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Kenia

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Kenia liegt in Ostafrika. Es ist im deutschsprachigen Raum neben Südafrika das schwarzafrikanische Reiseziel schlechthin. Angrenzende Länder sind der Südsudan und Äthiopien im Norden, Somalia im Osten, Tansania im Süden und Uganda im Westen. Im Südosten besitzt das Land einen Küstenstreifen zum Indischen Ozean und im Westen einen kleinen Anteil am Viktoriasee.

Regionen[Bearbeiten]

  • die Küste - feucht und heiß, von Lamu im Norden bis Shimoni im Süden
  • der Norden - wüstenartig, mit dem Lake Turkana, ein riesiger See, an dessen Ufern bis heute Überreste von Urmenschen gefunden werden.
  • der Westen - trocken und heiß, nördlich der Mount Elgon, ein riesiger Vulkan und südlich der Lake Victoria, der größte See Afrikas, eher ein Binnenmeer.
  • der Süden - sehr fruchtbar und feucht-heiß, der Großteil der Bevölkerung lebt hier, mit Nairobi als Zentrum am östlichen Rand des Rifts.
  • das Rift Valley - zieht sich mitten durchs Land, im Süden trocken mit den bekannten Nationalparks und einigen Seen, im Norden fruchtbar; hier liegen große Anbaugebiete für Mais, Weizen und andere Feldfrüchte, und Kericho, riesige Teeplantagen am westlichen Rand des Rifts.

Städte[Bearbeiten]

Karte von Kenia

Metropolen[Bearbeiten]

  • 1 Nairobi Website dieser Einrichtung. Nairobi in der Enzyklopädie Wikipedia Nairobi im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsNairobi (Q3870) in der Datenbank Wikidata Nairobi auf Facebook. Die Hauptstadt, kosmopolitisch geprägt und wirtschaftliches Zentrum des Landes.
  • 2 Mombasa Website dieser Einrichtung. Mombasa in der Enzyklopädie Wikipedia Mombasa im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMombasa (Q225641) in der Datenbank Wikidata. Die Hafenstadt Kenias am indischen Ozean.
  • 3 Kisumu Website dieser Einrichtung (City of Kisumu). Kisumu in der Enzyklopädie Wikipedia Kisumu im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsKisumu (Q214485) in der Datenbank Wikidata. Die grösste Stadt im Westen des Landes am Viktoriasee.

Städte[Bearbeiten]

  • 4 Lamu. Lamu in der Enzyklopädie Wikipedia Lamu im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsLamu (Q272799) in der Datenbank Wikidata. Haupstadt des Lamu Archipels, international berühmt für das jährliche Kulturfestival. Unesco-Welterbe
  • 5 Garissa. Garissa im Reiseführer Wikivoyage in einer anderen Sprache Garissa in der Enzyklopädie WikipediaGarissa (Q845717) in der Datenbank Wikidata. Überwiegend muslimisch geprägte Stadt im Nordosten nahe der somalischen Grenze.
  • 6 Lodwar. Lodwar im Reiseführer Wikivoyage in einer anderen Sprache Lodwar in der Enzyklopädie Wikipedia Lodwar im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsLodwar (Q995707) in der Datenbank Wikidata. Im Norden, an der Hauptroute zum Turkanasee gelegen.
  • 7 Malindi. Malindi in der Enzyklopädie Wikipedia Malindi im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMalindi (Q271411) in der Datenbank Wikidata. Landestelle Vasco Da Gamas in Kenia mit einer großen italienischen Gemeinde am indischen Ozean nördlich von Mombasa.
  • 8 Meru. Meru im Reiseführer Wikivoyage in einer anderen Sprache Meru in der Enzyklopädie WikipediaMeru (Q934149) in der Datenbank Wikidata Meru auf Facebook. Am Fuß des Mount Kenya.
  • 9 Nakuru. Nakuru im Reiseführer Wikivoyage in einer anderen Sprache Nakuru in der Enzyklopädie Wikipedia Nakuru im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsNakuru (Q239421) in der Datenbank Wikidata Nakuru auf Facebook. Unweit des Nakuru National Park im afrikanischen Grabenbruch (Rift Valley) nordwestlich von Nairobi.
  • 10 Mtwapa. Mtwapa in der Enzyklopädie Wikipedia Mtwapa im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsMtwapa (Q5978252) in der Datenbank Wikidata. Kleinstadt nördlich von Mombasa. Beliebter Alterssitz für Europäer und Zentrum des Nachtlebens der Region.

Weitere Orte[Bearbeiten]

  • 11 Kilifi. Kilifi in der Enzyklopädie WikipediaKilifi (Q1009199) in der Datenbank Wikidata. Tourismusorientierte Küstenstadt etwa 80 Kilometer nördlich von Mombasa.
  • 12 Ukunda. Ukunda in der Enzyklopädie Wikipedia Ukunda im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsUkunda (Q1251356) in der Datenbank Wikidata. mit Diani und Shimoni - südlich von Mombasa, Haupttourismusgebiet.
  • 13 Msambweni. Msambweni in der Enzyklopädie WikipediaMsambweni (Q1951532) in der Datenbank Wikidata. Kleine Fischerstadt an der Südküste des Landes im Kwale County.
  • Eldoret - im oberen Teil des Rift Valley
  • Nyeri, Embu - an den Hängen des Mount Kenya
  • 14 Marsabit. Marsabit im Reiseführer Wikivoyage in einer anderen Sprache Marsabit in der Enzyklopädie WikipediaMarsabit (Q1709128) in der Datenbank Wikidata. Im trockenen Norden auf halbem Weg von Nairobi nach Moyale am gleichnamigen Nationalpark gelegen.
  • 15 Kericho. Kericho im Reiseführer Wikivoyage in einer anderen Sprache Kericho in der Enzyklopädie WikipediaKericho (Q996730) in der Datenbank Wikidata. Die Hauptstadt des Teeanbaus, am westlichen Hang des Rift Valley, im Südwesten des Landes.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

  • Das Rift Valley - der innerafrikanische Grabenbruch
  • Diani Beach (Südküste) und Nordküste, besonders Mombasa, Mtwapa, Malindi, Lamu - die Haupttouristengebiete
  • der westliche Rand des Rift Valley um die Stadt Kericho ist ein riesiges Teeanbaugebiet
  • Matuga
  • Gazi – Fischerdorf, Mangroven
Karte von Kenia

Nationalparks und Reservate[Bearbeiten]

Kenia ist international für seine reiche Tierwelt bekannt. Zu den wichtigsten Nationalparks gehören:

Hintergrund[Bearbeiten]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Bevölkerung Kenias ist sehr vielschichtig, besteht aus über 40 Volksstämmen und vielen Einwanderen und deren Nachkommen, vorallem aus Indien. Man kann grob unterscheiden zwischen Bantu, Niloten, Kuschiten und Arabischstämmigen.

Die Bantus, meist Farmer mit Vieh, sind sehr landverbunden und bewohnen hauptsächlich die fruchtbaren, höhergelegenen Landstriche rund um Nairobi und nördlich rund um den Mount Kenia. Die zahlenmässig größte Volksgruppe der Bantus und auch ganz Kenias sind die Gikuyu, welche den ersten und nun auch den aktuellen Präsidenten des Landes stellen. (Stand 2012) Weitere Volksstämme der Bantu sind u.a. Kamba, Meru, Mijikenda.

Die Niloten sind Viehzüchter und bauen eher wenig Feldfrüchte an. Sie sind meist abhängig von ihrem Vieh und sind teilweise nomadisch. Hauptlebensräume sind die trockenen tiefer gelegenen Ländereien des Rift Valley, die Savannen, aber auch die fruchtbaren Gegenden am Lake Victoria. Die bekannteste Gruppe sind die Massai, welche sich aber wieder in Unterstämme gliedern, wie z.B. Samburu und Molo. Andere Nilotenstämme sind Luo, Balujha, Kisii und Kalenjin u.a. Siedlungsgebiete dieser Stämme sind die fruchtbaren Gebiete rund um den Lake Victoria (Luo), nördlich davon (Balujha), südlich (Kisii) und das nördliche Rift Valley (Kalenjin).

Die Kuschiten bewohnen hauptsächlich den sehr trockenen, wüstenartigen Norden Kenias, sind ausschließlich von ihrem Vieh abhängig und nomadisch. Unter diesen Stämmen gibt es regelmäßig bewaffnete Kämpfe mit Toten um das spärliche Weideland. Die Hirten dieser Völker sind meist schwer bewaffnet mit Sturmgewehren, z.B. Kalaschnikovs. Hauptstämme sind die Turkana, Rendille, Gabbra, Boran, Somalis.

Arabischstämmige Bevölkerung ist vor allem an der Küste zu finden, darunter der Stamm der Swahili, die die Kultur der Küste prägen.

Religion[Bearbeiten]

Die Kenianer sind mehrheitlich christlich geprägt, in allen Richtungen, von katholisch über anglikanisch, evangelisch und auch Zeugen Jehovas u.a. Der Islam ist vor allem an der Küste und im Norden vertreten and im allgemeinen gemäßigt und tolerant, obwohl es in letzter Zeit (seit 2012) einige Probleme zwischen den Religionen gibt. Dies ist vor allem auf den generellen Vormarsch des militanten Islam zurückzuführen, der vom nördlichen Nachbarland Somalia aus ins Land drängt und die arbeitslosen Jugendlichen mit Geld zur Waffe verführt. Durch die vielen indischstämmigen Einwohner spielt auch der Hinduismus eine große Rolle, vor allem in den Großstädten wie Mombasa , Nairobi und auch Kisumu , wo eine sehr große indische Gemeinde existiert.

Anreise[Bearbeiten]

Einreisebedingungen[Bearbeiten]

Alle aus dem deutschsprachigen Raum Einreisenden benötigen ein Visum und bei Einreise aus den Nachbarländern (Risikogebiete) eine gültige Gelbfieberimpfung. Staatsangehörige von San Marino sind als einzige Kontinentaleuropäer von der Visumspflicht befreit.

Jedes Visum setzt einen 6 Monate über den Besuchszeitraum hinaus gültigen Reisepass voraus. Kinder unter 16 Jahren, die mit ihren Eltern reisen, benötigen seit dem 01.02.2016 kein Visum mehr.

Das Visum kann im Heimatland bei den zuständigen konsularischen Abteilungen, als Visa on arrival bei Einreise an den offiziellen Grenzübergängen und Flughäfen oder als e-Visum bekommen werden.

Achtung: Zwei Jahre nachdem Kenia das E-Visa eingeführt hat, haben einige Betrüger gefälschte Webseiten erstellt, um die Gebühren zu stehlen. Das Visum für Kenya kann man nur auf der E-visa offiziellen Website der Regierung beantragen!

Es ist weiterhin möglich ein sogenanntes East Africa Visa zu beantragen, falls man beabsichtigt auch Ruanda und Uganda zu bereisen. Dies gilt dann zur touristischen Reise zwischen diesen Ländern. generell gilt, es muß in dem Land beantragt werden indem man seine Reise beginnt.

Konsulat[Bearbeiten]

Deutsche wenden sich an Konsularabteilung der Botschaft von Kenia, Markgrafenstraße 63, 10969 Berlin (Ab Bahnhof Zoo: Nehmen Sie den Bus M29 in Richtung Hermannplatz bis Haltestelle Kochstraße. Folgen Sie der Kochstraße in östlicher Richtung, überqueren Sie die Charlottenstraße und Sie gelangen zur Markgrafenstraße.). Tel.: +49 (30) 259266-0. Touristenvisa werden nur für einmalige Einreise ausgestellt. Jugendliche unter 16, die ihre Eltern begleiten, bezahlen keine Gebühr. eVisa gelten ab Ausstellungsdatum 90 Tage zum einreisen, ab Einreise ist das Visum dann 90 Tage gültig. Geöffnet: Mo.-Fr. 9.00-13.00. Preis: € 40 (Überweisungsbeleg einsenden).

Für Österreich, Ungarn und die Slowakei zutändig ist die Kenianische Botschaft, Donau-City-Strasse 6, A-1220 Wien. Tel.: +43 1 7123919. Antragsformular. Bearbeitungsdauer 2 Tage. Geöffnet: Mo.-Fr. 10.00-12.30. Preis: Tourist € 40;EATV: € 80.

Schweizer wenden sich an das Consulat général de la République du Kenya, Avenue de la Paix 1-3, 1202 Genève. Antragsformular. Visa für Mehrfacheinreisen (140 sfr) werden in Nairobi bearbeitet, was 8 Wochen dauert. Preis: Eine Einreise 70 sfr.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Von Europa nach Kenia gibt es zahlreiche Flugverbindungen. Die beiden wichtigsten internationalen Flughäfen für Touristen sind:

Bei Ankunft ist es notwendig, Informationen zur Person in schriftlicher Form abzugeben (blaues Formular). Dazu werden jeweils entsprechende Zettel von den Fluglinien schon beim Hinflug in der Kabine verteilt. Zusätzlich werden dann bei Einreise Fingerabdrücke aller Finger genommen und ein Foto vom Gesicht gemacht.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Internationale Bahnverbindungen bestehen in Kenia nicht. Lediglich die mit chinesischer Hilfe zwischen Nairobi und Mombasa und seit 2017 in Betrieb befindliche neu erbaute Schnelltrasse, funktioniert bisher hervorragend und hat eine Fahrtdauer von 4-5 Stunden (Ticketpreise: 3.Klasse: ca.10 Euro, 1.Kl.: ca. 30 Euro). Der Zug fährt 2 mal täglich genau nach Fahrplan.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Fernbusverbindungen existieren zum Beispiel nach Kigali in Ruanda.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Kenia ist aus den Nachbarländern problemlos auf der Strasse erreichbar. Die Hauptstrassen sind asphaltiert. Bei Anreise mit dem eigenen Fahrzeug benötigt man eine gültige Versicherung (z.B. COMESA yellow card, kann an der Grenze erworben werden und gilt für alle COMESA Staaten) sowie ein Carnet de Passage. Bei der Einreise ist dann noch eine Roadtax (Strassenbenutzungsgebühr) fällig.

Achtung: Der TAH 4 ist in Äthiopien derzeit, womöglich noch einige Jahre, in den Bergen der 'Southern Nations' als Piste aufgelassen wegen Neubau. Allradfahrzeug erforderlich!

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Viele Kreuzfahrtschiffe, die im indischen Ozean unterwegs sind, laufen auch den Hafen von Mombasa an. Der Hafen von Mombasa ist der zentrale Anlauf für alle Fracht- und Containerschiffe, die Waren für ganz Ostafrika transportieren. Da das Containervolumen aber immer mehr wird, stößt der Hafen in Mombasa langsam an seine Grenzen. Es kommt zu langen Wartezeiten für die Containerschiffe um ausladen zu können, es ist aber auch nicht genug Transportkapazität vorhanden, um die Tausenden Container weiter ins Inland nach Uganda, Ruanda, Burundi, Ostkongo, Süd-Sudan oder Äthiopien zu transportieren. Eine Zugverbindung wäre zwar vorhanden, ist aber veraltet. Die Regierung will aber eine neue Trasse legen von Mombasa quer durch Kenia in die westlichen Länder, aber auch mit Abzweigungungen in den Norden und Süden. Man versucht, dafür Investoren zu gewinnen. Auch ist ein neuer Tiefseehafen im Norden des Landes, in Lamu-Archipel, geplant. Ebenfalls mit Zuganbindung nach Mombasa und dann in den Norden. Das alles ist Teil der ambitionierten „Vision 2030“ der kenianischen Regierung.

Es gab auch mal eine Fähre von Mombasa nach Sansibar, das zu Tansania gehört, wurde aber eingestellt. Gleiches gilt für den Fährverkehr am Lake Victoria von Kisumu aus nach Uganda und Tansania, wobei es aber jetzt Anstrengungen gibt, diesen wieder zu reaktivieren.

Mobilität[Bearbeiten]

Auf der Straße[Bearbeiten]

Es gibt viele Autoverleiher, die bekannten wie Avis, Hertz, ... die teuer sind, aber auch viele kleinere wie Glory car hire, u.v.m. die auch sehr guten Service zu wesentlich niedrigeren Preise bieten. Je länger eine Fahrzeugmiete, desto billiger in der Regel. Handeln nicht vergessen, es geht immer was. In der Hochsaison, von Dezember bis März, kann es zu Engpässen bei den Fahrzeugen kommen, daher möglichst frühzeitig einen guten Deal aushandeln.

Selbstfahren in Kenia ist ein Abenteuer. Für Unerfahrene und/oder zögerliche Motoristen nicht zu empfehlen. Für größere Touren über Land ist unbedingt ein großes Allradfahrzeug zu nehmen, da nur die Hauptverkehrsrouten geteert sind und auch die manchmal in einem so erschreckenden Zustand sind, das es oft neben der Straße schneller und bequemer zu fahren ist, was dann auch alle machen und dann neben der eigentlichen Hauptstraße links und rechts richtig breite Staubpisten mit riesigen und sehr tiefen Löchern entstehen. Falls es dann noch regnen sollte,.....

In den Städten und urbanen Gegenden tut es auch ein "normales" Auto, aber auch hier ist ein größeres besser, weil man dadurch mehr "Durchschlagskraft" und Respekt hat und besseren Überblick sowieso.

Taxi/Bus[Bearbeiten]

Eigentlich nur von den Einheimischen benutzt sind die typischen Matatus, 16 Sitzer-Nissans - wobei die Anzahl der Mitfahrer nicht unbedingt auf 16 begrenzt sein muss. Diese Kleinbusse sind günstig aber meist total überfüllt, in mangelhaftem oder "wrackähnlichem" Zustand und mit extrem lauter Musik beschallt, eine Qual für jeden Urlauber. Allerdings auch eine sehr gute Erfahrung, um einen Einblick in den kenianischen Alltag zu bekommen. Den Preis sollte man, wie alles, besonders als Tourist entweder zuvor erfragen, sodass man mit dem Fahrer handeln kann und nicht einfach unwissend den genannten Preis zahlt.

Besser die Dienste eines Taxis in Anspruch nehmen, weil sicherer und bequemer als die Matatus. Preis immer vor der Fahrt aushandeln. Z.B.: Flughafen Mombasa oder Nairobi - Stadt ca. KSH 1500-2000,-

Oder in den Stadtzentren (außer Nairobi) oder Hotelgebieten an der Küste Tuktuk fahren. Das sind motorisierte Dreiräder oder auch Rikschas wie in Indien, billig, bequem und luftig, macht Spaß und ist die beste Art, in der Innenstadt voran zu kommen. Einfach den Arm ausstrecken und schon hält eins der gefühlten Millionen Tuktuks. Auch die beste Art, eine Stadt kennenzulernen, jeder Fahrer wird gern "eine Runde drehen". Preis aushandeln!

Es gibt auch "Boda-Boda", das sind junge Männer mit ihren Klein-Motorrädern, die vor allem an der Küste oder an Kreuzungen, Hotelauffahrten, Einkaufsstraßen, vor Bars und Restaurants meist im Dutzend auf Kundschaft warten und für kleines Geld (meist 50 KSH) den "client" zum gewünschten Ziel bringen. Für Kurzstrecken und tagsüber eine Alternative zum Taxi, nachts oder über längere Strecken nicht empfehlenswert. Falls man sich länger in Kenia aufhält lohnt es sich, einen oder zwei feste Boda-Fahrer zu haben, auf die man immer zurückgreifen kann.

Sprache[Bearbeiten]

Offizielle Landessprachen: Swahili und Englisch. Handelssprache ist mehrheitlich das Englische. Daneben gibt es verschiedene Stammessprachen und viele Dialekte.

Zum Lernen empfiehlt sich Christoph Friedrich: Kisuaheli - Wort für Wort, ISBN 3-89416-074-8 (zwar eins der schlechtesten aus der Reihe, aber immer noch das Beste zu Kiswahili!)

Einkaufen[Bearbeiten]

Bei einem Strand(pauschal)urlaub wird man am Strand von unzähligen Verkäufern belagert. Das Sortiment ist unerschöpflich. Es reicht von Bootstouren, Safaris, (selbst)geschnitzten Figuren, Zöpfe flechten, bis zu Massagen und anderer Körperpflege. Die Händler haben ein untrügliches Gespür für Neuankömmlinge, auch an der "noblen Blässe" von weitem zu erkennen.

Für Souvenirs sollte man vielleicht lieber nach Mombasa fahren, in der Altstadt rund um Fort Jesus gibt es unzählige Läden für Schnitzereien, Gemälde, Masken und alle Arten von Folklore. Vorsicht, nicht alles das alt und antik aussieht ist es auch und handeln, handeln, handeln. Wenn man sich bei gut der Hälfte oder 2/3 des anfangs genannten Preises trifft, dann ist es gut für alle.

Die Mastercard wird in zahlreichen Geschäften nicht akzeptiert.

Weit verbreitet ist das Mobilfunkbasierte bargeldlose Bezahlsystem M-Pesa, das das Mobilfunkunternehmen Safaricom anbietet. Die Bezahlung erfolgt per SMS, ein Smartphone ist nicht erforderlich, ein Billighandy mit einer Safaricom SIM-Karte reicht.

Wie auch in den angrenzende Ländern Ruanda und Tansania besteht ein komplettes Plastiktütenverbot. Kenia hat weltweit die schärfsten Strafandrohung, auf Import, Herstellung oder Vertrieb steht bis zu vier Jahre Haft oder Geldstrafe bis zu zwei Millionen kSh.

Küche[Bearbeiten]

Allgemein kann man sagen, die kenianische Küche ist keine Gourmetküche. Mit Ausnahme der indischstämmigen und anderen aus Asien abstammenden Einwohnern werden Gewürze (außer Salz) nur äußerst spärlich benutzt. Dabei gibt es vor allem auf den Märkten Mombasas so ziemlich jedes Gewürz das man sich nur denken kann säckeweise zu kaufen. Vieles kommt aus Indien, Arabien und vor allem von der Gewürzinsel Sansibar. Gekocht wird meist mit Tomaten und Zwiebeln, damit wird eine Grundsauce erzeugt, zu der man dann kocht, was gerade da ist, z.B. Kochbananen, Reis, Ugali, Sukuma wiki, mit oder ohne Fleisch. Ugali ist ein sehr fest gekochter Maisbrei den es zu fast jedem Essen gibt. Sukuma wiki (Swahili, „strecke die Woche“) ist gedünsteter Grünkohl mit herbem bis bitterem Geschmack. Da es überall ohne großen Aufwand angebaut werden kann, ist es billig und wird daher als "Arme-Leute-Essen" bezeichnet. Sehr beliebt sind auch Mandazi, (leicht) gesüßtes Fettgebäck, das es zum Frühstück gibt, oder Samosa. frittierte und mit Hülsenfrüchten und/oder Fleisch gefüllte Teigtaschen. Getrunken wird dazu oft Chai, schwarzer Tee mit Milch und Ingwer. Auch frischer Zitronengrastee ist nicht selten. Ein weiteres traditionelles Gericht ist Nyama Choma (Swahili, „Fleisch gebrannt“), womit gegrilltes Fleisch – Rind, Huhn und vor allem Ziege – gemeint ist. Bei Feiern, an Abenden und Wochenenden ist es ein beliebter Brauch, zusammen eine Ziege oder mehrere Kilo Fleisch zu grillen und zu essen. Dabei wird richtig geklotzt, nicht gekleckert. Auch die Frauen greifen kräftig zu und dabei werden auch einige Biere gekippt. In den Städten gibt es Choma-Lokale, meist unter freiem Himmel, wo man sich für relativ günstige Preise mit wahren Fleischbergen messen kann. Empfindlichen Mägen sei davon abgeraten, da das Fleisch nicht abgehangen und dadurch meist sehr zäh und schwer verdaulich ist.

Es gibt aber auch einige Top-Restaurants, wie z.B. das Carnivore in Nairobi, neben dem Wilson-Airport im Stadtteil Langata gelegen, bekannt für Fleisch in allen Variationen, und vor allem bekommt man dort auch "game meat", z.B. Zebra, Gnu, Strauß oder Krokodil; oder in Mombasa das Tamarind, bekannt für leckere Fisch- und Meeresfrüchtegerichte, am Ratna-Square gleich nördlich der Nyali-Bridge und kurz vor dem Nyali-Cineplex, dem Kino in Mombasa. Übrigens ist auch im Kinogebäude selbst gleich vor der Ticketkasse ein sehr anständiges italienisches Restaurant. In Carnivore und Tamarind sollte man vorallem abends und am Wochenende reservieren und dann auch mit "saftigen" Preisen rechnen, man wird aber mit tollem Ambiente und wirklich gutem Essen verwöhnt.

Kenianischer Kaffee ist weltberühmt, wird aber in Kenia selbst kaum getrunken. Es gibt auch keine Kaffeekultur. Man bekommt höchstens einen einfachen Kaffee, vielleicht noch einen Cafè Latte und noch ein oder zwei Modegetränke. Diese Getränke sind dann oft sehr stark, man sollte vorsichtig mit der konsumierten Menge sein.

Die Kenianer selbst trinken statt Kaffee lieber schwarzen Tee und den in großen Mengen. Sie brühen ihn mit viel Milch und trinken ihn mit viel Zucker. (Chai)

Wenn Urlauber nach der Rückkehr von etwas schwärmen, dann ist es oft das Obst. Gerade Hotelurlauber werden mit verschiedenen Sorten der jeweiligen Jahreszeit verwöhnt, die viel intensiver schmecken als die Supermarktware hierzulande.

Nachtleben[Bearbeiten]

Riesige Discotempel wie in Europa sucht man hier vergeblich, es gibt aber in den Städten unzählige Bars und Musikpubs, wo vor allem lokale Musik gespielt wird, oftmals live und meist sehr laut. Die Kenianer sind sehr stolz auf ihre eigene Musik, vor allem der "Luo-Sound" ist weit verbreitet. Es wird gern und viel Alkohol konsumiert, vor allem Bier. In vielen Lokalen ist es Brauch, immer im Doppel zu servieren. Das heißt man bestellt ein Bier und bekommt zwei.

Am Land beschränkt sich das Nachtleben meist auf private Treffpunkte, wo viel Selbstgebranntes konsumiert wird. Pombe, Changaà und an der Küste vor allem Mnazi. Vorsicht vor allem bei Mnazi (Palmwein - eine trübweiße Flüssigkeit von der Kokospalme)!! Schwere Darmverstimmungen (da roh verarbeitet und ungefiltert) sind vorprogrammiert.

Unterkunft[Bearbeiten]

Kenia hat eine große Bandbreite an Unterkünften. Dazu gehören in den Küstenstädten Hotels jeglicher Sternekategorien. Touristen, die sich auf Safari begeben, können in sogenannten Lodges übernachten. Auch hier gibt es Unterkünfte für jedes Komfortbedürfnis - von ganz einfachen Tented Camps bishin zu sehr luxuriösen Varianten. Viele Lodges sind direkt am Wasserloch gelegen und bieten einen speziellen Weckservice an, sollte sich ein interessantes Tier nähern.

Safari[Bearbeiten]

Gefahr bei der Mara Überquerung
Am Mara Fluß

Die meisten Urlauber, die nach Kenia kommen, möchten Strand mit einer Safari-Tour kombinieren.

Anreise: Wenn man den Masai Mara Nationalreservat besuchen möchten, lohnt es sich finanziell, über Nairobi nach Kenia zu reisen, um die hohen Kosten für den Flug von der Küste nach Massai Mara und zurück zu sparen. Oder, wenn man genügend Zeit hat und die Kosten niedrig halten möchten, kann man die Safari-Tour von der Küste beginnen per Auto nach Tsavo, Amboseli, Nairobi, Naivasha, Masai Mara und dann zurück zur Küste mit dem Flugzeug oder dem Zug von Nairobi.

Buchung: Es gibt eine ganze Reihe von seriöse Reisebüros an der Küste oder in Nairobi die Safaris organisieren und große Erfahrung haben - einige sogar unter Leitung aus den deutschsprachigen Ländern. Das kann von Vorteil sein, wenn man das „Kleingedruckte“ in Englisch nicht versteht. Daneben gibt es illegale Anbieter, die ohne Lizenz arbeiten und billiger sind. Zur eigenen Sicherheit sollte man den legalen den Vorzug geben. Zu persönlichen Sicherheit sollte das Unternehmen seine Fahrzeuge ordnungsgemäß warten, versichern und eine Betriebserlaubnis besitzen. Gute Firmen haben in der Regel ein eigenes Büro und die Fahrzeuge haben ein Firmenlogo, daß deutlich die Minibbuse/Geländewagen als Firmenwagen kennzeichnet. Für solche Safarianbieter sind Betrügereien viel schwieriger, weil sie leicht nachverfolgbar sind. Firmen-Schilder auf den Fahrzeugen sollten fest montiert sein und nicht mit einem Griff für das nächste Auto austauschbar sein, wie es die illegalen Anbieter gerne tun. Wenn man über das Internet bei den lokalen Safari-Anbietern z.B. am Diani Beach buchen will (was wegen der guten Ortskenntnisse durchaus ratsam ist), sollte man mehrere Anbieter anfragen, weil jedes Unternehmen entweder mit verschiedenen Hotels zusammen arbeitet oder am jeweiligen Hotel unterschiedliche Bedingungen erhält. Die Preise hängen stark von der Jahreszeit, dem Hotel und dem Transportmittel zur Pirschfahrt ab. Camps im Park sind teurer als die außerhalb liegenden. Dafür geht viel Zeit für die An- und Abfahrt verloren, Gelegenheiten zur Tiersichtung auf den Prischfahrten sind dementsprechend geringer. Safaris bei denen man mit 6 anderen in einem Minivan untergebracht ist, sind günstiger, als wenn man mit wenigen im Geländewagen unterwegs ist. Individualfahrten sind deutlich besser als Gruppenfahrten im engen Minivan. Während der Tiermigration sind die Preise auf dem höchsten Niveau. Für gute Angebote ist es notwendig, die Reisezeit, die Anzahl der Personen, die Unterkunft im jeweiligen Park, die Anzahl der Tage, die man im jeweiligen Park übernachten möchte und die Transportart Jeep- oder den Minivantransport zu wählen.

Kleidung auf Safari: Massai Mara ist kühler als die Tsavo Parks und Amboseli-Nationalpark, morgens auch mal unter 10 oC und Safari- Fahrzeuge sind meist offen. Ab 9.00 Uhr wird es dann sehr warm, da reichen T-Shirt und kurze Hose. Deshalb ist der „Zwiebel Look“ empfehlenswert, z.B. Zipp-off-Hosen, T-Shirt und Fleecejacke und ein „Multifunktionstuch“ (als Haarband gegen wehende Haare bei offenem Jeep, Mütze wenn es morgens kühl ist, Halstuch wenn es auf den Strecken im Wagen zieht oder wegen der Klimaanlage, Sonnenschutz für Kopf), evtl. auch Hut/Mütze und Handschuhe für empfindliche Leute. Wichtig ist auch Sonnenschutzcreme, Sonnenbrille, Mückenabwehrmittel und genügend Akkus, den teilweise wird über Nacht in den Lodges der Strom abgeschaltet. Leichte Schuhe und/oder Flipflops (um auf den Sitz zu steigen). Ausgestiegen wird wenn überhaupt nur kurz und herumwandern ohnehin nicht. Abends im Camp ist eine Fleecejacke angenehm und Jogginganzug. In Tsavo und Amboseli reicht kurze Kleidung plus Windjacke, Multifunktionstuch, Mücken- und Sonnenschutz, Sonnenbrille und Ersatzakkus. Abends, wenn man noch etwas länger sitzen bleiben möchte, dann reicht ein Jogginganzug und Windjacke.

Strände[Bearbeiten]

Diani Beach.jpg
Diani Beach

Wer seinen Urlaub an den traumhaften Stränden von Kenia verbringen will, muß sich entscheiden, ob er an die Südküste oder Nordküste fahren will, was nur heißt, an die Strände südlich oder nördlich von Mombasa. Während die Südküste die schöneren Strände und die ursprünglichere Natur hat, bietet die Nordküste rund um Mombasa und Mtwapa viel mehr touristische Aktivitäten, Attraktionen und Nachtleben. Die Strände von Malindi, Watamu, Lamu sind ebenfalls sehr schön und werden gerne von italienischen Touristen gebucht. Manche der abgelegenen Strände bei Lamu sind FKK geeignet. Der Diani Beach, 30 km südlich von Mombasa, ist der bekannteste und schönste Strand der Südküste und besonders bei deutschsprachigen Urlaubern beliebt. Der Tiwi Beach im Norden vom Diani Beach ist nur durch den Kongo River getrennt. 10 km südlich von Diani Beach liegt der Galu Beach, 20 km südlich der Gazi Beach, 30 km südlich der Msambweni Beach und 50 km südlich der Mwazaro Beach. Die beiden letzteren sind fast kaum touristisch erschlossen sehr ursprünglich. Englischkenntnisse sind von Vorteil, man kann aber auch mit geringem Wortschatz gut am Diani Beach Urlaub machen, da Deutsch weit verbreitet ist.

Arbeiten[Bearbeiten]

Samstags ist in Kenia grundsätzlich Arbeitstag, Banken haben bis 13.00 Uhr geöffnet, Supermärkte haben auch Sonntags von 09.00 - 18.00 Uhr, viele Privatgeschäfte auch Sonntags geöffnet. Eine gesetzliche Ladenschlusszeit gibt es nicht, dadurch gibt es auch Superstores (wie Nakumatt Mega), die durchgehend 24 h, 7 Tage die Woche, Sonn- und auch feiertags geöffnet haben. Wenn man sich privat einen Arbeiter organisiert hat, ist dieser meist erstaunt, wenn man ihm sagt, am Sonntag nicht zu kommen. Für ihn bedeutet das einen Tag ohne Einkommen.

Wer nach Kenia möchte, um dort zu leben:

Als einzelner, weißer Einwanderer eine Arbeitserlaubnis zu bekommen, ist de facto unmöglich. Bei der Anzahl an Arbeitslosen in Kenia gäbe es nirgendwo Verständnis und selbst mit Bestechung, mit der man sonst in Kenia alles kaufen kann, geht hier nichts, denn ein weißer Ausländer mit Arbeitserlaubnis wäre selbst in Kenia zu auffällig. Eine Firma, die in Kenia investieren möchte, kann hier eher etwas bewirken. Weiße als Angestellte bei einem Kenianer sind ohnehin völlig unbekannt. Solche Jobs bieten ohnehin nur einen so geringen Lohn, dass Europäer dafür nicht arbeiten möchten. Ebenfalls eher möglich sind Praktika bei westlichen Hilfsorganisationen.

Eine Aufenthaltserlaubnis kann man erreichen, wenn man Vermögen oder gesichertes Einkommen nachweist,ein Haus oder Wohnung besitzt oder mit einem Investment Arbeitsplätze für Kenianer schafft.

Freiwilligendienst (volunteer): Viele Jugendliche wollen gerne für eine gewisse Zeit in Kenia in sozialen Einrichtungen “arbeiten”, am liebsten an der Küste. Man sollte sich im klaren sein, dass es dabei nicht darum geht in irgendeiner Form bessere Arbeit als Einheimische zu machen oder gar "Entwicklungshilfe" zu leisten, sondern voneinander zu lernen. Die meisten seriösen Stellen nehmen auch niemanden unter einem Jahr, da gerade bei der Arbeit mit Kindern Bindung und Beziehung wichtig ist und man bei Kurzaufenthalten nur Arbeit für die Leute vor Ort verursacht, ohne etwas geben zu können. Weltwärts[1] ist ein Gemeinschaftswerk des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und der Zivilgesellschaft, dass Jugendlichen seriösen Freiwilligendienst ermöglicht. Einen bezahlten Freiwilligendienst zu finden ist so gut wie ausgeschlossen.

Feiertage[Bearbeiten]

In Kenia gibt es eine ganze Reihe von Feiertagen, die dann auch grundsätzlich arbeitsfrei sind. Fallen diese auf einen Donnerstag, sind dann auch meist Freitags und Samstags die Behörden, Ämter usw. geschlossen, und fallen sie auf einen Sonntag, ist dann der Montag zusätzlich frei...

Sicherheit[Bearbeiten]

Die Sicherheitslage in Kenia ist sehr unterschiedlich und lässt sich nicht in einem Satz beschreiben. Kenia kann ein relativ sicheres Land sein, wenn man einige Regeln beachtet und bestimmte Regionen vermeidet. Leider muß man grundsätzlich sagen, wie befremdlich Europäern das Land vorkommt, wenn man sieht, wie wenig Respekt die Menschen in Kenia vor dem Leben haben.

Da Kenia sich de facto im Krieg mit den Al Shabab Milizen (Terrororganisation) aus Somalia befindet, ist es als Europäer nicht ratsam, sich in den nordöstlichen Landesteilen aufzuhalten. Speziell nördlich des Tanaflusses und rund um das Lamuarchipel ist es vermehrt zu Überfällen gekommen, wo die Christen von den Muslimen separiert und dann ermordet worden sind.

Diebstahl[Bearbeiten]

Diebstahl ist ein häufiges Verbrechen in Kenia, als Tourist muss man sehr realistisch damit rechnen. Hier die Hauptrisiken:

  • Taschendiebstahl: Überall wo es belebt ist, kommt es zu Diebstählen und die Taschendiebe sind so geschickt wie überall sonst in der Welt. Ein Brustbeutel, den man sich vorher besorgt und unter dem Hemd getragen wird, verbessert die Sicherheit erheblich.
  • Hotel: Im Hotel bietet es sich an, einen Safe zu mieten. Allerdings kommt es im Hotelzimmer nur selten zu Diebstählen. Wer sich eine Unterkunft mit Fenstern direkt an einer Straße besorgt, muß damit rechnen, dass Wertgegenstände herausgeangelt werden.
  • Strand: Am Strand ist die Sicherheitslage ganz einfach: Was man liegen lässt, ist weg. Es sei denn es liegt in den Abschnitten, die zum Hotel gehören.
  • Auto: Auch aus dem Auto werden im dichten Stadtverkehr an Ampeln oder im Stau Gegenstände herausgefischt. Wer etwas im Gedränge aus dem Fenster hält, z.B. eine Kamera, dem könnte sie entrissen werden. Gerade im dichten Verkehr gilt daher: Fenster schließen.
  • Trickdiebe gibt es auch. Fragen nach Wasser an der Haustür kommen auch in Kenia vor und sollten stutzig machen.

Prostitution[Bearbeiten]

Prostitution ist in Kenia sehr häufig. Es gibt sowohl weibliche als auch männliche Prostitution. Vor allem an der Küste und in und rund um Mombasa sind die Damen und Herren (Beach-Boys) in nahezu jedem Lokal und am Strand zu finden. Für Bedienungen in lokalen Gaststätten ist Prostitution mit Gästen normaler Teil des Einkommens. Die junge kenianische Frauen und Männer erhoffen sich von der Heirat mit einem Touristen ein besseres Leben in Übersee. Daher sieht man oft Rentner in netter Gesellschaft von viel zu jungen Damen, oder auch reifere Damen mit jungen Männern. Man mag sich dabei wieder jung fühlen, sollte aber nie vergessen, das hier das Geld und nicht die vermeintliche Liebe zählt. Auch für Kenia gilt, das Alter und Bildungsstand passen sollte bei langfristigen Bindungen

Stromausfälle[Bearbeiten]

Stromausfälle sind Alltag in Kenia, an manchen Tagen bleibt sogar mehrfach für Stunden der Strom weg. Große Hotels haben oft Notstromgeneratoren. Man merkt dann nur, wie der Strom für wenige Sekunden wegbleibt bis der Generator anspringt. Trotzdem sollte eine einsatzbereite Taschenlampe im Gepäck sein. Stromadapter: In Kenia werden die englischen 220V Dreipolstecker verwendet. Es ist empfehlenswert, sich einen Adapter mit Überspannungsschutz mitzunehmen. Spannungsschwankungen sind in Kenia häufig und so sichert man Handy oder Computer dagegen ab. In kenianischen Supermärkten kann man die entsprechenden Adapter auch bekommen, aber ohne den Spannungsschutz.

Gesundheit[Bearbeiten]

Für Kurzzeitreisende (bis 1 Monat) wird eine Malaria-Prophylaxe empfohlen. Für Menschen, die nicht gegen Zecken und Grippe geimpft sind und nicht das Bedürfnis haben, gegen jedes Lebensrisiko versichert sein zu müssen, empfiehlt sich, vor Ort in Kenia einen vertrauenswürdigen Arzt aufzusuchen und sich dort das passende Mittel als "Standby"-Medikament inklusive Malaria-Schnelltest zu besorgen. Das Mittel wird nur dann eingenommen, wenn malariaverdächtige Symptome (Abgeschlagenheit, Gliederschmerzen, Fieber, Schüttelfrost, Brechdurchfall, ...) auftreten und/oder der Schnelltest positiv ausfällt. Solche Ärzte findet man in Kenia oft in Apotheken oder man lässt sich vom Hotel einen empfehlen. Das Medikament inklusive Schnelltest ist relativ billig. Da Malaria eine Inkubationszeit von 14 Tagen haben kann, sollte bei Auftreten von Symptomen das Tropeninstitut aufgesucht werden. Wenn bei Malaria fälschlicherweise auf Grippe behandelt wird, kann dies tödliche Folgen haben.

Der beste Schutz gegen Malaria ist gesunder Menschenverstand in Verbindung mit langer stichfester Kleidung bei einsetzender Dämmerung und/oder ein gutes, tropentaugliches Mückenschutzspray, -gel oder -milch. Erkennbar an mindestens 25 % DEET-Anteil von was auch immer drin ist. (DEET ist ein sehr starkes Insektizid, das bei manchen Menschen zu Hautreaktionen und Allergien führen kann, am Besten vorher mal ausprobieren. Aber es hilft wirklich, auch dort, wo alles andere versagt.) Beim Schlafengehen das fast überall an den Betten vorhandene Moskitonetz verwenden! Weitere Infos: http://www.netdoktor.de/Krankheiten/Malaria/Vorbeugen/Malaria-Vorbeugung-und-Behandlu-308.html

Dieses Verhalten schützt auch gegen Dengue-Fieber, gegen das es keine Prophylaxe gibt. Weitere Infos: http://www.netdoktor.de/Krankheiten/Dengue-Fieber.

Teile der Bevölkerung haben AIDS. Vor ungeschütztem Sex kann nur eindringlich gewarnt werden!

Klima[Bearbeiten]

Grob lässt sich unterteilen, dass das Klima in Kenia an der Küste tropisch, im Norden und Nordosten semi-arid und arid, sowie im Hochland und im Zentrum sub-tropisch ist.

Im Hochland kommt es von April bis Juni und von Oktober bis November zu Regenperioden. Der Niederschlag fällt meist nachmittags, abends und nachts. Die Nächte sind relativ kühl. Die kältesten Zeit in dieser Region liegt im Juli und August mit etwa 10 °C Durchschnittstemperatur. Die warme Periode liegt im Januar und Februar mit 25 ° bis 26 °C Höchsttemperatur. Die Luftfeuchtigkeit beträgt etwa 65 Prozent. In Nairobi liegen die Temperaturen im Juli bei angenehmen 11 ° bis 21 °C und im Februar bei 13 ° bis 26 °C. Die jährliche durchschnittliche Niederschlagsmenge liegt in Nairobi bei 958 mm. Am Victoria-See sind die Temperaturen viel höher, hier gibt es zum Teil auch starke Regenfälle. Das eher gemäßigte Klima macht den Aufenthalt im Hochland angenehmer.

An der Küste liegen die Temperaturen zwischen 22 ° und 35 °C und die mittlere Luftfeuchtigkeit beträgt etwa 75 Prozent. Der meiste Niederschlag fällt von April bis Juni. Die trockensten Monate sind Januar und Februar. Die wärmsten Monate sind Januar/ Februar, die kühle Periode liegt im Juli/ August.

Es gibt zwei Regenzeiten, die große im April und Mai und die kleine im November. Die Regenmenge, die dabei fällt, unterscheidet sich von Jahr zu Jahr erheblich. Es kann mal eine Woche am Stück fast ohne Pause regnen, dann gibt es viel Sonne mit einzelnen Tagen, die verregnet sind oder es gibt viel Sonne mit einzelnen Schauern. Typisch sind sehr starke Schauer, die vielleicht nur eine halbe Stunde dauern, dabei aber mit Platzregen und manchmal auch Gewittern. Da es trotzdem heiß bleibt, ist ein Regencape oft zu warm. Besser ist ein großer Regenschirm. Da es manchmal auch während der Schauer auch heftigen Wind gibt, bleibt ein Nasswerden manchmal nicht aus. Wichtig für alle die im Land unterwegs sind, insbesondere Wanderer und Radfahrer: Die Platzregen-Mengen sorgen bereits nach einer halben Stunde, dass sich in Senken und Schlaglöchern große Wassermengen sammeln, was in Kenia niemanden schockt, den europäischen Neuling aber schon.

Die Regenzeiten können für Pauschaltouristen übrigens gute Gelegenheiten sein, kurzfristig extreme Sonderangebote zu ergattern, die man ggf. mit einer aktuellen Wettervorhersage abgleichen kann. Manche Angebote liegen nur geringfügig höher als die Flugkosten, so dass man manchmal ein bis zwei Wochen beinahe kostenlosen Hotelurlaub bekommt. Nachteil neben dem Regenrisiko ist allerdings die üppig gewachsene Vegetation, die auf Safaris Tiersichtungen behindern kann. Dafür sieht dann die Landschaft schöner aus.

Regeln und Respekt[Bearbeiten]

  • Kleidung: Lange Hosen gehören trotz tropischen Temperaturen ins Gepäck. In Kenia wird erwartet, dass außerhalb der Touristenhotels und der Strände auch Europäer mindestens kniebedeckende, besser lange Hosen tragen. Bestenfalls in absoluten Touristenhochburgen an der Küste macht man vielleicht eine Ausnahme, aber bereits wenige Kilometer entfernt schon nicht mehr.
  • FKK und oben ohne sind in Kenia strafbar, gerade an der Küste leben auch relativ viele Muslime, weswegen Kenia einfach das falsche Land dafür ist.
  • Schmusen und Küssen in der Öffentlichkeit gelten als ausgesprochen unschicklich und hat man bleibenzulassen. Mehr als Händchenhalten geht nicht.
  • Homosexualität wird in Kenia wie in anderen afrikanischen Ländern von vielen Bewohnern nicht akzeptiert und sollte auch von Touristen besser nicht ausgelebt werden. Da aber in Kenia auch Männer händchenhaltend ihre freundschaftliche Verbundenheit zeigen, fällt man damit nicht automatisch als homosexuell auf.
  • Viele Kenianer, die im Tourismus tätig sind oder zumindest davon leben, verstehen Deutsch. Mit Lästereien sollte man entsprechend vorsichtig sein.
  • Bei Einladungen in ein kenianisches Haus sollte man immer ein Gastgeschenk mitbringen, entsprechend dem Anlass. Nichts mitzubringen ist beleidigend. Geht man mit Kenianern aus, wird immer erwartet, dass der Tourist die Rechnung incl. Transport zahlt. Will man dies nicht, ist es besser die Einladung oder die Gesellschaft höflich auszuschlagen.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

  • Geld wechseln in Kenia
  • Praktische Tipps allgemeine Dinge
  • Praktische Tipps Gesundheit
  • Telekommunikation: In Kenia hat wohl jeder mindestens ein Handy, auch Großmütter in den abgelegen Gebieten auf dem Land sind praktisch rund um die Uhr zu erreichen. Die Gesprächseinheiten sind relativ billig und die Netze sehr gut ausgebaut. Prepaid-Karten zum Mobiltelefonieren (national, international) kann man überall kaufen. Man muss sich aber einmalig mit einem Ausweis registrieren lassen, am Besten gleich dort, wo man die SIM-Karte kauft, ansonsten wird die Karte nach ein paar Stunden gesperrt. Die meist genutzten Anbieter sind Airtel, Orange, Safaricom (Vodafone-Partner, daher Roaming möglich). Ungewöhnlich aber wahr: man hat sogar in großen Nationalparks fernab von Dörfern und Städten mobilen Empfang. Die deutschen Anbieter O2 und E-Plus (inkl. der E-Plus-Derivate wie Base, Simyo, Aldi-Talk usw.) funktionieren in Kenia nicht, man ist damit nicht erreichbar, auch wenn diese Firmen regelmäßig etwas anderes behaupten.
  • Kenia ist der Ursprung des "MOBILE-MONEY", d.h. man verschickt Geldzuweisungen per Handy von einer Person zur anderen. Man registriet sich einfach beim Anbieter und schon bezahlt man seine Rechnungen wie Strom, Wasser, Grundsteuern aber auch im Supermarkt, Tankstellen, usw. Der Erfinder dieses Dienstes ist Safaricom, der größte Handynetz-Betreiber in Kenia. Der mobile Gelddienst heißt M-Pesa und ist mittlerweile so beliebt (und unkompliziert), dass viele andere Netzbetreiber in der ganzen Welt diesen Service kopieren wollen.
  • Internet: Es gibt überall kleine Internetcafés. Die meisten Hotels bieten auch Internetzugänge an. Wireless LAN (WLAN) ist ebenfalls an einigen öffentlichen Punkten sowie in größeren Hotels verfügbar. Als Beispiel ist die Restaurantkette Nairobi Java House zu nennen.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]


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