes Trinkgeld, wenn es gefallen hat. Benzin ist teuer für die dortigen Verhältnisse, wie alles was man einführen muss, und der Fahrer verdient nur etwa 150 € im Monat.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Am Bus oben vorn steht die Endstation. Beim Warten auf den Bus daran denken, es herrscht hier Linksverkehr! Man setzt sich im Bus auf die sonnenabgewandte Seite. Die Bezahlung des Tickets erfolgt beim Schaffner, am besten Kleingeld bereithalten. Das Ticket sollte man gut aufheben, denn es wird oft kontrolliert! Beim Aussteigen vor der gewünschten Bushaltestelle klingeln.

Busbahnhöfe findet man in allen größeren Orten. So zum Beispiel in Port Louis, wo es einen nördlichen und einen südlichen Busbahnhof gibt, sowie in Goodlands, Centre de Flacq, Curepipe oder Mahebourg.

Die Busse fahren fast ständig zwischen 5:30 - 20:00 Uhr. Um 20:00 Uhr fährt auch der letzte Bus ab Cap Malheureux Richtung Port Louis.

In Grand Baie neben dem Restaurant La Jonque fährt alle halbe Stunde ein Expressbus nach Port Louis.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Auf Mauritius gibt es seit einigen Jahrzehnten keine Eisenbahn mehr. Früher ein wichtiges Transportmittel für Zuckerrohr, sind fast alle Spuren getilgt. Die Bahnhöfe sind heute Bushaltestellen, Kioske oder verschwinden wieder im Dschungel. Der Bahnhof von Port Louis beherbergt heute das Postmuseum, in dem man auch die berühmte blaue und rote Mauritius besichtigen kann und die ersten Briefkästen (Tonkrüge) der Insel bestaunen kann. Das Gebäude ist eines der wenigen in Port Louis, die noch im alten Kolonialstil überlebt haben. Die Gleise vor dem Bahnhof sind einem großen Busparkplatz gewichen.

Sprache[Bearbeiten]

Englisch ist die offizielle Landessprache, doch noch immer versteht ein Großteil der Bevölkerung die französische Sprache besser. Den jüngeren Einwohnern, die ihren Lebensunterhalt in Banken oder im Tourismus verdienen, ist auch Deutsch häufiger geläufig. Das wird jedoch nicht immer sofort deutlich. Darüber hinaus wird noch Kreolisch, Hindi, Urdu und Hakka gesprochen.

Währung[Bearbeiten]

1 Euro ist je nach Kursstand ca. 40 Rupien wert (Mai 2018). Mauritianische Rupien sind vor Anreise bei nahezu jeder Bank zu beschaffen. Die Ausfuhr aus Mauritius ist nicht erlaubt. Der Wechselkurs in Mauritius ist aber ohnehin besser. Am Flughafen gibt es am Exit genügend Wechselstuben, auch die großen Hotels bieten Wechselservice an der Rezeption zu einem allerdings etwas ungünstigeren Kurs. Man sollte auch genügend kleine Scheine einwechseln, der größte Schein mit 2.000 Rupien ist schwer umzusetzen, so etwa wie unser 500 Euro-Schein. Abhebungen am Geldautomaten verursachen wie überall Gebühren, sind jedoch unproblematisch möglich, sofern man noch eine alte ec-Karte mit Maestro-Zeichen besitzt. Das in Deutschland kürzlich eingeführte V-Pay mit Chip wird nicht unterstützt. In diesem Fall benötigen Sie für bargeldlose Zahlungen unbedingt eine weltweit gebräuchliche Kreditkarte.

Einkaufen[Bearbeiten]

Die meisten Händler nehmen mittlerweile Euro, können dann allerdings nur in Rupien herausgeben. Handeln ist erlaubt und führt oft zu netten Gesprächen über Gott und die Welt.

Als Souvenirs empfehlen sich Gewürze (echte Vanillestangen oder -pulver um die 200 Rupien für 100 gr. im Supermarkt oder 600 Rupien im Souvenirshop) und Blumen aller Art, die zum Teil auch aus Madagaskar angeliefert werden und flugfähig verpackt sind. Mauritianisches Meersalz ist günstig kiloweise zu bekommen. T-Shirts gibt es für ein paar EUR-Cent, wenn man nicht in den großen Läden einkauft, sondern in einem der vielen Alles-und-Nichts-Läden mit Friseur, Fisch und Cola in den Dörfern. Teuer sind alle Dinge, die auf die Insel eingeführt werden müssen, wie Batterien, Filme (braucht das noch jemand?) und elektronisches Zubehör. Größte Einkaufszentren für schnelle Shopping-Touren sind natürlich die Hauptstadt Port Louis, dazu Mahébourg und Curepipe. In Curepipe kann man Schiffsmodelle erwerben, die einem gut verpackt zur Abreise an den Flughafen geliefert werden.

Auf Mauritius gibt es auch Läden "auf der grünen Wiese" wie bei uns, die für die Selbstversorgung ebenfalls gut geeignet sind. Oft ist ein Tabak- und Zeitungsladen angeschlossen.

Strandverkäufer[Bearbeiten]

Hüte, Taschen, Figuren, Sonnenbrillen, Früchte... Der relaxende Badetourist wird in jedem Fall Bekanntschaft mit ihnen machen. An manchen Orten wird man darum auch keine fünf Minuten Ruhe finden. Das ist zwar lästig, schließlich hat man ja Urlaub ...aber zu bedenken ist, dass diese Menschen nur so zu Geld kommen. In der Regel muss man auch nur zeigen, dass heute kein Geschäft zu machen ist, und die Verkäufer werden nach einem kurzen Plausch mit guten Wünschen für den Touristen weiterziehen. In Mauritius gehört der Strand übrigens allen und muss per Gesetz zugänglich bleiben, so dass Strandverkäufer auch in umzäunten Luxushotels verkaufen dürfen. Solange man auf dem Hotelweg ist, ist der Gast tabu. Kommt man ins Gespräch mit einem Einheimischen oder will man kaufen, sollte man also den Schritt auf den öffentlichen Sand machen, andernfalls könnte der Händler große, existenzbedrohende Schwierigkeiten mit dem Hotel bekommen. Die Ware ist übrigens meist qualitativ durchaus in Ordnung, nur etwas teurer als im Souvenirshop - und der ist ja wiederum etwas teurer als die o.g. Einkaufsmöglichkeiten.

Küche[Bearbeiten]

Exotisches: Berühmt-berüchtigt ist das Curry Nr. 5 aus Affenhirn. In manchem Reiseführer noch zu finden, steht es längst nicht mehr auf der Speisekarte. Ansonsten ist die Küche von all den indischen, englischen, portugiesischen oder afrikanischen Einflüssen geprägt, welche die Geschichte der Insel ausmachen. Der Gewächshaus-Tomaten gewohnte Europäer wird viele geschmacksintensive Entdeckungen machen, gerade bei bekannten Gemüsen. Empfehlenswert sind tropische Säfte und Marmeladen, oft handgemacht. Palmherz-Salat ist bei uns unerschwinglich, auf Mauritius kann man sich für wenig Geld daran satt essen.

Fisch: Wer die Chance hat, "smoked marlin" zu essen, sollte es tun! Garnelen und ähnliche Krebstiere schmecken allerdings aus kalten Breitengraden mit tiefen Gewässern besser.

Huhn: Kommt oft auf den Tisch. Das Fleisch ist faseriger als bei uns und dunkler, allerdings vom Geschmack intensiver.

Dessert: Pancakes, also Pfannkuchen, haben einst die Briten dagelassen. Dazu gibt es meist eine dünne Schlagsahne mit Kokosflocken oder Papaya-Marmelade. Probieren!

Nachtleben[Bearbeiten]

Genießen Sie die Sterne und die Milchstraße, denn hier kann man sie noch sehen.

Wer unbedingt Party im Club machen will, ist im Insel-Nordosten und natürlich der Hauptstadt gut aufgehoben. Die meisten Luxus-Hotels haben eine Disco oder bieten Sega-Abende im Fackelschein am Strand an.

Man ist zwar nicht zum Fernsehen so weit geflogen, aber auch das geht: Ab nachmittags mit einheimischen Sendern oder deutschsprachig rund um die Uhr mit dem ZDF. Durch die Zeitverschiebung muss man sich dann allerdings das Nachmittagsprogramm angucken. ARD, ORF, SRG oder ähnliches gibt es nicht.

Unterkunft[Bearbeiten]

Mauritius ist kein Billig-Reiseziel, das spürt man speziell an der Unterkunft. Auch wenn die Preise derzeit etwas fallen, da die Krise in Europa nun auch hier ankommt, günstig lebt man nur in den Pensionen in Privathand oder kleinen Hotels ohne großen Luxus. Das hat aber gegebenenfalls den Vorteil, dass man auch etwas mehr vom eigentlichen Leben der mauritianischen Familien mitbekommt. Die deutsche Community freut sich auch über Gäste aus der Heimat, viele bieten in Internetforen einzelne Zimmer an.

Richtig bekannt ist Mauritius aber durch die großen Hotels mit 5 und mehr Sternen, wie Le Toussrok, das LUX Le Morne oder das Paradis in Le Morne. Hier ist alles geboten, was das Herz begehrt und der Geldbeutel hergibt. Wo auf der Insel man urlauben möchte, ist egal, Luxus-Ressorts liegen überall rund um die Küste, im Inland bemühen sich die Hotels ohne Meerblick mit besonders schönen Wellness-Angeboten und inkludierten Ausflügen.

Lernen[Bearbeiten]

Das Schulsystem in Mauritius ist gut und bis zur Grundschule für alle kostenlos. Es herrscht Uniformpflicht.

Arbeiten[Bearbeiten]

Wer auf Mauritius arbeiten will, benötigt eine Genehmigung, und die kann dauern. Wer dagegen investieren will und Arbeitsplätze schafft, ist gern gesehen. Das Einstellen von Mauritianern ist dabei Pflicht, in manchen Sektoren muss auch der Chef ein Mauritianer sein, der Investor muss sich dann unterordnen. Es winken Steuervorteile bei Firmengründungen. Bei Firmenschließung darf man auch alle Investitionssummen, die man ins Land gebracht hat wieder mitnehmen, dazu einen gewissen Prozentsatz der Gewinne. Das Meiste davon soll natürlich auf der Insel bleiben.

Auswandern[Bearbeiten]

Ist möglich, aber nicht einfach zu erreichen. Rentner und nichtarbeitende Ausländer müssen 40.000 € im Jahr einführen und Nachweis führen, dieses Geld auch in Mauritius ausgegeben zu haben. Schon mehrfach wurden die Sätze angehoben, so dass für manchen, der das nicht mehr leisten kann, unvermittelt und sehr schnell die Ausreise ansteht, auch wenn er bereits Jahrzehnte auf der Insel gelebt hat.

Sicherheit[Bearbeiten]

Obwohl auf der Insel viele ethnische Gruppen auf engem Raum leben, ist das Miteinander von gegenseitiger Toleranz geprägt. Diese wird auch den Touristen entgegengebracht. Reisende sollten zwar wie immer ein paar Spielregeln einhalten, denn Taschendiebe gibt es überall (vor allem in der Hauptstadt Port Louis), das Reisen allein oder als Frau ist aber völlig problemlos möglich. Die Mordrate ist ebenfalls niedrig.

Klima[Bearbeiten]

Mauritius hat neben der Großwetterlage auch immer ein Mikroklima. Es kann sein, dass in Le Morne der alltägliche Frühstücks-Regen fällt und in Tamarin ein paar Orte weiter 40 °C bei praller Sonne herrschen. Regen stört aber meist nicht wirklich, da alles schnell trocknet. Gelegentlich nehmen in der ersten Jahreshälfte Zyklone Kurs auf Mauritius. Die allerwenigsten kommen jedoch richtig dort an.

Monat Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Maximal 31 °C 31 °C 31 °C 30 °C 29 °C 27 °C 26 °C 26 °C 27 °C 29 °C 30 °C 31 °C
Wassertemp. 28 °C 28 °C 28 °C 28 °C 27 °C 26 °C 25 °C 25 °C 24 °C 24 °C 26 °C 27 °C
Regentage 15 16 18 17 15 11 13 14 9 9 7 14

Respekt[Bearbeiten]

Gute Trinkgelder sind der Dank für gute Bedienung. Dem Reisenden tut es nicht weh, für die Menschen ist es sehr viel Geld. Freude kann man auch machen, wenn man als Präsent Schokolade mitbringt, so viel in den Koffer geht. In Mauritius gibt es keine ähnlich gute, und die Marke mit der Kuh ist zwar zu haben, kostet aber bis um die 5 Euro. Kennt man die Person genauer, wird sie sich vielleicht über Schuhe freuen, denn gutes Schuhwerk ist auf der Insel auch für Geld nur schwer zu bekommen.

Bekleidung[Bearbeiten]

FKK ist verboten! Oben ohne wird dagegen am "Hotelstrand" geduldet. Viele Mauritianerinnen gehen dagegen sogar mit Straßenbekleidung ins Wasser. Bei Besichtigungen im Landesinneren trägt man am besten etwas Kurzärmeliges und hat die Knie bedeckt.

Post und Telekommunikation[Bearbeiten]

Telefonieren[Bearbeiten]

Vom Hoteltelefon: Ein Ferngespräch kann bis zu 3 €/min nach Deutschland kosten. Innerhalb der Insel ist es nicht teuer. Bezüglich Skypen siehe den Abschnitt Internet.

Mit dem deutschen Handy: T-Mobile, Vodafone und O2 haben Roamingpartner in Mauritius. Die Handys loggen sich automatisch in das Netz von emtel oder cellplus ein. Man kann im Land und nach Deutschland telefonieren, SMS senden und empfangen. Bei Debitel kostet telefonieren ca. 1,50 €/min., SMS nach Deutschland 0,20 € , der Empfang einer SMS ist kostenlos.

Complis Karte von cellplus oder kwepie Karte von emtel: Wenn man immer erreichbar sein muss, lohnt sich der Kauf einer mauritianischen Prepaid-Karte. Bei cellplus kostet das Freischalten einer Leitung 600 rs einschl. Freieinheiten für 100 rs, bei emtel nur 250 rs auch einschl. Freieinheiten. Die Karte nennt sich - complis starter pack - von cellplus oder starter pack - von emtel. Man bekommt eine Telefonnummer und kann den Ansagetext sogar auf Deutsch stellen. Das Starter Pack bekommt man in Grand Baie im Internetcafé im "Super U" und in vielen anderen Geschäften oder bei der Mauritian Telecom im Nebengebäude. Aufladekarten gibt es in vielen Geschäften zu kaufen. Nur aufpassen, das Handy darf keinen simlock haben, am Besten das Gerät in das Geschäft mitnehmen und gleich ausprobieren. Jetzt kann man von einem Festnetzanschluss über eine deutsche Billignummer für ca. 0,09 € angerufen werden. Falls man die Karte nach dem Urlaub nicht mehr braucht, weil man nicht wieder nach Mauritius fliegen wird (unwahrscheinlich, das ist der Fluch der Insel), freut sich jeder Einheimische, dem man sie schenkt.

Telefonkarten: Dann gibt es noch die Telefonkarten für den öffentlichen Fernsprecher. Man erhält sie in vielen Geschäften, damit kann man preiswert in Mauritius und nach Deutschland telefonieren.

Auf Mauritius werden Handyantennen übrigens gerne in Palmen versteckt. Egal ob echte Pflanze oder künstlicher Sendemast.

Post[Bearbeiten]

Das Postsystem ist afrikanisch. Was heute nicht fortkommt, eben morgen. Allerdings hat sich die Geschwindigkeit der Zustellung im Vergleich von 2010 auf 2013 spürbar erhöht. Postkarten benötigen erfahrungsgemäß zwischen 2 Wochen und 3 Monaten nach Deutschland. Auf Mauritius gibt es in den Dörfern keine Briefträger im eigentlichen Sinn. Jeder muss sich seine Post beim Amt abholen. Wer ein Päckchen bekommt, wird benachrichtigt.

Post nach Mauritius: Wichtig ist der Vermerk "Ille Maurice - Indian Ocean" auf der Sendung, so manche Lieferung wird unterwegs wegen der Namensgleichheit nach Mauretanien umgeleitet. Ein Päckchen landet vor Übergabe immer beim mauritianischen Zoll. Der Empfänger muss das Paket abholen kommen und im Beisein des Beamten das Paket öffnen, dann wird ein Geldbetrag festgesetzt - auch bei Geschenken zahlt der Empfänger ordentlich (im Zweifel für etwas, das er gar nicht will). Man kann diese pi mal Daumen-Zuordnung als Absender vereinfachen, wenn der Wert auf dem Warenschein nicht sehr hoch ist oder wenn z.B. der neue USB-Stick im Begleitschreiben als geliehen für Urlaubsfotos "hiermit zurückgegeben" wird.

Internet[Bearbeiten]

Mauritius hat sich früh ans WWW-Unterseekabel anschließen lassen, man ist also nicht hinter dem Mond. Smartphones im WWW funktionieren ebenfalls gut, allerdings in den Heimverträgen zu horrenden Preisen. Immerhin befindet man sich in der Weltzone 4.

Kostenloses W-Lan wird in den Hotels immer häufiger angeboten, wenigstens aber ein PC-Terminal an der Rezeption. Skypen gelingt meist problemlos und von der Qualität, mit etwas Glück gleich, in der Regel aber sogar besser als zuhause.

Internetcafés gibt es auch einige, besonders natürlich in den Ballungszentren. (Preise bitte ergänzen).

Wassernot[Bearbeiten]

Bitte berücksichtigen Sie, dass nur scheinbar genug Wasser für alle da ist. Mauritius ist grün, aber Afrika. Gerade in den großen Hotels sprudelt und blubbert es zum Wohle des Gastes überall. Fakt ist jedoch, dass dieses Wasser oft teuer mit dem Tankwagen geliefert wird und die Bevölkerung für Ihren Traumurlaub darauf verzichtet. Selbst in Port Louis gibt es zeitweise in Privatwohnungen kein Wasser, weil die Hotels bevorzugt versorgt werden. Zudem ist das öffentliche Leitungssystem marode und verliert viel durch Wasserrohrbrüche. Die Wasservorräte der Insel stammen aus tiefgebohrten Quellen im Untergrund und zwei riesigen Regenwasserspeichern (z.B. das Grand Bassin). Teilweise wird Wasser auch schon von Madagaskar und dem Kontinent importiert.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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