Asturien
| Asturien | |
| Hauptstadt | Oviedo |
|---|---|
| Einwohnerzahl | 1.008.028 (2024) |
| Fläche | 10.604 km² |
| Postleitzahl | |
| Vorwahl | |
| Webseite | asturias.es |
Die Region Asturien liegt an der kantabrischen Küste von Spanien und grenzt im Westen an Galicien, im Osten an Kantabrien und im Süden an León. Die deckungsgleiche autonome Region und Provinz haben heute den gleichen Namen, früher gab es die Provinz Oviedo. Nur eine Million Bewohner leben in Asturien, das mit seinen ca. 10.000 km² etwas größer als Kärnten ist. Als Urlauber kommen vor allem Inlandstouristen, die es im Sommer etwas kühler mögen.
Regionen
[Bearbeiten]Asturien erstreckt sich von der Costa Verde (345 km lang) genannten Atlantikküste bis zum Kantabrischen Gebirge. Spektakulärster Berg ist jedoch der 2.518 m hohe 1 Naranjo de Bulnes. Aus einem geographischen Gesichtspunkt kann die Region als ein küstennahes Gebirge bezeichnet werden. Dieses Merkmal zusammen mit seiner Geschichte ergibt eine einzigartige Kombination aus Natur, Kultur und Gastronomie, von der das touristische Angebot Asturiens profitiert. Die Sierra del Sueve sind die küstennahen Berge.
Oviedo in der zentralen Ebene bildet mit den beiden Küstenstädten Gijón und Avilés ein fast gleichseitiges Dreieck von je 25 km Seitenlänge. Zwei Drittel der Einwohner leben hier.
Orte
[Bearbeiten]- 1 Oviedo ist die Hauptstadt der Region und hat etwa 200.000 Einwohner. Empfehlenswert sind die Altstadt mit der Kathedrale und die präromanischen Monumente innerhalb und rund um die Stadt, sie wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Außerdem gibt es ein schönes Angebot von Museen und es lohnt sich ein Spaziergang durch das moderne Zentrum der Stadt.
- 2 Gijón ist eine industrielle Hafenstadt mit rund 280.000 Einwohnern. Sehenswert sind die Ruinen der römischen Thermen, das Gebäude der Universidad Laboral und ein Spaziergang vom Sporthafen über die Altstadt (Cimadevilla) bis zum Ende des Strandes von San Lorenzo zu machen. Das kulturelle Angebot der Stadt (La Semana Negra, Feria Internacional de Muestras de Asturias, usw.) ist auch nennenswert.
- 3 Avilés ist eine industrielle Hafenstadt am Ufer der Ria de Avilés mit etwa 100.000 Einwohnern. Empfehlenswert ist die im Vergleich zum Oviedo genauso würdige Altstadt. Die Stadt erlebt eine Renaissance nach der industriellen Krise der 80er: Die Ria wurde saniert und das kulturelle Zentrum Oscar Niemeyer wird auf einer Insel der Ria aufgebaut. Ihre moderne Architektur und das geplante kulturelle Programm wird die Stadt umwandeln. Der Fasching con Avilés ist einer der bekanntesten in Asturien.
- 4 Llanes ist ein Fischerdorf im Osten mit etwa 12.000 Einwohnern, das in der Nähe des Parkes von Picos de Europa liegt. Es ist ein wichtiges touristisches Zentrum. Bezüglich der Architektur sind seine Hauptpunkte die Altstadt und die Casas de Indianos, Villas, die im 19. und Anfang des 20.Jahrhunderts von den nach Amerika ausgewanderten Emigranten aufgebaut wurden. Aber vor allem die strategische Lage und die Natur von Llanes machen dieses Dorf zu einem beliebten Urlaubsziel. Seine Strände verfügen über einen hellen feinen Sand und einen einzigartigen Blick in die Bergen von Picos de Europa.
- 5 Ribadesella ist ein Fischerdorf mit etwa 6000 Einwohnern, das im Osten an Llanes grenzt. Empfehlenswert sind die Altstadt, die Promenade am Ufer der Ria und sein Strand. Der erste Sonntag nach dem 2. Aug. wird hier aufgrund des internationalen Kanuwettbewerbs, der zwischen Arriondas und Ribadesella stattfindet, die größte Fiesta Asturiens (Las Piraguas) gefeiert. Im Gemeindebezirk ist ein Besuch zu einigen Höhlen zu empfehlen, wie z. B. die Höhle von Tito Bustillo mit ihrer paläolitischen Malerei. Das Dorf ist neulich in Mode gekommen, weil einige Verwandten der Prinzessin Letizia in Ribadesella wohnen.
- 6 Siero
- 7 Langreo
- 8 Mieres
- 9 Castrillón
- 10 San Martin del Rey Aurelio
- 11 Corvera de Asturias
- 12 Cangas del Narcea
- 13 Cangas de Onís
Weitere Ziele
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- Picos de Europa, das Kalksteingebirge „Gipfel Europas“ mit Basilika und Kloster von Covadonga sowie der Grotte mit der Virgen de Covadonga („Jungfrau von Covadonga“) und den Gebeinen König Pelayos.
- Höher als die Ortschaft liegen die Lagos de Covadonga, nämlich die Gletscherseen Enol 2 Ercina (auf 1108 m) in wildromantischer Gebirgslandschaft.
- 14 Gemeinde Ponga mit dem Peña Ten (2142 m) als höchste Erhebung.
- 3 Parque Natural de Redes am besten erreichbar aus Campo de Caso wo auch das Infozentrum ist. Dies ist der nördlichste der aneinander grenzenden Naturparks in den kantabrischen Bergen. Hierzu gehören die drei Biosphären-Reservate el Alto Bernesga, Valles de Omaña y Luna und Valle de Laciana.
Hintergrund
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Die im römischen Reich und unter den Westgoten noch abgelegene Region konnte gerade deshalb etliche Spuren der Keltenzeit erhalten. Das 1 Castro de Coaña (Castelón de Villacondide, Mo. + Di. geschl.) ist eine solche ausgegrabene, bronzezeitliche Stätte mit Infozentrum.
Die Städte wurden wegen des Bergbaus von Eisen und Kohle im 19. Jahrhundert Zentren der Schwerindustrie. Die Deindustrialisierung hat zu hoher Arbeitslosigkeit geführt.
Die traditionelle Musik, bei der Dudelsäcke eine wichtige Rolle spielen, wird von vielen zeitgenössischen Künstlern wie Hevia oder der Gruppe Felpeyu gepflegt und neu interpretiert.
Sprache
[Bearbeiten]Die Amtssprache ist Spanisch auch überall im Schriftverkehr. Etwa 45 % verstehen den Dialekt Bable („Asturischleonesisch“), der einige Besonderheiten zum kastilischen Spanisch aufweist. Für ein Zehntel der Bevölkerung ist er Muttersprache. Am meisten gepflegt wurde es in Bergarbeiterfamilien im Turón-Tal. Einige Ortsnamesschilder zeigen die Schreibungen, so ist Xixón gleich Gijón. Bable ist keine offizielle Sprache, auch wenn sich einige Linguisten darum bemühen, aber sie wird von der regionalen Behörden beschützt und unterstützt, von den Asturianern oft benutzt, besonders in ländlichen Gebieten, und sein Einfluß auf das lokale Spanisch ist einfach zu bemerken.
Anreise
[Bearbeiten]Mit dem Flugzeug
[Bearbeiten]Der 1 Flughafen Asturias (IATA: OVD) liegt 47 km von der Hauptstadt Oviedo, 40 km von Gijón und 13 km von Avilés entfernt. Von dort aus kann man mit dem Bus oder dem Taxi in diese Städte fahren. Es gibt vor allem Festlandsverbindungen, Flüge auf die britischen Inseln, Italien und Frankfurt.
Mit der Bahn
[Bearbeiten]Die Hochgeschwindigkeitsstrecke aus Madrid wurde zum Jahreswechsel 2024 eröffnet, endet aber vorläufig noch in
Pola de Lena (Anschluß Linie C- der Cercanías, 30-Min.-Takt), bevor sie eines Tages nach Oviedo und Gijón verlängert wird. Es gibt einen direkten Alvia-Zug Gijón–Alicante.
Aus Frankreich kommt man auf der Küstenstrecke von Irún.
Mit dem Bus
[Bearbeiten]Die Gesellschaft ALSA bietet zahlreiche Ziele sowohl innerhalb Spaniens als auch ins Ausland an.
Mit dem Auto
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Die N-630 über den Pajares-Pass ist eine kostenfreie Verbindung aus dem Hafen von Sevilla bis Gijón.
Die Autovía del Cantábrico führt Ost-West von Bilbao kommend. Alternative Fernstraßen dieser Richtung sind N-632 und N-634.
Mit dem Schiff
[Bearbeiten]Es gibt achtzehn Häfen für Sportboote.
Mobilität
[Bearbeiten]AS-I die Autovía Minera verbindet Mieres und Gijón.
Die Autovía AS-II (Viastur Highway oder Autovía Industrial) zwischen Oviedo und Gijón durch die Industriegebiete Porceyo und Llanera ist mautpflichtig.
Auf A-63 und A-15 kommt man von Oviedo in den Westen bzw. Südwesten der Provinz.
Die Schnellstraße Y verbindet die drei städtischen Zentren: Oviedo, Gijón und Avilés.
Bahnstrecken
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Entlang der gesamten Costa Verde fährt eine Schmalspurbahn von Gijón, die in Ferrol endet und einige spektakuläre Küstenlandschaften bietet, je näher man an Galicien herankommt.
Regionalbahnen der RENFE Cercanías de Asturias:
- C-1 Gijón / Oviedo - Puente de los Fierros, Gijón - Oviedo - Mieres
- C-2 Oviedo - El Entrego, Oviedo - Langreo
- C-3 Llamaquique / Oviedo - San Juan de Nieva, Oviedo - Avilés
- C-4 Gijón - Cudillero, Gijón - Avilés
- C-5 Gijón - Laviana, Gijón - Siero
- C-5a El Berrón - Oviedo, Oviedo - Siero
- C-6 Oviedo - Infiesto, Oviedo - Siero
- C-7 Gijón - San Esteban de Pravia, Gijón - Siero - Oviedo
- C-8 Baiña - Collanzo Mieres
Es gilt ein Zonentarif 1–4, der 2026 € 1,65–3,30 kostet.
Busse
[Bearbeiten]In den drei großen Städten fahren Stadtbusse.
Centrobus hat Linien, die in der Region fahren:
- AG Aviilés - Gijón (AG1)
- AO Aviilés - Oviedo (AO1 - AO2)
- GA Gijón - Avilés (GA1)
- GO Gijón - Oviedo (GO1 - GO2 - GO3)
- OA Oviedo - Avilés (OA1 - OA2)
- OG Oviedo - Gijón (OG1 - OG2 - OG3)
Fahrkarten gibt es für 2 oder 3 Zonen für € 0,72 und 1,05.
Radwege, Via verdes
[Bearbeiten]- Der Senda del Oso („Bärenweg“) ist eine Radroute in der bergigen Region entlang den Betten der früheren Bahnen, die Bergbauprodukte abtransportierten.
- Beginnend in 15 Teverga geht es zehn Kilometer nach 16 Caranga de Abajo über Proaza (km 13) bis Tuñon (km 20).
- Abstecher_ ab Caranga de Abajo 5 km nach Westen zum ↧ Stausee Valdemurio, dann ↥ bis Santa Marina.
- Die Vía Verde del Eo (PR AS-300) ist im Westen Asturiens in 17 San Tirso de Abres. Man ist hier in den bewaldeten Tälern der Flüsse Río Eo, Oscos und Terras de Burón, die ein UNESCO-Biosphärenreservat sind. Die erhaltene Strecke einer Bergwerksbahn ist 13,5 km Hin- und Zurück und auch für Kinder geeignet. Man kommt durch sechs alte Tunnels. Das Ende der Route, ist am Bach O Cairo, der die Grenze zu Galician bildet. Ein Abstecher ins Dorf 18 El Llano (O Chao) bietet sich an.
- Die Straße hinauf zu den 4 Lagos de Covadonga zu den berühmtesten Anstiegen der Vuelta a España. Sie ist durchschnittlich 6,3 % und maximal 13 % steil.
- GR-208 Radrundroute: Anillo ciclista de la Montaña Central: Aller - Lena - Mieres - Morcín - Ribera de Arriba - Riosa
Zu Fuß
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Für mehrtägige Exkursionen markiert sind in oder durch Asturien die folgenden Fernwanderwege Senderos de Gran Recorrido.
Kürzere Routen (auch Radtouren) werden auf der offiziellen Tourismusseite unter «Senderismo» beschrieben.
- GR-100 Ruta de la Vía de la Plata: Gijón - Sevilla
- GR-101 Camino Real del Puerto de la Mesa, ein 3tägiger Wanderweg: Torrestío - Puerto de San Lorenzo - 19 Dolia (Gemeinde Belmonte) - Grado
- GR-102 Camino Real del Sellón o Faceu: Der „königliche Weg von Sellón“ diente jahrhundertelang als Verkehrsweg für Reisende, Armeen und Händler zwischen der zentralasturischen Küste und León, durch die Gemeinden Piloña und Caso. Beginn ist am Tarna-Paß (Puerto de Tarna Zusammenfluß des Porma und Esla), führt hinab entlang des Nalón und steigt dann zum Arnicio-Paß (908 m) nahe der Gemeinde Piloña. Endpunkt ist Lozana-
- GR-103 Senda Romana de Caoro: Tielve - Arenas de Cabrales
- GR-105 Ruta de las Peregrinaciones: Oviedo - Bendición - Alto del Espinadal - Puente Miera - Espinaredo - Villamayor - Cangas de Onís - Wallfahrtsort Cuadonga
- GR-106 Ruta de San Melchor: Oviedo - Pedroveya - Salcedo - Cortes (Lindes)
- GR-108 Travesía Andariega drei Tage: Gijón – Amandi – Miyares (Piloña) – Cuadonga/Covadonga
- GR-109 Asturias Interior oder Camino Natural de la Cordillera Cantábrica: 20 Panes - Alles - Carreña - Benia de Onís - Cangas de Onís - Villamayor - Espinaredo - Fresnedal - Los Melendreros - Entralgo - Bello - Santibáñez - 21 Campomanes (Gemeinde Lena) - Llanuces - Bárzana - Villanueva - Villamayor - Dolia - Belmonte - Boinás - Tuña - Onón - Corias - Besullo - Berducedo - Grandas - Castro - 22 Santa Eulalia de Oscos (🚌 Vegadeo)
- GR-200 Ruta de los Palacios: Posada de Llanera - Ferroñes - Villayo - Posada de Llanera
- GR-201 Senda del Arcediano: Puerto del Pontón - 23 Oseja de Sajambre (Sajambre) - Amieva - Puente Dobra
- GR-202 Ruta de la Reconquista: in drei Etappen von 24 Sotres – Poncebos – Vega de Comeya – Cuadonga/Covadonga
- GR-203 Por donde anda el Oso Rundweg: 25 Corias (Courias, Gemeinde Cangas del Narcea) - Defradas - Monasterio del Coto - Seroiro - San Antolín de Ibias - Alguerdo - Sisterna - Cerredo - Leitariegos - Genestoso - El Acebo - Corias
- Europäischer Fernwanderweg E9 lokal numeriert GR-204 Senda Costera E-9: hier zwischen Ribadedeva und Vegadeo
- GR-205 Ruta de la Escrita o de los Vaqueiros de alzada: Puerto de Somiedo - La Riera - Belmonte - Cornellana - Pravia
- GR-206 Gran Ruta de Riosa Rundweg: La Vega - San Adriano - La Vega
- GR-207 Camino Real del Puerto de Ventana oder Ruta de las Reliquias: Puerto de Ventana - Arrojo - Pedroveya
- Anillo de Picos sind drei ineinander verwobene Rundrouten um die hohen Berge in Nationalpark Picos de Europa
- Camino de los Santuarios verbindet, wie der Name andeutet, die Kathedralen Oviedo, Covadonga und 1 Santo Toribio de Liébana.
Sehenswürdigkeiten
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- Oviedo, im 9. Jahrhundert Hauptstadt des damaligen Königreichs Asturien, mit der präromanischen Palastkapelle San Miguel de Lillo, den präromanischen Kirchen Santa María del Naranco, San Julián de los Prados, dem präromanischen Brunnenhaus La Foncalada und der gotischen Kathedrale, UNESCO-Weltkulturerbe
- Santa Cristina de Lena (36 km südlich von Oviedo), eine weitere zum Weltkulturerbe gehörende präromanische Kirche
- zahlreiche Sehenswürdigkeiten entlang des Jakobswegs (Camino de la Costa), der ebenfalls zum Weltkulturerbe gehört
- Für geologisch Interessierte sind die 5 Andina-Höhlen (nur mit Führung, Reservierung ☎ 619 368 169), 8 km von A Caridá, in der Gemeinde Arancedo.
Wer sich für Industriegeschichte begeistert findet entsprechende Museen:
- 2 Bergwerksmuseum von Arnao (Mina de Arnao). Ältestes Kohlebergwerk der iberischen Halbinsel und das einzige Unterwasserbergwerk in Europa. Preis: € 4,50 nur bar.
- 4 Bergbaumuseum Valle de Samuño (Ecomuseo Minero Valle de Samuño), in La Nueva (Langreo), Gemeinde Pozo San Luis, El Cadavíu. Tel.: +34 984 08 22 15, E-Mail: info@ecomuseominero.es. Das Schloß und der Maschinenraum sind sehr gut erhalten. Man kann in einer Bergwerksbahn fahren.
- 5 Steinkohlebergwerk Pozo Sotón (Pozo Sotón), zwischen El Entrego und Sotrondio, Gemeinde San Martín del Rey Aurelio, El Sotón, 2. Tel.: +34 985 65 49 23. Museum und geführte Minentour (2–3 oder 5–6 Std.) in Tiefen von 388–556 m. Geöffnet: Museum 10.00-14.00, 16.00-18.30; lange Minentour check-in 8.20 Uhr. Preis: Museum € 3,50; lange Minentour € 48.
- 6 MUMI (Museo de la Minería y de la Industria de Asturias), Trabanquín, s/n, 33940 El Entrego, Asturias, El Trabanquín. Tel.: +34 985 66 31 33, E-Mail: reservas@mumi.es. Geöffnet: 10.00-14.00, 16.00-19.00, Mo. geschl. Preis: € 9,50.
- Volkskundemuseum Quirós. In einigen alten Schmelzöfen untergebracht.
- 7 Eisenbahnmuseum Gijón (Museo del Ferrocarril de Asturias), am Bahnhof, Plaza de la Estación del Norte. Tel.: +34 985 18 17 77, E-Mail: museoferrocarril@gijon.es.
- Auf dem Gebiet des Dorfes Riosa ist die 6 prähistorische Stätte der Texeo-Minen und die 1892 angelegte Bergarbeitersiedlung Rioseco. Hier wurde schon vor 4500 Jahren Kupfer geschürft. Entdeckt haben soll das Adrien Paillette 1846. Im frühen 20. Jahrhundert wurde wieder nach Kupfer und vermehrt Kobalt gegraben, bis zur Stillegung 1960. Hin kommt man nur zu Fuß aus dem 26 Weiler Llamo, es geht zum Bergbaudorf Rioseco 1½ km bergauf und von dort weitere 3 km zu den Minen.
- Die auch in Galicia üblichen charakteristischen Getreidespeicher Hórreo sind auffallend.
Aktivitäten
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Die Strände im Osten Asturiens zwischen Llanes und Ribadesella gelten als schön, die Wassertemperatur ist aber für Badeurlaube zu kalt.
Die Karwoche Semana Santa wird wie in ganz Spanien mit Prozessionen gefeiert, die entsprechende Vereine in den einzelnen Orten organisieren. Besonders aufwendig ist die in Avilés. Sehenswert ist auch die Prozession der Callandinos am Karfreitag in Luanco.
Das Pferderennen am Strand von Ribadesella findet am Samstag vor dem Palmsonntag statt.
In Pola de Siero ist am Dienstag nach Ostern das „Fest der bemalten Ostereier“ (Fiesta de los Huevos Pintos).
Amagüestu ist das „Kastanienfest“ am Ende der Erntezeit. Gefeiert wird es besonders lebhaft in Navelgas (Gemeinde Tineo) am Abend des 14. Nov., wenn auch die Saison des Kastanieneintopfs beginnt. Hinein gehören gleichviel Eßkastanien und Kartoffeln, dazu verschiedene Sorten Schweinefleisch und -würste sowie etwas Kohl.
- Skigebiete
Saison ist Januar bis März. Geführte Skitouren und Schneeschuhehen bei Vollmond werden angeboten.
- 1 Valgrande Pajares mit 31 Pistenkilometern.
- 2 Fuentes de Invierno mit fünfzehn Pisten (8,7 km Strecke), 3 Sessellifte, 1 Skilift; beim Dorf La Raya.
Küche
[Bearbeiten]Die asturische Küche ist, wie im Rest des Landes, mediterran. Wegen seiner Küstenlage verfügt sie über eine Vielfalt von frischen Fischen und Meeresfrüchten, die in der Regel größer als am Mittelmeer sind. Dank der Berge und des feuchten Klimas verfügt auch die asturianische Küche, im Unterschied zum Großteil Spaniens, über verschieden Sorten von Fleisch und Milchderivate von Spitzenqualität.
Die traditionelle Küche besteht oft aus kalorienreichen Gerichten. Der Grund dafür ist einfach zu verstehen, wenn man daran denkt, dass sich in der Vergangenheit die Mehrheit der Bevölkerung mit Landwirtschaft, Fischerei oder Kohlebergbau beschäftigte.
Das Standardwerk asturischer Küche ist das erstmals 1970 aufgelegte El arte de cocinar von María Luisa García (1919–2019), gefolgt von Platos típicos de Asturias 1971.
Folgendes sollte man nicht versäumen:
- Fabada ist das typischste und bekannteste Gericht der asturischen Küche. Es ist ein Weissbohneneintopf mit Speck, Blutwurst, Paprikawurst und lacón (eine Art von Schinken aber gemacht aus den vorderen Beinen des Schweins).
- Verdinas sind noch unreif geerntete Bohnen, deren Samen deshalb grün bleiben. Sie kochen schnell und zerfallen dabei nicht und behalten ihr Aroma. Sie sind Beilage zu Fisch und Meeresfrüchten. Früher wurden sie nur im Ardisana-Tal in Llanes angebaut.
- Emberzau oder Pantrucu ist eine beim Schlachten von Schweinen, auch mit Blut, hergestellte pastöse Wurst, die in Kohlblätter gewickelt gekocht wird. Sie wird nur im Osten Asturiens hergestellt.
- Chicharrones (= Os roxóis) ist ein Wintergericht aus zerkochten Schinkenresten und Schweinespeck zu denen üblicherweise Kartoffeln serviert werden. Es ist eine lokale Spezialität von Los Oscos.
- Boroña asturiana ist ein Maismehlbrot, gefüllt mit Chorizo oder Blutwurst.
- Fisch ist auch sehr beliebt in der asturianischen Küche. Je nach Saison und Ort können die Sorten sehr variieren. Empfehlenswert sind die kleinen Restaurants von Fischerdörfern, obwohl in der Städten die Qualität des Fisches auch sehr gut ist.
- Meeresfrüchte kann man in fast jedem Restaurant bestellen. Die bekanntesten lokalen und manchmal lebendig bestellten Meeresfrüchte sind Centollo (Seespinne), bogavante (eine Art von Hummer), llampares (eine Art von Muschel), bígaros (kleine Muschel, die man als Tapa normalerweise verzehrt), navajas, (Messermuschel) und viele Sorten von Garnelen.

- Käse ist sehr populär und es gibt viele Sorten. Der bekannteste ist vielleicht Cabrales, eine Sorte vom Edelpilzkäse, der in dem gleichnamigen Dorf hergestellt wird und mit geschützter Herkunftsbezeichnung.
- Außerdem gibt es andere Sorten aus Kuh- oder Ziegenmilch, die manchmal geräuchert oder mit Paprika gewürzt werden können. Man kann in den Restaurants eine Tabla von Käsen bestellen, damit man viele verschieden Sorten probieren kann. In diesem Fall wird normalerweise der Käse zusammen mit Nüssen und Apfelgelee serviert.
- Süßes
- Die asturianischen Nachtische sind auch empfehlenswert. Arroz con leche (Milchreis), casadielles (kleine Rolle aus Blätterteig und mit Nussmasse gefüllt), frixuelos (süße Pfannkuchen), und verschiedenen Sorten von Torten sind sehr typisch.
- Escaldao ist eine weihnachtliche Süßspeise, nicht ganz so fest wie Turrón.
- Panchón ist ein sehr aufwendig zubereitetes Dessert aus der Gemeinde Aller. Hauptzutaten sind Dinkelmehl, Schmalz und Zucker. Der aus Dinkel gemischte Laib wird in Kohlblätter gewickelt in Glut und heißer Asche gebacken.
- Frixuelos, in Galicia F(r)illoa genannt, sind Pfannkuchen.
- Frixuelos de Cangas ist Schmalzgbackenes. In Cangas del Narcea wird es zu Spiralen geformt. Man ist es heiß mit Honig.
- Äppelwoi
Sidra (Apfelwein) ist das Nationalgetränk. Es wird alltäglich in den zahllosen Sidrerías und auch im Freien konsumiert. Damit die Sidra mit Luft gemischt wird und so den richtigen Geschmack bekommt, muss auf eine bestimmte Weise serviert (escanciar), in der die Entfernung zwischen Glas und Flasche etwa einen Meter ist. Normalerweise stellt der escanciador die Flasche über den Kopf und das Glas in Hüfthöhe. Jedes Glas (culín) soll in einem Schluck getrunken werden, damit die Sidra nicht entluftet wird. Um Weihnachten wird auch eine andere Art von Sidra konsumiert, die Kohlensäure enthält und Sekt ähnelt.
Die „Kultur des Sidratrinkes“ wurde 2017 von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt. Es gibt ein Museum der 8 Apfelweinfabrik El Gaitero in Villaviciosa.
Nachtleben
[Bearbeiten]Das Nachtleben ist, wie im Rest des Landes, sehr lebendig. In den Städten gibt es jede Menge Kneipen mit einer mehr oder weniger getrennten Tanzfläche, die normalerweise bis 4 Uhr Morgens geöffnet sind. Wenn man länger feiern will muss man zu bestimmten Pubs oder Discos gehen. Im Sommer wird auch das Nachtleben der Dörfer sehr lebendig und empfehlenswert sind die viele Fiestas de Prao und Romerías, Fiestas, die auf einer Wiese (Prao) gefeiert werden. Man muss immer beachten, dass das Nachtleben in Spanien ab Mitternacht anfängt.
Sicherheit
[Bearbeiten]Im Allgemeinen ist Asturien sicher. Sogar in Zentren der Städten kann man sich auch nachts fast sicher auf der Straße bewegen. Trotzdem ist es ratsam, die üblichen Sicherheitsmaßnahmen (z.B.: Rücksicht auf die Taschen und Rucksäcke nehmen, usw.) zu beachten. In dem Fall von bestimmten großen Fiestas kann das Sicherheitsrisiko für unbedarfte Touristen ausnahmsweise höher als normal werden.
Es gibt zwei Braunbärpopulationen in den Bergen. Die westliche um Ancares in Lugo bis zum zentralen Teil des kantabrischen Gebirges, vor allem in den aneinander grenzenden Naturschutzgebieten von Ubiñas-La Mesa, Fuentes del Narcea, Degaña und Ibias sowie Somiedo und Ortsgebiet Proaza.
Die östliche Population lebt von den Palencia-Bergen bis in den Osten Asturiens.
Klima
[Bearbeiten]Die Biskaya ist eine bekannte Wettersuppe, so daß es ganzjährig ausreichend Niederschläge gibt.
Asturien genießt, wie die ganze spanische kantabrische Küste, ein feuchtgemäßigtes Klima mit häufigen Regen und ganzjährig milden Temperaturen. Es schneit selten (außer in den Bergen) und im Sommer bleibt die Temperatur meistens rund um 25 C°.
Nützliche Merkmale des asturischen Wetters:
- Wegen der Brise ist die Temperatur im Sommer an der Küste immer ein Paar Grad niedriger als im Hinterland.
- Es kann sehr lokal sein. Daher ist das Wettervorhersage nicht so vertraulich als in anderen Regionen Spaniens.(Z.B.: Es kann sonnig im Hinterland und wolkig an der Küste sein oder umgekehrt).
- El orbayu ist ein Nieselregen, der besonders im Sommer oft vorkommt.
- Wegen des Klimawandels ist das Wetter wärmer und trockener geworden. Dürren kommen öfter vor und die Ski-Saison ist kürzer geworden.
Literatur
[Bearbeiten]Siehe auch: Literatur zu den Jakobswegen
- Heße, Susann; Asturien: 50 ausgewählte Küsten- und Bergwanderungen; München 2018, ²2023 (Rother Bergverlag)
- Noack-Haley, Sabine; Arbeiter, Achim; Asturische Königsbauten des 9. Jahrhunderts: die Kirchen San Miguel de Liño, Santa Cristina de Lena, San Salvador de Valdediós und das Belvedere am Naranco in Aufnahmen und Untersuchungen des Deutschen Archäologischen Instituts Madrid; Mainz 1994 (Zabern), 2 Bd.
- Rabe, Cordula; Camino Primitivo: von der Atlantikküste über Oviedo bis Santiago de Compostela und weiter bis Finisterre und Muxía: alle Etappen - mit Varianten und Höhenprofilen; München ²2024 (Rother Bergverlag)
- Schröder, Thomas; Nordspanien; Erlangen ¹⁰2021 (Michael Müller Verlag), ¹¹2024 als: Nordspanien: mit Jakobsweg
- Tenfelde, Klaus; Raumbildung als mentaler Prozess: schwerindustrielle Ballungsregionen im Vergleich; Essen 2008 (Klartext)
- Mapa Topográfico Nacional Kartenblätter 1 : 25.000 Asturias, 1 : 50.000 (2002–08) Asturias
Weblinks
[Bearbeiten](Stand: Jun 2026)
- asturias.es (es) – Offizielle Webseite von Asturien
- turismoasturias.es offizielle Tourismusseite mit automatischer Maschinenübersetzung auf Deutsch


