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Senegal

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Der Senegal liegt in Westafrika und liegt im Übergang vom Sahel zu den Tropen. Angrenzende Länder sind Mauretanien, Mali, Guinea, Guinea-Bissau und das vom Senegal vollständig umschlossene Gambia.

Lage
Bild von Westafrika mit eingezeichneter Lage von Senegal
Flagge
Flagge von Senegal
Kurzdaten
Hauptstadt Dakar
Staatsform Präsidiale Republik
Währung CFA-Franc (FCFA)
Fläche 196.722 km²
Bevölkerung 10,9 Mio
Sprachen Französisch (offiziell), Wolof, Pulaar, Jola, Mandinka
Religionen Muslime 94 %, Naturreligionen 1 %, Christen 5 % (meist Katholiken)
Stromnetz 230 V/ 50 Hz
Telefonvorwahl +221
Internet TLD .sn
Zeitzone MEZ - 1h (WEZ)

Regionen[Bearbeiten]

Karte des Senegal
  • Senegaltal (Fluss) im Norden und Nordwesten
  • Grande Côte - Grosse Atlantikküste nördlich Dakar bis zum Senegaldelta
  • Kap Verde
  • Petite Côte - Kleine Atlantikküste südlich Dakar bis zum Saloum-Delta an der Grenze zu Gambia
  • Zentralsenegal - östlich und südöstlich Dakar um Diourbel
  • Ostsenegal
  • Provinz Casamance mit tropischem Regenwald im Süden

Städte[Bearbeiten]

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Stätten des Weltkulturerbes[Bearbeiten]

  • Gorée (Insel): Vor der Küste Dakars gelegene Insel, die vom 15. bis zum 19. Jahrhundert der größte Sklavenmarkt an der afrikanischen Westküste war. Sie gehört seit 1978 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Ein Besuch ist zu empfehlen, auch wenn dies Weltkulturerbe nicht so unterhalten wird, wie man es sich wünscht. Die Insel selbst ist sehenswert, sie bietet u.a. malerische Gassen, die an Mittelmeerstädtchen erinnern. Von der letztmalig im Zweiten Weltkrieg befestigten Inselkuppe, auf der sich heute mehrere Künstler niedergelassen haben, hat man einen wunderbaren Rundblick. Ein Besuch des Sklavenhauses (Maison des esclaves) mit Führung sollte in jedem Fall dazu gehören, auch wenn die Ausstattung und Pflege nicht zu vergleichen ist mit z.B. dem Sklavenmuseum in Kapstadt (Südafrika). Dafür hatten wir eine sehr gute und engagierte offizielle Führung in Französisch, es gibt aber auch deutschsprachige Führer. Bemerkenswert ist auch ein Denkmal für die Pharmazeuten (und Ärzte), die bei der Bekämpfung von Seuchen ihr Leben gelassen haben.

  • Saint-Louis: Die ehemalige Hauptstadt von Senegal (1872 -1952) liegt auf einer Insel im Senegalfluß und wurde im Jahr 2000 in die Liste des Weltkulturerbe aufgenommen. Beeindruckend ist die gut erhaltene koloniale Architektur mit der Altstadt und den Hafenanlage.
  • Die Steinkreise von Senegambia: Entlang des Gambia Flusses erstrecken sich auf einer Breite von 100 km und einer Länge von ca. 350 km insgesamt ca. 1000 frühgeschichtliche Monumente. Die Steinkreise bilden insgesamt vier Gruppen mit 93 Steinkreisen: Sine Ngayène, Wana, Wassu und Kerbatch. Ihre Entstehung wird zwischen dem dritten Jahrhundert vor und dem 16. Jahrhundert nach Christus datiert. Insgesamt bilden die Monumente, die auch Grabhügel enthalten, eine Periode von 1500 Jahren einer Zivilisation ab. Diese megalithische Zone ist einzigartig auf der Welt. Seit 2006 gehört sie zum Weltkulturerbe.
  • Die Muschelkultur von Joal Fadiouth: Über diese Kultur ist wenig bekannt, außer dass diese Menschen vor 1000 bis 700 Jahren Inseln im flachen Mündungswasser aufgehäuft haben, die nur aus Muscheln bestehen. Leider ist die höchste von ihnen schon vor vielen Jahren abgetragen worden, weil ihr Material, die Muschelschalen, für den Straßenbau genutzt wurden. Beeindruckend ist der Fußweg über lange Holzbrücken zum Ort, der auf Muscheln gebaut ist. Nach einem Rundgang durch den Ort geht man weiter zur Begräbnisinsel oder lässt sich mit einem Kahn fahren. Auch dort sind die Wege, die christlichen und moslemischen Grabhügel aus Muscheln, selbst der Beton der Schutzmauer.

Nationalparks[Bearbeiten]

Senegal besitzt vier Nationalparks, von denen zwei seit 1981 zum Weltnaturerbe der UNESCO zählen.

  • Parc National des Oiseaux du Djoudj: Nördlich der Stadt Saint Louis gelegenes Reservat, das zum Weltnaturerbe der UNESCO zählt und eines der größten Vogelreservate in Westafrika mit ca. 330 Vogelarten bildet.
  • Parc National de la Langue de Barbarie: An der Mündung des Senegalflusses gelegenes ca. 20 km² großes Reservat.
  • Parc National du Delta du Saloum: ca. 150 km südöstlich von Dakar gelegener Park mit Sümpfen und Mangrovenwäldern
  • Parc National du Niokolo-Koba: ca. 650 km östlich von Dakar gelegenes Weltnaturerbe der UNESCO mit einer Fläche von 9500 km². Neben ca. 80 Säugetierarten findet man hier rund 300 Vogelarten. Die letzte Elefantenherde des Senegal ist hier zu Hause. Der Gambia (Fluss) fließt durch den Park.

Man kann von Dakar aus mit dem Flugzeug zum malerisch am Gambiafluss gelegenen Hotel Simenti inmitten des Nationalparks fliegen. Mit dem Auto ist der direkte Weg von Dakar über die N 1 sehr beschwerlich und staubig, weil auf ca. 270 km nur noch wenige Reste einer Straße vorhanden sind (1/2009). Das offizielle Tor zum Park liegt in Dar Salam an der N 7. neben dem Eintritt ist immer ein Parkführer zu mieten, der einen im Park begleitet (Jan 2009 = 5000 CFA pro Tag). Führungen werden i.d.R. in Französisch angeboten, es gibt einzelne Führer, die auch Englisch können, einen, der auch leidlich Deutsch sprach. Direkt beim Eingang liegt ein gutes Campement, diejenigen im Park sind teils sehr einfach (Zelte dafür kostenfrei), es gibt aber auch solche mit Klimaanlagen in der Hütte wie z.B. derjenigen beim Hotel Simenti. Für den Tier- und Pflanzenliebhaber lohnt eine Reise, wenn man sich ausreichend Zeit für Tierbeobachtungen nimmt. Dazu ist fast nur der Morgen und Abend geeignet, aber um z.B. Löwen beobachten zu können braucht es Glück, ein Geländewagen ist dabei hilfreich. War waren mit Sammeltaxi, einem Peugeot 505 unterwegs. Ein Abstecher, weiter im Süden zu den Bedick (sehr gutes, angenehmes Campement "Chez Leontine"), in der Nähe von Bandafassi und zu den Bassari sowie eine Besichtigung des Wasserfalls von Dindefelo (dort zwei gute Campements) lohnen. Diese Tour ist ca. ab Kédougou nur mit Geländewagen möglich (1/2009).

Hintergrund[Bearbeiten]

Senegal wurde als Staat am 04. April 1960 von Frankreich unabhängig. Davor war der Senegal französische Kolonie. Den Hintergrund auf diese Periode zu beschränken wäre jedoch falsch, so dass im Folgenden ein kurzer Überblick gegeben werden soll.

Geschichte[Bearbeiten]

Das diese Region Westafrikas bereits früh besiedelt war, wird mit den Steinkreisen des Senegambia eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Um 500 n. Chr. wanderten die Völker der Wolof und Serer in dieses Gebiet ein. Mit Beginn des 9. Jahrhunderts stand die Region für zunächst 200 Jahre unter dem Einfluss von Ghana und anschließend unter dem Einfluss des Königreiches Mali. Die Islamisierung begann wahrscheinlich ab dem 11. Jahrhundert mit dem Einfall von Berberstämmen aus dem Norden. Das Malireich verlor im 14. und 15. Jahrhundert an Einfluss, so dass sich lokale Herrscherbezirke der Wolof ausbildeten.

Ab 1444 übernahmen sukzessive die Europäer die Kontrolle über die Region.

Kultur[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Einreisebestimmungen[Bearbeiten]

  • Botschaft von Senegal, Dessauer Straße 28/29, 10963 Berlin. Tel.: +49 (30) 8 56 21 90. Auch zuständig für Österreich. Der Senegal hat mehrere Honorarkonsuln in der BRD ernannt, diese stellen keine Sichtvermerke aus. Mit Wirkung zum 1. Mai 2015 wurde die Visumspflicht für Aufenthalte bis 30 Tage suspendiert. Sichtvermerke werden nun bei Ankunft in den Paß gestempelt. Ansonsten benötigen Staatsbürger aller anderer Länder, die nicht Teil des westafrikanischen Abkommens sind, seit 1. Juli 2013 ein biometrisches Visum, das man im Internet für € 50 beantragen muß und dann an der zuständigen Botschaft, nicht im Konsulat, abholen soll. Verlängerungen erteilt die örtliche Fremdenpolizei. Geöffnet: Mo.-Fr. 9.00-17.00.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der internationale Flughafen von Dakar wird von zahlreichen internationalen Fluglinien sowohl im Linien- als auch im Charterbetrieb angeflogen. So fliegen von Frankfurt/ Main unter anderem Air Maroc, Air France u.a.m. Dakar täglich an.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Eine Anreise per Bahn ist nur zweimal in der Woche aus Bamako im Nachbarland Mali möglich. Eine weitere grenzüberschreitende Personenzugverbindung existiert nicht.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Auto/ Motorrad[Bearbeiten]

Die Anreise aus Europa ist am einfachsten über Mauretanien und den Fährübergang bei Rosso über den Senegal-Fluß möglich.

Das deutsche auswärtige Amt gibt ein Merkblatt zur KfZ-Einfuhr heraus, da sich die Regeln häufig ändern. Die Einfuhr von Fahrzeugen bis 3,5 t die älter als acht Jahre sind, ist seit 2012 verboten. Solche Fahrzeuge dürfen gegen Vorlage eines Carnet und Nachweis einer gültigen Haftpflichtversicherung für 48 Stunden (nicht verlängerbar) in Transit benutzt werden. Neuere Fahrzeuge ohne Carnet erhalten ein 10 Tage gültiges passavant de circulation, das verlängert werden kann. Falls das Auto verkauft wird, sind je zwanzig Prozent Zoll und Mehrwertsteuer fällig, für die der Verkäufer aufkommen muß.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Eine reguläre Fährverbindung in den Senegal besteht nicht.

Mobilität[Bearbeiten]

Um sich im Land zu bewegen kann man Mietwagen, Buschtaxis, Busse, die Bahn oder Inlandsflüge nutzen.

Mietwagen[Bearbeiten]

In Dakar haben alle großen internationalen Autovermietungen eine Dependance. Es wird ein internationaler Führerschein benötigt.

Öffentliche Verkehrsmittel[Bearbeiten]

Die einfachste Art im Land unterwegs zu sein ist die Nutzung von Buschtaxis oder einheimischen Bussen, die immer von einem Busbahnhof (gare routière) abfahren. Beim Komfort müssen Abstriche gemacht werden, dafür ist fast jeder Ort billig erreichbar. Die Fahrtziele werden laut ausgerufen, wobei hier meist nur die Endstation angegeben wird. Etwas Geduld und keine Angst vor apokalyptischen Zuständen in den Großstädten sind empfehlenswert. Auf dem Land geht es etwas ruhiger zu. Es ist anzuraten sich vorher über den üblichen Fahrpreis zu erkundigen, das braucht Zeit. Auch zum Feilschen über den Fahrpreis sollte man viel Zeit und Geduld einplanen! In Dakar selbst sind übrigens die Buschtaxis nicht mehr zugelassen, man muss sie also außerhalb suchen.

Wenn man mit vier oder mehr Personen unterwegs ist, kann sich das Anmieten eines Buschtaxis für eine ganze Rundreise lohnen. Dazu sollte man sich aber Fahrer und Fahrzeug vorher genau ansehen, vielleicht auch erst einmal ausprobieren und sich auf längeres Feilschen und Verhandeln einlassen. Wir fuhren zu viert in einem alten Peugeot 505 mit sehr zuverlässigem, netten Fahrer billiger als mit einen gemieteten Kleinwagen. Wir haben auf seine Empfehlung mehrfach in senegalesischen Restaurants an der Strecke hervorragend und sehr billig gegessen, zumal er für uns die Preise erfragte bzw. verhandelte. In Campements (und manchen ländlichen Hotels) werden Fahrer üblicherweise kostenlos aufgenommen und auch verpflegt.

Der Zug ist keine echte Alternative, da es nur eine Strecke mit Passagierbetrieb gibt. Diese Strecke verbindet Dakar mit Bamako in Mali. Der Zug fährt jeweils mittwochs und samstags. Die Strecke verläuft von Dakar über Thies, Diourbel, Tambacounda nach Bamako. Dazu gab es in der Frankfurter Zeitung Reiseteil im Dezember 2008 einen Bericht, der durchblicken lässt, dass es auch Überfälle auf Reisende geben kann.

Sprache[Bearbeiten]

Die Amtssprache ist Französisch, das man also in allen offiziellen Stellen nutzen kann. In Städten und der Nähe der Küste sind Französischsprachige sehr oft anzutreffen, im Landesinneren wird es seltener und der Wortschatz ist oft auf alltägliche Dinge begrenzt. Für Reisen ist es ratsam, sich zumindest Begrüßungsformeln in Wolof, der gängigen Verkehrssprache, vorher anzueignen, das kann manches erleichtern, da Senegalesen sich für die (ritualisierte) Begrüßung viel Zeit lassen (wobei man sich höflicher Weise nicht anschaut!) und nach dem Befinden, der letzten Nacht, den Eltern und Kindern fragen, ehe sie langsam auf das Thema zu sprechen kommen.

Kaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Es gilt, wie fast überall in Afrika, dass man fließendes Wasser und Rohes (also auch Salate) meiden sollte. Fleisch, Gemüse und Obst sollte nur gut gekocht oder durchgebraten gegessen werden, Obst nur, wenn man es geschält hat. Beachtet man dies und eine Grundhygiene, so kann man die senegalesische Küche unbedenklich essen. Sie beruht auf einer "Sättigungsgrundlage", sei es Hirse, Reis, Weizengrieß (Couscous) mit schmackhaften Soße mit Gemüsen, dazu - meist darin - gibt es Hühnchenfleisch oder Rind-, Hammel-, Ziegen-oder Schaffleisch, oft auch Fisch oder Meeresfrüchte. Je nach Region und Koch/Köchin werden auch scharfe Gewürze benutzt, man sollte also vorher danach fragen. Scharfe Gewürze schaden nicht, helfen aber gut verdauen.

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

In der Hauptstadt Dakar finden sich alle französischen Hotelketten mit ihrem modernen klimatisierten Ambiente und Preisen wie in Europa. In anderen größeren Städten finden sich auch Hotels, die diesem Standard entsprechen. Für Reisende ohne Französischkenntnisse sind diese geeignet, da sie auch englischsprachiges (manchmal auch portugiesisch- und spanischsprachiges) Personal haben. Ich fand das Hotel Océanic im kolonialen Stil, ganz nahe am Markt "Kermel" charmant, wenn auch etwas renovierungsbedürftig, das Preis-Leistungsverhältnis ist sehr gut und das Hotel so zentral gelegen, dass man Dakar zu Fuß besichtigen kann. Das französisch- teils auch spanischsprechende Personal war sehr freundlich und hilfsbereit.

Im ländlichen Senegal, insbesondere in der Casamence und im Südosten (im und in der Umgebung des Nationalparks Niokolo Koba) finden sich von Einheimischen betriebene Campements, umzäunte Gelände, meist mit schönen Bäumen in denen kleine (ortsübliche) Hütten stehen. In ihnen sind im großen Hauptraum zumeist ein großes Doppelbett mit Moskitonetz, manchmal auch ein Schrank oder Kommode. Ein oder auch zwei Zusatzbetten werden gern hineingestellt. Dahinter befindet sich ein einfacher Sanitärbereich mit Toilette (gelegentlich mit Hockklo) und oft Waschbecken sowie immer Duschgelegenheit, die aus einer Dusche mit fließendem (oder auch nur tröpfelndem) Wasser oder aus einem Eimer Wasser mit Schöpfmöglichkeit (was ich fast vorziehe) besteht. Man sollte sich die Hütten vorher ansehen, um sicher zu sein, dass einem die Sauberkeit, Ausstattung z.B. mit Moskitonetz, zusagt. Gern wird auch nachgebessert.

Ich will hier nur ein ganz hervorragendes Campement in Nianing ca. 100 km südlich von Dakar direkt an der Atlantikküste gelegen, nennen, das BenTenier [1]. Es ist von einer Französin, die mit einem Senegalesen verheiratet ist, hervorragend geführt. Es ist vorbildlich sauber, angelegt wie ein kleiner Naturpark mit eigenem Swimmingpool (man kann durch einen Hinterausgang auch im Atlantik baden gehen, wenn auch ein Spazierweg bis außerhalb des Ortes anzuraten ist) und hervorragendem Restaurant mit französischer und regionaler Küche. Die Besitzer engagieren sich auch finanziell für den Bau von Vorschulen in der Umgebung. Mit Französischkentnissen kann man sich dort sehr gut informieren, mit Englisch kommt man aber auch durch. Dies Campement ist u.a. sehr geeignet um sich erst einmal an den langsameren Lebensrhythmus und das Klima anzupassen. Sehr beliebt ist ein Aufenthalt über Neujahr, denn da kann man eine senegalesische Feier mit musizierenden und tanzenden Griots bei herrlicher Atmosphäre und köstlicher Küche erleben.

Lernen und Studieren[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Feiertage[Bearbeiten]

Termin Name Bedeutung
04. April Unabhängigkeitstag Am 04. April 1960 wurde Senegal von Frankreich unabhängig.

Sicherheit[Bearbeiten]

Senegal gilt als eines der stabilsten afrikanischen Länder mit einer guten Integration der zahlreichen Völker und einer funktionierenden Demokratie. Nichtsdestotrotz klafft auch hier die Schere zwischen arm und reich weit auseinander. Kleinkriminalität ist insbesondere in den größeren Städten häufig.

Im Süden des Landes an der Grenze zu Gambia und Guinea-Bissau in der Provinz Casamance südwestliche Provinz) gibt es teilweise Auseinandersetzungen der Regierungstruppen mit der Rebellenorganisation MFDC. Abseits der Durchgangsstraßen besteht hier auch Minengefahr.

Reisen auf den Nationalstraßen N°5 Ziguinchor-Banjul und der N°4 „Transgambienne“, die Ziguinchor über die Fähre im gambischen Farafenni mit Dakar verbindet, sollten mit besonderer Vorsicht angegangen werden, da es in der Vergangenheit zu bewaffneten Überfällen gekommen ist.

Von Nachtfahrten wird generell abgeraten.

Gesundheit[Bearbeiten]

Eine Reisekrankenversicherung sollte vorher abgeschlossen werden. Die medizinische Versorgung ist nicht auf europäischem Standard (mit Ausnahme Dakar). Die hygienischen, insbesondere auch die Trinkwasserversorgung Verhältnisse sind ebenfalls nicht auf europäischem Stand.

Medizinische Versorgung[Bearbeiten]

In Dakar sind für alle Disziplinen die entsprechenden Fachärzte zu finden. Das Hospital Prinzipal de Dakar in Dakar gilt als eines der medizinischen Referenzzentren in Westafrika. Für Reisende die regelmäßige Medikamente einnehmen müssen wird empfohlen diese mitzuführen. In Dakar sind alle gängigen Medikamente in den Apotheken zu erhalten (meist aus Frankreich), jedoch sind Medikamentenfälschungen nicht sicher auszuschließen. Auf dem Lande gibt es Gesundheitsstationen (centre medical), die eine medizinische Grundversorgung vermitteln und deren Personal auch Französisch spricht.

Infektionskrankheiten und Vorbeugung[Bearbeiten]

Senegal ist Gelbfieber - und Malariagebiet (mehr als 70 % aller Fälle sind M. tropica!!!). Eine Gelbfieberimpfung ist für alle Reisenden empfehlenswert. Vorgeschrieben ist sie nur bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (ausgenommen Kinder unter einem Jahr).

Weiterhin sollten Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Kinderlähmung, Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über vier Wochen zusätzlich Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Meningokokken-Krankheit (einschließlich Typ A und W) bestehen.

Die gemäss dem Robert Koch Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder sollten alle durchgeführt sein.

Im ganzen Land besteht das Risiko an Malaria zu erkranken. Im Senegal ist die gefährliche Malaria tropica für über 70% der Erkrankungsfälle verantwortlich. Eine vorbeugende Tabletteneinnahme wird empfohlen. Weitere Schutzmaßnahmen sind Moskitonetze, mückendichte Bekleidung, besonders dunkle und besonders helle Kleidung vermeiden und Insektenschutzmittel benutzen. Diese gelten auch zur Vorbeugung der Infektion mit Dengue Fieber (ebenfalls durch Stechmücken übertragen).

Zur Vorbeugung von Durchfallerkrankungen empfiehlt sich der alte Grundsatz "cook it, peel it or forget it" (koch es, schäl es oder vergiss es). Die gefährlichste Durchfallerkrankung ist Cholera, hier gilt die Region um Touba als besonders gefährdet.

Eine weitere Erkrankung die unangenehme Folgen haben kann, ist die Bilharziose, mit der man sich beim Baden in Süßwasser in stehenden oder langsam fließenden Gewässern infizieren kann.

HIV/ AIDS: Im Senegal sind ca. 1% der Bevölkerung mit dem HIV infiziert, allerdings 27% der Prostituierten. Kondome, sauberes Injektionsbesteck und kein Blutkontakt sind die Grundregeln zur Infektionsvermeidung.

Klima und Reisezeit[Bearbeiten]

Im Senegal bestimmt ein typisches tropisches Klima mit klar abgegrenzten Regen- und Trockenzeiten das Wetter. Im Winter herrschen überwiegend Nordost- und im Sommer überwiegend Südwestwinde. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge liegt bei 600 mm, die überwiegend zwischen Juni und Oktober fallen. Die Niederschlagsmenge nimmt vom savannenartigen Norden zum bewaldeten Süden (Regenwald) zu, hier kann die Niederschlagsmenge mehr als 1500 mm betragen. In der Regenzeit von Juni bis Oktober betragen die Höchsttemperaturen 27 °C und im Winter zwischen Dezember und Februar minimal 17 °C im Durchschnitt. Generell sind die Temperaturen im Inland höher als an der Küste.

Die beste Reisezeit ist das Frühjahr mit geringer Niederschlagsmenge und angenehmen Temperaturen. Prinzipiell ist jedoch der Senegal ganzjährig gut bereisbar.

Respekt und Verhaltensregeln[Bearbeiten]

Trotz der lebensfrohen und bunten Art ist der Senegal ein überwiegend muslimisches Land. Daher sind entsprechende Verhaltensweisen, wie sie für andere muslimische Länder gelten, zu beachten. Insbesondere sollten Moscheen mit dem nötigen Respekt, d.h. ohne Schuhe und mit bedecktem Kopf betreten werden. Allzu freizügige Kleidung ist ebenfalls nicht von Vorteil.

Wichtige rechtliche Bestimmungen[Bearbeiten]

Zollvergehen werden vergleichsweise drakonisch (Gefängnis) bestraft. Der Besitz von Betäubungsmitteln wird hart bestraft, deutsche Staatsangehörige unterliegen hier senegalesischem Recht. Homosexualität ist nach senegalesischem Recht strafbar.

Post und Telekommunikation[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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