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Mexiko

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Mexiko liegt in Nord- und Mittelamerika. Das Land wird im Norden von den Vereinigten Staaten und im Süden von Belize und Guatemala begrenzt.

Lage
Weltkarte mit eingezeichneter Lage von Mexiko
Flagge
Flagge von Mexiko
Kurzdaten
Hauptstadt Mexiko-Stadt
Staatsform Präsidiale Bundesrepublik
Währung 1 Mexikanischer Peso (mex$)
= 100 Centavos
Fläche 1,97 Mio km²
Bevölkerung 112,3 Mio
Sprachen Spanisch, verschiedene Maya, Nahuatl, und andere regionale indigene Sprachen
Religionen Römisch-Katholisch 91 %, Protestantisch 4 %, andere 5 %
Stromnetz 120V/ 60Hz
Telefonvorwahl +52
Internet TLD .com.mx
Zeitzone MEZ-7h

Regionen[Bearbeiten]

Staaten

Bundesländer sind (hinzu kommt die Hauptstadt Mexico, DF als Bundesdistrikt):

Nordwesten
2. Baja California
3. Baja California Sur
6. Chihuahua
9. Durango
24. Sinaloa
25. Sonora
Nordosten
7. Coahuila
18. Nuevo León
27. Tamaulipas
Zentrum
1. Aguascalientes
10. Guanajuato
21. Querétaro
23. San Luis Potosí
31. Zacatecas
Westen
8. Colima
13. Jalisco
15. Michoacán
17. Nayarit
Osten
12. Hidalgo
20. Puebla
28. Tlaxcala
29. Veracruz
Zentraler Süden
14. México (Bundesstaat)
16. Morelos
Mexico, DF
Süden
5. Chiapas
11. Guerrero
19. Oaxaca
Südosten
4. Campeche
22. Quintana Roo
26. Tabasco
30. Yucatán

Städte[Bearbeiten]

Karte von Mexiko
  • Acapulco - Wichtigster touristischer Küstenort Mexikos am Pazifik
  • Cancun - Nachbarstadt von Playa del Carmen und beliebte Destination von Pauschaltouristen
  • Guanajuato - Alte Silberstadt 300 km nördlich von Mexiko-Stadt und heute touristischer Geheimtipp
  • Mérida - Kolonialstadt auf der Halbinsel Yucatán
  • Mexiko-Stadt - Hauptstadt und eine der größten Metropolen der Welt
  • Oaxaca -- Kolonialstadt mit lebendiger indigener Kultur
  • Puebla -- Weltkulturerbe; berühmt für Talaverakacheln und Süßigkeiten
  • Querétaro - Weltkulturerbe; Kolonialstadt mit schöner Fußgängerzone und vielen Schattenplätzen
  • San Cristóbal de las Casas - 2210 m hoch gelegene "Hauptstadt der Mayas" im Bundesstaat Chiapas
  • Tijuana - Grenzstadt zu Kalifornien

Weitere Ziele[Bearbeiten]

  • Barranca del Cobre: (übersetzt = Kupfer-Canyon) in Bundesstaat Chihuahua, kann nur mit der Bahn erreicht werden (Strecke ChihuahuaLos Mochis), wunderschöne Natur, kleine Ortschaften, sehr empfehlenswertes Ausflugsziel.
  • Niederkalifornien (Baja California): Im Westen von Mexiko gelegene, ca 1.300 km lange Landzunge. Beginnend bei Tijuana, erstreckt sich das zumeist aus Wüste bestehende Land über La Paz bis hin zu den Los Cabos (Region zwischen den Orten Cabo San Lucas und San José del Cabo am Südzipfel der Halbinsel). Eine eindrucksvolle Wüstenlandschaft im Wechsel mit einsamen Oasen und dem Erholungsgebiet der Amerikaner (Los Cabos). Zur Erholung sehr zu empfehlen.
  • Palenque - Stadt und ausgedehnte Ruinenanlage der Maya im südlichsten Bundesstaat Mexikos Chiapas. Die Ruinen wurden 1987 zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt. Die alten Mayastätten befinden sich inmitten von tropischen Regenwäldern. Große Teile Anlage sind bis heute von der üppige Vegetation überwuchert und noch nicht freigelegt.

Hintergrund[Bearbeiten]

Archäolog. Museum Mexiko-Stadt: aztekisches Portal

Anreise[Bearbeiten]

Einreisevoraussetzungen[Bearbeiten]

Bürger aller deutschsprachiger Länder können ohne Visum bis zu 180 Tage am Stück nach Mexiko reisen. Gleiches gilt z. B. für Bürger der meisten EU-Staaten, der USA, Kanadas und Australiens. Bürger anderer Länder müssen ggf. vor Abreise ein Touristenvisum bei der zuständigen Mexikanischen Botschaft beantragen.

Bei Anreise über die USA sollte man beachten, dass man in den USA das komplette Einreiseprozedere durchlaufen werden muss (es gibt in den USA keinen Flughafen mit Transitzonen). Dies bedeutet auch sich die Anreisegenehmigung (ESTA) bzw., falls erforderlich, ein Visum zu besorgen. Zu beachten ist bei längeren Aufenthalten, dass eine Weiterreise nach Mexiko die erlaubte Aufenthaltsdauer in den USA (max. 90 Tage ohne Visum) nicht unterbricht, so dass dann auch in diesem Fall ein US-Visum erforderlich wird. Näheres zum Einreiseprozedere in die USA siehe dort.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Mexiko hat insgesamt 1834 Flughäfen, die aber im wesentlichen nationale Verbindungen anbieten. Für internationale sind vor allem die sieben größten Flughäfen von Mexiko verantwortlich die allein 90% der gesammten Passagiere befördern und den Großteil der Internationalen Verbindungen abdecken. Die sieben großen Flughäfen befinden sich in:

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Orte im Norden sind an die USA, Orte im Süden sind mit direkten Bussen an Zentralamerika bis nach Nicaragua angebunden. Es sollte bedacht werden, dass die meisten dieser Länder bei der Einreise ein gültiges Weiterreise-Ticket verlangen.

Mobilität[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Es gibt in Mexiko zahlreiche nationale und internationale Flugplätze sowie mehrere Fluggesellschaften. Inlandsflüge können relativ billig ausfallen und durchaus mit Preisen für Fernbusse konkurrieren, wenn man rechtzeitig bucht. Sogenannte Billigfluggesellschaften wie z. B. Interjet bieten an Bord Service, der besser als der der meisten europäischen etablierten Gesellschaften wie Lufthansa oder Air France ist. Auf dem Flughafen in Mexiko-Stadt sollte man für Inlandsflüge sehr rechtzeitig eintreffen, er ist unübersichtlich, schlecht ausgeschildert und die Organisation ist mexikanisch-chaotisch. Auch wenn man ein ausgedrucktes Ticket besitzt und online eingecheckt hat, muß man eventuell noch am Schalter vorsprechen, weil gerade keine funktionierenden Barcodescanner verfügbar sind. Ohne Spanischkenntnisse ist eine Verständigung sehr mühsam. Die Sicherheitsvorkehrungen scheinen europäischen Maßstäben zu gleichen, das Gepäck wird durchleuchtet, man muß durch Schleusen usw. Manchmal sind diese aber defekt und die Diensthabenden tun nur so, "als ob". Insgesamt läuft alles viel lockerer als in Europa ab, auch wenn militärisches Personal mit Maschinenpistolen herumsteht, was hierzulande eher ungewöhnlich ist.

Auf der Straße[Bearbeiten]

In Mexiko-Stadt sollte man auf die sehr guten öffentlichen Verkehrsmittel zurückgreifen und auf Grund der chaotischen Verkehrsverhältnisse im Straßenverkehr auf das Auto lieber ganz verzichten. Zu Zeiten des Stoßverkehrs gibt es hier eine Besonderheit: Männer und Frauen müssen in der U-Bahn verschiedene Waggons benutzen, dies ist durch besondere Einstiegszonen gekennzeichnet. Anders als in Europa fährt die U-Bahn in Mexiko-Stadt nicht mehr nach Mitternacht und Taxis erhöhen entsprechend die Preise. Dies führt leider zu einer erheblichen Menge an Leuten die betrunken Auto fahren, weshalb man nachts besonders defensiv und aufmerksam fahren sollte.

Bei Fahrten durch Wüstengegenden (zum Beispiel die Halbinsel Baja California, Chihuahua oder Sonora) sollte man berücksichtigen, dass es außerhalb der größeren Ortschaften kaum Tankstellen gibt. Zudem sollte man für unvorhergesehene Aufenthalte immer genügend Wasser dabei haben.

Taxi[Bearbeiten]

Vom Flughafen Mexiko-Stadt nimmt man eines der Taxis der verschiedenen Gesellschaften, die Ticketstände am Flugplatz haben. Die Preise sind fix und auch fair, das ist besser als öffentliche Verkehrsmittel vom Flugplatz aus - es sei denn, man kennt sich wirklich gut aus. Zu den Bussen muß man an einem recht zwielichtigen Viertel vorbei, das ist nicht jedermanns Sache.

In den Großstädten sollte man wegen der Gefahr durch Überfälle keine Taxis auf der Straße anhalten, sondern einen Taxistand aufsuchen oder sich in einem Hotel oder Restaurant ein Taxi rufen lassen. Diesen Rat hört man immer und überall, in Wirklichkeit fahren jedoch selbst Einheimische sehr oft Taxi und rufen sich den Wagen immer an der Straße. Es ist wichtig, entweder beim Einsteigen nach dem Preis zu fragen oder einen auszuhandeln. Das erübrigt sich, wenn der Fahrer den Taxameter anschaltet (eher Ausnahme als Regel). Falls er es macht, darf man auch sehr großzügig Trinkgeld geben, Taxis sind billig.

Bei Fahrten zum Flugplatz mit großem Gepäck sollte man aber doch "offiziell" Taxis bestellen, da kommt es schon mal vor, daß man ausgeraubt wird. Hat man sich am Tag zuvor nach hause fahren lassen, bestellt man am besten gleich den Fahrer zum Hotel für den nächsten Tag, das ist billig und sicher.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Busfahrten sind in Mexiko ein bewährtes Transportmittel. Sie fahren immer und überall hin, sind günstig und angenehm. Überland-Busfahrten sind mit Linien der 1. oder der Deluxe-Klasse sehr angenehm. WC vorhanden, meistens sogar getrennt für Männer und Frauen. Getränke und etwas zu essen mitnehmen.

Kurzstrecken kann man gut mit 2. Klasse-Bussen bewältigen. Da die Sitze nicht gepolstert sind, sind 2. Klasse-Busse für Komfort-Liebende und längere Strecken nicht unbedingt geeignet. Keine WCs vorhanden.

Maya-Figur des Gottes Chak-Mol im Archäologischen Museum Mexiko-Stadt

In abgelegenere Gebiete oder innerhalb von Städten fahren Sammeltaxis (Colectivo oder Pesero), die meist dann losfahren, wenn alle Plätze besetzt sind. Unterwegs werden sie an der Straße herangewunken.

Im nördlichen Bundesstaaten und in Chiapas kann es zu Kontrollen durchs Militär kommen. Die Leute sind zu westlichen Touristen aber normalerweise freundlich (zu Menschen aus Lateinamerika, die illegale Migranten sein könnten, weniger). Wenn man schläft, wird man nicht mal geweckt!

Überfälle auf Busse sind ausgesprochen selten. Wenn es tatsächlich zu Überfällen kommt, dann meist durch Mitreisende. Um Überfälle zu verhindern, werden die Reisenden in Bussen der 1. Klasse beim Einstieg auf Waffen durchsucht, fotografiert und müssen Ausweise vorzeigen. In den einfachen Bussen ist dies nicht der Fall. Gerade im Norden des Landes und entlang der Golfküste ist es daher ratsam, die Busse der 2. Klasse nach Einbruch der Dunkelheit zu meiden.

Fahrpläne für ganz Mexiko findet man auf [1]; hier kann man auch Plätze reservieren, obwohl das in der Regel nicht erforderlich ist. Fahrkarten bekommt man an Busbahnhöfen und Verkaufsstellen von Ticketbus oder Boletotal in den Innenstädten.

Mit dem Zug[Bearbeiten]

Das Schienennetz Mexikos ist für ein Land dieser Grössenordnung und Bevölkerung unterentwickelt. Die Strecken stammen zumeist aus dem frühen 20. Jahrhundert oder früher und haben einen lausigen Ausbauzustand. Verbunden mit der schwierigen Topographie des Landes mit enormen Höhenunterschieden zwischen dem zentralen Hochland und den Küsten, erreichen die Züge keine konkurrenzfähigen Reisezeiten zum Bus oder gar Flugzeug. Der Verkehr beschränkt sich auf den Güterverkehr.

Es gibt, von wenigen Ausnahmen abgesehen, keinen Personenverkehr auf der Schiene im Land. Diese Ausnahmen dazu sind Vorortbahnen um einige der Metropolen sowie die -spektakuläre- Schienenverbindung durch den Kupfercanyon zwischen Los Mochis und Chihuahua.

Pläne für (Hochgeschwindigkeits-)Personenverkehr im größeren Umfang sind zwar immer wieder zu hören, aber bisher hat es dazu nur wenige ernstzunehmende Baumaßnahmen gegeben, sodass bis zum Ende des Jahrzehnts nicht mit einer nutzbaren Verbindung zu rechnen ist.

Sprache[Bearbeiten]

Die Menschen sprechen Spanisch. In Touristenorten wie z.B. Cancun, sowie in Teilen der Bevölkerung der größten Städte (vor allem Studenten in Mexiko-Stadt) wird auch Englisch, in großen Hotels aber auch Deutsch gesprochen. In weniger touristisch geprägten Orten ist Englisch nicht verbreitet.

Kann man sich auf Spanisch verständigen, wird man zumeist freundlicher behandelt. Gelegentlich gibt es sogar bessere Preise bei Straßenhändlern und Souvenir-Verkäufern, wenn man auf Spanisch verhandeln kann.

In Yucatan gibt es eine größere Gruppe an Menschen die diverse Maya-Sprachen sprechen. Zwar spricht die überwiegende Mehrheit davon auch Spanisch und zum Teil auch weitere Sprachen (insbesondere so sie im Tourismus tätig sind) aber Kenntnisse können sicher nicht schaden.

Im Zentrum des Landes ist darüber hinaus Nahuatl verbreitet, die Sprache der Azteken.

Faustformel (in ganz Lateinamerika):

"Wenn Du Englisch sprichst, öffnen sich alle Türen. Wenn Du Spanisch sprichst, öffnen sich auch die Herzen".

Siehe auch: Sprachführer Spanisch

Kaufen[Bearbeiten]

Währung[Bearbeiten]

Bei Einkäufen wird neben der Landeswährung Mexikanischen Pesos, besonders in Tourismusgebieten, auch US-Dollars und teilweise auch Euros als Bargeldmittel akzeptiert. Generell lässt sich sagen, dass die Umtauschkurse für Euro schlechter als für Dollar sind und dass Münzen weniger oft akzeptiert werden als Scheine. Ebenfalls kann vielerorts mit Kreditkarte bezahlt werden.

Währungen der Zentralamerikanischen Länder werden -wenn überhaupt- nur unmittelbar nahe der Grenze zu miserablen Kursen angenommen. Außerhalb dieser Gebiete kann es sogar schwer sein, sie bei Banken umzutauschen.

Umgekehrt wird der Mexikanische Peso teilweise sogar in Costa Rica angenommen, in den USA allerdings nur in den südwestlichen Bundesstaaten und im Süden Kaliforniens und auch hier zu miserablen Kursen.

Souvenirs[Bearbeiten]

Mexiko ist berühmt für Tequila und gute Qualität kann hier zu niedrigen Preisen erstanden werden (im Vergleich zu Deutschland).

Küche[Bearbeiten]

Mole rojo

Die mexikanische Küche ist eine Mischung aus der Küche der Ureinwohner und der Europäer mit karibischen und afrikanischen Einflüssen hier und da und zeichnet sich durch Gegensätze aus: scharf-süß, knusprig-cremig, süß-salzig.

Der Grundbestandteil einer mexikanischen Mahlzeit ist ein Maisfladen namens Tortilla (nicht zu verwechseln der gleichnamigen spanischen Eierspeise), der noch auf die spanischen Ureinwohner zurückgeht. In der Südhälfte des Landes wird die Tortilla aus in Kalkwasser gekochtem und geriebenem Mais hergestellt, in der Nordhälfte auch aus Weizenmehl. Die Tortilla wird als Sättigungsbeilage zu jedem Essen gereicht.

Aus den Tortillas werden unter anderem Tacos oder Enchiladas zubereitet, die nichts anderes sind als mit Hähnchen, Fleisch o.ä. befüllte Fladen. Daneben gibt es Quesadillas, die trotz des Namens nicht unbedingt Käse enthalten, sondern oft mit Pilzen, Zuchiniblüten, Kartoffeln, Chapulines (Grashüpfern) oder Huitlacoche (Maisschimmel) gefüllt und fritiert werden. Im Norden Mexikos sind Burritos verbreitet, größere Weizentortillas, die mit Bohnen oder Fleisch befüllt werden. Beliebte Beilagen sind ein Bohnenmus namens frijoles refritos, Guacamole und Salate. Außerdem werden zu jedem Essen verschiedene Chilisoßen gereicht.

Chile en nogada

Die mexikanische Küche bietet eine große Vielfalt von Gerichten, die man im Ausland kaum kennt. Eines der Nationalgerichte ist die Mole, eine milde Chili-Schokoladensoße, die meist mit Hähnchen und Reis gereicht wird. Das Rezept geht auf die im Mörser zubereiteten Soßen der Ureinwohner zurück. In ihrer heutigen Form stammt sie aus dem 16. Jahrhundert und den Nonnen von Puebla und Oaxaca, die neben verschiedenen getrockneten Chilischoten angeblich bis zu hundert Zutaten zu ihrer Zubereitung verwendeten. Die Mole wird zwar in der gesamten Südhälfte des Landes gegessen, doch in diesen beiden Städten gibt es bis heute die größte Vielfalt von Zubereitungsformen: In Puebla die klassische Mole Poblano sowie Pipián verde und Pipián rojo. In Oaxaca gibt es insgesamt acht verschiedene Moles, darunter negro, rojo, coloradito und amarillo sowie eine Mole mit dem schönen Namen Manchamanteles, der Tischdeckenbeschmierer.

Ein weiteres Nationalgericht sind die Chiles en Nogada, die vor allem um den Nationalfeiertag im September und Oktober gegessen werden. Auch dieses Gericht wurde von Nonnen erfunden, die Kaiser Itubrbide bei seinem Besuch in Puebla eine Mahlzeit in den Nationalfarben zubereiteten: dunkelgrüne, mit Fleisch gefüllte Chilischoten (chile poblano), eine weiße Ziegenkäse-Nuss-Soße mit roten Granatapfelkernen.

Entgegen der landläufigen Meinung kommt das Gericht Chili con Carne nicht aus Mexiko, sondern aus dem Südwesten der USA, allerdings gehörte dieses Gebiet bis zu den 1840ern zu Mexiko bzw. zum spanischen Kolonialreich. Das feurig scharfe Gericht wird man höchstens an der US-amerikanischen-mexikanischen Grenze und in Touristenorten finden.

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Lernen[Bearbeiten]

In nahezu jeder größeren mexikanischen Stadt gibt es Sprachschulen. Universitäten wie die UNAM in Mexiko-Stadt bieten günstige Sprachkurse an.

Arbeiten[Bearbeiten]

Feiertage[Bearbeiten]

Termin Name Bedeutung
01. 01. Año Nuevo Neujahr
05. 02. Aniversario de la Constitución Mexicana Tag der Verfassung
24. 02. Día de la Bandera Tag der Fahne
21. 03. Natalicio de Benito Juarez Geburtstag von Benito Juárez
April. Jueves Santo Gründonnerstag
April Viernes Santo Karfreitag
01.05. Día del Trabajo Tag der Arbeit
05. 05. Batalla de Puebla Schlacht bei Puebla
01. 09. Informe presidencial Regierungserklärung
16. 09. Día de la Independencia Unabhängigkeitstag
12. 10. Día de la Raza Jahrestag der „Begegnung zweier Welten“ Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus (1492)
01. 11. Días de los Muertos Tag der Toten
02. 11. Día de los Fieles Difuntos Allerseelen
20. 11. Aniversario de Revolución Mexicana Tag der Revolution
12. 11. Nuestra Señora de Guadalupe Tag der Jungfrau von Guadalupe
25. 12. Navidad Weihnachten
  • Beim Cinco de Mayo, am 5. Mai, wird an den Sieg der mexikanischen Armee über französische Streitkräfte in der Schlacht von Puebla am 5. Mai 1862 erinnert. Es fließen Margaritas in Strömen und es gibt wochenlang vorher und nachher Tanzshows, Theatervorführungen, Popkonzerte und Jahrmärkte an verschiedenen Orten.

Sicherheit[Bearbeiten]

Weite Teile Mexikos sind seit Jahren von gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen kriminellen Organisationen, Sicherheitskräften und Bürgerwehren betroffen, denen seit 2006 bereits zehntausende Menschen zum Opfer gefallen sind. Das deutsche Auswärtige Amt rät in diesem Zusammenhang dringend von Reisen in ländliche Gebiete der Bundesstaaten Guerrero, Michoacán und Jalisco, von der Benutzung der Küstenstraße zwischen Acapulco (Guerrero) und Manzanillo (Colima) sowie von nicht zwingend notwendigen Reisen in den Bundesstaat Tamaulipas ab.

Betroffen sind aber auch die nördlichen Bundesstaaten Coahuila, Chihuahua, Nuevo León, sowie Zacatecas, Durango, Sinaloa, und Morelos; insbesondere Großstädte wie Tijuana, Ciudad Juárez, Reynosa, Matamoros, Tampico, Acapulco und Torreón, sowie zunehmend die an Mexiko-Stadt angrenzenden Gemeinden des Estado de México. Allgemein sollten Überlandfahrten in die Städte und Touristenzonen nur tagsüber und nur über die Autobahn erfolgen. In einigen Fällen sind auch Polizeikräfte bzw. uniformiertes Sicherheitspersonal an Straftaten beteiligt oder Kriminelle geben sich als solche aus. Verbreitet sind auch virtuelle Entführungen oder Erpressungen, in denen eine Entführung oder ein Unfall eines Angehörigen nur vorgetäuscht wird. Bei unbekannten Anrufern sollte man daher zurückhaltend mit persönlichen Informationen sein, Ruhe bewahren und versuchen, den betreffenden Angehörigen auf einem anderen Wege zu kontaktieren.

Gesundheit[Bearbeiten]

Vor Reiseantritt[Bearbeiten]

Empfehlenswert sind unter anderen Impfungen gegen Tetanus, Polio, Hepatitis A und B, eventuell muss nur eine Auffrischimpfung erfolgen. Gerade im Tiefland von Yucatan empfiehlt sich auch, wenn man die üblichen Touristenpfade verlässt, eine entsprechende Malariapropylaxe. Aktuelle Gesundheitstipps.

Essen und Trinken[Bearbeiten]

Die Warnung vor Montezumas Rache wird oft übertrieben. Einige Vorsichtsmaßregeln sind sicher hilfreich, doch man sollte auch nicht übervorsichtig sein, da man sich sonst die besten Leckerbissen entgehen lässt. In internationalen Hotels ist der Verzehr von Speisen völlig unbedenklich, in kleinen Restaurants sollte man auf Salate und Rohkost verzichten, Straßenstände sollte man als Tourist meiden. Bei Obst am besten nur solches, das man ohne Schale essen kann (Bananen, Zitrusfrüchte, Mamey, Zapote, Chirimoya, Kaktusfrüchte, usw.) Ungeschältes Obst sollte man mit Reinigungszusätzen für Lebensmittel waschen -- im Supermarkt gibt es in der Gemüseabteilung 30ml-Fläschchen eines Produkts namens BacDyn. Für alle Fälle ein Durchfallmittel mitnehmen.

Das Leitungswasser ist nicht zum Trinken geeignet, beim Zähneputzen ist es unbedenklich. Auf Eiswürfel in Getränken verzichten, wenn sie nicht aus Großpackungen stammen. In Hotels und Restaurants sind die Eiswürfel unbedenklich.

Sowohl im Hochland (aufgrund der Höhenlage und der vermeintlich niedrigen Temperaturen), als auch im Tiefland (hohe Verdunstung), ist es unbedingt wichtig, sehr viel zu trinken.

Medikamente/Apotheken[Bearbeiten]

Die meisten Medikamente erhält man preisgünstig und ohne Rezept in den farmacias, Antibiotika sind rezeptpflichtig. Medikamente kauft man am besten in großen Apotheken, in denen auch Drogeriebedarf erhältlich ist. Die sogenannten similares, die Nachahmerprodukte verkaufen, sollte man beim Kauf von Antibiotika meiden.

Sonstiges[Bearbeiten]

Hochland (z.B. Ciudad de Mexico oder Taxco)

Aufgrund der Höhenlage können Besichtigungen recht anstrengend werden. Dies kann Reisenden Herz-Kreislaufprobleme bereiten. Hinzu kommt ein mildes Klima, wodurch die Sonneneinstrahlung unterschätzt wird. Sonnenbrand und Sonnenstich drohen, daher leichte, bedeckende Kleidung und eine Kopfbedeckung tragen und sich in der Mittagszeit möglichst im Schatten aufhalten.

Tiefland von Yucatan

Hier ist es ganzjährig sehr heiß und sehr schwül (besonders im Sommer). Man kommt extrem leicht ins Schwitzen, Besichtigungen - etwa von Pyramiden - können richtig anstrengend werden.

Mückenschutz: Nur an den Küsten und auf der Halbinsel Yucatan besteht Malariagefahr, und auch hier ist diese äußerst gering. In Küstenstaaten sind auch vereinzelte Fälle von Dengue bekannt geworden. Trotzdem empfiehlt es sich, im ganzen Land besonders in den Abend- & Nachtstunden Mückenschutz zu verwenden

Schutz vor giftigen Tieren: Kleidung und Schuhe vor dem Anziehen ausschütteln, nicht barfuß laufen.

Klima[Bearbeiten]

Während im Hochland fast das ganze Jahr über ein angenehmes Klima herrscht, ist das Wetter im Tiefland von Yucatan oft sehr belastend. Durch die Lage in den Tropen sind die Temperaturunterschiede zwischen den Jahreszeiten nur schwach ausgeprägt.

Hochland: Tagsüber meist angenehm warm, nachts z.T. sehr kühl. Achtung: Mexiko-Stadt leidet vor allem in den Trockenmonaten von Oktober bis Mai unter Smog, wodurch das Atmen schwer fallen kann. Weite Teile des Hochlandes liegen über 2.000 Meter Höhe, was den Organismus ebenfalls belasten kann.

Tiefland von Yucatan: Hier ist es im Winter am "angenehmsten", da nicht so schwül. Generell ist es sehr heiß, außerdem ist die Luftfeuchtigkeit sehr hoch. In Merida z.B. schwankt das Monatsmittel zwischen 28 und 35 Grad, die gefühlte Temperatur kann aber aufgrund der sehr hohen Luftfeuchtigkeit deutlich höher liegen.

Respekt[Bearbeiten]

Post und Telekommunikation[Bearbeiten]

Oft kommt man mit ein paar Worten Spanisch und Händen und Füßen weiter als mit fließendem Englisch. US-Bürger sind nicht das beliebteste Volk dort. Wenn man seinen Gesprächspartnern klar gemacht hat, dass man Europäer ist, kann aber auch Englisch sehr hilfreich sein. Besonders positiv steht man den Deutschen gegenüber. Hier genügt oft ein kurzer beiläufig hingeworfener Hinweis und es öffnen sich zahlreiche verschlossene Türen.

Literatur[Bearbeiten]

Zur Geschichte:

  • Konrad Ratz (Hrsg.): Kampf um Mexiko - Kaiser Maximilian in den Erinnerungen seines Privatsekretärs, ISBN 3-85002-425-3, Amalthea, April 1999, 304 Seiten, Deutsch

Zu Leben und Alltag:

  • Jürgen Neubauer: Mexiko. Ein Länderporträt. ISBN 978-3861536673, Ch. Links, März 2012, 224 Seiten

Reisereportage:

  • Richard Grant: Bandit Roads - In das gesetzlose Herz Mexikos. ISBN 978-3-492-40386-3, Malik, National Geographic, 2008, 319 Seiten

Weblinks[Bearbeiten]

Die Mayaruinen
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