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Burkina Faso

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Lage
Lage von Burkina Faso
Flagge
Flagge von Burkina Faso
Kurzdaten
HauptstadtOuagadougou
StaatsformPräsidiale Republik
WährungCFA-Franc (XOF)
Fläche274.000 km²
Bevölkerung16,7 Mio
SprachenFranzösisch (offiziell), More, Diula, Fulbe
ReligionenNaturreligionen 40 %, Muslime 50 %, Christen (meist römisch-katholisch)
Stromnetz220V/50Hz (Europäischer Stecker)
Telefonvorwahl+226
Internet TLD.bf
ZeitzoneMEZ-1h (WEZ)

Burkina Faso liegt in Westafrika. Das bis 1984 Obervolta genannte Land wird im Westen und Norden von Mali, im Osten vom Niger und im Süden von Benin, Togo, Ghana und der Elfenbeinküste begrenzt.

Regionen[Bearbeiten]

Karte von Burkina Faso
Eingeborene vom Stamme der Bwa bei Boni in aus Blättern geformter Maskierung (2006).
Schnitzerei (2007).

Zu tourisischen Zwecken läßt sich das Land, außerhalb der Hauptstadt, in vier Zonen einteilen:

(Die französische Rgeirung spricht seit 2015 von einem 50-60 km breiten Grenzstreifen zu Mali und Niger als zone rouge der wegen Entführungsgefahr in jedem Fall gemieden werden sollte.)

  • Der Norden, Teil der wüstenähnlichen Sahel-Zone, mit den Städten Ouahigouya und Dori. Gorom-Gorom ist Tor zum Sahel, sehr bekannt sein Markt.
  • Der Westen mit den Provinzen um Bobo-Dioulasso, der zweitgrößten Stadt, schöne Altstadt, angenehmes Klima. Mare aux Hippopotames, gut 60 km nördlich von Bobo ist ein Ramsar-Schutzgebiet für Flußpferde. Im Nordteil ist Dedougou, Richtung Elfenbeinküste Gaoua.
  • Zentrum mit Ouagadugu, Koudougou, Manga und Kaya. Nahe der Grenze ist das Réserve de Nazinga, ein von zwei Kanadiern 1979 gegründetes Nachzuchtprogramm für Wildttiere, das sich über alle Erwartngen entwickelt hat. Es ist nicht weit von Tiébélé, dem Herz der Kassena mit ihrer berühmten Architektur. Der Kaboré Tambi Nationalpark ist südlich der Hauptstadt.
  • Im Südosten ist Fada N'Gourma eine Provinzhauptstadt an der Strasse nach Niamey. Im Grenzgeiet zu Benin hat man den Nationalpark Arly ausgewiesen, er ist zusammenhängend mit dem W-Nationalpark, hier leben rund 300 Löwen

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Pics de Sindou.
Karte des sich über drei Länder erstreckenden W-Nationalparks mit unterschiedlichen Schutzzonen.
  • Chutes de Banfora (= Wasserfälle von Karfiguéla)
  • Im schlecht geschützten Deux Balés Nationalpark leben rund 100 der wenigen westafrikanischen Elephanten.
  • Dômes de Fabédougou
  • Laongo bei Ziniaré, Skulpturenpark und das „Operndorf Afrika“ initiiert 2009 von Christoph Schlingensief über das der Film „Knistern der Zeit“ gedreht wurde.
  • Pics de Sindou, bizarre Felsformationen
  • Ruinen von Loropéni (Welterbe seit 2009)
  • Ruinen bei Yako

Die Zahl der von einigen Stämmen als heilig verehrten Aasgeier hat als Folge der Vogelgrippe und Wilderei seit 2011 stark abgenommen. Ebenso wurde 2017 der Export von Pferden, Kamelen und Eseln untersagt. Die Häute letzterer gingen massenhaft nach China zur Herstellung von Medizin.

Hintergrund[Bearbeiten]

Obervolta gehörte zu den zahlreichen afrikanischen Staaten, die 1960 ihre Unabhängigkeit erhielten. Erster Präsident wurde Maurice Yaméogo. Er wurde 1966 von Sangoulé Lamizana aus dem Amt geputscht, der dann, ab 1970 als Zivilist, bis 1980, durch die große Dürre in den frühen 1970ern, das Land beherrschte. Es folgten vier weitere Putsche bis das Land 1984 in Burkina Faso umgenannt wurde. Präsident Thomas Sankara fuhr eine anti-imperialistischere Linie, Reihenimpfungen und Aufforstungen sollten dem Volk helfen. Weiter Putsche folgten 1987 unter Blaise Compaoré, dann wieder einmal 1991. Compaoré blieb, „gewählt“ bsi Oktober 2015 der starke Mann.

Anreise[Bearbeiten]

Einreisebestimmungen[Bearbeiten]

Das Visum für Burkina Faso sollte im Vorhinein bei der Botschaft im jeweiligen Land besorgt werden.

Die meisten EU-Bürger, Schweizer und Liechtensteiner können am Flughafen in Ouagadugu ein 7-21 Tage gültiges, verlängerbares Visum erhalten. Mit 94000 CFA ist es 2018 etwa doppelt so teuer wie ein in Berlin ausgestelltes.

  • Botschaft von Burkina Faso in Deutschland, Karolingerplatz 10-11, 14052 Berlin (Charlottenburg). Tel.: +49 30 30105990, E-Mail: . Auch zuständig für die Einwohner von Estland, Lettland, Litauen und Polen. Geöffnet: Mo, Di, Do, Fr 9:00-12:00. Preis: nur bar oder Scheck: 70 € (einmalige Einreise bis zu 90 Tagen).
  • Botschaft von Burkina Faso in Österreich, Strohgasse 14c/5, 1030 Wien. Tel.: +43 1 5038264. Die offiziell angegebene Webseite ist tot, vermutlich haben die gerade keine, deshalb besser persönlich aufsuchen. Geöffnet: Mo-Fr 9:00-13:00 und 14:00-16:00.
  • Botschaft von Burkina Faso in der Schweiz, Avenue de France 23, 1202 Genève. Tel.: +41 22 7346330, E-Mail: . Geöffnet: Mo, Mi und Fr 11:30-12:30. Preis: 106 CHF (einmalige Einreise bis zu 90 Tagen).
Zollbestimmungen

Jagdwaffen bedürfen einer Einfuhrerlaubnis.

Freimengen über 15 Jahre:

  • 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 25 Zigarren oder 250 g Tabak
  • 1 Flasche Wein und 1 Flasche Schnaps
  • ¼ l Parfüm oder ½ l kölnisch Wasser

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Vom Flughafen Ouagadougou gehen täglich Flüge nach Paris. Die Flüge erfolgen selten direkt sondern meist über Niamey (Niger) oder über Casablanca (Marokko). Nicht täglich wird auch Brüssel angeflogen. Der Flughafen von Ouagadougou liegt nahe der Innenstadt. Zwar gilt auch der Flughafen in Bobo Dioulasso als international, Flüge aus Europa kommen aber nur in der Hauptstadt an.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Es fahren zwei Züge wöchentlich nach Abidjan in der Elfenbeinküste über 1260 km (Abidjan ↔ Bobo Dioulasso 818 km, Bobo Dioulasso ↔ Ouagadougou 379 km). Konzessionär ist die Firma Sitarail. Die Fahrt, es gibt nur eine Klasse, kostet 30000 CFA und dauert normalerweise deutlich über 36 Stunden. Eine Verbesserung der Meterspurstrecke ist seit 2017 geplant.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Am Rande der größeren Städte gibt es von großen Transportunternehmen betriebene Busbahnhöfe für Fernreisende. Das schlägt sich entsprechend im Preis nieder, aber dafür sind das dann Reisebusse mit Klimatisierung und Verpflegung an Bord. Die großen Reisebusse fahren meist pünktlich. Es existiert eine Art Buchungssystem, mit dem sichergestellt wird, dass man auch einen Sitzplatz bekommt.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Treibstoffe und -preise kontrolliert der Monopolist SONABHY, von dem zugelassenen Wiederverkäufer alle Arten Mineralöl erwerben müssen. 2018 kostete ein Liter Benzin ca. 650 CFA, Diesel war für 560 CFA geringfügig billiger.

Nur etwa die 3050 km Nationalstraßen, der gut 17000 km Landstraßen sind geteert oder geschottert (zusätzliche 3000 km), so daß Fahrten während der Regenzeit erschwert werden. Es gibt weitere 48000 km Pisten.

Ghana
Elfenbeinküste
Mali

Die N1 geht aus der Hauptstadt 356 km bis 5 Bobo-Dioulasso (11° 10′ 26″ N 4° 17′ 47″ W). Hier zweigen die Hauptstraßen in Richtung Mali (N9), zur Grenze bei Faramana bzw. Elfenbeinküste (N7) ab.
Richtung Mali fährt man bis Koloko. Gut 1½ km nach der Moschee kommt man zur 1 Zollkontrolle (11° 5′ 29″ N 5° 19′ 42″ W) und einem Polizeiposten. Zur eigentlichen Grenze sind es noch gut 2 km.
Die malische 2 Grenzstation (11° 7′ 9″ N 5° 21′ 38″ W) ist direkt dort. Die Fahrzeugpapiere erhält man auf der anderen Straßenseite. Der Zollposten ist unübersehbar hundert Meter weiter. Die Straße bis 6 Sikasso (11° 18′ 57″ N 5° 40′ 3″ W) ist nun ordentlich asphaltiert.

Niger

Nach Niamey im Niger fährt man aus der Hauptstadt 404 km auf der N4 über Kantchari, wo die 2 Zollkontrolle (12° 29′ 30″ N 1° 31′ 4″ O) für Selbstfahrer stattfindet. 17 km zum Übergang nahe 7 Latti (12° 44′ 19″ N 1° 38′ 2″ O).

Mobilität[Bearbeiten]

In der Stadtmitte kann man in kleineren Bussen, Autos oder auf LKW-Ladeflächen (Achtung Sicherheit!) mitfahren. In Ouagadougou gibt es die grünen Taxis die zu man zu einem geringen Betrag ca. 300 CFA-Franc mit anderen Leuten teilen kann. Wenn man es eilig hat, ist es auch möglich ein Taxi alleine zu mieten. Es empfiehlt sich die Preisabsprachen vorher zu machen.

Um im Land zu reisen, kann man entweder ein Auto mit Fahrer mieten oder kostengünstiger mit Reisebussen, die von Ouagadougou die größeren Städte anfahren und in den jeweiligen Destinationen mit Moped- oder Privattaxis. Das intra-städtische Busnetz ist gut ausgebaut. Einfachere Busse sind meist chinesische Fahrzeuge aus zweiter Hand. Die Benutzung klimatisierter Fahrzeuge ist insofern auch sinnvoll, weil man am Ende der Fahrt nicht vollkommen vom Lateritstaub überzogen ist.

Buschtaxis heißen lokal gbaka.

Sprache[Bearbeiten]

In Burkina Faso werden eine Vielzahl von lokalen Sprachen gesprochen. Die lokalen Hauptsprachen sind Mòoré und Dioulla. Die Amtssprache ist Französisch. Mit Französisch kann man sich im ganzen Land problemlos verständlich machen.

Kaufen[Bearbeiten]

Burkina Faso gehört zu den zehn ärmsten Ländern der Welt. Billig ist Reisen dort trotzdem nicht, da es politisch gewollt ist den CFA-Franc der westafrikanischen Währungsgemeinschaft überbewertet im festen Wechselkurs zum Euro zu halten. 1 Euro entspricht 655,957 CFA-Franc. Man sollte darauf achten, immer Kleingeld parat zu haben, da selten ausreichend Wechselgeld zur Verfügung steht. Das durchschnittliche Monatsnetto war 2017 nur 110000 CFA.

Beliebte Mitbringsel sind:

  • Handgewebte Baumwolldecken aus Dori
  • Kunst und Kunsthandwerk, Masken, Batikstoffe aus ganz Westafrika auf dem SIAO bzw. dem Village Artisanal
  • Honig aus Gourma
  • Naturbelassene Sheabutter
  • Trommeln

Küche[Bearbeiten]

Die Küche ist bis auf wenige Restaurants eher einfach. Snacks am Straßenrand kosten einige hundert CFA. Eine einfache Mahlzeit ist 2017 mit 2000 CFA zu veranschlagen.

Typische Gerichte sind weitgehend geschmacksfreier (Hirse- oder Maisbrei). Diesen gibt es am Land drei Mal täglich mit unterschiedlichen, gut gewürzten Saucen. Er wird mit deer rechten (!) Hand zu Kugeln geformt in diese getunkt. Ansonsten findet man Riz gras (syn. Wolof-Reis) oder Ragout d'Igname. Attiéké ist geribener, fermentierter Maniokbrei, ein Gericht das aus der Elfenbeinküste stammt. Aloco sind frittierte Kochbananen. Fleisch und Geflügel sind oft zäh, aber sehr schmackhaft. Den Soßen wird gerne mit Baobabblättern oder Okraschoten (Gombo) eine für den europäischen Geschmack ungewohnt viskose Konsistenz verliehen. Typische Gewürze sind Chilis und Soumbala (fermentierte Früchte des Néré-Baums). Europäern wird, wenn nur irgendwie möglich, Fleisch angeboten. Meistens ist es Huhn, das es in allen möglichen Variationen mit Saucen oder einfach gegrillt oder gebraten oder mariniert mit Knoblauch (Poulet à l'ail - sehr zu empfehlen!) gibt. Wenn es Schwein gibt, dann gebraten und vor allem im Süden des Landes. In manchen Gegenden am Land ist es ratsam nachzufragen, um welches Fleisch es sich handelt. Einige Ethnien in Burkina Faso verspeisen auch gerne mal Hund. Fisch wird oft gefroren aus China importiert.

Dolo ist das lokale Hirsebier. Alkoholische Getränke sind teuer. Ein lokales Bier (0,5 l) kostet ebenso wie 1½ l Trinkwasser um 1000 CFA, Importware (0,33 l) 1200 CFA. Örtliche Brauereien der Castel-Group sind Brakina(Marke „Flag“) und Sobobra.

Nachtleben[Bearbeiten]

In den großen Städten Ouaga und Bobo gibt es eine Vielzahl möglicher Aktivitäten: Musikveranstaltungen, Kino, Discos. Auch in den Provinzstädten gibt es oft einen Pavillon für Konzerte.

Prostitution ist nicht verboten, Zuhälterei schon. Sie findet unter Einheimischen vor allem in den Minenregionen statt. «Sédentaires» warten vor ihrer Haustür auf Kundschaft, «Trotteuses» sind „Bordsteinschwalben.“ Angesichts des HIV-Risikos sollte man derartige Aktivitäten überdenken.

Unterkunft[Bearbeiten]

In den größeren Städten gibt es meist sichere und einigermaßen saubere Hotels. Die Preise können allerdings schnell um die € 30 pro Nacht oder auch mehr betragen. Wenn eine Rundreise geplant ist, empfiehlt es sich vorher über Übernachtungsmöglichkeiten zu informieren. Reservierungen für einzelne Personen sind meist nicht nötig. Besonders in ländlichen Gebieten empfiehlt es sich in den Diözesen nachzufragen. Die katholischen Diözesen bieten häufig eine günstige und auch saubere Übernachtungsmöglichkeit - manchmal sogar mit Klimaanlage - an.

Feiertage[Bearbeiten]

In Burkina Faso werden folgende staatlichen Feiertage begangen: 1. Jan. Neujahr; 3. Jan. Tag der Revolution 1966; 8. März internationaler Frauentag; 1. Mai Tag der Arbeit; 5.-6. Aug., Unabhängigkeitstag; 11. Dez., Ausrufung der Republik. Seit 2016 gibt ist der 31. Okt. als „Gedenktag der Märtyrer,“ d.h. der Toten des Putsches 2015 (2017 ausgeweitet auf alle Putschopfer sowie den Toten des anti-imperialistischen Aufstandes 1915/6).

An katholischen Feiertagen begeht man Ostersonn- und -montag (2. April 2018); 10. Mai 2018 Christi Himmelfahrt; 15. Aug., Mariä Himmelfahrt; 1. Nov., Allerheiligen sowie Weihnachten. Basierend auf dem muslimischen Mondkalender begeht man das Ende des Ramadan am 15. Juni 2018; das mehrtägige Opferfest beginnt am 21. August 2018, dem 10. Dhū al-Ḥiddscha.

Sicherheit[Bearbeiten]

Notruf: ☎ 17 oder ☎ 1010

Homosexualität kann als Störung der öffentlichen Ordnung bestraft werden.

Es bestehen die in der dritten Welt weit verbreiteten Photographierverbote militärischer und Infrastruktureinrichtungen, die auch durchgesetzt werden, eine Liste hält die deutsche Botschaft in Ouagadugu bereit. Offiziell vorgeschrieben ist eine Photoerlaubnis des Ministere de l'Administration, wo erhältlich und ob diese 2018 wirklich noch nötig ist unklar.

Es gibt drei Arten Polizei: die para-miltärische Gendarmerie, die auch Straßenkontollposten bemannt, die Police Nationale und in den beiden großen Städten als Verkehrspolizei die Police Municipale.

Gesundheit[Bearbeiten]

Die Gefahr, an Malaria zu erkranken, ist groß. Prophylaxe oder Stand-by sind wichtig, letzteres ist auch vor Ort erhältlich. Zur Vermeidung von Durchfallerkrankungen oder schlimmerem sei Kochen, Schälen und Desinfizieren empfohlen. Insbesondere in den ersten Tagen nach dem Klimawechsel sollte man sein Immunsystem nicht überfordern. Wichtig ist, sich immer mit ausreichend Trinkwasser (eau lafi) einzudecken. Manchmal wird gefiltertes Wasser angeboten, dass aber auch nur geübten Reisenden zu empfehlen ist. Mindestens sechs Wochen vor der Abreise sollte ein Tropeninstitut besucht werden, um nötige Impfungen vorzunehmen - die Gelbfieberimpfung ist für die Einreise nötig - und um sich über andere Vorsorgeimpfungen und Medikamente für die Reise zu erkundigen.

Die HIV-Durchseuchungsrate der sexuell aktiven Altersgruppe ist von 6,4% (1999) auf 0,8% (2016) gesunken, lag aber für Prostituierte noch bei 16,2% (2016).

Klima[Bearbeiten]

Die Durchschnittstemperaturen liegen während eines Großteils des Jahres über 30 °C. Am kühlsten ist es während der Regenzeit zwischen Juli und Oktober sowie in den Monaten Dezember und Januar, am heißesten gegen Ende der Trockenzeit in den Monaten April und Mai.

Respekt[Bearbeiten]

In Burkina Faso gibt es nicht nur ca. sechzig verschiedene Ethnien, sondern auch drei vorherrschende Religionen. Dies sind der Islam, der Animismus (Naturglaube) und das Christentum. Das bedeutet, dass ein Großteil der Bevölkerung Fotografiertätigkeiten von Touristen und Besuchern sehr ablehnend gegenüber stehen. Grundsätzlich sollte man die zu Fotografierenden fragen und nicht einfach drauflosknipsen.

Die Burkinabé sind selbst auch bei hohen Temperaturen meist förmlich bekleidet - zu luftige Kleidung/Strandkleidung wird tendenziell als Affront empfunden. Empfohlen sind leichte Blusen, die die Schultern bedecken und Hosen oder Röcke die übers Knie gehen. Für Männer empfehlen sich Hemden oder T-Shirts und lange Hosen. In der Freizeit können Sandalen oder Flip Flops getragen werden, bei Terminen aber immer geschlossene Schuhe.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

In den Städten ist die Versorgung mit Strom und (nicht trinkbarem) Wasser gut.

Wer über Land reist hat in Ouagadugu nicht allzuviele Möglichkeiten Einreiseerlaubnisse für Nachbarländer zu beschaffen.

Telephonie

Festnetzbetreiber ist Onatel (Maroc Telecom). 2016 hatte etwa 4% der Bevölkerung Internet, mit DSL-Geschwindigkeit angeboten von FasoNet. Man kann 2017 Surf-Sticks für 40000 CFA kaufen.

Mobilfunkbetreiber (2018 alle 3G) sind: Airtel (Orange) mit der besten Abdeckung, Telemob und Telecel (Maroc Telecom).

Seit 2017 schaffen immer mehr westafrikanische Länder im Rahmen des “ECOWAS mobile roaming agreement” untereinander Roaming-Gebühren ab.

Literatur[Bearbeiten]

  • Attien, Kouakou; Konan, Jean-Michel; Les services collectifs de transport intra-urbain à Bouaké: des offres de mobilité à hauts risques pour les populations; EchoGeo, Vol. 40 (2017) Volltext
  • Bartelsmeier, Antje; Fulbe und Rinder: Mensch-Tier-Beziehung und Lebenswelt mobiler Tierhalter im Sahel Burkina Fasos; Kiel 2001 (Wiss.-Verl. Vauk)
  • Dafinger, Andreas; Economics of ethnic conflict: the case of Burkina Faso; Suffolk 2013 (Boydell & Brewer); ISBN 9781782041610
  • Gruner, Dorothee; Lehm-Moschee am Niger: Dokumentation eines traditionellen Bautyps; Stuttgart 1990 (Steiner); ISBN 3515053573
  • Harsch, Ernest; Burkina Faso: a history of power, protest and revolution; London 2017 (Zed)

Weblinks[Bearbeiten]

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