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Asturien

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Lage der Region Asturien in Spanien

Das Fürstentum Asturien liegt an der kantabrischen Küste von Spanien und grenzt im Westen an Galicien, im Osten an Kantabrien und im Süden an León. Autonome Region und Provinz haben den gleichen Namen. Eine Million Bewohner leben in Asturien, das mit seinen ca. 10.000 km² die zehntgrößte Region Spaniens ist.

Regionen[Bearbeiten]

Naranjo de Bulnes oder Urriellu

Asturien erstreckt sich von der Costa Verde genannten Atlantikküste bis zum Kantabrischen Gebirge. Spektakulärster Berg ist jedoch der 2.518 m hohe Naranjo de Bulnes. Aus einem geographischen Gesichtspunkt kann die Region als ein küstennahes Gebirge bezeichnet werden. Dieses Merkmal zusammen mit seiner Geschichte ergibt eine einzigartige Kombination aus Natur, Kultur und Gastronomie, von der das touristische Angebot Asturiens profitiert.

Orte[Bearbeiten]

Ercina Lake
  • Oviedo ist die Hauptstadt der Region und hat etwa 200.000 Einwohner. Empfehlenswert sind die Altstadt mit der Kathedrale und die präromanischen Monumente innerhalb und rund um die Stadt, sie wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Außerdem gibt es ein schönes Angebot von Museen und es lohnt sich ein Spaziergang durch das moderne Zentrum der Stadt.
  • Gijón ist eine industrielle Hafenstadt mit etwa 280.000 Einwohnern. Empfehlenswert sind die Ruinen der römischen Thermen, das Gebäude der Universidad Laboral und ein Spaziergang vom Sporthafen über die Altstadt (Cimadevilla) bis zum Ende des Strandes von San Lorenzo zu machen. Das kulturelle Angebot der Stadt (La Semana Negra, Feria Internacional de Muestras de Asturias, usw.) ist auch nennenswert.
  • Avilés ist eine industrielle Hafenstadt am Ufer der Ria de Avilés mit etwa 100.000 Einwohnern. Empfehlenswert ist die im Vergleich zum Oviedo genauso würdige Altstadt. Die Stadt erlebt eine Renaissance nach der industriellen Krise der 80er: Die Ria wurde saniert und das kulturelle Zentrum Oscar Niemeyer wird auf einer Insel der Ria aufgebaut. Ihre moderne Architektur und das geplante kulturelle Programm wird die Stadt umwandeln. Der Fasching con Avilés ist einer der bekanntesten in Asturien.
  • Llanes ist ein Fischerdorf im Osten mit etwa 12.000 Einwohnern, das in der Nähe des Parkes von Picos de Europa liegt. Es ist ein wichtiges touristisches Zentrum. Bezüglich der Architektur sind seine Hauptpunkte die Altstadt und die Casas de Indianos, Villas, die im 19. und Anfang des 20.Jahrhunderts von den nach Amerika ausgewanderten Emigranten aufgebaut wurden. Aber vor allem die strategische Lage und die Natur von Llanes machen dieses Dorf zu einem beliebten Urlaubsziel. Seine Strände verfügen über einen hellen feinen Sand und einen einzigartigen Blick in die Bergen von Picos de Europa.
  • Ribadesella ist ein Fischerdorf mit etwa 6000 Einwohnern, das im Osten an Llanes grenzt. Empfehlenswert sind die Altstadt, die Promenade am Ufer der Ria und sein Strand. Der erste Sonntag nach dem 2. Aug. wird hier aufgrund des internationalen Kanuwettbewerbs, der zwischen Arriondas und Ribadesella stattfindet, die größte Fiesta Asturiens (Las Piraguas) gefeiert. Im Gemeindebezirk ist ein Besuch zu einigen Höhlen zu empfehlen, wie z.B. die Höhle von Tito Bustillo mit ihrer paläolitischen Malerei. Das Dorf ist neulich in Mode gekommen, weil einige Verwandten der Prinzessin Letizia in Ribadesella wohnen.
  • Siero
  • Langreo
  • Mieres
  • Castrillón
  • San Martin del Rey Aurelio
  • Corvera de Asturias
  • Cangas del Narcea
  • Cangas de Onís

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

Sprache[Bearbeiten]

Die offizielle Sprache ist Spanisch. Außerdem wird auch Asturiano (Bable), die ursprüngliche Sprache des Königreiches von Asturien und León, gesprochen. Es ist keine offizielle Sprache aber sie wird von der regionalen Behörden beschützt und unterstützt, von den Asturianern oft benutzt, besonders in ländlichen Gebieten, und sein Einfluss auf das lokale Spanisch ist einfach zu merken.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der Flughafen von Asturien (OVD) liegt 47 km von der Hauptstadt Oviedo, 40 km von Gijón und 13 km von Avilés entfernt. Von dort aus kann man mit dem Bus (ALSA; z.B.: Oviedo, ca. 6 €) oder dem Taxi (ca. 1 €/km) in diese Städte fahren. Der Flughafen verfügt über viele nationale (Madrid, Barcelona, Valencia, Alicante, Málaga, Sevilla, Mallorca und die Kanarischen Inseln) und internationale Flüge (London, Paris, Brüssel und Genf) mit verschiedenen Fluggesellschaften (Iberia, Air Nostrum, clickAir, Air Europa, easyJet).

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Von Madrid ist Asturien mit dem Zug (RENFE) in Viereinhalb Stunden zu erreichen.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Die Gesellschaft ALSA (http://www.alsa.es) bietet zahlreiche Ziele sowohl innerhalb Spaniens als auch ins Ausland an.

Mit dem Auto[Bearbeiten]

Asturien ist an das spanische Autobahnnetz angeschlossen. Es gibt direkte Verbindungen in Richtung León/Madrid (AP66/A6) und Santander/Bilbao (A8). Man muss darauf achten, dass sich viele Strecken der A8 in Richtung Galizien noch im Bauzustand befinden.

Mobilität[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Oviedo, im 9. Jahrhundert Hauptstadt des damaligen Königreichs Asturien, mit der präromanischen Palastkapelle San Miguel de Lillo, den präromanischen Kirchen Santa María del Naranco, San Julián de los Prados, dem präromanischen Brunnenhaus La Foncalada und der gotischen Kathedrale, UNESCO-Weltkulturerbe
  • Santa Cristina de Lena (36 km südlich von Oviedo), eine weitere zum Weltkulturerbe gehörende präromanische Kirche
  • zahlreiche Sehenswürdigkeiten entlang des Jakobswegs (Camino de la Costa), der ebenfalls zum Weltkulturerbe gehört

Aktivitäten[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Die Asturianische Küche ist, wie im Rest des Landes, eine mediterrane Küche. Wegen seiner Küstenlage verfügt sie über eine zahlreiche Vielfalt von frischen Fischen und Meeresfrüchten, die in der Regel größer als am Mittelmeer sind. Dank der Berge und des feuchten Klimas verfügt auch die asturianische Küche, im Unterschied zum Großteil Spaniens, über verschieden Sorten von Fleisch und Milchderivate von Spitzenqualität. Lokales und fremdes Gemüse und Obst sind auch in den entsprechenden Saisons vorhanden.

Die Traditionelle Küche besteht oft aus kalorienreichen Gerichten. Der Grund dafür ist einfach zu verstehen, wenn man daran denkt, dass sich in der Vergangenheit die Mehrheit der Bevölkerung mit Landwirtschaft, Fischerei oder Kohlebergbau beschäftigte. Logischerweise sind heutzutage die alltäglichen Menüs der Asturianer deutlich leichter geworden.

Die folgende Empfehlungen sollte man nicht versäumen:

  • Fabada ist das typischte und bekannteste Gericht der Asturianischen Küche. Es ist ein Weissbohneneintopf mit Speck, Blutwurst, Paprikawurst und lacón (eine Art von Schinken aber gemacht aus den vorderen Beinen des Schweins).
  • Käse ist sehr populär und es gibt viele Sorten. Der bekannteste ist vielleicht Cabrales, eine Sorte vom Edelpilzkäse, der in dem gleichnamigen Dorf hergestellt wird. Außerdem gibt es auch andere Sorten aus Kuh- oder Ziegenmilch, die manchmal geräuchert oder mit Paprika gewürzt werden können. Man kann in den Restaurants eine Tabla von Käsen bestellen, damit man viele verschieden Sorten probieren kann. In diesem Fall wird normalerweise der Käse zusammen mit Nüssen und Apfelgelee serviert.
  • Fisch ist auch sehr beliebt in der asturianischen Küche. Je nach Saison und Ort können die Sorten sehr variieren. Empfehlenswert sind die kleinen Restaurants von Fischerdörfern, obwohl in der Städten die Qualität des Fisches auch sehr gut ist.
  • Meeresfrüchte kann man in fast jedem Restaurant bestellen. Die bekanntesten lokalen und manchmal lebendig bestellten Meeresfrüchte sind Centollo (Seespinne), bogavante (eine Art von Hummer), llampares (eine Art von Muschel), bígaros (kleine Muschel, die man als Tapa normalerweise verzehrt), navajas, (Messermuschel) und viele Sorten von Garnelen.
  • Sidra (Apfelwein) ist das Nationalgetränk. Es wird alltäglich in den zahllosen Sidrerías und auch im Freien konsumiert. Damit die Sidra mit Luft gemischt wird und so den richtigen Geschmack bekommt, muss es auf eine bestimmte Weise serviert (escanciar), in der die Entfernung zwischen Glas und Flasche etwa ein meter ist. Normalerweise stellt der escanciador die Flasche über den Kopf und das Glas in Hüfthöhe. Jedes Glas (culín) muss in einem Schluck getrunken werden, damit die Sidra nicht entluftet wird. Als man normalerweise das Glas teilt, muss man am Ende immer ein bisschen Sidra übrig lassen und so wegwerfen, dass das Glas wieder sauber wird. An Weihnachten wird auch eine andere Art von Sidra konsumiert, die Kohlensäure enthält und Sekt ähnelt ist.
  • Die asturianischen Nachtische sind auch empfehlenswert. Arroz con leche (Milchreis), casadielles (kleine Rolle aus Blätterteig und mit Nussmasse gefüllt), frixuelos (süße Pfannkuchen), und verschiedenen Sorten von Torten sind sehr typisch.

Nachtleben[Bearbeiten]

Das Nachtleben ist, wie im Rest des Landes, sehr lebendig. In den Städten gibt es jede Menge Kneipen mit einer mehr oder weniger getrennten Tanzfläche, die normalerweise bis 4 Uhr Morgens geöffnet sind. Wenn man länger feiern will muss man zu bestimmten Pubs oder Discos gehen. Im Sommer wird auch das Nachtleben der Dörfer sehr lebendig und empfehlenswert sind die viele Fiestas de Prao und Romerías, Fiestas, die auf einer Wiese (Prao) gefeiert werden. Man muss immer beachten, dass das Nachtleben in Spanien ab Mitternacht anfängt.

Sicherheit[Bearbeiten]

Im Allgemeinen ist Asturien sicher. Sogar in Zentren der Städten kann man sich auch nachts fast sicher auf der Straße bewegen. Trotzdem ist es ratsam, die üblichen Sicherheitsmaßnahmen (z.B.: Rücksicht auf die Taschen und Rucksäcke nehmen, usw.) zu beachten. In dem Fall von bestimmten großen Fiestas kann das Sicherheitsrisiko für unbedarfte Touristen ausnahmsweise höher als normal werden.

Klima[Bearbeiten]

Asturien genießt, wie die ganze spanische kantabrische Küste, ein feuchtgemäßigtes Klima mit häufigen Regen und ganzjährig milden Temperaturen. Es schneit selten (außer in den Bergen) und im Sommer bleibt die Temperatur meistens rund um 25 C°.

Nützliche Merkmale des Asturianischen Wetters:

  1. Wegen der Brise ist die Temperatur im Sommer an der Küste immer ein Paar Grad niedriger als im Hinterland.
  2. Es kann sehr lokal sein. Daher ist das Wettervorhersage nicht so vertraulich als in anderen Regionen Spaniens.(Z.B.: Es kann sonnig im Hinterland und wolkig an der Küste sein oder umgekehrt).
  3. El orbayu ist ein Nieselregen, der besonders im Sommer oft vorkommt.
  4. Wegen des Klimawandels ist das Wetter wärmer und trockener geworden. Dürren kommen öfter vor und die Ski-Saison ist kürzer geworden.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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