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Guatemala

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Guatemala liegt in Mittelamerika. Angrenzende Länder sind Mexiko, Belize, Honduras und El Salvador.

Regionen[Bearbeiten]

Karte von Guatemala mit regionaler Aufteilung

Guatemala ist ein landschaftlich sehr vielfältiges Land, deshalb kann man es in mehrere touristisch interessante Regionen einteilen:

  • El Petén: Das im Nordosten gelegene, größte Bundesland Guatemalas El Petén ist größtenteils von dichtem Regenwald bewachsen. Obwohl der Petén fast ein Drittel der Fläche ganz Guatemalas ausmacht, ist er nur gering besiedelt. Aufgrund der in Tikal gelegenen Maya-Ruinen ist er jedoch eines der Haupttouristenziele Guatemalas.
  • Das Hochland Guatemalas: Das im Zentrum gelegene Hochland (Guatemala) erstreckt sich über die Departamentos Alta Verapaz, Baja Verapaz, Chimaltenango, El Progreso, El Quiché, Guatemala, Huehuetenango, Jalapa, Quetzaltenango, Sacatepéquez, Solola und Totonicapán. Diese Region ist mit den wichtigsten Städten wie Guatemala City (La Ciudad) und Antigua Guatemala das am dichtesten besiedelte Gebiet und gleichzeitig kulturelles Zentrum des Landes. Die Landschaft des Hochlandes ist von zahlreichen Vulkanen (Volcán de Agua, Volcán de Fuego, Pacaya) geprägt und bis zu 4.000 Meter hoch.
  • Pazifikküste: Die Pazifikküste (Guatemala) erstreckt sich von der Grenze zu Mexiko im Norden bis zur Grenze zu El Salvador im Süden über die Departamentos San Marcos, Retalhuléu, Suchitepéquez, Escuintla, Santa Rosa und Jutiapa. Sie ist bekannt für ihre dunklen Sandstrände und ist im Vergleich zu vielen anderen wunderschönen Küsten noch ziemlich unberührt und nicht mit Hotels zugepflastert. Wichtige guatemaltekische Städte an der Pazifikküste sind Monterrico, Puerto San José und Puerto Quetzal.
  • Lago de Izabal und Karibikküste: Im Bereich der Karibikküste (Guatemala), die die Departamentos Izabal, Zacapa und Chiquimula umfasst, liegt der Lago de Izabal (Izabalsee), der auch einen wichtigen Touristenanziehungspunkt in Guatemala darstellt. Er ist der größte See Guatemalas und mündet durch den Rio Dulce in das Karibische Meer. Guatemala hat im Vergleich zu anderen Staaten nur einen kleinen Anteil an der Karibik. Im Norden verläuft die Karibikküste in Belize weiter, im Süden in Honduras. Die wichtigsten Städte an der guatemaltekischen Ostküste sind Puerto Barrios und Livingston.

Städte[Bearbeiten]

Karte von Guatemala

Weitere Ziele[Bearbeiten]

  • Tikal - Tempelstadt der Mayas im Dschungel von Guatemala

Hintergrund[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Aus Europa gibt es Flugverbindungen über Madrid (Iberia), Mexiko (Lufthansa/ Mexican) und Paris/ USA (Air France über Atlanta bzw. Miami), wobei Iberia den einzigen Direktflug anbietet. Üblicherweise wird der direkt in der Hauptstadt liegende Flughafen Aurora angeflogen. Von dort gibt es auch Direktverbindungen nach Cancun (Mexiko), das auch von europäischen Billigairlines angeflogen wird.

Der Flughafen von Flores bei den bekannten Maya-Ruinen in Tikal wird zudem aus Mexiko und Belize angeflogen.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Die Linien aus Tapachula in Mexiko und Santa Ana in El Salvador sind inzwischen eingestellt. Laut einer Meldung der Bundesagentur für Außenwirtschaft vom Januar 2006 plant allerdings El Salvador, sein Schienennetz wieder in Betrieb zu nehmen und auch mit Guatemala zu verbinden. Ob jedoch auch Reisezüge verkehren werden, ist momentan unklar.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

„Chickenbusse“ verkehren im ganzen Land (leider hat sich diese abwertende US-amerikanische Wortschöpfung unter Lonely-Planet-Anhängern wohl durchgesetzt, gemeint sind die landestypischen Busse mit bunter Lackierung, die in Guatemala Camionetas genannt werden). Sie sind günstig und relativ sicher. Touristikunternehmen bieten auch kleine Busse an, die sind aber teurer und werden von Banditen auch gerne mal ausgeraubt. Das passiert häufig an der Grenze zu El Salvador. An Sonntagen sind die Busse übervoll. Nichts Wertvolles in den Rucksäcken lassen, die dann auf dem Dachträger transportiert werden! Fahrpläne findet man auf thebusschedule.com.

Von Mexiko:

Viele Traveller fahren von San Cristobal de las Casas in Chiapas mit Bussen nach Guatemala. Es gibt die Möglichkeit in San Cris für viel Geld direkt nach Guatemala City oder zum Lago Atitlan zu buchen. Verschiedene Reiseagenturen in Calle Gudalapupe bieten diese Reisen an, unter 50 Dollar geht das aber nicht, also hier die Alternative: Camioneta nach Comitan, 30 Pesos. Von dort zur Grenze Ciuada Cuauhtemoc, ebenfalls 30 Pesos. Vom Busbahnhof gibt es mit Cristobal Colon auch Direktverbindungen für ca. 80 Pesos. Von dort mit einem Sammeltaxi für 10 Pesos zur Grenze/La Mesilla. Hier fahren regelmäßig bis kurz vor Anbruch der Dunkelheit Busse nach Huehuetenango. Dort weiter in alle Richtungen. Wer früh in San Cristobal losreist, erreicht in einem Tag sowohl die Hauptstadt als auch wahlweise den Lago Atitlan oder Antigua. Gesamtpreis ohne Grenzgebühren (ca. 2 Dollar für Guatemala) wäre in der günstigsten Variante knapp 10 Dollar. Ebenfalls möglich ist die Einreise über Tapachula, die für Leute, die gerade in Oaxaca oder Df sind, die schnellere Variante ist. In Tapachula kann man direkt 1.-Klasse-Bustickets bei Galgos kaufen (an der Grenze muss man für die Formalitäten kurz aussteigen). Eine weitere Möglichkeit besteht mit dem Bus bis Ciudad Hidalgo, wo man zu Fuß die Brücke über die Grenze passiert. In Tecun Uman nimmt man eine Fahradrikscha zum Busterminal, wo schon Camionetas mit Ziel Hauptstadt warten.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Sprache[Bearbeiten]

Vor allem bei Auskünften und beim Handeln ist Spanisch unersetzlich. Es wird sehr wenig Englisch gesprochen, vor allem die einfacheren Leute wie die Bauern (campesinos) sprechen, wenn überhaupt, Spanisch oder ihre eigene Sprache. In Antigua werden auch Sprachkurse für Caquchikel und Qiche angeboten. Viele Mayas freuen sich besonders, wenn man (einfachste) Kenntnisse in ihrer Sprache erworben hat. Die Analphabetenquote liegt bei derzeit 29%.

Kaufen[Bearbeiten]

Kaufen, kaufen, kaufen. Eigentlich eine langweilige Beschäftigung, aber Guatemalas Klamotten sind sehr chic und bunt. Die Schnitte kommen häufig von Touristen, die ihre Markensachen bei den Nähern lassen, welche sie dann neu designen. Hosen, Wollpullis, Schals oder Jacken: alles ist hübsch und wird sogar in Mexiko verkauft. Viele Reisende kaufen kistenweise ein und verkaufen die Sachen dann auf Festivals in Europa oder USA. Eine nette Verdienstmöglichkeit, wobei aber darauf zu achten ist, dass solche Deals mit den Produzenten direkt vereinbart werden sollten und die Preise auch für sie OK sind. Sonst macht es keinen Spaß, oder möchten Sie für ein paar Cent tagelang an einem Pulli stricken und dabei Hunger haben? Alternativ: Ein nettes Mitbringsel sind Bilder nativer Malerei mit einheimischen Motiven. Man kann sehr schöne Stücke finden, wobei Handeln angesagt ist. In Pastores, ca. 8km von Antigua, kann man sich preisgünstig maßgefertigte Stiefel anfertigen lassen.

Küche[Bearbeiten]

Zu jeder Mahlzeit werden relativ fade, geschmacklose Tortillas gereicht (Sprichwort: Ein Essen ohne Tortilla ist kein Essen). Wer sich daran gewöhnen kann, ernährt sich durchaus sinnvoll, da es ein Vollkornprodukt ist und die guatemaltekischen Maissorten relativ reich an Eiweiß und Mineralien sind. Es gibt übrigens auch schwarzen Mais. Es wird sehr viel Reis und Pollo (Hühnchen) gegessen. Sehr zu empfehlen sind Früchte wie zum Beispiel Ananas, die nirgends bei uns so gut schmecken, wie dort. Papayas und die bei uns unbekannten zapotes (Breiapfel, schmeckt viel besser als das deutsche Wort andeutet) sollte man unbedingt probieren. Die Guatemalteken lieben übrigens die sogenannten Frijoles (schwarze Bohnen). Es gibt sie püriert (hash brown), als Suppe, gekocht zum Frühstück, mit Reis zum Mittagessen (moros y blancos / Mohren und Weiße) und als süße Pasteten (Bananenmark mit Bohnenbrei (rellenitos de platano)). Der erste Anblick ist nicht sehr berauschend. Chilles relleneos sind Chilles im Teigmantel.

Das berühmteste Bier ist Gallo. Das wird jedem sofort klar, denn in jedem hinterwäldlerischen Dorf gibt es Reklame von Pepsi und Gallo (Sie werden den Hahn nie wieder vergessen). Eine zweite Variante (dunkel) ist Cabro (von der gleichen Brauerei und angeblich von Frauen bevorzugt). Der Ursprung des Bieres ist übrigens deutsch. Der gängige Schnaps Guatemalas ist venado (Hirsch). Von deutlich besserer Qualität, aber auch erheblich teurer, ist der Rum aus Zacapa, der schon viele Auszeichnungen gewonnen hat.

Wer frühmorgends zum Markt geht oder an Straßenständen kauft, kann weitere typisch guatemaltekische Speisen (Vorsicht Hygiene!) kennenlernen. Atoles sind ähnlich heißen Suppen und werden aus Bechern getrunken. Atol blanco (schmeckt wie Haferschleim) ist aus Mais gekocht, als Frühstück bei einfachen Leuten beliebt. Atol de Elote ist aus jungem Mais und süßer (schmeckt!). Atol de platano ist aus Kochbananen mit Zucker und Zimt.

Das typische guatemaltekische Frühstück (ranchero) besteht aus Tortilla, Bohnenbrei, Ei, einem Stückchen Käse und Chirmol (pürierten Tomaten). Aus anderen Ländern Lateinamerikas übernommene Spezialitäten, die man öfter in Guatemala findet, sind Ceviche, Tacos, Gringas und Pupusas (Tortillas mit Käsefüllung).

Am Abend werden auf der Straße oft tostadas verkauft. Es sind dünne, knusprige Tortillas, die mit repollo (Krautsalat von Rot- oder Weißkraut), Ei und / oder Tomatensoße, oder Guacamole belegt sind.

Berühmt, besonders an Feiertagen, sind Tamales (in Bananenblättern gekochter Maisteig mit Kräutern und Fleisch). Die einfache, kleinere Variante in Maisblättern nennt man in Guatemala chuchito (Hündchen). Die Variante mit Kartoffelbrei nennt man paches.

Eine besondere Spezialität ist flor de hizote (Nationalblume El Salvadors). Die Blumen werden gekocht und paniert und haben einen leicht bitteren Geschmack. Wer abenteuerlustig ist und im Mai das Land bereist, hat vielleicht die Gelegenheit sompopos de mayo (geröstete Ameisen) mit Zitrone serviert zu probieren.

Das Gericht für Allerheiligen ist Fiambre. Es ist eine Art große Wurst- und Fleischplatte mit verschiedenem Gemüse.

Nachtleben[Bearbeiten]

In Guatemala City, Antigua und Qutzaltenango gibt es Discotecas, Kinos, Restaurants, Konzerte und jede Menge Bars. Das Nachtleben muss also nicht unbedingt langweilig sein. Allerdings trauen sich viele Einwohner nachts nicht mehr vor die Tür, denn überall, insbesondere nachts, sind Ladrones (Räuber) unterwegs. Achtung! Eine kleine Warnung zum Sprachgebrauch in Guatemala: In der Zona 10 (Zona Viva) der Hauptstadt und in den häufig von Touristen besuchten Orten versteht man unter einer Bar (oder Cantina) etwa dasselbe wie bei uns: ein Lokal, um in angenehmer Umgebung etwas (Alkoholisches) zu trinken und Snacks zu essen. Im übrigen Teil der Hauptstadt und des Landes gilt: Eine Cantina ist eine Kneipe, in der „harte“ Männer sich betrinken. Frauen sind dort keine Gäste. Als ausländischer Besucher sollte man vorher wissen, welchen Ruf eine Cantina hat. Im Unterschied dazu kann man in einer Bar nicht nur Bier (cerveza) und Schnaps (aguardiente) kaufen, sondern normalerweise auch die Bedienung.

Unterkunft[Bearbeiten]

Auch die Unterkünfte sind so vielfältig wie das Land und die Leute. In Guatemala eine geeignete Unterkunft zu finden, ist gar nicht so leicht. Man findet zwar Angebote in allen Preiskategorien, aber oft wird viel versprochen und wenig gehalten. Auch sind viele Hotelbeschreibungen aus guatemaltekischer Sicht verfasst. Da kann es leicht vorkommen, dass europäische Touristen unliebsame Überraschungen erleben. Besonders außerhalb der Hauptstadt ist es keine Seltenheit, dass man die Nächtigungen im Voraus bezahlen muss, um ein Zimmer fix zu reservieren. Umso wichtiger ist es sich gut zu informieren.

In eigentlich jeder Stadt gibt es Hospedajes ab 50 Quetzales (manche Orte sind teurer). Für ein paar Quetzales mehr steigt der Luxus.

In Guatemala City ist die Pension Meza ein sehr kultiger Ort, einfach und geschichtsträchtig. Viele Künstler und andere Zentralamerikaner bewohnen die zahlreichen, hellhörigen Räume der Pension, die nur zwei Blocks vom Plaza Central gelegen ist. Jeder Taxifahrer kennt sie. Auch die Busstationen Richtung Karibik sind um die Ecke, und über die aktuelle Sicherheitslage informieren die Angestellten.

Lernen[Bearbeiten]

Guatemala ist voll von Sprachschulen. Ob in Antigua Guatemala, Xela (Quetzaltenango), in den Bergen oder am Atitlansee, nirgendwo auf der Welt ist Spanisch so günstig und gut zu lernen. Da das guatemaltekische Spanisch recht akzentfrei ist, ist Guatemala zusammen mit Ecuador einer der idealen Orte, um diese Sprache zu lernen.

In der Regel buchen Touristen vier Stunden Einzelunterricht am Tag. Da der Unterricht sehr intensiv ist und man noch für sich selbst Vokabeln lernen sollte, ist von mehr als vier Stunden am Tag abzuraten.

Die meisten Sprachschulen bieten zudem günstige Unterkunft bei Familien an, in der drei Mahlzeiten pro Tag (außer Sonntag) enthalten sind.

Die Kultur und die abwechslungsreiche Landschaft sorgen dafür, dass auch an den Nachmittagen und Wochenenden genügend zu tun bleibt.

Seine Sprachschule sollte man in der Regel nicht von Zuhause aus buchen, da man dann wesentlich mehr zahlt und die Flexibilität vor Ort verliert. Wenn man eine Schule gefunden hat, sollte man zunächst nur für eine Woche bezahlen, bis man sich sicher ist, dass man mit Schule, dem eigenen Lehrer und der Unterkunft zufrieden ist. Ein Wechsel des Lehrers oder der Unterkunft ist normalerweise einfach möglich, man muss sich nur bei der Leitung der Sprachschule melden.

Wenn man schon, z.B. über Empfehlung, weiß, zu welcher Sprachschule man möchte, dann sollte man sich anmelden. So bekommt man vorab eine Unterkunft reserviert und kann sich vom Flughafen abholen lassen. Reservierungen sind vor allem während der Osterfeierlichkeiten zu empfehlen.

Arbeiten[Bearbeiten]

Die Arbeitsmöglichkeiten für westliche Touristen sind eingeschränkt. Das allgemeine Lohnniveau ist sehr niedrig (der Mindestlohn liegt bei 50 Quetzales pro Tag = 5 €). Am ehesten kann man versuchen im Tourismus als Reiseführer oder als Aushilfe in Restaurants oder Bars in Antigua etwas zu ergattern. Wer gute Englisch- oder Deutschkenntnisse hat, kann versuchen in Antigua oder besser in Guatemala-City in einer Sprachschule zu unterrichten. Für engagierte Mitarbeiter zahlen private Schulen bis zu 50 Quetzales (ca. 5 €) die Stunde, was für Guatemala bereits ein sehr guter Verdienst ist. Offiziell ist eine Erlaubnis des Arbeitsministeriums erforderlich. Viele Ausländer, besonders US-Amerikaner, arbeiten jedoch jahrelang ohne Arbeitserlaubnis im Land, ohne jemals behelligt zu werden. Da die Erlangung einer Arbeitserlaubnis langwierig sein kann, sollte man zwischen Aufwand und Nutzen gut abwägen.

Feiertage[Bearbeiten]

Termin Name Bedeutung
01.01. Neujahr ...
März/April Osterfeiertage ...
01.05. Tag der Arbeit ...
30.06. Tag der Armee ...
15.08. Mariä Himmelfahrt ...
15.09. Unabhängigkeitstag ...
12.10. Tag des Volkes ...
20.10. Revolutionstag ...
01.11. Allerheiligen ...
24./25.12. Weihnachtsfeiertage ...
31.12. Silvester ...

Sicherheit[Bearbeiten]

Sicherheit ist in Guatemala für alle Reisenden ein wichtiges Thema und für Touristen und Einheimische von gleicher Bedeutung. Wer von El Salvador nach Guatemala City fährt, sieht dort auf Werbetafeln riesige Pistolen, unter denen vor der Kriminalität in Guatemala gewarnt wird. Zwei große Gangs operieren in dieser Gegend sehr massiv. Sie erpressen und erschießen sich häufig gegenseitig, aber auch Touristen können Opfer werden. Es gibt Stimmen, die meinen, es sei sicherer die landestypischen Busse (Camionetas) zu nehmen, als die teureren der Reiseveranstalter, da diese häufiger überfallen werden. Wo es gefährlich ist, beschreibt das Auswärtige Amt auf seiner Homepage. Diese Angaben erschrecken aber nur und bieten keine sinnvolle Orientierung. Antigua Guatemala ist mit Abstand der sicherste Ort im Land. Auch dort sollte man die übliche Vorsicht walten lassen, aber man kann sich relativ gefahrlos bis in die Abendstunden bewegen. Für den Rest des Landes, besonders für Guatemala City, gilt erhöhte Aufmerksamkeit. Erfahrende Guatemala-Reisende und Einheimische geben folgende Tipps:

  1. Tragen Sie einfache, aber saubere Kleidung (keine Markenartikel!), keinen Schmuck!, keine teure Armbanduhr und falls möglich keine Brille (bei Räubern in Guatemala beliebt)!
  2. Keine teuren technischen Geräte zeigen (Spiegelreflex-/Videokamera), Kleingeräte (Kompaktkamera, MP3-Player) versteckt am Körper tragen.
  3. Nie nach Einbruch der Dunkelheit über Land reisen!
  4. Nach Einbruch der Dunkelheit sollte man in Guatemala City nur noch ganz kurze Strecken zu Fuß unterwegs sein. Besser ist es ein Taxi zu nehmen.
  5. Im übrigen Land erkundigt man sich am besten bei den Einheimischen wie lange man unterwegs sein kann.
  6. Besteigen Sie nie einen Vulkan ohne ortskundige Begleitung.
  7. Haben Sie eine Unterkunft vor Einbruch der Dunkelheit.

Das Wichigste ist sicher: Keine Angst zeigen, locker bleiben und in gespannten Situationen die Kommunikation suchen. Viele Guatemalteken haben mehr Angst vor der Kriminalität als die Touristen.

Gesundheit[Bearbeiten]

  1. Möglichst kein Leitungswasser trinken oder zumindest abkochen oder desinfizieren. Es gibt in Apotheken Tabletten, die man ins Wasser werfen und danach gefahrlos trinken kann.
  2. Wenn möglich auf Eis (Sin hielo = ohne Eis) in Getränken verzichten.
  3. Den guten alten Spruch: „koch es, schäl es oder vergiss es“ beherzigen.
  4. Unbedingt etwas gegen die Moskitos mitnehmen. Stiche lassen sich am besten vermeiden, indem man bei Sonnenuntergang zu langärmeliger und -beiniger Kleidung wechselt.
  5. Ausreichend Medikamente mitnehmen.
  6. Malariaprophylaxe muss mit einem Tropenarzt abgesprochen werden.
  7. Nach der Reise auf Parasiten untersuchen lassen!
  8. Wer einen längeren Aufenthalt in Zentralamerika plant, kann auch überlegen anfangs etwas unvorsichtiger und dafür anstrengender zu leben, aber so seinem Körper die Möglichkeit einer realen Anpassung an die örtlichen Begebenheiten zu geben.

Klima[Bearbeiten]

In Guatemala gibt es extreme klimatische Unterschiede. Der Norden ist bedeckt von Urwald und sehr heiß und schwül. Unbedingt auf Reisen für ausreichend Wasser (agua) sorgen. Die ehemalige Hauptstadt Antigua ist eher gemäßigt und nachts relativ kühl. Am westlichen Strand (mit seinem aufgrund des vulkanischen Ursprungs schwarzen Sand) von Monterrico sind selbst die Nächte mit großen Ventilatoren fast nicht zu ertragen; tagsüber setzt innerhalb einer Stunde der erste Sonnenbrand ein.

Ideale Reisezeit sind die Monate Februar bis April/Mai. Von Juni bis September ist Regenzeit, was einer Reise nicht widerspricht, den Genuss aber etwas einschränken kann. Besonders ein Besuch des Dschungels und der Ruinen von Tikal kann in dieser Zeit nur eingeschränkt möglich sein. Oktober und November ist wieder ein recht guter Reisezeitraum. In Dezember und Januar kann es, besonders nachts, empfindlich kalt werden.

Respekt[Bearbeiten]

Respekt haben leider nicht alle Reisenden, die Guatemala besuchen oder dort gewesen sind. Der Verfasser bekam Sprüche von Deutschen zu hören wie: „Mir sind da zu viele Indianer!“. Gut, wer xenophobisch veranlagt ist und mit indigenen Kulturen nicht klar kommt, sollte das Reisen in solche Länder unterlassen.

Vom Tourismus profitieren leider nicht alle Guatemalteken, und viele dort betrachten die Touristen auf die gleiche stereotype Weise, wie es leider umgekehrt geschieht. In allen Ruinenstätten, allen Museen und allen Sehenswürdigkeiten gibt es einen Eintrittspreis für Einheimische und einen für Ausländer. Der Letztere ist immer 2 bis 10 mal so hoch. Touristen sind in erster Linie eine Geldquelle. Daher, und auch aus Sicherheitsgründen, macht es Sinn, teure Gegenstände nicht zu offen zu präsentieren.

In den Touristenhochburgen Antigua, Panajachel und Chichicastenango sind die Einheimischen an die typischen Ausländer (Shorts, Kamera, Hippiekluft, ...) gewöhnt. Hier kann man bei der Kleidung wenig falsch machen. Die Einheimischen tragen aber auch hier immer lange Hosen. Wie überall in Lateinamerika ist die Kleiderordnung eher konservativ, und man sollte sich, dem Anlass entsprechend, aus Respekt eher anpassen. Kaum ein Latino (Mischling) in Guatemala würde eine Indianertracht kaufen und anziehen. Auch die Indigenas wundern sich über Touristen, die Kleider tragen, die sie als Bewohner bestimmter Mayadörfer identifizieren. Wer sich in den Augen der Mehrheit der Guatemalteken, nicht „zum Affen machen will“, sollte sich diese Kleiderwahl überlegen.

Auch ist es einfacher, schlichte und bequeme Kleidung zu tragen und nicht unbedingt die Trachten der indigenen Bewohner oder teuere schrille Markenkleidung. Wie sehr man als Tourist aus dem Westen seine kulturelle Freizügigkeit preisgibt, muss jeder selbst entscheiden; kulturelle Unterschiede können am besten durch Gespräche verstanden werden, sei es zum Thema Machismus oder Homosexualität. Innerhalb der gebildeten Schicht von Guatemala City und in Antigua kann man mit entsprechendem Feingefühl fast jede Meinung aus seinem Heimatland erklären. In beiden Städten gibt es sowohl Homosexuelle, die für ihre Rechte eintreten, als auch (Dank Tourismus) männliche Prostitution. Alleinreisende Männer sollten sich auf entsprechende Angebote gefasst machen. In den meisten Kleinstädten und auf dem Land sollte man sich freizügige Äußerungen zu sexueller Orientierung, Religion und Ähnlichem aber gut überlegen. Die Kluft zwischen den Kulturen kann erhebliche Probleme verursachen.

Post und Telekommunikation[Bearbeiten]

Wie überall auf dem lateinamerikanischen Festland gibt es auch in Guatemala eine hohe Anzahl Internetläden. Die Preise liegen zwischen 5 und 15 Quetzales. Die Hauptstadt und der Atitlansee sind teurer. Telefon und Fax lassen sich ebenfalls leicht finden, wobei die hohen Preise für Auslandsgespräche das Internettelefonieren zu einer billigeren Alternative machen. Also ein Headset besorgen und umsonst oder für wenig quatschen.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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ArtikelentwurfDieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch sehr kurz und in vielen Teilen noch in der Entwurfsphase. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und bearbeite und erweitere ihn, damit ein guter Artikel daraus wird. Wird der Artikel gerade in größerem Maße von anderen Autoren aufgebaut, lass dich nicht abschrecken und hilf einfach mit.