Pretoria
| Pretoria | |
| Provinz | Gauteng |
|---|---|
| Einwohnerzahl | 741.651 (2011) |
| Höhe | 1.339 m |
| Social Media | |
Pretoria | |
Pretoria (ⓘ) ist die Hauptstadt Südafrikas und liegt in der Provinz Gauteng am nördlichen Rand des Agglomeration Johannesburg, an der Grenze zwischen dem Plateau des Highveld im Süden und dem Bushveld im Norden.
Hintergrund
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Das 1855 gegründete Pretoria wurde 1860 Hauptstadt der durch die Sand River Convention 1852 von den Briten anerkannten unabhängigen Burenrepublik. In den späten 1830ern waren erst wenige Bantu in die Region zugewandert gewesen. Sie liegt am Apies River. Die vier Pretoria Forts wurden kurz vor dem zweiten Burenkrieg fertig, der ausbrach weil Britannien Begehrlichkeiten wegen der reichen Goldvorkommen entwickelte. Das 1 Fort Klapperkop wurde restauriert. Auch im 2 Fort Schanskop (östlich der Nationalstraße N12) ist heute ein militärhistorisches Museum, das “Anglo-Boer War Museum” im Voortrekker-Museum..
Der Regierungssitz von Südafrika befindet sich in den 1910–13 errichteten 1 Union Buildings (Uniegebou) in Pretoria. Allerdings sind die Zentren der Staatsgewalt verteilt. Die Nationalversammlung (das Parlament) tagt jeweils ein halbes Jahr im Wechsel in Pretoria und in Kapstadt, und die höchste juristische Gewalt des Landes ist mit dem obersten Berufungsgericht in Bloemfontein.
Auf den Freiflächen sind das 3 Reiterstandbild von Louis Botha, die 4 Statue für J B M Hetzog der versetzt, 2013 jener für 5 Nelson Mandela weichen mußte. Die neun Meter hohe Bronzestatue für den ehemaligen südafrikanischen Präsidenten, der von 1994 bis 1999 regierte, wurde am 16. Dezember 2013 kurz nach Mandelas Tod durch den Präsidenten Jacob Zuma enthüllt. Das Denkmal, das von den Bildhauern Andre Prinsloo und Ruhan Janse van Vuuren gestaltet wurde, zeigt Mandela mit ausgebreiteten Armen.
Im Jahr 2005 gab es einen Beschluss des Stadtrates Pretoria in Tschwane umzubenennen. Diese Entscheidung wurde im August 2007 wieder rückgängig gemacht, so dass die Stadt ihren Namen behalten hat. Der Distrikt, zu dem Pretoria gehört, wurde jedoch in Tshwane (ⓘ) umbenannt. Pretoria war Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft 2010.
Je nachdem wie man „Pretoria“ definiert hat es: im “Main Place” knapp achthunderttausend Bewohner, davon (noch) knapp über die Hälfte Afrikaaner, aber in der “Metro Area” fast vier Millionen Einwohner, wovon rund die Hälfte erst seit 2000 zugezogen ist.
Anreise
[Bearbeiten]Mit dem Flugzeug
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Wonderboom National Airport (IATA: PRY) dient vor allem der allgemeinen Luftfahrt. Anfang 2026 bietet lediglich der Billigflieger Safair (2024 ø Flottenalter 34 Jahre) tägliche Flüge zu den südafrikanischen Großstädten an der Küste.
International wird man über Flughafen Johannesburg O.R. Tambo einfliegen.
Mit der Bahn
[Bearbeiten]„Meiden Sie die Vorortzüge in Johannesburg, Kapstadt, Pretoria und Durban (Ausnahme „Gautrain“). Falls Sie die Züge gleichwohl nutzen, empfiehlt es sich, in der 1. Klasse und nur zu den Hauptverkehrszeiten am Tag zu reisen.“
Bahnhof Pretoria (Pretoria railway station)
Empfehlenswert, aber nicht billig, ist eine Fahrt mit den Luxuszügen Blue Train (Transnet Freight Rail) und Pride of Africa (Rovos Rail), die hier beginnn/enden und bis nach Kapstadt führen. Der Betreiber Transnet Freight Rail bedient auch eine weitere Strecke, und zwar von Pretoria über Hoedspruit in den Kruger National Park. Rovos Rail bietet 10 weitere Strecken an.
In der Provinz Gauteng gibt es ein Netz der Metrorail, es verbindet Pretoria mit seinen Vororten. Die Bahn ist für Touristen nicht ohne Vorkenntnisse zu empfehlen. Ortskundige fragen. Zugverbindungen gibt es nach Kempton Park zum Flughafen und weiter nach Johannesburg.
Seit 2010 ist der Gautrain eine schnelle Zugverbindung (160 km/h) zwischen Pretoria Johannesburg und O.R.T-Flughafen. Eine App bezüglich Fahrzeiten ist verfügbar. Gutes System außer abends. Von den Haltestellen fahren Busse zu weiteren Zielen in der Umgebung. Sicheres parken. Kostenpflichtig. Bezahlung am Automaten mit der Gautrain-Plastikkarte. Auch für Spaßfahrten zum Einkauf in Rosebank und Sandton City geeignet
Mit dem Bus
[Bearbeiten]- Fernbusse halten am Hauptbahnhof.
Auf der Straße
[Bearbeiten]Wichtige Straßenverbindungen sind:
- die
: sie kommt aus Süden vom 1500 km entfernten Kapstadt sowie vom 64 km entfernten Johannesburg und geht weiter nach Norden zum 260 km entfernten Polokwane und weiter bis zur Grenze nach Simbabwe. - die
: sie kommt von Westen aus Rustenburg (116 km) und geht in östliche Richtung über Emalahleni nach Mpumalanga (322 km) bis zur Grenze nach Mosambik, wo sie als EN4 bis nach Maputo führt. Sie ist Teil des Trans-Kalahari Corridor
. - die
verbindet als Tollstraße (Mautgebühren mit Scan-Stationen) Pretoria mit Kempton Park und dem Flughafen.
Mautgebühren: Entweder Bar am Schalter oder auf den Autobahnen zwischen Pretoria Flughafen, Johannisburg per elektronischem Chip. Der Mietwagenverleiher wird automatisch nach Rückgabe des Wagens über die Kreditkarte diese Gebühren mit Verspätung abbuchen. Ansonsten nach durchfahren der Terminals möglichst innerhalb weniger Tage zu den Bezahlstellen in vielen Einkaufszentren oder direkt an den Autobahnen ( diese sind oft kompetenter) fahren. Die Beliebtheit und der Service dieses Systems sind nicht immer im grünen Bereich. Wer sich auskennt, kann diese auch umgehen. Übersichtskarte im Internet oder manchmal an den Zahlstellen. Ausländische Kreditkarten werden an den Schaltermautstellen sowie bei Tankstellen NICHT akzeptiert.
HInweis : Das Mautsystem mit den Stops und schaltern ist akzeptiert, legal und Muss logischerweise bezahlt werden ( Landesweit ). Es gibt das Etag-system, wo man einfach durch die Sperren durchtfährt. wird vom Konto oder durch den mietwagenbetreiber abgebucht, ist legal und fair))
In Bereich Johannesburg/Pretoria gibt es die Österreichischen Kameraerfassungssysteme, die Sehr viel Aufruhr erzielten. Kein Bewohner zahlt das mehr ( Die Österreicher wollen natürlich ihr Geld, aber die Stadt wird das wohl (?) bezahlen. ) Das Nummernschild wird fotografiert, man fährt dann zu einem Servicepoint und zahlt. Das war mal, aber das tut kein Einwohner mehr. seit Jahren. Ob die Mietwagenfirmen das abuchen ? Die Kosten wären für Touristen ok.
Mobilität
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Fahrten bei Dunkelheit reduzieren. Bei Ampel und Stoppstraßen auf „zwielichtige Gestalten“ achten. Notfalls durchfahren (Rot, Stopp). Kreuzungen mit Schildern( Roter Punkt auf weißem Schild) sind riskant. Grundsätzlich passiv fahren, da lokale Fahrer oft Paragraph 1 nicht kennen und auch sonst oft nicht immer fahrtauglich sind. Im Gegensatz dazu sind die Minibustaxis sehr erfahren, bremsen aber leider an den unpassendsten stellen, (z. B. direkt nach der Ampel, um Fahrgäste aufzunehmen: Abstand!. Insgesamt fahren viele zu schnell oder abwesend.
Minibustaxis sollte man vermeiden, vor allem ohne Vorkenntnisse. Das recht gut ausgebaute Stadtbussystem mit eigenartigem Fahrplan und Organisationsgrad eignet sich gut zum Rumfahren, auch in die City. Man sollte sich vorab im Internet die Routen anschauen, sich aber dennoch auskennen. Taktzeiten nur in der Rushhour gut. Abends kein Service. Fahrpläne nicht für den Laien vorhanden.
Arengyen betreibt Schnellbusse, die auf separaten Spuren unterwegs sind. Bezahlt werden kann nur mit der Connector Card, die mit “Punkten” aufgeladen wird. Beim Kauf kostet die Karte 65 R., mit 35 Punkten (2026 à 1 R.) Guthaben; ein Ablaufdatum ist aufgedruckt. Man kann mit Connector [Wert]-Paketen aufladen, ab 80 R. gibt es Rabatt (17 %) bis zum Maximum 500 (22 % Rabatt) jedoch kassieren Wiederverkäufer bis zu 3,5 % Gebühr. Die Fahrpreise kosten streckenabhängig in sieben Zonen zwischen 13 und 35 R. Beim Ein- und Aussteigen muß die Karte an ein Lesegerät gehalten werden, Umsteigen darf man innerhalb 30 Minuten, was auch in die Tshwane Bus Services möglich ist. Vergißt man beim Aussteigen sich abzumelden, wird die Gebühr für Schwarzfahrer abgebucht. Linien:
- T1 1 Hector Pieterson Station (Umstieg Bahnhof Wonderboom) – Menlyn, 20-Min.-Takt, Gesamtstrecke 80 Min. T1A nur bis 2 General M Siyothula Station (Umstieg Bhf. Hatfield), T1X Verstärkerlinie wochentags in der Früh.
- C2 Hector Pieterson Station – 3 Ruth Mompati Stationurl=, 20-Min.-Takt, Gesamtstrecke 40 Min.
- F4 und F7 4 Mahatma Gandhi Station – Groenkloof, je 30-Min.-Takt, Gesamtstrecke 15 Min.
- F6 Nana Sita Station – Marabastad, 30-Min.-Takt, Gesamtstrecke 30 Min.
- F10 Molefe Makinta Station – 5 Bosman St. (im CBD), 15-Min.-Takt, Gesamtstrecke 15 Min.
- F11 Loftus Versfeld Station – General M Siyothula Station, 20-Min.-Takt, Gesamtstrecke 10 Min.
Betrieb beginnt zwischen 5 und 6 Uhr, endet meist kurz nach 20 Uhr. Am Samstag und Sonntag sind die Taktungen sporadischer, die Fahrzeiten kürzer und es eine Stunde früher Feierabend.
Für die einzelnen Linien der Tshwane Bus Services siehe deren Fahr- und Linienpläne
Die Busse von Putco verbinden Pretoria mit Soshanguve, Bronkhorstspruit, Mamelodi und Western Mpumalanga. Auch hier kommen immer mehr Wertkarten zum Einsatz.
Für Anschlüsse an den Nahverkehr in Jo’burg siehe die Linien des Metro Bus oder das Schnellbussystem Rea Vaya.
Sehenswürdigkeiten
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Pretoria ist bekannt für die zahlreichen Jacaranda-Bäume, ihre blau-violetten Blüten prägen im Frühling das Stadtbild.
- Gereformeerde Kerk. Das calvinistische Gotteshaus, 1896–97 gebaut, steht gegenüber dem Kruger Haus.
- 6 Voortrekkerdenkmal (On Proclamation Hill, big cubic building, to the south west of the city, you can't miss it) Es wurde 1937-1949 zur Erinnerung an die Buren erbaut, die in mehreren Zügen aus der seit 1803/06 britischen Kapkolonie flohen und durch das noch weitgehend menschenleere Südafrika zogen, um in Freiheit dies zu besiedeln. Es steht auf einem Hügel in einem Naturschutzgebiet ca. 6 km außerhalb der Stadt. Das Monument hat eine Höhe von 41 m, sein Sockel ist 40 × 40 m. Über eine Treppe gelangt man zunächst in eine kreisförmige Fläche, sie ist von einer Mauer umgeben, die eine Wagenburg aus 64 Wagen darstellt. Eine weitere Treppe führt dann zum Eingang des Monuments. Im Inneren wird die Geschichte der Trecks auf einem großen Wandteppich dargestellt. Treppen führen nach unten zu Dioramen mit Szenen der Trecks. Im Zentrum des Untergeschosses steht ein Kenotaph. Auf ihn fällt am 16. Dezember mittags das Licht der Sonne, die durch eine Öffnung ín der Decke scheint. Man kann mit einem Aufzug nach oben fahren und hat dann aus rund 40 m Höhe einen schönen Blick über Pretoria und das Umland. Geöffnet: Mai–Aug 8.00–17.00 Uhr, Sep–Apr 8.00–18.00 Uhr. Preis: Ausländersonderpreis (bis 2026-12-31) 370 R.
- Fort Schanskop Eines der drei Forts von Pretoria befindet sich auf dem Gelände des Voortrekker-Monuments.
Central Business District
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„Vom Besuch der Innenstädte (CBD) von Johannesburg, Pretoria […] wird unabhängig von der Tageszeit abgeraten.“
Der Central Business District im Stadtteil Pretoria-Central ist wie der Name klar macht Sitz von Banken und anderen Bürotürmen. Die höchsten sind das Poyntons Building (110 m), ABSA Building (132 m) und das der Zentralbank (“Reserve Bank of South Africa 150 m). Mehrere Ministerien haben hier ebenfalls ihre Dienstsitze.
Ältere Bausubstanz bietet das Rathaus die “Pretoria City Hall,” die Nationalbibliothek “National Library of South Africa,” die Plätze 7 Pretorius Square und besonders 8 Church Square (Kerkplein), der Marktplatz alter Zeit mit etlichen historischen Gebäuden herum. Die Kirche wurde 1905 abgebrochen, der Platz in den frühen 1930ern durch Neubauten verändert. Seit 1954 steht hier das Denkmal für Paul Kruger. Ab 2014 wurde der Platz aufgehübscht, die fliegenden Händler vertrieben und die umliegenden Straßen, außer für Stadtbusse, verkehrsberuhigt. Das Café Riche, dessen Fenster- und Türstöcke von der abgebrochenen Kirche stammten, mußte nach 110 Jahren 2015 schließen – im Gebäude brauchte man wegen hohem Grundwasserspiegel Pumpen, die, ebenso wie neu gekaufte, gestohlen wurden, woraufhin Einsturzgefahr bestand.
Museen
[Bearbeiten]- Museum der südafrikanischen Luftwaffe (South African Air Force Museum), Old Johannesburg Rd., Valhalla, Pretoria 0185. Vier staubige Hangars mit Jets und Helikoptern sowie einer Sammlung der Technik bis zu den 1980ern. Geöffnet: Mo.-Sa. 8.00-15.00, für Einlaß ggf. anklopfen bis der Hausmeister kommt. Preis: gratis, Eintrag ins Gästebuch.
- Museum der Universität Pretoria, room 1-9, University of Pretoria Museums, Old Arts Building, Lynnwood Rd., Elandspoort 357-Jr, Pretoria 0002. Die “Mapungubwe Collection” im Old Arts Building zeigt die seit ihrer Entdeckung 1933 gefundenen Gegenstände des Königreichs Mapungubwe, das im 13. Jhdt. bestand. (Die Goldsammlung ist ausgestellt im Javett-UP Arts Centre, 23 Lynnwood Rd.). Die Sammlung „Van Gybland-Oosterhoff“ dokumentiert holländische Geschichte außerhalb des Mutterlandes. Im Freigelände ist eine “Sculpture Route.” Zum Museum gehört auch die Van Tilburg Collection und das Van Wouw Museum. Geöffnet: Mo.-Fr. 8.00-16.00.
- 9 Melrose House Museum, 275 Jeff Masemola St., Pretoria Central, Pretoria 0002 Für Geschichtsinteressierte im Zusammenhang mit Beziehungen zwischen Briten und Buren. Dazu gehört eine Spezialbibliothek über die viktorianische Ära. Geöffnet: Mo.-Fr. 8.00-16.00.
- Jan-Smuts-Wohnhausmuseum (Jan Smuts House), Jan Smuts Avenue, Centurion, 0062 Privates Museum mit Ausstellung zu Leben und Karriere des Generals und Politikers, der kein Berufssoldat sondern 1901/2 Guerillaführer war, und seiner Frau. Als Kommandeur gegen Lettow-Vorbeck war er in Deutsch-Ostafrika nur mäßig erfolgreich, wurde aber 1917 ins Kriegskabinett nach London berufen. Von 1919–24 und von 1939–48 war er Premierminister der Südafrikanischen Union, etliche seiner politischen Maßnahmen schufen die Grundlagen für das Apartheid-Regime ab 1948. Das Haus ist im guten Zustand und liebevoll eingerichtet. Geöffnet: Di.-So. 9.00-15.30.
- Ditsong-Museen
Die Ditsong Museums verwalten seit 2010 acht Museen nationaler Bedeutung in Pretoria und Jo’burg. Ausländische Besucher zahlen mindestens das Doppelte von Einheimischen, für Photoerlaubnisse wird, pro Stunde abgerechnet, kräftig zugelangt. In Pretoria sind:
- 10 Nationales Naturkundemuseum (Ditsong National Museum of Natural History, Transvaal Museum), City Hall, 432 Paul Kruger St., Pretoria Central, Pretoria 0001 1895 gegründet. Mit großer Sammlung früh-hominoider Funde aus Sterkfontein, Swartkrans und Kromdraai (Welterbestätte „Wiege der Menschheit”), z. B. Schädel eines Australopithecus africanus. Geöffnet: 7.30-16.00. Preis: Ausländerspezialpreis 120 R.
- 11 Nationales Museum für Kulturgeschichte (Ditsong National Museum of Cultural History, African Window), Bosman St / Visagie St., Pretoria Central, Pretoria 0002 (im Gebäude der ehem. “South African Mint”) Dioramen mit Jagdtechniken, Alltagsgegenstände, Kolonialkitsch, Produkte aus der Apartheid-Zeit. Miserabel beleuchtet. Geöffnet: Mo.-Fr. 7.30-16.00.
- 12 Krugerhaus (Kruger House, Pretoria), 60 WF Nkomo St., Pretoria. Tel.: +27(0) 12 326 9172, E-Mail: krugerm@ditsong.org.za In diesem Haus lebte „Ohm Krüger,“ der ehemalige Präsident der Südafrikanischen Republik (Transvaal). In dem 1884 errichteten Haus sind noch zahlreiche originale Möbel, ein Teil wurde stilgerecht ergänzt. Zu besichtigen sind in dem Haus das Empfangszimmer und die beiden Büros des Präsidenten, der Empfangsraum seiner Frau sowie die Wohnräume und die Küche der Familie. Hinter dem Haus ist in einem Gebäude, genannt R-Saal mit Abbildungen und Dokumenten des Präsidenten der Zuid-Afrikaanche Republiek, eine Kutsche, ein Ochsenwagen und ein Schiffsmodell ergänzen die Sammlung. Davor steht eine Kanone, die von südafrikanischen Schmieden für den Kampf der Buren gegen die Engländer gefertigt wurde. Im Garten steht ein Eisenbahnwaggon, er diente Paul Krüger zeitweise als Residenz. In einem weiteren Saal wird seine Zeit im Exil dargestellt. Geöffnet: 8.00-16.00.
- 13 Pionier Opelug Museum, Keuning Dr., Silverton, Pretoria 0127 Geöffnet: 7.30-16.00 aber wegen schlechter Wartung weder Wasser noch Strom, daher geschl.
- 1 Naturschutzgebiet um den Meteoritenkrater Tswaing (Tswaing crater; Bus 439 “Taxi Rank Soutpan”) Der Krater hat einen Durchmesser von 1130 m und ist bis zu 100 m tief. Die umliegenden zwei Hektar sind Schutzgebiet. Ein kleines Museum informiert zum Hintergrund und Funden steinzeitlicher Besiedlung. Geöffnet: Mo.-Fr. 7.30-16.00, Wochenende 6.00-14.00. Preis: Ausländerspezialpreis 120 R.
- Der Soutpansberg bietet sich zum Bergwandern an.
- 14 Ditsong Sammy Marks Museum, Old, Bronkhorstspruit Rd., Savannah Country Estate, Donkerhoek, 0081 Fünf Gebäude der Residenz des namensgebenden Unternehmers. In der Zwartkoppies Hall wohnte er mit Familie 1885–1909. Geöffnet: 10.00-15.00, Mo. geschl. Preis: Ausländerspezialpreis 120 R.
- Kunstsammlungen
- 15 Pretoria Art Museum, Wessels St., Arcadia, Pretoria 0007. Tel.: +27 (0)12 358 67 50 Weitläufuges Kunstmuseum. Teile der Michaelis-Sammlung holländischer Meister des 16. Jhdt. wurden aus Kapstadt hierher verlagert. Ansonsten sammelt man mit dem Schwerpunkt zeitgenössischer südafrikanischer Malerei. Geöffnet: 10.00-17.00, Mo. und Feiertage geschl. Preis: 30 R, Mi. 2 R.
- 16 Van Wouw Museum Im vormaligen Wohnhaus von Anton van Wouw, Erschaffer des Kruger- und Voortrekkerdenkmals. Kunstmuseum mit dem Sammelschwerpunkt auf seinen Skulpturen. Hier sind: Der Denker, Der lachende Basutu, Der Shangaan, Der Skapu-Spieler, Der trinkende Jäger und Der schlafende Afrikaaner. (Teil des Museums der Universität)
- Van Tilburg Collection Teil der Universität. Sammlung von Delfter und chinesischer Keramik (größte Südafrikas) sowie Mobiliar des 17. u. 18. Jhdts.
Parks
[Bearbeiten]- Park der Freiheit (Freedom Park Heritage Site & Museum), Koch / 7th Avenue, Salvokop, Pretoria 0002. Geöffnet: 8.00-16.00. Preis: 80 R.
- 2 National Zoological Gardens (National Zoological Garden of South Africa), 232 Boom St., Daspoort 319-Jr, Pretoria 0001 (Near the city center). Tel.: +27 (0)12 339 27 00, E-Mail: infonzg@sanbi.org.za Der achtgrößte Zoo der Welt, mit Aquarium und einem begehbaren großen Vogelkäfig. Alles afrikanische Großwild ist hier eingesperrt, insgesamt über 700 Arten. Elefanten hält man seit 2024 nicht mehr. Im Gelände sind etwa 6 km Wege, man kann Golfwägelchen mieten. Geöffnet: 8.30-17.00.
- 3 Botanischer Garten (Pretoria National Botanical Garden), 2 Cussonia Ave, Brummeria, Pretoria 76 ha große Anlage. Spezialisierte Sammlungen für Palmfarne, Sukkulenten, Klippschliefer laufen viele herum.
- 4 Venning Park, Eastwood St., Arcadia, Pretoria 0002 3 ha groß. Mit Rosengarten. Café in der Mitte.
- 5 Burgers Park
Aktivitäten
[Bearbeiten]- Schwimmbäder
Einkaufen
[Bearbeiten]Das lange von Indern geprägte Viertel 2 Marabastad ist als Einkaufsviertel berühmt für seinen 1 “Asiatic Bazaar”. Erreichbar über die 6 Belle Ombré Bus Station mit den Einkaufszentrum Belle Ombre Plaza.
- 2 Falkson Tents, 12A WF Nkomo St., Pretoria Central, Pretoria 0002 Zelte, Camping- und Outdoorausrüstung. Geöffnet: Mo.-Fr. 9.00-17.00.
- 3 Einkaufzentrum Menlyn Maine Gehobenes 2stöckiges Einkaufszentrum mit verschiedenen Geschäften und Cafés. Zwei von Straßen getrennte Komplexe mit dem Casino südlich. Im Barnyard Theatre wird vor allem Musik gespielt.
- Mit zwei Luxushotels: Capital Menlyn Maine Tel. +27129425000 und Capital Trilogy Pretoria Tel. +27129449000.
Küche
[Bearbeiten]Nachtleben
[Bearbeiten]Studentisches Nachtleben mit vielen Bars und Clubs spielt sich im Stadtteil Hatfield ab.
- 3 Time Square Casino, Shop G03, Time Square, 209 Aramist Ave, Menlyn, Pretoria 0181. Tel.: +27860846377 Spielbank mit Hotel.
- 4 South African State Theatre, 320 Pretorius St., Pretoria Central, Pretoria 0001 Das größte Theater in Afrika. Sechs Theater auf 72000 m²: Oper, Drama, Arena, Momentum, Rendezvous und Studio.
Unterkunft
[Bearbeiten]Günstig
[Bearbeiten]- 1 Cardinal Guest House, 434 Es'kia Mphahlele Dr, Pretoria West, Pretoria 0183. Tel.: +27834301366
- 2 Purple Olive Guest House, 68 Ray St, Wonderboom, Pretoria 0182. Tel.: +27608826662
Mittel
[Bearbeiten]Sicherheit
[Bearbeiten]Die Lage hat sich nach Corona noch einmal dramatisch verschlechtert. Ende 2024 war Pretoria die „zweitgefährlischste Stadt der Welt.” Besonders häufig sind Gewaltverbrechen, Raub (inkl. „Expreßentführungen“ wo das Opfer zum nächsten Geldautomaten gefahren wird um Bares abzuheben) und “carjacking.” Allerdings hinkt man bei der Mordrate noch einige Plätze hinter den von Drogenkartellen beherrschten Orten Mittelamerikas hinterher. Das Auswärtige Amt warnt: „Vom Besuch der Innenstädte (CBD) von Johannesburg, Pretoria […] wird unabhängig von der Tageszeit abgeraten.“ Besonders schlimm geht es zu in den Stadtteilen 3 Akasia, 4 Mamelodi East sowie 5 Temba, früher Teil des Bantsustans Bophuthatswana. Townships, also Viertel mit vorwiegend bevölkert von Bantus, betrete man als Weißer tunlichst nie ohne lokalen Begleiter: 6 Atteridgeville, 7 Hammanskraal, 8 Soshanguve, 9 Eersterust und das erwähnte Mamelodi. Kurz und knapp faßt es das britische Außenministerium zusammen: “Do not travel!”
Die Planstadt 10 Laudium wurde 1958 für Inder und Asiaten angelegt. Sie ist seit 2012 zu einem großen Teil eine “gated community,” lediglich die Extension 2 mit Sozialwohnungsblocks in die seit Ende der Apartheid viele Moslems und neue Zuwanderer vom Subkontinent zugezogen sind gilt als gefährlich. Das Viertel ist sowieso ohne jegliche touristische Bedeutung.
Gesundheit
[Bearbeiten]Juni bis August kommt geringer (Nacht)frost vor.
Praktische Hinweise
[Bearbeiten]- Konsulate
Die sechs an Südafrika angrenzenden Staaten haben für EU-Bürger (Schengen-Zone) auf “visa on arrival” oder Visumsfreiheit umgestellt, so daß ein Besuch der jeweiligen Konsulate nicht mehr nötig ist.
- 2 Deutsche Botschaft - German Embassy, 201 Florence Ribeiro Avenue, Groenkloof Ext 11, Pretoria 0181. Tel.: +27(0)12 427 8900 Konsularbezirk Provinzen Free State, Gauteng, KwaZulu-Natal, Limpopo, North West und Mpumalanga sowie Lesotho und Eswatini. Notfallnummer nur für Deutsche außerhalb Bürozeiten +27 (0)78 608 0950. Geöffnet: Mo.-Do. 7.30-16.30, Fr. bis 16.30; Vorsprache nur mit Termin.
- Österreichische Botschaft - Austrian Embassy, 454A Fehrsen Street, Brooklyn, Pretoria 0181. Tel.: +27(0)12 452 9155. Auch zuständig für Angola, Botsuana, Eswatini, Lesotho, Madagaskar, Mauritius, Mosambik, Namibia, Simbabwe. Geöffnet: Mo.-Do. 9.00-12.00.
- 3 Schweizer Botschaft - Swiss Embassy, 225 Veale Street, Parc Nouveau, New Muckleneuk 0181 (Pretoria). Tel.: +27(0)12 452 0660, Fax: +2712 46 01 151, E-Mail: pretoria-ob@bmeia.gv.at Konsularbezirk: Provinzen Gauteng, KwaZulu-Natal, Limpopo, Mpumalanga, North-West und Free State, sowie für die Staaten Angola, Botswana, Eswatini, Lesotho, Malawi, Mauritius, Mosambik, Namibia, Sambia und Simbabwe. Telf. Anfragen (keine Visasachen) Mo.-Do. 8.00-12.00, 13.20-15.30, Fr. nur Vormittag. Geöffnet: für Schweizer Mo.-Fr. 9.00-12.00 (aber keine Paßanträge ohne Termin).
Ausflüge
[Bearbeiten]
Im städtischen Umland besteht ein erhöhtes Risiko von “Spiking.” Hierbei werden Fahrzeuge durch Steinwurf oder auf der Fahrbahn platzierte Steinblöcke oder Nagelbretter zum Stoppen gezwungen und überfallen.
- Rietvlei Nature Reserve, 17 km nach Süden am gleichnamigen Stausee.
- Cradle of Humankind. Deutsch Wiege der Menschheit, Fundstätten homininer Fossilien, ca. 100 km.
- Sun City. Freizeit- und Vergnügungskomplex mit großem Kasino, künstlichem Strand.
- 4 Nationalpark Pilanisberg (Pilanesberg National Park), ndl. Sun City; aus Pretoria sind es 151-167 Straßenkilometer. Tel.: +27798457936 Wildtierpark, Camping, Hütten um einen Berggipfel.
- Dinokeng, N1 North, Hammanskraal, 0400 (48 km nach Norden auf der mautpflichtigen N1). Safaris für Selbstfahrer in einem Wildschutzgebiet mit Elefanten, Nashörnern, Leoparden, Büffeln und Löwen. Lodges und ein Campingplatz sind buchbar. Geöffnet: 6.00-18.00. Preis: Einfahrterlaubnis 250 R/Auto; Ausländerspezialpreis 150 R./Erw., 100 R./Kind.
- Das 6 Hügelland von Magaliesberg (Magaliesberge), eine 120 km lange Kette, etwa eine Stunde Fahrzeit ist beliebtes Naherholungsziel am Wochenende, speziell auch am Hartbeespoort-Stausee.
- 7 Faerie Glen Nature Reserve im Osten am Rande des gleichnamigen Vorortes. Der Zutritt ist, gegen geringen Eintritt von 6–18 Uhr möglich.
Cullinan
[Bearbeiten]- Die Mine selbst ist großes Loch des Tagebaus. Geführte Touren bieten (Alkoholverbot, wird mit „Röhrchen blasen“ geprüft; Mindestalter 10, ab 65 kurze ärztliche Untersuchung vor Zutritt. Festes Schuhwerk. Paßkopie wird gespeichert):
- 5 Cullinan Mine Tours (+27127340260), täglich 10–12 Uhr, Dauer 1½–2 h.
- 6 Diamond Mine Tours (99 Oak Ave, Tour Offices, Cullinan, +27 81 403 1279); Minenführung (2026) um 10, 12, 14 Uhr: 180 R., Kinder ab 12 150 R., Ortsführung 280 R.
Im Ort ist das 18 McHardy House Museum, historisches Wohnhaus des ersten Managers, auch mit Gerätschaften des Bergbaus. Das Haus stammt von 1903, eine erste Toilette baute man 1940 an. Geöffnet ist Mi.-Mo. 10–15 Uhr, nur mit Führung.
Literatur
[Bearbeiten]Siehe auch: Reiseführer zu Südafrika allgemein
- Mbendana, D. [et al]; Practices at herbal (muthi) markets in Gauteng, South Africa and their impact on the health of the consumers: A case study of KwaMai-Mai and Marabastad muthi markets; South African Journal of Botany, Vol. 126 (2019, Nov.), S. 30-9
- Ngcebetsha, Tembeka; The Role of Freedom Park in Facilitating Reconciliation in South Africa: A Site for Cultural Heritage Education and Political Tourism; Lewiston, NY 2016 (The Edwin Mellen Press)
- Rankin, Elizabeth; Schneider, Rolf Michael; From Memory to Marble: The Historical Frieze of the Voortrekker Monument; Berlin 2019 (De Gruyter); doi:10.1515/9783110668797
- Landkarten
- Pretoria and Surrounds: Street Map; 1:25000, Cape Town ¹⁶2018 (MapStudio)
Weblinks
[Bearbeiten](Stand: Jan 2026)
- www.tshwane.gov.za – Offizielle Webseite von Pretoria
- City of Tshwane, offizielle Seite (engl.)
- Ditsong Museums of South Africa
- Verzeichnis geänderter Straßennamen
- Taxi wars in South Africa (engl. WP) über die Gewalttaten i.V.m. Kleinbussen und Taxis








