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Zentralafrikanische Republik

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Die Zentralafrikanische Republik ist ein Binnenstaat in Zentralafrika. Im Norden grenzt der Tschad, im Osten der Sudan und der Südsudan, im Süden die Demokratische Republik Kongo, die Republik Kongo und im Westen Kamerun an das Land.

Regionen[Bearbeiten]

Karte der Zentralafrikanischen Republik.

Städte[Bearbeiten]

Die größte Stadt des Landes ist die Hauptstadt Bangui mit ca. 794.000 Einwohnern.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

  • Dzanga-Sangha Nationalpark etwa 500 km von der Hauptstadt entfernt im Süden am Dreiländereck zu Kamerun und der Republik Kongo. Hier gibt es eine Buschpiste bei Bayanga, die mit einem gecharterten Propellerflugzeug angeflogen werden kann. Hier liegt mit dem Doli-Lodge Hotel auch die Unterkunft. Der Park ist eines der letzten Refugien der Flachlandgorillas und Waldelefanten.

Hintergrund[Bearbeiten]

Seit der Unabhängigkeit 1960 erweist sich die rapide wachsende Bevölkerung (vervierfacht seit 1950) als unfähig sich eine stabile Regierung zu geben. Nach dem blutrünstigen Bokassa (1966-79; Kaiserkrönung 1976) folgten eine Reihe weiterer Militärdiktaturen. Die islamischen Séléka stürmten 2013 die Hauptstadt und vertrieben François Bozizé. Laut Zeitungsberichten vom Frühsommer 2018 kontrolliert die Regierung des 2016 „gewählten“ Präsidenten Touadéra in Bangui nur noch ein Fünftel des Landes. Im Mai 2018 flohen etwa 14000 Menschen vor der Gewalt im Süosten in den Kongo.

Im Südwesten kämpft die christliche Anti-Balaka-Miliz gegen Muslime. Tatsächlich geht es um die Kontrolle der dortigen Diamantenminen, deren Ausbeute nach Kamerun geschmuggelt wird.

Anreise[Bearbeiten]

Einreisebestimmungen[Bearbeiten]

Abgesehen von Bürgern einiger Nachbarstaaten, den USA und Israel besteht Visumspflicht. Für einen Antrag benötigt man zwei ausgefüllte Antragsformulare, zwei Passfotos, eine Bestätigung der Buchung eines Hin- und Rückflugtickets sowie den Nachweis einer durchgeführten Gelbfieberimpfung. Waffen dürfen nicht in die Zentralafrikanische Republik eingeführt werden. Eine Ausnahme stellen Jagdwaffen dar. Die Einfuhr dieser muss im Vorhinein genehmigt werden, weshalb es sinnvoll ist, bei der Teilnahme an Safaris diesen Teil der Reise von einem erfahrenen Reiseanbieter abwickeln zu lassen. Wer ein eigenes Fahrzeug in die Zentralafrikanische Republik einführen will, benötigt dafür ebenfalls eine Genehmigung. Wer vor der Einreise ein „Carnet de Passage“ erwirbt (erhältlich beim ADAC oder beim AVD) erspart sich zudem die Abwicklung von Zollformalitäten für Ein- und Ausfuhr eines Fahrzeugs.

Bewohner der BRD wenden sich an die Konsularabteilung der Botschaft, 30, Rue de Perchamps, F-75016 Paris. Tel.: +33 1 452 539 74, Fax: +33 1 452 748 11, E-Mail: .

Zuständig für Schweizer und Österreicher ist Section consulaire de l'Ambassade, Chemin de Taverney 9, CH-1218 Le Grand-Saconnex. E-Mail: .

Kosten[Bearbeiten]

  • 70 € bei einmaliger Einreise und einem Aufenthalt von bis zu einem Monat.
  • 160 € bei mehrmaliger Einreise und einem Aufenthalt von bis zu drei Monaten.
  • + 10 € Aufschlag für eine Expressbearbeitung

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Bei Bangui ist der einzige internationale Flughafen des Landes, der vier Kilometer nordwestlich der Stadt gelegene M'Poko International Airport (IATA: BGF). Er wird im Sommer 2018 aus Europa nur ab Paris angeflogen. Im Auftrag von Air France fliegt aus Frankfurt HOP und Kenya Airways mit Übernachtung in Nairobi, beachte eventuelle Visumspflicht für Kenia, mit täglichen Anschlüssen. Direkt geht es nur dienstags (Zwischenlandung in Jaunde). Günstige Tarife Sommer 2018 kosten € 1200-1500 einfach.

„Der Flughafen von Bangui kann aus Sicherheitsgründen kurzfristig für den zivilen Flugverkehr geschlossen werden.“[1]

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Auf der Straße[Bearbeiten]

„Nach Übergriffen schließt die Republik Kamerun regelmäßig vorübergehend Grenzübergänge. Am wichtigsten Grenzübergang in die Republik Kamerun, bei Garoua-Boulaï [5°54'09,4" N, 14°33'08,3" O], kann es zu Blockaden kommen. Die als Hauptverkehrsachse geltende Strecke Garoua - Boulaï – Bangui ist nur im Konvoi, gegen Bezahlung mit einer Begleitung durch die VN/MINUSCA oder die zentralafrikanische Armee, mit einigermaßen kalkulierbarem Risiko befahrbar.“[1]

Siehe auch Liste der Nationalstraßen in der Zentralafrikanischen Republik.

Mobilität[Bearbeiten]

In der Hauptstadt kann man sich gut mit Taxis fortbewegen, die große Teile der Stadt erreichbar machen. Der Fahrpreis muss vor Reiseantritt ausgehandelt werden, es gibt keine Taxameter. Um in die Provinzen zu gelangen, muss man sich an Busse halten, die entsprechende Touren anbieten. Bitte dabei sehr viel Zeit einplanen und einige Beschwernisse, besonders während der Regenzeit. Es empfiehlt sich, mit einem geländetauglichem Fahrzeug und erfahrenem Reiseleiter unterwegs zu sein.

Mitfahrtgelegenheiten in Minibussen sind selbst zu organisieren, Preise auszuhandeln.

Sprache[Bearbeiten]

Amtssprache ist Französisch. Kommunikationssprache der Einheimischen verschiedener Stämme ist in vielen Teilen des Landes die Kreolsprache Sango. Mit ihr kann man sich fast überall verständigen. Es gibt am Alliance française in Bangui Sprachkurse.

Kaufen[Bearbeiten]

Währung ist der an den Euro gebundene CFA-Franc, wobei gilt 1 EUR = 655,957 CFA.

Die Inflationsrate lag 2016 bei 40%, die Kosten steigen daher aus europäischer Sicht maßlos.

Unterkunft[Bearbeiten]

Außerhalb der Hauptstadt und des Naturschutzgebietes Dzanga-Sangha besteht so gut wie keine touristische Infrastruktur.

Lernen[Bearbeiten]

Trotz Schulpflicht liegt die Analphabetenrate bei fast 50 % in den Städten, 75% am Land. Die Schulbildung ist zwar kostenlos, aber immer noch nur einer kleinen Minderheit zugänglich.

Die einzige Universität des Landes ist die Université de Bangui in der Hauptstadt. Es existiert ein Austauschprogramm mit dem Deutschen akademischen Austauschdienst DAAD.


Feiertage[Bearbeiten]

Termin Name
1. Januar Neujahr
22. April 2019 Ostermontag
29. März Todestag von Barthélemy Boganda
1. Dezember Nationalfeiertag (Staatsgründung 01.12.1958)
25. Dezember Weihnachten

Sicherheit[Bearbeiten]

In weiten Teilen des Landes kommt es seit 2018 vermehrt zu militärischen Auseinandersetzungen, Überfällen, Plünderungen und Entführungen. Wegstrecken können vermint sein. Kontrollpunkte an Landstraßen sind häufig und bieten der extrem korrupten Polizei bzw. Militär Gelegenheit, Schmiergelder für die Weiterfahrt zu verlangen.

„Zum Fotografieren und Filmen bedarf man einer Genehmigung durch das Informationsministerium. Bevor man Menschen fotografiert, sollte man ihr Einverständnis einholen. In der Hauptstadt ist insbesondere das Fotografieren des Präsidentenpalastes, die Residenz des Präsidenten samt dessen Umgebung, des Flughafens und aller öffentlichen Gebäude strikt verboten.“[1]

Gesundheit[Bearbeiten]

Die medizinische Versorgung ist landesweit völlig unzureichend. In der Hauptstadt gibt es Privatkliniken, die insgesamt einen etwas besseren Standard bieten, allerdings ebenfalls mit Versorgungsproblemen kämpfen. Die staatlichen Krankenhäuser sind überlastet und quasi nicht funktionsfähig. Französische Medikamente sind begrenzt in den Apotheken der Hauptstadt erhältlich. Im Landesinneren, aber auch in den Provinzhauptstädten, ist die Medikamentenversorgung sehr eingeschränkt. Für jede ernste Erkrankungen ist eine Evakuierung nach Europa dringend anzuraten. Der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung einschließlich einer Rückholversicherung ist daher absolut notwendig, ebenso wie die Mitnahme einer gut ausgestatteten Reiseapotheke.

Geboten wird das volle Spektrum von Tropenkrankheiten. Entsprechender Impfschutz sowie Malariaprophylaxe sind unerläßlich.

Klima[Bearbeiten]

Die zentralafrikanische Republik ist von den Tropen geprägt. Im Norden herrscht ein wechselfeuchtes tropisches Klima mit einer etwa viermonatigen Regenzeit und im Süden ein eher immerfeuchtes Tropenklima mit einer Regenzeit von bis zu zehn Monaten. Im Norden sind die Temperaturunterschiede grösser als im Süden. In der Trockenzeit steigen die Temperaturen hier tagsüber auf über 40 °C während sie in der Nacht bis auf etwa 10 °C abfallen.

Respekt[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Mit längeren Ausfällen im Telekommunikationsbereich ist immer zu rechnen.

Mobilfunk

In der ZAR existieren vier Mobilfunknetze:

  • AZUR
  • MOOV
  • ORANGE
  • TELECEL
Nothilfe

In Bangui gibt es keine deutsche Botschaft mehr. Ein Verbindungsbüro der zuständigen deutschen und österreichischen Botschaften Jaunde in Bangui (Herr Peter Weinstabel; 13-15, route de la Colline bis droite, Bangui) ist erreichbar unter Tel.: +236 21 61 73 33, Mobil: +236 75 50 12 55 oder +236 75 50 12 69, E-Mail: cc_aa_bg@yahoo.fr. EU-Bürger, die Hilfe benötigen, können sich in Notfällen an die französische Botschaft wenden (Tel. +236 21 61 30 00, Mobil: +236 75 04 15 26 oder +236 70 02 86 95). Die Schweiz unterhält ein Generalkonsulat am Bd. Général de Gaulle

Literatur[Bearbeiten]

  • Bindseil, Reinhart; Im innersten Afrika: ein Botschafter erlebt Bokassa I. und sein Kaiserreich; Berlin 2010 (ePubli); ISBN 9783869318554 [1977-1980; Erlebnisbericht]
  • Carayannis, Tatiana; Making sense of the Central African Republic; London 2016 (Zed); ISBN 978-1-78360-381-7 (eBook)
  • World Peace Foundation; Lombard, Louisa; State of rebellion: violence and intervention in the Central African Republic; London 2015 (Zed); ISBN 9781783608843
  • Woodfork, Jacqueline Cassandra; Culture and customs of the Central African Republic; Westport, Conn. 2006 (Greenwood)

Weblinks[Bearbeiten]

  • MINUSCA-Friedenstruppe (seit 2014, 2018: 14000 Mann zum großen Teil Afrikaner)
ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.
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  1. 1,0 1,1 1,2 [1] Stand 2018-03-06.