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Bahamas

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Die ausgedehnte Inselkette der Bahamas liegt am Nordrand der Karibik, südöstlich von Florida und nordöstlich von Kuba. Einige Inseln sind bewohnt und gleichsam ein beliebtes Touristenziel.

Lage
Karte der Karibik mit hervorgehobener Lage der Bahamas
Flagge
Flagge der Bahamas
Kurzdaten
HauptstadtNassau
StaatsformParlamentarische Monarchie im Commonwealth
Währung1 Bahama-Dollar (BSD) = 100 Cents
Fläche13.900 km²
Bevölkerung354.000
SprachenEnglisch (offiziell), Kreolisch (bei haitianischen Immigranten)
ReligionenBaptisten 32 %, Anglikaner 20 %, Katholiken 19 %, Methodisten 6 %
Stromnetz120V/60Hz (Nordamerikanischer Stecker)
Telefonvorwahl+1-242
Internet TLD.bs
ZeitzoneMEZ-6h; MESZ-5h

Regionen[Bearbeiten]

Zu den bewohnten, größeren Inseln zählen:

Städte[Bearbeiten]

Karte der Bahamas

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Bahamas bestehen aus einer Kette von ca. 700 größeren Inseln und über 2.000 Cays, Kleinstinseln, Atollen und Korallenbänken. Auch die großen Inseln bestehen in ihrem Kern aus Korallenkalken. 1864 gab der Gouverneur Sir Rawson W. Rawson in seinem Jahresbericht für das Kolonialbüro in London zu Protokoll: „Der Landbesitz besteht aus 29 Inseln, 661 Cays und 2.387 Riffen“. Die meisten der großen und bewohnten Bahama-Inseln sind langgezogen und schmal. In der Längsrichtung verläuft eine Hauptstraße, der „Queen's Highway“ oder „King's Highway“. Diese sogenannten Highways sind aber fast alle schmal, in schlechtem Zustand und voller Schlaglöcher.

Vor etwa 70.000 Jahren begann die letzte Vereisungsperiode auf der Erde, die vor etwa 10.000 Jahren endete. Während dieser Zeit waren große Wassermassen in den Gletschern der Polargebiete gebunden. Als Folge lag der Meeresspiegel in jener Zeit etwa 100 m tiefer als heute. Die Landmasse der Bahamas war dadurch wesentlich größer und viele Inseln waren miteinander verbunden. Bei einer weiteren Erwärmung der Erdatmosphäre und einem Ansteigen des Meeresspiegels werden die Inseln folglich im Meer versinken.

An geeigneten großen Strandseen wurde von Auswanderern der Bermudas und Turks-Inseln durch natürliche Sonnentrocknung Salz gewonnen. 1850 entstand auf Inagua die erste Großanlage zur Salzgewinnung. Es wurde überwiegend in die USA exportiert, bis diese die Salzeinfuhr mit hohen Steuern belegten.

Ende des 19. Jahrhunderts waren Schwämme die bedeutendste Industrie auf den Bahama-Inseln. Anfang dieses Jahrhunderts versuchte man in den flachen Gewässern vor verschiedenen Inseln Schwammplantagen anzulegen. 1938 zerstörte die „Schwammpest“ 90 % aller Vorkommen. Sisal, von Yucatan, Mexiko, eingeführt, wurde zeitweise zum zweitwichtigsten Exportfaktor. US-Amerikanische Interessenten gründeten die Andros Fibre Company. Zum einen wurden tropische Hölzer exportiert, zum anderen wurden aus dem Abfallholz vor Ort Spanplatten hergestellt. Einige Inseln waren ursprünglich dicht bewaldet. Zurückgehende Gewinne führten schlagartig zum Zusammenbruch der Industrie; heute ist es der Tourismus und das Bankwesen.

Der nach dem 2. Weltkrieg beginnende Tourismus aus Nordamerika brachte nur den Inseln New Providence mit der Hauptstadt Nassau und Grand Bahama große Baumaßnahmen und Einnahmen. Die anderen Inseln, die sogenannten „Out Islands”, blieben weitgehend außen vor und unterentwickelt. Erst nach den Ereignissen des 11. Septembers hat sich dies etwas geändert. Die USA verstärkten ihr finanzielles Engagement auf den Inseln „vor ihrer Haustür”. Die wenig besiedelten Inseln, wo fast jeder jeden kennt, die während des 2. Weltkrieges schon einmal von amerikanischen Soldaten friedlich überrollt worden waren und als Militärbasen genutzt wurden, wurden für Amerikas Touristen als sicher eingestuft und damit interessant.

Geschichte[Bearbeiten]

Zwischen 100 und 1000 n. Chr. zogen friedliche Arawak-Indianer vom südamerikanischen Orinoco (Venezuela) nach Norden. Ihre Nachfahren auf den Bahamas nannten sich Luccu-Cairi, übersetzt Inselleute. Christopher Kolumbus nannte sie Lucaya. Als er die Inseln auf der Suche nach Indien im Oktober 1492 betrat, lebten etwa 40.000 Indianer auf den Inseln. Die Spanier verschleppten sie als Arbeitskräfte nach Hispaniola und Kuba. Durch die ungewohnte Arbeit und europäische Krankheiten wurden sie innerhalb von nur 25 Jahren ausgerottet.

1629 schenkte König Charles I. die Besitzrechte an den Inseln seinem Justizminister Sir Robert Heath, aber erst 40 Jahre später begann die Besiedlung der Bahama-Inseln, als puritanische Religionsflüchtlinge von der Insel Bermuda kamen und mit ihrem Schiff vor der Nordküste von Eleuthera strandeten. 1666 erreichten sie auch New Providence, wo sie den Ort Charles Towne, das heutige Nassau gründeten. Die Siedler lebten zunächst vom Fischfang und etwas Landwirtschaft, gingen aber bald dazu über, vorbeifahrende Schiffe durch falsche Leuchtfeuer auf Grund laufen zu lassen und auszurauben; dies nannte man „ship wrecking“. Besonders zwischen englischen und spanischen Schiffen kam es mit Duldung des Gouverneurs zu einem andauernden Kleinkrieg, obwohl im Vertrag von Madrid (1670) Plünderungen in Friedenszeiten verboten sein sollten. Die englische Regierung wechselte erfolglos einen Gouverneur nach dem anderen aus, es gab auf den Bahamas keine anderen Wege zu überleben. Im Vertrag von Ryswick wurden 1697 diese „offiziellen“ Kleinkriege endgültig beendet. Damit verlor der größte Teil der bahamaischen Bevölkerung Broterwerb und Einkommen. Als Folge wurden nun viele der Inseln zu Piratenverstecken und -stützpunkten. Aus diesem Grunde wurde Nassau 1703 in einer Strafexpedition vom spanischen und französischen Militär niedergebrannt.

Am 1. November 1670 hatte König Charles II. die Besitzrechte der Bahama-Inseln an den Herzog Christopher Duke of Albemarle, an den Grafen William Earl of Craven, an John Lord Berkeley, an Anthony Lord Ashley, an Sir George Carteret und an Sir Peter Colleton übertragen. Alle waren Mitglieder des britischen Oberhauses. Lord Ashley, der später zum ersten Earl of Shaftesbury ernannt wurde, war eine der wichtigsten politischen Personen in der Herrscherzeit von König Charles II. Er hatte starkes Interesse am Handel mit den Kolonien und der Plantagenwirtschaft, da er selbst daran beteiligt war.

Immer mehr Piraten liefen den Hafen von Nassau an, die Insel wurde praktisch zu einer gesetzlosen Piratenrepublik. Etwa 20 Piratenschiffe mit durchschnittlich 70 Mann Besatzung lagen regelmäßig im Hafen. Aus diesem Grunde sah man sich in England im Jahre 1717 gezwungen die Inselgruppe zur Kronkolonie zu erklären und von dort aus zu regieren. In diesem Zusammenhang ernannte König George I. den ehemaligen Freibeuter Kapitän Woodes Rogers zum Gouverneur der Inselgruppe. Dieser bot den Piraten Freiheit, teilweise auch Aufnahme in die britische Marine an. Durch ihn wurden auch die letzten Freibeuter von New Providence und den Exumas vertrieben.

Die sechs Lords im Besitz der Bahamas waren gleichzeitig die Lehnsherren der englischen Kolonie Carolina in Nordamerika. Dadurch konnten sich die Bahamaer frei in Carolina, Virginia, und Massachusetts bewegen, hatten dort auch Verwandte. Aus diesem Grunde hatte der Aufstand der 13 Kolonien, der zur Unabhängigkeit führte, Auswirkungen auf die Bahamas. Königstreue Verlierer flüchteten zunächst in das vorher spanische Florida. Im Vertrag von Paris (1783) wurde Florida wieder Spanien zugesprochen. Daraufhin verließen 5.000 - 7.000 königstreue britische Patrioten zusammen mit ihren afrikanischen Sklaven das Land und kamen so auf die Bahamas. Da diese sich noch immer im Besitz der sechs Lords befanden, kaufte der König ihnen die Nutzungsrechte auf verschiedenen Bahama-Inseln für 12.000 Pfund ab. Es wurde parzelliert und an Loyalisten verkauft, die dort Baumwollplantagen anlegten. 1783 lebten 4.000 Europäer und 8.000 Sklaven auf den Bahama-Inseln.

Die gesamten Baumwollpflanzungen wurden 1789 durch den Chenille-Schädling vernichtet. Einige Plantagenbesitzer bauten nun Zuckerrohr oder Ananas an, andere gingen in den Sklavenhandel, die Salzindustrie oder sie schlossen sich denen an, die vorbeifahrende Schiffe überfielen.

1822 wurden 10.808 afrikanische Sklaven auf den Bahama-Inseln gezählt.

Nach der Abschaffung der Sklaverei 1834 wurden über 10.000 Arbeiter zu freien Bürgern. Dies wird noch heute an jedem ersten Montag im August gefeiert.

Zwischen 1845 und 1870 liefen über 300 Schiffe in den Gewässern um die Bahama-Inseln herum auf ein Riff und strandeten. 1856 lebten 27.000 Menschen auf den Inseln. Die Regierung erteilte 2.679 Genehmigungen zum Bergen von Schiffswracks, 302 Schiffe waren als Bergungsschiffe registriert.

Der Amerikanische Bürgerkrieg 1861 - 1865 brachte den Inseln erneut großen Reichtum. 1861 verhängte Präsident Lincoln eine Seeblockade über die abtrünnigen Südstaaten. Charleston war nur 560 Meilen, Wilmington 640 Meilen von Nassau entfernt. Eine Distanz, die bahamaische Schiffe in 48 Stunden bewältigen konnten. Für viel Geld wurden sie zu Blockadebrechern. Besonders der Hafen von Nassau wurde ausgebaut, große Lagerhallen entstanden. Lebensmittel und Waffen wurden nach Amerika gebracht, Baumwolle kam als Bezahlung zurück.

1870 lebten 39.000 Menschen auf den Bahama-Inseln.

1900 lebten 53.000 Menschen auf den Bahama-Inseln.

Während des 1. Weltkrieges meldeten sich 486 Freiwillige für das West India Regiment. Andere Bahamaer traten den regulären britischen, kanadischen oder amerikanischen Truppen bei. Nach Kriegsende warb die amerikanische Regierung 2.500 Arbeiter an, die 1918 halfen, den Hafen von Charleston in South Carolina, auszubauen.

Nach dem 1. Weltkrieg erlebte die USA die Prohibition - das Alkoholverbot. Über die Bahamas wurden zwischen 1919 und 1933 jedes Jahr 6 Millionen Liter Rum und Whiskey in die USA geschmuggelt.

1930 lebten 60.000 Menschen auf den Bahama-Inseln.

Im Jahre 1940 erwarben die Amerikaner auf den Inseln Abaco, Exuma und New Providence Militärstützpunkte von Großbritannien. Für die 99 Jahre Pacht bezahlten sie mit 50 Zerstörern aus dem 1. Weltkrieg. Nach dem Krieg wurden auf verschiedenen Inseln weitere Stützpunkte und Raketenbasen erbaut. Rund 1.000 Bahamaer nahmen am Krieg teil, 14 verloren dabei ihr Leben.

1964 erhielten die Bahamas Autonomie in inneren Angelegenheiten, 1973 wurden sie ein unabhängiger Staat im British Commonwealth. Viele reiche Amerikaner kauften auf den Inseln „vor der Haustür“ Land oder ganze Inseln und bauten sich ihre Luxusvillen. Der Tourismus blühte auf. 1949 kamen 42.000 Touristen, nachdem Kuba für den US-Touristen geschlossen wurde kamen 1968 schon über 1 Million, 1988 über 3 Millionen pro Jahr auf diese Inselgruppe. 1983 kamen über 50 % der Staatseinnahmen aus diesem Sektor, der 2/3 der Bevölkerung Arbeit gibt. Trotz eines verhältnismäßig hohen Lebensstandards gab es politische Unzufriedenheit, hervorgerufen durch Korruptionsskandale, in die sowohl die Polizei als auch die Mitglieder der Regierung verwickelt waren.

Als Folge wurde bei den Wahlen im Jahre 1992 nach 25-jährigem Machtbesitz die regierende PLP-Partei unter der Führung von Lynden O. Pindling abgewählt. Hubert A. Ingraham von der FNM-Partei wurde neuer Regierungschef. Seit seiner Machtübernahme haben besonders die sogenannten „Out Islands“, die weniger entwickelten Inseln, einen großen Aufschwung erlebt.

Im Juni 2000 haben die sieben führenden Industrienationen die Regierung der Bahamas abgemahnt. Sie zählen die Inselgruppe zu einer von 15 Nationen der Erde, deren Bankensystem die Geldwäsche aus kriminellen Aktivitäten erlaubt.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Nur 29 Inseln sind dauerhaft besiedelt. 72 % der Einwohner sind afrikanischen Ursprungs, 13 % sind Mischlinge und 12 % sind weiß, 3 % asiatischer Herkunft oder Bootsflüchtlinge aus Hispaniola. Auf den Bahamas leben etwa 40.000 Flüchtlinge aus Haiti, die meisten von ihnen illegal.

35 % der Bevölkerung zählen sich zu den Baptisten, 15 % gehören der englisch-anglikanischen Kirche an, 14 % sind Katholiken, 8 % zählen zur Pfingstbewegung, 4 % sind Methodisten und 5 % zählen zur Church of God.

Karneval[Bearbeiten]

Jonkanoo und Goombay

Junkanoo geht auf die Sklavenzeit zurück. Über Weihnachten erhielten die Sklaven drei Tage Arbeitsfrei, um ihre verstreut lebenden Verwandten auf den nächsten Plantagen zu besuchen. Die Kostüme, Musik und Tänze bei diesen Feiern waren alte afrikanische Tradition. Besonders fleißige Sklaven bekamen als Belohnung abgelegte Kleider ihrer Herren. Der Name „Jonkanoo“ bezieht sich entweder auf den afrikanischen König John Canoe, oder auf das Wort Gensinconnu, es bedeutet „Mensch mit Masken“. Früher fand diese Veranstaltung auch in den Südstaaten der USA und Jamaika statt. Die Mehrheit der Bahamaer stammt vom Stamm der Yoruba ab. Frühe Junkanoo-Feiern erinnern an einen Totenkult dieses Stammes. Wie die meisten afrikanischen Stämme verehren auch die Yorubas ihre Ahnen und glauben, dass der Geist eines Menschen niemals stirbt. Die Masken sollen den Geist einer bestimmten Person darstellen. Ursprünglich wurden die Masken auf den Bahamas aus Stoff oder gekräuseltem Papier hergestellt, viele Masken waren auch nur auf das Gesicht aufgemalt. Heute sind sie auch aus einem Drahtgestell gearbeitet, bedecken den ganzen Körper und stellen eine Figur dar, dann können sie bis zu 150 kg wiegen.

In den 1920er Jahren begann die Kommerzialisierung des Jonkanoo und inzwischen hat sich daraus der bahamesische Karneval entwickelt. Am 26. Dezember (Boxing Day) bzw. 1. Januar finden Paraden und Umzüge mit farbenprächtigen Kostümen, Masken und mit marschierenden Musikkapellen hauptsächlich in Nassau statt. Die besten Kostüme und Musikgruppen werden prämiert. Die Goombay-Trommelmusik und Tanzelemente findet man heute noch in Westafrika. Begleitet von „Kuhglocken“, Trillerpfeifen und den Tönen die auf Conchmuscheln geblasen werden können, wird der Tanzrhytmus auf der Ziegenfelltrommel geschlagen. Gelegentlich werden auch Schlaghölzchen benutzt und in jüngster Zeit auch Fahrradklingeln und alles andere womit man Lärm machen kann. Unverkennbar sind aber die Elemente der Stammestänze der Yoruba aus Westafrika.

Goombay findet in den Sommermonaten in Form von Musik- und Tanzveranstaltungen statt und wird auch in Verbindung mit Strandpartys oder Modenschauen gefeiert.

Pflanzen- und Tierwelt[Bearbeiten]

Das Landwirtschaftsministerium zählte über 1.200 verschiedene Pflanzen auf den Inseln. Sie ähneln denen von Florida und Kuba, 10 % der Pflanzen findet man jedoch nur noch auf diesen Inseln. Auf Abaco, Andros und Grand Bahama gibt es noch bzw. wieder Kiefern- und Pinienwälder. Auch an vielen Stränden steht die Casuarina und spendet Schatten. Daneben gibt es Harthölzer wie Cascarilla, Mahagoni und Lignum Vitae. Größere seichte Uferzonen sind von Mangroven bewachsen. In den Hausgärten findet man Bougainvillea, Hibiscus, Oleander und verschiedene Orchideenarten.

Auf Grand Bahama und New Providence lebt der Nordamerikanische Waschbär. Auf Abaco findet man wilde Pferde und Schweine, auf Inagua sind es wilde Esel. Auf Andros, Crooked Island, Inagua, Long Island und den dazwischenliegenden Cays leben 29 verschiedene Arten von Leguanen und Eidechsen, die bis zu 150 cm lang werden und unter Naturschutz stehen. Früher gab es tausende davon auf den Inseln. Wegen ihres zarten, schmackhaften Fleisches wurden sie gejagt und wanderten in die Kochtöpfe der Insulaner.

Auf den verschiedenen Inseln wurden 230 Vogelarten gezählt. Einige davon sind selten oder in ihrer Art gefährdet.

Zwölf verschiedene Arten von Fledermäusen wurden in den Kalksteinhöhlen der verschiedenen Inseln ausgemacht.

Die Cat-Island-Schildkröte, Pseudemys felis, ein Süßwasserbewohner, findet man nur noch auf dieser einen Insel. Eine ähnliche Art gibt es auf Inagua.

East Plana Cay liegt im Süden der Inselgruppe und ist etwa 400 ha groß. Auf dieser öden, unbewohnten Insel wurden 1965 die als ausgestorben geltenden Hutias wiederentdeckt. Es sind kaninchengroße, pflanzenfressende Nagetiere. Heute wird der Bestand auf 5.000 Tiere geschätzt.

Auf der abgelegenen, südlichen Insel Iguana leben über 30.000 Flamingos in einem Schutzgebiet. Hier kann man auch Fregattvögel, Fischreiher und Löffelreiher beobachten. Die Flamingos sind der Nationalvogel der Bahamas. Auf Inagua und Little Abaco kann man den seltenen grün gefiederten Bahama-Papagei finden.

Auf der Inselgruppe kennt man 10 Schlangenarten. Die bahamaische Art der Boa Constrictor ist ungiftig. In den Wäldern und Feuchtgebieten gibt es sechs Froscharten.

Auf den Bahamas gibt es 90 Arten von Schmetterlingen.

Die Inselgruppe ist als Anglerparadies bekannt. Meeresschildkröten kommen zum Eierlegen an den Strand. Auf den Flachwasserbänken werden Schwämme gefischt.

Zu den giftigen Tieren auf den Bahamas zählt die Spinne Black Widow Spider (Schwarze Witwe), die Hundertfüßler und die Froschart Cuban Tree Frog. Im Meer findet man drei Arten von gefährlichen Rochen und den „Portuguese Man-of-War”, ein quallenähnliches, blau leuchtendes Gewebe an der Meeresoberfläche, mit bis zu 25 m langen Giftfäden.

Plantagenwirtschaft[Bearbeiten]

Nach der Niederlage der britischen Truppen und königstreuen Amerikanern 1781 in Yorktown wanderten viele loyalistische Amerikaner mit ihren Sklaven auf die Bahamas aus, weil sie mit der neuen Regierungsform in Amerika nicht einverstanden waren. Sie brachten die Plantagenwirtschaft in großem Stil mit. Der Bevölkerungsanteil der Farbigen stieg damals auf 75 % an. Der wirtschaftliche Boom hielt nicht lange an. Der Humusboden auf den Inseln ist meist dünn und wenig ertragreich, so dass die Plantagenbesitzer in der Vergangenheit selten zu Reichtum kamen und immer neue Anbaufrüchte auf ihren Plantagen ausprobierten. Auch die hohen Transportkosten von den weit entfernten Inseln machten die Plantagenwirtschaft unrentabel.

1840 wurde die Ananaspflanze auf den Bahamas eingeführt. Schon 1878 entstand die erste Dosenfabrik für den Export der Früchte. Im Jahre 1900 wurden 7 Millionen Ananasfrüchte von den Bahamas exportiert.

Politischer Status[Bearbeiten]

Seit 1718 wurde der Gouverneur der Inseln direkt vom englischen König ernannt, das Inselparlament wie auf allen englischen Karibikinseln von den reichen, weißen Großgrundbesitzern gestellt. Erst 1834, mit dem Ende der Sklaverei, erhielten die Farbigen mehr Rechte und die ersten vier wurden ins Parlament gewählt. Bis 1953 blieben sie aber eine kleine Minderheit. Die britische Königin Queen Elizabeth II. ist Staatsoberhaupt.

Seit dem 10. Juli 1973 sind die Bahamas unabhängig und Mitglied im British Commonwealth.

Parteien[Bearbeiten]

  • Progressive Liberal Party (PLP), gegründet 1953, Führer: Perry Christie,
  • Free National Movement (FNM), gegründet 1972, Führer: Hubert Tommy Turnquest,
  • Social Democratic Party (SDP),
  • People's Democratic Party (PDP)
  • United Bahamian Party (UBP), gegründet 1958

Regierung[Bearbeiten]

Der Generalgouverneur wird von der britischen Königin ernannt. Seit Juli 2014 hat Marguerite Pindling diesen Posten als Generalgouverneurin inne. Der Senat, das Oberhaus, besteht aus 16 Mitgliedern, die vom Generalgouverneur in Absprache mit Regierung und Opposition ernannt werden. Die Zahl der Mitglieder des House of Assembly, das Abgeordnetenhaus, wurde 1997 von 49 auf 40 reduziert. Sie werden alle 5 Jahre in freien Wahlen von der wahlberechtigten Bevölkerung gewählt. Ein sogenannter Comissioner führt auf den einzelnen Inseln die Regierungsgeschäfte und ist der oberste Verwaltungsbeamte. Die Inselgruppe ist in 21 Verwaltungsdistrikte unterteilt: Acklins und Crooked Islands, Bimini, Cat Island, Exuma, Freeport, Fresh Creek, Governor´s Harbour, Green Turtle Cay, Harbour Island, High Rock, Inagua, Kemps Bay, Long Island, Marsh Harbour, Mayaguana, New Providence, Nicholls Town und Berry Islands, Ragged Island, Rock Sound, Sandy Point, San Salvador und Rum Cay.

Armee[Bearbeiten]

Die Royal Bahama Defence Force ist 1980 aus der Marine Division und der Royal Bahamas Police Force hervorgegangen. Die Leitstelle der etwa 920 Angehörigen befindet sich in Coral Harbour, eine Nebenstelle ist in Matthew Town auf der Insel Inagua.

Polizei[Bearbeiten]

Die Bahamas Police Force wurde 1840 gegründet. Seit 1964 gibt es auch weibliche Polizisten. Die Gesamtstärke der Polizei beträgt 3.352 Personen.


Die paramilitärische Polizei hat ca. 1.600 Mitglieder. Seit 1976 gibt es ein Ministry of Defence, mit einer kleinen Luftwaffeneinheit und einer größeren Anzahl Küstenschutzbooten. Die USA unterhalten auf den Bahamas einige Militärstützpunkte und eine Anti-Drogen-Einheit.

Zwischen 1974 und 1993 hat die Pindling-Regierung 401 Million Dollar zum Kauf und zur Unterhaltung regierungseigener Hotels ausgegeben. Die Grundidee war, der Masse der farbigen Bahamaer, die für Pindling ihre Wählerstimme abgegeben hatten, Arbeitsplätze zu schaffen. Ende 1944 beliefen sich allein die Betriebskosten auf über 200 Millionen Dollar. Die neue Regierung unter Hubert Ingraham verkaufte bis Ende 1995 sieben von den zehn Hotelanlagen.

Steuern[Bearbeiten]

In New Providence und Grand Bahama beträgt die Hotelsteuer 12 %, auf den Out Islands 10 %, für Mitglieder der Hotelvereinigung weitere 15 %. In den Restaurants enthält die Rechnung allgemein ein Trinkgeld von 15 %. Auf verschiedenen Inseln und in verschiedenen Hotels wird zusätzlich eine Energiesteuer für die Benutzung von Klimaanlagen erhoben.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Das Luftdrehkreuz der Bahamas ist der Flughafen auf der Insel New Providence. Dort landen alle internationalen Fluggesellschaften, egal ob sie aus dem amerikanischen oder europäischen Raum kommen. Die nationale Fluggesellschaft Bahamas Air fliegt von dort aus alle großen Inseln im Linienverkehr an. Diese großen Inseln haben meistens nicht nur einen Flugplatz, sondern zwei oder drei. Zusätzlich haben viele der kleineren, ja selbst kleinste Inseln eine Landbahn für Charter- oder Privatflugzeuge. Einige dieser kleinen Inseln sind so privat, dass die Benutzung ihrer Pisten nicht erwünscht ist.

Das Fliegen in geringen Höhen mit Kleinflugzeugen gilt unter Piloten weltweit als mit das Schönste, was aus einem Cockpit gesehen werden kann.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Ein weiteres, zudem preisgünstiges Verkehrsmittel ist das sogenannte Postboot. Kleine Schiffe, die auch Autos mitnehmen und im Linienverkehr alle großen Bahamainseln anlaufen. Auf diesem Wege kann es aber bis zu 15 Stunden dauern, bis man am Ziel ankommt.

In den letzten Jahren sind auch Schnellfähren, meist auf Katamaranbasis, in Dienst gestellt worden. Sie laufen aber nur einzelne Inseln an, und für die Schnelligkeit zahlt man einen hohen Preis.

Da die US-Amerikaner die Karibische See als ihre Badewanne betrachten, sind dort auch viele Kreuzfahrtschiffe unterwegs. Solche Kreuzfahrten beginnen im allgemeinen in Florida oder Puerto Rico, sie dauern maximal eine Woche. Mehrere dieser Kreuzfahrtunternehmen haben ganze Bahama-Inseln oder Teile davon aufgekauft. Die großen Dampfer machen dort dann zehn Stunden Pause und die Touristen erwartet an Land ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm, teilweise ohne dass sie einen einzigen Bahamesen zu Gesicht bekommen.

Mobilität[Bearbeiten]

Die Bahamas sind ein Seglerparadis, wahrscheinlich aber weniger für Europäer. Wer also nicht auf dem Ozean unterwegs ist, braucht auf den Inseln meistens einen Mietwagen. In einigen Gebieten ist man so umweltbewusst, dass dort nur batteriebetriebene Golf Carts fahren, auch als Viersitzer.

Wer seinen Bahamasurlaub nicht im Reisebüro bucht, sondern auf Entdeckertour geht, kann Glück haben. Bei einzelnen Apartmentvermietern ist ein Fahrzeug im Mietpreis enthalten.

Achtung: Linksverkehr! Die Höchstgeschwindigkeit beträgt in Ortschaften 25 mph (40 km/h), außerhalb von Orten 30 mph (50 km/h) und auf den wenigen Schnellstraßen in Nassau und Freeport 45 mph (70 km/h). Achtung: Viele PKW haben die Lenkung wie in Deutschland auf der linken Seite, sie wurden ursprünglich für den amerikanischen Markt gebaut. Das Mindestalter für die Anmietung von Autos liegt je nach Anbieter zwischen 21 und 25 Jahren.

Sprache[Bearbeiten]

Englisch

Kaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Conch sind rosafarbene Riesenmuscheln, das Muschelfleisch wird herausgelöst. Conch Chowder oder Conch Soup, Suppe mit Muschelfleischwürfeln. Conch Salad, mit Zwiebeln, Tomaten, grünem Salat und Essig angemacht.

Fisch: Grouper (Zackenbarsch) in Scheiben geschnitten und gebraten. Shark Cutlet ist Haifisch-Steak, weitere verbreitete Fischarten sind Red Snapper, Triggerfish und Yellow Tail. Lobster ist die karibische Art des Hummers, Fangverbot besteht in den Monaten April bis Juli, dem Lobster ähnlich aber mit Fühlern statt Zangen ist Craw Fish. Turtle sind Meeresschildkröten, als Suppe oder Steak, leider nur selten zu bekommen aber eine Delikatesse.

French Fries nennt man hier die Pommes Frites.

Rum Bacardi wird auf der Insel New Providence gebrannt. Auf Grand Bahama wird der Don Lorenzo Rum produziert, es gibt acht verschiedene Sorten.

Ausländisches Bier erhält man überwiegend importiert in Dosen, verbreitet sind: Heineken, Miller (USA), Becks, Budweiser (USA) und Löwenbräu. Mineralwasser, Quellwasser, Fruchtsäfte und Milch werden aus den USA importiert. Die Commonwealth Brewery in Clifton, New Providence, braut seit 1988 unter europäischer Leitung ein eigenes Bier mit dem Namen Kalik, seit 1985 wird dort schon Heineken-Bier in Lizenz abgefüllt. Bahama Mama ist ein hochprozentiger Cocktail aus verschiedenen Rumsorten, Likör und Fruchtsaft.

Nachtleben[Bearbeiten]

Nur in den Touristenzentren auf den beiden Hauptinseln New Providence und Grand Bahama gibt es ein umfangreiches Nachtleben. Auf allen anderen Inseln ist es auf einige wenige Hotels oder jährliche Ereignisse, wie z. B. eine Segelwoche, beschränkt.

Unterkunft[Bearbeiten]

Auf den Inseln New Providence, Paradise Island und Grand Bahama findet man große, internationale Hotels. Auf den Out Islands gibt es nur wenige kleine Hotels oder Gasthäuser. Dort sind in den letzten Jahren allerdings einige größere Neubauvorhaben verwirklicht worden. Weitere Großprojekte sind in der Planung oder im Bau, könnten aber an der augenblicklichen Weltwirtschaftslage scheitern.

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Feiertage[Bearbeiten]

  • New Year´s Day, Neujahr
  • Good Friday, Karfreitag
  • Easter Monday, Ostermontag
  • Whit Monday, Pfingstmontag
  • 1. Freitag im Juni, Labour Day, Tag der Arbeit
  • 10. Juli, Independence Day, Unabhängigkeitstag (1973)
  • 1. Montag im August, Emancipation Day, Tag der Sklavenbefreiung (1834)
  • 12. Oktober, Discovery Day, Tag der Entdeckung (durch Kolumbus)
  • 25. Dezember, Christmas, Weihnachten
  • 26. Dezember, Boxing Day, 1. Weihnachtsfeiertag

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Ärzte[Bearbeiten]

  • Die Zentren der medizinischen Versorgung liegen auf der Insel New Providence, in Nassau. Alle größeren Inseln haben zusammen 116 Bezirkskrankenhäuser und Gesundheitszentren.

AIDS[Bearbeiten]

  • Zwischen 1983 und 2003 wurden 4.549 AIDS-Fälle behandelt, weitere 5.215 Personen wurden als HIV-positiv gemeldet. Zwischen 1985 und 2003 wurden 3.320 AIDS-Tote gezählt.
  • HIV / AIDS Centre, Royal Victoria Gardens, Shirley Street / Parliament Street, Nassau, Tel. 328-2260-61, Fax 322-6610.

Klima[Bearbeiten]

Wirbelstürme[Bearbeiten]

Die Bahama-Inseln liegen im Durchzugsgebiet der jährlichen Wirbelstürme. Zwischen Juli und Oktober ziehen die Hurrikane regelmäßig aus südlichen Richtungen über die Inseln oder an ihnen vorbei. Im Juni 1992 zog „Andrew“ eine Schneise der Verwüstung durch Eleuthera. Der letzte schwere Sturm war der Hurrikan „Bertha“. Am 9. Juli 1996 zog er mit einer Windgeschwindigkeit von 132 km/h über Puerto Rico und die Jungferninseln, am 10. Juli 1996 tobte er mit 170 km/h über die Bahamas. Mehrere Menschen wurden getötet, Straßen überschwemmt, Häuser abgedeckt, die Stromversorgung unterbrochen. Im September 1998 fegte Wirbelsturm „Georges“ mit einer Geschwindigkeit von 175 km/h über die Inseln hinweg. Dächer wurden abgedeckt, Bäume entwurzelt und Straßen überschwemmt, es gab auch einige Tote zu beklagen. Im September 1999 zog der Wirbelsturm „Floyd“ mit einem Durchmesser von über 800 km und Windgeschwindigkeiten von 250 km/h quer über die Inseln. Es entstand erheblicher Sachschaden.

Im Jahre 2004 zogen gleich eine ganze Serie von schweren Wirbelstürmen durch die Region. Die amerikanische Halbinsel Florida wurde innerhalb von vier Wochen von drei Stürmen verwüstet. Am 3. September zogen die Stürme „Frances” und „Jeanne“ mit Windgeschwindigkeiten von 160 km/h über die Bahamas. Auf allen Inseln kam es zu starken Regenfällen, Bäume wurden entwurzelt, Dächer abgedeckt und Strommasten umgebrochen. Vor Inagua gerieten zwei Schiffe in Seenot. Auf der Insel Grand Bahama war der Flughafen teilweise überflutet, dort gab es zwei Tote, in Nassau einen Toten.

2005 zog der Wirbelsturm „Wilma“ mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 260 mph (420 km/h) über Abaco, Andros, Berry Islands, Bimini, Eleuthera, Grand Bahama und New Providence. Trotz Sturmwarnung konnten viele Inselbewohner ihren Besitz nicht ausreichend schützen, es kam zu schweren Vewüstungen. Eine über drei Meter hohe Gezeitenwelle schwappte über die gesamte Südküste, traf aber besonders Deadman´s Reef, East End, Eight Mile Rock, Holmes Rock, Pinders Point, sowie die Wohngebiete Lucaya und Xanadu. Das Jahr 2008 brachte eine lange Sturmsaison mit den Wirbelstürmen „Gustav“, „Hanna“, „Ike“ und „Paloma“ in den Monaten August bis November.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Banken[Bearbeiten]

  • Nur auf den beiden dicht besiedelten Inseln Grand Bahama und New Providence gibt es eine größere Anzahl von Banken. Dort findet man auch Geldautomaten, sogenannte Automatic Teller Machines - ATM. Auf allen anderen Inseln gibt es häufig nur ein oder zwei Bankhäuser. Einige Inseln verzichten ganz auf diesen Luxus. Dort werden die Geldgeschäfte über die Postämter abgewickelt. Öffnungszeiten der Banken allgemein: Mo - Do von 9.30 Uhr - 15.00 Uhr, Fr von 9.30 Uhr - 17.00 Uhr.
  • Devisenbestimmungen: Die Ein- und Ausfuhr von Fremdwährungen ist frei. Die Einfuhr von Bahama Dollars ist verboten, die Ausfuhr darf 70 $ nicht überschreiten. Der US-Dollar ist anerkanntes Zahlungsmittel. Die Bahamas sind eines der Bankenzentren der Welt, ca. 390 Unternehmen haben eine Lizenz, um im Bankgeschäft tätig zu sein.

Drogen[Bearbeiten]

  • Der Besitz und Handel mit Drogen sind strafbar. Die ganze Bahamagruppe ist ein sogenannter „Transshipment“-Hafen. Etwa 50 % der südamerikanischen Drogen nehmen ihren Weg nach Nordamerika über die Bahamas. 1984 sind informierte Kreise davon ausgegangen, dass kolumbianische Drogenbarone die Inselregierung bis in höchste Kreise bestochen hatten. Auf Druck der USA wurden Beamte der amerikanischen Antidrogenbehörde (DEA) auf den Inseln eingesetzt, um den Handel zu unterbinden. Bis heute gibt es eine enge Zusammenarbeit zwischen beiden Regierungen, und auf vielen Inseln sind die amerikanischen Beamten immer noch aktiv.

Einreisebestimmungen[Bearbeiten]

  • Besucher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz brauchen für einen Aufenthalt bis zu 3 Monaten Dauer nur einen gültigen Reisepass.

Ausreisebestimmungen[Bearbeiten]

  • Bei der Ausreise ist eine Ausreisesteuer (departure tax) in Höhe von 25 $ zu zahlen, Kinder unter 3 Jahren sind frei.
  • Grand Bahama: 28 $ inclusive 3 Dollar Sicherheitsgebühr bei internationalen Flügen.

Wasserversorgung[Bearbeiten]

Die Insel New Providence hat im Lake Killarney ein natürliches Süßwasserreservoir, zusätzlich wird aus den großen Kalkhöhlen der Insel Andros Süßwasser in Tankschiffen nach Nassau gebracht. Das Leitungswasser auf den Bahamas ist einwandfrei, schmeckt manchmal aber etwas salzig oder nach Chlor. In den Supermärkten wird Quellwasser in Kanistern verkauft. Auf den kleineren Inseln wird das Regenwasser in Zisternen aufgefangen und man geht sparsam damit um.

Respekt[Bearbeiten]

Post und Telekommunikation[Bearbeiten]

Ferngespräche[Bearbeiten]

  • Internationale Telefonvorwahl = 001 242-
  • Die Büros von The Bahamas Telecommunications Corporation (BaTelCo), Tel. 323-4911, befinden sich in der East Street, die Verwaltung am J. F. Kennedy Drive, Nassau. Es gibt ein internationales Selbstwählsystem mit öffentlichen Telefonzellen, diese sind größtenteils „Cardphones“ - Kartentelefone. Telefonkarten werden zum Preis von 5, 10 und 20 Dollar verkauft.
  • Nationale Ortsgespräche sind gebührenfrei, Ferngespräche kosten 40 Cent in der Minute, handvermittelte Ferngespräche in den Bahamas kosten 1,80 $ für drei Minuten.
  • Ferngespräche in die USA kosten 1 $ pro Minute, nach Kanada 1,25 $ und nach Europa 2,75 $. Ferngespräche nach Australien kosten 15 $ für drei Minuten. Wer seine Telefongespräche vom Hotel aus führt, muss eine Regierungssteuer und zusätzliche Hotelgebühren bezahlen, so dass diese Gespräche bis zu 500 % teuerer sind als von der Telefonzelle.
  • Mobiltelefon: Wer auf sein Handy nicht verzichten kann, benötigt eine Anmeldung bei der staatlichen Telefongesellschaft BeTelCo. Dort wird das Mobiltelefon freigeschaltet.

Internet[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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