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Saint-Louis (Senegal)

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Saint Louis
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Saint-Louis ist eine Stadt in der gleichnamigen Region im Norden des Senegal.

Hintergrund[Bearbeiten]

Diese Karte vom 1942 zeigt die drei Teile der Altstadt von St. Loius im Senegal.

Der Ort wurde 1659 für die Senegalkompanie gegründet. Die im Fluß liegende Insel unter Louis XIV. wurde zur Festung ausgebaut (Île de Saint-Louis). Sie war dann von 1872-1957 Sitz der französischen Verwaltung der Kolonie, hier im ville ist der touristisch interessanteste Teil der Stadt, die auf Wolof Ndar heißt. St. Louis war eine der vier quatre communes, die ab 1848 zusammen einen Abgeordneten in der pariser Nationalversammlung stellten, auch wenn die eingeborenen originaires erst 1916 wirklich das volle Bürgerrecht erhielten.

An der Meeresseite des vom Fluß gebildeten Haffs Langue de Barberie ist das Viertel Guet n'dar; hier sind die Strände. Die Eingeborenensiedlung ist wegen der Enge jedoch überbevölkert, die hygienischen Bedingungen sind mangelhafter als sonst in Afrika.

Moderner ist der Bereich auf dem Festland, mit dem Ortsteil Sor.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

International Flughafen Dakar.

Obwohl als „international“ bezeichnet dient nur als Ausweichlandeplatz für Dakar der 1 Aéroport de Saint-Louis (IATA: XLS). Regelmäßige Flüge aus Übersee finden 2018 nicht statt. Die neue, nun wieder staatliche Air Sénégal hat bis Juni 2018 noch keinen Flugbetrieb aufgenommen.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Der Busbahnhof, nichts weiter als ein großer staubiger Platz mit wartenden Kleinbussen und einem Unterstand.

Im Senegal sind die 7sitzigen Minibusse (sept-place) im Fernverkehr verbreitet.

2 Garage (Gare routière de la ville; Busbahnhof) (an der N2 beim südlichen Ortsausgang).

Auf der Straße[Bearbeiten]

Nach Dakar sind es 260 Kilometer.

Von/nach Mauretanien
  • über Rosso auf der asphaltierten N2.
  • über den neunzig Kilometer entfernten Diama-Damm. Auf mauretanischer Seite werden hier 2018 keine Visa erteilt.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Südlicher Endpunkt der beschriebenen Radtour Westsahara.

Mobilität[Bearbeiten]

Die 1894-7 erbaute und 2008-11 sanierte Pont Faidherbe, 515 m lang, ist nach dem damaligen Gouverneur benannt. Sie verbindet die Île de Saint-Louis mit dem Festland.
Kaleschen dienen vor allem touristischen Zwecken in der Altstadt.

Es gibt einen car rapide-Service in der Stadt.

Taxen kosten innerörtlich einen pauschalen Einheitspreis. Nachts und ab dem Busbahnhof nimmt man etwa zwanzig Prozent Zuschlag.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des I. Weltkriegs. Frankreich setzte etwa 200000 schwarze Hilfstruppen aus Westafrika ein, die Tirailleurs sénégalais, von denen 30000 der Heldentod „fürs Vaterland“ ereilte (mort pour la patrie).

1 Syndicat d’Initiative (Fremdenverkehrsamt), Rue Milles Lacroix (Ende der Brücke vom Festland auf der Insel, wenige Meter links). Angeschlossen ist ein Museum das dem Luftpostpionier Jean Mermoz gewidmet ist. Von St. Louis ging in den 1930ern die Südatlantikroute ab (Museum Mo.-Sa. 9.00-12.00, 15.00-17.30, 1500 CFA Geöffnet: Mo.-Fr. 9.00-12.00, 15.00-17.30, Sa./So. kürzer.

Die gesamte Altstadt auf de Ile ist als Ensemble unter Denkmalschutz. Wer sich detailliert für die Geschichte der Kolonie interessiert findet Archivalien in der Bibliothek des Musée du Centre de Recherches et de Documentation du Sénégal (früher: Institut Français d’Afrique Noire, (Ecke: Ave. du Général Leclerc / Rue Me Babacar).

Aktivitäten[Bearbeiten]

Seit 1993 veranstaltet man im Mai das Saint-Louis International Jazz Festival.

Zwischen Weihnachten und Neujahr finden Les Fanals mit karnevalsähnlichen Umzügen statt, der Höhepunkt ist am Silvester-Abend.

1 Plage Hydrobase (Strand).

Einkaufen[Bearbeiten]

Markstände findet man täglich entlang der Avenue General de Gaulle in Sor.

Der durch die Erklärung zum Welterbe verursachte Aufschwung an Tourismus hat auch dazu geführt, daß es immer mehr Anbieter von „Kunsthandwerk“ gibt. Hierbei ist sehr genau zwischen Kunst und Kitsch zu unterscheiden, Handeln ist unerläßlich.

Küche[Bearbeiten]

Angesichts der großen Zahl französischer Touristen gibt es eine Auswahl an Restaurants die (auch) auf westlichen Geschmack ausgerichtet sind. Dabei sind die Preise auf der Île in der Regel höher.

Nachtleben[Bearbeiten]

Seit etwa 2015 nimmt der islamische Einfluß in der Stadt zu, mehrere der seit längerem bestehenden Diskotheken mußten schließen, zum einen weil die Sperrstunde von 2 oder 3 Uhr zu früh war, zum anderen weil die einheimischen Gäste wegblieben. Im Frühjahr 2016 gab es nur noch Mix Club, NPA (Quai Roume) und Iguana Cafe, die alle um 22 Uhr öffnen.

Unterkunft[Bearbeiten]

Île de Saint-Louis

1 Auberge de jeunesse du Sud, Quai Henry jay. Tel.: +221 33 961 66 31. Trotz des Namens eher ein Hotel, zehn Zimmer, Klimaanlage gegen Aufpreis. Wirkt etwas steril. Geöffnet: Check-in: 7.00-19.00, check-out 12.00.

2 Auberge L'Harmattan, Rue Abdoulaye Seck. Tel.: +221 33 961 82 53.

Lengue

3 Auberge le Pélican, Hydrobase. Tel.: +221 77 508 54 49. Die wohl günstigste Unterkunft der Halbinsel. Mit Bar/Restaurant. Preis: einfache Hütte (als Doppel) 7500 CFA; Zimmer mit Außentoilette (westlich) 10000 CFA; Ferienwohnung bsi 5 Pers. 20-25000.

4 Hotel Dior, Route de l'hydrobase. Tel.: +221 33 961 31 18. Einfaches Hotel, 18 Zimmer, ohne Klimaanlage. Auch Campen am Stellplatz oder Unterkunft in einfachen Hütten. Geöffnet: Check-out: 12.00. Preis: Einzel 27-31000, Doppel 34-39000 CFA (+ 1000 Tax p.P.).

Sicherheit[Bearbeiten]

Gelegenheitsdiebstähle und mehr oder weniger offensichtliche Betrügereien, besonders gegenüber „reichen“ Weißen.

Richtung Süden am Festland ist das Armenviertel Pikine, in dem konservativere, muslimische Vorstellungen vorherrschen.

Gesundheit[Bearbeiten]

2 Centre médical zone nord, Ave Jean Mermoz.

3 Hôpital de Saint Louis, Rue Cormier. Tel.: +221 33 938 24 00.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

4 Poste Sor (Beim Kreisverkehr am innerstädtischen Ende der Av. Charles de Gaulle). Geöffnet: Mo.-Fr. 8.00-17.00.

5 Poste (Direkt beim Ende der Brücke auf der Insel). Geöffnet: Mo.-Fr. 8.00-17.00.

EU-Bürger in Notlagen wenden sich an das französische Honorarkonsulat. Tel.: +221 77 815 06 60, E-Mail: . Geöffnet: Mo.-Fr. 8.30.-12.30.

6 Institut Français, Ave Jean Mermoz. Tel.: +221 33 938 26 26. Mit Bibliothek. Geöffnet: Di.-Sa. 9.30-12.30, 15.00-18.30.

Ausflüge[Bearbeiten]

2003 grub man einen vier Meter breiten Abflußgraben, der Flutschäden verhindern sollte, durch die Langue de Barbarie. Gezeitenströme verbreiterten diesen, wie die Animation zeigt, in wenigen Monaten auf 300 m, was sich dann auf achthundert ausweitete. Durch den zu erwartenden Meeresspiegelanstieg aufgrund der Erderwärmung ist nun davon auszugehen, daß St. Louis bei Hochwasssern überflutet werden wird.
  • 1 Langue de Bararie-Nationalpark (Gut 15 km südlich St. Louis). 1976 ausgewiesen als Brutgebiet für Seeschildkröten und Wasservögel. Fahrradvermietung. Es gibt einen Campingplatz, wo man auch Zelte mieten kann; mit Grillgelegenheit, westlicher Toilette und Dusche. Héron-Cendré-Restaurant. Organisierte Bootstouren für 1-6 Personen befahren verschiedene Bereiche, ein Führer muß immer (kostenpflichtig) zugebucht werden. Preis: Nationalparksgebühr (2009): 2000 CFA.

Literatur[Bearbeiten]

  • Dozon, Jean-Pierre; Saint-Louis du Sénégal: palimpseste d'une ville; Paris 2012 (Éd. Karthala); ISBN 9782811106010
  • Sow, Abdoul; Saint-Louis, Senegal: from heritage to tourism. Compromised local development?; methaodos, revista de ciencias sociales, 2017, Vol. 5 (1), S. 84-99

Weblinks[Bearbeiten]


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