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Südafrika

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Südafrika ist das südlichste Land auf dem Kontinent Afrika und dank seiner vielfältigen Attraktionen und Sehenswürdigkeiten ein beliebtes Reiseziel. Es ist geprägt von verschiedenen Landschaften und Menschen, und oftmals sagt man über Südafrika auch "Die Welt in einem Land", vollkommen zu Recht.

Lage
noframe
Flagge
Flagge von Südafrika
Kurzdaten
Hauptstadt Pretoria
Staatsform Republik
Währung 1 Südafrikan. Rand (ZAR)
= 100 Cents
Fläche 1,22 Mio km²
Bevölkerung 51,8 Mio
Sprachen elf Amtssprachen: Afrikaans, English, isiNdebele, isiXhosa, isiZulu, Sepedi, Sesotho, Setswana, siSwati, Tshivenda und Xitsonga
Religionen Christen 68 % (die meisten Weißen und Farbigen), ungefähr 60 % der schwarzen Bev., 2% Muslime, 1,5% Hindus
Stecksystem 230V/ 50Hz, Dreipunktstecker
Telefonvorwahl +27
Internet TLD .za
Zeitzone UTC +2, MEZ +1, MESZ +0

Regionen[Bearbeiten]

Karte von Südafrika

Die einzelnen Verwaltungsregionen in Südafrika werden Provinzen genannt. Diese sind:

Städte[Bearbeiten]

Die größten Städte des Landes sind

  • Kapstadt (englisch Cape Town, afrikaans Kaapstad) - Legislative Hauptstadt, Sitz des Parlaments und erste Siedlung des heutigen Südafrika. Kulturmetropole und Weltstadt mit unzähligen Attraktionen.
  • Durban - indisch geprägte Stadt mit langen Stränden und einem der größten Häfen Afrikas. Kulturelles Zentrum KwaZulu-Natals.
  • Johannesburg - Finanz- und Geschäftszentrum des südlichen Afrika
  • Pretoria - Exekutive Hauptstadt und Verwaltungssitz
  • Port Elizabeth - Größte Stadt des Eastern Cape, der Verwaltungssitz ist jedoch in Bhisho, Hauptstadt der ehemaligen Ciskei

Weitere wichtige Städte sind:

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Südafrika ist ein Land unglaublicher Vielfalt. Das Land bietet so viel zu sehen, dass Monate nicht ausreichen, alles in sich aufzunehmen. Diese Auswahl stellt nur einen Teil der Höhepunkte da:

  • Kapstadt und die Cape Winelands um Paarl sind die Orte mit der höchsten Anzahl an Touristenattraktionen im Land. Die kosmopolitische Stadt mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten und Afrikas berühmtestes Weinanbaugebiet könnten einen ganzen Urlaub füllen.
  • Die Garden Route erstreckt sich entlang der südlichen Küste des Landes und ist beliebt für seine beeindruckende Natur (Küstenlandschaften, Wale). Sie lädt zum Wandern, Abenteuerurlaub oder einfach nur zum Entspannen am Strand ein.
  • In der Region um den Blyde River Canyon, einem der größten Canyons dieser Welt, findet man viele Sehenswürdigkeiten. Die Lage in der Nähe des Kruger National Parks macht es leicht, einen Tagesausflug dahin zu organisieren.
  • Die Augrabies Falls in der Provinz Northern Cape sind spektakulär, vorausgesetzt, man fährt in der Zeit, wenn der Oranje viel Wasser führt.
  • Die Drakensberge sind eine eindrucksvolle Bergkette im Herzen des Landes. Hier kann man wunderschön wandern und die Tugela Falls bewundern, die zweithöchsten Wasserfälle der Welt
  • Die Wild Coast zieht sich nordöstlich von East London über 250 km hin in Richtung Durban und ist noch wenig touristisch erschlossen. Mit ursprünglichen Siedlungen, imposanten Felsenriffs, Lagunen und Flussmündungen ein Teil des "richtigen" Afrikas.
  • Surfen und Baden kann man besonders gut an der Küste des Indischen Ozeans, vor allem an der Garden Route, Jeffreys Bay und in und um Durban
  • Golfen, Südafrika hat sich vom Geheimtipp unter Golfern zu einem beliebten Ziel für viele Golf-Reisende entwickelt, über 500 Plätze im ganzen Land bieten viele hervorragende Golfmöglichkeiten bei gutem Klima und in faszinierender Landschaft.

Nationalparks und -reservate, Game Lodges[Bearbeiten]

Schier unübersichtlich ist die Anzahl der Nationalparks und -reservate in Südafrika. Hinzu kommt eine noch größere Auswahl an privaten Wildfarmen (Game Lodges) und Schutzgebieten.

Hintergrund[Bearbeiten]

1652 gründete die niederländische Ost-Indien-Kompanie einen Versorgungsposten für ihre Schiffe unter der Anleitung von Jan van Rieebeck. An dieser Stelle befindet sich heute Kapstadt, das daher auch oft als Mutterstadt ("Mother city") bezeichnet wird. Nicht zuletzt wegen der strategischen Lage für Handels- und Kriegsflotten war Südafrika während der Kolonialzeit häufig bedrängt. Die niederländischen und englischen Einflüsse aus dieser Zeit sind vielerorts heute noch zu sehen. Offensichtlich wird dies unter anderem an den Siedlungsnamen. Auch die deutschen Siedler hinterließen einige Spuren. Derzeit laufen Bestrebungen, afrikanische, regionale Bezeichnungen für die Umbenennung zu finden.

Nach der vollkommenen Unabhängigkeit von Großbritannien nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Macht von der vorrangig weißen, konservativen National Party gestaltet, die das menschenverachtende System der Apartheid fest im Leben der Menschen verankerte. Bereits vor den ersten freien Wahlen im Jahr 1994, aus denen der Freiheitskämpfer Nelson Mandela als Präsident hervorging - nach dem Schüleraufstand in Soweto 1976 und zahlreichen Boykottaufrufen aus aller Welt -, wurden die Apartheid-Gesetze außer Kraft gesetzt, und der immer noch anhaltende Transformationsprozess begann. Die „Regenbogennation“ kann - trotz der zwischen den Bevölkerungsgruppen immer noch bestehenden Differenzen und daraus erwachsenen Konflikten - als eines der Vorzeigeländer für kulturelle Verständigung vieler Bevölkerungsgruppen angesehen werden.

Südafrika ist zwar weniger gefährlich, als die Medien manchmal glauben machen wollen, aber gerade die weltweit steigenden Preise für Grundnahrungsmittel und Energie entschärfen die Situation nicht. Die Kriminalitätsraten gehören zu den höchsten auf der Welt, nicht zuletzt, weil die Schere zwischen reichen und armen Bevölkerungsschichten sehr weit auseinander klafft. Mit einem Maß an Vorsicht, das in vielen anderen Ländern ebenfalls geboten ist, kann man sich insbesondere in touristisch erschlossenen Gebieten dank der Präsenz von Polizei und Angestellten privater Sicherheitsfirmen sicher bewegen, denn ein großer Anteil der Gewalttaten spielt sich in den Townships und „informellen“ Siedlungen ab.

In Südafrika wurde die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 ausgetragen.

Einreisebestimmungen[Bearbeiten]

Die Einreise ist für Deutsche, Österreicher und Schweizer visumfrei mit einem Reisepass möglich, der noch einen Monat über Reiseende hinaus gültig sein muss. Seit 1. Juni 2015 benötigen Kinder unter 18 zusätzlich zum Reisepass die Geburtsurkunde und, sofern sie nur in Begleitung eines Elternteils reisen, auch die schriftliche Erlaubnis des zweiten Sorgeberechtigten.

Außerdem führt die Überschreitung jeder Aufenthaltserlaubnis („overstay“) auch um wenige Tage zu einer „Erklärung zur unerwünschten Person.“ Darauf folgt zwar keine Geldbuße mehr, sie hat aber automatisch eine Einreisesperre zur Folge: bei einmaliger Überziehung um maximal 30 Tage: 12 Monate Einreisesperre, bei wiederholter Überziehung um maximal 30 Tage: 2 Jahre Einreisesperre, bei Überziehung um mehr als 30 Tage: 5 Jahre. Eine solche Einreisesperre kann auch dann verhängt werden, wenn zwar eine Verlängerung beantragt, aber noch nicht genehmigt wurde. Es wird von zweimonatigen Bearbeitungszeiten berichtet!

Bei einer Wiedereinreise nach Verlassen Südafrikas z.B. Besuch von Swaziland ist darauf zu achten, dass die erneute Aufenthaltserlaubnis vom Grenzbeamten auf 7 Tage begrenzt werden kann. In einem solchen Fall ist ein Besuch des nächsten Home-Office erforderlich, um die ursprünglich gültige Aufenthaltsdauer wieder im Zollsystem eintragen zu lassen.

Bei Einreise aus Gelbfieber-Endemiegebieten wird Impschutz streng geprüft, das gilt auch bei Transitaufenthalten bei Flügen aus Deutschland, die z. B in Lusaka oder Addis Abeba mehr als zwölf Stunden Aufenthalt hatten. Seit 2014 steht auch das Nachbarland Sambia auf der Liste.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

South African Airways, Lufthansa, Swiss, British Airways (via London) und andere bieten Flüge von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Pretoria, Johannesburg und Kapstadt an. Von dort ist jedes weitere Ziel im Land schnell per Flugzeug zu erreichen (Infos zu den Flughäfen auf Englisch bei ACSA). Die Lufthansa fliegt ganzjährig nonstop von Frankfurt nach Johannesburg. Im südafrikanischen Sommer wird auch Kapstadt nonstop von Frankfurt aus angeflogen.

Bei einem Weiterflug vom Internationalen Flughafen Johannesburg (OR Tambo International Airport, ehem. Jan Smuts International Airport) zu einem der nationalen Flughäfen sollte genügend Zeit für das Umsteigen eingeplant werden. Denn auch wenn das Gepäck in der Regel zum Endziel durchgecheckt wird, muss es am internationalen Terminal aufgenommen, durch den Zoll gebracht und im nationalen Terminal wieder aufgegeben werden. Den offiziellen Trägern kann/sollte man sich hierbei gerne anvertrauen, da die Orientierung nicht immer einfach ist.

Manche Verkehrszeichen sind fremdartig

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Zwischen den großen Städten und den angrenzenden Provinzen fahren Linienbusse, die mehrmals täglich verkehren. Außerdem gibt es für Backpacker die Möglichkeit günstig mit dem BazBus von Hostel zu Hostel zu reisen.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Die Einreise nach Südafrika aus den Nachbarländern Namibia, Botsuana, Simbabwe, Swasiland, Lesotho und Mosambik ist auf einem gut ausgebauten Fernstraßennetz möglich. Dabei gilt es aber zu beachten, dass die Grenzübergänge z.T. nicht 24 Std. besetzt sind. In Südafrika gilt, wie auch in den angrenzenden Ländern Linksverkehr. Die erlaubten Geschwindigkeiten sind innerorts 60 km/h, auf Landstraßen 100 km/h und auf Autobahnen 120 km/h. Als Ausländer benötigt man in Südafrika entweder einen internationalen Führerschein oder einen gültigen Führerschein des Heimatlandes mit beglaubigter englischer Übersetzung. Sicherheitsgurte sind Vorschrift, es gilt eine Grenze von 0,5 Promille Blutalkohol.

Mobilität[Bearbeiten]

Blue Train
Der Blue Train [1] ist ein südafrikanischer Luxuszug. Er verkehrt zwischen Pretoria und Kapstadt sowie zwischen Kapstadt und Port Elizabeth. Außerfahrplanmäßige Routen gibt es zusätzlich von Pretoria nach Hoedspruit und zu den Viktoriafällen. Der Blue Train zählt zu den luxuriösesten Zügen der Welt. Die Wagen sind mit in Gold schattierten und schalldichten Fenstern sowie mit Teppichböden in den Abteilen versehen. Seit seiner Einführung im Jahre 1923 ist dieser Zug zum Synonym für luxuriöses Reisen geworden.

Größere Städte sind mit der Bahn erreichbar, der öffentliche Personenverkehr erfolgt jedoch meistens durch Überlandbusse oder Sammeltaxis.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Auf dieser Gravel Road sind Radarkontrollen vermutlich eher selten.

Um in Südafrika herum zu kommen, bietet es sich an, je nach Budget, entweder ein Auto zu mieten oder sogar zu kaufen. Benzin ist etwas billiger als in Deutschland (Preise März 2016[1]): Bleifrei 0,71 € (12,20 ZAR), Diesel 0,71 € (0,80 US$ und 11,06 ZAR). Generell ist Benzin an der Küste etwas billiger als im Inland. Benzin kann bei fast allen Tankstellen (Stand Anfang 2016) mit Kreditkarte bezahlt werden.

Die Ampeln befinden sich, ähnlich wie den USA, auf der anderen Seite der Kreuzung.

Das Fernstraßennetz ist sehr gut ausgebaut und entspricht europäischen Standards. Nebenstraßen sind vor allem in entlegeneren Gebieten oft nicht asphaltiert (Gravel Road), können aber in der Regel mit einem normalen PKW befahren werden. Je nach Qualität muss man sich hier auf Geschwindigkeiten zwischen 30 und 70 km/ h einstellen. Nach länger anhaltenden Regenfällen ist es aber angebracht, sich nach der Befahrbarkeit zu erkundigen. Es ist mit Spurrinnen sowie Schlaglöchern zu rechnen, die in einem Fahrzeug mit etwas mehr Bodenfreiheit gelassener zu passieren sind. Bei Baustellen mit wechselseitiger einseitiger Sperrung sollte man aufpassen, da sich die südafrikanischen Autofahrer oft nicht an die Baustellenbeschilderung halten.

Mietwagen[Bearbeiten]

International operierende Autovermieter wie Sixt, Hertz u.a. unterhalten Stützpunkte in allen größeren Städten. Darüber hinaus gibt es lokale Autovermieter. Die Preise für südafrikanische Mietwagen sind bei den großen Anbietern vom Ausland gebucht aus deutlich günstiger als vor Ort. Einige Vermieter sind darauf spezialisiert, ältere, aber sicherheitstechnisch einwandfreie Fahrzeuge anzubieten. Neben den geringeren Kosten genießt man den Vorteil, mit einem unauffälligen Auto unterwegs zu sein, wodurch sich das Risiko für Einbrüche oder Überfälle verringert. Allerdings haben diese Anbieter bei technischen Probleme einen oft nur sehr schleppenden Service, d.h. es kann u.U. Tage dauern, bis ein Ersatzwagen zur Verfügung steht.

  • Rent-a-wreck Johannesburg - Familienbetrieb, alte Autos, billig, guter 24 Std. Service, sehr unkompliziert und formlos. E-Mail: apexcar@netactive.co.za, Tel.: 011 402 5150 oder 011402 7043, Fax 011 4020655, Adresse: 13 Siemert Road, Doornfontein 2094.

Gebrauchtwagen[Bearbeiten]

Viele Firmen bieten an, das Auto garantiert zu einem Festpreis wieder zurückzukaufen. Etwas umschauen und nachrechnen lohnt sich somit.

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Der Fahrstil ist dem in Mitteleuropa sehr ähnlich. Es sind jedoch einige Besonderheiten zu beachten:

  • Es wird links gefahren und rechts gelenkt, für die meisten Europäer etwas ungewohnt, aber nach ein paar Tagen hat man sich daran gewöhnt.
  • An vielen Kreuzungen steht an jeder einmündenden Straße ein Stopp-Schild (4- or 3-way stop). Es wird in der Reihenfolge weitergefahren, in der man ankommt. Wenn sich kein weiteres Fahrzeug nähert, genügt es, deutlich zu verzögern, hingegen muss an einem „normalen“ Stoppschild das Fahrzeug zum Stillstand gebracht werden.
  • Streckenverbote wie z.B. Geschwindigkeitsbegrenzungen werden in der Regel nicht aufgehoben.
  • Auf Landstraßen mit breitem asphaltiertem Randstreifen ist es üblich, dass langsamere Fahrzeuge auf den Randstreifen ausweichen, um das Überholen zu erleichtern. Manchen LKW-Fahren ist dies jedoch untersagt (s. Aufschrift am Fahrzeug). Nach Beendigung des Überholvorgangs bedankt sich der Überholende in der Regel durch kurzes Einschalten der Warnblinkanlage - der Überholte betätigt daraufhin die Lichthupe: "You're Welcome!". Dies ist aber nur erlaubt, wenn es die Sicht zulässt, daher sollte man sich insb. nachts oder auf kurvigen Straßen nicht verdrängen lassen, sondern auf einen Überholstreifen warten, die man auf den größeren Verbindungsstraßen recht häufig an Steigungen findet.
  • Vor allem beim Überholen von Lastwagen verlassen sich die Überholenden öfters darauf, dass der Gegenverkehr gegebenenfalls auf den Randstreifen ausweicht.
  • Freundliche Lastwagenfahrer zeigen durch kurzes Betätigen des rechten Blinkers an, dass die Gegenfahrbahn frei ist.
  • Es gibt sehr viele Radarkontrollen, häufig mit Laserpistole, aber auch fest installierte Messgeräte (diese v.a. innerorts) sind zu finden. Vor allem auf größeren und stark befahrenen Überlandstraßen (z.B. der R40 am Kruger National Park) sollte man sich auf jeden Fall an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten. Insbesondere bei 80 Km/h-Beschränkungen im Bereich von Kreuzungen und bei längeren Ortsdurchfahrten wird häufig kontrolliert. Seltener, aber insbesondere an Wochenenden, werden auch Sperrungen von Straßen(roadblocks) oder größere Kontrollen zur Überprüfung des Führerscheins und der Roadworthyness der Fahrzeuge durchgeführt.
  • Nächtliche Überlandfahrten können sehr anstrengend werden, da sowohl die Fahrbahnmarkierungen als auch die Verkehrszeichen und Wegweiser noch nicht durchgehend reflektierende Bestandteile enthalten und dadurch manchmal nur schwer zu erkennen sind. Ferner muss man ständig mit Fußgängern und Vieh am Fahrbahnrand rechnen, nicht nur im offensichtlich besiedelten Gebieten.
  • Bei längeren Fahrten auf Schotterstraßen empfiehlt es sich, den Reifendruck um 0,2-0,3 bar zu senken.
  • Beim Tanken wird oft ungefragt die Scheibe geputzt. Ein Trinkgeld von 2-5 Rand wird gerne gesehen, von Einheimischen aber eher selten gegeben. Das Scheibenreinigenlassen an Kreuzungen sollte abgelehnt werden. Die Kontrolle des Ölstands an Tankstellen sollte nur bei längeren Standzeiten vorgenommen werden, da sonst keine zuverlässige Messung möglich ist. Die Kontrolle des Reifendrucks empfiehlt sich mindestens ein Mal die Woche.
  • Beim Parken in Städten sind bewachte Parkplätze empfehlenswert. Sowohl auf Parkplätzen als am Straßenrand zeichnen sich in der Regel „Car-Guides“ für bestimmte Stellplätze verantwortlich. Beim Wegfahren gibt man dem Parkwächter 2-5 Rand Trinkgeld. Parkt man im Bereich einer Parkuhr, bietet sich zumeist ein „Car-Guide“ an, für den Fall einer Kontrolle das Geld einzuwerfen, hierauf kann man sich aber nicht immer verlassen.

Bus/Taxi[Bearbeiten]

Eine weitere Möglichkeit ist auch der "BazBus", mit dem man bequem als Rucksacktourist von Ort zu Ort reisen kann. Dieser hat allerdings den Nachteil, dass man schon etwas Zeit mitbringen muss, da er nicht jeden Tag fährt.

Große Orte haben einen Linienbusbahnhof für Überlandbusse. Tickets kann man telefonisch, bei Computicket oder vor Ort kaufen. Die Qualität der Busse hängt vom Preis des Tickets ab. Für Touristen ist es empfehlenswert, ein bisschen mehr für das Ticket auszugeben. Insbesondere zur Ferienzeit kommt es leider immer wieder gehäuft zu Unfällen mit Bussen, da in dieser Zeit die Fahrer überlastet sind und Busse im schlechten technischen Zustand eingesetzt werden.

Auf praktisch allen Nebenstrecken sowie innerhalb größerer Städte verkehren Kleinbusse (Sammeltaxis) auf festen Linien. Sie werden in der Regel nur von der weniger wohlhabenden Bevölkerung benutzt und sind für Touristen nur sehr bedingt zu empfehlen. Die Fahrzeuge sind oft überladen und bieten keinerlei Komfort. Der technische Zustand ist manchmal bedenklich. Wer auf diese Art des Transports angewiesen ist oder neugierig auf ein authentisches Fahrerlebnis ist, muss zunächst eine Wartestelle ausfindig machen (gegebenenfalls fragen, in der Regel ist ein Taxi Rank im CBD und in der Nähe von größeren Einkaufmöglichkeiten zu finden). Falls Platz vorhanden ist, halten die Busse auch auf offener Landstraße. Man gibt dem Fahrer ein Zeichen, indem man mit dem Zeigefinger in Fahrtrichtung zeigt bzw. für bestimmte Richtungen ein bestimmtes Handzeichen gibt (erfragen, da die Taxis sonst nicht halten). Für Überlandfahrten beträgt der Fahrpreis ca. 0,5 Rand pro Kilometer. Vor Antritt der Fahrt sollte man sich unbedingt darüber erkundigen, wie sicher die Orte sind, an denen man u.U. auf einen Anschlussbus warten muss. Ferner sollte darauf geachtet werden, die offiziellen Taxis zu nehmen. Dieses Verkehrsmittel ist allerdings nur für tagsüber geeignet. Innerhalb der Städte kann man sich mit Taxis, die meist mit dem Taxameter funktionieren, fortbewegen. Diese Taxis sind selten, wer sicher gehen will, sollte am besten ein Taxi anrufen, da die Taxistände sich lediglich an zentralen Orten, z.B. Bahnhöfen auf Kunden warten. Die Taxis nehmen einen Grundpreis (zwischen 2-4 ZAR), danach wird dann pro km gezählt. In einigen Städten haben die Taxis einen Grundpreis von etwa 20 ZAR innerhalb des Zentrums.

Sprache[Bearbeiten]

Es gibt elf offizielle Amtssprachen. Diese sind Afrikaans, Englisch, isiNdebele, isiXhosa, isiZulu, Sesotho, Sesotho sa Leboa, Setswana, SiSwati, Tshivenda und Xitsonga, wobei es noch viele kleinere Sprachen und Dialekte gibt. Ein Großteil der Menschen spricht Englisch als zweite Sprache, wodurch eine Verständigung im Land eigentlich überall möglich ist. Der Anteil der Südafrikaner mit Englisch als erster Sprache liegt "nur" bei 8,6%. Im ländlichen Raum werden von vielen nur die einheimische Sprachen gesprochen und Englisch nicht ohne weiteres verstanden.

Kaufen[Bearbeiten]

Der Wechselkurs des Rands zum Euro liegt aktuell (18. November 2017) bei einem Interbank-Kurs 1,00 EUR = 16,49 ZAR bzw. 1 ZAR = 0,061 EUR.

Die Läden sind in Südafrika in der Regel geöffnet Mo-Fr von 9 - 18 Uhr, Sa von 9 - 13 Uhr, in Einkaufszentren gelten oft andere Zeiten. In Südafrika gibt es eine Mehrwertsteuer (Value Added Tax, VAT) von 14 %. Diese Steuer kann man sich als Tourist bei der Ausreise zurückerstatten lassen. Voraussetzung: Warenwert von insgesamt mehr als 250 Rand, Rechnungen im Original mit darauf ausgewiesener Steuer, ein Antrag auf Rückerstattung. Zur Erstattung muss man am Flughafen die Waren mit den Belegen und dem Reisepass am Tax-Refund-Schalter vor dem Einchecken vorlegen, das Geld gibt es erst nach dem Einchecken an einem anderen Counter. Man sollte für diese Prozedur etwas Zeit übrig haben.

Alkoholische Getränke gibt es außer in einigen Supermärkten in den Bottle Shops (sind direkt neben den Supermärkten), sie haben meist geöffnet Mo-Fr von 8 - 18 Uhr. An Sonn- und Feiertagen darf des Öfteren kein Alkohol verkauft werden.

Banken öffnen in der Regel Mo - Fr von 9:00 - 15:30 Uhr, Sa 8:30 - 11:30. Das Umtauschen von Geld und das Einlösen von Reisechecks ist zeitaufwändig. Man muss dabei immer einen Reisepass vorlegen. Für das Geldtauschen muss man mindestens 100 Rand einkalkulieren, an den Flughäfen sind die Gebühren noch höher.

Relativ problemlos sind Geldautomaten (ATM), einige haben auch eine deutschsprachige Benutzerführung. Das Geldabheben ist mittlerweile nur noch mit Maestrokarten einiger weniger deutschen Banken möglich (z.B. Sparkasse, nicht aber Postbank), Kreditkarten wie Master- oder Visa-Card funktionieren, man benötigt hierfür auf jeden Fall seine PIN. Manche Automaten sind bezüglich des Betrages beschränkt, so dass man teilweise nur 200 Rand oder 1000 Rand je Buchung und Tag (!) abheben kann.

Fast alle Einkäufe können auch problemlos mit einer Kreditkarte (Master-Card) erledigt werden.

Küche[Bearbeiten]

Das Essen in Restaurants ist europäisch und vor allem das Frühstück englisch beeinflusst. Man findet jedoch auch afrikanisches Essen wie z.B. Pap (weißer Maisbrei).

Fleisch ist der zentrale Bestandteil einer warmen Mahlzeit. Oft ist die Qualität hervorragend und die Größe der Steaks (200 - 600 g, bei Bedarf auch größer) für Europäer atemberaubend. Es wird hauptsächlich Rindfleisch angeboten, aber auch Schwein oder Huhn sind nicht unüblich. Empfehlenswert ist außerdem Straußenfleisch, oft als Steak zubereitet oder Fleisch von einheimischen Wildtieren wie Springbock, Gemsbock oder Kudu. Sehr empfehlenswert ist Lamm aus der Karoo. Auch Fisch und Meerestiere sind zu empfehlen. Übliche Beilagen sind Kartoffeln in verschiedenen Variationen, Reis oder manchmal auch Nudeln oder Brot. Gemüse wird gerne sehr durchgekocht serviert. Vegetarier müssen sich auf Abstriche gefasst machen. Die Preise sind für europäische Verhältnisse günstig, z.B. kostet ein 400 g Rumpsteak ca. 185 ZAR (Wechselkurs siehe: bei Wikipedia, Preis in 2017 etwa 11,20 €).

Bessere Restaurants findet man oft in Shopping-Malls mit bewachtem Parkplatz, so dass man auch am späteren Abend noch bedenkenlos ausgehen kann. Im Gegensatz zu Europa sind Restaurants eher in Ketten organisiert. Gute Restaurant-Ketten sind Dros, Mike's Kitchen, Spur und Ocean Basket. Internationale wie nationale Fastfood-Ketten (u.a. Mc Donald´s, KFC, Wimpy, Debonairs Pizza, Hungry Lion, "Steers") sind überall anzutreffen. Wimpy und Hungry Lion entsprechen oft nicht den europäischen Qualitätsstandards. In Restaurants mit Bedienung ist ein Trinkgeld von 10 % üblich, da das Bedienungsgeld nicht in der Rechnung enthalten ist, ähnlich wie in den USA. In den B&Bs findet man häufig auch eine Broschüre von Lieferdiensten (z.B. Mr. Delivery) die Speisen und Getränke gegen eine kleine Gebühr anliefern.

Paradies für Grillfreunde: Ein 2000 g Beefsteak auf dem Grill ist hier nichts Besonderes.

Das gemeinsame Grillen (Braai) hat einen festen Platz im südafrikanischen Leben. So findet man praktisch auf jedem Picknick-Platz Grillstellen. Ein Campingplatz oder ein Selbstversorger-Chalet ohne Grillgelegenheit wäre für Südafrikaner kaum vorstellbar. Wer die oft fest installierten Grillroste suspekt findet, findet leicht einen Rost im Supermarkt oder an Tankstellen zu günstigen Preisen. Dort sind auch Holz oder Kohle erhältlich. Holz wird auch am Straßenrand angeboten, jedoch sollte man darauf achten, dass es trocken ist.

Spezialitäten[Bearbeiten]

  • Biltong - Trockenfleisch vom Rind, Strauß, Kudu oder anderen Tieren.
  • Droëwors/getrocknete Wurst - Springbock, Gemsbock, Kudu u.a.
  • Boerewors/Bauernwurst - Lange, oft spiralförmig aufgewickelte Bratwurst (i.d.R. aus Rindfleisch aber auch Warthog- oder Kuduwürste werden häufig angeboten) mit besonderer Gewürzmischung.
  • Potjiekos - ursprünglich niederländisch, heute: typischer südafrikanischer deftiger Eintopf, mit viel Gemüse sowie Fleisch, wahlweise mit Lamm, Rindfleisch oder Geflügel

In Durban leben sehr viele Inder. Dies spiegelt sich auch in der dortigen Küche wider. Dort gibt es viele indische Imbisse, bei denen man sehr scharfe Currys probieren kann. Am bekanntesten ist das sogenannte "Bunnychow", ein ausgehöhlter Laib Toastbrot, der mit Curry gefüllt wird (Preis: ca. 40 - 50 ZAR (Wechselkurs siehe: bei Wikipedia, Preis in 2017 etwa 2,50 €)).

In der Küche von Kapstadt spiegeln sich ebenfalls asiatische Einflüsse wider. Die Einwanderung der sogenannten "Kapmalaien" aus Indonesien, beeinflusste die dortige Kochkunst. Das bekannteste Gericht ist "Bobotie", ein Hackfleischauflauf, der mit Curry gewürzt und mit einer Kruste aus Eierschaum und Milch überbacken wird. Die malaiischen Currys sind wesentlich milder als die indischen in Durban.

Siehe auch Südafrikanische Küche bei Koch-Wiki

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • In Südafrika kann man zwischen Mai und Juli Zeuge eines spektakulären Naturphänomens werden - des Sardine Run. Da wandern gigantische Sardinenschwärme von der Ostseite des Kaps in Richtung Mosambik gut tausend Kilometer nordwärts. Den gut sichtbaren silberglänzenden Sardinen folgt eine Reihe sehenswerter Angreifer in der Luft und im Wasser.

Sport[Bearbeiten]

Vom 11. Juni bis 11. Juli 2010 fand in Südafrika die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer statt. Die Spiele wurden in den 10 Stadien von Bloemfontein, Durban, Johannesburg, Kapstadt, Port Elizabeth, Mbombela (Nelspruit), Polokwane, Pretoria und Rustenburg ausgetragen. Fußballfans sind in Südafrika vor allem die Schwarzen. Viele der lokalen Fußballklubs sind in den Town-ships beheimatet. Die Bekanntesten sind die Orlando Pirates und nicht zuletzt durch die englische Musikgruppe die Kaizer Chiefs. Die südafrikanische Nationalmannschaft wird Bafana Bafana (Jungs Jungs) gerufen.

Ausblick auf die Smitswinkel Bucht

Sehr beliebte Sportarten sind ferner Cricket und Rugby. Ferner lieben die Südafrikaner Ausdauersportarten und hier v.a. Extremstrecken. Events, angefangen bei City-Läufen bis hin zum weltweit bekannten Cape Argus Pick n Pay Cycle Tour, ziehen immer viele Teilnehmer und Zuschauer an. 2014 wurde die Cape-Argus-Radtour in Cape Town Cycle Tour[2] umbenannt. Doch es bleibt das größte Radrennen weltweit. 109 km legen die 35.000 Teilnehmer zurück. Seit 38 Jahren gibt es die Tour quer durch Südafrika, die mitten in Kapstadt ihren Anfang nimmt. Stationen der Radtour sind unter anderem Cape Point National Park, Smitswinkel, Chapmann ́s Peak. Die Route verläuft zum Ende hin hinauf nach Llandudno und über Camps Bay hinunter zurück nach Kapstadt.

Nachtleben[Bearbeiten]

Nahezu überall im Land findet man schöne kleine Restaurants, gute Cafés und eine Auswahl an Fast-Food-Ketten. Vor allem in den Metropolen wie Kapstadt und Johannesburg hat sich ein vielschichtiges Angebot verschiedener Abendattraktionen entwickelt, in denen der Einfluss der verschiedenen Bevölkerungsgruppen deutlich sichtbar wird.

Die Getränkepreise sind verglichen mit Europa sehr günstig. So kostet ein Bier (0,33 ltr.) in einer Bar ca. 20 ZAR (1,17 €). Ein Glas Wein bekommt man für ca. 25 - 30 ZAR (1,46 € bis 2 €), Stand März 2016.

In den kleineren Städten mit weniger Angebot empfiehlt es sich häufig, vorher zu reservieren, insbesondere an Wochenenden.

Unterkunft[Bearbeiten]

Eine gute und durchaus günstige Möglichkeit in Südafrika unterzukommen, sind die Backpacker-Hostels. Da sie häufig nicht allzu groß sind und von engagierten lokalen Betreibern geführt werden, bieten sie z.T. eine besondere Atmosphäre, und Tipps für Touren in der näheren Umgebung werden gern gegeben. Eine gute Übersicht vermittelt der kostenlose Führer "Coast 2 Coast", der in vielen Backpacker-Hostels und Travel Agencies ausliegt.

Eine gute und kostengünstige Alternative sind 'B & B' (Bed and Breakfast) oder Guest Houses (ähnlich Pensionen). Diese sind überall zu finden und bieten teilweise schon luxuriöse Zimmer, in der Regel Frühstück und manchmal Abendbrot zu einem weit günstigeren Preis und mit besserem Service als viele Hotels. Gerade in Kapstadt und entlang der Garden Route gibt es auch viele deutschsprachige Betreiber. Regionale oder landesweite Verzeichnisse über B&B und kleine Lodges (z.B. Portfolio Bed and Breakfast Collection) findet man meist in Touristinformationen.

Auch Übernachtungen mittels "Airbnb" sind in Südafrika möglich. In größeren Städten wie Kapstadt und Durban gibt es viele günstige Übernachtungsmöglichkeiten. Außerdem bietet sich hierbei eine sehr gute Gelegenheit, viel über den Alltag in Südafrika zu erfahren und mit Einheimischen zusammenzukommen.

Stadtnahe Campingplätze sollten umzäunt und ständig bewacht sein.

Campingplätze findet man in vielen Städten, Naturparks, Ferienresorts oder auch außerhalb auf privatem Gelände. Städtische Campingplätze (Municipal Camp Sites) sind oft etwas billiger (PKW, Zelt mit 2 Personen ca. 50 - 70 Rand), aber nicht immer in bestem Zustand und oft nicht leicht zu finden da schlecht ausgeschildert. Campingplätze, die an Naturparks angegliedert sind, sind ca. doppelt so teuer, aber empfehlenswert, da meist gut bis sehr gut. Campingplätze in Ferienresorts können teurer sein. Es ist ratsam, sich über die Sicherheitslage eines Campingplatzes zu erkundigen. Ein solider, durchgehender Zaun mit bewachtem Eingang sollte das Minimum sein, vor allem bei Stadtnähe sind Plätze mit nächtlichen Wachpatrouillen angeraten. Wildcampen ist kaum möglich und sollte aus Sicherheitsgründen unbedingt vermieden werden.

Das Angebot an Unterkünften ist in den touristisch erschlossenen Gebieten sehr groß und vielfältig, dennoch sollte man entweder sich rechtzeitig (bei Helligkeit) nach einer Unterkunft umsehen oder reservieren. Eine Reservation ist v.a. zu den Hauptreisezeiten der Südafrikaner (Schulferien, verlängerte Wochenenden) dringend angeraten.

Arbeiten[Bearbeiten]

Zur Aufnahme einer Arbeit in Südafrika ist ein entsprechendes Visum nötig.

Feiertage[Bearbeiten]

Termin Name Bedeutung
1. Jan. 18 Neujahrstag
21. Mär. 18 Tag der Menschenrechte Massaker von Sharpeville, 1960
27. Apr. 18 Nationalfeiertag/Freiheitstag erste freien Wahlen für alle Südafrikaner 1994
1. Mai 18 Tag der Arbeit
16. Jun. 18 Tag der Jugend oder auch Soweto Day Schüleraufstand von Soweto, 1976
9. Aug. 18 Nationaler Frauentag Aufstand der Frauenliga, 1956
24. Sep. 18 Heritage Day Tag des kulturellen Erbes, dieser Tag hat jährlich ein anderes Thema
16. Dez. 17 Tag der Versöhnung Schlacht am Blood River, 1838
25. Dez. 17 Weihnachten
26. Dez. 17 Tag des Guten Willens 2. Weihnachtsfeiertag

Zusätzlich gelten noch die variablen Kirchenfeiertage Karfreitag und Ostermontag landesweit als Feiertag. Wenn ein Feiertag auf einen Sonntag fällt, ist es üblich, dass er am darauf folgenden Montag „gefeiert“ wird.

Sicherheit[Bearbeiten]

Kriminalität[Bearbeiten]

Obwohl das allgemeine Bild von Südafrika in den Medien anders gezeichnet wird, ist das Reisen in Südafrika nicht gefährlicher als in vielen anderen Ländern. Hält man sich an einige Grundregeln, ist die Gefahr, Opfer eines Verbrechens zu werden, nicht sehr groß.

Auf den Touristenrouten ist die Gefahr, bestohlen oder überfallen zu werden, recht gering. Jedoch sollte man auch hier Vorsicht walten lassen und keine wertvollen Gegenstände, wie Uhren, Schmuck, Kameras etc. offen mit sich herum tragen. Fahrzeuge sollte man immer an bewachten Parkplätzen abstellen, absperren und nichts sichtbar liegen lassen. An den meisten Parkplätzen gibt es eine Art Parkwächter, die man zum Beispiel an einem Leibchen erkennt und die gern auf das Auto aufpassen. Es ist üblich ein paar Rand als Trinkgeld zu geben.

Das Stadtzentrum von Johannesburg wird mit Kameras überwacht und ist seitdem wesentlich sicherer geworden. In allen Großstädten kann man tagsüber unbesorgt durch die Straßen gehen und sollte sich nur vor Taschendieben in Acht nehmen. Townships und Squatter Camps sollte man nur in einer organisierten Tour besichtigen, auch dann empfiehlt es sich, keine Wertgegenstände auf sich zu tragen. Den Rat Einheimischer sollte man befolgen, nachts nicht alleine auf einsamen Straßen laufen und für größere Strecken lieber ein Taxi nehmen. Der Rat, an roten Ampeln einfach weiter zu fahren, ist nicht zu befolgen. Natürlich hält man an, aber gerade nachts sollte man sein Auto verriegeln und die Fenster geschlossen halten, sodass die Türen nicht einfach von außen geöffnet werden können.

Es empfiehlt sich, die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes der BRD zu beachten, die man hier nachlesen kann.

Homosexuelle Handlungen sind in Südafrika zwar legal, sollten jedoch dennoch unterlassen werden, da ein Großteil der Bevölkerung gegenüber Schwulen und Lesben feindlich eingestellt ist und praktizierte Homosexualität zu Konflikten führen kann, dies kann ebenso im Hotelbereich geschehen.

Wilde Tiere[Bearbeiten]

Südafrika ist ein Land, in dem sehr viele wilde Tiere leben. Gefährlich für den Menschen sind außerhalb der Naturreservate vor allem die Schlangen. Daher sollte man nicht vom Weg abweichen, da sich Schlangen normalerweise vom Menschen fern halten und sich an wenig frequentierten Orten aufhalten.

Es kann aber auch an Orten mit Gewässern, in denen sich Flusspferde aufhalten, passieren, dass man auf der Straße einem Flusspferd auf der Suche nach einer alternativen Nahrung über den Weg läuft. Man sollte sich hier unauffällig verhalten und nicht den Weg zurück zum Wasser versperren, da dann die Tiere, auch wenn sie unscheinbar aussehen, sehr gefährlich werden können.

In der Region rund um Kapstadt gibt es freilaufende Paviane (Baboons), denen man aus dem Weg gehen sollte. Die Autotüren sollten daher bei jedem Parken und auch während der Fahrt von außen nicht zu öffnen sein, da die Tiere wissen, wie man diese öffnet.

Gesundheit[Bearbeiten]

Die medizinische Versorgung in Südafrika ist auf einem exzellenten Niveau. Neben den großen Universitätskliniken gibt es eine flächendeckende medizinische Versorgung sowohl mit kleineren Krankenhäusern, Outclinics (Ambulatorien) als auch Fachärzten und Apotheken.

Der Norden Südafrikas und insbesondere der Krüger-Nationalpark sind Malariagebiet. Die Schlafkrankheit kommt in Südafrika faktisch nicht vor, da die beiden Erreger Trypanosoma brucei rhodesiense und Trypanosoma brucei gambiense hier nicht vorkommen.

Gegen Malaria wird in der Regenzeit eine Prophylaxe empfohlen. Dies gilt für die Provinzen Limpopo und Mpumalanga sowie den Bereich von KwaZulu-Natal, der nördlich des 28. Breitengrades liegt. Besondere Schutzimpfungen sind nicht erforderlich; ein Impfschutz gegen Tetanus (Wundstarrkrampf), Diphtherie (Keuchhusten), Polio (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Aufenthalten über 4 Wochen oder besonderer Exposition (Trekkingtouren etc.) auch gegen Hepatitis B, Tollwut und FSME (Frühsommermenigoencephalitis) ist jedoch sehr zu empfehlen.

Empfehlungen zur Malariaprophylaxe und Impfempfehlungen für Südafrika findet man auch auf Tropeninstitut.de.

Klima[Bearbeiten]

Südafrika kann man das ganze Jahr über besuchen. Im südafrikanischen Sommer (November-Februar) ist es am Kap sehr trocken und warm (bis zu 40 °C) und nahe Johannesburg und dem Kruger National Park feucht, und die Landschaft grünt. In dieser Zeit lohnt sich ein Besuch in Kapstadt besonders, da die Weinberge grün sind und man jeden Tag Badewetter hat. Während der Wintermonate (Juni-August) ist es am Kap feucht, im Rest des Landes aber eher trocken und insgesamt kühl. Daher lohnt diese Zeit besonders für Tierbeobachtungen im Kruger National Park oder anderen Reservaten im Osten des Landes, da man die Tiere nun ungehindert im kahlen Busch sehen kann. Während der Wintermonate sollte man auf jeden Fall warme Sachen einpacken, denn nachts fällt die Temperatur in allen Landesteilen oft unter 0 °C. Zum Vergleich die Klimadiagramme für Kapstadt und für Mbombela (Nelspruit), nahe Kruger Nationalpark

J F M A M J J A S O N D
26
16
6
27
16
5
25
14
5
23
12
8
20
9
11
18
8
13
18
7
12
18
8
14
19
9
10
21
11
9
24
13
5
25
15
6


15 17 20 41 69 93 82 77 40 30 14 17
22
Mittlere Jahreshöchsttemperaturen in °C
11.5
Mittlere Jahrestiefsttemperaturen in °C
515
Jahresniederschlag in mm
104
Anzahl der Regentage
J F M A M J J A S O N D
29
19
14
29
19
12
28
18
12
27
14
7
25
10
4
23
6
2
23
6
2
25
9
3
27
12
5
27
14
11
27
17
15
28
18
14


127 108 90 51 15 9 10 10 26 75 115 131
26.5
Mittlere Jahreshöchsttemperaturen in °C
13.5
Mittlere Jahrestiefsttemperaturen in °C
767
Jahresniederschlag in mm
101
Anzahl der Regentage

Respekt[Bearbeiten]

Respekt gegenüber anderen Menschen ist in Südafrika (wie auch sonst in der Welt) sehr wichtig und sollte jedem entgegengebracht werden, egal welcher Hautfarbe und Stellung. Während es in anderen Ländern verpönt ist, die jeweilige Hautfarbe als Merkmal eines Menschen zu benutzen, ist dies in Südafrika üblich und kein Problem. Es wird allgemein unterteilt in Schwarze (Blacks), Weiße (Whites), Farbige (Coloureds - Mischung aus verschiedenen "Farben"), Inder (Indian) und Buschleute (San oder auch Koi-San).

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

In Südafrika werden Steckdosen mit dem Steckertyp M (ähnlich D) verwendet. Aufgrund der seltenen weltweiten Verbreitung ist der Adapter in Deutschland nur schwer zu bekommen. Daher sollte man den Adapter direkt im Land kaufen, wo man ihn in allen Supermärkten in Hotels oder Souvenirshops problemlos erhält. Die Kosten liegen hier bei maximal 100 Rand.

Post und Telekommunikation[Bearbeiten]

Die Vorwahl für Südafrika ist +27. Von Europa aus also 0027. In Südafrika muss man seit kurzem bei internationalen Gesprächen die 00 vorwählen! Das Land hat sich damit den internationalen Standards angepasst. Für ein Telefonat nach Deutschland wählt man also 0049, für Österreich 0043 und für die Schweiz 0041 und dann die Rufnummer ohne "0". Bei Gesprächen im Inland muss man beachten, dass die Vorwahl der jeweiligen Stadt immer mitgewählt werden muss. Ein Telefonat zu einer Kapstädter Rufnummer beginnt also immer mit 021 (der Kapstädter Vorwahl), auch wenn man innerhalb Kapstadts telefoniert.

Postämter haben geöffnet Mo-Fr 8:30-16:30 Uhr, Sa 8-12 Uhr. In Einkaufszentren können andere Öffnungszeiten gelten.

Das Mobilfunknetz ist in Südafrika sehr gut ausgebaut, so dass man auch in dünner besiedelten Regionen noch Empfang hat. Die beiden Anbieter sind MTN und Vodacom. Cell-C war Anfang 2016 der günstigste Anbieter, um in D anzurufen, die Gebühren für Telefonate in ZA waren teilweise höher als ein Anruf zu Hause.

Wifi-Netze sind hingegen nicht verbreitet. Freie Netze gibt es eher selten, aber auch kostenpflichtige Angebote sind eher selten.


Internet[Bearbeiten]

Mehrere kleinere Internetprovider gibt es in Südafrika. Einer der bekanntesten ist afrihost.com. Auch die Deutsche Telekom hat sich in Südafrika etabliert. Meilenstein war 2010 die Installation von kilometerlangen Glasfaserleitungen durch Südafrika[3]. Die Gebühren sind sehr hoch. Daher haben sich in den letzten Jahren immer mehr Internetcafés gegründet. WiFi-Standorte befinden sich zudem in größeren Hotels und Restaurants.

Literatur[Bearbeiten]

  • Polyglott: Südafrika, mit großer Faltkarte und vielen Tourbeschreibungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Benzinpreise in Südafrika Abgerufen am 6. Oktober 2015
  2. Juliane: Kapstadt fährt Rad: Die Cape Town Cycle Tour Madiba.de. Abgerufen am 6. Oktober 2015.
  3. Die Telekom in Afrika Wirtschaftswoche. Abgerufen am 6. Oktober 2015

Weblinks[Bearbeiten]

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