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Costa Rica

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Costa Rica liegt in Mittelamerika. Angrenzende Länder sind Nicaragua im Norden und Panama im Süden.

Lage
Karte von Mittelamerika mit eingezeichneter Lage von Costa Rica
Flagge
Flagge von Costa Rica
Kurzdaten
Hauptstadt San José
Staatsform Republik
Währung Costa Rican Colón (CRC)
Fläche 51.100 km²
Bevölkerung 3,96 Mio
Sprachen Spanisch
Religionen Römisch Katholisch 76,3 %, Evangelisch 13,7 %, Zeugen Jehovas 1,3 %
Stromnetz 120 V 60 Hz
Telefonvorwahl +506
Internet TLD .cr
Zeitzone MEZ-7h

Regionen[Bearbeiten]

Offiziell (politisch) ist Costa Rica in sieben Provinzen geteilt:

Zudem existiert eine touristische Einteilung in Regionen:

Städte[Bearbeiten]

Karte von Costa Rica

Die größten Städte sind San José, Alajuela, und Heredia. Wichtige Hafenstädte sind Puerto Limón an der Karibikküste und Puntarenas an der Pazifikküste.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Nicaragua Panama Guanacaste Puntarenas Heredia Alajuela Cartago San José LimónCosta Rica, administrative divisions - de - colored.svg
Über dieses Bild

Hintergrund[Bearbeiten]

Flora und Fauna: Für Naturliebhaber ist Costa Rica - zu Recht - ein Paradies. Costa Rica umfasst zwölf unterschiedliche Vegetationszonen: unter anderem Mangroven- und Feuchtgebiete, Regen- und Trockenwälder, der "páramo" in über 3.000 Meter Höhe. Costa Rica gehört damit zu den artenreichsten Ländern der Erde, rund fünf Prozent aller bekannten Arten bewohnen die verschiedenen Lebensräume. Ein Zehntel aller Vogelarten lebt in Costa Rica. Diese Artenfülle verdankt das Land seiner Lage am Übergang zwischen zwei Kontinenten. An den Küsten und Flussmündungen findet man Brackwassergebiete, in denen Mangroven gedeihen. Diese Pflanzen bieten zahlreichen Tierarten einen idealen Lebensraum - auch wenn sie nicht besonders attraktiv wirken. Krokodile, zahlreiche Vögel, Reptilien und Amphibien sowie Kleinsäuger findet man hier. In den Feuchtgebieten Costa Ricas leben zahlreiche Vögel, Krokodile, Affen und viele andere Tiere. Während der Regenzeit werden die Feuchtgebiete regelmäßig überflutet, in der trockenen Jahreszeit stellen sie dagegen riesige Wattflächen dar. Das komplexeste Ökosystem der Erde ist der Regenwald. Über 50 Prozent aller weltweit bekannten Arten leben im Regenwald. Es existieren 13 Typen von Regenwäldern, u.a. der Klassiker, der tropische Tieflandregenwald. Der tropische Tieflandregenwald besteht aus mehreren Geschossen. Nur ein geringer Prozentsatz der Sonne, ungefähr 10 Prozent, erreicht den Urwaldboden. Aus diesem Grund leben hier nur genügsame Pflanzen, man nennt diese Etage auch die Bodenschicht. Die nächste Etage, der sogenannte Unterwuchs, wird von niederen und jungen Bäumen bewohnt. In der Mittelschicht findet man dann mittelhohe Bäume von fünf bis 20 Metern. Die obere Etage zeichnet sich durch gigantische Bäume aus, die 20 bis 40 m hoch werden und riesige Blattkronen entfalten. Diese bilden ein dichtes grünes Dach, aus dem vereinzelte Urwaldriesen, sogenannte "Überständer", herausragen. Diese gigantischen Bäume können Höhen von 60 Metern und mehr erreichen. Den echten Tieflandregenwald kann man am besten in der Region am Golfo Dulce bewundern. Neben dem Tieflandregenwald finden sich auch Gebirgs- und Nebelregenwälder. Abgesehen davon gibt es im Norden Costa Ricas noch Trockenwälder. Hier ist der Artenbestand deutlich geringer, die Bäume werden in der Regel nicht höher als 15 Meter. Trockenwälder bestehen aus drei Etagen, dem Boden, bestehend aus Gebüsch und Gras, dem unteren Stockwerk, bestehend aus Bäumchen und Sträuchern und dem oberen Stockwerk mit großem, offenen Blätterdach. Wie schon angesprochen, ist auch die Fauna Costa Ricas sehr artenreich. Die meisten Tierarten leben im tropischen Regenwald: Affen, Vögel, Insekten, Reptilien und Amphibien - aber auch große und kleine Säugetiere.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

In Costa Rica gibt es drei internationale Flughäfen: Zum einen den in Nähe von Alajuela gelegene Flughafen „Juan Santamaria“ (oftmals als FLughafen San José beworben), der im Luftverkehr der Hauptstadt San José zugeordnet wird, der Regionalflughafen Pavas am westlichen Rand San Josés und der in Liberia gelegene „Daniel Oduber“.

Pavas dient hauptsächlich für Inlandflüge, gegenwärtig (2015) werden zudem Managua (Nicaragua), David und Bocas del Toro (Panamá) bedient.

Vom erstgenannten Flughafen fahren Taxis für ca. 14 $ nach San Jose, bedeutend günstiger sind aber die Busse für weniger als 1 $.

Von Deutschland gibt es gegenwärtig (2015) nur einen Direktflug nach Costa Rica (Condor, zweimal die Woche). Ansonsten fliegt man über die USA (z.B. mit American Airlines von Frankfurt via Dallas nach San José, oder mit Delta von Frankfurt via Atlanta nach San José), oder mit Iberia von Frankfurt über Madrid nach San José. Auch United via Newark ist eine bequeme Alternative.

Der Hin- und Rückflug kostet zwischen 800€ und 1000€. Am besten sucht man im Internet, bei den gängigen Suchmaschinen.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Die einzige Möglichkeit von Norden per Boot einzureisen besteht zwischen San Carlos (Nicaragua) und Los Chiles Costa Rica. Die Fahrt geht über den Rio Frio und dauert etwa eine Stunde.

Von Deutschland kann man recht bequem mit Frachtschiffen cum Passagier nach Limón (Atlantikküste) anreisen, die Überfahrt dauert rund 10 Tage. Allerdings sind die Preise hoch, gegenwärtig mehr als 2,000 Euro.

Straße[Bearbeiten]

Derzeit (März 2014) gibt es zwischen Nicaragua und Costa Rica nur einen Grenzübergang auf dem Landweg. Im Südwesten bei Sapoá/ Peñas Blancas. Der Übergang ist stark frequentiert, so dass man ein wenig Geduld mitbringen sollte. Mietautos dürfen meistens nicht über die Grenze mitgenommen werden, auch nicht für einen Tag. Internationale Busse nach Managua oder in die anderen zentralamerikanischen Länder kümmern sich meistens für alle Fahrgäste um die Grenzformalitäten. Bekannte Firmen sind Transnica www.transnica.com der auch Fahrten nach Granda Nicaragua anbietet sowie TicaBus www.ticabus.com . Es ist auch möglich einen (billigeren) regulären Bus bis zur Grenze zu buchen und zu Fuß die Grenze zu überqueren. Auf Nicaragunischer Seite verkehren Taxis und Busse zu billigeren Preisen als sie in Costa Rica üblich sind.

Mobilität[Bearbeiten]

Busse und Taxis decken fast sämtliche Ziele ab. Wegen des miserablen Zustands der Straßen (und meistens auch der Fahrzeuge), sollte man sich allerdings auf andere Verhältnisse einstellen, was Schnelligkeit etc. angeht. Busse und Taxis sind verglichen mit Europa sehr billig (z.B. eine Stunde Busfahrt kostet grob gerechnet etwa 3-4 US$, eine Stunde Taxifahrt zwischen 10 und 20 US$).

Innerhalb des Großraumes San Jose gibt es ein weitreichendes, undokumentiertes Netz von „Linienbussen“. Die jeweiligen Endhaltestellen sind auf die Windschutzscheibe geschrieben. Die Fahrpreise bewegen sich zwischen 70 und 500 Colones. Die Haltestellen sind oft sehr schwer zu finden, und die Beschilderung ist höchst unzureichend. Daher muss bei der Suche nach der Haltestelle ein guter Zeitpuffer mit eingerechnet werden.

Vom Flughafen in die Stadt

Der Bus ist zugleich die billigste Art vom Flughafen in die Innenstadt zu gelangen. Während ein Taxi umgerechnet ca. 25 US-$ kostet, kann man für ca. 2-3 US-$ mit dem Bus fahren. Für lokale Flüge innerhalb Costa Ricas gibt es zwei nationale Airlines:

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Nature Air und SANSA. Linienflüge gibt es ab San José zu Golfito, Palmar Sur, Drake Bay, Manuel Antonio, Tamarindo, Liberia, Tortuguero und anderen Orten.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Derzeit gibt es nur noch eine Bahnlinie, die von San José nach Puntarenas führt. Allerdings ist diese eher als Touristenattraktion einzustufen, vor allem für die Costaricaner stellt diese Bahnstrecke ein Stück Identität dar. Als Transportmittel ist der Bus nach Puntarenas viel schneller. Trotzdem lohnt sich auch für Touristen das Erlebnis „Zugfahren“, da eine größtenteils naturbelassene Strecke die Schienen umsäumt.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Gute Verbindungen mit öffentlichem Bus ab der Hauptstadt San José. Ein Fahrplan ist beim offiziellen Tourismusinstitut zum Download zu finden. Visitcostarica.com Für andere Verbindungen gibt es auch die Shuttle Busse Interbus für Touristen. Internationale Verbindungen in ganz Zentralamerika mit Ticabus bis nach Tapachula (Mexico) im Norden und Panama City im Süden. Aktuelle Fahrpläne für ganz Zentralamerika findet man in Deutsch auf thebusschedule.com.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Es gibt zahlreiche Mietwagenagenturen in Costa Rica, sowohl internationale Firmen (wie z.B. National) als auch lokale Vermieter (wie z.B. Mapache Rent A Car). Es ist nicht möglich, mit dem Mietwagen die Grenzen nach Nicaragua oder Panama zu überqueren. Das Mindestalter um ein Auto zu mieten, liegt bei 21 Jahren. Es empfiehlt sich, einen 4x4 Wagen zu mieten, denn die Straßenverhältnisse sind außerhalb des „Valle Central“ (Region um San José) nicht überall gut, vor allem in der Regenzeit. Viele touristische Zentren (wie Monteverde) können ohne 4x4 nur sehr unkomfortabel besucht werden. Straßen können oftmals nur als Schotterpiste bezeichnet werden, sind aber mit einem konventionellen PKW, während der Trockenzeit, durchaus befahrbar. Wenn mit dem Mietwagen ein Fluss, bzw. eine überspülte Straße überfahren wird, erlischt in der Regel der Versicherungsschutz. Daher unbedingt die AGBs gut durchlesen!

Achtung: die Mietwagenagenturen verrechnen eine obligatorische Haftpflichtversicherung, wodurch sich der angebotene Mietpreis in etwa verdreifacht! Es ist rechtlich so gut wie nie möglich, mit einem Mietwagen über die Grenze nach Panama oder Nicaragua zu fahren.

Taxi[Bearbeiten]

In San José, sowie in fast allen Städten verkehren viele Taxen. Sie sind einheitlich rot lackiert. Ein Taxi kann man recht einfach durch Handzeichen vom Straßenrand aus anhalten. Wichtig ist, dass man sich vergewissert, dass der Taxameter eingeschaltet ist. In der Regel benutzen jedoch die Taxifahrer unaufgefordert den Taxameter. In der Regel wird dann die Grundbebühr (in San José 600 Colones = ca. 1€) angezeigt. Der zusätzliche Fahrpreis bemisst sich dann nach der Dauer der Fahrt. Generell sind die Taxifahrer sehr zuverlässig und seriös. Jedoch kommt es des Öfteren vor, dass der Fahrer das Hostel / Hotel nicht sofort findet, obwohl es ihm auf dem Stadtplan angezeigt wurde. Ob dies Absicht ist bleibt dahingestellt, jedoch lohnt es sich bei längeren Strecken (insbesondere in den Feierabendstunden) einen Festpreis zu vereinbaren.

Sprache[Bearbeiten]

In Costa Rica kommt man größtenteils verhältnismäßig gut mit Englisch über die Runden. Ein paar Sätze Spanisch können aber auch hier nur hilfreich sein und einem dazu verhelfen, mit den Einheimischen besser in Kontakt zu kommen. Außerhalb von touristischen Gebieten kann es wohl einmal vorkommen, dass man mit Englisch nicht zum Ziel kommt, doch dies ist sicher eher selten der Fall. Meistens verfügen die Restaurants sogar über englische Speisekarten. An der Karibik sprechen die Einheimischen untereinander einen englischen Dialekt, das Patois.

Algunos „tiquismos“: (Hier einige spezielle costaricanische Ausdrücke, die man immer und überall hört:)

  • la bomba = Tankstelle
  • buena nota = ok, super
  • chapulines = eine “Gang”, häufig von jungen Dieben
  • chunche = Ding, fast alles wird „chunche“ genannt
  • cien metros = einen Häuserblock
  • ¿hay campo? = Gibt es noch Platz? (z.B. im Bus)
  • macha/ machita = blonde Frau
  • pulpería = kleiner Laden
  • soda = Kleines Restaurant
  • ¡Pura Vida! = Super!, Cool!, oder einfach um jemanden zu begrüssen, sich zu verabschieden oder als Antwort auf die Frage "Wie geht es dir?"
  • Tuanis = Cool! (stammt aus dem Malespín, einem Militärcode basierend auf Buchstabentausch während des Krieges um 1856 mit Nicaragua. Klarschrift: "Buenos". Die Erklärung es stamme aus dem Englischen von "too nice" ist nicht richtig).
  • Brete = Arbeit. Herkunft: Siehe Tuanis.
  • Mae = Sehr geläufiger Ausdruck als Anrede unter Jugendlichen
  • Tico/ Tica = Bezeichnung für Costa-Ricaner, sie bezeichnen sich auch selbst so, sehr verbreitet
  • chanclas/ chancletas = Flip Flops (Badelatschen)
  • tucan = 5000-Colones-Schein (Einheimische Währung)
  • rojo = 1000-Colones-Schein (Einheimische Währung)
  • bombillo = Glühbirne
  • manteca = Mutter oder/ auch (Brat)-Fett

Aktivitäten[Bearbeiten]

Vulkan Arenal bei Nacht

Costa Rica bietet gleichermaßen für Sport- und Erholungssuchende ein unglaublich vielfältiges Programm. Wer allerdings geharkten, weißen Sandstrand à la Malediven erwartet, wird enttäuscht werden, hier erwarten einen großteils naturbelassene Traumstrände, die sich für vielerlei Wasseraktivitäten eignen. Schwimmen kann man gleichermaßen auf der Karibik- oder Pazifikseite. Das Wasser ist eigentlich immer angenehm warm. An manchen Stellen gibt es gefährliche Strömungen. Man sollte sich vorher unbedingt erkundigen, wo man gefahrlos schwimmen kann.

Surfen geht ebenfalls fast überall - am besten an der Pazifikküste (beliebt im Norden: Malpaís/Santa Teresa , Jacó, Tamarindo, Hermosa, im Süden: Dominical, doch auch südlich von Puerto Viejo an der Karibikseite gibt es sehr gute Plätze. Für Windsurfer empfiehlt sich der See Arenal, er ist aber für Anfänger nicht geeignet. Segeln und Motorboot fahren? Kein Problem, ebenso Hochseefischen. Fürs Hochseefischen ist die Pazifikseite besser geeignet, und hier speziell die Bucht von Nicoya und der Golfo Dulce. Der Golfo Dulce ist relativ tief, hier finden sich viele Hochseefische wie Blue Marlin, Segelfisch und andere. Abgesehen davon gibt es hier viele Delfine und die großen, ungefährlichen Walhaie.

Das große Tauch-Eldorado ist Costa Rica nicht. Andererseits gibt es an der Pazifik-, wie auch an der Karibikküste, einige gute Tauch- und Schnorchelplätze. Zwei Weltklasse-Tauchplätze sollten allerdings nicht unerwähnt bleiben: Isla del Coco (Kokosinsel), die allerdings knapp 500 Kilometer weit im Pazifik liegt und die Isla del Cano vor der Drake Bay.

Kajak fahren kann man mittels eines Küstenkajaks fast überall. Auch hier bietet sich wieder der Golfo Dulce mit seinem ruhigen Wasser und seiner phantastischen Natur an. Natürlich kann man auch auf den zahlreichen Flüssen in Costa Rica Kajak fahren. Ein kleines Abenteuer ist das River-Rafting. Hier befährt man mit einem Schlauchboot einen mehr oder weniger wilden Fluss, der auch für Anfänger geeignet ist.

Bungeespringen kann man besonders gut in Monteverde. Hier befindet sich die mit 145m höchste Sprunganlage Lateinamerikas. Der Sprung kostet 60$ und wird von "Monteverde Extremo" [1] angeboten.

Wandern und Bergwandern kann man überall in Costa Rica. Da bieten sich zum einen die verschiedenen Berge an, zum anderen hat man die Auswahl zwischen Savannen im Nordwesten, Nebelwäldern in Monteverde, tropische Regenwälder an der karibischen Seite und dem gigantischen Tieflandregenwald in der Region Golfo Dulce. Wichtig sind Regen-, Sonnen- und Mückenschutz, außerdem wadenhohe, bequeme Wanderschuhe und möglichst ein Fernglas.

Reiten kann man ebenfalls überall im Land mit oder ohne Führer. Tennis und Golf sind nicht so verbreitet, im Gegensatz zu Canopy. Beim Canopy schwebt man an einem Stahlseil zwischen den Baumkronen des Regen- oder Nebelwaldes - ob man dort allerdings - wegen zu großer Vermarktung - noch die Flora und Fauna genießen kann, ist zweifelhaft. Radfahren ist in Costa Rica weitverbreitet, an vielen Stellen kann man sich Räder mieten. Auch für Reiseradfahrer ist ein vernünftiges Straßennetz vorhanden. Mit gutem Kartenmaterial und Hilfe der Einheimischen lassen sich relativ ruhige Straßen schnell ausfindig machen. Da in den letzten Jahrzehnten das Straßennetz Costa Ricas stark verändert wurde, kann man auf den alten Hauptverkehrsstraßen ("La carretera vieja") lange Strecken bequem mit dem Fahrrad zurücklegen. Doch Vorsicht: Nach Einbruch der Dunkelheit sollte man vielbefahrene Straßen wegen der Unfallgefahr meiden.

Touristen dürfen in Costa Rica nicht jagen. Waffen dürfen nicht eingeführt werden. Angeln ist mit einer Lizenz möglich, die bekommt man von der jeweliegen Lodge oder dem Reiseveranstalter.

Kaufen[Bearbeiten]

In Costa Rica zahlt man mit Colonoes (oft mit einem C mit zwei Strichen abgekürzt) Obwohl der Wechselkurs offiziell frei schwankt ist er doch seit Jahren sehr konstant gegenüber dem US Dollar und liegt etwa zwischen 500 und 550 Colones je Dollar. Für zentralamerikanische Verhältnisse ist Costa Rica relativ teuer, jedoch sind viele Preise für deutsche verhältnismäßig billiger als daheim.

Durchschnittliche Preise in Costa Rica: - Bier (z.B. von "Imperial", 0,33 ltr.): 1.500C - 2.000C (ca. 1,50€ bis 3,30€) - Casado (Standardgericht mit Bohnen, Reis und z.B. Hühnchen oder Fisch): 3.500C - 4.000C (5,70€ - 6,50€)

Kleidung[Bearbeiten]

Costa Rica ist nicht unbedingt ein Shopping Land. Riesige Märkte, wie z.B. vielfach in Asien (mit z.T. gefälschter Markenkleidung) gibt es hier gar nicht. Lediglich in San José gibt es Einkaufszentren in nennenswertem Umfang.

Lebensmittel[Bearbeiten]

Es gibt fast in jedem Dorf einen kleinen Lebensmittelladen, bzw. Supermarkt. Discounter, wie z.B. Aldi oder Lidl gibt es dort aber nicht. Das Sortiment in den Supermärkten ist unterschiedlich, aber oft sehr einseitig. Oft besteht es größtenteils aus Chips, Knabbereien, Getränke, Obst, Gemüse und Tiefkühlartikel. Die Preise sind höher als in Deutschland.

Alkohol[Bearbeiten]

Bier, Wein und leichte Alkoholika sind in jedem Supermarkt und Lebensmittelläden erhältlich. Spirituosen sind nicht in jedem Supermarkt erhätlich. Das Biersortiment besteht im Wesentlichen aus folgenden Marken: "Imperial", "Pilsen", "Bavaria" und "Bohemia". Eine Flasche Bier (0,33 ltr.) kostet im Supermarkt durchschnittlich 700C bis 900C (1,10€ bis 1,50€) In Costa Rica gibt es keine eigene Weinproduktion. Die dort erhätlichen Weine stammen größtenteils aus Chile und den USA. Eine Flasche Wein kostet ca. 5.000C ca. (8€).

Mitbringsel[Bearbeiten]

In Costa Rica wird sehr viel Kaffee angebaut. Kaffee eignet sich daher gut als Souvenir und ist in jedem Supermarkt erhältlich und z.T. günstiger als in Deutschland (500 g ca. 2.500C = 4€). Des weiteren kann man schöne Holzschnitzereien von Tukanen, Papageien, etc. kaufen.

Küche[Bearbeiten]

Alltägliche Gerichte sind: Gallo Pinto zum Frühstück (Reis, schwarze/ rote Bohnen, Koriander, Zwiebel - alles gemischt) meist mit Rührei dazu oder Spiegelei. Casado zum Mittag oder Abendessen (Reis, schwarze/ rote Bohnen (dieses Mal nicht miteinander gemischt) dazu ein Stück Fleisch oder Hühnchen oder Fisch, Salat, gebratene Kochbanane und etwas Gemüse) Zu fast jedem Gericht wird salsa Lizano gereicht, die die örtliche (freie) Interpretation von Worcestershire-sauce ist. Scharf wird in Costa Rica ähnlich selten wie in Deutschland gewürzt, allerdings ist (auf Nachfrage) meistens eine kleine Flasche mit Chillisoße zum Nachwürzen verfügbar. Die vielen Fruchtsäfte oder Milchshakes aus reifen exotischen Früchten (Mango, Papaya, Guanábana, Maracuya, Cas, Melone) sind nicht wegzudenken! und natürlich Kaffee! Für Europäer unbekannt ist die Pejibaye - eine Palmfrucht. Man isst sie gekocht und meist mit Mayo.

Nachtleben[Bearbeiten]

In San José gibt es ein großes Angebot, um auszugehen. Bei Touristen und Einheimischen gleich beliebt ist das "Centro Comercial El Pueblo", oder einfach nur "El Pueblo" mit vielen verschiedenen Bars, Diskotheken, Restaurants und Souvenir-Shops. Für die Salseros zu empfehlen ist die "Castro's Bar" (eigentlich eine Diskothek und nicht eine Bar) im "Barrio México". Außerhalb von San José findet sich in jeder Ortschaft mindestens eine Bar wo auch getanzt werden kann, aber unter der Woche ist nicht unbedingt viel los.

Unterkunft[Bearbeiten]

Einfache Unterkünfte bieten Cabinas, Hostales und Backpacker-Herbergen. Ab umgerechnet 8 US-$ sollte man in San José eine Unterkunft finden. An den Küsten sind die Preise (saisonabhängig) etwas höher. Tendenziell ist die Pazifikküste etwas teurer. Im Vergleich zu den angrenzenden Ländern Nicaragua und Panama sind die Unterkünfte in Costa Rica nicht extrem billig. Wer ca. 20 US-$ p.P. und Nacht veranschlagt sollte gut hinkommen.

Lernen und Arbeiten[Bearbeiten]

Feiertage[Bearbeiten]

  • 02. August - Feiertag der Schutzheiligen von Costa Rica. An diesem Tag finden sich 100 000 Pilger aus dem ganzen Land und sogar Nicaragua und Panama in Cartago ein.
  • 15. August - Muttertag
  • 15. September - Nationalfeiertag

Achtung: Es ist meistens so, dass der Feiertag, an dem also nicht gearbeitet wird, auf den folgenden Montag verlegt wird.

Sicherheit[Bearbeiten]

Costa Rica ist ein phantastisches und auch ein sehr sicheres Reiseland. Es gibt seit über 50 Jahren kein Militär, keine Guerilleros, keine Terroristen, die Polizei ist teilweise korrupt, aber zumindest freundlich - was will man mehr. Trotzdem muss man auch hier einige Dinge beachten. Das gilt speziell für einige wenige Stadtteile von San José (insbesondere die Gegend um die Busstation Coca Cola) sowie den Süden der karibischen Küste. Hier sind Diebstähle an der Tagesordnung, auch Überfälle kommen vor. Wertsachen sollten nicht im Hotelzimmer verbleiben, die gehören in den Hotelsafe. Die Safe-Quittung nicht verlieren. Wenn Sie Wertsachen, z.B. Kameras, Portemonnaies, Bargeld, Schmuck oder schöne Uhren offen zeigen, ist das für Taschendiebe eine Einladung. Ihr Gepäck sollten Sie nicht für 10 Sekunden aus den Augen und schon gar nicht im Mietwagen liegen lassen. Auch im Gepäckabteil der Busse ist Ihr Gepäck nicht unbedingt sicher, also bitte darauf achten. Taschendiebe sind besonders in San José und in Bussen aktiv. In den letzten Jahren sind bewaffnete Überfälle in San José häufiger vorgekommen. Nachts ist es sicherer, mit dem Taxi zu fahren. Außerdem sollten Nachtfahrten mit dem Mietwagen vermieden werden. Weniger wegen der Kriminalitätsrate, sondern eher wegen des schlechten Straßenzustandes in ländlichen Regionen (tiefe Schlaglöcher, etc.).

Gesundheit[Bearbeiten]

Impfungen zur Einreise ist lediglich Gelbfieber vorgeschrieben, wenn man aus einem entsprechend gefährdeten Land anreist. Dazu gehören gegenwärtig (2015) Ecuador, Brasilien und Perú. Man benötigt einen amtlichen Impfausweis! Malariaprophylaxe wird zum Teil von den Europäischen Ärzten noch empfohlen, der letzte Fall von Malaria in Costa Rica liegt aber schon weit zurück. Am besten nimmt man Malariamittel (z.B. Lariam oder Generika) als Stand-By Medikament mit. Die gute Nachricht: Malaria Tropica (wirklich gefährlich) gibt es in Costa Rica nicht. Viel weiter verbreitet ist das Dengue Fieber. Die Symptome sind ähnlich wie bei Malaria, aber es gibt weder Prophylaxe noch Medikamente dagegen. Deshalb: unbedingt vor Mückenstichen schützen! (kein Parfüm benutzen, Autan/ Anti Brumm/ OFF! benützen, abends lange Kleidung). In Costa Rica kann man das Leitungswasser überall trinken. AUSNAHME: SIXAOLA

Erstaunlicherweise kommen in Costa Rica mehr Vergiftungen durch Pflanzen als durch Tiere vor, meist sind Touristen davon betroffen, die ohne weitere Kenntnis alle ihnen unbekannten Früchte probieren. Das sollte man natürlich tunlichst lassen, es sei denn, man ist sich ganz sicher, um welche Frucht - oder Nuss - es sich handelt. An giftigen Tieren wären Vogelspinnen zu erwähnen, deren Bisse jedoch in der Regel wie Bienenstiche sind. Die sehr seltenen Skorpionstiche verlaufen ebenfalls meist glimpflich.

Außer einigen relativ ungefährlichen Meeresbewohnern und Insekten kommen jedoch auch Giftschlangen in Costa Rica vor - und zwar 19 Arten. Und von diesen können wenige Arten gefährliche Giftbisse anbringen. Es sind dies die Korallenschlangen (Echte), Buschmeister, Lanzenottern und Palmenvipern. Giftschlangenbisse können relativ einfach vermieden werden. Ziehen Sie bei Touren oder Wanderungen angemessene Kleidung an. Dazu gehören lange, nicht eng anliegende Hosen, festes, hohes Schuhwerk und ein Hut. Hüte bieten einen sehr guten Schutz gegen baumbewohnende Schlangen. Bei Wanderungen bevorzugt dorthin treten, wo man sicher sein kann, dass sich dort keine Schlange befindet, also beispielsweise nicht durch unübersichtliches Gestrüpp oder Gras laufen. Beim Übersteigen von toten oder umgefallenen Baumstämmen besonders acht geben, Schlangen lieben solche Verstecke. Manche Schlangen leben an Baumstämmen, auf Ästen, Zweigen oder auch Astgabeln. Es ist daher ratsam, sich dort nur festzuhalten oder anzulehnen, wenn man sich überzeugt hat, dass sich dort keine Schlange niedergelassen hat. Klar dürfte sein, dass man ebenfalls nicht in uneinsichtige Höhlen oder Löcher greift. Barfuß gehen sollte man ebenfalls tunlichst vermeiden. Einige Schlangen haben Tarnfärbungen und sind deshalb relativ schlecht zu entdecken, das gilt sowohl für boden- als auch für baumbewohnende Arten. Sollte man doch einmal unvermittelt vor einer Schlange stehen, gilt: Ruhe bewahren, hektische Bewegungen vermeiden und sich ganz langsam zurückziehen. Die meisten Schlangen sehen relativ schlecht und reagieren in der Regel eher auf sich bewegende Objekte. Bei Übernachtungen in direkter Naturnähe empfiehlt es sich auch, Schuhe, Kleidung und Bettzeug vor der Nutzung zu inspizieren. Wenn man diese einfachen Vorsichtsmaßnahmen beachtet, ist eine Gefahr fast auszuschließen, zumal Schlangen kaum aggressiv sind und Menschen aus dem Weg gehen. Klar, wenn man auf sie tritt oder sie sich bedroht fühlen, versuchen auch sie sich zu wehren. Sollte es doch einmal zu einem Giftunfall kommen, beachte man bitte folgendes: Ruhe bewahren, keine Panik aufkommen lassen. Wenn möglich, die gebissene Extremität ruhigstellen (Bein schienen, Arm in Schlinge legen). Schmuck, wie Ringe oder Armbänder abnehmen, durch eine eventuelle Schwellung könnte die Gefahr einer Abschnürung bestehen. Falls möglich, die Schlange identifizieren. Selbstverständlich ist sofort ein rascher Transport zum nächsten Arzt oder in die nächste Klinik notwendig, wo dann weiterbehandelt wird. Bei schwereren Giftunfällen wird in der Regel Antiserum, also ein Gegenmittel, verabreicht. WICHTIG: Nach neuesten Erkenntnissen sollte man KEINESFALLS die Bissstelle erweitern, also weder ein- oder ausschneiden, auspressen oder aussaugen. Die vielfach angebotenen "Snakebite Kits" erwiesen sich in diesem Zusammenhang in der Praxis nicht nur als nutzlos, sondern als gefährlich. In älterer Literatur ist vielfach noch vom Abbinden des betroffenen Körperteils zu lesen, davon wird heutzutage dringend abgeraten, ebenso von Erwärmen oder Kühlen der Bisstelle. Hausmittel, Alkohol und Kaffee sind ebenfalls nicht nur nutzlos, sondern gefährlich. Coloradillo: Eine winzige Zeckenart die vorzugsweise auf Grashalmen lebt und sich, streift man dort durch, anheftet und ein gewebezerlegendes Protein in die Bisswunde einbringt. Empfindliche Menschen können Monatelang mit den extrem juckenden Folgen zu tun haben. Abhilfe: Nach Ausflügen in grasige Gegenden Waden und Fussgelenke mit Alkohol waschen.

Klima[Bearbeiten]

Das Jahresklima Costa Ricas unterteilt sich grundsätzlich in eine Regen- und eine Trockenzeit - In der Pazifikregion (westlich der kontinentalen Wasser- und Wetterscheide). Die Regenzeit beginnt im Mai und endet Mitte November. Die Trockenzeit fällt auf die übrigen Monate - Dezember bis einschließlich April. Als beste Reisezeit haben sich mittlerweile die Monate November bis Juli herausgestellt, da Oktober bis Mitte November sehr regenreich sind. Glücklicherweise regnet es auch während der Regenzeit nur kurz und meist nachts, was für angenehme Termperaturen sorgt, im übrigen wirkt die Natur zu dieser Zeit weitaus lebendiger. Außerhalb der Hochsaison (Dezember bis April) kann man erheblich günstiger reisen, Hotels, Autovermietungen etc. gewähren dann teils erhebliche Rabatte. Generell richtet sich die Temperatur weniger nach der Jahreszeit sondern vielmehr nach der Höhenlage, weswegen es in San José angenehm kühl ist und in vielen tiefer gelegenen Küstenstädten eher schwülheiß.

In der Atlantikseite herrscht ganzjähriger Regenfall, der trockenste Monat ist März mit durchschnittlich 400 mm Regen. Es kann aber auch ganz anders kommen...

Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temperaturen in San José 23,1 23,6 24,2 24,7 23,9 23,5 23,5 23,4 22,8 22,6 22,9 23,0

Respekt[Bearbeiten]

Die Umgangsformen in Costa Rica sind recht steif. Im Gegensatz zu Spaniern nennen die Ticos ihr Gegenüber selten beim Vornamen. Das Klassenbewusstsein ist immer noch stark ausgeprägt, Bauern und Arbeiter ordnen sich gesellschaftlich scheinbar höher Stehenden unter. Das Siezen ist fast obligatorisch, geduzt werden nur Freunde, Verwandte und Bekannte. Man legt ebenso Wert auf berufliche Titel und benutzt sie auch in der Anrede. Bei der Wahl der Kleidung sind die Costaricaner konservativ, außer am Strand sind Badesachen verpönt. (Auszug mit freundl. Genehmigung countrytotal.info). "Oben ohne" am Strand sollte daher tunlichst unterlassen werden!

Post und Telekommunikation[Bearbeiten]

In Costa Rica gibt es Telefonzellen fast an jeder Ecke. Am besten kauft man sich eine Telefonkarte. Es gibt zwei Sorten davon: die eine funktioniert mit Chip, die andere mit einem PIN-Code. Die PIN-Code Karte ist zu bevorzugen, da nicht alle öffentlichen Telefone die Chip-Karte akzeptieren. Diese Karten werden fast überall in kleinen Geschäften verkauft, in San José zudem auf der Straße. Die Karten sind für 500, 1000 oder 3000 Colones zu erhalten. Für internationale Gespräche braucht man die 3000 Colones Karte. Damit kann man ungefähr 10 min in die Schweiz oder nach Deutschland telefonieren. Lokale Gespräche sind dagegen sehr günstig.

Internetcafés sind weit verbreitet. Fast in jedem Dorf gibt es wohl Internetcafés. Die Kosten variieren stark. Für eine Stunde bezahlt man ungefähr von 150-700 Colones. Zum Teil gibt es Rabatt für Studenten - nachfragen.

Pre-Paid Karten für Handys (von der Telekommunikationsgesellschaft ICE) können auch von Ausländern z.B. in San José in den Postagenturen gekauft werden, gegen Vorlage eine Ausweises (Stand August 2010). Ohne „Residencia“ (Aufenthaltserlaubnis) bzw. Staatsbürgerschaft ist es nicht möglich, einen (Handy-)Vertrag abzuschließen. Ab Mitte 2006 wurden Roamingabkommen mit den großen europäischen Netzbetreibern geschlossen. Das heißt, dass das costaricanische GSM-Netz mit europäischen Mobiltelefonen genutzt werden kann. Im Zweifelsfall den Netzbetreiber fragen.

Der Versand von Karten und Briefen nach Europa ist relativ günstig.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]


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