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Andalusien

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Lage der Region Andalusien in Spanien

Andalusien ist die südlichste Region Europas und nur durch die 14 Kilometer breite Straße von Gibraltar von Marokko getrennt.

Regionen[Bearbeiten]

Provinzen der Region

Andalusien besteht aus acht Provinzen, die den Namen ihrer Provinzhauptstädte tragen:

Die über 800 Kilometer lange Küste Andalusiens lässt sich von West nach Ost in Costa de la Luz am Atlantik und Costa del Sol, Costa Tropical sowie Costa de Almería am Mittelmeer einteilen.

Orte[Bearbeiten]

Alcázar Jerez
Stierkampfarena

Die autonome Region Andalusien hat acht Provinzen. Die Provinzhauptstädte sind:

  • Sevilla - Hauptstadt Andalusiens; Hauptsehenswürdigkeit: Kathedrale mit Giralda und der Alcazar
  • Granada war die letzte Hauptstadt der Mauren in Andalusien bis 1492. Die Alhambra, der maurische Herrscherpalast, ist die Hauptattraktion der Stadt. Die Stadt beheimatet Spaniens drittgrößte Universität und ist neben dem Tourismus vor allem vom studentischen Leben geprägt. Die Alhambra wurde 1984 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.
  • Málaga ist für viele Touristen nur Anreisestation auf dem Weg zu den Ferienorten an der Küste. Trotzdem hat Málaga einiges zu bieten, wie die große Kathedrale, die Altstadt, die Alcazaba (Maurischer Herrscherpalast) und das Museum für den berühmtesten Sohn der Stadt: Pablo Picasso.
  • Córdoba ist bekannt durch die Mezquita, eine Moschee, die eine Kathedrale beherbergt sowie für das historische Altstadtviertel Juderia. Weltkulturerbe der UNESCO seit 1984.
  • Jaén die andalusische Provinzstadt ist die Welthauptstadt des Olivenöls.
  • Cádiz die andalusische Provinzstadt ist eine alte Hafenstadt am Atlantik mit einer schönen Kathedrale.
  • Almería ist eine alte andalusische Provinzstadt am Mittelmeer.
  • Huelva ist die westlichste der andalusischen Provinzhauptstädte und liegt zwischen der Staatsgrenze nach Portugal im Westen und dem Nationalpark Coto de Doñana im Osten an der Atlantikküste Costa de la Luz.

Beschreibungen der besuchenswerten andalusischen Städte findet man in den Beschreibungen der Provinzen.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Nationalparks[Bearbeiten]

Kalksteinformation in El Torcal
  • Parque Natural Cabo de Gata-Níjar - im Naturpark am Meer herrscht ein Klima wie in den Randzonen der Sahara und erklärt das wüstenhafte Aussehen der Landschaft. Das Gebiet ist touristisch "vergleichsweise" unerschlossen und bietet unverbaute Strände, die man sonst so nicht mehr an der Costa del Sol findet (siehe auch Artikel in der Wikipedia).
  • Sierra Nevada - die Gebirgskette südlich von Granada beherbergt mit dem Mulhacén (3482 Meter) den höchsten Berg der iberischen Halbinsel. Der Kern dieses Gebietes ist durch den Nationalpark Parque Nacional de la Sierra Nevada geschützt.
  • Sierra de Grazalema - Naturpark in der Nähe von Ronda mit einigen der berühmten weißen Dörfer (pueblo blanco), wie z. B. Zahara de la Sierra. Im Naturpark kann man Gänsegeier beobachten.
  • El Torcal - Naturpark in der Nähe von Antequera. Hier sieht man Kalksteinformationen, die skurrile Formen gebildet haben.
  • La Donana - Naturpark in der Nähe von Sevilla, ein Vogelparadies.

Küstenregionen[Bearbeiten]

Von West nach Ost:

Weitere Naturschönheiten[Bearbeiten]

  • Cueva de la Pileta - Tropfsteinhöhle mit gut erhaltenen prähistorischen Zeichnungen in der Nähe von Ronda.
  • El Chorro - Felsschlucht zwischen Málaga und Antequera nahe dem Stausee von Guadalhorce.
  • Punta Paloma - Große Sanddüne am Atlantik nördlich von Tarifa.
  • Cabo de Gata - Naturpark - einer der letzten unverbauten Küstenabschnitte Spaniens
  • Sierra de Grazalema - Naturpark - Gebirgszug im Westen Andalusiens mit bis zu 1.654 m am Gipfel des Torreón.

Hintergrund[Bearbeiten]

Karte Andalusiens
Straßen
Geografie

Die teilautonome Region Andalusien ist mit einer Fläche von 87.000 km² und 8,4 Mio. Einwohnern (Stand 2016) ungefähr so groß und so bevölkerungsreich wie Österreich. Das Bruttoinlandsprodukt ist jedoch nur ein Drittel so hoch wie das der Alpenrepublik, die Arbeitslosenquote um ein Vielfaches höher (27 % im ersten Quartal 2017). Nach der Extremadura ist Andalusien – trotz der großen Einnahmen aus dem Tourismus – die zweitärmste Region Spaniens.

Die ersten Siedler mit einer hoch entwickelten Kultur in dieser Region waren die Phönizier aus Tyros, die im 12. bis 8. Jahrhundert v. Chr. Kolonien wie Cádiz (Gadir), Almuñécar (Sexi) und Málaga (Malaka) gründeten. Cádiz ist sogar die älteste, ununterbrochen besiedelte Stadt Westeuropas. Im 7. Jahrhundert gerieten diese Kolonien unter die Vorherrschaft des ebenfalls von Phöniziern gegründeten Karthago. Die karthagische Herrschaft wurde nach dem Zweiten Punischen Krieg um 206 v. Chr. durch die des Römischen Reichs abgelöst, welches hier die Provinz (Hispania) Baetica einrichtete. Aus dieser stammten u. a. die römischen Kaiser Trajan und (wahrscheinlich) Hadrian. Im Verlauf des Zerfalls von Rom im 5. Jahrhundert n. Chr. wurde die Region zunächst von den Vandalen, dann von den Westgoten erobert

Der Name Andalusien leitet sich von al-Andalus ab, der arabischen Bezeichnung für den einst islamisch geprägten Südteil der Iberischen Halbinsel, der seine Zentren in Sevilla, Córdoba und Granada hatte, während seiner Blütezeit aber weit über das heutige Andalusien hinaus bis nach Toledo, Coimbra und Zaragoza reichte. Die arabische Expansion nach Süspanien begann 711. Im Emirat Granada konnten sich die muslimischen Mauren bis zum Abschluss der Reconquista 1492 halten, dies war also der Teil Spaniens, der am längsten unter islamischem Einfluss stand. Insbesondere Córdoba war in jener Zeit eines der bedeutendsten kulturellen Zentren im gesamten Mittelmeerraum und strahlte sowohl nach Westeuropa als auch in die islamische Welt aus. Bedeutende Neuerungen in Mathematik, Astronomie und Medizin hielten vom islamischen Andalusien aus Einzug in Europa. Die andalusischen Philosophen und Universalgelehrten Averroës (Ibn Ruschd) und Maimonides gehörten zu den bedeutendsten Denkern ihrer Zeit und beeinflussten auch die neuzeitliche, westliche Philosophie. Juden und Christen wurden toleriert, wenn sie eine Kopfsteuer zahlten. Nach 1492 hatten alle Juden und Muslime nur die Wahl zwischen Flucht, Konversion und Tod. Wertvolle arabische Manuskripte wurden vernichtet, freies Denken von der Inquisition unterdrückt.

Heute ist die Region berühmt für Stierkampf, Flamenco, Olivenöl und Sherry. Geographisch präsentiert sich Andalusien höchst abwechslungsreich: unweit der heißen und sonnenverwöhnten Küsten erhebt sich die Sierra Nevada mit ihren fast das ganze Jahr über schneebedeckten Bergen. Im Westen grenzt Andalusien an Portugal, im Norden an die Regionen Extremadura und Kastilien-La Mancha, im Osten an die Region Murcia und im Süden an Mittelmeer und Antlantik. An der Südküste befindet sich auch das britische Überseegebiet Gibraltar. Hauptstadt der Region ist Sevilla. Traditionell architektonisch dominieren hier die kleinen weißgekalkten Häuser, die oft mit Azulejos (weißblauen Kacheln) verziert sind. Großere Wohneinheiten haben einen eigenen Patio (Innenhof).

Sprache[Bearbeiten]

Die Sprache ist Spanisch, allerdings in bäuerlichen Regionen mit einem abenteuerlichen, breiten Dialekt, der selbst für Muttersprachler aus anderen Regionen teilweise nicht zu verstehen ist. (Vergleichbar im Deutschen etwa dem Niederbayerischen.) Einige Grundkenntnisse in Spanisch sind nützlich, insbesondere wenn mann sich auch außerhalb der Touristenorte bewegen will (in letzteren kommt man auch mit Englisch oder Deutsch zurecht). Eine Besonderheit des andalusischen Dialekts ist das Weglassen des ‚s‘ am Ende einiger Wörter, z. B. sagt man hier Bueno Dia statt Buenos Dias für ‚Guten Morgen‘ oder do statt dos für ‚zwei‘.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der mit Abstand größte Flughafen der Region ist Málaga (IATA CodeAGP), den man aus dem deutschsprachigen Raum direkt mit Lufthansa, Swiss, easyJet, Eurowings, Norwegian, Ryanair, Vueling, Condor oder Germania erreichen kann. Vom Flughafen Málaga fahren Shuttlebusse direkt zu den Ferienorten an der Costa del Sól. Desweiteren gibt es reguläre Buverbindungen Richtung Granada, Almería, Sevilla, Córdoba und Jaen.

Zweitgrößter Flughafen ist Sevilla (SVQ), der u.a. von Lufthansa, Ryanair, easyJet und Edelweiss Air bedient wird. Auf Platz drei folgt der kleinere Flughafen von Jerez (XRY), der aber auch eine Reihe von Direktverbindungen mit Deutschland und der Schweiz aufweist (Ryanair, saisonal auch Condor, TUI fly, Eurowings, Helvetic Airways, Edelweiss Air und Luxair). Eine untergeordnete Rolle spielt der Flughafen Granada (GRX), den man aus D/A/CH nur per Umsteigeverbindung erreichen kann.

Die Flugdauer von Frankfurt am Main beträgt jeweils ca. 3 Stunden.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Mit dem Hochgeschwindigkeitszug AVE gelangt man von Madrid aus in 1:45 Std. nach Córdoba, in 2½ Std. nach Sevilla oder Málaga. Je zweimal pro Tag gibt es auch eine direkte AVE-Verbindung von Barcelona nach Sevilla (5½ Std.) bzw. Málaga (5:45), jeweils über Córdoba (4:40).

Infolge des stark auf das Zentrum Madrid ausgerichteten spanischen Eisenbahnnetzes, gibt es bislang keine direkte Verbindung aus der Nachbarregion Murcia oder aus dem benachbarten Portugal. Zwischen Extremadura und Andalusien fährt nur einmal am Tag ein Regionalzug (Mérida–Sevilla in 3:40 Std). Der traditionsreiche Nachtzug (trenhotel) „Alhambra“ von Barcelona nach Granada ist seit 2015 eingestellt – offiziell nur vorübergehend wegen Bauarbeiten, ob der Betrieb je wieder aufgenommen wird, ist aber zweifelhaft.

Eisenbahnenthusiasten können natürlich auch den ganzen Weg aus Deutschland oder der Schweiz nach Andalusien mit dem Zug fahren. Dazu muss man mehrmals (je nach Verbindung in Paris, Lyon, Avignon, Montpellier, Perpignan, Barcelona und/oder Madrid) umsteigen und ist z. B. von Basel wenigstens 15 Stunden, von Frankfurt a. M. oder Köln über 24 Stunden unterwegs. Etwas entspannter kann man die Reise gestalten, indem man unterwegs eine oder mehrere Etappen einlegt, oder zumindest die Teilstrecke Paris–Perpignan im Nachtzug mit Liegewagen bewältigt.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Busse verbinden Andalusien mit dem Süden Portugals (z. B. Faro–Sevilla in ca. 3 Std.), der Extremadura (z. B. Mérida–Sevilla in 2 Std.) und der spanischen Ostküste (z. B. Alicante–Granada in gut 5 Std). Es gibt auch zahlreiche Fernbusverbindungen von Madrid nach Andalusien, die jedoch weitaus langsamer sind als die konkurrierenden Hochgeschwindigkeitszüge (z. B. braucht man von Madrid nach Córdoba über 4 Std.), dafür sind sie aber in der Regel auch deutlich billiger.

Je dreimal pro Woche bietet Eurolines eine direkte Fernbusverbindung von Basel, Zürich, Bern und Freiburg nach Jaen, Granada, Motril und Málaga bzw. nach Sevilla an (Fahrtzeit Bern–Granada 28 Std.)

Auf der Straße[Bearbeiten]

Aus allen Nachbarregionen führen Autobahnen nach Andalusien: die A-4 von Madrid, die A-7 bzw. AP-7 aus Murcia und Alicante, die A-49 aus Faro/Portugal sowie die A-66 aus der Extremadura. A-7 (Autovía) und AP-7 (Autopista) verlaufen weitgehend parallel, wobei erstere mautfrei, letztere mautpflichtig, dafür aber auch besser ausgebaut ist.

Mobilität[Bearbeiten]

Mit dem Auto[Bearbeiten]

Ein Mietwagen ist in Andalusien sehr zu empfehlen, gerade wenn man sich die Sehenswürdigkeiten auch abseits der Küsten anschauen möchte. (Wer sich nur die großen Metropolregionen anschauen möchte, ist dagegen wegen der dortigen notorischen Parkprobleme mit Bahn und Bus besser beraten). Für einen Kleinwagen in der Größe eines Opel Corsas oder Ford Fiestas zahlt man zwischen 15 und 35 € pro Tag, je nachdem wo man bucht (Internet, vor Ort, im Hotel oder bei einem Reiseveranstalter) oder welche Versicherungen eingeschlossen sind. Der Ausschluss einer Selbstbeteiligung bei der Vollkaskoversicherung ist bei den spanischen Parkmethoden durchaus zu empfehlen, und bei den meisten Anbietern ohne große Mehrkosten zu erhalten. In Spanien werden jedoch Schäden an Reifen, Spiegeln und Glas nicht durch die Vollkasko abgedeckt. Dieser Umstand führt dazu, dass gerade Vorausbuchern erst vor Ort versucht wird, eine diesbezügliche Zusatzversicherung (in Höhe von 60-70€/2 Wochen) manchmal mit erheblichem Druck zu verkaufen. Das Risiko solcher Schäden ist jedenfalls in Spanien nicht größer als anderswo auf der Welt. Weiterer beliebter "Fallstrick" gerade bei Billiganbietern ist die full-to-empty-Regelung. Hier wird dem Kunden die erste Tankfüllung zu deutlich überzogenem Preis in Rechnung gestellt, dafür darf er es mit leerem Tank zurückgeben, was natürlich selten gelingt (Geschätzte Mehrkosten je nach Meisterschaft im punktgenauen "Leerfahren" des Tanks 30-50€).

Die Parkplatzsuche gestaltet sich in den großen Städten schwierig, meist gibt es nur Parkplätze am Straßenrand, bei den Sehenswürdigkeiten oder im Parkhaus. Die Gebühren im Parkhaus werden in Minuten abgerechtet. Eine Stunde im Parkhaus, das vor allem bei heißen Temperaturen zu empfehlen ist, kostet zwischen 1 € und 2 €, je nach Region.

Die großen Städte wie Córdoba, Sevilla, Cádiz, Málaga oder Almería sind über Autovias verbunden, die keine Autobahngebühr kosten. Eine Ausnahme bildet die Autobahn A4 von Sevilla nach Cádiz und die Küstenautobahn AP7 von Málaga nach Gibraltar (die parallel zur mautfreien Schnellstraße A7 verläuft), die kostenpflichtig sind. Die Strecke von Málaga nach Gibraltar kostet (Stand September 2013) ca. 10 € und erspart einem pro Strecke ca. 45 Minuten an Zeit ein. Die Navigation mittels Karten ist möglich, gerade in den Städten empfiehlt sich aber ein Navigationssystem. Daher sollte man vor Urlaubsbeginn prüfen, ob ein eventuell vorhandenes Navigationssystem für den deutschen Straßenverkehr auch Karten von Spanien bzw. Andalusien enthält.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Zwischen den Provinzhauptstädten gibt es ein ziemlich dichtes Netz an Busverbindungen, die zumeist von verschiedenen Anbietern betrieben werden, unbestrittener Marktführer ist ALSA. In allen größeren Städten gibt es Busbahnhöfe (estación de autobuses), von denen diese Verbindungen ausgehen und die oft auch über eigene Websites verfügen. Im Hinterland dagegen werden nach wie vor die Linienbusse durch örtliche Unternehmer gemanagt, deren Fahrzeiten sich an den Bedürfnissen der örtlichen Arbeitsbevölkerung orientieren und selten an touristischen Erfordernissen und die nicht immer einfach in Erfahrung zu bringen sind.

In den letzten Jahren hat die Landesregierung Junta de Andalucía zumindest im regionalen Umfeld der Provinzhauptstädte dieses zersplitterte System einzelner Unternehmer zu Verkehrsverbünden (Consorzio de transportes) zusammengefasst, wie es auch in deutschen Großstädten bekannt ist. Im Umfeld dieser Städte (Almería, Cádiz, Alcegiras/Gibraltar, Granada, Sevilla, Córdoba, Málaga, Jaén und Huelva) ist so ein auch für Urlauber hinreichend frequentes und organisiertes System von Bus- und teilw. Bahn- oder Metroverbindungen entstanden, das ein eigenes Auto ersetzen kann. Für den deutschen Urlauber oft schwierig ist die Unterscheidung zwischen den Ticketsystemen der Verbünde (Consorzios) und den nach wie vor auch separat geltenden Systemen der einzelnen Mitglieder, speziell der örtlichen städtischen Verkehrsbetriebe. Erstere sind teurer, lassen sich aber zum Umsteigen zwischen den einzelnen Bereichen nutzen, letztere gelten nur für die ausgebenden Betriebe, und die können sich noch zwischen Metro, Stadtbus und Tram unterscheiden. Alle Hinweise und Signets der Verkehrsverbünde orientieren sich an den Signalfarben der Junta de Andalucia grün auf sandgelbem Hintergrund.

Es steht zu hoffen, dass diese Entwicklung sich weiter fortsetzt und sich in Andalusien zunehmend ein einheitlich organisiertes und so auch für Ausländer nachvollziehbares Busliniensystem durchsetzen wird.

Mit dem Zug[Bearbeiten]

Fast alle großen Städte Andalusiens sind über das Hochgeschwindigkeitsnetz AVE der spanischen Bahngesellschaft RENFE miteinander und mit Zentralspanien. In den Metropolregionen binden S-Bahnen (cercanias) die umliegenden Orte an, meist im Rahmen der oben beschriebenen Verkehrsverbünde. Das Netz an Regionalzügen (MD/MR) in die dahinter gelegenen Landstriche ist aber eher dünn und wird tendenziell wohl auch eher weiter ausgedünnt denn erweitert.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Alhambra in Granada
UNESCO-Welterbe
weitere Hauptsehenswürdigkeiten

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Golf kann man das ganze Jahr spielen. Man hat eine sehr große Auswahl an Plätzen an der Costa del Sol und an der Costa de la Luz.
  • Wassersport ist im Sommer an der ganzen Küste möglich. In Tarifa, dem südlichsten Ort Europas wehen immer kräftige Winde. Hier kann man Surfen.
  • Reiten. In Jerez de la Frontera und in Estepona gibt es bekannte Reitschulen mit Vorführungen.
  • Gleitschirmfliegen. In der Sierra de Lijar bei Algodonales (zwischen Ronda und Jerez). Siehe Paragliding in Spanien
  • Kitesurfen. Am Strand Playasol in Estepona-Cancelada am Mittelmeer.
  • Wandern ist im Herbst, Winter und Frühjahr eine gute Möglichkeit, der Kälte in Mitteleuropa auszuweichen. Gute Wandermöglichkeiten finden sich in den Nationalparks sowie an der Küste in der Sierra de Mijas, Sierra Blanca (bei Marbella), Sierra Bermeja (bei Estepona), der Serrania de Ronda, sowie im Campo de Gibraltar (bei Algeciras).

Küche[Bearbeiten]

Gegrillte Sardinen am Strand

Als Vorspeise gibt es eine kalte Tomatensuppe, Gazpacho genannt. Beliebt sind auch die so genannten Churros, frittierte Kringel aus Pfannkuchenteig, die in Schokolade gedippt werden. Ansonsten ist die andalusische Küche von der Nähe zu Mittelmeer und Atlantik geprägt: frischer Fisch und Meeresfrüchte werden in allen Variationen zubereitet.

Desweiteren existiert auch in Andalusien eine reichhaltige "Tapa"-Kultur: kleine, kalte oder warme Snacks, die hauptsächlich in der heißen Mittagszeit genommen werden.

Insgesamt ist die Küche deftig und mediterran.

Häufig werden am Strand Sardinen über glühendem Holz gegrillt und mit Salz und Zitrone serviert.

Berühmt ist Andalusien für seinen Sherry (benannt nach der andalusischen Stadt "Jerez"), und für seine Traubenart "Palomino", aus der Sherry hergestellt werden. Mehr über die andalusische Küche findet man unter: andalusische Küche.

Nachtleben[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Als Tourist fühlt man sich genauso sicher wie in deutschen Städten. Auch wird man in dieser Urlaubsregion - außer an den Strandpromenaden an der Costa del Sol - anders als in Marokko oder der Türkei, nicht von Verkäufern belästigt.

Klima[Bearbeiten]

Andalusien gehört mit ca. 320 Sonnentagen im Jahr und einer Durchschnittstemperatur von 20 °C zu den wärmsten und schönsten Urlaubsregionen Europas. Selbst die "Winter" sind mild - nur wer einen schwachen Kreislauf oder sehr helle Haut hat, sollte seinen Aufenthalt nicht in die Hochsommermonate legen.

Klima in Andalusien Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez    
Mittlere höchste Lufttemperatur in °C 16.8 17.5 18.9 20.7 23.3 27.0 30.1 30.4 28.5 24.4 20.5 17.7 Ø 23
Mittlere tiefste Lufttemperatur in °C 8.1 8.5 9.8 11.6 14.2 17.7 20.8 21.6 19.6 15.7 11.9 9.0 Ø 14
Mittlere Wassertemperatur in °C 14 14 14 15 17 19 22 23 22 20 17 15 Ø 17.7
Niederschläge in mm 27 18 20 26 12 8 1 1 11 28 31 20 Σ 203
Regentage im Monat 4 3 3 2 2 1 0 0 1 3 3 3 Σ 25
Sonnenscheindauer pro Tag 6.0 6.6 6.9 7.8 9.7 10.8 11.1 10.0 8.5 7.1 6.2 5.8 Ø 8
Quelle: Wetterkontor Klimadaten für Almeria, Andalusien

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Jürgen Paeger: Wandern in Andalusien. DUMONT, ISBN 978-3-7701-5220-9, S. 126. 51 Abb., 36 farb. Karten, 35 Höhenprofile, Sprachführer

Weblinks[Bearbeiten]

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