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Jerez de la Frontera

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Jerez de la Frontera
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Jerez de la Frontera, kurz Jerez, ist eine Stadt in der spanischen Region Andalusien.

Hintergrund[Bearbeiten]

Jerez ist mit 211000 Einwohnern die grösste Stadt in der Provinz Cádiz. Die Stadt liegt 12 KM von der Atlantikküste entfernt.

Wie viele weitere Städte die im 13. Jahrhundert wieder christlich wurden, trägt die Stadt den Zusatz "de la Frontera". Von 711 bis 1248 war die Stadt unter maurischer Herrschaft, ab Mitte des 12. Jahrhunderts sogar ein eigenständiges Taifaemirat. 1248 wurde Jerez zunächst kastillisches Protektorat, 1264 dann endgültig unter Alfons X (Alfonso el Sabio) christlich.

Die Wirtschaft von Jerez ist geprägt von der Sherry-Produktion, dem Tourismus, Landwirtschaft und Viehzucht (Rinder, Pferde) und dem Motorsport. Desweiteren verfügt Jerez über eine Universität (Universidad de Cadiz) und einen Flughafen.

Entfernungen
Sevilla92 km
Torremolinos229 km

Anreise[Bearbeiten]

Alcázar Jerez

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Jerez verfügt über einen eigenen Flughafen, der international hauptsächlich aus Deutschland angeflogen wird. Alternativen sind die Flughäfen Sevilla und Malaga.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Jerez liegt an der Bahnlinie Cadiz-Sevilla. Es halten am innerstädtischen Bahnhof sowohl Schnell- als auch Nahverkehrszüge. Der Flughafenbahnhof wird nur von wenigen Nahverkehrszügen täglich bedient.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Der Ort ist an den Verkehrsverbund der Metropolregion Cádiz angeschlossen. Jerez, Cádiz und die Orte der Umgebung sind häufig und bequem zu erreichen. National verbinden die Betreiber Comes und Los Amarillos den Ort mit Sevilla, Madrid, Tarifa, Algeciras und Granada. Desweiteren bieten verschiedene touristische Anbieter organisierte Tagesausflüge von den Badeorten an der Küste nach Jerez an.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Jerez ist von Süden her über die A4 und die AP4/E5 und von Norden her über die N IV und die AP4/E5 hervorragend an das spanische Strassennetz angeschlossen. Desweiteren führt östlich die von Los Barrios kommende A381 und die von Antequera kommende A382 nach Jerez.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Aktuell gibt es 16 innerstädtische Buslinien.

  • L 1 Esteve-San Telmo-Constitución
  • L 2 Esteve-Picadueñas
  • L 3 Esteve-La Plata-Mosto-San Juan de Dios
  • L 4 Esteve-García Lorca-El Altillo
  • L 5 Esteve-Campus-Guadalcacín
  • L 6 Esteve-Campus-La Granja
  • L 7 Angustias-La Pita-Estella del Marqués
  • L 8 Circunvalación I
  • L 9 Circunvalación II
  • L 10 Canaleja-Atlántico-Esteve-Hacienda-Hospital
  • L 12 Alcázar-C. Salud San Telmo-El Portal/Guadabajaque
  • L 13 Alcázar-Blas Infante-Asisa
  • L 14 Esteve-Villas Este-La Marquesa
  • L 16 Casinos-Hipercor-Ortega Y Gasset
  • L 19 Nueva Jarilla-Guadalcacín-Angustias
  • L 20 Rotonda-García Lorca-Guadalcacín

Neben den Taxiständen am Flughafen, am Plaza Arenal und am Bahnhof gibt es über 20 weitere Taxistände im Stadtbereich.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Alcazar von Jerez. Palastanlage mit maurischem Ursprung. Sie hat sehenswerte Höfe, Gärten und ein arabisches Bad. Im Hauptgebäude kann man neben den Räumlichkeiten in einem Turm die kuriose Camera Obscura besichtigen. Diese hat zwar nichts historisches an sich, aber sie ist trotzdem sehenswert. Es wird dabei das Licht durch einen Spiegel und einer Linse auf einen parabolförmigen Tisch projeziert, der wie eine Leinwand fungiert. Der/Die Vorführer/-in steuert dabei den Spiegel, sodass ein Abbild der Stadt auf dem Tisch zu sehen ist. Dadurch kann eine "virtuelle" Stadtbesichtigung durchgeführt werden.
  • Karthäusergestüt.
  • Kathedrale von Jerez. In der Nähe des Alcazars.
  • Kirche San Miguel. Im gotisch-barockem Stil.
  • Kirche San Mateo. Gotischer Stil; älteste Kirche.
  • Karthäuserkloster. Spätgotisch; heute von einem weiblichen Orden bewohnt.
  • Kirche Santiago. 13. Jahrhundert.
  • Weitere Kirchenbauten San Juan de los Caballeros; San Dionisos, San Mateo; alle 13. Jahrhundert
  • Palast der Duques de Abrantes.
  • Bürgermeisteramt. Im Renaissancestil aus dem 16. Jahrhundert.
  • Archäologisches Museum.
  • Der Circuito de Jerez. Auf der ca. 10 km östlich von Jerez gelegenen Rennstrecke an der A-382 finden Motorrad- und Autorennen statt. Im Winter testen dort die Formel 1-Teams ihre Rennwagen. Bis in die 1990er Jahre gab es dort auch Formel 1 Rennen. *Circuito de Jerez: Höhepunkt der Saison ist der spanische Lauf um die MotoGP-Weltmeisterschaft.
  • Real Escuala Andaluza de Arte Equestre. Schon im 17. Jh. wurde die Hohe Schule, die Pferdedressur, auf der Plaza del Arenal gezeigt. Jeden Donnerstag (von April bis Oktober auch Dienstags) kann man in der Königlich-andalusischen Schule der reiterlichen Künste die Vorführung So tanzen die andalusischen Pferde bewundern oder an den anderen Tagen morgens beim Training zusehen. Im September findet zur Weinlese die Feria de Otono statt und es gibt an der Real Escuela zusätzliche Sondervorstellungen Freitags und Samstags. Tickets kosten ab 21 Euro, für Studenten und Rentner gibts verbilligte Karten (Stand März 2014). Am Gelände der Hofreitschule gibt es unter anderem die Stallungen, sowie ein Museum zu besichtigen. Die Real Escuela ist recht zentral gelegen, zum Zufahren kann man auch den Schildern der gut ausgeschilderten Bodega Sandeman folgen. Parkplätze hinter der Real Escuela sind ausgeschildert.
  • Jerez ist die Wiege des Sherrys, daher gibt es mehrere historische Kellereien, die man größtenteils besichtigen kann. Der Unterschied zu den "traditionellen" Weinkellern ist, dass die Bodegas in Jerez nicht unterkellert sind, sondern ebenerdig sind und eher Lagerhallen ähneln.
  • Ruine der ehemaligen Zuckerfabrik im Stadtteil El Portal. Auf den Mauern der Ruine befinden sich etwa 30 bis 40 Storchennester.

Aktivitäten[Bearbeiten]

  • Flamenco-Festival. Es findet jährlich Ende Februar ein zweiwöchiges Flamenco-Festival statt.
  • Feria del Caballo. Die Pferdemesse, die Festwoche ist Anfang Mai im Park González de Hontoria. Sie geht auf das Jahr 1284 zurück und war zunächst ein Viehmarkt. Es finden zahlreiche Veranstaltungen statt, Springreitturniere, Dressurwettbewerbe, Pferderallyes, Ausstellungen und Versteigerungen.

Einkaufen[Bearbeiten]

Allgemein[Bearbeiten]

Zum Einen findet man im Bereich um den Plaza Arenal eine grössere Fussgängerzone mit vielen Fachgeschäften und Restaurants, sowie dem Frischmarkt in unmittelbarer Nähe, zum Anderen hat man entlang der Peripherie an der N IV grosse Märkte auf der grünen Wiese.

Sherry[Bearbeiten]

Wichtigstes regionales Produkt ist der Sherry. Bei dem Sherry handelt es sich um die Herkunftsbezeichnung verschiedener Likörweine, die im sogenannten Sherrydreieck zwischen El Puerto de Santa María, Sanlúcar de Barrameda und Jerez de la Frontera produziert werden. Auch andere Ortschaften in der Region produzieren ähnliche Likörweine, die alledings nicht unter dem Begriff "Sherry" vermarktet werden dürfen. Der Begriff Sherry leitet sich vom Namen der Stadt Jerez ab.

Der Weinbau in der Gegend um Jerez hat eine dreitausendjährige Tradition. Schon die Phönizier bauten Rebstöcke an, im römischen Reich war Wein ein wichtiger Exportartikel. Selbst in Zeiten der maurischen Herrschaft wurde nur ein Teil der Rebstöcke gerodet, Rosinen und Alkohol für medizinische Zwecke durften weiterhin produziert werden. Ende des 1587 überfiel Franzis Drake den Hafen von Cadiz, versenkte einen Teil der spanischen Armada und zog mit einer Beute von 2900 Fässern Sherry ab. Nachdem ein weiterer Versuch der Briten den Hafen von Cadiz zu erobern 1625 scheiterte, folgte ein friedlicher Ausbau des Handels mit Weinen aus der Region. Im 18. Jahrhundert begannen viele Engländer, Schotten und Iren mit Handelshäusern und eigenen Sherry-Kellereien. Garvey, Osborne, Sandeman, Byass, Williams and Humbert sind nur einige Sherryhäuser britischem Ursprungs. Oft, wie zum Beispiel bei der heute noch in Jerez existierenden Bodega Gonzalez-Byass, gab es Kooperationen zwischen Spaniern und Briten. In dieser Zeit entstand auch das noch Heute übliche Verschnittverfahren, das Soleraverfahren.

Für die Produktion von Sherry dürfen nur drei weisse Rebsorten verwendet werden. Nämlich der Palomino Fino, der Moscatel und der Pedro Ximenez. Während der Palomino (Frankreich, Südafrika) und Moscatel (Mittelmeerraum, Tokaj) auch in anderen Weinanbaugebieten haben, hat der ursprünglich wahrscheinlich vom Rhein stammende Pedro Ximenez nur regionale Bedeutung in Jerez und Malaga.

Eine wichtige Gemeinsamkeit aller Sherries ist das Solera-Verfahren. Dabei handelt es sich um ein Reife- und Verschnittverfahren über mehrere Jahre. In der Solera (unterste Fassreihe aus Eichenfässern mit 500 bis 600L Inhalt) wird im ersten Jahr ein Sherry-Ansatz eingelagert. Dabei werden die Fässer nicht komplett befüllt und nicht verschlossen, um je nach Sherryart Oxidation oder eine Reife durch aerobe Hefen zuzulassen. In den folgenden Jahren werden in den darüberliegenden Fassreihen neue Ansätze eingelagert, die Criaderas. Kommt es zur ersten Abfüllung wird aus der Solera etwa ein Drittel abgefüllt und dann aus der jeweilig nachfolgenden Criadera aufgefüllt. Der fehlende Teil in der jüngsten Criadera wird dann mit einem neuen Ansatz befüllt. So entsteht ein über Jahre hinweg nahezu homogenes und gleich schmeckendes Produkt. Ist die Solera mit mehreren Criaderas einmal angesetzt, kann das System auf unbestimmte Zeit in Betrieb bleiben.

Die bekanntesten als Sherry bezeichneten Likörweine sind der Fino, der Amontillado und der Oloroso. Beim Fino handelt es sich in der Regel um einen auf 15%Vol. Alkohol aufgespriteten Palomino, der im Soleraverfahren unter einer aeroben Hefe reift. Der Oloroso hat bis zu 20% Alkohol. Hefen können bei diesem Alkoholgehalt nicht mehr existieren, es findet ein Oxidationsprozess statt. Der Amontillado ist eine Mischform der beiden Verfahren. Zunächst reift er als Fino, dann als Oloroso. Zum Süssen der Weine folgt dann kurz vor der Abfüllung ein Verschnitt mit Moscatel oder Pedro Jimenez, deren Weine im Gegensatz zum Palomino aus getrockneten Trauben hergestellt werden und daher über eine hohe Restsüsse verfügen.

Weitere Spielarten sind der Manzanilla, ein in Sanlucar hergestellter Fino, der Cream, ein Verschnitt von Oloroso mit Süssweinen oder auch sehr süsse Rebsortensherries aus Moscatel und Pedro Jimenez, die in der Regel im Olorosoverfahren produziert werden.

Zahlreiche Sherrykellereien lassen sich in Jerez besichtigen.

  • Sandeman in der Nähe der Hofreitschule
  • Gonzalez Byass; der Produzent des Tio Pepe
  • Real Tesoro; mit eigenem Gestüt
  • Bodega Tradicion; sehr alte Sherries; eindrucksvolle Gemäldesammlung
  • Williams & Humbert; Produzent des Dry Sack

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten]

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

http://www.jerez.es/ – Offizielle Webseite von Jerez de la Frontera

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