Tsavo-East-Nationalpark
| Tsavo-East-Nationalpark | |
| Fläche: 13.747 km² |
| Tsavo-East-Nationalpark | |
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Tsavo-East-Nationalpark | |
Der Tsavo-East-Nationalpark ist ein 13.747 km² großer Nationalpark in Kenia.
Hintergrund
[Bearbeiten]Afrikanische Nationalparks eignen sich allgemein gut für Safaris, was besonders auf diesen kenianischen Nationalpark zutrifft. Kenia verfügt über 23 Nationalparks, wobei die beiden benachbarten Tsavo-Nationalparks 1 Tsavo East National Park und Tsavo-West-Nationalpark mit einer Gesamtfläche von knapp 23.000 km² die größten sind. Beide Parks sind nur durch die Nairobi–Mombasa Road und die parallel verlaufende Eisenbahnstrecke voneinander getrennt. Von beiden Parks ist Tsavo-East ist der größere und weniger erschlossene. Im Norden des Tsavo-East befindet sich das weltweit mit 290 km Länge größte Lava-Feld 2 Yatta-Plateau , ein 820 Meter hochliegendes Felsplateau. Dort gibt es die 3 Opemba Plains .
Das Wort „Tsavo“ bedeutet in der Swahili-Sprache „blutrot“, womit die in der Gegend vorherrschenden rötlichen, eisenoxidhaltigen Lateritböden (lateinisch later, „Ziegelstein“) gemeint sind.
Geschichte
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Ungefähr vor 700 vor Christus erreichten einige Swahili-Händler die Gegend des heutigen Parks, fürchteten sich aber vor der harten Wildnis (Swahili „nyika“). Die nomadischen Maasai nutzten diese Region als Viehweide und Tränke, zogen aber nach dem Abgrasen weiter. Etwa 300 vor Christus siedelten sich die Waliangulu im Süden und Wakamba im Norden des Tsavo-East an. Auf diese wird der deutsche Missionar Johann Ludwig Krapf getroffen sein, als er am 20. November 1848 auf dem Weg nach Kitui den Norden des heutigen Tsavo East-Nationalparks durchwanderte.[1] Krapf, der die Bibel in Swahili übersetzte, überquerte den Tsavo und Athi River und hatte stets den mächtigen Kilimandjaro im Blick.
Für den Baubeginn der Mombasa-Uganda-Eisenbahn zum Viktoriasee ab dem 5. August 1896 in Mombasa holte die britische Kolonialmacht indische Gleisarbeiter nach Tsavo, die in weit verstreut stehenden Zelten übernachten mussten und kaum mit den widrigen Bedingungen zurechtkamen. Als zwischen März und Dezember 1898 mindestens 135 Arbeiter (darunter 28 Inder) beim Bau der 1 Eisenbahnbrücke über den Tsavo River von Löwen getötet wurden, stellte man die Gleisbauarbeiten kurzfristig ein.[2] Der für die Überwachung des Eisenbahnbaus ab dem 1. März 1898 eingesetzte Autor und Großwildjäger John Henry Patterson tötete beide Löwen am 9. und 29. Dezember 1898. Die Stelle wird heute noch 1 Man Eater’s Point („Stelle der Menschenfresser“) genannt. Die gesamte Eisenbahn-Strecke konnte erst am 20. Dezember 1901 in Betrieb genommen werden.[3] Der Bau der parallel verlaufenden Nairobi–Mombasa Road begann 1899, Leonel Sebastiano Douglas Carlo Hubert Galton-Fenzi (1880-1937) war 1926 der erste Fahrer, der die neu gebaute Schotterpiste zwischen Nairobi und Mombasa befuhr.[4] Damit bildeten sowohl Eisenbahn als auch die Straße eine menschengeschaffene Trennlinie bei der Gründung eines Nationalparks.
Noch während der britischen Kolonialverwaltung wurde am 1. April 1948 der Tsavo-East-Nationalpark gegründet, der im Mai 1949 in einen West- und einen Ostteil aufgeteilt wurde.[5] Die gemeinsamen Parkgrenzen werden durch Eisenbahnstrecke und Straße gebildet. Die Tötung eines kenianischen Tierwarts am 15. Januar 1955 durch einen Jäger der indigenen Waliangulu war der Wendepunkt, von dem an die Wilderei (englisch: poaching) in Nationalparks ernst genommen wurde.[6]
Klima, Flora und Fauna
[Bearbeiten]Der Nationalpark liegt nahe am Äquator und damit in den Inneren Tropen. Das Klima ist als semi-arid einzustufen. Die Trockenzeit dauert von Juni bis Oktober und Januar bis Februar, während der am Tag die Temperaturen auf bis zu 43 °C steigen. Die Nachttemperaturen sinken selten unter 19 °C. Die große Regenzeit ist zwischen März und Mai, die kleine zwischen Oktober und November, doch bleiben häufig die Regenfälle aus. Im Januar und Februar kann es trockener sein bei Temperaturen um 35 °C am Tag und 20 °C in der Nacht. April und Mai können zu Überschwemmungen führen und sind mit hoher Luftfeuchtigkeit verbunden. Während der Regenzeiten können die Regenfälle die Pisten in Tsavo-East selbst für allradgetriebene Fahrzeuge unpassierbar machen.
Im Nationalpark gibt es über 60 Sägetierarten, darunter alle afrikanischen Charaktertiere der Savanne wie die „Big Five“ (Elefant, Kaffernbüffel, Leopard, Löwe und Nashorn), mindestens 40 Antilopenarten (Gazellen, Kudus), Affen (Pavian, Südliche Grüne Meerkatze), Flusspferde, Geparden, Giraffen, Gnus, Hyänen, Krokodile, Schakale, Warzenschweine und Zebras in großen Populationen. Die mehr als 6000 Elefanten sind sehr ortstreu und verlassen den Park nur an den Rändern. Im Westen gibt es Kontakte mit den Artgenossen aus Tsavo-West und dem Amboseli-Nationalpark, die Gruppen trennen sich jedoch oft. Gelegentlich kommen Artgenossen von den Hängen des Kilimanjaro in den Nationalpark. Allgemein bilden die Mombasa Road und die Eisenbahnstrecke kein Hindernis bei der Migration zwischen Tsavo-East und Tsavo-West.
Über 500 Vogelarten wurden gezählt, darunter Flamingos, Kronenkraniche, Löffler oder Strauße. Zu den Vogelarten gehören auch die 47 Raubvogelarten wie Fischadler, Geier, Marabus oder Sekretärvögel. Unter den mehr als 1000 Pflanzenarten befinden sich als Baumarten unter anderem die Schirmakazien, Baobabs und Leberwurstbäume. In der Grassavanne herrscht das Spinifex-Gras vor. Weite Dornbuschsavanne, erloschene Vulkankegel und graue bis schwarze Lavafelder prägen die Landschaft. Der rötliche Laterit-Boden ist auch die Grundlage für die Schotterpisten. Diese Färbung nimmt auch die Haut der Elefanten an, die sich hiermit als Insektenschutz „duschen“.
Der Park ist generell flach mit trockenen Ebenen (halbtrockener Dornbuschsavanne), über die der Galana-Fluss mit seinem sumpfigem Marschland fließt. Mehr als die Hälfte des Parks nördlich der Flüsse Galana und Athi ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.
Anreise
[Bearbeiten]- Per Auto/Bus
Die Anreise per Auto/Bus erfolgt über die asphaltierte, aber unfallträchtige Nairobi–Mombasa Road A109. Von Nairobi ist der Tsavo-East-Nationalpark 233 km, von Mombasa aus 251 km entfernt (jeweils bis Mtito Andei). Selbst organisierte Safaris oder geführte Safaris mit Reisebussen können auf der 482 km langen Nairobi–Mombasa Road in die von ihr erreichbaren Nationalparks unternommen werden.
- Per Bahn
Die nächstgelegene Bahnstation des Personenzuges von Mombasa nach Nairobi sind 1 Mtito Andei railway station oder 2 Voi railway station .
- Per Kleinflugzeug
Per Kleinflugzeug kann die Anreise von Nairobi oder Mombasa aus zu den Landepisten im oder am Park erfolgen; unter anderem gibt es den 3 Aruba Airport , 4 Black Rhino Airstrip , 5 Ithumba Airport , 6 Manyani Airstrip oder den 7 Voi Park Airstrip .
Der Nationalpark verfügt über fünf Einfahrts-/Ausfahrtstore (englisch: gates):
| Einfahrts- Ausfahrtstor |
Himmelsrichtung | Straße | nächste Ortschaft |
|---|---|---|---|
| 1 Voi Gate | Südwest | Mombasa Road (A109) | 1 Voi |
| 2 Manyani Gate | West | Mombasa Road (A109) | Nairobi |
| 3 Buchuma (Batchuma) Gate | Süd | Mombasa Road (A109) | 2 Miasenyi |
| 4 Sala Gate | Ost | C 103 | 3 Malindi |
| 5 Ithumba Gate | Nord | B 7 | 4 Kibwezi |
Alle Gates sind zwischen 06:00 und 19:00 Uhr geöffnet, man muss bei der Rückreise aus dem Park eines der Gates bis 19:00 Uhr erreicht haben. An der Mombasa Road liegen das Voi Gate, Manyani Gate und Buchuma (Batchuma) Gate. Schwieriger erreichbar sind im Norden das Ithumba Gate und im Osten das Sala Gate. An den Gates stehen auch Führer bereit, die man im eigenen Wagen mitnehmen kann.
Streckenverlauf
[Bearbeiten]Im Tsavo-East-Nationalpark werden die vier Gates durch ein Netz von mindestens acht offiziellen Schotterpisten untereinander verbunden, die den Park durchqueren. Beschrieben wird hier die populäre, in West-Ost-Richtung verlaufende, 99 km lange Strecke über die als B54 oder als C103 bezeichnete Parkstraße („Galana River Road“) zwischen dem Manyani Gate und dem Sala Gate.
Übersicht
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Die Parkstraße zwischen beiden Toren ist eine nur für Allradfahrzeuge geeignete Schotterpiste.
| geografischer Ort | Entfernung in km |
|---|---|
| Manyani Gate | 0 |
| (Mudanda Rock) | (14) |
| Abzweig zum Galdessa Camp | 20 |
| Lugard’s Falls | 8 |
| Sala Gate | 71 |
| Gesamtstrecke | 99 |
Der Ausflug zum Mudanda Rock ist in der Tabelle nicht eingerechnet, Hin- und Rückweg von 28 km erhöhen die Gesamtstrecke auf 127 km. Entweder kehrt man vom Sala Gate über dieselbe Strecke oder andere Parkstraßen zurück oder setzt die Fahrt auf der C103 nach Malindi (107 km) fort. Innerhalb des Parks beträgt die Entfernung vom Voi Gate zum Manyani Gate 38 km, zum Buchuma (Batchuma) Gate 93 km und zum Ithumba Gate 160 km.
Einzelheitern
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- Vom Manyani Gate zum Sala Gate („Galana River Road” C 103; 99 km)
Auf der C103 geht es Richtung Norden zum
- 2 Abzweig von der C 103 über eine Zufahrtspiste Richtung Süden wird nach 14 km erreicht der.
- 4 Mudanda Rock ein 600 m hoher und 1,6 km langer Inselberg (afrikaans: „kopje“) mit herrlichem Ausblick auf seine Wasserstellen und die Savannenlandschaft des Parks. Wieder zurück auf der Galana River Road gelangt man zur.
- 2 Erste Wasserstelle der ersten von mindestens 4 Wasserstellen mit Tierbeobachtung. Es folgt die.
- 3 Zweite Wasserstelle mit einem Picknick-Platz.
- 3 Erste Brücke über den Mbololo River ob Brücke und/oder Fluss vorgefunden werden, hängt von der momentanen Situation ab.
- 4 Abzweig zum Galdessa Safari Camp dient nur zur Orientierung und wird nicht genutzt, sondern es erfolgt die Weiterfahrt auf der C 103, die nun nach Süden abbiegt und vorbeiführt am.
- 5 Athi-Galana-Sabaki River auch kurz Athi River/Galana River/Sabaki River bezeichnet. Der den Park durchquerende, 390 km lange Fluss ist der zweit längste in Kenia und bildet die.
- 6 Lugard’s Falls benannt nach dem britischen Hauptmann Frederick Lugard (1858-1945), der im Auftrag der Imperial British East African Company hier 1889 Rast gemacht hat. Es sind keine echten Wasserfälle, sondern enge Wasserschluchten mit Stromschnellen im Felsgestein.
- 7 Yatta Escarpment der Galana River schneidet sich hier in den Yatta-Graben ein und schwemmt die Felsen stetig aus.
- 4 Crocodile Point in der Nähe der Wasserfälle halten sich Flusspferde und Krokodile auf.
- 5 Zweite Brücke über den Mbololo River ob Brücke und/oder Fluss vorgefunden werden, hängt von der momentanen Situation ab.
- 6 Anschluss an die C105 von/nach dem Voi Gate für die Rückfahrt vom Sala Gate kann alternativ die Schotterpiste C105 zum Voi Gate genutzt werden.
Auf der Strecke gibt es nur wenige fixe Orientierungspunkte.
- Vom Voi Gate zum Sala Gate („Aruba Dam Road“ E 682; 85 km)
Die Aruba Dam Road ist offiziell als E682 beschildert.
- 6 National Park HQ nach dem Hauptquartier des Tsavo East National Park folgt ein Abzweig zum.
- 8 Kanderi Swamp 10 km vom Voi Gate entfernte Sumpfgegend, die während der Trockenzeit die Elefanten und Löwen mit Wasser versorgt. Hier kann sich der Zustand der Piste dramatisch verschlechtern.
- 5 Elephant’s View Ausblick auf die „roten Elefanten“, die sich mit eisenoxidhaltigem roten Sand bedecken.
- 6 Kandecha Water Pan eine künstliche Wasserstelle mit vielen Tierarten, die hier beobachtet werden können.
- 7 Aruba Lodge Orientierungspunkt am Rande der Piste ist die alte und nicht mehr genutzte Aruba-Lodge aus 1952.
- 7 Minesh’s Green Tree ein besonders markanter „Baum des Lebens“: eine Schirmakazie. „Minesh“ wird eine von Wildtieren besonders frequentierte Akazie genannt.
- 8 Aruba Dam ist ein 1952 künstlich angelegter Damm des Voi River, wo sich viele Elefanten, Büffel, Löwen und Zebras sowie viele Vögel aufhalten.
- 8 Aruba Windmill eine Pumpe, die eine Wasserstelle mit Wasser versorgt.
- 9 Aruba Mountain 437 m hoher Inselberg („kopje“).
- 9 Waterhole ein Wasserloch mit Gelegenheit zur Wildtierbeobachtung.
- 9 Anschluss an die C103-Parkstraße von/nach dem Manyani Gate anstatt am Sala Gate den Park zu verlassen, kann man hier über die Galana River Road Richtung Westen über die C103 zum Manyani Gate fahren.
Auch auf dieser Strecke gibt es nur wenige fixe Orientierungspunkte.
- Vom Ithumba Gate zum Voi Gate (E 903; 160 km)
Die Strecke in Nord-Süd-Richtung ist als E903 beschildert.
- 10 Sheldrick’s Blind ein Aussichtspunkt auf die nördliche Savannenlandschaft.
- 10 Galana River Bridge im Dezember 2014 eröffnete, 241 m lange Stahlbrücke über den Galana River in Höhe der Lugard’s Falls. Danach folgt der Anschluss an die C 103, die entweder im Westen zum Voi Gate oder im Osten zum Sala Gate verläuft.
Gebühren / Permits
[Bearbeiten]Nicht ansässige Bürger (also Ausländer außerhalb der Ostafrikanischen Union) zahlen als Erwachsene US-$ 80, Kinder ab 3 Jahren US-$ 40. In allen Nationalparks Kenias ist seit August 2023 keine Barzahlung am Eingang mehr möglich. Eintrittsgebühren müssen ausschließlich über die offizielle Regierungsplattform eCitizen bezahlt werden. Andere Zahlungsmethoden wie Barzahlung, Kreditkarten oder mobile Zahlungen direkt am Gate werden nicht akzeptiert. Um Zugang zu den Nationalparks zu erhalten, müssen Besucher im Voraus ein eCitizen-Konto einrichten und die Eintrittsgebühren online bezahlen. Akzeptierte Zahlungsmethoden auf der Plattform sind M-Pesa, Airtel Money sowie Kredit- und Debitkarten. Nach erfolgreicher Zahlung erhält man ein elektronisches Ticket (E-Ticket), das man am Parkeingang vorzeigen muss.
Es ist ratsam, die Eintrittsgebühren mindestens einen Tag vor dem geplanten Besuch zu bezahlen, um mögliche technische Probleme oder Verzögerungen zu vermeiden. In der Vergangenheit kam es zu Systemausfällen, die dazu führten, dass Touristen ohne vorherige Online-Zahlung keinen Zugang zu den Parks erhielten.
Ausflüge
[Bearbeiten]An der Nairobi–Mombasa Road liegen außer dem Tsavo-East-Nationalpark noch vier weitere Nationalparks: gegenüber der Tsavo-West-Nationalpark und weiter nördlich der Chyulu Hills National Park, Amboseli-Nationalpark und Nairobi Nationalpark.
Einkaufen
[Bearbeiten]Proviant, Tankstellen, Reparaturwerkstätten und Safari-Ausrüstung können in Voi erworben werden. Hier gibt es auch die Anbieter von Safari-Touren durch den Nationalpark.
Küche
[Bearbeiten]Die Verpflegung ist in den meisten Fällen im Übernachtungspreis der Safari-Lodges enthalten. In den Lodges betragen die Preise für Erfrischungsgetränke etwa 300 Ksh, Bier Ksh 500, Wein Ksh 700, Wasser ist in den meisten Camps kostenlos. Die Preise für Getränke in den Safarifahrzeugen sind ungefähr gleich hoch.
Unterkunft
[Bearbeiten]Innerhalb des Nationalparks befinden sich 1 Ashnil Aruba Lodge (im April 2008 eröffnet, 40 stationäre Zelte), 2 Galdessa Safari Camp (12 Bungalows und 8 stationäre Zelte), 3 Satao Camp (20 stationäre Zelte), 4 Sentrim Tsavo East (25 stationäre Zelte), 5 Sheldrick Ithumba Hill Lodge (4 stationäre Zelte) und 6 Tsavo Safari Camp (Kitaani Kya Ndundu) (72 stationäre Zelte).
Außerhalb des Parks liegen 7 Man Eater’s Camp (30 stationäre Zelte), 8 Manyatta-Camp (22 stationäre Zelte), 9 Ngutuni Safari Lodge (48 Blockhäuser in eigenem Schutzgebiet), 10 Sarova Saltlick Lodge (96 Zimmer auf Stelzen), 11 Voi Safari Lodge (52 Zimmer) oder 12 Voi Wildlife Lodge (72 Zimmer, darunter 24 Luxuszimmer).
Im Park gibt es unter anderem die Campingplätze 13 Ithumba Camp , 14 Ndolo Public Campsite und 15 Tiva River Campsite .
Gesundheit
[Bearbeiten]Siehe auch: Tropenkrankheiten
Impfungen gegen Cholera, Gelbfieber, Hepatitis A/B, Typhus oder Wundstarrkrampf sowie eine Malaria- und Dengue-Prophylaxe sind anzuraten oder Pflicht, hierüber geben tropenmedizinisch versierte Ärzte oder Gesundheitsämter Auskunft. Die nicht-medizinische Prophylaxe besteht im Tragen heller Kleidung mit langen Ärmeln und Hosen sowie dem Schlaf unter Moskitonetzen. Der WHO-Grundsatz, nur gekochte, gebratene oder geschälte Speisen zu essen oder andernfalls die Speisen nicht zu konsumieren (englisch: cook it, boil it, peel it or forget it) muss eingehalten werden. Salate, Speiseeis oder Eiswürfel sind durch diese Regel zu meiden. Die Reise erfordert eine robuste Gesundheit.
Kenia ist ein äquatoriales Land, das Zenitalsonne aufweist. Zweidimensionaler Sonnenschutz durch Kleidung (Mützen, lange Ärmel und Hosen trotz der heißen Temperaturen) und Cremes ist auch gleichzeitig ein Mückenschutz.
Sicherheit
[Bearbeiten]Siehe auch: Sicher reisen
Siehe auch: Kenia#Sicherheit
Die Zufahrtsstraßen zum Park und die Parkstraßen im Park sind schwierige Schotterpisten, bei denen die wetterabhängige Bodenqualität situativ für die Fahrsicherheit mit dem Allradfahrzeug auch während der Trockenzeit zu beachten ist. Während die rötlichen Lateritböden (englisch: laterite soil) tief getrocknet sind, speichern die lehmigen so genannten Schwarzerdeböden (englisch: black cotton soil) monatelang das Wasser und können auch während der Trockenzeit gefürchtete Matschpisten sein. Letztere sind vorzugsweise in der Nähe der Wasserstellen zu finden, wo Tierbeobachtungen gut möglich sind. Beide Bodenarten weisen ein deutliches Wellblechprofil auf (englisch: corrugations), das die Fahrtgeschwindigkeit verlangsamt und die Insassen durchschüttelt. Bei häufig vorkommendem Wildwechsel ist an den Pistenrand zu fahren und gegebenenfalls anzuhalten, wobei ein Abstand von 30 Metern eingehalten werden sollte. Dabei ist das Auto so anzuhalten, dass bei einer plötzlichen Flucht vom Standort aus hindernisfrei gestartet werden kann. Einige Tierarten wie Elefanten, Flusspferde und Nashörner bleiben auch bei guter Tierkenntnis unberechenbar.
Um möglichst viele Tiere zu sehen, ist Geduld und etwas Glück erforderlich. In der Nebensaison nach der Regenzeit ist das Spinifex-Gras hoch und verdeckt den Blick auf die kleineren Tiere; stets sichtbar bleiben Elefanten und Giraffen. Andererseits zeigt die Natur frische Farben und Safaris sind günstiger. In der Hochsaison zwischen August und September ist das Gras kurz und die Sicht auf Tiere ist einfacher, aber auch teurer.
Literatur
[Bearbeiten]- Larry K. Taylor, Tsavo Ost Nationalpark Reiseführer 2026, Eigenverlag, 2025; ISBN 979-8271768880.
Weblinks
[Bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten]- ↑ Karl Andree, Forschungsreisen in Arabien und Ost-Afrika, Band II, Salzwasser-Verlag, 1861, S. 456 ff.
- ↑ John Henry Patterson, Die Menschenfresser von Tsavo, BoD - Books on Demand, 2019, S. 26 ff.
- ↑ Michael Mwenda Kithinji, Historical Dictionary of Kenya, Rowman & Littlefield Publishers, 2024, S. 357
- ↑ Richard Trillo, Kenya, Rough Guides, 2002, S. 107
- ↑ Emil Peters, Die renommiertesten Tierreservate und Zoos Afrikas, FlipFlop – BoD, 2024, S. 30
- ↑ Keith Somerville, Africa's Threatened Rhinos, Pelagic Publishing, 2025, S. 81

