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Benin

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Benin liegt in Westafrika. Angrenzende Länder sind Togo, Burkina Faso, Niger und Nigeria.

Lage
noframe
Flagge
Flagge von Benin
Kurzdaten
Hauptstadt Porto-Novo
Regierungssitz Cotonou
Staatsform Republik
Währung CFA-Franc (XOF)
Fläche 113.000 km²
Bevölkerung 10,3 Mio
Sprachen Französisch (Amtssprache), Fon und Yoruba (meist im Süden)
Religionen Indigene Religionen 50 %, Christen 30 %, Muslime 20 %
Stromnetz 220 V/50 Hz
Telefonvorwahl +229
Internet TLD .bj
Zeitzone UTC+1

Regionen[Bearbeiten]

Benin ist verwaltungstechnisch in 12 Démartements eingeteilt

Département Hauptstadt
Alibori Kandi
Atakora Natitingou
Atlantique Ouidah
Borgou Parakou
Collines Savalou
Couffo Dogbo-Tota
Donga Djougou
Littoral Cotonou
Mono Lokossa
Ouémé Porto-Novo
Plateau Sakété
Zou Abomey

Städte[Bearbeiten]

  • Djougou ist ganz nett für den Neuling, hat aber nicht so viel zu bieten.
  • Natitingou ist ein verschlafenes Städtchen im Nordwesten Benins. Es ist ein guter Ausgangspunkt für den Pendjari-Nationalpark und für das Somba-Land.
  • Tanguiéta Im Nordwesten, nahe dem Pendjari-Nationalpark.
  • Parakou ist nur ein Verkehrszentrum. Nichts besonderes.
  • Dassa Zoume ist sehr schön wegen der herrlichen Grotten und Felsformationen.
  • Abomey hat Königspaläste, die UNESCO Weltkulturerbe sind, sowie Voudoun-Tempel zu bieten. Ein absolutes Muss, wenn man im Benin ist.
  • Cotonou ist eine große, stinkende Stadt sowie wirtschaftliches Zentrum Benins. Dennoch ist sie einen Besuch wert, da hier viele interessante Erfahrungen gemacht werden können.
  • Porto Novo ist die politische Hauptstadt und gut zu besichtigen, ein recht gemütlicher Ort.
  • Ouidah ist voller Voudoun-Altäre und ehemaliges Zentrum des Sklavenhandels. Sehenswert die "Porte du Non-Retour", das Fort (Sklavengefängnis) und der "Heilige Wald".
  • Ganvié liegt im Nokoué-See und ist mit über 20.000 Einwohnern eine der größten Pfahlbausiedlungen Afrikas.
  • Grand Popo liegt ganz im Westen des Landes an der Küste und ist ein herrlich entspanntes Fischerdorf um die Seele baumeln zu lassen.
Karte von Benin

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Départements von Benin
  • Pendjari-Nationalpark im Norden von Benin beherbergt Elefanten, Löwen, Antilopen, Flusspferde, u.a.m.
  • Somba-Land: Die Sombas leben in Benin und Togo. Interessant sind ihre Häuser, die Tata Sombas, welche wie kleine Burgen aussehen.
  • Farmschule und Ökotourismusdorf SAIN: Nachhaltige Methoden einer Bio-Farm kennenlernen, Einblicke in das Alltagsleben eines Dorfes im Süden Benins (Département Ouémé, Bezirk Adjohoun) bekommen.

Hintergrund[Bearbeiten]

1960 erlangte das damalige Dahomey seine Unabhängigkeit von Frankreich. 1975 wurde der Landesname in Benin umgeändert. Von 1974 - 1989 war das Land sozialistisch, erst 1991 wurden wieder freie Wahlen durchgeführt.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der Flughafen liegt in Cotonou. Neben Air France fliegen Brussels Airlines, Ethiopian Airlines oder Royal Air Maroc nach Cotonou. Im November 2013 war Ethiopian Airlines die günstigste Airline, die Preise sind saisonabhängig, deshalb ist genaue Recherche im Internet oder im Reisebüro zu empfehlen.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Die Anfahrt mit dem Bus ist recht unproblematisch. Vom Togo kann man über Kara nach Djougou mehrmals täglich mit einem Buschtaxi fahren. Der Grenzübergang bei Lomé nach Cotonou ist noch besser frequentiert, der Nördliche ist jedoch vorzuziehen, da Lomé teilweise kriminell ist.

Aus Burkina Faso ist die Einreise ebenfalls leicht, da eine durchgehend asphaltierte Straße vom Norden in den Süden führt. Es fahren Busse und Buschtaxis von Tangieta bis Cotonou. Die Verbindung vom Niger ist recht "einfach", da hier Busse fahren. Die Einreise über Nigeria kann gefährlich sein.


Mobilität[Bearbeiten]

Busch-Taxi (Taxi-brousse)[Bearbeiten]

Diese Taxis fahren zwischen fast allen Orten. Start ist der Taxi-Stand, man kann sie aber auch jederzeit anhalten und einsteigen, wenn sie nicht voll sind. Man sollte vorher nach dem Preis fragen.

Zemidjan (Motorrad-Taxi)[Bearbeiten]

Für kürzere Strecken geeignet. In Cotonou erkennt man sie an den gelben Hemden der Fahrer. Und auf dem Land, um von einem Dorf in das nächste zu gelangen, kommt man meistens um das Zemidjan nicht herum. Benin-Kenner nehmen aus diesem Grund einen Helm mit in ihr Gepäck. Es gibt zwar keine Helm-Pflicht, zur eigenen Sicherheit ist es aber sehr empfehlenswert, einen solchen anzulegen. Auch hier sollte vor Fahrtbeginn der Preis verhandelt werden.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Die Bahnlinie von Parakou nach Cotonou ist langsam, aber gemütlich. Bei genügender Zeit recht lohnend, wegen den Kontakten zur Bevölkerung. Fahrzeit ist über 12 Stunden.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Anfang 2014 ist die beste Buslinie innerhalb Benins ATT (Confort Lines existiert immer noch, hat aber aufgrund von fehlender Wartung keinen guten Ruf mehr). Das Ticket-Büro sowie der Busbahnhof befinden sich in Cotonou am Kreisverkehr "Etoile Rouge". Eine Reservierung eines Tickets ist zwar nicht notwendig, wer aber einen guten Platz und 500 CFA sparen möchte, sollte dennoch reservieren.

  • Cotonou-Tanguiéta: täglich, 9.000 CFA, 7.00 Uhr Abfahrt.
  • Cotonou-Natitingou: täglich, 8.000 CFA, 7.30 Uhr Abfahrt.

Es existiert auch eine Verbindung nach Parakou, die mehrmals täglich (letzte Abfahrt Cotonou 12.00 Uhr) verkehrt.

Sprache[Bearbeiten]

Man kommt mit Französisch problemlos zurecht, alle anderen europäischen Sprachen sind aber nutzlos. Ein Eindruck, der bis vor einigen Jahren noch von Besuchern des Benins so vermittelt wurde. Das stimmt teilweise auch heute noch. In fast allen weiterführenden Schulen wird mittlerweile Englischunterricht angeboten. Und so ist es zumindest die junge Bevölkerung Benins, die diese Fremdsprache mehr und mehr beherrscht. Das gilt auch in den Dörfern des Landes. Man muss ein wenig suchen, zumeist findet sich dann irgendwo ein Übersetzer oder eine Übersetzerin. Erstaunlich: In Dogbo, einer mittelgrossen Stadt in der südlichen Region "Mono", wird an einigen Colleges sogar Deutsch gelehrt. An weiterführenden Schulen wird häufig auch Deutschunterricht angeboten, sodass einige wenige Leute ein paar Brocken Deutsch verstehen.

Kaufen[Bearbeiten]

Wie in ganz Westafrika, gibt es auch im Land Benin zahlreiche gute Künstler/innen. Neben den zumeist liebevoll und hochwertig angefertigten Holzarbeiten ziehen auch Gemälde unterschiedlichster Techniken die Augen der Touristen an. Langsam verändert sich der Malstil, besonders bei den jungen Künstlern und Künstlerinnen. In Cotonou gibt es kunsthandwerkliche Märkte, auf denen faszinierende, abstrakte Arbeiten angeboten werden. Einige Maler/innen verbinden Tradition und Moderne zu spannenden und aussagekräftigen Werken. Wer eher auf "Tradition" steht, kommt im ganzen Land auf seine Kosten. Es lohnt sich, auch in kleinen Dörfern nach Malern, Schnitzern und Trommelmachern zu fragen. Als besonders humorvoll präsentieren sich immer wieder Voodoo-Fetische. Bei der Herstellung dieser Figurationen werden sämtliche Materialien verwendet und kreativ zu einem "Ganzen" vereinigt. Viel Geld muss man für all diese Dinge nicht ausgeben. Allein in Cotonou ziehen die Preise langsam an, und auch in Ganvie und in Abomey zahlt der Besucher mittlerweile einen kleinen "Touristenzuschlag". Wer auf einer Rundreise durch das Land ein wenig "europäischen Proviant" mitnehmen möchte, findet im grossen Supermarkt am Flughafen von Cotonou alles was Herz und Magen begehren. Käse, Wurst und Räucherwaren, Marmelade und Nutella sind u.a. dort im Angebot.

Küche[Bearbeiten]

Scharf und nochmal scharf. So lieben es zumindest die Einheimischen. So lange man sich in Cotonou aufhält, ist alles kein Problem. Hier gibt es Restaurants aus allen Ländern wie z.B. Italiener oder Chinesen. Dort und auch in den internationalen Hotels, bekommt man Speisen serviert, die nicht so extrem gewürzt sind. Aber, der Rundreisende muss sich an die Fremdartigkeit beninischer Köstlichkeiten gewöhnen. Um der "Schärfe" zumindest immer wieder einmal aus dem Wege zu gehen, bedient man sich aus dem reichhaltigen Obstangebot der Märkte, an denen man unterwegs vorbei kommt. Bananen, Mangos, Papayas, Avocados und Orangen finden sich je nach Saison. Bei Speisen, in denen Mais, Cassava oder Reis die Grundlage bilden, sind es zumeist die Saucen, die es "in sich" haben. Leute mit empfindlichem Magen nehmen eher weniger davon. Neuzeitlich haben sich auch "Spaghetti mit Omelett" im Land etabliert. Zu empfehlen ist auch gegrillter Käse, den es vorwiegend im Norden gibt. Dafür kommen alle Bierfreunde auf ihre Kosten. Am meisten wird das "Beninoise" verlangt, ein "Helles", welches sich gut mit der Qualität deutscher Sorten messen kann. Alternativ kann man "Flag", "Castell", "33 Export" oder "Guiness" bestellen. Alkoholfreie Biere gibt es nicht, es sei denn, man mag Malzbier. Dann bestellt sich der Gast ein "Malta Guiness". Und wer Kontakt zu den Menschen im Benin bekommt, wird sicher immer wieder mal zum "Sodabi" eingeladen. Sodabi ist ein traditioneller Palmschnaps, der in abenteuerlichen Landbrennereien aus Palmwein gewonnen wird. Bei allen Festlichkeiten und vor allem bei Voodoo-Zeremonien fliesst reichlich Sodabi. Geschmack und Wirkung dieses Getränkes zu beschreiben..., selbst kosten!

Nachtleben[Bearbeiten]

Findet in der Form, wie wir es in Europa kennen, nur in Cotonou und in den Strandhotels an den Stränden von "Grand Popo" und Ouidah statt. In Cotonou können Kinos, Diskotheken und auch Theater besucht werden. Über Veranstaltungsorte und Termine informiert man sich am einfachsten an den Rezeptionen der internationalen Hotelbetriebe. Hier bekommt man Auskunft, auch wenn man kein Zimmer gebucht hat. Doch auch das "alternative Nachtleben" in kleinen Städten und Dörfern ist sehens- und erlebenswert. Voodoo Feste und Zeremonien können eine Woche lang dauern. Und dabei wird Tag und Nacht gefeiert. Oft noch zu traditionellen Trommelklängen, hier und dort aber auch schon zu "elektrisch verstärkter Lautsprechermusik", tanzen und singen die Menschen mit einer enormen Ausdauer. Dazu wird gegessen, und Palmschnaps (Sodabi) getrunken.

Unterkunft[Bearbeiten]

Süden:

Norden:

  • Camp Numi ist eine kleine Herberge in Batia, unmittelbar am Eingang zum Pendjari Nationalpark

Eine "Kette" von Hotels, die es in Grand Popo, Abomey und Dassa gibt, ist Auberge de ... Diese Hotels zeichnen sich durch ein etwas gehobenes Preisniveau aus (Zimmer ab etwa 12.000 CFA - je nach Ort), aber auch durch eine gute Qualität. Weiter gibt es in diesen Hotels kostenloses WLAN und die Küche ist ausgezeichnet.

Lernen[Bearbeiten]

"Bildung ist der beste Impfstoff gegen Armut". Was Peter Ustinov in seiner Zeit als UNICEF-Botschafter richtig erkannte, wird im Land Benin zunehmend auch von Entwicklungshilfe-Organisationen in die Tat umgesetzt. Besonders im Süden Benins entstanden im vergangenen Jahrzehnt zahlreiche Schulen. Mehr und mehr Jungen, und vor allen Dingen auch Mädchen, können heute am Unterricht teilnehmen. Trotz immer noch einem zu hohem Analphabetentum verbessert sich die allgemeine Bildungssituation in Benin. Auch der Staat hat die Dringlichkeit von Schule und Berufsausbildung erkannt. Zwar zumeist noch mit Unterstützung europäischer "Geberländer", zunehmend aber auch aus eigener Initiative, treibt die Regierung entsprechende Massnahmen voran. Herausragende Arbeit auf diesem Gebiet leisten zwei private Organisationen aus Deutschland: Der in Kleve am Niederrhein beheimatete, gemeinnützige Verein "Pro Dogbo", [1], und die Münsteraner Studenteninitiative "Weitblick", [2].

Arbeiten[Bearbeiten]

Feiertage[Bearbeiten]

Besonders zu erwähnen ist das Voodoo-Festival, jeweils am 10. Januar eines jeden Jahres. An diesem Tag "trifft sich die Welt" in Ouidah. Alle Besucher, die sich für die Philosophie des Voodoo interessieren, sollten an diesem Tag im Land Benin, und besonders in Ouidah sein. Dort geht es dann nicht nur ausgesprochen farbenfroh und lebendig zu, man bekommt auch Einblicke in den Voodoo, fernab jener Klischees, die in Europa so verbreitet werden. Schwarze Magie und Schadenszauber, die Voodoopuppe..., spielen keine Rolle. Der Gast wird konfrontiert mit einer ganzheitlichen Weltsicht, die an jene Theorien eines Richard Dawkins erinnern. Göttliche Kraft wirkt in Allem: Und so ist es auch wichtig, mit allem in der Umwelt des Menschen zu kommunizieren, und es zu respektieren. Antropomophe, antropozentrische Gottheiten gibt es nicht. Es ist die "den ganzen Kosmos in Bewegung haltende Kraft", über die der wirkliche Voodoo spricht.

Sicherheit[Bearbeiten]

Keine Probleme, wenn man sich nicht unvernünftig anstellt. Die grösste Wahrscheinlichkeit, bestohlen oder unangenehm angemacht zu werden, besteht in der Wirtschaftshaupstadt Cotonou. Hier ist, besonders nach Einbruch der Dunkelheit, Vorsicht angebracht. Ansonsten spricht man zu Recht von der "Schweiz Afrikas" im Zusammenhang mit dem Benin. Überängstlichkeit ist absolut nicht angebracht, und verdirbt einen spannenden Aufenthalt in diesem liebenswerten und farbenfrohen Land. Lediglich mit den Wellen- und Strömungsverhältnissen am Atlantik ist nicht zu spassen. Hier ist es schon häufiger zu Ertrinkungsunfällen gekommen. Ungeübte Schwimmer sollten lieber die Pools der Herbergen und Hotels nutzen. Ein weiteres und sehr heikles Thema betrifft die allgemeine Verkehrssicherheit. Am Tage, so lange man sich gegenseitig sieht, funktioniert es auf den Strassen erstaunlich gut. Gefährlich wird es allerdings in der Nacht. "Menschen, Tiere, Sensationen" tauchen plötzlich aus dem Dunkeln auf, nicht nur überraschend, sondern im Regelfall völlig unbeleuchtet. Selbst LKW´s fahren oft ohne Licht. Die meisten Unfälle geschehen auf der Nord- Süd-Tangente, in Richtung Niger. Die Fahrer von Lastwagen und Überlandbussen sind oft übermüdet und manchmal auch betrunken. Dann fahren sie ohne Rücksicht und Kontrolle. Grundsätzlich gilt also: Jedes Tagesziel sollte am frühen Abend erreicht werden.

Gesundheit[Bearbeiten]

In den grösseren Orten Benins, vor allem in der Hafenstadt Cotonou, gibt es recht gut sortierte Apotheken. Dort bekommt man viele gängige Medikamente in guter Qualität. Ärzte mit europäischem Standart findet man ebenfalls in Cotonou am schnellsten. Auskünfte dazu gibt es in grösseren Touristenhotels, bei der Deutschen Botschaft und sicher auch in den Büros der z.B deutschen Entwicklungshilfe-Organisationen, ebenfalls in Cotonou. Für Reisende, die auf dem Weg durch den Benin erkranken, empfiehlt sich der Kontakt zum "Centre Medical Gohome", in der Nähe der Stadt Dogbo. Diese Institution ist gut ausgerüstet und besonders das dort anzufindende Labor zur Blutuntersuchung (Feststellung von Infektionskrankheiten) befindet sich auf hohem Niveau. Für die Einreise in das Land ist eine Gelbfieber Impfung vorgeschrieben. Eine Malaria Prophilaxe wird empfohlen. Zuverlässige Malariatests sind in fast allen Krankenstationen, überall im Land, möglich. Achtung: Alle medizinischen Behandlungen müssen direkt vor Ort und sofort bezahlt werden. Die Preise liegen weit unter denen in Europa, man sollte diese Tatsache allerding bei der Planung des Reisebudges berücksichtigen. Als bedenkenloses Trinkwasser gibt es allerorts "Possotome" in Plastikflaschen zu kaufen. Schwimmen in "stehenden Gewässern" ist unbedingt zu unterlassen (Parasiten und Würmer), und schlafen sollte man immer unter Moskitonetzen. Solche Netze gibt es überall günstig zu kaufen, gehören aber in zahlreichen Herbergen mittlerweile zum Standart.

Klima[Bearbeiten]

Das Klima ist tropisch heiß, im Süden sehr feucht und im Norden bereits trockener. Ansonsten ist in Benin immer Sommer. Unterbrechungen im klimatischen Geschehen bieten lediglich die Regenzeiten. Was nicht bedeutet, dass es ganze Tage lang schüttet. Es gibt in den "Regenzeiten" sogar ausgesprochene Trockenperioden, in denen es immer heisser wird. Am Ende dieser Tage entlädt sich dann alles in stundenlangen Wolkenbrüchen. Strassen und Wege sind in diesen Stunden nur schwer, oder gar nicht passierbar. Gäste, die sich darauf einstellen, kommen aber in besonderer Weise auf ihre Kosten. Die Vegetation zeigt sich in der Regenzeit von ihrer buntesten Seite. Alles grünt und blüht. Nur das Unterwegssein ist eben manchmal etwas beschwerlicher. Die Beniner kennen das, und nehmen es mit afrikanischer Gelassenheit. Und so gibt es auch in der Regenzeit immer einen Weg, an sein Ziel zu gelangen. Mitunter empfiehl sich aber auch eine Zwangspause in einem Dorf am Wegesrand. Eine gute Gelegenheit, Kontakt zur einheimischen Bevölkerung aufzunehmen. Für Touristen, die mit dieser Gelassenheit und Anpassungsfähigkeit in den Benin kommen, ist also das ganze Jahr Reisezeit. Jeder Monat hat seine Eigenheiten und Spezialitäten.

Auf dieser Seite gibt es Klimadiagramme der verschiedenen Orte im Süden und Norden Benins mit Beschreibungen.

Respekt[Bearbeiten]

Wer auf seiner Benin Reise eine zurückhaltende Neugier zeigt, wird oft belohnt. In den meisten Dörfern des westafrikanischen Benin sind "Jovos", so werden die Weissen genannt, noch immer eine Seltenheit. Dementsprechend freut man sich auf Besuch aus z.B. Europa. Oft bietet sich sogar die Möglichkeit, an einer der vielen Voodoo- Zeremonien teilzuhaben, die es überall und zu jeder Zeit gibt. Überhaupt werden Besucher recht schnell und gerne dazu eingeladen bei familiären Alltagssituationen mit dabei zu sein. Sprachliche Probleme meistert man humorvoll mit Händen und Füssen, und es gibt immer mehr Kinder und Jugendliche, die in der Schule auch Englisch lernen. Ist die anfängiche Scheu erst überwunden, erweisen sie sich oft als schon recht gute Übersetzer zwischen den Gästen aus fernen Ländern und der älteren Dorfgeneration. Auch fotografierende Jovos sind in der Regel kein Problem. Nur in den wenigen Orten, in denen es regelmässig Tourismus gibt, wird man nach "Cadou", nach Trinkgeld gefragt, wenn man fotografiert. Grundsätzlich gilt natürlich auch für den Benin: Erst fragen, dann knipsen! Benin ist ein Land, in dem Afrika noch seine ursprüngliche Identität bewahrt hat. Kulturell wie auch religiös zeigt es sich den interessierten Besuchern facettenreich, unverfälscht und lebendig. Respektvoller Tourismus, auf Augenhöhe mit der Bevölkerung, könnte Benin auch in Zukunft davor bewahren, eine lediglich auf Kommerz ausgerichtete Touri-Attraktion zu werden.

Post und Telekommunikation[Bearbeiten]

Für Reisende empfiehlt es sich, das eigene Handy dabei zu haben. In vielen Orten kann man SIM-Karten beninischer Anbieter mit Geheimzahl kaufen, die eine recht preisgünstige Kommunikation im Land, aber auch nach Europa ermöglichen. Achtung: Im Land Benin angerufen zu werden, ist erheblich teurer, als Gespräche von Benin nach z.B. Deutschland. Im Verlauf von zahlreichen Benin-Reisen habe ich mit dem lokalen Anbieter MTN die besten Erfahrungen machen können. Dieses Mobilfunknetz ist in allen grösseren Orten verfügbar und funktioniert auch oft in den entlegensten Winkeln des Landes. Alternativ gibt es auch noch "Bell Benin". Auch dieses Netz wird immer zuverlässiger.

Literatur[Bearbeiten]

  • Petit Futé: Benin: Einer der beste Reiseführer für Benin (allerdings auf französisch). Über 50 Seiten allgemeine Informationen und über 80 Seiten Beschreibung von Orten und Sehenswürdigkeiten. Man kann ihn direkt beim Verlag bestellen.
  • Show Me the Magic: Travels Round Benin by Taxi von Annie Caulfield: Ein persönlicher Reisebericht von Annie Caulfield, die mit Hilfe ihres Fahrer Isidor die Magie von Benin entdeckt. Ein lustig geschriebenes Buch. Als Einstimmung auf die Menschen und die Kultur von Benin sehr gut geeignet.
  • Der Kuss des Voodoo von Annette Bokpê: Wahre Liebesgeschichte einer Deutschen zu einem beninischen Prinzen, die einen interessanten Einblick in die Gesellschaft und Religion von Benin gibt.

Weblinks[Bearbeiten]


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