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Malediven

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Die Malediven sind eine Inselgruppe in Asien, vor der Südspitze Indiens gelegen.

Lage
Maldives in its region.svg
Flagge
Flagge der Malediven
Kurzdaten
Hauptstadt Malé
Staatsform Republik
Währung Rufiyaa (MVR)
Fläche 300 km²
Bevölkerung 407000 (2016)
Sprachen Dhivehi
Religionen Islam
Stromnetz 220 V/ 50 Hz (britischer Stecker)
Telefonvorwahl +960
Internet TLD .mv
Zeitzone MEZ + 4h

Regionen[Bearbeiten]

Karte der Malediven
Baa-Atoll: Sonne, Strand, blaues Meer – dafür sind die Malediven berühmt. Mehr ist allerdings nicht geboten, keine Kultur, Sehenswürdigkeiten oder Nachtleben.
Vollkommen zugebaut und ohne echten Strand ist die Hauptinsel Malé (2008).

Die Inselgruppe besteht aus 19 Atollen mit 1192 Inseln. Nicht alle, sondern primär spezielle Touristeninseln dürfen besucht werden, ansonsten ist eine Erlaubnis in der Hauptstadt zu beantragen.

Unterteilen läßt sich das Land in

Städte[Bearbeiten]

Die einzige Stadt ist die Hauptstadt Malé auf der gleichnamigen Insel.

Größere Ortschaften sind:

  • Hithadhoo
  • Kulhudhuffushi
  • Thinadhoo

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Malediven gehören zu den ärmsten Ländern der Welt, obwohl einige Wirtschaftszweige, besonders der Tourismus, stark anwachsen. Der Islam ist auf den Malediven Staatsreligion. Das Erlangen einer Staatsbürgerschaft ist somit nur möglich, wenn man sich zum Islam bekennt. Religionsfreiheit, sowie Toleranz gegen Andersgläubige bzw. Nichtgläubige, ist auf den Malediven nicht gegeben! Ein Ausnahme stellen die Inseln mit den Touristen-Hotels dar. Hier gelten grundsätzlich westliche Standards.

Die Atolle werden mit dem Ansteigen des Meeresspiegels bis Ende des Jahrhunderts unbewohnbar sein.

Seit den 1970ern wurden Touristeninseln ausgewiesen. Andere Inseln des Archipels, außer Male, durften lange Zeit nur mit Genehmigung der Regierung, die nur aus gutem Grund vergeben wird, besucht werden. Seit einigen Jahren wird dies lockerer gehandhabt. Man kann darin eine Infrastrukturmaßnahme sehen, durch die den vom Tsunami 2004 betroffenen Orten wieder auf die Beine zu helfen. Einige “local islands” können auch von Touristen aufgesucht werden, es entstanden örtliche Gästehäuser, so z.B. auf der Gefängnisinsel 1 Maafushi

Anreise[Bearbeiten]

Einreisebestimmungen[Bearbeiten]

Die Malediven erlauben für Staatsangehörige aller Nationen 30 Tage touristischen Aufenthalt. Am Flughafen ist bei Einreise ein Unterkunftsnachweis zu erbringen. Eine gebuchte Rückreise und der Nachweis ausreichender Geldmittel von US$ 100 +50 pro Tag kann verlangt werden. Die monatlichen Ankunftszahlen liegen deutlich über 100000.

Zollbestimmungen

Freimengen: 200 Zigaretten oder 250 g Tabak oder 50 Zigarren. Kein Alkohol!

Nicht eingeführt werden dürfen lebende Schweine, Pornographie sowie „religiöses Material, daß dem Islam entgegensteht.“ Zu letzterem gehören Bibeln, Marienfiguren usw. Gepäck wird bei Ankunft durchleuchtet.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Die meisten Touristen kommen mit dem Flugzeug. Der internationale 1 Ibrahim Nasir International Airport bedeckt die gesamte Insel Hulule. Direktflüge gibt es von zahlreichen europäischen Städten. Von Frankfurt benötig man etwa 9½ Std. Es gibt hinter dem Flughafen eine ab 1997 künstlich aufgeschüttete Insel mit mehreren Unterkünften und der Airport Beach. Fähre zur Hauptinsel 6 Rs., Schnellboot 25 Rs.

Für Langzeitreisende in Asien erfolgt die Anreise am sinnvollsten von Colombo oder aus dem südindischen Thiruvananthapuram (Trivandrum) mit Spice Air oder Sri Lankan (in beiden Fällen Sept. 2017 ca. US$ 100). Dabei ist zu beachten, daß Rück- oder Weiterflugtickets bei der Einreise auf die Malediven verlangt werden können.

Eine Weiterreise von Malé zur Urlaubsinsel ist per Wasserflugzeug oder Schnellboot möglich. Bessere Resort arrangieren Transfers. Maldivian bietet mehrmals täglich Verbindungen nach Gan im Addu Atoll mit Propellermaschinen, die Flugzeit beträgt siebzig Minuten. Weitere Inlandsziele sind Hanimaadhoo, Kaadedhdhoo und Kadhdhoo. Villa Air Fly me startete mit einer Verbindung nach 2 Maamigili im Süd Ari Atoll. Man fliegt nicht mehr nach 3 Gan

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Die Fähren von Sri Lanka wurden vor Jahren eingestellt.

Mobilität[Bearbeiten]

Zu Fuß. Öffentlichen Verkehrsmittel auf den Inseln gibt es, abgesehen von drei Buslinien der Hauptinsel, keine. Taxis fahren streckenunabhängig zum Einheitspreis von 20 Rs. (Zuschlag nach 24.00 Uhr).

Per Fähre zu anderen Inseln des Malé-Atolls gelangt man von den 2 Ferry Jetties am Nordufer der Insel. Zu beachten ist, dass Dhonis zu bestimmten Zeiten oder wenn voll abfahren, dann gilt der allgemeine Preis (“Dont't pay the ferryman, until he gets you to the other side”). Gerne werden in den Dhonis mit einem in ein leeres Boot einsteigenden Ausländer ungefragt „Sonderfahrten“ veranstaltet, bei denen dann am Ende „Charterpreise“ für ein volles Boot verlangt werden. Das 3 Vilingili Ferry Terminal bedient auch andere Strecken. Direkt daneben ist das Tsunami-Denkmal.

Sprache[Bearbeiten]

Landessprache ist Divehi (ein singhalesischer Dialekt). Die Schrift ist arabischen Ursprungs und wird Thaana genannt. Englisch spricht man in der Hauptstadt Malé sehr häufig - auf den Urlaubsinseln wird überwiegend Englisch gesprochen. Man findet aber auch nicht selten Mitarbeiter, die Grundkenntnisse der französischen, deutschen oder auch der japanischen Sprache beherrschen.

Kaufen[Bearbeiten]

Währung ist die Rufiyah. Ein Rücktausch ist nicht möglich. In den Touristenresorts wird auch Dollar-Bargeld genommen, oft sind Speisekarten nur in diesen ausgepreist. Üblicherweise wird am Vorabend der Abreise per Kreditkarte abgerechnet. Mittlerweile wird auch in manchen Geschäften der Euro akzeptiert.

Öffnungzeiten

Häufig 15-30 Min. unterbrochen zu den Gebetszeiten.

  • Banken: 8.30-13.30, So.-Do. Wechselkurs: US$ 1 = 15,3 Rs., € 18,4 (Sept. 2017). Geldautomaten sind nur auf der Hauptinsel zahlreich.
  • Behörden: 7.30-14.30, So.-Do.
  • Geschäfte: 8.00-18.00, So.-Do.
  • Restaurants haben Freitag mittags geschlossen. (Dazu kommen Einschränkungen im Ramadan).

Es herrscht außerhalb der Resorts Alkoholverbot. Barpreise auf diesen Inseln können hoch sein, US$ 5 für ein kleines Bier oder US$ 130 für eine Flasche Vodka sind nicht ungewöhnlich. Auf Malé selbst kann man im Prinzip alles erwerben, auf den größeren Touristeninseln gibt es in der Regel Elektronikfachhändler und Juweliere sowie die obligatorischen Souvenirläden. Schnäppchen wird man selten machen, da praktisch alle Güter importiert werden.

Es besteht die Tendenz von Touristen Phantasiepreise zu verlangen, aber anders als in Indien nicht mit sich handeln zu lassen. Preisverlangen von US$ 10 für eine 1½ l-Wasserflasche kommen vor. Besondere Vorsicht vor Schmuck und Andenken aus Korallen oder tierischen Materialien: Es ist unbedingt empfohlen sich vorher genauestens über die Einfuhrbestimmungen in ein Heimatland bzw. einem eventuellen Transitland zu informieren, denn auf die Ausfuhr von Korallen, Muscheln aus den Malediven bzw. auf die Einfuhr in das jeweilige Heimatland bestehen teilweise Beschränkungen aufgrund des Washingtoner Artenschutzübereinkommen. Bei Zuwiderhandlungen drohen hohe Bußgelder oder sogar Gefängnis.

Küche[Bearbeiten]

Die Küche auf den Malediven ist im asiatischen Stil. Mit Fisch und Reis ist auf dem Speiseplan durchaus oft zu rechnen. Das Essen wird aber in den Hotels ziemlich allenort hygienisch hergestellt, von dem her muss man eher nicht Angst haben. Auf den Malediven gibt es auch einige Spezialitäten... Lassen Sie sich überraschen...

Kaffetrinker müssen mit der indischen Version des Pulverkaffees eines bekannten schweizer Konzerns vorlieb nehmen, Bohnenkaffee gibt es nicht.

Nachtleben[Bearbeiten]

Außer den Bars auf den Touristeninseln, keinerlei.

Unterkunft[Bearbeiten]

1 Thudufushi. Ein typisches Luxusresort, mit auf Stelzen in die Lagune gebauten „Hütten.“
Die „Müllinsel” 4 Thilafushi Klar sichtbar ist die Müllkippe, mit schwelenden Plastikmüllhaufen, die etwa die Hälfte des Atolls ausmachen).

Ein Zimmer in einem “Guest House” wird man selten für weniger als US$ 40 bekommen. Gewöhnliche Mahlzeiten kosten US$ 8-15.

In der Regel wird es preislich günstiger sein ein Pauschalangebot in Europa zu buchen, als sich direkt an ein Resort zu wenden. 2017 verlangen 4*-Anlagen zwischen € 320 und € 1450 pro Nacht. Zu beachten ist, dass man eine Insel gebunden ist, Ausflüge auf andere Touristeninseln erfordern die Erlaubnis des dortigen Managers. Solche Ausflüge per Boot kosten (ohne alles) US$ 25-125.

Die Unterkünfte auf den Inseln sind auf den Malediven sehr luxuriös und durchaus schön. Jedoch sind sie vom Preis her recht hoch gesteckt, sodass eine Reise sehr teuer werden kann.

in Malé

Die Hauptinsel ist fast die einzige auf der sich Ausländer ohne Sondererlaubnis aufhalten dürfen, dort besteht dann eine gewisse Auswahl an Unterkünften.


Arbeiten[Bearbeiten]

Arbeitsplätze auf den Malediven gibt es vor allem im Tourismus Bereich, jedoch in der Regel nur für korangläubige Gastarbeiter aus Bangladesh oder Pakistan. Von diesen gab es 2016 63000. Wer dort arbeiten möchte, müßte sich auf jeden Fall auf niedrige Löhne sowie lange Arbeitszeiten einstellen. Die Unterbringung erfolgt oft in Zimmern mit bis zu 20 Bewohnern, von denen möglicherweise wenige Deutsch, manche sogar kein English können.

Feiertage[Bearbeiten]

Feiertage mit festen Datum sind 1. Jan.: Neujahr, 1. Mai: Tag der Arbeit, 26. Juli: Unabhängigkeitstag, 3. Nov.: „Tag des Sieges” (Victory Day), 11. Nov.: „Tag der Republik“ und 19. Nov.: Nationalfeiertag.

Dazu kommen die nach dem Mond berechneten musulmanischen Feiertage: Beginn (26. Mai 2017) und Ende (25. Juni 2017) des Ramadan, Fastenbrechen (26. Juni 2017), Opferfest (01. September 2017), Geburtstag des Propheten (01. Dezember 2017), islamisch Neujahr (22. September 2017) sowie der Tag der Annahme des Koranglaubens auf den Malediven.

Sicherheit und Verhaltensregeln[Bearbeiten]

Feuerwehr: ☎ 118
Polizei: ☎ 119
Krankenwagen: ☎ 102

Obwohl es in der näheren Vergangenheit immer wieder zu Protesten und Unruhen insbesondere in der Hauptstadt Malé gekommen ist, gelten die Malediven für Touristen grundsätzlich als sehr sicher zumal der Tourismus eine der Haupteinnahmequellen der Malediven darstellt.

Trotz der Tatsache dass der Islam auf den Malediven Staatsreligion ist, gelten auf den Inseln mit Hotelanlagen westliche Standards bezüglich Toleranz, Menschenrechte und Religionsfreiheit. Man sollte jedoch insbesonders in der Hauptstadt Malé bzw. anderen Einheimischen-Inseln es vermeiden provokante Kleidung (wie z.B: Bikinis) zu tragen oder in irgendeiner Art provozierendes Verhalten gegenüber der islamischen Religion an den Tag zu legen, da dies ansonsten zu erheblichen Problemen führen kann!

Die Ausübung des Christentums ist in der Öffentlichkeit verboten! Ebenso ist davon abzuraten mit den Einheimischen über Religion bzw. das Christentum zu sprechen, da dies unter Umständen als christliche Missionierung interpretiert werden könnte, was auf den Malediven strengstens verboten ist! [1] Das Betreten von Moscheen ist Ungläubigen verboten, in der Hauptmoschee toleriert man sie außerhalb der Gebetszeiten.

Für den Präsidentenpalast und militärische Einrichtungen besteht Photographierverbot.

Gesundheit[Bearbeiten]

Impfempfehlungen für die Malediven findet man auf Tropeninstitut.de

1 Indira Gandhi Memorial Hospital, Kan’baa aisaarani hingun. Tel.: +960 333 5211.

Klima[Bearbeiten]

Die Malediven haben durch ihre Lage im meist ruhigen indischen Ozean ein sehr konstant heißes, tropisches Klima. Die Temperaturen fallen selbst nachts selten unter 25 Grad Celsius.

Das Wetter ist geprägt von zwei Monsunen: dem Südwest-Monsun von Mai bis Oktober und dem Nordost-Monsun von November bis April. Dies ist die güstigste Zeit für Surfer. Der Südwest-Monsun bringt normalerweise im Juni und Juli Wind und intensivere Niederschläge. Als beste Reisezeit gelten die Monate November bis April, Hochsaison ist die Zeit um Weihnachten. aucher haben beste Sicht von Januar bis April.

Monat Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Maximaltemperatur 30 °C 31 °C 31 °C 31 °C 31 °C 31 °C 30 °C 30 °C 30 °C 30 °C 30 °C 30 °C
Wassertemperatur 27 °C 28 °C 29 °C 29 °C 29 °C 29 °C 28 °C 27 °C 27 °C 28 °C 28 °C 27 °C
Regentage 4 4 6 9 13 13 13 13 16 15 13 12

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Post

Die maledivische Post funktioniert zuverlässig. Im Flughafen gibt es ein Postamt.

  • 2 Hauptpost, 26 Boduthakurufaanu Magu. Geöffnet: So.-Do. 9.00-19.00.
  • 3 Postamt mit Philatelieschalter. Geöffnet: So.-Do. 8.00-15.00.

Auf den Touristen werden Marken und Postkarten verkauft, man kümmert sich auch um die Einlieferung.

Internet

In den meisten Resorts wird für Internetnutzung kräftig zugelangt.

Viele Gästehäuser der Hauptinsel bieten gratis WLAN.

Mobilfunk

Die Malediven verfügen über zwei Mobilfunk Provider Dhiraagu sowie ooredoo, dessen Prepaid-Guthaben 60 Tage gilt. Beide Anbieter verwenden 2017 4G. Aufgrund der schwierigen geografischen Bedingungen der Malediven mit über 1000 Inseln kann jedoch leider keine genaue Aussage über die Netzabdeckung getroffen werden, man kann aber davon ausgehen, daß sowohl die Hauptstadt Malé als auch sämtliche Inseln mit Touristen-Hotels von den Mobilfunk-Providern versorgt werden.

Desweiteren ist es grundsätzlich möglich in den einzelnen Hotels Anrufe über das Festnetz zu tätigen, sowie Fax-Nachrichten zu übertragen. Falls man dauerhaft per Handy erreichbar sein möchte bzw. muss, ist es eventuell ratsam auf ein Satellitentelefon zurückzugreifen (z.B: Iridium oder Thuraya), auch in diesem Fall sollten vorher die Kosten ermittelt werden da mobile Satelliten-Telekommunikation grundsätzlich relativ teuer ist.

Literatur[Bearbeiten]

Es gibt im deutschsprachigen Buchhandel mehrere Reiseführer, die sich speziell mit der Inselgruppe befassen.

  • Saudulla, Irsham; Maps of Maldives: the complete guide to the atolls & islands of Maldives; ²2016 (Water Solutions); ISBN 9789991554105; [Atlas]

Referenzen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Artikelentwurf Dieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.