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Tunesien

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Tunesien (arabisch: ‏تونس‎, Tūnis, offiziell République tunisienne (Al Joumhouria Attounisia), ist das nördlichste Land Afrikas. Es grenzt an Libyen im Süd-Osten, Algerien im Westen und ans Mittelmeer im Norden und Osten. Von Deutschland aus ist es in ca. 2,5 Flugstunden zu erreichen; Italien (Lampedusa, die größte der Pelagischen Inseln) ist nur 130 km entfernt.

Lage
noframe
Flagge
Flagge von Tunesien
Kurzdaten
Hauptstadt Tunis
Staatsform Republik
Währung Tunesischer Dinar (TND)
Fläche 164.000 km²
Bevölkerung 9,9 Millionen (2003)
Sprachen Arabisch (offiziell und eine der Handelssprachen), Tamazight, Französisch
Religionen Islam 98%, Christen 1%, Juden und andere 1%
Stecksystem 127-220V/ 50Hz (Europäischer Stecker)
Telefonvorwahl +216
Internet TLD .tn
Zeitzone UTC +1

Regionen[Bearbeiten]

Karte von Tunesien
Satellitenfoto von Tunesien
Map of Tunisia with regions colour-coded

Tunesien ist in 24 Gouvernorate gegliedert:

Ariana, Ben Arous und Manouba
  • Nordtunesien mit
Jendouba, Beja, Bizerte, Zaghouan und Nabeul
  • Westtunesien mit
El Kef, Siliana, Kasserine und Gafsa und Sidi Bouzid
  • Osttunesien mit
Sousse, Monastir, Mahdia, und Sfax und Kairouan
  • sowie Südtunesien mit
Tozeur, Kebili, Gabès, Medenine und Tataouine

Städte[Bearbeiten]

Wichtige Reiseziele sind Tunis, Nabeul, Hammamet, Kairouan, Sousse, Monastir, Tabarka.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Die Salzwüste Chott El Djerid

Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Insel Djerba.

Vor allem im Norden sind sehenswerte Ruinen der Römer und Byzantiner zu sehen, z.B. Carthage (Karthago), Bulla Regia, Dougga. In El Jem steht das größte und am besten erhaltene römische Amphitheater.

Sehenswert sind auch die Altstädte (Medinas) vieler Städte, wie Tunis, Sousse und Sfax, nebst der traditionellen Bauweise mit ihren oft engen und verschlungenen Gassen enthalten sie auch den Souk (Markt), in welchem noch auf orientalische Art gefeilscht werden kann bzw. soll. In Tozeur ist die Architektur der alten Häuser sehenswert, die sandfarbenen Ziegelsteine wurden so versetzt in die Mauern eingefügt, dass dabei interessante Muster entstanden. Das Dorf Sidi Bou Saïd östlich von Tunis liegt auf einem Hügel mit bester Sicht auf das Meer und besticht durch die traditionelle Bauweise weißer Häuser mit blauen Türen, Fensterläden und Fenstergittern.

Im Süden sind die Oasen Nefta und Douz sehr reizvoll. Der Zauber der Wüste mit dem Geschmack frischer Datteln ist immer einen Ausflug wert.

Im Süden ist der in einigen Karl-May-Romanen erwähnte Chott El Djerid. Über 200 Kilometer erstreckt sich diese Salzwüste von der algerischen Grenze bis fast ans Mittelmeer. Vor Jahrmillionen war das heutige Saharagebiet von Urmeeren bedeckt. Als sich die Gebirge auffalteten, floss das meiste Wasser zum Mittelmeer hin ab, nur in Senken ohne Abfluss zum Meer blieb Wasser zurück, auf diese Weise entstanden die Chotts. Luftspiegelungen, eine trügerisch schimmernde Wasseroberfläche in allen Farben, es ist Faszination pur und das ohne jede Eintrittsgebühr.

Es gibt in Tunesien diverse Sehenswürdigkeiten. Insbesondere sind - verstreut über das ganze Land - Originaldrehorte von Szenen aus den Star-Wars-Filmen zu finden. Und auch von Life of Brian.

Eine "Perle" ist auch Sidi Bou Said in der Nähe von Tunis, ein ehemaliges Künstlerdorf. Es liegt oberhalb des Golf von Tunis den man auf dem "Rundgang" durch Sidi Bou Said auch sehr schön sehen kann. Ein Traum-Ausblick! Wenn man einen Tee trinken möchte, ist das Café des Nattes ein nettes uriges tunesisches Café. Dort kann man auch eine Shisha bestellen, die nach orientalischer Art kredenzt wird. Während des Rundgangs ist Sidi Bou Said für seine Eingangstüren bekannt, dort gibt es die schönsten Türen in ganz Tunesien.

Hintergrund[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Einreisebestimmungen[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Internationale Flughäfen gibt es in

  • Tunis (Tunis-Carthage)
  • Enfidha, Envidhaville liegt zwischen Hammamet und Sousse.
  • Monastir (Monastir-Skanès bzw. Habib Bourguiba)
  • Djerba an der Ostküste und
  • Tabarka im Norden.

Weitere internationale Flughäfen sind Sfax-Thyna und Tozeur-Nefta. Flugzeit München - Monastir: ca. 2:20 Stunden.

Tunisair ist die nationale Fluggesellschaft. Sie fliegt auch von mehreren europäischen Flughäfen, z.B. Frankfurt, Düsseldorf, London oder Madrid.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Zur Zeit (2007) gibt es wieder eine Bahnverbindung nach Algerien. Es handelt sich um einen täglichen Lokalzug vom tunesischen Grenzbahnhof Ghardimaou zur algerischen Stadt Souk Ahras, allerdings besteht in Souk Ahras kein direkter Anschluss nach Annaba, erst am Folgetag verkehrt ein Lokalzug nach Annaba und von dort besteht ein Nachtzug nach Algier. Durch die unsichere Lage in Algerien ist diese Reiseroute nicht zu empfehlen.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Internationale Buslinien kommen aus

  • Libyen: Tripolis - Gabès, täglich
  • Algerien: Annaba - Tunis, theoretisch fünfmal in der Woche, wegen der unsicheren Lage in Algerien fallen diese Busse aber oft aus.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Folgende Grenzübergänge stehen für die Einreise zur Verfügung:

Für Einreisen mit dem eigenen Auto auf dem Seeweg siehe folgenden Abschnitt.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Tunisia Ferries

Es stehen folgende Fährverbindungen zur Verfügung:
Marseille, Genua, La Spezia und Neapel --- Tunis (Hafen La Goulette)
Da die Anreise mit dem Auto etwa einen Tag dauert, kann es interessant sein, sich auch in diesen Städten etwas umzusehen. Da erfahrungsgemäß viele im Ausland lebende Tunesier während des Sommers ihre Heimat besuchen wollen, empfiehlt es sich, sich frühzeitig um einen Platz zu kümmern.

Fahrzeit etwa 18 bis 24 Stunden. Preise und Fährzeiten bitte rechtzeitig vorher unter z.B. http://www.ctn.com.tn/ erkunden.

Von Palermo und Trapani verkehren wöchentlich Fähren nach Tunis (Tirrenia Linie) und im Sommer verkehrt eine Schnellfähre zwischen Sizilien und Kélibia.

Mobilität[Bearbeiten]

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Tunesien hat eines der besseren Bahnnetze Afrikas und der arabischen Länder. Das rund 2700 km lange Bahnnetz weist zwei Spurweiten auf. Im Norden (Tunis - Ghardimaou/ Bizerte) die Normalspur (1435 mm), die übrigen Strecken von Tunis nach Südwesten und Süden Meterspur (1000 mm). Es wird von der Tunesischen Nationalbahn betrieben (SNCFT, Société Nationale des Chemins de fer Tunisiens). Im Fernverkehr verkehren Züge von Tunis nach Jedeïda - Mateur - Tinja - Bizerte Jedeïda - Béjà - Jendouba - Ghardimaou Pont du Fahs - Gaafour - Les Salines - Dahmani - Kalaa Kasbah Grombalia - Bir Bou Regba - Hammamet - Nabeul Grombalia - Bir Bou Regba - Enfidha - Sousse - Monastir - Mahdia Grombalia - Bir Bou Regba - Enfidha - Sousse - El Jem - Sfax - Mahrès - Gabès Grombalia - Bir Bou Regba - Enfidha - Sousse - El Jem - Sfax - Mahrès - Gafsa - Metlaoui - Tozeur

Jede dieser Destinationen kann man zwischen ein- und bis zehnmal im Tag erreichen. In diesen Verbindungen führen alle Züge 1. und 2. Klasse, in den allermeisten Fällen mit klimatisierten Wagen, viele Züge führen auch Wagen der Grand-confort Klasse, welche noch bequemere Sitze als in der 1. Klasse anbieten. In den Langstreckenzügen findet auch immer ein Verkauf von warmen und kalten Getränken und Snacks statt. Es verkehren zwar über Nacht Züge zwischen Tunis und Tozeur sowie zwischen Tunis und Gabès, doch sie führen nur Sitzwagen. Zusätzlich verkehrt einmal täglich ein Lokalzug von Metlaoui über Tabeditt nach Redeyef, dieser nur mit 2. Klasse. S-Bahnen verkehren von Tunis über Radès, Ez Zahra, Hammam Lif, Borj Cédria bis Erriadh und zwischen Sousse, Sahline, Monastir, Moknine und Mahdia, die Linie ab Tunis wird je nach Tageszeit etwa alle 10 - 20 oder alle 30 - 40 Minuten bedient, jene ab Sousse alle 60 - 90 Minuten. Die Fahrpreise sind recht günstig. Für die rund 150 km von Tunis nach Sousse bezahlt man 9,30 Dinars in der 2. Kl., 12,60 Dinars in der 1. Kl. und 13,40 Dinars (10 Dinars sind rund 6,00 €); von Tunis nach Gabès sind es über 400 km und die entsprechenden Fahrpreise betragen 13,45 Dinars , 16,95 Dinars und 18,05 Dinars (Achtung der tunesische Dinar besteht aus 1000 Millièmes). Für alle klimatisierten Züge ist ein Zuschlag zu bezahlen (Platzreservierung inklusive); dieser beträgt je nach Klasse und Distanz 0,150 Dinar bis 1,50 Dinars. Für Touristen bietet die SNCFT einen Railpass mit dem Namen Carte-Bleue an. Diesen Pass gibt es für 7, 15 oder 21 Tage für jede der 3 Klassen, je nach Klasse und Gültigkeitsdauer beträgt der Preis rund 18 bis 80 €, die Zuschläge müssen jedoch auch bezahlt werden. Die SNCFT betreibt wahrscheinlich die schnellsten Züge auf Meterspurstrecken, im Abschnitt Grombalia - Sousse verkehren die Züge abschnittsweise mit mehr als 120 km/h. Die schnellsten Züge sind die beiden Expresszüge Tunis - Sfax (nur 1. Klasse und Grand-confort), welche die 280 km in genau 3 Stunden zurücklegen. Das Wagenmaterial befindet sich in recht gutem Zustand. Die Fernverkehrszugwagen wurden 1984 bis 1986 in Ungarn gebaut und zwischen 2001 und 2002 komplett umgebaut und modernisiert. Ab 2008 kommen neue Dieseltriebwagen aus Frankreich auf Meterspurstrecken (vorwiegend zwischen Tunis und Sousse) zum Einsatz. Etwa 2009 oder 2010 wird die S-Bahn Tunis - Erriadh elektrifiziert und wird dann komplett neue Fahrzeuge erhalten. Im Jahr reisen über 31 Mio. Passagiere mit der Bahn.

Fahrplan der tunesischen Eisenbahn SNCFT: http://www.fahrplancenter.com/Fahrplan_SNCFT.html

Nebst den Zügen der SNCFT findet man noch weitere Züge (nicht mit Fahrkarten der SNCFT zu benutzen): Der Touristenzug Le Lézard Rouge (rote Eidechse) besteht aus den Salonwagen des früheren Bey (Fürst) von Tunis, der Zug verkehrt mehrmals in der Woche von Metlaoui in die imposante Schlucht Gorge de Selja, es werden Erfrischungen an Bord gereicht, mehrsprachige Touristenführer und Fotohalte werden auch geboten.

Von Tunis in die östlichen Vororte verkehrt der sogenannte TGM, die erste elektrische Bahn des afrikanischen Kontinentes. Die Züge fahren ab der Station Tunis Marine und bedienen La Goulette, Carthage (Kathago), Sidi Bou Saïd und den Küstenort La Marsa. In Tunis existiert ein modernes Straßenbahnnetz, Métro Léger genannt, mit Strecken durch das Stadtzentrum und hinaus zu den Vororten Ben Arous, Den Den, Ibn Khaldoun und La Ariana. Eine Strecke bedient auch das Nationalmuseum Le Bardo.

Auf der Straße[Bearbeiten]

In Tunesien auf eigene Faust ohne eigenes Auto unterwegs zu sein, ist überhaupt kein Problem. Der öffentliche Nahverkehr basiert überwiegend auf so genannten Louages. Eine Louage ist das typische afrikanische Sammeltaxi, ein Kombi oder Bus mit neun Sitzen. In Tunesien sind sie jedoch perfekt organisiert und nehmen auch wirklich nur so viele Fahrgäste mit, wie es Sitzplätze gibt. In jeder größeren Stadt gibt es einen richtigen Louage-Bahnhof, oft sogar mit beschilderten "Bahnsteigen". Stets sind die Fahrer hilfsbereit und zeigen einem die Louage in die gewünschte Richtung. Selten muss man lange warten, bis eine voll ist und abfährt. Die Preise sind tariflich festgelegt, aber es schadet nicht, vorher beim Fahrer nach dem Preis zu fragen, um nachträglichen Nepp zu vermeiden. Früher aussteigen ist kein Problem, aber man zahlt dann den Preis für die gesamte Strecke. In kleineren Orten stellt man sich an die Straße und wartet, dass eine Louage vorbeifährt, die noch einen Platz frei hat und einen mitnimmt - das ist allerdings dann oft Glückssache. Wer später einsteigt, zahlt nur noch für die gefahrene Teilstrecke. Viele Louage-Fahrer in wenig besiedelten Gebieten sind auch bereit, Verabredungen zu treffen, z.B. einen beim Rückweg an einer bestimmten Stelle wieder einzusammeln. Zwischen größeren Städten, z.B. Douz - Gafsa - Sfax - Sousse gibt es auch Expressbusse, die ohne Zwischenstopp durchfahren. Sie sind etwas teurer, aber dafür kommt man in kurzer Zeit quer durchs Land. Die Strecke Sousse - Tunis dauert damit etwa 2 h, die Strecke Douz - Sousse ca. 5 h. Die Expressbusse fahren ebenfalls an den Louage-Stationen ab.

Auch mit dem Mietwagen ist es kein Problem, eher anfangs ein Abenteuer. Man kann einen Mietwagen mieten, muss sich aber an die Fahrweise der Tunesier gewöhnen, was relativ schnell geht, solange man nicht die deutsche Straßenverkehrsordnung mit in den Urlaub nimmt und auch mal fünfe gerade sein lässt, ist die Fahrt mit dem Auto eine schöne Erfahrung. Auch die Beifahrer haben immer viel zu sehen, wenn sie die anderen Fahrer, wie beladene Lastwagen und andere Verkehrsteilnehmer beobachten. Was man dringend beachten sollte, ist das STOP-Schild, dort stehen meistens Polizisten um die Ecke, die man vorher nicht sehen kann und die halten auch gerne Urlauber an. Mein Tipp ist aber... einfach mit dem Verkehr mitfahren, damit fährt man am besten.

Sprache[Bearbeiten]

Die Amtssprache ist Arabisch (tunesischer Dialekt, der sich von anderen arabischen Dialekten unterscheidet). Vielfach wird auch französisch gesprochen. Nahezu jeder, der Französisch spricht, wird keine Mühe haben, in Tunesien herumzukommen. In den Touristenzentren Monastir und Djerba sprechen viele Einheimische auch Deutsch. In der Wüste jedoch wird die Ureinwohner-Sprache der Tuareg gesprochen. Diese Sprache ist eine Mischung aus den Sprachen Französisch, Schilch (marrokanische Sprache) und alttunesisch.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Sonnenbaden, Schwimmen, Tauchen, Schnorcheln, Paragliding, Golf, Tennis, Reiten, Wandern, Kamelreiten, Wüstensafari

Einkaufen[Bearbeiten]

Bei Lebensmitteln wird meist nicht gehandelt. Die Preise für Souvenirs sind oft völlig aus der Luft gegriffen, feilschen und hart bleiben ist angesagt. Zuerst deutlich unter dem Preis bleiben, den man für angemessen hält, da man sonst ruckzuck hochgehandelt ist und eigentlich nicht mehr zurück kann. Faustregel (lt. Reiseleiter): 20 Prozent des zunächst genannten Preises. Zum Teil gibt es staatliche Läden mit Festpreisen (Artisanat genannt), die eine Orientierung über den ungefähren Preis erlauben. In den Artisanats bekommt man nur geprüfte Ware, welche auch garantiert in Tunesien produziert wurde und keine Kinder unter 16 Jahren an der Produktion beteiligt sind. Bei Teppichen stimmt z.B. die vorgeschriebene Knotenzahl usw. In den Souks kommt es immer öfter vor, dass Importware (Tunesien lässt heute auch in billigeren Ländern wie Senegal, Jemen usw. produzieren) angeboten wird, manchmal mit falschen Siegeln, oder meist ohne Herkunftsangabe. Z.B. kostet ein Holzschalenset im Hotel 30 Dinar und auf dem Basar ist der erste Preis 120 Dinar. D.h. man kann bei 1/4 der aufgerufenen Preise anfangen und dem Händler noch einen satten Gewinn lassen.

Mittlerweile gibt es aber auch Geschäfte mit "Prix Fix" (festen Preisen). Dort hat man mehr Ruhe, um einfach mal zu schauen, als auf den Basaren. Die Preise sind ok.

Auf den Basaren werden die Touristen oft mit Dumping-Preisen oder Sprüchen geködert, um nur das Geschäft zu betreten. Hiervor wird gewarnt. Die Preise sind total überteuert. In manchen Festpreisläden kann man auch handeln, wenn auch nicht viel.

Küche[Bearbeiten]

In den Restaurants und Cafés wird oft eine Flasche Wasser dazubestellt. Wem jedoch das Essen zu scharf ist, der sollte nicht zum Wasser greifen, sondern zum Brot, welches zu jedem Essen gereicht wird, greifen. Alkoholische Getränke sind in den Hotels erhältlich, in den üblichen Restaurants eher nicht.

In Tunesien wird außerhalb der Hotels oder Touristenrestaurants immer scharfes Essen serviert. Auch Essen mit Kindern ist damit schwierig. Wenn man jedoch scharf mag, sollte man auch in die einheimischen Restaurants gehen. Dort gibt es mittlerweile auch Speisekarten, die man auf französisch, mit Glück auch auf Englisch oder Deutsch oder mit Bildern lesen kann. Ich empfehle auch mal in ein einheimisches Restaurant zu gehen, die Erfahrung und den Geschmack sollte jeder mal machen. Außerdem ist es dort wirklich nicht teuer, wir essen dort mit drei Personen für 15 Euro komplett. Und das ist wirklich ein Erlebnis wert. Vor 15 Jahren gingen nur Männer essen, heute ist es gang und gäbe, dass auch Frauen essen gehen. Also los, raus aus dem Hotel. Aber aufpassen, die rote Paste (Harissa), die mit Olivenöl übergossen wird, ist wirklich scharf.

Nachtleben[Bearbeiten]

Tunesien bietet Nachtschwärmern ein reichhaltiges Angebot an Cafés, Restaurants, Clubs und Diskotheken. Ein besonders großes Angebot finden Diskogänger in Touristenzentren wie Hammamet, Monastir, Djerba, Sousse oder Tunis. Einige Diskotheken gehören zu Hotels, die ebenso Bars und Kneipen betreiben. Daher empfiehlt es sich, vorher etwas trinken zu gehen und erst gegen Mitternacht eine Disko zu besuchen. Einige Tipps für Nachtschwärmer: Tunis - Up & Down Sousse - Bora Bora (Openair-Disco) Hammamet - Calypso,Cotton Club, Yasmine Hammamet - Kikoloco

Ein neues regionales Gesetz verbietet in der Region Nabeul/Hammamet seit August 2006 den Ausschank von Alkohol in Diskotheken nach 02:00 Uhr. Betroffen von dieser Regelung sind auch die Diskotheken, die in abgeschlossenen Hotels oder Clubresorts liegen. Seltsamerweise darf in den Hotelbars auch nach 02:00 Uhr weiterhin Alkohol ausgeschenkt werden.

Es gilt auch ein strengeres Jugendschutzgesetz als z.B. in Deutschland. In Tunesien ist es Jugendlichen unter 18 Jahren grundsätzlich nicht erlaubt, Diskotheken zu besuchen, auch hier sind hoteleigene Diskotheken mit betroffen. Es werden regelmäßig Kontrollen von Zivilbeamten der Protection Civile in den Anlagen durchgeführt und dem Betreiber drohen strenge Geldstrafen bis hin zur temporären Schließung der Diskothek bei Nichteinhaltung der Auflagen!

Auch der Konsum von Tabak und Alkohol ist hier strenger geregelt. Dieser ist Jugendlichen unter 18 Jahren generell untersagt. Manche Hotels mit hauptsächlich deutscher Kundschaft nutzen hier eine Gesetzeslücke, die den Erwerb von Tabak und leichten Alkoholika (Bier, Wein) für Jugendliche ab 16 Jahren mit einer schriftlichen Einverständniserklärung der Eltern erlaubt.

Unterkunft[Bearbeiten]

Hotels finden sich überall, von einfachsten Unterkünften ohne privates Sanitär über 1-Sterne-Standard bis hin zur Luxusherberge. Ein "echtes" 5-Sterne-Hotel gibt es im ganzen Land nicht, auch wenn die offizielle Klassifikation das angibt. In den Touristenzentren sind aber viele gute Hotels zum fairen Preis, am günstigsten zu buchen über die bekannten Portale im Internet. Halbpension ist meist nur wenig teurer als Übernachtung mit Frühstück und lohnt in der Regel. Außerhalb der Urlaubsregionen gibt es keine Unterkünfte im europäischen Standard, nur einfache lokale Hotels und Pensionen. Erst seit wenigen Jahren gibt es Unterkünfte im traditionellen Stil, meist "Dar" genannt, wo ein oder mehrere Häuser, häufig in der Medina, zu einem Hotel umgebaut wurden. In der Sahara finden sich "campements", in denen man die Nacht im Zelt verbringen kann.

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Feiertage[Bearbeiten]

Termin Name Bedeutung
1. Januar Neujahr
14. Januar Tag der Revolution
20. März Tag der Unabhängigkeit
9. April Tag der Märtyrer
1. Mai Tag der Arbeit
25. Juli Tag der Republik
13. August Tag der Frau

Hinzu kommen die sich jährlich verschiebenden Feiertage des islamischen Mondkalendars: Mouled (Geburtstag des Propheten) / Aïd Fitr (Ende des Ramadan) / Aïd Kbir (Opferfest) / Ras el Am (islamisches Neujahr) /

Sicherheit[Bearbeiten]

Die Sicherheit in Tunesien ist im Allgemeinen sehr gut. Die Kriminalitätsrate ist sehr gering und man muss als Tourist auf keinen Fall Angst haben. Als Frau sollte man jedoch dunkle Gassen und so weiter nur in männlicher Begleitung durchgehen. Man sollte jedoch trotzdem die allgemeinen Sicherheitsvorkehrungen einhalten, nicht mit Schmuck behängt herumlaufen, keinen Geldbeutel in der Gesäßtasche tragen, keine großen Geldbeträge usw. mitführen. In der Kriminalitätsstatistik überwiegt Taschendiebstahl mit rund 85 %.

Gesundheit[Bearbeiten]

Das Trinkwasser ist laut Aussage der Reiseleiter überall trinkbar, ist jedoch stark gechlort.

Nebst internationalen Dosen- und Flaschengetränken gibt es das hervorragende tunesische Mineralwasser Safia.

Achtung bei Besuchen in und um Gafsa, hier ist das Leitungswasser Mineralwasser aus örtlichen Quellen, es ist von Topqualität, aber enthält sehr viele Mineralien und diese in hohen Dosen, weshalb es bei Personen, welche nicht daran gewöhnt sind, zu Magen- und Darmproblemen führen kann. Die örtlichen Apotheken führen entsprechende Mittel dagegen (z.B. Parégorique). Aber Achtung, diese Medikamente enthalten ganz kleine Spuren von Opium und dürfen deshalb nicht nach Europa eingeführt werden!

Die Gesundheitsversorgung in Tunesien ist relativ gut. Es ist ratsam, eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen, wenn auch die Arztkosten recht moderat sind und selbiges für die Medikamentenpreise gilt. Beispielsweise kostet ein Besuch beim Kinderarzt, um eine Mittelohrentzündung zu diagnostizieren und ein Rezept auszustellen, ca. 20 Dinar. Für eine "Tüte voll" Medikamente sind ebenfalls 20 Dinar fällig.

Bei Sonnenallergie oder Durchfallerkrankungen kann man auch in die Apotheke gehen. In Hammamet zum Beispiel ist an der Hauptstraße Richtung Nabeul auf der rechten Seite "kurz" vor dem Kreisverkehr eine Apotheke mit deutschsprachigem Apotheker.

Bitte kein Leitungwasser in den küstenregionen trinken, dieses Wasser trinken selbst die Tunesier nicht. In anderen Regionen ist das Leistungswasser sehr gechlort aber trinkbar.

Klima und Reisezeit[Bearbeiten]

Ende Oktober in Tunis 24 °C Luft und Wasser. Anfang April auf Djerba bzw. Zarzis ca. 22 °C. Der Tunesier trägt noch Wintermantel und Mütze! Es kann gelegentlich recht windig werden. Kommt der Wind aus Süden oder Westen wirbelt er meist viel Sand auf.

Regeln und Respekt[Bearbeiten]

Man sollte Respekt vor den Leuten haben und bedenken, dass Moslems anders über Bekleidungsregeln, Alkohol und Zärtlichkeit in der Öffentlichkeit denken als Mitteleuropäer. Sie sind sehr freundlich und großzügig. Man kommt als Fremder und geht als Freund. Vor dem Fotografieren bitte erst fragen, es gibt - abseits der Touristenströme - streng religiöse Moslems, die nicht fotografiert werden wollen. Moscheen dürfen von Touristen nicht betreten werden.

Im Hotelbereich beeinflusst aber das massive finanzielle Ungleichgewicht die Begegnung, man ist immer unendlich reich gegenüber den Menschen, die dort arbeiten und möglicherweise auch an einem verdienen wollen.

Einkommensbeispiel: Mitarbeiter an der Hotelrezeption, 26, 3-jähriges BWL-Studium/Ausbildung: rd. 350 Tunesische Dinar/ Monat, allerdings nur im Sommer, wenn es Arbeit gibt.

Post und Telekommunikation[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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