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Casares

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Casares
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Casares ist eine Stadt in der andalusischen Provinz Málaga an der Costa del Sol.

Hintergrund[Bearbeiten]

Karte von Casares
Hinweis auf Cäsar am Eingang zur Burg
Denkmal für Blas Infante

Casares zählt zu den andalusischen weißen Dörfern ("Pueblos Blancos"). Es liegt auf einem Bergsattel unweit der Küste in den Ausläufern der Serrania de Ronda. Julius Cäsar soll in Casares gewesen sein, das besagt ein Schild am Tor zu den Ruinen des Fortaleza (Burg) oberhalb des Ortes. Julius Cäsar soll einer Legende nach an einer Hautkrankheit gelitten haben, die er in den nahen Schwefelbädern von La Hedionda kurierte. Er ordnete daraufhin die Gründung des Dorfes an.

Der Name Casares geht auf den römischen Namen der Burg Castellum Caesaris und auf das arabische caxara zurück. Auf dem Schild am Eingang zur Burg kann man auf spanisch und englisch lesen: "Willkommen in Caxaras. Dieser arabische Name bedeutet Burg. Sie betreten eine Burg, die über Jahrhunderte, von der Römerzeit bis zum Krieg gegen Napoleón I nicht zu erobern war. Julius Cäsar ging schon auf diesem Weg, wie Sie. Die Burg wurde Castellum Caesaris genannt, wovon sich der Name Casares ableitet."

Ausgrabungen haben Funde aus der Zeit von 1000 v. Chr. ergeben. Die Römer gründeten die Stadt Lacipo nach der Eroberung Spaniens im 2. Jh. v.Chr., die vom Olivenanbau lebte. Aber Lacipo verlor bald wieder an Bedeutung. Casares tauchte erst nach der Eroberung durch die Mauren in der Geschichte wieder auf. Die Mauren machten aus Casares ein Verwaltungszentrum und bauten den Alcázar auf dem Berg. Der kastilische König Pedro I schloss mit dem Nasridenkalifen Muhammed V in Casares einen Vertrag, der als Ziel hatte, Muhammed als Herrscher wieder einzusetzen. Bis zur Rückeroberung im Jahre 1484 gehörte Casares zur Taifa Granada. Reste der maurischen Bevölkerung rebellierten 1570 in der Serrania de Ronda gegen die neuen christlichen Herren. Der Aufstand wurde durch den Duque de Arcos blutig niedergeschlagen. Der Legende nach wurden die Morisken vom Alcázar den steilen Berghang (siehe Foto unten) hinuntergestossen. Nachdem die letzten Mauren getötet oder vertrieben waren, fiel die ganze Region in die Bedeutungslosigkeit.

Auf dem Berg steht neben den Resten des maurischen Alcázars eine Kirche (Iglesia de La Encarnation), die im spanischen Bürgerkrieg zerstört wurde und erst im Jahre 2007 wieder aufgebaut wurde. Der heutige Ortskern ist arabischen Ursprungs. Der Vater des andalusischen Nationalismus Blas Infante wurde 1885 in Casares geboren. Er kämpfte für die Aufgabe provinziellen Denkens und für die andalusische Bewegung. Er entwarf u.a. die andalusische Flagge und dichtete die andalusische Hymne. Er spielte auf der Seite der Sozialisten eine Rolle im spanischen Bürgerkrieg. Am 11. August 1936 zu Beginn des Bürgerkrieges wurde er von Nationalisten ermordet. Man erzählt, dass die Bewohner des Ortes beiden Lagern angehörten und so heftig verfeindet waren, dass sie sich zum Teil gegenseitig umgebracht haben. Wenn man im Ort nachfragt bekommt man keine oder nur ausweichende Antwort. An der Plaza de Espana steht eine Büste des berühmtesten Sohnes des Dorfes. Der Ort wurde als Ganzes zum historischen Kunstdenkmal erklärt. Es ist eines der schönsten Dörfer in Spanien.

Neben dem Bergdorf Casares Pueblo (corca 16km von der Küste entfernt) gibt es noch zwei kleine Ortsteile direkt an der Küste Bahia de Casares und Marina de Casares. Diese sind typische Costa del Sol Orte mit Hotels, Ferienhäusern und Service für Badetouristen. Ganz im Südwesten des Gemeindegebietes liegt noch das Bergdorf Secadero, nahe bei dem Dorf San Martin del Tesorillo (gehört schon zur Provinz Cadiz).

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Der Flughafen Málaga (AGP) ist der nächstgelegen Flughafen. Man erreicht Casares über die beiden Autobahnen A-7 bzw. AP-7 in etwa 75 Minuten (105 km), in dem man vom Flughafen in Richtung Cádiz, Algeciras fährt.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Casares hat keinen Bahnhof, der nächstgelegene ist in Fuengirola. Von da aus fährt alle 20 Min eine Bahn nach Málaga.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Von der A-7 oder AP-7 kommend biegt man zwischen Sotogrande und Estepona nach Casares ab. Die Straße A-377 führt nach 14 km bergauf zum Ziel.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Es gibt eine Busverbindung nach Estepona und zurück. Nach Estepona montags bis samtags 8:00 und 16:00 und zurück 13:00 und 19:00.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Die nächste Marina ist im Nachbarort Manilva.

Mobilität[Bearbeiten]

Man kann das Dorf zu Fuß erschließen. Es gibt viele enge Gassen, die Autos nur schwerlich oder gar nicht befahren können. Das Dorf hat mehrere kleine Dorfplätze.

Im Ort stehen Taxen zur Verfügung.

Am besten parkt man auf der A-377 bzw. MA 546 oberhalb des Dorfes und geht dann durch die engen Gassen hinunter zum Plaza España und am Denkmal Blas Infantes vorbei hinauf zur Burg.

Eine der engen Gassen, die hinab zur Plaza Espana führen
Die aufständischen Mauren wurden hier hinabgestürzt
Blick auf den Felsen von Gibraltar

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Ortskern. Der gut erhaltene und gepflegte historische Ortskern, an den Berghang geschmiegte weiße Häuser mit engen Gassen, 1978 unter Denkmalschutz gestellt ("Conjunto Histórico-Artístico").
  • 1 Iglesia de La Encarnación wurde im 16. Jh. auf den Grundmauern einer Moschee errichtet und im spanischen Bürgerkrieg zerstört. Sie wird jetzt als Kulturzentrum wieder aufgebaut.
  • Iglesia de San Sebastian, an der Plaza Espana. Aus dem 17. Jh. Im Inneren gibt es ein Bildnis der Nuestra Señora Del Rosario del Campo, Patronin von Casares. Das Bild wird zusammen mit dem Kreuz in einer Romeria durch das Dorf getragen.
  • 2 Eremita Santa Cruz aus dem 16. Jh.
  • Alte Festung auf dem Berg. Die alte Festung auf dem Berg ist römischen Ursprungs und wurde im 13. Jh. von den Mauren ausgebaut. Wann sie zerstört wurde ist nicht bekannt.
  • Banos de la Hedionda. In der Nähe. Es handelt sich um die Schwefelquellen, in denen Julius Cäsar sein Hautleiden geheilt haben soll.
  • Lacipo. Ehemalige römische Ansiedlung, Mauerreste lassen die Siedlung erahnen, 1,5 km westlich von Casares an der Straße von Manilva nach Gaucin.
  • Museo Casa natal de Blas Infante. Geburtshaus von Blas Infante, in der Calle Carrera 51 ist von Di bis Fr 11:00-14:30 und 16:00-18:30 Uhr sowie Sa 11:00-16:00 Uhr geöffnet. Blas Infante war Politiker und Schriftsteller, der Vater des Andaluzismus. Er wurde von den Nationalisten um Franco zu Beginn des Bürgerkrieges ermordet.
  • Museo de Etnohistoria, am Tor zur alten Burg, Calle Villa 60. Zeigt archäologische Funde aus der neolithischen Zeit bis zum 20. Jh. Geöffnet: Di – Fr 11.00 – 14.30 Uhr + 16.00 – 18.30 Uhr, Sa 11.00 – 16.00 Uhr.
  • Playa Chica, in Marina de Casares.
  • Playa Ancha. Weiter östlich mit dem Torre de la Sal (Salzturm).

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Wandern in der Umgebung von Casares. Eine ganze Reihe von Wanderwegen wird auf Casares Walks beschrieben.

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

  • Gaucin. 12 km.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

http://www.casares.es – Offizielle Webseite von Casares

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