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Kamerun

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Kamerun liegt in Zentralafrika. Angrenzende Länder sind Nigeria, der Tschad, die Zentralafrikanische Republik, die Demokratische Republik Kongo, Gabun und Äquatorialguinea.

Lage
Bild von Westafrika mit eingezeichneter Lage von Kamerun
Flagge
Flagge von Kamerun
Kurzdaten
Hauptstadt Yaoundé
Staatsform Präsidiale Republik
Währung CFA-Franc (XAF)
Fläche 475.442 km²
Bevölkerung 19,7 Mio
Sprachen Französisch , Englisch (offiziell), Bantusprachen
Religionen Naturreligionen 40 %, Christen 40 %, Muslime 20 %
Stromnetz 220 V/ 50 Hz
Telefonvorwahl +237
Internet TLD .cm
Zeitzone MEZ

Regionen[Bearbeiten]

Karte von Kamerun

Kamerun ist administrativ in Provinzen gegliedert:

  • Littoral
  • Süd
  • Centre
  • Sudouest -Southwestern Province
  • Nordouest-Nortwestern Province
  • Ouest
  • Amdamaoua
  • Nord
  • Extrème Nord
  • Est

Städte[Bearbeiten]

Großstädte

Städte

  • Bafia
  • Bafoussam
  • Bamenda
  • Bandjoun
  • Bellabo
  • Boumnyebel
  • Buea
  • Ebolowa
  • Edéa
  • Dschang
  • Garoua
  • Kribi
  • Limbé
  • Maroua
  • Ngaoundéré
  • Nkongsamba
  • Sangmélima

Weitere Ziele[Bearbeiten]

  • Buea (Haus des deutschen Gouverneurs)
  • Mount Cameroon (4095 m)
  • Mandara-Berge (Nordkamerun an der Grenze zu Nigeria)
  • Limbe (Botanischer Garten)

Hintergrund[Bearbeiten]

Anekdote Land der Garnelen
Die portugiesischen Seefahrer, die als erste Europäer die Region erreichten, gaben einem Fluss den Namen Camarões nach den Garnelen, die sie dort fanden. Später wurde der Name für die umliegenden Berge und von den deutschen Kolonialherren für das ganze Land übernommen.

Bevor sich die Europäer in Afrika Gebiete als Kolonien unterwarfen, waren die meisten Volksstämme unabhängig. Lediglich das nördliche Gebiet war mit den angrenzenden Gebieten von Nordnigeria und Tschad verbunden. Diese Gebiete bildeten den islamisch-geprägten Staat von Kanem-Bornu. Im Süden begannen Missionare mit Verbreitung des christlichen Glaubens (z.B. Alfred Saker).

1884 schloss das Deutsche Reich einen Schutzvertrag mit dem König der Dualas (Manga Bell) und kam somit einer geplanten Besitzergreifung durch Großbritannien zuvor. Daher hieß diese Kolonie "Deutsches Schutzgebiet von Kamerun". Das Deutsche Reich erhob Anspruch auf das gesamte Hinterland und setzte diesen auch militärisch durch. Eine Kündigung des Schutzvertrages wurde durch einen Hochverratsprozess verhindert und endete mit der Hinrichtung von Manga Bell, obwohl viele Vertreter der christlichen Kirchen dagegen protestierten oder wenigstens Milde verlangten. In der deutschen Kolonialzeit wurde mit dem Eisenbahnbau begonnen und eine funktionierende Verwaltung aufgebaut und Plantagen angelegt. Im Ersten Weltkrieg gab es heftige Kämpfe zwischen den zahlenmäßig unterlegenen deutsch-kamerunischen Truppen und den britischen und französischen Kolonialtruppen bis 1916 die deutsche Kolonie kapitulierte.

Nach dem Ersten Weltkrieg war Kamerun geteilt. Wobei Großbritannien nur einen Streifen entlang der Grenze zu Nigeria übernahm und Frankreich alles andere. Im Zweiten Weltkrieg wurden auch französisch-kamerunische Truppen an der Seite der Alliierten gegen die Achsenmächte und deren Vasallen (Vichy-Frankreich) eingesetzt.

1960 erlangte Kamerun die Unabhängigkeit von Frankreich. 1961 kam ein Teil des britisch verwalteten Gebietes zurück zu Kamerun (Nord-West und Süd-West). Erster Präsident war Ahidjo. Seit 1982 regiert Präsident Biya. Die Wirtschaft konzentriert sich in Douala und Yaounde.

Anreise[Bearbeiten]

Einreisebestimmungen[Bearbeiten]

Die Einreise ist für deutsche und schweizerische Staatsangehörige mit einem Visum oder einer Aufenthaltsbewilligung möglich. Ein gültiger Reisepass oder Kinderreisepass sowie ein internationaler Impfausweis mit einer eingetragenen Gelbfieberimpfung sind zur Einreise erforderlich. Der internationale Impfausweis oder ein ärztliches Attest, das von der Impfung dispensiert, wird von den Gesundheitsbehörden bei der Ankunft im Flughafen kontrolliert. Bei Absenz dieser Dokumente wird gegen CFA 10'000.- eine Nachimpfung vorgenommen. Bei der Einreise auf dem Luftweg ist ein gültiges Rück- oder Weiterflugticket erforderlich.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der wichtigste Flughafen Kameruns ist Douala (DLA), gefolgt von Yaoundé-Nsimalen.

Aktuell bedienen Air France, Brussels Airlines, Turkish Airlines, Kenya Airlines, Cameroon Airlines Co ('CamairCo'), Royal Air Maroc, ASky und Ethiopian Airlines aus den Flughafen Douala. Regionalflüge werden von Air Service nach Libreville, Nigeria und anderswohin angeboten. Eine Taxifahrt zum Flughafen kostet ca. F CFA 5000. Preise werden vor dem Einsteigen verhandelt.

In Yaoundé kommt der Reisende über den 1993 in Betrieb genommenen Flughafen Yaoundé Nsimalen International ein.

Aktuell bedienen Air France, Brussels Airlines, Turkish Airlines, Kenya Airlines, Cameroon Airlines Co ('CamairCo'), Royal Air Maroc, ASky und Ethiopian Airlines von Übersee aus den Flughafen Yaoundé. Eine Taxifahrt zum Flughafen kostet ca. F CFA 10000. Preise werden vor dem Einsteigen verhandelt.

In der Schweiz ist Iles & Voyages SA spezialisiert auf günstige Reisen nach Kamerun. Interessant ist vor allem das Freigepäckangebot.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Kamerun besitzt eine einspurige Bahnlinie von Douala über Yaoundé, Bellabo bis hinauf nach Ngaoundéré die von der südafrikanischen Gesellschaft CAMRAIL betrieben wird. Die Wagen sind in der Regel nicht klimatisiert, es gibt Schlafwagen, empfindliche Reisende nehmen einen Leintuchschlafsack mit. Es werden 1. und 2.Klassetickets an den Bahnschaltern verkauft. Es kommt vor, dass CAMRAIL-Angestellte die Tickets künstlich verknappen und auf eigene Rechnung über den Schwarzmarkt verkaufen. Daher lohnt es sich mehrmals bei verschiedenen Angestellten und besonders nach einem Schichtwechsel Billete versuchen zu kaufen, falls wieder einmal Knappheit herrscht. Vor christlichen, staatlichen und muslimischen Feiertagen müssen die Tickets allerdings einige Wochen im Voraus gekauft werden.

Der Zug fährt mit ca. 50km Durchschnittsgeschwindigkeit durch das Land - Reisende haben also die Möglichkeit in Ruhe die Landschaft zu genießen. Fotografieren Sie keine öffentlichen Gebäude, Brücken, Uniformierte oder Fahrzeuge von uniformierten Diensten (Polizei, Gendarmerie, Armee u. dgl.), da dies von den Behörden nicht gerne gesehen wird.

CAMRAIL priorisiert Güterzüge (Tropenholz) vor Passagierzügen. Es kann daher vorkommen, dass der Zug 1-2 Stunden auf einen kreuzenden Güterzug wartet. Dies und gelegentliche (relativ ungefährliche) Entgleisungen führen teilweise zu erheblichen Verspätungen im mehrstündigen Bereich. Wenn Sie Anschlussflüge gebucht haben, planen sie daher mindestens einen Tag zusätzlich ein, um nicht in Schwierigkeiten zu geraten.

An den Haltestellen kann man bei fliegenden Händlern frische Früchte, allerlei Gekochtes und Getränke kaufen. Beachten Sie dabei die Tropenessregel.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Auf der Straße[Bearbeiten]

Das Auswärtige Amt der BRD rät aufgrund von Sicherheitsbedenken generell von Einreisen über Land ab.

Lesen Sie außerdem auch den Abschnitt Autofahren in Yaoundé.

Einreisen mit dem eigenen Fahrzeug[Bearbeiten]

Bei der Einreise mit dem eigenen Fahrzeug müssen Sie eine in Kamerun gültige Haftpflichtversicherung haben (am besten nehmen Sie auch Zahlungsbelege und eine Kopie der Versicherungspolice mit). Die in Europa abgeschlossenen Standard-Versicherungen sind in der Regel in Kamerun nicht gültig.
Zusätzlich ist ein Carnet de Passage empfehlenswert. Weiter muss eine Vignette gekauft werden, welche Stand 2008 25'000 oder für größere Wagen 100'000 XAF beträgt.
Der Rest ist Standard: Führerschein und internationaler Führerschein, sowie Fahrzeugausweis, sowie ein Pass/Identitätskarte werden bei den sehr häufigen Kontrollen regelmäßig verlangt. Gelegentlich wird das Vorhandensein von Pannendreieck und Verbandszeug geprüft. Pflicht sind 2 Warn-Dreiecke, 1 Feuerlöscher (Extenteur) und das First-Aid-Paket sollte auch Paracetamol, Alkohol 95% und eine gelbe Flasche Betadine (Beta-Isadona) enthalten.

Eine Registrierung des Fahrzeuges ist erst ab einem Aufenthalt von mehr als drei Monaten erforderlich.

Importieren des eigenen Fahrzeugs[Bearbeiten]

Wenn Sie längere Zeit in Kamerun oder in Zentralafrika zu reisen gedenken, kann sich ein Import eines Fahrzeuges, welches später an Ort verkauft wird, lohnen. Diese Prozedur ist aber nur für Reisende mit guten Afrikakenntnissen, genügendem Zeitbudget und guten Nerven zu empfehlen, Die meisten Fahrzeuge werden auf dem Seeweg über Doula eingeführt. Dieser Vorgang wird hier im Artikel beschrieben. Es ist empfehlenswert, eine internationale Logistikfirma mit der Verzollungsprozedur zu beauftragen (z.B. Panalpina in Douala) zu übergeben, welche sie dann in der vollen Transparenz und etwas teurer durchführt.

Standardprozess[Bearbeiten]

Buchen Sie den Versand am besten über einen spezialisierten Autoexporteur. Dies sind in der Regel libanesische Geschäftsleute, manchmal aber auch Schwarzafrikaner. Das Fahrzeug muss vor der Verschiffung durch die Firma SGS (Société Générale de Surveillance) registriert und bewertet (geschieht nach einer Standardbewertungstabelle ("Argus") werden. Dabei wird das Fahrzeug fotografiert und ein Dossier zuhanden des kamerunischen Zolls und der SGS in Douala erstellt. Dann kann das Fahrzeug nach Kamerun verschifft werden. Die typischen Verschiffungshäfen sind Antwerpen, Rotterdam, Le Havre und Marseille. Vor der Ankunft des Schiffes müssen die Hafenhandlinggebühren bezahlt werden - sie müssen dabei die Versandpapiere (Bill of Lading) vorweisen, welche Sie als Eigentümer ausweisen. Dann findet eine Besichtigung ("Visite") durch den Zoll statt, bei der festgestellt wird, dass der Wert nicht wesentlich von der SGS-Schätzung abweicht und keine weiteren Waren sich im Fahrzeug befinden, welche ein zusätzliche Verzollung notwendig machen. Dann wird der Bericht des Zöllners bei der "Informatique" erfasst und ein Verzollungsbericht erstellt. Mit diesem Verzollungsbericht gehen sie zu Kasse und zahlen gegen Quittung den Zollbetrag. Abhängig von der Argus-Liste kann der Zoll-Betrag bei XFA 1-2 Millionen liegen - zusätzlich der Einfuhrsteuer von 100-200.000 XFA. Gegen Vorweisung der Quittung beantragen Sie beim Zoll die Freigabe des Fahrzeugs aus dem Hafen. Sie erhalten, dann einen entsprechenden Stempel auf dem Zolldossier und können den Hafen verlassen.

Praxis[Bearbeiten]

Der in "Standardprozess" beschriebene Ablauf ist der normalerweise vorgesehene. Da Kamerun bei Transparency International immer noch als eines der korrupteren Länder auf der Welt ausgezeichnet wird, ist der Faktor Korruption zu beachten, dessen Epizentrum in Kamerun der Hafen von Douala ist. Der Autor empfiehlt die Strategie, so genau wie möglich die o.g. Standardprozedur zu beachten und keine der überall immer wieder angebotenen Abkürzungen einzuschlagen. Versuchen Sie im eigenen Interesse nie einen Beamten zu bestechen - die Vorteile der sauberen Abwicklung überwiegen meist. Die folgenden Ausführungen stellen daher auf einem schmiergeldfreien Praxisablauf ab.

Das richtige Fahrzeug[Bearbeiten]

Es gibt in Kamerun nur für eine limitierte Anzahl von Marken und Modellen Ersatzteile und Reparatur-Know-How. Wählen Sie am besten die Marken Toyota, Nissan oder Mercedes. Für japanische Marken, Landrover, französische Marken (v.a. Peugeot) finden Sie ebenfalls Ersatzteile. Audi und Jeep sind am Kommen. Andere Marken vermeiden Sie am besten, da Sie die Ersatzteile dann per DHL im Ausland bestellen müssen und die Suche nach einem Mechaniker sehr schwierig werden kann. Bedenken Sie, dass es nur wenige Werkstätten mit Autoelektronik-Analyse und -Parametriergeräten gibt. Dieser Faktor wird immer wichtiger.

Versand[Bearbeiten]
  • Versenden Sie nach Möglichkeit, das Fahrzeug leer, da sonst eine zusätzliche Verzollungsprozedur für die mitgeführten Waren fällig wird.
  • Versuchen Sie beim Spediteur ein Schiff buchen zu lassen, welches direkt nach Douala fährt, d.h. kein Zwischenhalte in Westafrika einschlägt. Bei diesen Zwischenhalten, werden of Teile abgeschraubt oder Waren aus dem Fahrzeug gestohlen. Entfernen Sie besonders teure Accessoires (z.B. Autoradio) oder die Beleuchtungsanlage.
  • Buchen Sie eine Transportversicherung, welches Sie gegen Totalverlust, aber nicht gegen kleinere Transportschäden oder Abschrauben einzelner Teile schützt
  • Gewisse Spediteure bieten eine VIP-Versandoption an, welche auch das Abschrauben kleinerer Teile versichert und der Versand mit besonderen Sicherheitsvorkehrungen stattfindet.
Empfang im Hafen[Bearbeiten]
  • Die ganze Prozedur dauert bei Präsenz aller notwendigen Papiere und eines professionellen Verzollers in etwa 3 Arbeits-Tage.
  • Auf der Bill of Lading ("BL") muss der Name der Person verzeichnet sein, welche das Auto tatsächlich im Hafen verzollt - sonst muss eine beglaubigte Vollmacht vorliegen (Beglaubigung z.B. auf einem lokalen Commissariat der Polizei).
  • Nehmen Sie die Dienste einer internationalen Logistikfirma (teuer) oder eines lokalen Verzollers ("Transitaire") (billiger) in Anspruch, welcher Sie durch das Prozedere schleust. Selbstverzollung ist für Nicht-Kamerunkenner auf keinen Fall zu empfehlen und kann zur wochenlangen Tortur einschließlich Zollbußen und in der Wartezeit ausgeweideten Fahrzeugen führen. Verhandeln Sie das Honorar im Voraus. Rund XAF 50'000.- sind angemessen. Rechnen Sie mindestens den gleichen Betrag zusätzlich für Taxifahren im Hafen (nur besondere Taxis mit Hafenvignette verkehren dort), das Zahlen von Verpflegung für den Transitaire und Sie selbst, Hafengebühren bei Einfahrt und allerlei Kleinausgaben hinzu.
  • Wenn Sie im Fahrzeug Waren mitführen, beantragen Sie schriftlich beim Zoll eine "Visite conjointe", welche dann auch eine gleichzeitige Zoll-Visite für die Waren einschließt.
Ausfahrt aus dem Hafen[Bearbeiten]
  • Schließen Sie vor der Verzollung bei einer lokalen Versicherungsgesellschaft eine Haftpflichtversicherung ab und kaufen Sie eine Vignette für die Straßenverkehrsteuer. Die Vignette ist bei der lokalen direction des impots erhältlich.
  • Kaufen Sie bei einem Handwerker ein provisorisches Fahrzeugschild. Lassen Sie darauf die Zeichen CH (für Chassis) und darauffolgend die letzten 6 bis 8 Zeichen der Rahmennummer (Chassisnummer) vermerken. Entsprechende Handwerker finden Sie in der Nähe der Hafeneinfahrt.
  • Montieren Sie das Schild vor der Ausfahrt aus dem Hafen. Nehmen Sie entsprechendes Werkzeug mit - es ist am Ort meist nicht vorhanden.
Immatrikulation/Registrierung[Bearbeiten]
  • Immatrikulieren Sie das Fahrzeug beim Transportministerium mithilfe eines administrativen Pfadfinders, welcher Sie durch das Dickicht der Verwaltung lotst.
  • Wenn Sie einen Wagen mit weniger als 2.5 Liter Hubraum einführen, bitten Sie den Beamten des Transportministeriums um eine Steuerleistung von 13 PS ("13CV"). Dann dürfen Sie die Vignette zu XAF 25000 kaufen anstatt jene zu 100'000 XAF.
  • Sobald Sie den Fahrzeugausweis ("Carte grise") erhalten haben, kaufen Sie ein definitives Fahrzeugschild bei einem autorisierten Hersteller. Die Bestellfrist dauert ca. 2 Monate. Behalten Sie die Quittung auf und weisen Sie sie der Polizei bei Kontrollen vor.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Ausreise[Bearbeiten]

Bei der Ausreise über einen internationalen Flughafen muss eine Abflugsteuer von 10.000 FCFA-Franc bezahlt werden.

Holzschnitzereien sind mit einem Ausfuhrzoll von 10 % belegt. Früchte sollten im aufgegebenen Gepäck und nicht im Handgepäck transportiert werden.

Mobilität[Bearbeiten]

Die Hauptverkehrsmittel in Kamerun sind Busse, Taxis, Pkw, Lkw sowie Krafträder. Taxis und Motorräder fahren individuelle Ziele an, Busse fahren feste Linien ab. Gezahlt wird bei den zahlreichen Bus-Agenturen ein Festpreis für einen Sitzplatz und ein Gepäckstück. Der Preis für Taxis und Motos wird vor dem Start verhandelt. Der reale Preis sollte vorher bekannt sein, da von Europäern in der Regel der doppelte Preis gefordert wird. Das Straßennetz ist von sehr unterschiedlicher Qualität. In den Großstädten und Touristenorten können Touristen auch Fahrzeuge mieten. Es gibt auch mehrere Eisenbahnlinien in Kamerun (Yaounde-Ngaoundere, Yaounde-Douala, Douala-Nkongsamba, Douala-Kumba). Es gibt außerdem drei internationale Flughäfen (Douala, Yaounde und Garoua) sowie regionale Flughäfen (z.B. Maroua, Ngaoundere, Bertoua, Kribi, Bafoussam, Bamenda). Es gibt drei Seehäfen (Douala, Limbe und Kribi), von denen Douala der größte und wichtigste ist. Zusätzlich existieren im Land verschiedene Fährverbindungen (Flussüberfahrten).

Eisenbahn[Bearbeiten]

Kamerun verfügt über eine Zugstrecke: Kumba - Nkongsamba - Douala - Yaounde - Ngaoundere. Diese wird jedoch derzeit nur noch auf dem Abschnitt Yaounde - Ngaoundere für den Personenverkehr genutzt. Hier verkehrt täglich ein Nachtzug (Fahrtzeit für die gesamte Strecke 16 - 21 Stunden). Dieser ist sehr teuer (10.000 f cfa 2. Klasse, keine Sitzplatzreservierung möglich; 17.000 f cfa 1. Klasse mit reserviertem Sitzplatz; Stand 06.2007), jedoch unersetzlich, da es für diese Strecke auf Grund der miserablen Straßenverhältnisse nur Busverbindungen über staubige Pisten gibt. Die Pisten verwandeln sich in der Regenzeit schlammige, schlecht befahrbare und gefährliche Routen.

Mietwagen[Bearbeiten]

Prinzipiell wird ein Auto in Kamerun immer mit Fahrer gemietet, Mietwagen ohne Fahrer sind sehr selten. Das "Mieten" kann verschiedene Formen haben: In den Provinzhauptstädten gibt es Reisebüros, die Mietwagenverträge anbieten. Kurzfristig kann man einfach mit einem Taxifahrer einen "Tagestarif" aushandeln. Gehen Sie von einem Tarif von ca. 2000F CFA / h aus. Dies ist mit etwas Verhandlungsgeschick die günstigere Variante. Außerdem können auch z.B. Geländewagen recht einfach von privat gemietet werden, hierzu einfach in einer Kneipe oder an einem Kiosk nachfragen.

Sprache[Bearbeiten]

Kamerun besitzt zwei Amtssprachen: Französisch und Englisch. Englisch wird in den Provinzen South-West und North-West gesprochen, die anderen acht Provinzen sind frankophon. Da die Amtssprachen auch die verbindlichen Unterrichtssprachen sind, sind die meisten Kameruner (Ausnahme: ältere Landbevölkerung) dieser Sprachen mächtig. Als Verkehrssprache dient jedoch kein "Grammar-English" sondern Pidgin-English, ein vereinfachtes Englisch mit verschiedenen Einflüssen. Ähnliches gilt für das Französische. Als Jugendsprache etabliert sich in neuester Zeit das CAMpidginFrench (Franc-anglais), eine Mischung aus Pidgin English und Französisch (z.B. "on go" => <on> franz. wir, <go> engl. gehen => "Gehen wir?"). Daneben spielen die über 200 Stammessprachen und Dialekte besonders abseits der Städte eine wichtige Rolle.

Kaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Feiertage[Bearbeiten]

Termin Name Bedeutung
8. März Journee de la femme Große Paraden in allen Städten mit Frauen, versch. Berufsgruppen, Administrativen Persönlichkeiten etc. anlässlich des internationalen Tages der Frau. Feier mit Volksfestcharakter.

11. Februar: Tag der Jugend : Grosse Parade in allen Städte mit Schüler.. etc

1.Mai: Tag der Arbeit::

20. Mai National Day Große Paraden in allen Städten mit Militär, Schülern, versch. Berufsgruppen, etc. anlässlich der ersten unabhängigen Verfassung im Mai 1972.

Sicherheit[Bearbeiten]

Kamerun ist ein relativ stabiles und sicheres Land. Lediglich in den Großstädten (z.B. Douala, Yaounde) gibt es häufig Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl. Auffallend sind die vielen Polizei-Kontrollen auf den Straßen. Wichtig ist immer, dass man seine Dokumente vollständig und auch etwas Kleingeld bei sich hat.

Vermeiden Sie grundsätzlich alleine unterwegs zu sein. Vermeiden Sie Spaziergänge in der Dunkelheit, d.h. ab 19 Uhr. Das deutsche auswärtige Amt bietet in seiner website "Elefand" die Registrierung von Deutschen im Ausland an. Über die eigene email-adresse erhält man dann aktuelle Reise-Warnungen für Kamerun und für eine evtl. notwendige Evakuierung ist ein Platz im Rettungs-Flieger reserviert.

Gesundheit[Bearbeiten]

Für die Reise nach Kamerun ist eine Gelbfieberimpfung notwendig. Diese Impfung ist für zehn Jahre gültig (Eintragung im internationalen Impfausweis). Dieser ist bei Beantragung des Visums sowie bei der Einreise vorzuzeigen. Zudem muss man, wenn man sich vier Wochen oder länger im Land aufgehalten hat, bei der Ausreise nachweisen, dass man gegen Polio (Kinderlähmung) geimpft ist. Sinnvollerweise sollte man die Impfung bereits vor der Reise vornehmen lassen.

Kamerun ist ein Malaria-Hochrisikoland. Man sollte sich deshalb vor der Reise tropenmedizinisch über Möglichkeiten der Malariaprophylaxe aufklären und ggf. entsprechende Medikamente verschreiben lassen. Zudem sollte man sich stets vor Insektenstichen schützen. Falls man trotzdem an sich Malariasymptome beobachtet, sollte man sich unverzüglich in eines der zahlreichen Spitäler des Landes begeben.

Für Reisende, die regelmäßig bestimmte Medikamente benötigen, ist es sehr wichtig, diese ausreichend mitzubringen (z. B. Insulin oder verordnete Medikamente). In größeren Städten gibt es allerdings Apotheken, in denen man Medikamente aus französischer Produktion recht preiswert kaufen kann. Dazu sollte man die französische oder internationale Bezeichnung des jeweiligen Medikaments bzw. Wirkstoffs in Erfahrung bringen, die von dem Markennamen in den deutschsprachigen Ländern abweichen kann.

Klima[Bearbeiten]

Das Klima im Westen und Süden von Kamerun ist sehr heiß mit vielen Niederschlägen (besonders von Juni bis September), im zentralen Gebiet und immer weiter in den Norden (bis zum Tschadsee) wird es noch heißer und trockener, und die Niederschlagsmenge und -wahrscheinlichkeit nimmt drastisch ab. Das Jahresmittel liegt für Douala bei 26 °C, Bamenda bei 19–20 °C (im Hochland der Nord-West-Provinz), Yaounde bei 23 °C, Garoua zwischen 26 °C (Juni-August) und 31 °C (März-Mai), Kousseri 31 °C.

Respekt[Bearbeiten]

Post und Telekommunikation[Bearbeiten]

In Kamerun gibt es kaum Festnetztelefone. Dafür ist das Mobilfunknetz recht gut ausgebaut. Es gibt vier Anbieter: Orange, MTN, nextel und Camtel. Alle bieten Prepaid-Karten oder die elektronische Übermittlung von Guthaben an. Camtel ist nur in Douala und Yaoundé mit einem CSMA-Netz präsent, wofür spezifische Geräte gebraucht werden. Mit anderen Worten funktioniert ihr GSM-Gerät auf diesem Netz nicht. Diese kann man in größeren Städten, teils auch in Kleinstädten bei autorisierten Händlern erwerben. Guthaben-Karten sind auch auf dem Land überall erhältlich.

In größeren Städten gibt es unzählige Call-Boxen, d. h. einfache Kioskstände, an denen man per Mobiltelefon telefonieren kann. Dies ist günstiger, als ein privates Mobiltelefon zu verwenden!

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]


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