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Chile

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Chile liegt im Südwesten Südamerikas und ist von der Nord-Süd-Ausdehnung her gesehen das längste Land der Welt. Es erstreckt sich entlang der Pazifikküste westlich der Anden und grenzt an Peru, Bolivien und vor allem Argentinien (auf über 5000 km).

Dem Reisenden bietet das Land vor allem landschaftliche Reize, die stark miteinander kontrastieren. So ist der Norden, die Atacama-Wüste, das trockenste Gebiet der Erde, während im Süden Regenwälder, Seenlandschaften und Gletscher dominieren.

Lage
Kartenausschnitt Südamerikas mit hervorgehobener Lage von Chile
Flagge
Flagge von Chile
Kurzdaten
Hauptstadt Santiago de Chile
Staatsform Republik
Währung Chilenischer Peso (CLP)
Fläche 757.000 km²
Bevölkerung 16,8 Mio
Sprachen Spanisch
Religionen Römisch-katholisch 70 %, Protestantisch 15 %
Stromnetz 220 V/ 50 Hz
Telefonvorwahl +56
Internet TLD .cl
Zeitzone UTC -4 (MEZ -5), Sommerzeit UTC -3 (MEZ -4)

Regionen[Bearbeiten]

Reiseregionen Chiles

Chile lässt sich mit seinen 4300 Kilometern Länge gut nach landschaftlichen und klimatischen Faktoren in verschiedene Regionen von Norden nach Süden unterteilen. Administrativ wird das Land in fünfzehn durchnummerierte Regionen eingeteilt, die Osterinsel zählt so zur Región de Valparaíso, liegt jedoch tausende Kilometer weit im Pazifik und lässt sich kulturell grundlegend vom Festland unterscheiden. Da Chile auch einen Teil der Antarktis für sich beansprucht, erstreckt sich sein Territorium über drei Kontinente (Südamerika, Ozeanien, Antarktis). Jede Region Chiles bietet lohnende und sehenswerte Reiseziele. Von der trockensten Wüste der Welt und den höchsten Gipfeln der Anden im Norden über fruchtbare Täler, klare Seen und aktive Vulkane bis hin zu Fjorden und riesigen Gletschern im äußersten Süden ist Chile eines der vielfältigsten Länder der Erde und ein Land der Kontraste. Auch kulturell besticht das Land mit der Metropole Santiago sowie durch viele große und kleinere Ortschaften, die allemal einen Besuch wert sind.

Die Farben stehen jeweils für eine Reiseregion (siehe Karte rechts); aufgeführt sind auch die entsprechenden administrativen Regionen.

Wüstenlandschaft in der Atacamawüste
Der Große Norden umfasst die Wüstengebiete sowie die Hochebene im Norden von Chile. Die Region ist aufgrund seines extrem trockenen Klimas nur dünn besiedelt; größte Städte sind die Hafenstädte Antofagasta, Iquique und Arica an der peruanischen Grenze. Touristisch interessant ist insbesondere die endlose Atacamawüste, welche als trockenste Wüste der Welt gilt und mit reizvollen Landschaften wie Salzseen, Geysiren und Tälern jedes Jahr unzählige Reisende in die Region lockt. Im Andenraum hat sich noch viel präkolumbische Kultur erhalten, wenn auch die damit verbundenen Völker kaum noch bedeutend sind. Wirtschaftlich wird der Norden des Landes vom Kupferabbau dominiert, die hiesige Mine Chuquicamata ist der weltweit größte Tagebau.
Valle del Elqui bei La Serena
Als Kleinen Norden bezeichnet man die Halbwüstengebiete vom Río Aconcagua bis etwa zum Rio Copiapó. Wichtigste Urbane Zentren sind die koloniale Küstenstadt La Serena und die Minenstadt Copiapó. Besonders der Süden dieser Region birgt zahlreiche koloniale Kulturschätze sowie landschaftliche Reize wie das fruchtbare Valle del Elquí, bekannt für Chiles Nationalgetränk Pisco, und schneebedeckte Andengipfel.
Santiago - Hauptstadt und wichtigstes kulturelles Zentrum Chiles
Zentralchile mit mediterranem Klima umfasst die Hauptstadtregion sowie die Regionen nördlich und südlich davon. Besonders die Küste der Region ist für in- und ausländische Touristen ein beliebtes Reiseziel. Zwei Drittel der Einwohner Chiles verteilen sich auf diese Region, darunter insbesondere auf die kosmopolitische Hauptstadt Santiago, die historische Hafenstadt Valparaíso, das mondäne Seebad Viña del Mar sowie die Städte Concepción, Talca und Rancagua. Landschaftlich dominiert die Landschaft des "Valle Central", ein Längstal begrenzt von Anden und Küstenkordilleren in dem der Weinbau traditionell eine bedeutende Rolle spielt.
Nationalpark Conguillío in Araukanien
Der Kleine Süden wird aufgrund seiner Landschaft auch "Chilenische Schweiz" genannt und setzt sich aus der Seenregion und der Inselgruppe Chiloé zusammen. Es handelt sich um ein von kühlgemäßigtem Klima und vielen reizvollen Seen und Vulkanen geprägtes Gebiet mit einer Vielzahl an Nationalparks und ausgedehnten Waldgebieten. Kulturell haben neben dem ansässigen Volk der Mapuche auch deutsche Einwanderer ihre Spuren hinterlassen, was besonders durch die Architektur um den Lago Llanquihue deutlich wird. Die bedeutendsten Städte sind Temuco, Valdivia und Puerto Montt.
Paine-Massiv in Patagonien
Als Großen Süden bezeichnet man den südlichsten und abgelegensten Teil Chiles. Das riesige Gebiet zwischen Puerto Montt und Feuerland ist geprägt von Bergen, Gletschern und Fjorden, ist infrastrukturell größtenteils wenig erschlossen und war lange vom restlichen Chile isoliert. Die größte Stadt der Region, Punta Arenas, gilt als die südlichste Stadt überhaupt. Touristischer Höhepunkt der überwiegend von subpolarem Klima geprägten Region ist der Nationalpark Torres del Paine, beliebt vor allem bei Trekkingtouristen aufgrund seiner einzigartigen Landschaft. Abenteurer lockt es zudem an die Fernstraße Carretera Austral. Darüber hinaus beansprucht Chile einen Teil der Antarktis.
Ahu Tongariki auf der Osterinsel
Die Osterinsel liegt über 3500 Kilometer westlich des chilenischen Festlands und gehört somit geographisch bereits zu Polynesien, was sich auch besonders an der dortigen Kultur festmachen lässt. Weltweit berühmt ist die subtropische Vulkaninsel für ihre "Moai", riesige Steinfiguren aufgestellt vom Volk der Rapa Nui. Trotz ihrer isolierten Lage zählt sie zu den bedeutendsten Reisezielen des Landes.

Eine weitere Gliederung ergibt sich durch die Anden, die Chile von Norden bis Süden komplett durchziehen. Diese gliedern sich in eine Küstenkordilliere, das große Längstal (Valle Central) und die östliche Kordilliere. Das große Längstal senkt sich kontinuierlich ab und verschwindet südlich von Puerto Montt komplett im Meer, während die Küstenkordilliere die Inselketten und Fjorde vor der Küste bildet.

Städte[Bearbeiten]

Größte Städte[Bearbeiten]

La Moneda - der Regierungspalast in Santiago
Architektur in Valparaíso
Der Morro von Arica

In der Metropolregion der Hauptstadt Santiago lebt mit insgesamt etwa 5,4 Millionen Einwohner der größte Teil der Einwohner Chiles. Die moderne Metropole Santiago bietet eine Vielzahl an architektonischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten, lohnende Museen, Parkanlagen und Einkaufsmöglichkeiten. Durch den internationalen Flughafen ist Santiago Ausgangspunkt einer jeden Chile-Reise sowie Dreh- und Angelpunkt bei Reisen durch das Land. Darüber hinaus ist die Stadt das unumstrittene kulturelle, politische und wirtschaftliche Zentrum des Landes.

Westlich der Hauptstadt Santiago am Pazifischen Ozean liegt die Hafenstadt Valparaíso. Früher einer der bedeutendsten Seehäfen der Welt besticht die unter UNESCO-Weltkulturerbe stehende Stadt mit ihren historischen Hügeln, den bekannten Schrägseilaufzügen sowie mit einer interessanten Street-Art-Szene und einem einzigartigen Flair. Nachbarstadt von Valparaíso ist das pittoreske Seebad Viña del Mar, das aufgrund seiner ausgedehnten Parkanlagen auch als Blumenstadt gilt und mit dem beliebten Strand, Casinos und vielen Diskotheken das Vergnügungszentrum des Landes ist. Zusammen mit Quilpué leben im Raum Valparaíso etwa 800.000 Einwohner.

Direkt an der peruanischen Grenze liegt mit Arica die nördlichste Stadt Chiles. Die 180.000 Einwohner zählende Hafenstadt ist Hauptstadt der Región de Arica y Parinacota, besitzt einen wichtigen Hafen, mehrere Strände und im Schatten des Aussichtsfelsen "Morro" erstreckt sich der historisch wertvolle Kern mit einer ausgeprägten Fußgängerzone.

Iquique ist mit ihren 180.000 Einwohnern nicht nur durch seine tragende Rolle im Pazifikkrieg und als wichtiger Seehafen bekannt sondern bietet auch schöne Strände mit einer weitläufigen Strandpromenade und mehrere architektonische Sehenswürdigkeiten rund um die "Plaza Arturo Prat". Die Hauptstadt der Región de Tarapacá im äußersten Norden Chiles verfügt außerdem über mehrere Museen und für Einkaufsliebhaber über eine Freihandelszone.

Antofagasta ist die Hauptstadt der gleichnamigen Region und mit 290.000 Einwohner die größte Stadt im Norden von Chile. Architektonisch gewiss kein Meisterwerk wird die Stadt als Freihafen für Bolivien genutzt und ist von stark von ansässiger Industrie geprägt.

Wahrzeichen: Der Leuchtturm von La Serena

In der Región de Coquimbo nördlich der Hauptstadt befinden sich die Küstenstädte Coquimbo und La Serena, von denen letztere insbesondere aufgrund ihrer historischen, im Kolonialstil erbauten Altstadt sowie mit ihrem markanten Leuchtturm ein beliebtes Touristenziel ist. Die zweitälteste Stadt Chiles bietet sich als gut Ausgangspunkt zur Erkundung der Region sowie als Zwischenstopp in den Norden des Landes an. Zusammen bilden La Serena und Coquimbo sie die Heimat für rund 300.000 Einwohner.

Concepción liegt an der Pazifikküste in der Región del Biobío, dessen Hauptstadt die Stadt bildet, etwa 500 Kilometer südlich von Santiago. Sie bietet ein paar wenige Museen und Parkanlagen, ist trotz ihrer Größe aber sonst eher unspektakulär. Zusammen mit den Nachbarorten Talcahuano, San Pedro de la Paz, Tomé, Coronel und Lota bildet die Stadt eine Metropolregion in welcher 670.000 Einwohner leben.

Temuco ist als Hauptstadt von Araukanien auch die Hauptstadt des Volkes der Mapuche. Von den 260.000 Einwohner Temucos ist jeder Zweite indigener Herkunft, was sich auch in der Stadtgeschichte sowie in den lohnenden lokalen Märkten widerspiegelt.

Hafenstadt Valdivia

Valdivia, die Hauptstadt der Región de los Ríos liegt fast 850 Kilometer südlich von Santiago an der Küste und ist bekannt für seinen Fischmarkt und für die ansässige Brauerei Kunstmann, weswegen die Stadt auch als Bierhauptstadt Chiles bekannt ist. Trotz des verheerenden Erdbebens und dem Tsunami im Jahre 1960 bietet die Stadt noch einige deutsche Gebäude und viele ruhige Parkanlagen sowie eine Promenade. In Valdivia leben insgesamt rund 130.000 Einwohner.

Mit 160.000 Einwohnern ist Puerto Montt die größte und zugleich Hauptstadt der Región de los Lagos. Im Süden des Landes gelegen dient die Hafenstadt als Ausgangspunkt für Reisen zur Carretera Austral oder nach Chiloé. Puerto Montt stand im Zentrum der Deutschen Einwanderung und zeugt noch heute von vielen Spuren der Kolonialisten.

Im äußersten Süden Chiles befindet sich mit Punta Arenas die südlichste Großstadt der Welt. Die Hauptstadt der Región de Magallanes hat 130.000 Einwohner, dient als Startpunkt zur Erkundung vom chilenischem Teil Patagoniens wie dem Nationalpark Torres del Paine oder Feuerlands und beeindruckt durch seine architektonischen Highlights.

Kleinere, aber touristisch interessante Orte[Bearbeiten]

San Pedro de Atacama[Bearbeiten]

Hauptartikel: San Pedro de Atacama

Mitten in der Atacamawüste liegt die Oase San Pedro, die als Touristenzentrum der Wüste gilt und von wo aus die meisten Ausflüge in die Region starten. Das Dorf selbst bietet vielerlei Unterkünfte, Gastronomie, koloniale Gebäude und ein sehenswertes Museum.

Pucón[Bearbeiten]

Hauptartikel: Pucón

In der Región de la Araucanía am Lago Villarrica Richtung Anden gelegen ist dieses Dorf überregional bekannt als Ausgangspunkt für Abenteuer- und Trekkingtouren in die umliegenden Nationalparks, aber auch erholsame Thermen, Handwerkskunst der Mapuche und jährliche Festivals locken die Touristen an das Dorf am Rande des Vulkans Villarrica.

Puerto Varas[Bearbeiten]

Malerisch: Puerto Varas am Ufer des Lago Llanquihue, im Hintergrund der Vulkan Osorno
Hauptartikel: Puerto Varas

Die Kleinstadt am Lago Llanquihue bietet sich als Ausgangspunkt zum Erkunden der landschaftlich reizvollen Seenregion an. Sie bildet den Mittelpunkt der Chilenischen Schweiz, ein überwiegend von deutschen Einwanderern geprägtes Gebiet.

Puerto Natales[Bearbeiten]

Hauptartikel: Puerto Natales

Die kleine Hafenstadt in Patagonien bietet zwar an sich keine bedeutenden Sehenswürdigkeiten, dient aber als Dreh- und Angelpunkt zum Nationalpark Torres del Paine und ist somit ein zwangsläufiger Zwischenstopp jeder Reise durch den äußersten Süden Chiles.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Weltkulturerbe[Bearbeiten]

Ahu-Akivi-1.JPG
Nationalpark Rapa Nui - Der Nationalpark Rapa Nui auf der im Pazifik liegenden Osterinsel ist zwar ohne Zweifel das am weitesten entfernte Weltkulturerbe, aber auch das bekannteste und beeindruckendste. Die vom polynesischen Volk der Rapa Nui aufgestellten Steinriesen (auf der Insel gibt es über 800 davon) sind ein eindrucksvolles Mysterium denn immer noch rätselt man wozu sie dienten und wie man die gigantischen Kolosse damals aufgestellt hat. Doch nicht nur die Moai locken, sondern auch das Zeremoniendorf Orongo, Petroglyphen, Vulkankrater, Höhlen und Buchten.Der Nationalpark nimmt praktisch die gesamte Insel ein und wurde aufgrund seiner einzigartigen Kultur 1995 als erstes chilenisches Weltkulturerbe ausgezeichnet. Parque Nacional Rapa Nui
Iglesia de Nercón.JPG

Holzkirchen von Chiloé - Die 16 Kirchen auf der südchilenischen Insel Chiloé rund um die Bucht von Castro verbindet eine Besonderheit: Sie sind komplett aus Holz gebaut. Im 18. und 19. Jahrhundert errichtet sind sie ein Beispiel für die traditionelle und einzigartige Holzarchitektur der Insel sowie für die Vermischung von kolonialer wie indigener Kultur. Bis heute werden die Gotteshäuser für religiöse Zwecke genutzt und aufgrund von Verwitterung durch Wind und Regen regelmäßig restauriert.

Holzkirchen von Chiloé
Cerro Concepcion.jpg

Altstadt von Valparaíso - Bis zum Bau des Panamakanals Anfang des 20. Jahrhunderts galt Valparaíso als eine der wichtigsten Häfen der Welt und noch heute kann die Architektur bewundert werden. Das einzigartige Flair der bunten Häuser, steilen Gassen und historischen Zahnradbahnen macht Valparaíso wecken eine ganz besondere Atmosphäre in der auf Hügeln erbauten Stadt.

Weltkulturerbe Valparaíso
Vista Humberstone.jpg

Salpeterwerke von Humberstone und Santa Laura - Ende des 19. Jahrhunderts war der Export von Salpeter ein Hauptwirtschaftszweig Chiles. In der Atacamawüste bei Iquique kann man heute die Überreste der größten Salpeter-Abbauanlagen bestaunen. Heute sind die beiden Anlagen Geisterstädte und den damaligen Glanz kann man inzwischen nur noch erahnen.

Humberstone & Santa Laura
Sewell (13072576405).jpg

Minenstadt Sewell - Hoch und abgelegen in den Anden bei Rancagua ragt die verlassene Minenstadt Sewell, aufgrund ihrer Höhenunterschiede auch "Stadt der Treppen" genannt, aus dem Schnee. Das heutige Museumsdorf ist ein Muss für all diejenigen die sich für Industriekultur interessieren, denn die ehemalige Industriestadt einer Kupfermine ist aufwendig renoviert worden und erstrahlt heute im neuen Glanz.

Minenstadt Sewell

Nationalparks[Bearbeiten]

Insgesamt gibt es in Chile 32 Nationalparks; jeder bietet eine einzigartige Landschaft sowie eine schützenswerte Flora und Fauna.

Parque Nacional Torres del Paine[Bearbeiten]

Wahrzeichen und Namensgeber: Die Torres del Paine
Hauptartikel: Torres del Paine

Der Nationalpark Torres del Paine in der Región de Magallanes ganz im Süden von Chile ist eines der am meisten von ausländischen Touristen besuchten Orte Chiles. Das 2420km2 große Gebiet besticht trotz dem rauen Klima mit seinen landschaftlichen Highlights wie den namensgebenden Torres, dem Paine-Massiv, dem Gletscher Grey, mehreren Seen sowie seiner einzigartigen Flora und Fauna. Beliebt ist der Nationalpark nicht nur bei Trekking- und Abenteuertouristen sondern auch bei Naturfreunden und Wanderern. Parque Nacional Torres del Paine

Parque Nacional Vicente Pérez Rosales[Bearbeiten]

Die Saltos de Petrohué mit dem Vulkan Osorno im Hintergrund

Der älteste Nationalpark des Landes befindet sich in der Región de los Lagos östlich des Lago Llanquihue. Hauptattraktionen des überwiegend mit dichtem Wald bedeckten Parks sind der 2652 Meter hohe Gipfel des Vulkan Osorno sowie die Wasserfälle "Saltos de Petrohué"

Parque Nacional Conguillío[Bearbeiten]

In der Región de la Araucanía bei Pucón erstreckt sich der für seine Araukarienwälder bekannte Nationalpark Conguillío. Dominiert wird der Park vom Vulkan Llaima.

Parque Nacional Lauca[Bearbeiten]

Vulkan Parinacota im Nationalpark Lauca

Der nördlichste Nationalpark des Andenstaates befindet sich auf der Hochebene in der Región de Arica y Parinacota und dient als Biosphärenreservat. Höchster Punkt des Gebietes ist der 6342 Meter hohe Vulkan Parinacota, eines der höchsten Vulkane der Erde. Die Tierwelt in Lauca erstreckt sich von Lamas, Guanakos und Vikuñas über Viscachas bis hin zu Andenkondoren und, an thermalen Quellen, sogar Flamingos.

Wintertourismus[Bearbeiten]

Skigebiet Antillanca

Im chilenischem Winter (Juni bis September) ist in den chilenischen Anden Zentral- und Südchiles Skisaison. Unvorstellbar aber wahr: Auf zahlreichen Pisten von insgesamt achtzehn Skizentren entlang der Kordilleren vergnügen sich Skifahrer und Snowboarder; und das mitten in Südamerika. Die chilenischen Anden bieten für Wintersportler jedoch ideale Bedingungen, sogar die europäischen Pistenprofis nutzen die qualitativ gut bis sehr gut ausgebauten Skizentren als Trainingslager im Sommer. Besonders beliebte Skigebiete sind das Valle Nevado oberhalb von Santiago, Portillo, Austragungsort der Alpinen Skiweltmeisterschaften von 1966 sowie Antillanca mit spektakulärem Panorama in Südchile.

Astronomie[Bearbeiten]

ALMA

Die Atacamawüste im Norden Chiles ist Standort mehrerer großer Astronomieanlagen, darunter die größten und fortschrittlichsten Teleskope der Welt, wie das von der European Southern Observatory betriebene ALMA nahe San Pedro de Atacama oder das VLT bei Paranal. Insgesamt beherbergt Chile fast die Hälfte der weltweiten astronomischen Komplexe (Tendenz steigend), darunter sowohl optische als auch radioelektrische Anlagen; einige davon sind besichtbar und sehr beliebte Touristenziele. Der Norden des Landes bietet besonders gute Voraussetzungen für das Beobachten des Nachthimmels und der Gestirne: Eine niedrige Luftfeuchtigkeit, wenig Beleuchtung, eine Hochebene und die klarsten Himmel der Erde.

Weintourismus[Bearbeiten]

Seilbahn über dem Weinanbaugebiet Valle de Colchagua

Chile ist der viertgrößte Weinproduzent der Welt, insbesondere im "Valle Central" südlich von Santiago spielt der Weinbau traditionell eine große Rolle. Wein ist außerdem eines der Hauptexportprodukte des Landes und in den letzten Jahren kommt mit dem Weintourismus eine neue Wirtschaftsquelle hinzu. Viele chilenische Weingüter bieten Führungen mit obligatorischer Weinprobe und allmöglichen Extras an. Im Valle del Elquí in der Región de Coquimbo dreht sich hingegen alles um den "Pisco", chilenischen Traubenschnaps.

Fernstraßen[Bearbeiten]

Panamericana[Bearbeiten]

Die Hand der Wüste an der Panamericana bei Antofagasta
Hauptartikel: Panamericana

Die Panamericana verbindet (mit Unterbrechungen) Alaska mit Feuerland und ist in Chile als Ruta CH-5 die wichtigste nationale Längsachse. Vom Grenzübergang zu Peru bei Arica verläuft die größtenteils zur Autobahn ausgebaute Straße durch 13 chilenische Regionen, verschiedene Naturräume und vorbei an Naturmonumenten und wichtigen Städten wie La Serena, Santiago, Rancagua, Curicó, Chillán, Los Ángeles, Temuco, Osorno bis nach Puerto Montt wo sie in Richtung Chiloé abknickt und bis nach Quellón weiter verläuft. Insgesamt verläuft die Panamericana über 3.300 Kilometer auf chilenischem Staatsgebiet.

Carretera Austral[Bearbeiten]

Hauptartikel: Carretera Austral

Im südchilenischen Puerto Montt beginnt die offiziell als Ruta CH-7 ausgeschilderte Carretera Austral, die Fernstraße des Südens. Sie führt mit mehreren Unterbrechungen auf denen man auf Fähren zurückgreifen muss durch die teilweise unberührte Natur der südlichen Región de los Lagos und der Región de Aisén bis zum Weiler Villa O'Higgins. Die Straße ist in weiten Teilen nicht asphaltiert sondern vielmehr noch eine Schotterpiste, dennoch zieht sie Abenteurer an die mit ihren Autos, Motorrädern oder sonstigen Gefährten die knapp 1.600 Kilometer lange Straße gen Süden fahren.

Pazifische Inseln[Bearbeiten]

Weitere regionale Ziele in den Artikeln der verschiedenen Regionen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Geographie[Bearbeiten]

Vulkan Villarrica

Im Südwesten Südamerikas erstreckt sich mit über 4.300 Kilometern von Norden nach Süden das längste Land der Welt, das ist in etwa so lang wie von Norwegen bis in die Saharawüste, und genauso viele Klimazonen gibt es dort auch. Chile wird geographisch vom Pazifischen Ozean im Westen und von den Anden im Osten begrenzt. Im Norden erstreckt sich mit der Atacamawüste die trockenste Wüste der Welt, im äußersten Süden herrscht subpolares Klima und man findet die größten Gletscher der Südhalbkugel. Bedingt durch seine Lage an der Plattengrenze zwischen Südamerikanischer Platte und Nazca-Platte wird Chile von über 80 aktiven Vulkanen flankiert. Höchste Erhebung auf (unumstrittenen) chilenischen Staatsgebiet ist der Vulkan "Ojos del Salado" mit 6.880 Metern.Süd- und Zentralchile sind geprägt vom "Valle Central", einem fast 1000 Kilometer langen Längstal zwischen Küstenkordilleren und Anden. Zu Chile gehören neben einem Teil der Insel Feuerland auch das Chiloé-Archipel sowie die pazifischen Juan-Fernández-Inseln, die Islas Desaventuradas, die Isla Sala y Gómez und die polynesische Osterinsel. Das Klima ist von der jeweiligen Region abhängig und weist dementsprechend starke Unterschiede auf.

Geschichte[Bearbeiten]

Tulor - Zeremoniendorf der Atacameños im Norden Chiles

Bereits vor 12.000 Jahren besiedelten die ersten Menschen das Gebiet des heutigen Chiles. Vor der Ankunft der Spanier im 16. Jahrhundert war das Land von vielen kleineren Ethnien bevölkert wie den Atacameños im Bereich der Atacamawüste, den Mapuche, die heute noch etwa ein Zehntel der chilenischen Bevölkerung ausmachen, den Rapa Nui auf der Osterinsel und den Kawesqar in Patagonien sowie von vielen weiteren kleineren Völkern. Ein interessantes Museum was sich mit indigenen Kulturen Chiles und Lateinamerika beschäftigt ist das Museo de Arte Precolombino in der Hauptstadt Santiago. Ende des 15. Jahrhunderts wurde Chile erst von den Inka erobert und Mitte des 16. Jahrhunderts von den Spanischen Konquistadoren unter Pedro de Valdivia und Diego de Almagro (immer wiederkehrende Straßennamen), die das eroberte Gebiet "Nueva Extremadura" nach der gleichnamigen spanischen Region benannten. Die Kolonialzeit war geprägt von zahlreichen Auseinandersetzungen und Kriegen gegen die indigene Bevölkerung, welche von der Kolonialmacht Spanien versklavt wurde.

Nationalheld und Befreier Chiles: Bernardo O'Higgins

Ende des 18. Jahrhunderts entwickelte sich in allen Lateinamerikanischen Staaten ein Nationalbewusstsein und der Wunsch nach Unabhängigkeit von Spanien wurde immer lauter. Am 18. September 1810 tagte in Santiago die erste Regierungsjunta; dieser Tag ist heute der Nationalfeiertag Chiles. Nach dem Unabhängigkeitskrieg und durch den Nationalhelden Bernardo O'Higgins gewonnene Schlachten erlange die Republik Chile 1818 schließlich seine vollkommene Unabhängigkeit von Spanien. In den 1840er Jahren wurde die Einwanderung ausländischer Siedler in den Süden Chiles maßgeblich gefördert um sich die Herrschaft über das abgelegene und von Konflikten mit den Mapuche geprägte Gebiet zu sichern. Im Zuge dessen findet man um den Lago Llanquihue noch heute deutliche Spuren von deutschen und schweizerischen Einwanderern. Hauptwirtschaftszweig Chiles im 19. Jahrhundert war neben der Landwirtschaft der Abbau von Salpeter im Norden des Landes. Im Pazifikkrieg von 1879-1884 gegen Bolivien und Peru gewann Chile große Gebiete; Bolivien verlor endgültig seinen Zugang zum Meer. Die Reichhalt an Rohstoffen machte Chile zu einem wirtschaftlich starken Land. Vor dem Bau des Panamakanals war der Hafen von Valparaíso jahrzehntelang einer der bedeutendsten Häfen der Welt. Innenpolitisch war Chile jedoch von Unruhe geprägt, so kam es 1891 zu einem Bürgerkrieg, territoriale Streitigkeiten mit dem Nachbar Argentinien sowie zu etlichen sozialen Konflikten und Volksaufständen. Die Weltwirtschaftskrise 1929 stürzte das Land dann endgültig ins politische Chaos. Unter der Präsidentschaft von Jorge Alessandri stabilisierten sich die Verhältnisse jedoch wieder. Im Jahre 1960 erschütterte das weltweit stärkste Erdbeben aller Zeiten die Gegend um Valdivia, welches einen Tsunami auslöste der weite Küstenstreifen Südchiles verwüstete.

Statue von Salvador Allende nahe bei La Moneda

Am 11. September 1973 putschte das Militär unter Augusto Pinochet mit maßgeblicher Unterstützung der Vereinigten Staaten gegen den amtierenden sozialistischen Präsidenten Salvador Allende. Daraufhin folgten siebzehn Jahre Diktatur. Tausende Gegner des Regimes wurden interniert, gefoltert und ermordet, viele gelten immer noch als verschwunden. Bis heute sind die Wunden dieser Zeit nicht vollständig geheilt und die Meinungen nach wie vor gespalten. Ein interessantes Dokuzentrum zu diesem Abschnitt der chilenischen Geschichte ist das Museo de la Memoria y los Derechos Humanos in Santiago. Heute ist Chile das am höchsten entwickelte Land Lateinamerikas; die Wirtschaft floriert besonders aufgrund des Kupferabbaus im Norden des Landes. Schlagzeilen machte Chile im Jahr 2010 als die Rettung von verschütteten Minenarbeitern als Wunder von Chile durch die Presse ging. Trotz der vielen mit Europa vergleichbaren Verhältnisse gibt es im Pazifikstaat auch heute noch zahlreiche Probleme: die hohe Umweltverschmutzung, die ungleiche Verteilung der Besitztümer und Bildungsproteste stellen das wirtschaftlich starke Land vor neue Herausforderungen die es im lateinamerikanischen Vergleich jedoch noch verhältnismäßig gut meistert.

Anreise[Bearbeiten]

Einreisebestimmungen[Bearbeiten]

Bei Einreise wird kostenlos eine "Tarjeta de Turismo" ausgestellt, die zu einem maximal 90-tägigen Aufenthalt berechtigt. Sie muss bei der Ausreise zurückgegeben werden. Für einen touristischen Aufenthalt benötigen deutsche, österreichische und schweizerische Staatsbürger kein Visum. Nähere Informationen zu Einreisebestimmungen finden sich auf den Websites der Außenministerien bzw. der chilenischen Botschaft.

Es ist darauf zu achten, dass keine frischen Nahrungsmittel (Milchprodukte, Obst, Gemüse, Fleisch- und Wurstwaren) nach Chile eingeführt werden dürfen. Es finden durchgängig Gepäckkontrollen statt und Verstöße werden mit empfindlichen Strafen geahndet.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der große internationale Flughafen von Santiago-Pudahuel, Arturo Merino Benítez (Flughafenkürzel SCL), wird von vielen großen Fluggesellschaften und Kooperationen derselben mehrmals täglich angeflogen. Am sinnvollsten ist der Hinflug mit LATAM oder Iberia, da da Anreise mit diesen Fluggesellschaften eventuelle weitere innerländische bzw. innersüdamerikanische Flüge im Rahmen des von LATAM angebotenen South America Airpass sehr preiswert sind.

Empfehlenswert sind Flüge aus Deutschland über Madrid oder Sao Paulo (ca. 18 h). Flüge über die USA z.B. mit United Airlines oder Delta Air dauern hingegen sehr lange (ca. 30 h) und es wird die Immigration fällig. Die USA-Flüge haben aber häufig den Vorteil, dass man dabei mehr doppelt soviel Gepäck mitnehmen darf (zwei Gepäckstücke zu je 23 Kilogramm plus Handgepäck). Bei Langstreckenanreise mit LATAM über Brasilien ist dies aber in der Regel auch der Fall.

Eine Liste mit Links zur Wetterlage und Flugverkehrsinformationen findet sich auch im [[::Portal:Flugreisen|Portal Flugreisen]].

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Der Bus kommt beispielsweise für die Anreise aus Argentinien in Betracht.

Da die Grenze zwischen beiden Staaten auf der Andenkordillere verläuft, existieren nur wenige Grenzübergänge, beispielsweise auf der Straße von San Carlos de Bariloche nach Puerto Varas und am Paso Los Libertadores auf der Strecke von Mendoza nach Santiago de Chile. Beide Strecken sind landschaftlich sehr sehenswert.

Auto/Motorrad/Fahrrad[Bearbeiten]

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Neben LATAM gibt es noch die Sky-Airline und Principal Airline, die Inlandsverbindungen anbieten. Je nach Fluggesellschaft der Langstreckenanreise können die Preise für Inlandsflüge stark variieren. Billigangebote für z.B. 1 € gibt es aber nie.

Tipp: Bei LATAM gibt es häufig Spartarife, die bei 25% des regulären Preises liegen. Diese bekommt man jedoch nur angezeigt, wenn man die Webseite auf Spanisch stellt. (Man kann trotzdem mit deutscher Adresse und Kreditkarte buchen.) So kann man zb. von Santiago nach Valdivia oder Puerto Montt für ca. 40 Euro fliegen. Bitte beachtet, dass diese Tarife in der Regel weder umbuchbar noch stornierbar sind (100% Stornokosten). Eine bessere Alternative stellt sicherlich der sogenannte South America Airpass von LATAM dar. Dieser ist bei Langstreckenanreise mit LATAM und Iberia besonders preiswert.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Die Züge verkehren vor allem auf der Hauptstrecke von Santiago in Richtung Süden bis Temuco. Seit Anfang Januar ist auch das letzte Teilstück der Bahntrasse von Temuco nach Puerto Montt, das bei den Erdbeben in den 1960er Jahren schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde, wieder hergerichtet. Momentan wird auch Valdivia wieder an das Bahnnetz angeschlossen werden.

In den Ballungszentren von Santiago de Chile, Valparaíso/ Viña del Mar und Concepción/ Talcahuano verkehren moderne Vorortzüge.

Im Norden gibt es lediglich noch einen Passagierdienst von Calama nach Uyuni in Bolivien, der von der bolivianischen Empresa Ferroviaria Andina SA bedient wird, aber zur Zeit eingestellt ist.

Ins Colchagua-Tal fährt am Wochenende der Tren del Vino, eine recht touristische Museumsbahn, von San Fernando nach Santa Cruz.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Das Bussystem in Chile ist ziemlich perfekt ausgebaut. Es gibt viele große Busgesellschaften, die ständig von den städtischen Busterminals (oft sehr zentral) fast jeden Winkel des Landes erreichen, zumindest in Zentralchile. Im Süden wird es damit etwas enger, manchmal fahren nur zwei Busse pro Woche zu überregionalen Zielen (z.B. Osorno-Coihaique).

Es gibt unterschiedliche Klassen (von Premium bis Classico), die normalerweise deutlich besser sind als europäische Busse. In der obersten Klasse hat man z.B. eine 1,80 m lange Liegefläche für sich. Die Hauptbusunternehmen sind Turbus und Pullman. Turbus ist meistens etwas teurer, aber dafür bieten die Busse auch mehr Platz.

Wenn man längere Strecken zurück legen möchte empfiehlt sich ein Nachtbus. Man schläft abends ein und ist morgens da. Alles was südlicher als Puerto Montt liegt, wird von den großen Busunternehmen nicht mehr angefahren, Busverbindungen sind jedoch reichlich und gut vorhanden. Ab Chile Chico muss man, mangels Strassen, einen Umweg über Argentinien in Kauf nehmen (Chile Chico/ CL -> Rio Gallegos/ AR [umsteigen] -> Puerto Natales/ CL, ca. 16 h). Preislich ist es eigentlich sehr günstig, wie zum Beispiel von Santiago nach Temuco für ungefähr 13 Euro pro Person und auch sonst ist die Busverbindung für deutsche Verhältnisse günstig Alen Nachbarländern verkehren regelmäßige Busverbindungen nach Chile.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Die Verkehrsregeln- und Zeichen entsprechen denen in Europa. Leider werden sie selten respektiert. Autofahren in Santiago ist mit Rom (Italien) zu vergleichen. Im Süden Chiles hingegen ist die Situation durchaus mit der in D/ AT/ CH zu vergleichen. An Zebrastreifen sollte man dennoch lieber zwei Mal schauen bevor man die Straße überquert. Innerorts beträgt die maximal zulässige Geschwindigkeit 60 km/h.

Auf der von La Serena bis Puerto Montt mittlerweile durchgehend als Autobahn (mautpflichtig) ausgebauten Panamericana/ Ruta 5 kommt man recht schnell voran. Das Tempolimit beträgt 120 km/ h. Auch sonst sind viele Hauptstraßen asphaltiert und gut ausgebaut. Langamer kommt man auf den Schotterstraßen ("Rípio") voran, ohne Geländewagen hält sich das Fahrvergnügen auf diesen Straßen doch sehr in Grenzen. Einen guten Überblick über den aktuellen Ausbaustand erhält man auf der Website von Turistel unter "Mapas Ruteros". Überhaupt bietet der Verlag Turiscom sehr gutes Kartenmaterial und Reiseführer an, das aber leider nur in Chile erhältlich ist.

Eine echte Pionierstraße ist die Carretera Austral, die irgendwann einmal die Provinz Magallanes mit dem Rest Chiles verbinden soll. Dazwischen liegen allerdings das patagonische Inlandeis, jede Menge Fjorde und Bergrücken. Bis es also vielleicht irgendwann soweit ist, müssen alle Straßentransporte in den Süden den Weg durch Argentinien nehmen.

Tankstellen ("Servicentros") sind an und für sich ausreichend vorhanden, allerdings gilt das nicht für besonders entlegene Gebiete wie den Norden oder die Carretera Austral sowie Feuerland. Hier sollte man alle Gelegenheiten zum Tanken nutzen! Wichtigste Ketten sind Copec, Esso, Shell und Repsol/ YPF.

Mietwagen: Neben den international bekannten Anbietern wie Avis, Hertz, Budget und Alamo gibt es jede Menge lokale Firmen, die meistens (aber nicht immer) ebenso zuverlässig sind. Mitglieder des ADAC erhalten bei der Autovermietung des Automovíl Club de Chile einen Rabatt.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Fähren: Eine wichtige Rolle im Süden Chiles spielen die Fähren, die zahlreiche Fjorde vor allem südlich von Puerto Montt sowie zwischen der Insel Chiloé und dem Festland anlaufen. Auch die einzelnen Teilstücke der Carretera Austral werden von den Fähren zusammengehalten. Ein Klassiker unter Rucksacktouristen ist die mehrtägige Reise mit der Puerto Edén durch die chilenischen Fjorde von Puerto Montt nach Puerto Natales.

Nach Feuerland gibt es zwei Fährverbindungen: von Punta Arenas nach Porvenir (1x tägl./ Richtung) sowie über die Meerenge Primera Angostura in der Magellanstraße (20 min, bei der Rückreise von Feuerland sind teilweise sehr lange Wartezeiten (~6 h) nicht unüblich). Siehe hierzu auch: Tierradelfuego.org.ar

Kreuzfahrtschiffe: Immer mehr Kreuzfahrtschiffe aller Größen tummeln sich in chilenischen Gewässern. Nicht zuletzt weil Kreuzfahrt-Touristen als besonders lukrative Gruppe gelten wird auch die Infrastruktur ausgebaut. Um großen Kreuzfahrtschiffen die Zufahrt nach Puerto Natales zu ermöglichen und damit den Nationalpark Torres del Paine für Kreuzfahrt-Touristen zu erschließen, soll sogar die Meerenge von Paso Kirke breiter gesprengt werden. Besonders beliebt sind Expeditions-Kreuzfahrten mit Abstecher in die Antarktis. Allerdings muss man dafür recht tief in die Tasche greifen.

Osterinsel und Isla Robinson Crusoe: Zu diesen beiden Inseln existiert keine regelmäßige kommerzielle Schiffsverbindung. Theoretisch gibt es zwar die Möglichkeit mit einem Versorgungsschiff der chilenischen Marine auf die Inseln zu Reisen, aber auch nur wenn die Reise nachweislich dem Gemeinwohl dient (was auch immer damit gemeint ist). Und selbst dann haben Inselbewohner jederzeit Vorrang vor Touristen, so dass die Wahrscheinlichkeit, dass man tatsächlich mitkommt wohl ziemlich klein ist.

Trampen[Bearbeiten]

Trampen ist in Chile unter Einheimischen üblich. Wer offensichtlich ausländisch aussieht, kommt noch schneller voran, da Einheimische dann besonders interessiert an der Herkunft sind. An den Autobahnen kann man sich einfach auf den Seitenstreifen stellen. Bei genügend Verkehr wartet man selten länger als 15 Minuten.

Sprache[Bearbeiten]

Die Verkehrssprache ist Spanisch. Allerdings werden in Chile oft Silben und Endungen "verschluckt", also nicht oder nicht deutlich gesprochen. Zudem gibt es viele Ausdrücke (Modismen), die nur in Chile benutzt werden. Die Verständigung ist von daher nicht sehr einfach für Menschen, die in der spanischen Sprache nicht sicher genug sind.

Daneben gibt es noch Sprachen der indigenen Minderheiten wie der Mapuche (Mapudungun), die allerdings bei Reisen durchs Land nicht von Bedeutung sind, da auch diese Minderheiten Spanisch sprechen.

Ein Großteil der Bevölkerung besitzt keine oder nur geringe Kenntnisse der englischen Sprache. Selbst unter jungen Leuten ist das nicht üblich.

Es gibt aber verhältnismäßig viele Chilenen, insbesondere in der Mittel- und Oberschicht, die Deutsch sprechen, da ihre Vorfahren (meistens vor mehreren Generationen) aus Deutschland gekommen sind und/ oder weil sie auf einer der zahlreichen "Deutschen Schulen" Deutsch gelernt haben.

Einkaufen[Bearbeiten]

In Chile existieren neben dem Chilenischen Peso (CLP) noch andere Verrechnungseinheiten, in denen bisweilen Kredite, Versicherungs- und Mietverträge, aber auch andere finanzielle Transaktionen abgeschlossen werden. Eine davon ist die sogenannte UF (UF = Unidad de fomento), die andere, die sich ausschließlich nach dem Verbraucherpreisindex (IPC = Indice de Precios al Consumidor) richtet und deren Wert monatlich festgelegt wird, ist die UTM (Unidad Tributaria Mensual)

Geldautomaten[Bearbeiten]

Geldautomaten finden sich in jeder Stadt. Nicht alle akzeptieren Maestro und auch nicht alle Visa, V Pay Karten werden gar nicht akzeptiert - man muss also auf die Logos achten. Kunden der Deutschen Bank können bei der Scotia Bank gebührenfrei abheben.

Küche[Bearbeiten]

Bis vor wenigen Jahren sahen die Speisekarten in chilenischen Restaurants sehr eintönig aus. Es gab Rindfleisch (Lomo), Hähnchen (Pollo) oder Fisch (Pescado). Alles meist ohne Soße und aus der Pfanne oder dem Ofen. Als Beilagen standen meist nur Reis, Pommes Frites, einfacher Salat oder Kartoffelpüree zur Auswahl. In den besseren Restaurants, insbesondere am Meer, gab es zusätzlich noch Meeresfrüchte als Vorspeise.

Seit etwa dem Jahr 2000 vollzieht sich aber in der chilenischen Küche ein grundlegender Wandel. Immer mehr junge Köche entdecken den Reichtum des Landes an verschiedenen Zutaten, vor allem die unglaubliche Vielfalt an Fischarten und anderen Meerestieren, an Früchten und Gemüsearten. Sie beginnen, mit den Zutaten sehr stilvoll zu experimentieren und entwickeln aus typischen chilenischen Zutaten sehr leckere und einfallsreiche Kreationen. Leichte Anleihen aus der europäischen Küche, insbesondere der italienischen und französischen, sind zwar zu erkennen, aber es wird keineswegs kopiert. So gut wie immer bleibt die typisch "chilenische Note" erhalten. Besonders die Hauptstadt Santiago befindet sich in einer spannenden kulinarischen Phase, aber auch in der Provinz ist der Trend weg vom früher allgegenwärtigen "Lomo con arroz" (Rindfleisch mit Reis) deutlich zu spüren.

Abgerundet wird dieser positive Trend dadurch, dass auch wirklich traditionelle chilenische Gerichte, die früher nur selten in Restaurants zu finden waren, sondern nur zu festlichen Anlässen im privaten Kreis auf den Tisch kamen, den Weg in die Restaurants gefunden haben. Die Zubereitung ist oft sehr aufwändig, so dass es inzwischen einige Restaurants gibt, die sich ausschließlich der traditionellen chilenischen Küche verschrieben haben.

Zu den traditionellen Gerichten gehört an erster Stelle die "Empanada", eine Teigtasche, die entweder mit Käse gefüllt und frittiert ist oder mit einer Füllung aus Fleisch, Zwiebeln, Ei und Olive aus dem Ofen kommt. Manchmal sind auch Empanadas mit Meeresfrüchten zu finden. Empanadas werden meist als Vorspeise serviert. Weitere traditionelle Gerichte sind z.B.: Conejo Escabechado (geschmortes Kaninchen), Carne Asada (gegrilltes Rindfleisch), Pastel de Choclo (Maisauflauf mit Fleischfüllung) oder Humitas (Maisklöße im Maisblatt). Immer wiederkehrende typische Zutaten sind z.B.: Palta (Avocado), Cilantro (Korianderkraut), Zapallo (eine Kürbisart), Alcachofas (Artischocken), Apio (Stangensellerie), Aji (eine Paste aus Chili und Knoblauch), Pebre (eine Soße aus Zitronensaft, Öl, Tomate, Zwiebeln, Petersilie, grüner Chili und Korianderkraut), Congrio (eine Fischart), Centolla (Königskrabbe), Machas (eine Muschelart), Jaibas (eine Krebsart), Locos (eine Meeresschnecke), Erizos (Seeigel).

Completo italiano 1.jpg

Der typische chilenische Schnellimbiss schlechthin ist das "Completo". In Santiago besteht zum Beispiel eine komplette Zeile unter den Arcaden nur aus unterschiedlichen Completo-Imbissen. Completo besteht aus einem gewöhnlichen Hotdogbrötchen, welches mit verschiedenen Zutaten gefüllt wird, neben dem obligatorischen Würstchen. Die gängigste Variante ist das "Completo italiano" gefüllt mit Tomatenstückchen, Avocado und Mayonnaise.

Nachtleben[Bearbeiten]

Das Nachtleben ähnelt dem in Deutschland. Besonders in Studentenstädten gibt es unzählige Kneipen und Clubs mit viel Stimmung. Neben Bier sind diverse Mixgetränke mit Pisco beliebt. In einigen Gegenden gibt es Vino con Frutas, das ist Rotwein mit frischen pürierten Früchten und Zucker, vom Geschmack ähnlich der spanischen Sangria, jedoch fruchtiger.

Im Vergleich zu Deutschland ist ausgehen extrem günstig. So kosten 0,5 l Bier selten mehr als 1,50 EUR, Getränke mit dem einheimischen Pisco sind noch billiger.

Unterkunft[Bearbeiten]

Die Preise für die Unterkunft liegen zwar deutlich höher als in den anderen Andenländern, der Unterschied zu den anderen Ländern Südamerikas, insbesondere Argentinien und Brasilien, ist in den letzten Jahren jedoch stark geschrumpft, da die Inflation in Chile deutlich niedriger als in diesen Ländern ausfiel. Nur Campingplätze sind noch deutlich teurer als dort (mindestens 5000 Pesos pro Tag für eine Parzelle). Insgesamt liegt das Preisniveau etwa 30 bis 50 Prozent niedriger als in Europa, mit Ausnahme der Luxusklasse, bei der es keinen Unterschied gibt.

Insgesamt ist die Hotellerie in Chile gut ausgestattet, insbesondere in den Touristenzentren, aber auch in den meisten abgelegenen Gebieten sind kleine Hotels (residenciales und hospedajes) oft problemlos zu finden.

Lernen[Bearbeiten]

Auch die staatlichen Universitäten des Landes sind gebührenpflichtig. Ihr Ruf ist allgemein gut, so liegt die Universidad de Chile in Santiago in einigen Ranglisten noch vor der deutlich größeren Universität von Buenos Aires in Argentinien.

Arbeiten[Bearbeiten]

Die Arbeitszeiten betragen in einigen Firmen zehn Stunden und mehr pro Tag. Besser organisierte Firmen geben eine Arbeitszeit von acht Stunden vor. Jedoch gibt es viele Teilzeitarbeiten.

Lehrer beispielsweise in Sprachschulen werden gewöhnlich pro Stunde bezahlt.

Der Lohn in Chile ist sehr unterschiedlich. Er beträgt von etwa 15 Euro pro Tag bis zu 30 Euro pro Stunde (240 Euro pro Tag)

Der Urlaub richtet sich nach der Länge der Betriebszugehörigkeit und liegt bei ca. 15 Tagen pro Jahr.

Feiertage[Bearbeiten]

Chile ist wie das gesamte Südamerika stark christlich geprägt. Daher entstammen viele gesetzliche Feiertage dem Christentum.

Termin Name Bedeutung
01. 01. Neujahrstag
25. 03. Karfreitag
01. 05. Tag der Arbeit
21. 05. Seeschlacht bei Iquique Seeschlacht 1879 während des Salpeterkriegs mit Bolivien, in der Arturo Pratt (chilenischer Nationalheld) ums Leben kam.
29. 06. Peter und Paul
15. 08. Mariae Himmelfahrt
18. 09. Unabhängigkeitstag Am 18.09.1810 erklärte eine Junta die Unabhängigkeit Chiles von Spanien
19. 09. Tag des Heeres Militärparade in Santiago
12. 10. Ibero-Amerika-Tag Tag der Entdeckung Amerikas durch Christoph Columbus
30. 10. Evangelische Kirche Tag der protestantischen Konfessionen
01. 11. Allerheiligen
08. 12. Mariae Empfängnis
25. 12. Weihnachtsfeiertag

Sicherheit[Bearbeiten]

Chile gehört zu den sichersten Ländern Südamerikas, nur in den Nachbarländern Bolivien und Argentinien liegt die Mordrate noch niedriger. Man kann auch allein problemlos durch das Land reisen. In Großstädten sind allerdings die bekannten Vorsichtsmaßnahmen zu beachten: nachts nicht in ärmere Viertel gehen, auf Taschendiebe achtgeben und möglichst nicht mit auffälligem Schmuck protzen. In ländlichen Gegenden, mit Ausnahme von Touristenzentren, braucht man um sein Hab und Gut keine Angst zu haben.

Gesundheit[Bearbeiten]

In Chile sind normalerweise keine unvorhersehbaren und ernsthaften Gesundheitsgefahren zu erwarten. Möglicherweise wird man Opfer der "Chilenitis", der lokale Variante von "Montezumas Rache".

Bei Reisen in den Norden wird wegen der Gefahr der Chagas-Erkrankung (Übertragung durch nachtaktive Wanzen) vor Übernachtungen in einfachsten Unterkünften wie z.B. Lehmhütten gewarnt. Insbesondere bei Reise von der Küste in die Anden sollte dort auch auf ausreichende Akklimatisierung (Höhenkrankheit!) geachtet werden.

Im Süden besteht ein gewisses Risiko der Infektion mit dem Hanta-Virus (Übertragung durch Ratten), insbesondere in den Regionen VI, VII und VIII. Außerdem macht sich, besonders in der südlichsten Region Magallanes das Ozonloch über der Antarktis bemerkbar - trotz der meist kühlen Temperaturen ist Sonnenschutz zu empfehlen.

Ärztliche Versorgung: Im Vergleich zu anderen südamerikanischen Ländern ist das chilenische Gesundheitssystem recht gut ausgebaut - allerdings sind die privaten Kliniken meist die besseren (wenn auch teureren) Einrichtungen. Auf jeden Fall ist daher der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung notwendig. Auf dem Land gibt es einfache Krankenhäuser und Gesundheitsstationen, komplizierte Fälle müssen in die größeren Städte ausgeflogen werden.

Eines der angesehensten und modernsten Krankenhäuser in Chile ist die Clinica Alemana in Santiago, die bereits 1918 von der deutschen Gemeinde gegründet wurde. Weitere "deutsche Kliniken" finden sich vor allem im Süden des Landes, so in Concepción, Temuco, Valdivia, Osorno und Puerto Varas.

Apotheken: Bei kleineren Beschwerden ist die Apotheke die erste Anlaufstelle. Zumindest in den größeren Städten ist es kein Problem eine Apotheke zu finden, es gibt sie praktisch an jeder Ecke und meist zu einer der großen Ketten (z.B. Farmacias Ahumada, Cruz Verde oder Salco Brand) zugehörig. Dort gibt es neben Arzneimitteln auch Drogerieartikel und oftmals auch Geldautomaten.

Impfungen: Bei Einreise aus Europa sind derzeit keine Impfungen zwingend vorgeschrieben; allerdings sind für Chile unbedingt folgende Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie sowie Hepatitis A angeraten. Dazu sind bei Individual- und Abenteuerreisenden auch Impfungen gegen Typhus und Hepatitis B zu empfehlen. Aktuelle Informationen erhält man im nächsten Tropeninstitut oder um Web unter Fit-for- travel.de

Klima[Bearbeiten]

Chile hat sehr unterschiedliche Klimazonen.

Im Norden von Chile beispielsweise gibt es keinen Winter, die Temperaturen entlang der nördlichen Küste betragen das ganze Jahr hindurch zwischen 15 °C und 29 °C mit vorwiegend Sonnenscheintagen. Dennoch hält sich die Hitze in Grenzen, da der kalte Humboldtstrom, der antarktische Gewässer bis weit nach Peru hinein bringt, die Temperaturen deutlich dämpft. Daher sind die Wassertemperaturen in Nord- und Mittelchile nahezu identisch und liegen nur selten über 20 Grad.

Im Mittelteil Chiles sind die Temperaturen im Sommer ähnlich, jedoch gibt es in den Wintermonaten (Juni bis September) fast täglich kühle Nebel die abends vom Meer hereinziehen und bis in die Morgenstunden bleiben. Diese Nebel (garúa genannt, oft begleitet von Nieselregen) bewirken einen Temperatursturz von bis zu etwa fünf Grad Celsius. Je weiter man nach Süden kommt, um so feuchter und kühler wird es. So wird es in Puerto Montt oder Chiloé im Sommer nur selten wärmer als 25 Grad und im Winter kann es zu Schneefällen kommen.

Im "Großen Süden" Chiles ist es überwiegend das ganze Jahr hindurch kühl. Es gibt viele Regentage und auch im Sommer muss geheizt werden. So liegt die Temperatur in Punta Arenas im Hochsommer bei 10 °C!

Der Nord- und Mittelteil von Chile ist vorwiegend trocken und daher gibt es hier die besten Observatorien der Welt. Es gibt hier die trockenste Wüste der Welt (Atacama-Wüste).

Im Januar 2006 wurde entschieden, dass hier das grösste Observatorium der Welt gebaut werden soll, in der Nähe von La Serena, im Mittelteil von Chile. Es sollte im Jahre 2013 fertiggestellt sein.

Respekt[Bearbeiten]

Die Kultur Chiles entspricht weitgehend der in Südeuropa.

Höflichkeit wird im Allgemeinen groß geschrieben - so ist es beispielsweise üblich, Frauen oder älteren Menschen in der Metro oder im Bus seinen Sitzplatz anzubieten.

Post und Telekommunikation[Bearbeiten]

Das Postwesen wurde bereits 1748 von den Spaniern eingeführt, ab 1853 gab es chilenische Briefmarken. Im Jahre 1851 erhielt der Engländer William Wheelwright von der Pacific Steam Navigation Company den Auftrag eine Telegrafenlinie zu errichten. Nach ersten Tests konnte am 21. Juni 1852 die erste Nachricht von Valparaíso nach Santiago geschickt werden. Im April 1853 begann der reguläre Betrieb. Danach begann man mit dem Ausbau der Telegrafenstrecken entlang der Eisenbahnlinien. Die ersten Strecken von Santiago führten nach Valparaíso und Talca und wurden 1857 komplett fertig gestellt. Bis 1892 konnte das ganze Land mit Telegraphen erreicht werden. Feuerland war über ein Seekabel angebunden worden.

Die ersten Telefone wurden 1880 in Valparaíso eingeführt. 1930 bildete sich die Telefongesellschaft Compañía de Teléfonos de Chile CTC, die später von der spanischen Telefónica übernommen wurde. Der Radiobetrieb begann mit Radio Chileña in Santiago 1922.

Der zweite große Telekommunikationskonzern in Chile ist ENTEL (Empresa Nacional de Telecomunicaciones SA de Chile), der größte Anbieter von Internet- und Mobilfunkdiensten in Chile. ENTEL, Telefonica und weitere zum Teil lokale Anbieter betreiben heute ein nahezu flächendeckendes Netz für die Mobiltelefonie.

70 % aller chilenischen Unternehmen besitzen einen Internetanschluss.

Literatur[Bearbeiten]

Sara Wheeler: Unterwegs in einem schmalen Land. Heyne, München 1996, ISBN 3-453-08319-9.

Weblinks[Bearbeiten]


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