Internet-web-browser.svg
Brauchbarer Artikel

Uganda

Aus Wikivoyage
Welt > Afrika > Ostafrika > Uganda
Wechseln zu: Navigation, Suche

Uganda liegt im Osten von Afrika. Die angrenzenden Länder sind im Norden der Südsudan, im Westen die Demokratische Republik Kongo, im Süden Ruanda und Tansania und im Osten Kenia. Uganda hat im Süden Anteil am Viktoriasee, dem größten See Afrikas.

Lage
Karte von Zentralafrika mit hervorgehobener Lage von Uganda
Flagge
Flagge von Uganda
Kurzdaten
Hauptstadt Kampala
Staatsform Präsidiale Republik
Währung 1 Uganda-Shilling (UGX)
= 100 Cents
Fläche 241'038 km²
Bevölkerung 34,5 Mio.
Sprachen Englisch, Swahili, Luganda
Religionen römisch-katholisch 33 %, Protestanten 33 %, Muslime 16 %, Naturreligionen 18 %
Stromnetz 240V / 50Hz, spezielle Stecker
Telefonvorwahl +256
Internet TLD .ug
Zeitzone UTC +3, MEZ +2h

Regionen[Bearbeiten]

Städte[Bearbeiten]

Karte von Uganda
  • Kampala - Hauptstadt
  • Gulu - in Nordwesten des Landes
  • Lira - im nördlichen Zentrum des Landes
  • Jinja - am Ufer des Viktoriasees
  • Arua - im Nordwesten (West-Nile Region) nahe der kongolesischen Grenze

Weitere Ziele[Bearbeiten]

  • UNESCO Welterbe Ruwenzori-Gebirge, ein Nationalpark und UNESCO-Weltnaturerbe im Westen von Uganda, an der Grenze zur Demokratische Republik Kongo, beherbergt den Margherita Peak (5.109 m hoch).
  • Ssese Islands, 84 Inseln im Viktoriasee. Der Bürgerkrieg hat dort keine Spuren hinterlassen und der interessierte Besucher lernt eine ganz andere Seite Ugandas kennen. Die wenigen Touristen, die die Inseln besuchen, werden von den Bewohnern ausgesprochen freundlich empfangen. Anreise: Vom Busbahnhof in Kampala den Bus nach Masaka, von dort den 14:00 Uhr Bus zur Fähre nach Luku und nach Kalangala. Von Entebbe fährt um 14:30 Uhr ebenfalls eine Fähre zu der Hauptinsel. Um 8:00 Uhr fährt sie von dort zurück. Tickets kosten 10.000 UGX. Moskitoschutz nicht vergessen.
  • Jinja, die Quelle des Weißen Nils, liegt 80 km von Kampala und ist per Bus erreichbar (Bujagali-Wasserfälle bzw. Stromschnellen).
  • Bwindi-Nationpark, für 500 $ kann man hier eine Gorillatour buchen. Der Park gehört zum Weltnaturerbe der UNESCO. Die Ureinwohner, die Batwa Pygmäen hat man mit der Anlage des Parks zwangsumgesiedelt. Am Rande des Parkes fristen sie ein entwurzeltes Dasein und bieten klägliche Souvenirs an.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der heutige Staat Uganda entstand auf dem Reissbrett der britischen Kolonialmacht. Das Königreich Buganda (um Kampala und Entebbe im Südwesten des Landes) wurde mit anderen Stammesgebieten zu einem neuen Staat zusammengefügt. Dadurch kam es, besonders nach der Unabhängigkeit, zu Konflikten und Spannungen, wie sie auch in anderen afrikanischen Ländern der Region heute noch sichtbar sind.

Anfangs der 60er-Jahre begann Ugandas blutige Zeit mit den Diktaturen von Milton Obote (1962 bis 1971 und 1980 bis 1985) und Idi Amin (1971 bis 1979). Während Idi Amins Regime wurden über 300.000 Menschen ermordet.

Seit 1986 ist der gemässigte Yoweri Kaguta Museveni als Präsident einer demokratischen Nation an der Macht. Die Demokratie in Uganda hat sich einiger autoritärer Elemente bedient, so waren lange Zeit politische Parteien zwar nicht verboten, aber fast alle ihnen üblichen Handlungen wurden ihnen untersagt. Die Politik war de facto ein Einparteiensystem. Im Hinblick auf die Wahlen Ende Februar 2011 gibt es allerdings eine unüberschaubare Vielfalt an Parteien mit eigenen Präsidentschaftskandidaten.

siehe auch Wikipedia-Artikel Geschichte Ugandas

Anreise[Bearbeiten]

Einreisebestimmungen[Bearbeiten]

Für Uganda gilt für Deutsche die Visumpflicht. Visa können seit 01. Juli 2016 nur noch online über https://visas.immigration.go.ug beantragt werden. Die meisten Visa kosten 100 US$, dem elektronischen Antrag müssen je nach Art des Visums u.a. Kopie des Reisepasses, der Gelbfieberimpfung und ein Passbild angehängt werden. Ein als E-Mail zurückgesandtes "Entry Permit" muss der Urlauber dann ausdrucken und für die Einreise mitnehmen. Das ebenfalls so erhältliche East Africa Tourist Visa (EAC-Touristenvisum) ist ein seit 2014 existierendes gemeinsames Visum für Uganda, Ruanda und Kenia.

Kinder benötigen einen eigenen Kinderreisepass. Alle Ausweise müssen mindestens 6 Monate gültig sein.

Bei Einreisen aus einem Drittland das als Gelbfieberendemiegebiet gilt ist eine gültige Gelbfieberimpfung vorgeschrieben. Bei direkter Einreise (aus Europa) nach Uganda ist ein Gelbfieberimpfung nicht vorgeschrieben, allerdings scheint mit dem neuen Visasystem die Gelbfieberimpfung grundsätzlich erforderlich zu sein.

Waffen, Drogen und pornografische Schriften dürfen nicht eingeführt werden. Die zollfreie Menge an Spirituosen ist eine Flasche Wein oder höherprozentiger Alkohol.

Ausländische Devisen sind nicht deklarationspflichtig und dürfen in unbegrenzter Höhe eingeführt werden. Uganda-Schilling dürfen nicht ein- und ausgeführt werden.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der internationale Flughafen von Entebbe wird von Europa direkt von British Airways ab Flughafen London Heathrow und von SN Brussels Airlines ab Brüssel angeflogen. Wesentlich preisgünstiger und flexibler (da tägliche Umsteigeverbindungen) sind jedoch Verbindungen über Kairo mit Egypt Air, über Dubai mit Emirates oder über Addis Abeba mit Ethiopian. Die besten Verbindungen (zweimal täglich) bietet KLM/Kenya Airways ab allen deutschen Flughäfen mit Umsteigen in Amsterdam und Nairobi. Tickets sind bei Ethiopian ab 560 € (incl.), bei den anderen Fluggesellschaften ab 750 € (incl.) erhältlich (Stand Juli 2010).

Auf der Straße[Bearbeiten]

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Die Fährverbindungen nach Kenia und Tansania über den Viktoriasee wurden nach dem Untergang der letzten verbliebenen Personenfähre 2004 eingestellt. Es gibt vereinzelte Frachtschiffe, die gelegentlich Passagiere mitnehmen. Hierbei sollten keinerlei Ansprüche an Mindeststandards von Unterbringung und sanitären Anlagen gestellt werden.

Mobilität[Bearbeiten]

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Uganda Railways hat jeglichen Personenverkehr nach mehreren kleineren Unfällen und aufgrund der unrentablen langsamen Verbindungen 2003 eingestellt. Die Bahnlinien werden nur noch zum Güterverkehr genutzt.

Bus / Taxi[Bearbeiten]

Der zentrale Omnibusbahnhof in Kampala ist der optimale Ausgangspunkt für Ziele im ganzen Land. Das "organisierte Chaos" ist ein Erlebnis für sich. Es gibt verschiedene konkurierende Busunternehmen, die auf der Strecke ein Wettrennen um die Passagiere austragen, die am Straßenrand warten. Die Straßen von Kampala-Mbarara-Kasese oder Kampala-Rwanda kommen in der Unfallstatistik am schlechtesten weg.

Boda-Bodas (Motorradtaxis). Einfach auf dem Heck Platz nehmen und sagen, wo man hin möchte. Der Preis sollte vorher ausgehandelt werden; auch sollte man sich vergewissern, dass Bremsen und beide Lichter funktionieren und der Fahrer nicht betrunken ist. Bei längeren Strecken ist es nicht untypisch, dass der Fahrer zunächst zur Tankstelle fährt und direkt an der Tankstelle ein Vorschuss zu zahlen ist (laut Auskünften der Fahrer mieten diese ihr Boda und leben oftmals so von der Hand in den Mund, dass weder Geld für mehrere Liter Benzin noch als Wechselgeld vorhanden ist); grundsätzlich wird jedoch erst bei Ankunft gezahlt.

Ansonsten gibt es noch tausende Taxis, die alle von einem zentralen Taxipark zu ihren Destinationen starten, um dann wieder zurück zu fahren. In Kampala gibt es den Old Taxi Park und den New Taxi Park, von dem aus die Autos in die ganze Stadt bzw. das ganze Land fahren. So genannte "Special Hires" sind Taxis im europäischen Sinn; einfach einsteigen und das Ziel sagen.

Generell werden sowohl Busse als auch Taxis solange gefüllt, bis wirklich niemand mehr hineinpasst - auch vier Personen vorne und fünf hinten in einem Taxi oder 35 Personen in einem Minibus sind möglich. Wer mehr Platz haben oder nicht auf weitere Mitfahrer warten möchte, kann meist einen Aufpreis zahlen.

Die Fahrer kennen oftmals nur ihr eigenes Stadtviertel und das Zentrum, antworten aber stets auf Fragen, ob sie den Weg wüssten mit "Ja"; daher dann, wenn man das Ziel selbst nicht kennt, besser offene Fragen nach dem Weg stellen, die nicht mit "Ja" oder "Nein" beantwortet werden können.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Die Hauptstrecken von Kampala nach Norden (Gula), Osten (Tororo), Westen (Fort Portal) und Südwesten (Kabale) sind geteert und mit einem PKW problemlos zu befahren. Für die meisten anderen Strecken, insbesondere die zahlreichen Pisten ist ein Allradfahrzeug unbedingt von Nöten. Diese Pisten sind nach Regen z.T. sehr rutschig. Allgemein gibt es sehr viele Schlaglöcher bzw. Speedbumps. Fahrzeuge können in der Hauptstadt gemietet werden, sollten aber nach Möglichkeit im Voraus reserviert werden, da insbesondere die zuverlässigeren Vermieter oft ausgebucht sind. Benzin ist in allen (mittel)großen Orten erhältlich (Preis Juni 2012: ca. 3.600 UGX/1,20 €). Nachtfahrten sollten unbedingt vermieden werden, da die zahlreichen unbeleuchteten Fahrräder und Fahrzeuge eine erhebliche Unfallgefahr darstellen!

Sprache[Bearbeiten]

Ca. 70 verschiedene Sprachen. Englisch als Amtssprache. In Zentral-Uganda (um Kampala) sprechen die Einwohner Luganda. Swahili ist verbreitet, von manchen aber nicht gern gehört da es in Uganda die Sprache der Militärs ist. Jeder Soldat muss Swahili und Englisch können.

Kaufen[Bearbeiten]

Owino Markt in Kampala - Augen auf und durch. Alles, was der Mensch braucht, wird auf diesem unglaublich riesigen Markt angeboten. Allerdings sollten Taschen immer gut verschlossen sein. In Kampala gibt es Einkaufszentren wie z.B. Shoprite oder Garden City. Kleine Shops, die Grundnahrungsmittel, Seife usw. verkaufen, gibt es wie Sand am Meer, Supermärkte mit akzeptabler Auswahl nur in grösseren Städten, meist von Indern geführt.

Küche[Bearbeiten]

Für den Hunger zwischendurch: Chapati, in Öl gebackenes Fladenbrot.(300 - 500 UGX an der Straße) Etwas aufgewertet ist das Rolex, ein Chapati mit eingerolltem Omlett und teilweise auch Tomatenstückchen und Zwiebeln. (ca. 1.500 UGX). Die billigste Mahlzeit ist das Chikomando, zerschnittener Chapati mit Linseneintopf. (1.200 - 1.700 UGX) Desweiteren werden auch Samosa, fritierte Teigtaschen verkauft. Gefüllt sind diese mit Reis, Erbsen oder Hackfleisch. Dieses Essen wird an der Straße verkauft.

Traditionelles vollwertiges Essen nennt sich local food. Local food besteht meistens aus mindestens einer Hauptspeise und einer Sauce. Als Hauptspeise gibt es Matooke (Kochbanane), Pocho (Maismehlbrei), Reis, Süßkartoffeln, sog. Irish Potatoes (entspricht normalen Kartoffeln), Cassava, Kürbis. Oft werden mehrere Speisen zusammen serviert. Dazu gibt es die Sauce. Dies kann ein Linsen- oder Erbseneintopf, Ziegenfleisch, Hühnchen oder Rinderfleisch sein. Es empfiehlt sich vor dem Essen die Hände zu waschen, oft ist man auf den Gebrauch der Finger angewiesen (vor allem beim Huhn).

In vielen mittleren Restaurants ist auch westlicheres Essen wie Pommes mit fritiertem Huhn, Fisch oder Pressfleisch (chaps) sowie Sandwich oder Burger zu erhalten. In Deutschland wird dieses Essen eventuell als Fastfood bezeichnet, in Uganda ist ein Burger eine richtige Bestellung und auch nicht unbedingt schnell zubereitet. Schnell erhältliches Essen ist eigentlich nur Chapati oder Rolex. In Kampala gibt es auch Restaurants mit italienischem Essen und indische Fastfood-Läden.

Nachtleben[Bearbeiten]

In Kampala gibt es einige Clubs und Bars. Bier kostet zwischen 3.500 UGX und 5.000 UGX. Erwähnenswert sind folgende Bars: Indigo mit Ausblick auf den Taxipark, MishMash in Kololo... Erwähnenswert sind folgende Clubs: Iguana (Kololo/Kamwokya), HiTable (City Square), Rouge (Railwaystation), Alfredoz (Bukoto)....

Unterkunft[Bearbeiten]

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Feiertage[Bearbeiten]

Termin Name Bedeutung
09.10. Unabhängigkeitstag Unabhängigkeit 1962

Sicherheit[Bearbeiten]

Es ist verboten Uniformierte (Polizei, Militär, etc.), militärische Einrichtungen und öffentliche Bauten zu fotografieren.

Gleichgeschlechtliche Handlungen sind strafbar.

Delikte im Zusammenhang mit Drogen werden sehr hart bestraft, auch wenn es sich nur um geringe Mengen handelt.

Gesundheit[Bearbeiten]

siehe auch: Gesund Unterwegs

Vor der Reise sollte ein Reisemedizinisches Zentrum, z.B. das Schweizerische Tropen- und Public Health Institut in Basel, aufgesucht werden. Dort wird man ausführlich über die medizinischen Risiken aufgeklärt und die nötigen Impfungen können gleich gemacht werden.

Uganda ist ein Malaria-Endemiegebiet, weshalb eine gute Prophylaxe, Mückennetze und lange Kleidung besonders in den Dämmerungs- und Nachstunden stark zu empfehlen ist. Beim Anzeichen von Fieber sollte ein Arzt aufgesucht werden, auch bis ein Jahr nach der Reise. Die Symptome von Malaria gleichen einer leichten Grippe.

Ebenfalls ist die Infektion mit Gelbfieber möglich, gegen das es allerdings eine Impfung gibt. Die Nachbarländer Tansania und Kenia verlangen für die Einreise eine Gelbfieberimpfung, ebenso ist sie vorgeschrieben wenn man aus einem Endemieland nach Uganda einreist.

Leitungswasser vor dem Trinken abkochen. Abgekochtes Wasser wird oft in Plastiksäcken verkauft, Mineral Water (z.B. Rwenzori usw.) ist immer eine gute Wahl, es gibt jedoch viele Fälschungen, die daran zu erkennen sind, dass an der Unterseite der Plastikflasche ein Loch gebohrt und wieder verschlossen wurde.

Essen in gehobenen Restaurants ist immer unbedenklich, billigeres am Straßenrand zubereitetes Essen kann unter Umständen Durchfall verursachen, je nach Verträglichkeit. Es gibt guten Zugang zu sehr billigen chinesischen und ugandischen Medikamenten, wobei die chinesischen die bessere Wahl sind.

Der letzte Ebola-Ausbruch wurde am 30.11.2007 durch die WHO gemeldet.

Klima[Bearbeiten]

Uganda liegt auf einem Hochplateau (zumeist über 1000 m) in den Tropen. Dadurch wird die typische tropische Hitze abgemildert und die Temperaturen liegen durchschnittlich zwischen 25 °C und 30 °C tagsüber und etwa 17 °C in der Nacht. Niederschläge fallen eigentlich ganzjährig, als trockenere Perioden sind lediglich die Monate Dezember bis Februar und Juni bis August zu nennen. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge beträgt 100 bis 1500 mm.

Eine Ausnahme bildet der Nordosten des Landes an der Grenze zum Sudan und zu Kenia der als semiarid bezeichnet werden kann. Hier herrscht Savanne vor.

Regeln und Respekt[Bearbeiten]

Kurze Röcke werden oft nicht gern gesehen.

Post und Telekommunikation[Bearbeiten]

Handys sind billig zu haben. Das Mobilnetz ist sehr gut ausgebaut. Eine Simkarte für eines der Netze kostet ca. 1,00 €, das Gesprächsguthaben (Airtime) ist leicht erhältlich. Bei MTN kostet eine Gesprächsminute nach Deutschland 10 Cent. Internet Guthaben ist ab 500 UGX für 60MB für 24h zu haben (Airtel). Die Post ist langsam, im Normalfall kommen Sendungen früher oder später doch an.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Tageszeitungen[Bearbeiten]

Brauchbarer Artikel Dies ist ein brauchbarer Artikel. Es gibt noch einige Stellen, an denen Informationen fehlen. Wenn du etwas zu ergänzen hast, sei mutig und ergänze sie.