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Extremadura

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Extremadura
HauptstadtMérida
Einwohnerzahl1.052.790(2024)
Fläche41.634 km²
Postleitzahl
Vorwahl
Webseitewww.juntaex.es
Lagekarte

Extremadura ist eine Region und eine autonome Gemeinschaft im Südwesten Spaniens. Da viele ehemalige Eroberer des amerikanischen Kontinents aus dieser Gegend stammten, wird das Land auch als Tierra de Conquistadores (auf deutsch: Land der Eroberer) vermarktet.

Eine vergleichsweise niedrige Bevölkerungsdichte (25 Einw./km²), extensive Land- und Weidewirtschaft mit großflächigen Eichenhainen (Dehesas) und zahlreiche kulturelle Sehenswürdigkeiten in sehr gut erhaltenen historischen Ortschaften zeichnen die Besonderheit dieses Landesteiles aus.

Provinzen

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Karte
Karte von Extremadura
Cáceres
  • 1 Mérida . Hauptstadt der Region, am Via de la Plata.
  • 2 Cáceres . am Via de la Plata mit mittelalterlich geprägte Altstadt. Die in den Fels gehauene Zisterne Aljibe von Cáceres ist der größte Zisternenbau der Welt, Weltkulturerbe der UNESCO.
  • 3 Badajoz . größte Stadt der Region.
  • 4 Don Benito . Kleinstadt am linken Ufer des Flusses Guadiana.
  • 5 Plasencia . am Via de la Plata.
  • 6 Guadalupe . königliches Kloster (Weltkulturerbe der UNESCO)
  • 7 Trujillo . Geburtsstadt Pizarros.
  • 8 Zafra

Weitere Ziele

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Comarca de La Vera

Hintergrund

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Die autonome Region Extremadura liegt im Westen des Königreichs Spanien, nördlich von Andalusien und südlich von Kastilien-León. Sie grenzt im Westen an Portugal.

Der Name Extremadura leitet sich von „Extremos del Duero“ ab, wobei der Duero ein Fluss ist. Es gibt eine gleich ausgesprochene, aber anders geschriebene Provinz in Portugal (Estremadura).

Die Extremadura war und ist eine wirtschaftlich rückständige Randprovinz Spaniens, was immer schon zu Emigration der Einwohner führte.

Sprache

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Spanisch (Castellano) ist die einzige offizielle Amtssprache in der Extremadura. Es gibt zwar verschiedene regionale Dialekte, aber diese bilden keine Amtssprachen wie in vielen anderen Regionen Spaniens.

Anreise

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Mit dem Flugzeug

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In der Region selbst gibt es nur den sehr kleinen 1 Flughafen Badajoz (IATA: BJZ) ) , der ganzjährig Verbindungen mit Iberia von/nach Madrid und Barcelona aufweist, saisonal gibt es auch Flüge von/nach Palma de Mallorca (Iberia, Air Europa).

Die nächsten internationalen Flughäfen sind Sevilla (IATA: SVQ) im Süden (200 km von Mérida; 2 Std. mit dem Auto/über 3 Std. mit dem Bus), Lissabon (IATA: LIS) im Westen (220 km von Badajoz; gut 2 Std. mit dem Auto) und Madrid-Barajas (IATA: MAD) im Nordosten (315 km von Cáceres; 3 Std. mit dem Auto/über 5 Std. mit dem Bus).

Mit der Bahn

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Bahntechnisch ist die Region ziemlich schlecht erschlossen. Es gibt nur einspurige, nicht elektrifizierte Strecken. Von Madrid fährt dreimal pro Tag ein Interregio- oder Regionalzug nach Plasencia (Fahrtzeit 3 Std.), Cáceres (3:40–4 Std.), Mérida (5 Std.), nur zweimal am Tag nach Badajoz (5:20–6 Std.). Zudem gibt es zweimal täglich eine Zugverbindung aus Puertollano in der Mancha (dort hält der Hochgeschwindigkeitszug AVE) nach Mérida (3:35 Std.) und Badajoz (4½ Std.). Nur einmal täglich fährt ein Regionalzug von Sevilla nach Zafra (2:40 Std.), Mérida (3½ Std.) und Cáceres (4:40 Std).

Mit dem Bus

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Fernbusse des Anbieters Avanzabus fahren mehrmals täglich von Madrid nach Cáceres (ca. 4 Std.), Mérida (4–5 Std.) und Badajoz (4:40–5:45 Std.).

Von Sevilla kann man zu mehreren Zeiten am Tag mit Bussen der Anbieter ALSA oder Leda nach Mérida (2:10–2:50 Std.) und Cáceres (3:15–4 Std.) fahren.

Auf der Straße

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Von Madrid aus führt die A-5 nach Mérida und Badajoz. Von Sevilla gelangt man über die A-66 nach Mérida und Cáceres. Von Ciudad Real führt die N-430 nach Mérida. Zudem kommt man mit dem Auto in ungefähr zwei Stunden vom Flughafen Lissabon nach Extremadura.

Mobilität

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Sehenswürdigkeiten

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Schwarze Schweine im Korkeichenwald (Dehesa)
  • 1 Vía de la Plata . Der Weg führt durch die Extremadura und berührt die Orte Zafra, Mérida und Cáceres.
  • 2 Emerita Augusta (Augusta Emerita) . Das archäologische Ensemble der antiken römischen Stadt ist Weltkulturerbe.
  • 1 Königliches Kloster Santa María von Guadalupe (Real Monasterio de Santa María de Guadalupe) . die Hauptkirche stammt aus dem 14.–15. Jahrhundert, weitere Gebäude wurden im Mudéjar-, spätgotischen und Barockstil hinzugefügt; Weltkulturerbe.
  • Die Dehesas sind großflächige Kork - und Steineichenhaine, die durch Schweine und Schafe extensiv beweidet werden. Sie ähneln optisch einer Baumsavanne und sind in dieser Dimension einzigartig in Europa. Aufgrund der extensiven Landnutzungsform beherbergen sie eine große Artenvielfalt an Flora und Fauna, was sie insbesondere für Naturbeobachtungen sehr interessant macht.

Aktivitäten

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Wandern

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La Ruta de Isabel La Católica (dt. Die Route von Isabella I. von Kastilien)

Falls ein Besuch in Guadalupe im gleichnamigen Gebirge geplant ist, ist diese Wanderung zu empfehlen. Der 17km lange Weg startet in Cañamero, das mit einem Bus erreicht werden kann. Der gut markierte Weg führt durch eine Landschaft mit schönen Seen und beeindruckenden Hügeln und endet in Guadalupe.

Vogelbeobachtungen

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Extremadura gilt unter (Hobby-)Ornithologen als eines der besten Gebiete in ganz Europa für die Beobachtung von Wildvögeln. Es gibt zahlreiche Naturschutzgebiete mit entsprechender Infrastruktur, um die Natur zu erkunden (Beobachtungsstationen, Wanderwege, Aussichtspunkte, etc.). Besonders hervorzuheben ist der Nationalpark Monfragüe.

Küche

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Die Extremadura ist Heimat der schwarzen Iberischen Schweine (span. cerdos ibéricos) und damit auch Heimat des besonderen Schinken Jamón Ibérico. Dieser ist nicht zu verwechseln mit dem Jamón Serrano; dieser ist ebenfalls ein luftgetrockneter Schinken aus Spanien, wird aber nicht aus dem Iberischen Schwein hergestellt, sondern aus dem gewöhnlichen Hausschwein. Die höchste Qualitätssorte des Iberischen Schinkens wird erzielt, wenn die Tiere überwiegend freilaufend sich von den Eicheln der Kork- und Steineichen ernähren (span. bellotas). Dieser hochwertige Schinken trägt dann die Bezeichnung Jamón Ibérico de Bellota. In den Restaurants werden auch diverse Gerichte mit dem iberischen Schweinefleisch angeboten.

Auch der bekannte Chorizo Ibérico (grobe Paprikasalami) und der Salchichón Ibérico stammen von hier. Begünstigt durch das trockene Klima werden Würste und Schinken luftgetrocknet und nicht geräuchert.

Schaf- und Ziegenkäse sowie auch das Fleisch dieser beiden Tiere finden sich ebenfalls häufig in der lokalen Küche.

Sicherheit

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Die Kriminalität ist eher gering im Vergleich zu anderen Regionen Spaniens, was nicht zuletzt auch auf das Fehlen von Massentourismus zurückzuführen ist.

Klima

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Das Klima ist im Norden der Etramadura kontinental geprägt und im Süden mediterran, jedoch ohne klare Abgrenzung. Die Winter sind kühl und regnerisch, die Sommer heiß und trocken. Die mittlere jährliche Niederschlagsmenge liegt bei 520 mm.

Klima in Cáceres Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez    
Mittlere höchste Lufttemperatur in °C 11.8 13.7 17.0 18.6 22.7 28.5 33 32.6 28.5 21.7 16.1 12.4 Ø 21.4
Mittlere Lufttemperatur in °C 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 Ø 0
Mittlere tiefste Lufttemperatur in °C 4.0 5.2 6.6 8.2 11.2 15.5 18.7 18.7 16.3 11.9 7.8 5.4 Ø 10.8
Mittlere Wassertemperatur in °C 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 Ø 0
Wolkenlose Tage im Monat 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 Ø 0
Niederschläge in mm 58 43 35 49 48 23 7 8 26 59 80 87 Σ 523
Regentage im Monat 7 7 5 7 6 3 1 1 3 7 7 9 Σ 63
Relative Feuchte in % 76 71 62 59 55 45 37 38 47 61 71 78 Ø 58.3
Sonnenscheindauer pro Tag 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 Ø 0
Sonnenscheindauer pro Monat 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 Σ 0
Quelle:Weatherbase

Literatur

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Dirk Hilbers: Extremadura Naturreiseführer, Crossbill Guides, 2023

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SpanienFlagge Spanien
Spanische Regionen (Autonome Gemeinschaften)
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