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Costa del Sol

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Schützende Bergketten hinter der Küste

Die Costa del Sol liegt in Andalusien am Mittelmeer und umfasst die Küste der Provinz Málaga.

Hintergrund[Bearbeiten]

In Torremolinos

Die Costa del Sol, auf deutsch Sonnenküste, ist eine etwa 160 km lange Küste in Andalusien. Sie grenzt im Westen an das Campo de Gibraltar, das ist die Mittelmeerküste der Provinz Cádiz und im Osten an die Costa Tropical in der Provinz Granada. Häufig wird die komplette Mittelmeerküste Andalusiens als Costa del Sol bezeichnet, stimmt jedoch nicht. Die Costa del Sol beschränkt sich nur auf die Küste der Provinz Málaga. Dabei wird der Abschnitt im Südwesten von Manilva (bei Estepona) bis Torremolinos (kurz vor der Hauptstadt) als "occidental", der von Málaga bis Nerja als "oriental" bezeichnet.

Schon in den 1920er Jahren begann der Tourismus an der Costa del Sol. Der Grund hierfür war das sehr milde Klima quasi mit Sonnengarantie. Durch den Bergzug hinter der Küste ist die Costa del Sol vor den Winden vom Atlantischen Ozean geschützt. Dabei waren es wohlhabende Spanier, die sich hier einen Sommersitz bauten. Man suchte in den Fischerdörfern an der Küste nach Entspannung und vor allem nach schönen Wetter. In dieser Zeit entstanden die Landsitze, die heute noch in den ursprünglichen Teilen der Küstendörfer zu sehen sind, etwa in Benalmáden-Pueblo. Die ursprünglichen Ortschaften blieben bei dieser ersten Welle des Tourismus so wie sie waren erhalten, was daran lag, dass es sich nur wenige Spanier leisten konnten, sich hier ein Domizil zu bauen.

In den 1960er Jahren wurde die Costa del Sol dann dadurch bekannt, als es immer mehr Filmschauspieler und Musiker an die Strände zog. Bekannte Beispiele sind Frank Sinatra und Liz Taylor. Sie kamen her, um die Ruhe und das hervorragende Klima der Gegend zu genießen, machten die Costa del Sol dabei aber auch in Europa bekannt. In dieser Zeit begann nämlich auch die Reisewelle von Mitteleuropäern nach Süden. Viele kamen mit dem Auto bis nach Spanien. Zudem boten viele Fluggesellschaften plötzlich erschwingliche Flüge in diese Region an.

So entdeckte die Tourismusindustrie die Costa del Sol für sich. Es entstanden erste große Hotels und es wurden Pauschalreisen an die Strände angeboten. Der Bauboom wuchs ungebremst, Kontrolle war schon von Anfang an kaum möglich. Dazu kamen auch viele Politiker der Gegend, die durch Bestechungsgelder an dem Bauboom mit gewannen. So wurde jede auch noch so kleine Stelle bebaut, der irgendwie möglich war. Alle Ortschaften der Küste wurden von den Hotelburgen und Ferienanlagen teilweise überbaut. Manche Ortschaft entstand neu. Im Laufe der Zeit wuchsen die Ortschaften immer mehr zusammen. Das gilt vor allem für das Feriengebiet westlich von Malaga.

Mit dem Zerplatzen der Baublase wurde die Costa del Sol in eine schwere Krise gerissen. Viele Arbeitsplätze hingen von der Baubranche ab und gingen verloren. An vielen Baustellen wurde von heute auf morgen die Arbeit eingestellt. Scherzhaft sprechen die Leute davon, dass es hier so viele Baufahrzeuge geben würde, die niemanden mehr gehören würden, dass man sie nur holen bräuchte. Seitdem gibt es an der Costa del Sol eine sehr hohe Arbeitslosigkeit. Zudem sind viele Leute verarmt, weil sie ihr ganzes Geld in Ferienwohnungen investiert hatten, die von einem Tag auf den anderen nichts mehr wert waren. Viele dieser Wohnungen waren auch finanziert und sollten als Altersversorgung dienen.

Heute ist die Costa del Sol westlich von Málaga bis fast durchgängig nach Estepona bebaut. Fast überall wurden Hotels so gebaut, dass sie nicht in die Landschaft passen. Weiter im Hinterland entstand dazu ein Golfplatz nach dem anderen, bis heute über 80 an der Zahl. Das zieht wohlhabendere Besucher an, für die im Hinterland Landhäuser gebaut wurden. Östlich von Malaga ist es nicht ganz so schlimm, aber auch hier ist die Bebauung oft alles andere als schön.

Orte[Bearbeiten]

Blick auf Nerja
Hafen von Malaga
Marbella Playa
Benalmádena
Karte von Costa del Sol

Ferienorte an der Costa del Sol von Nordosten "oriental" bis nach Südwesten "occidental":

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Naturparks[Bearbeiten]

  • Der Naturpark Montes de Málaga, Parque Natural Montes de Málaga
  • Der Naturpark Sierra de las Nieves, Parque Natural Sierra de las Nieves
  • Der Naturpark Sierras de Tejeda, Alhama und Almijara, Parque Natural Sierras de Tejeda, Almijara y Alhama
  • Die Cliffs von Maro, Paraje Natural Los acantilados de Maro
  • Die Schlucht Gaitanes, Paraje Natural El desfiladero de los Gaitanes
  • Der Naturpark Los Reales de Sierra Bermeja, Paraje Natural Los Reales de Sierra Bermeja
  • Die Orte der Sierra Crestellina, Paraje natural Sierra Crestellina

Sprache[Bearbeiten]

Amtssprache ist Spanisch (Kastilisch). In den touristischen Orten ist Englisch sehr stark verbreitet, Deutsch und Französisch in etwas geringerem Maße.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Bahnstrecken entlang der Küste

Der zentrale Flughafen befindet sich in Málaga. Alternativ kann man aber auch über den Flughafen in Sevilla oder den Flughafen in Gibraltar anreisen. Sevilla liegt schon etwas von der Costa del Sol entfernt, kann sich aber anbieten, wenn man vor dem Badeurlaub noch ein paar Tage in der andalusischen Hauptstadt verbringen will. Nach Gibraltar kommt man am eigentlich nur über England von Birmingham, London oder Manchester aus.

Mit dem Zug[Bearbeiten]

Malaga ist inzwischen an das Schnellfahrnetz der RENFE angeschlossen. Der AVE verkehrt hier jede Stunde. Man kommt von Malaga aus nach Barcelona und Madrid. Der nächste Umsteigebahnhof ist in Córdoba. Es gibt nur wenige weitere Züge zur Costa des Sol. Ein Zug fährt zweistündlich nach Sevilla, einer ab und zu mal nach Ronda.

Mit dem Zug C-1 der Renfe kann man von dort ins Zentrum der Hauptstadt oder südwestlich entlang der Küste bis nach Fuengirola fahren. Die Züge fahren all 20 Min von früh morgens bis abends spät, die Fahrpreise bewegen sich zwischen 1,70 € und 2,60 €. Siehe auch Timetable, Map, Stationen.

Mit dem Auto[Bearbeiten]

Entlang der Küste verlaufen gut ausgebaute Autobahnen (Autovía del Mediterráneo) und Schnellstraßen, meist die A-7 (gebührenpflichtig), bei Málaga auch noch die MA-24 und MA-20. Parallel gibt es auch noch gute Landstraßen, auf denen man allerdings ein wenig länger braucht um ans Ziel zu kommen. Nach Malaga kommt man auf der A-45 von Cordoba. Verteit wird der Verkehr in der Nähe von Antequera, wo die Ost-West-Verbindung A-92 von Sevilla nach Cordoba die A-45 kreuzt.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Das Busnetz an der Costa del Sol ist recht gut ausgebaut. Dabei bemüht man sich stets pünktlich zu sein, das ist aber oft kaum möglich, da die Busse entlang der immer durch bebautes Gebiet fahren und verkehrsbedingt oft Verspätung bekommen. Auch muss man, wenn man weitere Strecken mit dem Bus zurücklegen will öfters mal umsteigen. Die Busse sind recht modern ausgestattet, verfügen auch über eine Klimaanlage. Jede größere Ortschaft hat auch einen Busbahnhof, an dem man umsteigen kann. Da viele Spanier auch mit diesem Bussen unterwegs sind, können die Busse schon mal recht voll werden.

Mobilität[Bearbeiten]

Autobahn A7 an der Costa del Sol

Auf der Straße[Bearbeiten]

Man sagt den Spaniern, die hier an der Costa del Sol wohnen einen sehr offensiven Fahrstil nach. Das ist aber nicht so schlimm, wie man einen oft Glauben machen will. Im Normalfall wird man im Verkehr keine Probleme haben. Auch beim Einparken sind die Geschichten von angestubsten Autos oftmals Märchen. Ungewohnt für den deutschen Autofahrer sind allerdings die Maut-Stellen an der Autobahn. Hier muss man sich erst einmal eine Übersicht verschaffen und dann an den richtigen Schalter fahren.

In den Ortschaften gibt es zum großen Teil keine oder nur wenige Parkplätze. Es gilt oftmals, wenn man einen Parkplatz hat, dann muss man den auch nehmen, wer weiß, wann der nächste Parkplatz zu finden ist. Das gilt auch und besonders für die so genannten weißen Dörfer. Sie sind gar nicht darauf ausgelegt, dass so viele Leute mit dem Auto hier her fahren. Und Parkplätze gibt es schon gar nicht. Oft ist es besser, auf öffentliche Verkehrsmittel zurückzugreifen.

In den Badeorten der Costa del Sol herrscht eigentlich den ganzen Tag über viel Verkehr. Das Straßennetz ist eigentlich gar nicht für die Masse an Autos gedacht, die hier fahren. Es sind gar nicht nur die Urlauber, die hier fahren, es sind auch die Leute, die hier überall arbeiten, aber nicht hier wohnen. Fährt man auf der Küstenstraße kommt man oftmals nur sehr langsam voran. Generell gilt, dass man möglichst schnell auf die Autobahn kommen sollte, denn hier rollt der Verkehr besser.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Man sieht an der Costa del Sol viele Radrennfahrer, die hier trainieren. Insbesondere im Frühjahr bereiten sich hier viel Teams auf die Saison vor. Das hat den Vorteil, dass es hier ein angenehmes Klima gibt und auch die Strecken recht anspruchsvoll werden können, wenn es in die Berge geht. Auch im Sommer kann man hier noch Fahrrad fahren. Neben den Straßenfahrern kann man hier auch viele Leute sehen, die sich mit dem Mountain-Bike auf den Weg machen. Auch hier gibt es einige sehr anspruchsvolle Strecken, die man bewältigen kann. Viele sind auch ausgeschildert. Insgesamt muss man sagen, dass man an der Costa del Sol das Fahrrad als Sportgerät ansieht. Als Fortbewegungsmittel ist es mehr oder weniger unbekannt. Daher sind Fahrradwege in den meisten Städten an der Costa del Sol mit wenigen Ausnahmen auch meist gar nicht vorhanden oder werden nicht beachtet.

Marinas[Bearbeiten]

Sportboote im Hafen von Benalmádena
  • Puerto Marina Alcaidesa (Sport)
  • Puerto de la Duquesa (Sport)
  • Estepona Port (Yacht-und Fischerhafen)
  • Puerto Banus (Sport)
  • Marina Marbella
  • Marbella Port (Yacht-und Fischerhafen)
  • Port of Cabopino (Sport)
  • Fuengirola Hafen (Marina und Fischerei)
  • Puerto Deportivo de Benalmádena (Sport)
  • Hafen von Málaga (Sport und kommerzielle Fischerei)
  • Real Club Med (Sport)
  • Port Der Lock- (Sport-)
  • Puerto de La Caleta (Yacht-und Fischerhafen)
  • Puerto de Sotogrande (Sport)

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Badeorte[Bearbeiten]
Benalmádena

(Von Malaga Richtung Westen)

(von Malaga in Richtung Osten)

Weiße Dörfer[Bearbeiten]
Loja
Spuren der römischen Siedlungszeiten[Bearbeiten]
  • Am bekanntesten ist sich das römische Amphitheater in Malaga. Man findet es am Fuße der Alkazaba ganz in der Nähe des Hafens. Die Anlage wurde durch Zufall beim Bau eines Hauses gefunden und dann ausgegraben. Sie stammt aus dem ersten Jahrhundert nach Christus. In der maurischen Zeit wurden Teile des Theaters in die Festungsanlage Alkazaba integriert.
  • In Fuengirola kann man die Finca del Secretario besichtigen. Die Ausgrabung stamm aus römischer Zeit und enthält eine Pökelanlage, die noch recht gut erhalten ist, aber auch eine Therme und eine Töpferwerkstatt. Die römischen Gemächer und die Bäder sind nicht Original, sondern nachgebaut. Man findet die Ausgrabung an der Avda. Nuestro Padre Jesús Cautivo westlich des Flusses Pajares.
  • In Marbella findet man die Villa Romana de Río Verde an der Mündung des Flusses Rio Verde, also im Westen der Stadt. Übrig geblieben von der Villa ist Leider nur der Boden, ein Mosaik aus schwarzen und weißen Fliesen. Dazu sind die Ansätze der Mauern noch zu erkennen. Man findet die Ausgrabungsstätte an der Calle del Rio im Osten des Flusses Rio Verde. Das Gelände kann besichtigt werden.
  • In Torrox findet man am Ende der Strandpromenade, wenn man sie Richtung Osten geht, eine kleine Ausgrabung aus römischer Zeit. Die Ausgrabung teilt sich in mehrere kleine Teile. Hier wurde die Überreste der römischen Stadt Caviculum ausgegraben. Leider ist gar nicht so viel zu sehen. Aber immerhin hat man hier die antiken Baureste erhalten und nicht einfach darüber hinweg gebaut.
  • Die Banos de Hedionda findet man bei Casares. Es sind die Reste eines Schwefelbades aus der römischen Zeit. Hier soll sogar Julius Cäsar seine Wunden von den langen Märschen bei seinen Eroberungszügen geheilt haben. Auch seine Truppen verehrten das Bad wegen seiner heilender Wirkung. Man findet die Bäder, die öffentlich zugänglich und zu besichtigen und auch zu benutzen sind, in der Nähe des Dorfes Gaucín rechts des Baches Albarra.
Spuren der maurischen Siedlungszeiten[Bearbeiten]
  • Die bekanntesten Bauten aus maurischer Zeit kann man in Málaga sehen. Die Alcazaba und das Castillo de Gibralfaro stammen aus maurischer Zeit. Beide kann man besichtigen, es werden auch Führungen angeboten. Die Bauwerke zeugen von der großen Blüte der Stadt in der maurischen Zeit.
  • An der ganzen Küste verteilt stehen noch Wachtürme, die aus islamischer Zeit stammen. Diese Atalaya genannten Türme waren Warntürme, die Flotten im Mittelmeer erkennen sollten. Dieser würden dann per Signalfeuer weitergemeldet, dass Truppen mobilisiert werden konnten, um den bevorstehenden Angriff abzuwehren. Die Türme waren nur mit einem oder maximal zwei Soldaten besetzt. Sie stehen meist auf Erhebungen direkt an der Küste, dass eine gute Sicht auf das Mittelmeer möglich war und eine ununterbrochene Kette zwischen den einzelnen Türmen entstand. Viele Namen von anderen Gebäuden und Ortsteilen weisen noch heute auf diese Wachtürme hin.
  • Im Südwesten der Stadt Fuengirola findet man die Festung Castillo de Sohail. Um sie soll sich der ursprüngliche Ort Fuengirola gebildet haben. Auch der Name der Stadt soll sich von Fuen für Fuerte also Festung ableiten. Die Festung stammt aus der Zeit der muslimischen Besatzung und soll so um 900 n. Chr. erbaut worden sein. Man kann die Festung heute besichtigen. Zudem dient sie als Veranstaltungsort für Konzerte und Feste. Bekannt sind die Noches de Castillo, die Burgnächte, in denen hier Pop- und Rockkonzerte stattfinden.
  • Die ursprünglichen Ortskerne viel Ortschaften an der Costa del Sol stammen aus der maurischen Besiedlungsphase. Man erkennt sie an den schmalen Gassen, die sich labyrinthartig durch den ganzen Ort ziehen. Diese Ortschaften sind auch häufig noch so geschmückt, wie es zu maurischen Zeiten üblich war. Ein schönes Beispiel ist Frigiliana in der Nähe von Nerja oder Mijas Pueblo nördlich von Fuengirola.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Kite Surfer an der Costa del Sol
  • Die Costa del Sol ist auch als Costa del Golf bekannt. Es hat die größte Konzentration von Golfplätzen in Andalusien und auf dem europäischen Kontinent, die wie folgt verteilt sind: 21 in der Gemeinde Marbella, 11 in Mijas, 10 in Estepona, 6 in Benahavis und San Roque, 3 in Malaga, 2 in Casares, Rincon de la Victoria und Benalmádena und 1 in Vélez-Málaga, Fuengirola, Nerja, La Linea de la Concepcion und Manilva. Dazu kommen weitere in den Städten Alhaurin el Grande, Alhaurin de la Torre und Antequera. Leider hat diese hohe Anzahl an Golfplätzen zwar den Vorteil, dass man unheimlich viele zahlungskräftige Touristen anlockt, auf der anderen Seite sollte man aber nicht vergessen, dass man zur Bewässerung eines solchen Golfplatzes unheimlich viel Wasser benötigt. Und Wasser gib es hier nicht sehr viel.
  • Der herrliche Wind und die schönen Wellen zieht eine Menge von Surfern an die Strände der Costa del Sol. Hier gibt es wahre Surferparadiese, die in einem Atemzug mit den Stränden von Fuerteventura genannt werden. So gibt es einen Strand westlich von Fuengirola, an dem es von Kite-Surfern nur so wimmelt.
  • Es gibt einige Häfen für Private Boote. So zieht die Costa del Sol auch Leute an, die mit ihren Booten das Mittelmeer befahren wolle. Häfen findet man zum Beispiel in Benalmádena, Fuengirola oder Marbella.
  • Das Gebiet der Costa del Sol ist recht bergig. So treibt es auch viele Fahrrad-Fahrer hier her, die in dieser anspruchsvollen Gegend trainieren. Man kann sich in den Badeorten auch Fahrräder leihen, auch wenn die Qualität dieser Räder nicht sehr hoch ist. Auch Leute, die gerne mit dem Mountain-Bike fahren, finden hier ihre Weg. Viele sind in den Ortschaften sogar ausgeschildert. Das geht von einfach bis sehr anspruchsvoll.

Küche[Bearbeiten]

Paella

Die Küche an der Costa del Sol hat sich dem Geschmack seiner Besucher angepasst. Man findet eigentlich alles, was man in einem Ferienort erwartet, von den bekannten Fast-Food-Ketten über Buden, vom kleinen bis zum großen Restaurant. Neben der spanischen Küche ist hier vor allem die asiatische Küche und auch die italienische Küche sehr stark vertreten. Dabei haben die Preise sehr oft auch viel mit der Lage zu tun. An viel besuchten Plätzen ist es deutlich teurer als in den Nebenstraßen. Es lohnt sich daher, sich erst einmal etwas umzuschauen, bevor man ein Restaurant auswählt. Auch die Qualität schwankt sehr deutlich, dabei muss die Qualität nicht immer auch etwas mit dem Preis zu tun haben. Auch hier lohnt es sich, sich erst einmal umzusehen.

Auch die spanische Küche folgt hier der Nachfrage. Fast jedes spanische Restaurant bietet Tapas-Platten an, die dann eine ganze Mahlzeit darstellen. Dazu wird auch immer Paella angeboten. Auch hier muss man vorsichtig sein, denn aus Zeitersparnis kommt die zum Teil aus der Tiefkühltruhe. Auf eine vor Ort hergestellt Paella muss man immer etwa eine halbe Stunde warten. Will man wirklich gut spanisch Essen gehen, dann sollte man etwas ins Hinterland fahren. Hier ist man auch auf Urlauber eingestellt, die Qualität ist meistens aber besser, als mitten in den Badeorten.

Will man wirklich Tapas essen, sollte man nicht auf die immer wieder angebotenen Tapas-Platten zufrieden geben. In den Bars abseits der Wege der Touristen bekommt man bei der Bestellung eines Bieres, Weines oder auch eines Soft-Drinks eine Tapa dazu, wie es auch die Tradition ist. Welche das in dem Fall ist, bleibt eine Überraschung. Es gibt Oliven, Andaluisches Brot (geröstetes Weißbrot mit Tomate, Knoblauch und Olivenöl) oder einfach nur geröstetes Toast mit Olivenöl. Mit jeder Bestellung bekommt man etwas anderes. Das sind Tapas nach der original Tapas-Kultur. Lecker und einfach.

Nachtleben[Bearbeiten]

Als Urlaubsparadies hat die Costa del Sol natürlich auch jede Menge Nachtleben zu bieten. Da findet sicherlich jeder etwas, wie er sich auch in der Nacht die Zeit vertreiben kann. Langweilig wird es hier nie. Im Gegenteil, man hat schon fast die Qual der Wahl, was man denn machen soll, denn die Möglichkeiten sind so vielfältig.

Zunächst aber ein paar allgemeine Tipps. In Spanien fängt das Nachtleben erst relativ spät an. Man geht zunächst in eine Bar oder eine Bodega und isst und trinkt etwas. Dabei bleibt man eigentlich nicht in einer einzigen Bar, sondern wandert jetzt schon von Bar zu Bar, trinkt etwas und zieht weiter. Gegen Mitternacht machen dann auch die Clubs und Diskotheken auf. Jetzt kann man sich in die Disko stürzen, in der einem die Musik am besten gefällt, aber auch hier gilt im Allgemeinen, dass man nicht in eine Disko oder in einem Club bleibt, sondern auch weiter zieht. In den Clubs und Diskotheken haben Frauen meist freien Eintritt, während die Herren oftmals bezahlen müssen. Die Nacht endet dann im Morgengrauen und man trifft sich noch einmal in eine Bar um zu frühstücken.

Aber auch wer es ruhiger angehen lassen möchte, der findet an der Costa del Sol immer ein Lokal oder eine Bar, in der man bis spät in die Nacht sitzen und plaudern kann. Und tatsächlich gibt es auch viele sehr Schöne. Oft kann man im Freien sitzen, oft auch in der Nähe eines Strandes. Da kann man die Wellen hören und sich den Wind um den Kopf wehen lassen. In den meisten Bars kann man auch immer etwas essen. Meist haben sie sehr schöne Kleinigkeiten (Tapas) zu bieten.

Am meisten los ist sicher in Malaga. In der Altstadt gibt es jede menge kleine Bars und Kneipen, die alle zum verweilen einladen und auch wer tanzen gehen will, der findet auch hier immer etwas, was seinem Geschmack entspricht. Hat man etwas mehr Geld in der Tasche, dann kann man die exclusiven Clubs in Marbella besuchen. Hier kann man das Glück haben, dass einem auch einmal eine Star oder Sternchen über den Weg läuft. Auch in Torremolinos, Fuengirola und Benalmádena ist jede Nacht etwas los. Hier findet die auch für jeden Geschmack etwas und man kann die ganze Nacht durchfeiern.

Ausflüge[Bearbeiten]

Da es an der Costa del Sol Hotels in jeder Preisklasse gibt und die Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel und an den Straßenverkehr sehr gut sind, eignet sich der Bereich sehr gut dazu, um von hier aus ganz Andalusien zu besuchen. Viele Ziele sind von hier aus sowohl mit Bus und Bahn als auch mit dem Auto gut zu erreichen. Auch Autos kann man sich hier an jeder Ecke mieten. Das Hotel ist dann nur noch der Ausgangsort für die Reisen in Andalusien. Wenn man mag kann man von der Costa del Sol auch geführte Touren in die wichtigsten Städte Andalusiens buchen. Hier sind dann oft schon die Eintrittsgelder für die Sehenswürdigkeiten enthalten. Ziele für Ausflüge von der Costa del Sol sind:

Sicherheit[Bearbeiten]

Policia Local ind Torremolinos

In der spanischen Kriminalstatistik liegt die Costa del Sol sehr weit vorn. Gleich drei Städte mit Malaga, Fuengirola und Torremolinos sind in den Top-Ten. Da sind natürlich auch alle möglichen Straftaten enthalten, die mit dem Tourismus so rein gar nichts zu tun haben, dennoch hatte die Straßenkriminalität doch bedrohliche Ausmaße angenommen. Sogar in Marbella gab es einen offenen Straßenverkauf von Drogen und offene Prostitution. Tatsächlich hat man aber etwas getan, weil man sich ja auch nicht alle Urlaubsgäste vertreiben wollte. Zunächst einmal hat man die polizeiliche Präsens sehr stark erhöht. Geht man an der Costa del Sol spazieren, trifft man immer auf ein Duo von Polizisten, die Streife gehen. Und auch Streifenfahrzeuge gehören zum Straßenbild. Damit hat man die offene Kriminalität schon recht gut in den Griff bekommen und auch das Sicherheitsgefühl der Urlauber ist wesentlich erhöht worden.

Nun gehören ja Urlaubsorte, überhaupt Orte, an denen sich viele Menschen aufhalten, zu einem lohnenden Gebiet für alle möglichen Diebstahls- und Betrugsdelikte, das ist nicht nur an der Costa del Sol so, dass ist überall so, wo es viele Urlauber gibt. Man muss also immer auf seine Sachen aufpassen. Es gelten die ganz normalen Ratschläge, die man in jedem Urlaub beachten sollte, egal, wo es hin geht. Man sollte nur so viel Geld mitnehmen, wie man wirklich benötigt, Wertsachen bleiben am besten im Hotelsafe, Brustbeutel sind zwar nicht schön aber sicherer. Straßenverkäufer und Bettler meiden, gedränge aus dem Weg gehen. Alles nichts Neues, auch nicht an der Costa del Sol. Beachtet man diese Vorsichtsmaßnahmen, kommt man auch an der Coste del Sol gut durch den Urlaub, auch wenn die Fallzahlen hier sehr hoch scheinen.

Durch seine Nähe zu Afrika hat die Costa del Sol noch weitere Probleme, die nicht unerwähnt bleiben sollen. Das ist zum einen der Menschenhandel von Afrika nach Europa, der hier an der der Costa del Sol blüht und jedes Jahr viele Todesopfer fordert. Die Route von Marihuana von Marokko, einem der größten Anbaugebiete dieses Rauschgifts auf der Welt, nach Mitteleuropa führt ebenfalls über die Costa del Sol, kein Wunder, es ist nicht weit und hier ist sehr großer Schiffsverkehr. Dazu kommt die rasant wachsende Arbeitslosigkeit. Diese unglaublich hohen Zahlen zwingen viele Leute dazu, einfach ihr heil in der Kriminalität zu suchen und auch nicht verschwiegen werden darf, dass die Korruption an der Costa del Sol immer noch sehr verbreitet ist.

Erschwerend kommt dazu, das die Polizei in Spanien überhaupt sehr undurchsichtig organisiert ist. In einen Städtchen sieht man oft drei verschiedene Polizeibehörden Streife fahren und man weiß so richtig gar nicht, was macht nun der eine oder der andere. Aber, wie schon erwähnt, man ist bemüht die Polizeipräsens zu verstärken und dass ist sicher schon sehr gut gelungen.

Klima[Bearbeiten]

An der Costa del Sol genießt man ein angenehmes Klima, mit einer Durchschnittstemperatur von 19 °C und mehr als 300 Tagen Sonnenschein im Jahr. Die Bergketten kurz hinter der Küstenlinie schützen vor kalten Nordwinden. Im Sommer ist es tagsüber zwischen 25 °C und 30 °C warm, im Winter geht es nur sehr selten unter 10°. Die Niederschlagsmenge an der Costa del Sol liegt bei 500 mm, im Landesinneren kann es das doppelte sein.

Es ist allerdings etwas kühler als an den weiter östlich gelegenen Küsten (z.B. Bereich Almería). Dies setzt sich fort je weiter man in Richtung Gribaltar kommt, da sich dort der Einfluss des Atlantiks bemerkbar machen kann.

Immobilienblase[Bearbeiten]

Unfertiges Neubaugebiet in Benalmádena

Dazu kam es nach der Jahrtausendwende zu immer weiter fallenden Zinsen. Geld war also in großer Menge vorhanden. Dazu hatte es sich in Spanien auch durchgesetzt, Geld in Immobilien anzulegen. Das Ergebnis waren eben jene riesigen Anlagen mit Ferienwohnungen, die rein zur Geldanlage geschaffen wurden. Dabei konnten nicht nur Spanier hier ihr Geld anlegen, auch im Ausland waren diese Geldanlagen sehr beliebt. So wurde eine immer größer werdenden Nachfrage nach diesen Wohnungen geschaffen. Die Spirale kam in Bewegung. Immer neue Investoren wollten ihre Ferienwohnung an der Costa del Sol, immer neue Gebiete wurden erschlossen und immer neue immer größere Projekte gestartet. Die Bauindustrie in Spanien hat zu dieser Zeit eine größere Produktion als die in Deutschland, Frankreich oder Italien.

Mit der Rezession 2007 wurde Geld teurer, es gab weniger Investoren, die an der Costa del Sol ein Objekt kaufen wollten. Die Blase zerplatzte, weil es schon für die bestehenden Objekte gar keine Nutzer gab, sie wurden nur zur Geldanlage gebaut. In nur wenigen Wochen sanken die Immobilienpreise um bis zu 70 Prozent. Niemand wollte mehr investieren, alle wollten aber verkaufen. Dadurch brach natürlich auch die Bauindustrie ein. Es wurde nicht mehr weiter gebaut. Es kam zu Massenentlassungen und Arbeitslosigkeit. Durch die Arbeitslosigkeit wurde wiederum das Geld weniger, immer mehr Leute versuchten zu verkaufen, was nicht mehr zu verkaufen war. Da nicht nur die Costa del Sol, sondern ganz Spanien vom platzen der Immobilienblase betroffen waren, blieben auch die Investitionen aus ganz Spanien aus. Auch die Gelder aus dem Ausland blieben aus, da die Immobilien in Spanien keine Rendite mehr versprachen.

Übrig blieben die zum Teil riesigen Urlaubsdomizile, in denen kaum ein Mensch wirklich seinen Urlaub verbringt und die die Costa del Sol heute prägen. Das Schild "Se Vende" (zu verkaufen) kann man immer häufiger sehen, auch in den älteren Anlagen, die eben auch entscheidend an Wert verloren haben. Viele Anlagen wurden auch nicht fertig gebaut oder schlimmstenfalls wurden sogar die Baustellen einfach zurück gelassen.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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