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Lamu

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Lamu
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Lamu ist eine Stadt in Kenia.

Hintergrund[Bearbeiten]

Lamu Stadt
Lamu Fort

Lamu ist der Hauptort der gleichnamigen Insel Lamu, die wiederum Teil des Lamu-Archipels ist. Es ist eine der Hauptattraktionen an der Küste von Kenia, jedoch nicht als Tagesausflug von den Touristenzentren Diani Beach, Mombasa, Malindi machbar.

Lamu unterscheidet sich erheblich von den meisten Städten in Kenia, vor allem wegen des fast vollständigen Mangels an Kraftfahrzeugen und des entsprechenden Verkehrs. Kulturell unterscheidet sich Lamu auch vom Landesinneren, da es seinen historischen Charakter als älteste kontinuierlich bewohnte Stadt des Landes und eine der bedeutendsten Swahili-Siedlungen bewahrt hat. Lamus Religionsgeschichte als ein islamisches Zentrum ist auch sofort ersichtlich, da die meisten Einwohner traditionelle Roben und Kopftücher tragen und Dutzende von Moscheen, die den ganzen Tag über Gebetsruf ausstrahlen.

Die Altstadt liegt an der Nordostküste der Insel Lamu. Die Südküste der Insel Lamu ist ein 12 km langer Sandstrand namens "Shela Beach". Etwa 3 km südlich der Altstadt, am östlichen Ende des Shela-Strandes, finden Sie "Shela Village"; eine Gegend mit vielen Hotels und Restaurants.

Einheimische, die in der Tourismusbranche tätig sind, sprechen Englisch, jedoch ist Swahili die dominierende Sprache der Stadt. Der örtliche Bajuni-Dialekt unterscheidet sich deutlich vom Standard-Swahili, aber alle Einheimischen verstehen und sprechen auch die Standardvariante. Grundlegende Swahili-Phrasen und traditionelle Begrüßungen der Muslime werden helfen, Respekt und Interesse an der lokalen Kultur zu zeigen.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Lamu ist am besten vom Flughafen Manda aus zu erreichen, entweder direkt von Nairobi (Jambojet und Fly 540 vom Flughafen Jomo Kenyatta; Safarilink und Air Kenya fliegen vom Flughafen Wilson), Mombasa (Mombasa Safari Air) oder Malindi (Jambojet und Fly 540). Der Flughafen befindet sich auf der Insel Manda gegenüber dem Hauptort und erfordert eine kurze fünfminütige Bootsfahrt. Diese kurze Reise sollte nicht mehr als Ksh 200 kosten.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Von einer Anreise auf dem Landweg wird Touristen generell abgeraten. Für preisbewusste Reisende gibt es eine tägliche Busverbindung von Mombasa über Malindi. Diese Route war berüchtigt für Angriffe somalischer Banditen und Busse, die in der Vergangenheit angehalten und ausgeraubt wurden. Wie die Situation und Gefahrenlage ist, muß man sich vor Reiseantritt immer aktuell erkundigen. Die Fahrt von Mombasa nach Lamu (Mokowe auf dem Festland) dauert je nach Straßenzustand 5-7 Stunden. Der letzte Teil von Garsen nach Mokowe ist nicht asphaltiert und kann rau und schlammig sein. Plätze im vorderen Teil des Busses sind besser, um eine angenehme Reise zu haben. Man sollte im Voraus buchen. Mehrere Busunternehmen betreiben die Strecke, aber nur wenige verkehren direkt ohne viele Zwischenstopps. Zwei Expressbusse sind Tawakal und Najaah.

Um von Mokowe auf dem Festland nach Lamu zu gelangen, kann man die billige, langsame und überfüllte Fähre nehmen, ein öffentliches Schnellboot oder ein eigenes Schnellboot mieten. Alle Optionen bringen Sie nach Lamu Town. Sie können normalerweise verhandeln, um nach Shela gebracht zu werden, wenn dies Ihr endgültiges Ziel ist.

Es ist auch möglich, aber teuer und gefährlich, ein Auto in Mombasa oder Malindi zu mieten und Lamu anzufahren

Mobilität[Bearbeiten]

Esel transportieren Waren

Es gibt keine Transportmöglichkeiten außer Boot oder Esel, obwohl alles auch gut zu Fuß erreichbar ist. Esel verursachen ein ziemliches Gedränge auf den Hauptwegen, da sie den Großteil des Warentransports auf der Insel übernehmen und man daher überall ihren Hinterlassenschaften auf den Straßen antrifft. Man muß vorsichtig sein, wohin man tritt - besonders nachts.

Die nächtliche Beleuchtung der engen Straßen ist sehr gering. Eine Taschenlampe ist ein empfohlenes Zubehör für nächtliche Spaziergänge. Sollte man vergessen haben eine gute Taschenlampe mitzubringen, verkaufen viele der kleinen Geschäfte billige Feuerzeuge mit kleiner eingebauter LED-Taschenlampe.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Karte von Lamu

Die Hauptsehenswürdigkeit ist die Altstadt von Lamu (UNESCO-Weltkulturerbe seit 2001), ihre winkligen Gassen, die alten Gebäude, die Kultur und das Leben eines Ortes ohne Autos

  • 1 Lamu Fort. Lamu Fort in der Enzyklopädie Wikipedia Lamu Fort im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsLamu Fort (Q17068502) in der Datenbank Wikidata. Erbaut zwischen 1813 und 1821 von den Sultanen von Pate (Pate Island) mit Unterstützung des Oman. Sie wurde bis 1910 als Militärfestung genutzt, als die britische Kolonialregierung sie als Gefängnis umstrukturierte. Es blieb ein Gefängnis bis 1984, als es restauriert und in eine Bibliothek und ein Museum für Umweltschutz umgewandelt wurde.
  • 2 Lamu Museum. Lamu Museum in der Enzyklopädie WikipediaLamu Museum (Q15036545) in der Datenbank Wikidata. Das Lamu Museum wurde 1891 erbaut und war während der Kolonialzeit die ehemalige Residenz der britischen Gouverneure. Hier erfährt man mehr über die reiche Swahili-Kultur, die in Lamu Town so offensichtlich ist.
  • 1 Markt. gedeckter Markt in der Altstadt mit großem Angebot an Gemüse, Früchten, Fisch und Fleisch. Sehr fotogen und im Gewirr der Straßen nicht leicht zu finden am Hauptplatzt.
  • 3 Takwa Ruins. Die Takwa-Siedlung liegt auf der Südseite der Insel Manda. Takwa war nie ein großer Ort. Er wurde um 1500 gegründet und wahrscheinlich um 1700 aufgegeben. Es wird berichtet, dass sich Takwals Bewohner auf der Insel Lamu gegenüber der Bucht von Shela niederließen. Zweimal im Jahr kommen die Leute von Shela zum Säulengrab in Takwa, um für Regen zu beten. Die Takwa-Ruinen wurden 1982 zum kenianischen Nationaldenkmal erklärt. Es ist ein offizielles Museum mit Ksh 500 Eintritt als Nicht-Kenianer. Dort gibt es einen Führer, der Sie herumführt. Ein sehr ruhiger Ort, aber einen Besuch wert, besonders auch wegen des benachbarten Strandes. Man kann den Ausflug auch gut mit einem Besuch der Insel ,,Manda Toto,, verbinden. Nur während der Flut können die Ruinen von Shela aus mit Booten für ca. KSh 5000 pro Boot (bis zu 4 Personen) erreicht werden.
  • 1 Matondoni. Matondoni ist eine der vier Siedlungen auf der Insel Lamu. Die anderen drei sind Lamu Town, Kipungani und Shela. Zwar hat es keine Sehenswürdigkeiten, ist aber trotzdem ein fotogenes Dorf.
  • 2 Shela. Nicht weit vom gleichnamigen Strand liegt der Ort, wo sehr viele Übernachtungsmöglichkeiten angeboten werden.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Dhows
  • Dhow segeln.
  • Kite Surfing.

Strände[Bearbeiten]

Insel Lamu:

  • 1 Kipungani Beach. einsamer abgelegener Strand auf Lamu, der per Boot oder durch eine längere Strandwanderung erreichbar ist
  • 2 Shela Beach. beliebteste und längste Strand auf der Insel Lamu ( 12 Km), . Besonders schön ist der naturbelasse helle Sandstrand beim Sonnenuntergang

Insel Manda: Interessante einsame Strände, aber schwerer erreichbar, teils FKK geeignet

  • 3 Manda Beach. langer, breiter und ruhiger weißer Sandstrand. Ideal zum Spazierengehen, aber auch Kitesufen, Schnorcheln und andere Wassersportartenkis angeboten. Beliebt für Beobachtung von Sonnenuntergang
  • 4 Takwa Beach. langer einsamer Sandstrand auf der Insel Manda mit der idyllischen Dünenlandschaft.
  • 5 Manda Bay. sehr schöner und einsamer Strand mit weißen Sand, gut zum Schnorcheln
  • 6 Manda Toto. kleine unbewohnte Insel mit einsamen Traumtränden, sehr gut zum Schnorcheln, Proviant und Wasser mitnehmen Anreise von Lamu mit privat gechartertem Boot, ca. 30 min Farhtzeit. Bei Ebbe kann man von Manda Island hinübergehen

Einkaufen[Bearbeiten]

Dinge des täglichen Bedarfs bekommt man in den vielen kleinen Läden in der Altstadt, Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch auch in der Markthalle.

Küche[Bearbeiten]

Uferpromenade

Die Restaurants entlang der Ufer-Promenade bieten ausgezeichnete Meeresfrüchte zu relativ günstigen Preisen. Geht man weiter in die Altstadt rein werden mehr traditionelle Suahili-Gerichte angeboten. Traditionell wird mit den Fingern gegessen. Daher ist es manchmal gut, sein eigenes Camping-Besteck mitzubringen. Oelgetränkten Reis mit den Fingern zu essen ist nicht die einfachste Aufgabe. Alle besseren Restaurants geben Besteck, wenn man will. In den Straßen rund um den überdachten Markt finden sich auch viele Stände mit billigen und leckeren Straßengerichten.

  • Labanda. Mittlelmaessiges Standardrestaurant, aber mit bestem Meerblick. Gute Auswahl an lokalen und kontinentalen, auch italienischen Gerichten auch mit Lizenz zum Verkauf von Bier und Wein. Nicht alle Restaurants haben das, da Lamu überwiegend muslimisch ist und Alkohol sowohl in der Öffentlichkeit als auch zu Hause verboten ist.
  • Umalila. Dieses sehr einfache Restaurant bietet sehr leckeres authentisches Swahili-Essen. Sie bieten, was sie gerade vorbereitet haben, aber es ist immer lecker, besonders die knusprigen Pommes, gegrillter Fisch und der frische Saft sind eine echte Empfehlung. Wer etwas Besonderes probieren möchten, kann den Koch fragen und er kann es am nächsten Tag für Sie vorbereiten!
  • Peponi Hotel Restaurant.
  • Moonrise Restaurant. Gute und teure Fischgerichte und gutes Angebot an Weinen. An manchen Abenden gibt es Live-Musik, die sehr unterhaltsam ist.
  • Whispers Café. Guter Kaffee (mit Inquer) und Gebäck
  • The Seafront Cafe. Cafe und Restaurant am Wasser

Nachtleben[Bearbeiten]

Das Nachtleben ist eher ruhig, auch da in einem muslimischen Ort nur in lizensierten Restaurants Alkohol ausgegeben werden darf.

  • Petleys. eine der wenigen Bars der Stadt
  • Floating Bar. Freitag- und Samstagabend ist recht viel los Bar, die auf einem Floß gebaut ist und zwischen Manda und Lamu liegt . Sie haben eine Alkohollizenz.

Unterkunft[Bearbeiten]

Bei der Wahl der Unterkünfte, die in den gängigen Internet Hotelbuchungs-Seiten gelistet und bewertet sind, kann man entweder in Lamu Stadt, in Shela am Strand oder am Strand in Kipungani am Ende der Insel buchen. Je nachdem ob man mehr Ruhe und Strand oder das Leben in der Stadt bevorzugt. Besonders Kipungani ist ziemlich abgelegen, aber auch sehr romantisch gelegen.

Gesundheit[Bearbeiten]

Lamu hat ein Krankenhaus, das auch die Umgebung mit versorgt und auch einige niedergelassene Ärzte. Medikamente bekommt man in den örtlichen Apotheken (Chemistry). Es ist aber immer sicherer sich Medikamente mitzubringen, da in Kenia viele gefälschte Medikamente auf dem Markt sind.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

  • Dodori National Reserve & Boni National Reserve: Die Parks werden so gut wie nicht mehr besucht wegen der hohe Unsicherheit in der Region, die von somalischen Guerillas geplündert wird. Von einem Besuch dieser Reservate, insbesondere von Boni, wird daher dringend abgeraten.
  • Malindi

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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