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Lalibela

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Bete Giyorgis 01.jpg
Lalibela
Provinzunbekannt
unbekannte Verwaltungseinheit: Q690840 (edit)
Einwohner
14.668 ()
Höhe
2.500 m
keine Touristinfo auf Wikidata: Touristeninfo nachtragen
Lage
Lagekarte von Äthiopien
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Lalibela

Lalibela ist eine Kleinstadt im nördlichen Hochland von Äthiopien. Bekannt ist der Ort für die elf monolithischen Felsenkirchen, die zwischen 1000 und 1200 aus den Felsen gehauen wurden. Zu dieser Zeit war der Ort Hauptstadt als Roha der Zagwe-Dynastie. Der heutige Namen kommt vom König Gebra Maskal Lalibela, der die Bauten angestoßen hat. Sie sind eine der wichtigsten Attraktionen des Landes. Mit einem Reiseführer mit Bus kann man auch im Umland uralte Klöster besuchen, die versteckt unter Felsvorsprüngen oder in Felsen sind. Außer den Kirchen hat die staubige Kleinstadt nichts zu bieten.

Hintergrund[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

1 Lalibela (LLI) (23 km außerhalb). Wird nur von Ethopian Airlines 2012 aus Addis Ababa, Axum, Bahir Dar und Gondar angeflogen. Minibusse in den Ort kosten verhandelbare 80 Birr.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

2 Busstation (in der Ortsmitte). Busse fahren in westlicher Richtung von/nach Gashena – das man von Bahir Dar oder Gonder erreicht – in rund 4 Stunden, Minibusse brauchen 2½ . Ähnliche Verbindungen gibt es, aus Osten kommend, über Woldia (wer das Pech hat hier über Nacht auf einen Anschluß warten zu müssen ist auf das dortige Yordanos Hotel angewiesen. Aus Aksum kommend braucht mann zwei Tage, eine Übernachtung in Mek’ele und ggf. Woldia ist einzuplanen. Geöffnet: Abfahrten meist um 6.00.

Wie überall in Äthiopien wird am frühen Morgen abgefahren. Direkte Busse aus Addis Abeba sind zwei Tage unterwegs, ggf. kann man in Dessie (8-9 Std. Fahrt) einen Zwischenstop einlegen. Etwas zum doppelten Preis des Busses gibt es in Lalibela Mitfahrgelegenheiten in Minibussen oder Privatautos die vermittelt werden und deren Fahrer die Strecke in einem Tag schaffen.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Von Bahir Dar oder Gonder über Gashena (geteerte Strecke). Von Osten aus Woldia.

Mobilität[Bearbeiten]

Taxen gibt es wenige. Es fahren jedoch mietbare Minibusse (für Kurzstrecken min. 50 Birr). Die nur teils gepflasterten Straßen können beschwerlich zu gehen sein.

Maultiertreiber bieten ihre Dienste von und zu den Kirchen an. 2012 war ein angemessener Tagespreis 300 Birr für Tier und Mensch zusammen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Kirchen sind, konzentriert in zwei Gruppen, einen knappen Kilometer vom Ortskern entfernt.

Für die Besichtigung der Kirchen gibt es 5-Tages-Kombikarten für 1000 Birr (2012; Videokameras extra). Zugänglich sind sie von 6.00--18.00 mit zweistündiger Mittagspause, der Kartenverkauf beginnt um 8.00, um den Verkaufsschalter lungern zahlreiche eingeborenen „Führer“ herum. Will man alle Kirchen und das „Grab Adams“ ausgiebig besuchen, sollte man sich zwei, besser drei Tage Zeit nehmen.

Übersichtskarte der Felskirchen.
die Felsenkirche B. Giyorgis.

Bet Giyorgis ist die großartigste der Kirchen. Sie gehört mit Bet Medhane Alem, Bet Maryam (verbunden durch einen Tunnel), Bet Meskel, Bet Danaghel, Bet Uraiel, Bet Golgotha und Bet Mikael zur nordöstlichen, interessanteren Gruppe.

Die südöstliche Gruppe, mit teilweise sehr fein gearbeiteten Außenseiten bilden Bet Gabriel-Rufael, Bet Merkorios (auch diese erreichbar über einen unbeleuchteten Tunnel), Bet Amanuel und Bet Abba Libanos.

Einkaufen[Bearbeiten]

Marktstände in Lalibela (2014).

Souvenirbuden gibt es etliche. Eine Filiale der Commercial Bank of Ethiopia ist schräg gegenüber vom Bushalt. Ein Western Union-Ableger ist im Mountain View Hotel.

Der 1 Samstagsmarkt wird etwas außerhalb, vorbei an der Nordwestgruppe der Kirchen, von morgens bis zum frühen Nachmittag abgehalten.

Küche[Bearbeiten]

Eher ungewöhnliche Architektur kann man neben in den Fels gehauenen Kirchen auch finden. Hier das Restaurant Ben Abeba.

Einige Cafés bzw. Restaurants, die diesen Namen verdienen, befinden sich im Viertel hinter dem Bushalt.

Unterkunft[Bearbeiten]

Da fast nur „reiche“ Ausländer und kaum Äthiopier Unterkünfte nachfragen, sind Angebot und Preisgestaltung entsprechend. Hochsaison ist im Winter, besonders um Weihnachten und zu den in den Januar fallenden Festtagen Timkat (19./20. Jan.) und Leddet. In der Nebensaison April bis August fallen die Hotelpreise, Feilschen muß man jedoch das ganze Jahr über. Bei Kreditkartenzahlung (fast nur Visa) scheint ein 5%iger Aufschlag ortsüblich.

Günstig[Bearbeiten]

  • 1 Unique Pension. Im gleichnamigen Restaurant, 50 m die Straße rauf, nach Zimmern fragen. (Das Essen ist besser als die Unterkunft.)
  • 2 Jordan Guesthouse (Hinterm Hotel Blue Lal). Man bekommt die Qualität, die man bezahlt. Preis: Doppel ab 100 Birr.

Mittel[Bearbeiten]

  • 3 Blue Lal Hotel (Geht man vom Bushalt nach Süden in der ersten Querstraße links nach der Bank (gut 50 m)).
  • 4 Seven Olives (nach rechts). Das älteste Haus am Platze, in Kirchenbesitz, die bekanntermaßen auf der ganzen Welt nicht genug Geld hat, was sich in den überhöhten Zimmerpreisen niederschlägt. Mit Restaurant. Preis: Zeltplatz: US$ 15, Doppel ab US$ 35.
  • 5 Asheton Hotel (Ebenfalls nach der Bank links ab, die Straße entlang die etwa im 45°-Winkel abgeht, gut 200 m). bestes Preis-/Leistungsverhältni Preis: um 250 Birr.
  • 6 Megenagna Hotel (Dem Postamt gegenüber.).

Gehoben[Bearbeiten]

  • 7 Cliff Edge Hotel (Etwas 600 m bergauf vom Postamt in ndl. Richtung, nach 200 m zweigt man beim Red Rock Hotel (2016 ca. US$ 35) man von der Hauptstraße links ab.). Tel.: +251-33-336 0606. 18 Zimmer mit Bad, in denen man aber vergeblich einen Schrank sucht. Unterdurchschnittliches Restaurant. Preis: US$ 50.
  • 8 Mountain View Hotel. Tel.: +251 33 336 0804. Sitzbadewannen mit Brausen. Wie der Name sagt am Berggipfel. Restaurant mit unterirdisch schlechten „westlichen“ Gerichten. Preis: Doppel: NS: US$ 50-55, HS: 66-77.
  • Zwischen den beiden Häuser befindet sich noch das Maribela Hotel.
  • 9 St. Georg.
  • 10 Mini Roha (An der Straße zu den Kirchen 150 m weiter).

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Das 1 Postamt befindet sich gut 100 m nördlich vom Bushalt, auf der linken Straßenseite.

Die Wasserversorgung am Ort scheint einigermaßen gesichert, Stromausfälle kommen jedoch vor.

Nachts kann es aufgrund der Höhenlage frisch werden. Die angenehmsten Tagestemperaturen hat man wohl im Herbst.

Betteln wurde vor einigen Jahren verboten, stattdessen wird man nun in längere Gespräche verwickelt oder ins Haus gebeten und dann am Ende um Geld angehauen. Schulkinder schnorren Stifte und/oder Bücher und verkaufen sie dann dem Händler wieder zurück.

Ausflüge[Bearbeiten]

Vermittler bieten mehrtägige Wandertouren im umliegenden Hochland an. Am anspruchsvollsten ist wohl die zum 4300 m hohen Berg Abuna Yosef. Das Gelände im Meket-Plateau ist ebenfalls schwierig. Buchbar sind solche Touren auch in Addis bei Tesfa Tours (ab 1500 Birr/24 Std.).

  • 1 Yemrehanna Kristos-Kirche (Für die 45 Straßenkilometer zur Kirche braucht man im Landrover 1½ Std. Per Maultier kommt man in 5 Std. über 20 km Pfade hin.). Eine antike, aber gemauerte Kirche. Mietet man als Gruppe ein Auto mit Fahrer bietet es sich an auch Arbatu Ensessa, Bilbila Giyorgis sowie Bilbila Chirkos (je 100 Birr Eintritt) an einem Tag zu besuchen. Preis: 150 Birr.
  • 12 Lalibela Hudad Ecolodge (45 Min. per Minibus vom Ort; ggf. Abholung am Flughafen. Auch erreichbar per Maultier.). Tel.: +251 (944) 14 36 90. Vier steinerne Hütten für 3-4 Personen. Ein Aufenthalt von 3-5 Tagen wird erwartet. Im Hochland gelegen bieten sich Wandermöglichkeiten und wilde Affen. Gelegentlich organisiert man einen Eingeborenen-Singsang. Keinerlei fließend Wasser! Buchungen in Addis: hinter der Edna Mall im Gulf Aziz Building. Zielt ganz eindeutig auf die vergleichsweise dicken Brieftaschen zivilisationsmüder Touristen. Preis: Zeltplatz m.F. US$35, Hütte mit Plumpsklo US$ 65-90. Mahlzeiten ø 100 Birr.

Literatur[Bearbeiten]

Siehe auch den entsprechenden Abschnitt, mit Reiseführern, zu Äthiopien.

  • Bidder, Irmgard; Lalibela: Monolithkirchen in Äthiopien; Stuttgart 1959
  • Dabbert, Hermann; Die monolithenen Kirchen Lalibelas in Aethiopien; 1938; [Diss., U 38.1123]
  • Hein, Ewald; Kleidt, Brigitte; Äthiopien - christliches Afrika: Kunst, Kirchen und Kultur; Ratingen 1999; ISBN 3929255278; [engl.: Ethiopia - old African Christianity]
  • Mercier, Jacques; Lalibela: capitale de l'art monolithe d'Éthiopie; Paris 2013; ISBN 9782708409668, [engl.: Lalibela: wonder of Ethiopia.]

Siehe auch[Bearbeiten]

In ähnlicher Weise von oben in den Fels gearbeitet sind die Tempel beim indischen Aurangabad, die „Aurangabad Caves.“

Weblinks[Bearbeiten]

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