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Äthiopien

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Äthiopien (auch Abessinien) liegt in Ostafrika. Angrenzende Länder sind Eritrea, Dschibuti, Somalia, Kenia, Südsudan und Sudan.

Lage
Karte von Ostafrika mit eingezeichneter Lage von Äthiopien
Flagge
Flagge von Äthiopien
Kurzdaten
Hauptstadt Addis Abeba
Staatsform Bundesrepublik
Währung 1 Birr (Br) = 100 Cents
1 EUR = 22,132 Birr (04-2015)
Fläche 1,13 Mio km²
Bevölkerung 96,6 Mio
Sprachen Amharisch, Tigrinya, Oromiffa, Guaragigna, Somali, Arabisch
Religionen Muslime 45 % bis 50 %, Äthiopisch-orthodoxe Christen 35 % bis 40 %, Animisten 12 %, andere 3 % bis 8 %
Telefonvorwahl +251
Internet TLD .et
Zeitzone UTC+3 (MEZ+2h)

Regionen[Bearbeiten]

Städte[Bearbeiten]

  • Addis Abeba - Hauptstadt mit etwa 3 Mio Einwohner
  • Awasa - größere Stadt am Awasasee
  • Arba Minch - (übersetzt 'vierzig Quellen') Ort am Abaya- und Chamosee, Beginn des Nech Sar Nationalparks
  • Bahir Dar - Stadt am Tana-See im nördlichen Hochland von Amhara
  • Gondar - Ehemalige Hauptstadt im nördlichen Hochland von Amhara
  • Lalibela - Stadt im nördlichen Hochland mit den berühmten Felsenkirchen

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Karte von Äthiopien

Nationalparks:

Kulturelle Stätten:

Hintergrund[Bearbeiten]

Wer Äthiopien bereist, sollte sich im Klaren darüber sein, dass Äthiopien, gemäß der aktuellsten Studie des IMF 2005, eines der ärmsten Länder der Welt ist. Desweiteren sieht man Menschen mit erschreckenden Krankheiten auf den Straßen. Leider gehören Polio, Tuberkulose, aber auch schlimme Verbrennungen am ganzen Körper nach wie vor zum Alltag.

Anreise[Bearbeiten]

Äthiopisches Visum.

Einreisebestimmungen[Bearbeiten]

Ein Einreisevisum für Äthiopien ist für alle Staatsangehörigen erforderlich; ausgenommen sind Staatsbürger von Kenia und Dschibuti.

Zuständig ist Botschaft der Demokratischen Bundesrepublik Äthiopien, Boothstraße 20 a, Berlin. Tel.: +49 (30) 77 20 60, E-Mail: . Merkblatt Geöffnet: Konsularabteilung Mo.-Fr. 09.00-14.00. Preis: Touristenvisum: 30 Tage, 1 Einreise: € 36; 90 Tage, mehrf. € 63. In Hessen, Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz Wohnende erhalten ein Visum auch beim Generalkonsulat, Eschersheimer Landstraße 105-107, 60322 Frankfurt am Main. Tel.: +49 (69) 97 26 96 0. Bearbeitungsdauer ca. eine Woche. Geöffnet: Mo., Di., Do. 8.30-17.30 (Mittagspause ab 12.30).

Die äthiopische Botschaft in Berlin ist auch für Polen, die Tschechei und Slowakei zuständig. Die äthiopischen Honorarkonsulate stellen keine Einreiserlaubnisse aus.

Für Schweizer und Österreicher: Section consulaire de l'Ambassade, Rue de Moillebeau 56, 1211 Genève 19. Tel.: (022)919 70 10, E-Mail: . Preis: 1 Einreise: 48 sfr.

Visa on Arrival

Bei Einreise über den Flughafen Addis Abeba – und nur dort – sind für Nordkoreaner und die meisten Mitteleuropäer, inkl. Deutsche, Schweizer (ohne Liechtensteiner) und Österreicher, “Visa on Arrival” erhältlich (dies gilt nicht für eingebürgerte Eriträer oder Somalis). Die Infrastruktur am Flughafen ist allerdings nicht geeignet, eine hohe Zahl ankommender Touristen schnell und problemlos mit Einreisevisa auszustatten. Mit langen Wartezeiten ist zu rechnen. Preise 30 Tage, 1 Einreise: € 45; 90 Tage, mehrf. € 72 (zum Tageskurs).[1]

Aufenthaltsverlängerungen

Visumverlängerungen müssen bei der Einwanderungsbehörde in Addis Abeba beantragt werden. Fällig wird die doppelte Visumsgebühr (nicht in Landeswährung zahlbar).

Gelbfieber

Ein gültiger Gelbfieberimpfungsnachweis ist nötig, auch für angrenzende Länder.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Ethiopian Airlines hat seit dem Beitritt zur Star Alliance 2011 sein Netz stark erweitert und Addis Abeba zu einem Drehkreuz für preisgünstige Flüge nach Afrika südlich der Sahara ausgebaut. Flüge ab München landen in der Regel in Rom zwischen, ab Frankfurt geht es direkt. Die Anreise mit den Konkurrenten Emirates, Egypt Air oder Qatar Air dauert wegen der notwendigen Umsteigeverbindungen deutlich länger.

Am Inlandsflughafenterminal gibt es keinen Visumsschalter. Alle ostafrikanischen Flüge von Ethiopian werden jedoch hier abgefertigt.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Bahnstrecke Addis Abeba - Djibouti, eröf. 2016.

Im Oktober 2016 wurde die mit chinesischer Hilfe gebaute und hochmoderne Djibouti-Äthiopien-Bahn in Normalspur eröffnet. Personenverkehr soll nach einem Probebetrieb gegen Ende 2017 beginnen.[2] Die 756 km lange Strecke geht von Sebeta/Addis Ababa über Awash und Miesso nach Djibouti. Sie ersetzt die alte von der Franzosen gebaute Meterspur-Strecke.

Es sind zwei weitere Anschlussstrecken in Bau, die von Awash und der Djibouti-Äthiopien-Bahn aus entlang der Abbruchkante des ostafrikanischen Grabenbruchs und des äthiopischen Hochlandes geführt werden. Damit lassen sich dann auch von Addis Abeba oder Djibouti aus Ziele in Nordwest-Afar an der Danakil-Senke, im Äthiopischen Hochland (wie Lalibela) und Tigray (u.a. Mek'ele) erreichen. Der Zeitaufwand liegt eher in Stunden als in Tagen. Äthiopien kaufte dafür Züge, die auch Schlafwagenkomfort bieten. Ein erster Probebetrieb auf der Strecke startet im August 2017, eine Eröffnung ist aber nicht vor 2019 zu erwarten.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Es gibt keine Möglichkeit per Bus direkt nach Äthiopien einzureisen, an der Grenze ist umzusteigen.

Kenia

Von/nach Kenia ist der einzig praktikable Weg über die Grenze bei Moyale (770 km von Addis Abeba). Auf äthiopischer Seite ist die Straße durchgehend „geteert.“ Auf kenianischer Seite sind mehrere hundert Kilometer Straße ungeteert. Von hier verkehrt ein Bus nach Marsabit (8½ Stunden) von wo man über Isiolo nach Nairobi (insgesamt 800 km) gelangt.

Djibouti

Es verkehren tägliche Busse zwischen Djibouti und Dire Dawa (10-12 Stunden; 3000 DJF bzw. 230 Birr) über Gelille. Abfahrt der Busse der Société Bus Assajog ist in Djibuti an der Av. Gamel Abdel Nasser frühmorgens.

Deutlich umständlicher ist der Weg von Djibouti nach Logiya. Hierzu geht erst ein Minibus nach Galafi (ca. 5 km vor der Grenze, in Äthiopien 11°45'20,5"N, 41°50'16,5" O) von dort mit einem ein Mal täglich verkehrenden Bus (3 St., 100 Birr).

Somaliland

Aus der Hauptstadt Hargeisa fährt man zum Grenzübergang bei Wajaale (ca. 100 km, 2 St.; 9°36' N, 43°19'54,5" O) mit Weiterreisemöglichkeiten nach Jigjiga und von dort nach Harar (jeweils 3-3½ St.).

Sudan

Aus Khartum fährt man nach al-Qadarif القضارف. Über Doka gelangt man zum Grenzort Gallabat القلابات / Metema (12°57'28,9" N, 36°09'07,1" O). Von dort gibt es Minibusse nach Gonder (180 km, 3 Std., Teerstraße) oder direkt nach Addis (2 Tage Fahrzeit).

Auf der Straße[Bearbeiten]

Äthiopien unterhält zu jedem seiner Nachbarländer befahrbare Grenzübergänge. Allerdings sind die Übergänge nach Eritrea aufgrund des Kriegszustandes zwischen den Ländern zur Zeit geschlossen.

Bei Einreisen mit eigenem Fahrzeug ist zu beachten, daß der Grenzübertritt nur Montag bis Freitag tagsüber (vor 18.00) möglich ist. Das Fahrzeug muß auch wieder ausgeführt werden da sonst eine Einfuhrsteuer fällig wird, die bis zu 150 % des Neuwerts betragen kann.

Eine Möglichkeit, mit dem Auto aus dem Sudan anzureisen, gibt es mit dem Straßengrenzübergang in Gallabat. Dabei muss allerdings einige Kilometer nach der Grenze das Zolldokument (Carnet de Passage) ins Amharische übersetzt werden, was genau einen US$ kostet. Dabei ist darauf zu achten, dass grundsätzlich kein Wechselgeld gegeben wird.

Von/nach Kenia ist der einzig praktikable Weg über die Grenze bei Moyale (770 km).

Seit 2010 benötigt man zusätzlich zum Carnet ein Schreiben der jeweiligen Botschaft in Addis Abeba, das bescheinigt, dass man das Fahrzeug auch wieder ausführt. Kosten etwa 20 €.

Mobilität[Bearbeiten]

Busse fahren jeweils morgens früh etwa bei Sonnenaufgang ab. Das hängt davon ab, wo man ist und wo man hin will. Aufgrund der verbesserten Strassen fahren die Busse teilweise auch erst am frühen Vormittag. Verspätungen sind üblich, halten sich aber in Grenzen. Die Preise sind staatlich geregelt; Überfüllung der Busse ist ausgeschlossen. Verpflegung erfolgt unterwegs an traditionellen Rasthöfen, die heute meist recht moderne Restaurants sind. Brot und Cola kann nahezu überall gekauft werden.

Contract Taxis sind kurzfristig angemietete Transporter oder Kleinbusse, die Individualreisende meist in einigen Stunden ein paar hundert Kilometer befördern. Deren Preis ist deutlich höher.

Bajaj (TukTuk) sind kleine Motordreiräder, die in der Regel nicht außerhalb der Städte fahren und auch nicht im Zentrum von Addis Ababa. Sie stellen die flexibelste Art der Fortbewegung innerhalb der Städte dar.

Trolleys / “Lorries” (Sulkies) sind einachsige Pferdekarren mit Dach. Das Reisen damit ist langsam aber ursprünglich, umweltfreundlich und relativ komfortabel.

Es gibt einige Inlandsflughäfen, speziell an touristisch interessanten Orten. Flüge sind nicht sehr teuer und lassen sich auch vor Ort buchen. Wenn die An- und Abreise nach Äthiopien mit Ethiopian erfolgt, gibt es sogar noch Rabatt.

Sprache[Bearbeiten]

Kommunizieren
Die Kommunikation mit Einheimischen gestaltet sich oft als schwierig. Zwar lernen viele Äthiopier Englisch, doch ist das leider oftmals sehr sehr schlecht, sodass man teilweise gar nichts versteht. Es wird angeraten ein paar Brocken Amharisch zu lernen. In Addis kommt man mit Englisch durch, in anderen Städten wird es teilweise recht problematisch. Zu guter letzt bleiben Hände und Füße.

Amtssprache ist Amharisch. Der Schulunterricht findet in den höheren Klassen in Englisch statt. Kommunikation auf englisch ist daher vor allem in Städten kein Problem, dennoch ist das Niveau des gesprochenen Englisch nicht so hoch, wie dieser Umstand es erwarten ließe.

Desweiteren sind lokale Sprachen wichtig und viel im Gebrauch, da Äthiopien ein Vielvölkerstaat ist. In den muslimischen Teilen und an der Grenze zum Sudan wird z. T. auch arabisch als Fremdsprache gesprochen.

Kaufen[Bearbeiten]

Wechselkurs

November 2016: 1 US$ = 22,4 Birr, 1 € = 23,5 Birr

American Express hat die Annahme von Reiseschecks im Lande 2011 eingestellt. Kreditkarten werden nur selten akzeptiert. Euro-Bargeld ist in der Hauptstadt problemlos zu wechseln, am Lande sollte man US-Dollar mitführen (nur neue Scheine, der Serie ab 2006).

Kreditkarten:
In allen touristischen Orten werden die gängigen Kreditkarten Mastercard, Visa und Union Pay zumindest in den größeren Hotels und gehobenen Restaurants akzeptiert. In Addis Abeba auch in zahlreichen Geschäften, z.B. Supermärkte. Die Akzeptanz bei Reiseagenturen ist geringer.
Es kann jedoch zu Verbindungsstörungen kommen, eine Bargeldreserve ist empfehlenswert.
Kreditkarten arbeiten gut beim Bargeldbezug an Automaten (unten).
Die gängigste Karte ist Mastercard. Manche Karten können generell für Äthiopien gesperrt sein, daher ist die Mitnahme mehrerer Karten sinnvoll.

Geldautomaten:
Im gesamten Land, auch in den kleineren Provinzstädten, sind nun ATM aufgestellt bei Banken und bspw. vor Hotels oder Läden. Mastercard, Visa und teilweise auch Maestro werden akzeptiert, auch wenn außen kein entsprechendes Logo angeklebt ist. Eine Bank, die zentral in beinahe jedem größeren Ort mit einem internationalen Automaten vertreten ist, ist die Commercial Bank of Ethiopia, aber auch alle anderen großen Banken bieten diesen Dienst.
Höchstbeträge sind 2.000 bzw. 4.000 Birr, wobei letzterer wegen Kreditkartengebühren günstiger kommt, wenn er angeboten wird. Sollte ein Automat mal die Karte verweigern, nicht verzagen und den nächsten probieren.
Doch Achtung: manche Kreditkarten oder Bankkarten sind für Äthiopien gesperrt. Daher bei der ausgebenden Bank vor Reiseantritt fragen und gegebenenfalls entsperren lassen. Günstig sind mindestens 2 Karten von unterschiedlichen Banken, auch Prepaid-Cards leisten hervorragende Dienste. Die Maestro-Bankkarte kann man als Cash-Reserve auf jeden Fall mitnehmen.
Große Mengen Bargeld, etwa hohe 4-stellige Dollarbeträge sollte man als Tourist in Äthiopien nicht mitführen.
Kreditkarten können bei vielen Bankfilialen auch am Schalter zum Bargeldbezug eingesetzt werden (bei Ausfall des Automaten z.B.).

Bargeldtransfer:
Wenn gar nichts mehr geht, besitzt fast jede Bankfiliale im Land Anschluss an die Geldtransferdienste Western Union und Moneygram, wo die Lieben zuhause frisches Geld nachschieben können.
Es wird einem hier also niemals das Geld ausgehen.

Äthiopien ist bekannt für seine Lederprodukte. Diesbezüglich kann man günstig 1A-Qualitäts-Lederjacken ab 60 € kaufen. Außerdem bietet es sich auch an, Kaffee und Honig mit nach Hause zu nehmen. Blumen sind heute der größte Exportschlager geworden. Doch auch Gold, Früchte und Teff (Zwerghirse) werden exportiert.

Küche[Bearbeiten]

Als Grundnahrungsmittel und praktisch zu jeder Mahlzeit wird das aus dem Mehl des hirseartigen Getreides Teff gewonnene tellergroße Fladenbrot Injera gereicht. Als „essbarer“ Teller fungierend, da in Äthiopien aus hygienischen Gründen nur mit der rechten Hand gegessen wird, ersetzt es das Essbesteck. Dazu werden verschiedene Saucen, Wot genannt, serviert, die in verschiedenen vegetarischen und fleischhaltigen Ausführungen zubereitet werden. Fleisch können sich allerdings viele Äthiopier nicht leisten. Außerdem verbietet die äthiopisch-orthodoxe Kirche mittwochs und freitags den Genuss von Fleisch, so dass an diesen Tagen auch von Wohlhabenderen meist Linsenbrei verspeist wird.
Äthiopische Frauen bereiten zudem vornehmlich zwei pikante Saucen mit viel zerlassener Butter zu: Für Geflügel oder Lammfleisch, Gemüse oder Hülsenfrüchte wird Alicha gekocht - aus Zwiebeln, Gelbwurz, Kreuzkümmel, Knoblauch und Ingwer. Aus rotem und schwarzem Pfeffer, Knoblauch, Zwiebeln, Nelken, Muskat, Kardamom, Fenchelsamen, Koriander und Ingwer wird, vor allem für Rindfleisch, Wot zubereitet. Diese Sauce ist scharf.[3]

Nachtleben[Bearbeiten]

Ausgehen ist in Äthiopien möglich, allerdings nur sehr begrenzt. In der Hauptstadt gibt es einige gute Bars mit Live-Bands oder einfach lokale Treffpunkte. Äthiopier sind sehr gesellige Leute.

Unterkunft[Bearbeiten]

Man wird in Äthiopien in praktisch jeder Ortschaft eine Unterkunft finden. Die Unterschiede in Qualität und Preis sind hierbei jedoch beträchtlich, wobei viel zu bezahlen aber nicht automatisch hohe Qualität garantiert - auch in besseren (teureren) Hotels ist man z.B. nicht immer vor Bettwanzen und ähnlichem Getier sicher (generelles Problem in Entwicklungsländern). An der obersten Grenze des Spektrums steht das Sheraton in Addis Abeba (ab ca. 200 US$ die Nacht), das allen erdenkbaren Luxus bietet. Das untere Ende markieren einfachste Hostels, die oft nur eine eingeschränkte Versorgung mit Wasser und Strom gewährleisten können. Diese kosten dafür auch selten mehr als drei US$ pro Nacht.

Preislich und qualitativ zwischen diesen beiden Extremen liegen die staatlichen Hotels, die für 30 US$ - 60 US$ pro Nacht annähernd europäische Standards erreichen. Vom Preis/Leistungs-Niveau her am besten sind oft die privaten Hotels, die für 10 US$ - 20 US$ pro Nacht eine akzeptable Unterkunft oft inklusive Frühstück bieten. Beachtet werden sollte noch, dass die Rechnung nur in den Luxus- und staatlichen Hotels in einer Fremdwährung (meistens US$) bezahlt werden kann. Überall sonst ist man auf die Landeswährung angewiesen.

Feiertage[Bearbeiten]

Termin Name Bedeutung
7. Januar Genna äthiopische Weihnachten
Januar/ Februar Timkat äthiopische Epiphanie
2. März Tag der Schlacht von Adowa
März/April Ostern
6. April äthiopischer Siegestag
1. Mai Tag der Arbeit
5. Mai Maifeiertag Siegestag
28. Mai Nationalfeiertag
11. September Enkutatash äthiopischer Neujahrstag
27. September Maskaltag Auffindung des wahren Kreuzes
01. September 2017 Id al-Adha*
01. Dezember 2017 Mouloud* Geburtstag des Propheten
26. Juni 2017 Eid-al-Fitre* Ende des Ramadan

*) Die Daten der drei letztgenannten islamischen Feiertage richten sich nach dem Mond.

Sicherheit[Bearbeiten]

Die Sicherheit in Äthiopien ist genau zu verfolgen. Bitte vor einer Reise genau die politische Lage abklären. Einzelne Regionen wie die Grenze zu Somalia, Eritrea und Sudan sollten aufgrund von Minen und Rebellen (ehemalige Soldaten) gemieden werden. Jedoch muss man keine Angst haben vor einem bewaffneten Raubüberfall. Diebstahl ist jedoch, zumindest in der Hauptstadt, recht häufig.

Gesundheit[Bearbeiten]

Um gesund zu bleiben, wird dringendst empfohlen, sich impfen zu lassen. Hepatitis, Gelbfieber, Hirnhautentzündungen. Am besten einige Wochen vor der Abreise mit einem Tropenarzt besprechen. Da Malaria weit verbreitet ist, wird auch Malaria-Prophylaxe empfohlen, außer man bleibt in Städten über 2.000 m ü.M. Des Weiteren sollte beachtet werden, dass im Omo-Valley (Südwest-Äthiopien) ein leichtes Tse-Tse-Risiko (Schlafkrankheit) besteht. Daneben gelten natürlich die allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen die Ernährung betreffend (Wasser, Obst, Säfte usw.).

Wasser in Flaschen ist überall zu haben, trotzdem ist es ratsam, Micropur-Tabletten mitzunehmen.

Klima[Bearbeiten]

Klimatabellen Äthiopiens
Klimazonen.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Man sollte es unterlassen, mittels Skype oder ähnlichen Diensten mit den daheim Gebliebenen zu kommunizieren. Wegen "nationaler Sicherheitsbedenken" wurde Mitte Mai 2012 ein Gesetz erlassen, welches die Verwendung dieser Dienste unter Strafe stellt. Das Höchststrafmaß liegt bei 15 Jahren Gefängnis. Siehe [1]

Internet:
Zeitweise wird das Internet in Äthiopien ganz abgeschaltet. Das passiert zum Beispiel dann, wenn sich politische Auffälligkeiten ereignen. Mitte 2017 wurde das Internet zudem auch noch komplett für eine Woche für die Universitätsexamen einfach abgeschaltet, da es im Vorjahr zu Schummeleien mithilfe des Internets gekommen war.
Das Festnetz-Internet via Wifi ist sehr lahm und fast alle Wifi-Spots in den Hotels haben permanente Störungen, die ein flüssiges Surfen verunmöglichen.
Trotz des schlechten Rufs des Mobil-Internet der Ethio Telecom funktioniert dieses meist sehr gut und lohnt die Anschaffung einer SIM-Karte.
Diese erwirbt man am besten in einem größeren Mobile-Shop, wo Plätze zur Antragsaufnahme eingerichtet sind. Man muss lediglich den Pass vorlegen und ein Passbild mitbringen, das gescannt wird. Das Personal kann außerhalb Addis Abeba oft schlecht Englisch, so gestaltet sich die Antragsaufnahme spaßig, klappt aber immer.
Die Karte wird sofort freigeschaltet und sollte für schnelles 3G-Internet geeignet sein. Gute landesweite Netzabdeckung.
Die SIM-Karten-Beschaffung bei Hauptpostämtern ist wegen undurchschaubarer Bürokratie und regelmäßig totaler Überfüllung nur mit Guide zu empfehlen.
Die Karte muss nun noch mit 'Vouchercards' (Wertstreifen mit einer Codenummer, z.B. 50 oder 100 Birr) geladen werden, die es in vielen Krämerläden und von Straßenverkäufern, oft aber nicht in Mobile-Shops gibt. Die Aufladung erfolgt per Telefon-Zifferncode, Anleitung auf dem Wertstreifen. Sodann muss aus dem aufgeladenen Guthaben ein Internetpackage gebucht werden, ebenfalls per Telefoncode. Anleitung dazu auf der Webseite der Ethio Telecom (aus dem Startguthaben erreichbar).
Per März 2017 waren auf Prepaidkarten für Touristen nur 0,5 GB-Packages zu 85 Birr buchbar, diese können beliebig oft gebucht und verbraucht werden, auch kumuliert auf Vorrat. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist schlechter als in anderen afrikanischen Staaten, aber immer noch gut. Mit gelegentlichen längeren Aussetzern (insbesondere DNS-Probleme) muss man leben, einige amerikanische und andere Social Media, u.a. Google-Dienste wie Maps oder Youtube sind (teilweise) blockiert. Daher Offline-Karten installieren.

Internetcafes sind in allen größeren Städten vorhanden, man kann Mails abrufen und verschicken. Es lohnt sich, eine Inlands-Prepaidcard zu kaufen (Handy mitnehmen). Es gibt sie auf jeden Fall in der Hauptpost (Churchill Road), man braucht dazu zwei Passbilder und eine Kopie des Passes.

Konsulate[Bearbeiten]

Siehe den entsprechenden Abschnitt zur Hauptstadt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Adler, Norman; DDR in Äthiopien und späte Lügen; Berlin 2013; ISBN 9783360020819
  • Asfa-Wossen Asserate; Der letzte Kaiser von Afrika: Triumph und Tragödie des Haile Selassie; Berlin ²2014; ISBN 9783549074282
  • Cremer, Patric; Stellvertreterkrieg: der äthiopisch-eritreische Grenzkrieg; Frankfurt 2004
  • Dornisch, Klaus; Sagenhaftes Äthiopien: Archäologie, Geschichte, Religion; Darmstadt 2016 (Zabern)
  • Kreuter, Marie L.; Äthiopien: von innen und außen, gestern und heute; Norderstedt 2010; ISBN 9783839195345
  • Raunig, Walter; Das christliche Äthiopien: Geschichte - Architektur - Kunst; Regensburg ²2016 (Schnell & Steiner); ISBN 9783795415419
  • Salomon, Birgit; Auf der Suche nach Saba: unterwegs in Äthiopien; Halle ²2011; ISBN 9783862375134
  • Zelleke, Kefelew; Heyer, Friedrich; Das orthodoxe Äthiopien und Eritrea in jüngster Geschichte; Heidelberg 2001; ISBN 3980816001

Wer Amharisch erlernen will: Wedekind, Micha; Amharisch Wort für Wort; 42014 (Reise Know How); ISBN 978-3-8317-6402-0 (CD extra)

Weblinks[Bearbeiten]

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  1. [2] (Stand 2016-11-08)
  2. [3] (2016-10-06)
  3. Quelle unter anderem: http://www.forum-mission.de/tiki-index.php?page=Rezepte