Erioll world 2.svg
Brauchbarer Artikel

Iran

Aus Wikivoyage
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Der Iran ist ein Land im Nahen Osten. Die offizielle Bezeichnung ist „Islamische Republik Iran" (pers.: Jomhouri-e Eslami-e Iran). Es grenzt im Norden an Armenien, Aserbaidschan, das Kaspische Meer und Turkmenistan, im Osten an Afghanistan und Pakistan, im Süden an den Golf von Oman und den Persischen Golf und im Westen an den Irak und die Türkei.

Regionen[Bearbeiten]

Regionen im Iran

Das Land Iran besteht aus 31 Provinzen. Zur einfacheren Übersicht lässt es sich grob in folgende Regionen einteilen:

Aserbaidschan Die Region Aserbaidschan liegt im Nordwesten des Irans an der Grenze zu Irak, Türkei, Armenien und Aserbaidschan. Die Region entspricht im Gegensatz zum heutigen Staat Aserbaidschan der Fläche des historischen Aserbaidschan wie es aus mittelalterlichen Quellen bekannt ist. Provinzen: Ardabil, Ost-Aserbaidschan, West-Aserbaidschan

Kaspische Provinzen Mehrere Provinzen grenzen an das Kaspische Meer und genießen ein komplett anderes Klima als der Rest des Irans. Im Tiefland und an den Hängen des Elbursgebirges regnet es regelmäßig bei hoher Luftfeuchtigkeit. Die Landschaft ist sehr grün. Provinzen: Māzandarān, Gilān, Golestān

Zentraliran Das iranische Hochland liegt im Regenschatten der umliegenden Gebirge und hat dadurch ein sehr trockenes Klima. Provinzen: Teheran, Qom, Fārs, Kerman, Yazd, Isfahān, Semnān

Westiran Provinzen: Alborz, Hamadān, Lorestān, Kermānschāh, Ilam, Kordestān, Markazi, Qazvin, Tschahār Mahāl und Bachtiyāri, Zandschān, Chuzestān, Kohgiluye und Boyer Ahmad

Chorasan Die Region Chorasan liegt im Osten des Landes an der Grenze zu Turkmenistan und Afghanistan. Die Provinzen stellen den südwestlichen Teil der historischen Region Chorasan, die sich über mehrere Länder in Zentralasien erstreckte. Provinzen: Nord-Chorāsān, Razavi-Chorāsān, Süd-Chorāsān

Baluchistan Baluchistan liegt im Südosten des Irans und grenzt an Afghanistan, Pakistan und den persischen Golf. Provinzen: Sistan und Belutschistan

Golfküste Provinzen: Buschehr, Hormozgān

Städte[Bearbeiten]

Karte des Iran
  • Teheran - Hauptstadt mit ca. 12 Mio. Einwohnern
Capital-Teheran:Azadi square

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Iran ist seit dem 1. April 1979 eine Islamische Republik, nachdem der westlich orientierte Schah (König) gestürzt wurde. Der Klerus regiert diktatorisch, Wahlen gibt es zwar, allerdings werden nur regierungskonforme Kandidaten zugelassen. Da die Mullahs (islamischer Klerus) den Koran gerne wörtlich auslegen, muß der Reisende mit einigen Einschränkungen rechnen (Alkoholverbot, Kopftuchpflicht, …).

Der Iran ist ein Vielvölkerstaat: etwas mehr als die Hälfte der Einwohner sind Perser, außerdem leben im Iran Aseris, Kurden, Luren, Araber, Belutschen, Kaschkai, Turkmenen und andere; das Bevölkerungswachstum beträgt ca. 1,8 %.

Anreise[Bearbeiten]

Iranisches Visum (2014).

Einreisebestimmungen[Bearbeiten]

Tipp
Beachte: Seit 2016 dürfen Personen die seit 2011 im Iran gewesen sind nicht mehr visumsfrei (ESTA) in die USA einreisen. Es ist in jedem Fall ein Visum zu beantragen.

Für die Einreise in die Islamische Republik Iran benötigt man ein Visum (60 €). Dieses wird von der Botschaft in Berlin, Bern, Genf und Wien und den Generalkonsulaten Frankfurt/Main, Hamburg und München ausgestellt. Das Prozedere dauert nur noch 1 bis 2 Wochen. Für Touristen werden Anfang 2019 € 50, für Geschäftsreisende € 60 erhoben. Expreßvisa für Touristen innerhalb eines Tages kosten 50% Zuschlag. Es gibt auch die Möglichkeit ein eVisum zu beantragen. Als Bearbeitungsdauer wird zehn Arbeitstage angegeben.

Vorzulegen ist auch eine Buchungsreferenznummer, die man gebührenpflichtig durch ein iranisches Reisebüros erhält (Dauer 1-3 Wochen) oder wenn man einen eVisums-Antrag anstößt und die entsprechende Bestätigung dann bei persönlicher Vorsprache in der örtlich zuständigen Konsularabteilung vorlegt.

Visa on arrival[Bearbeiten]

Gibt es an folgenden internationalen Flughäfen: Ahvaz, Bandar Abbas, Isfahan, Kerman, Kish, Larestan, Mashhad, Qeshm, Shiraz, Täbriz, beide Flughäfen Teherans, Urmia sowie im Frachthafen (nicht dem Fährhafen) von Bandar Abbas, Shahid Rajaee. Mitzubringen ist in jedem Fall ein Hotelbuchungs- und Versicherungsnachweis.

Diese Erleichterung gilt nicht an Landgrenzen und nicht für Staatsangehörige von „Schurkenstaaten,“ wie z.B. Afghanistan, Pakistan, Großbritannien, Kolumbien, Kanada, Somalia und die USA. Die Einreise wird israelischen Bürgern und Personen mit israelischen Einreisestempeln verweigert! Das gilt auch für Personen, die Produkte aus Israel oder mit hebräischer Beschriftung mit sich führen. Seit November 2018 werden keine Stempel oder Aufkleber mehr in Reisepässen angebracht.

Für die meisten europäischen Bürger gibt es die Möglichkeit, bei Ankunft an einem der internationalen Flughafen ein 30tägiges Visum zu erhalten (Kostenpunkt € 60, kann zeitaufwendig sein). Die iranischen Generalkonsulate in Deutschland empfehlen seit einiger Zeit ausdrücklich, das Visum bei der Einreise zu beantragen. Allerdings ist es nicht auszuschließen, daß das Visum ohne Angabe von Gründen verweigert wird und Reisende wieder zurückgeschickt werden. Hilfreich ist das Vorhandensein einer Einladung oder Buchungsbestätigung, am besten mit einer Telefonnummer, die man jederzeit erreichen kann (z.B. Handy). Offiziell muß man auch eine Auslandsreisekrankenversicherung nachweisen können; bei europäischen Einreisenden scheint dies jedoch nicht konsistent eingefordert zu werden. Es kommt vor, daß wenn das Wort „Iran“ nicht in der Police explizit genannt wird („weltweit“ reicht nicht), eine Nachversicherung am Flughafen zu kaufen ist. Diese kostete Ende 2018 in Teheran € 14.
Hat man ein eVisum mindestens zwei Tage vorher beantragt, aber noch nicht erhalten und legt den Ausdruck der Bestätigung vor, beschleunigt dies die Abfertigung. Man kann auch bereits online den Bearbeitungsstatus prüfen, allerdings funktioniert auch dieses Verfahren nur unzuverlässig.

Sonderregelungen[Bearbeiten]

Karte der Aras Free Zone (2014).

Visumsfreie touristische Einreisen sind für 14tägige Aufenthalte möglich in den Freihandelszonen von Arvand, Aras, Tschahbahar (چابهار) in Belutschistan sowie Maku nahe der aserbaidschanischen Grenze.

Eine ähnliche Regelung gilt für die Inseln Kish und Qeschm. Hier dürfen sogar Schurkenstaatler (Briten, Kanadier, US-Amerikaner) einreisen, wenn ihre Ankunft 48 Stunden vorher angemeldet und sie von einem zugelassenen Touroranisator abgeholt werden, der Unterkunftsnachweis und weitere Unterlagen vorlegt.

Aufenthaltsverlängerungen[Bearbeiten]

Aufenthaltsverlängerungen erhält man bei der Ausländerpolizei (Gendarmarie) der Provinzhauptstädte. Wartezeiten und Ablauf scheinen stark von örtlichen Zuständen und Tagesform der Beamten abzuhängen (Isfahan gilt 2018 als besonders chaotisch).[1] Gemeinsam sind die Anforderungen: 2 Paßphotos (Frauen mit Hijab), 2 Kopien der Bilder- und Visumsseite des Passes. Erteilt werden maximal zwei je 30tägige Verlängerungen. Die Gebühr (März 2017: 37500 Toman) ist jeweils bei der nähesten Filiale der Bank Melli Iran einzuzahlen, der Beleg dann dem Beamten zu bringen (beachte: Banken schließen landesweit um 13.30 Uhr). Erscheint man zeitig am Amt ist der Vorgang fast immer am selben Tag zu erledigen. Anträge werden oft erst drei Tage vor Ablauf des Visums angenommen. Selbstfahrer brauchen zusätzliche Stempel für ihre Fahrzeugpapiere.

Zoll[Bearbeiten]

Einfuhrfreimengen: „angemessene Mengen“ an Tabakprodukten (200 Zigaretten oder 50 Zigarren) und Parfüm. Alkohol ist und bleibt verboten. Geschenke bis US$ 100, Bargeld in Fremdwährungen über US$ 10000 ist anzumelden, kontrolliert wird kaum. Die Landeswährung darf bis ½ Million Rial mitgebracht werden (das sind zum Schwarzmarktkurs Jan. 2019 etwa € 3).

Die Einfuhr auch regierungskritischer Bücher und Zeitschriften ist normalerweise problemlos, vorausgesetzt es ist nicht allzuviel nackte Haut sichtbar. Hunde und Katzen dürfen nur nach schwer zu erhaltender vorheriger Genehmigung eingeführt werden. Gewisse Erleichterungen gelten für Blindenhunde o.ä. und wenn man mit Tierpaß, Tollwutimpfung usw. mit bestimmten mitteleuropäischen Fluggesellschaften fliegt. Einzelfallklärung ist hier im Vorfeld unerläßlich.

Ausfuhr: Für Antiquitäten und alte Bücher benötigt man eine Erlaubnis. Dies gilt auch für Teppiche ab einem Wert von mehr als € 150. Auf jeden Fall sollte man die (eventuell vom Händler entsprechend nach unten korrigierte) Rechnung aufbewahren. Die Höchstmenge für Gold ist 150 Gramm, drei Kilo für Silber. Beachte auch die EU-Zoll-Freigrenze von € 430 und die Kaviar-Einfuhrbeschränkung auf ein Gebinde mit maximal 125 Gramm.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Flughäfen im Iran, internationale sind rot markiert.

Die günstigsten Flüge mit Umsteigen in Istanbul oder Dubai bieten türkische Gesellschaften.

In Teheran gibt es zwei Flughäfen: Mehrabad Airport (direkt in Tehran) und Imam Khomeini Airport (IKA, 45 Minuten außerhalb der Stadt). Fast alle internationalen Flüge gehen vom IKA ab, während die meisten inneriranischen Verbindungen vom Flughafen Mehrabad abgehen.

In Schiraz gibt es den Flughafen Shahid Dastghaib International am südöstlichen Stadtrand.

Der Isfahan International Airport ist nordöstlich außerhalb der Stadt.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Eine Anreise per Bahn über die Türkei von Istanbul ist mit dem einmal in der Woche verkehrenden Trans Asy-Zug möglich. Von Van aus der Osttürkei nach Tabriz fährt auch einmal die Woche ein Zug. Züge fahren über die Grenzstation bei Razi. Nähere Infos und Zeiten findet man bei der staatlichen türkischen Bahngesellschaft TCDD.

Aus Nachitschewan seit 2016 zwei Mal wöchentlich nach Maschad.
Die Direktverbindung BakuAstara ↔ Mashad ↔ Teheran, ist seit Mitte 2018 geplant. Bisher muß man an der aserbaidshanischen Grenze aussteigen und diese konventionell überqueren.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Das zwischenstädtische Busnetz ist sehr gut entwickelt, da nach wie vor die meisten Iraner mit dem Bus reisen. Die Einreise mit dem Bus ist über jede Landesgrenze möglich.

Auf der Straße (Motorrad, Auto)[Bearbeiten]

Die Einreise per Landweg ist möglich. Eine Einreise mit dem eigenen Fahrzeug erfordert ein Carnet de Passage und Geduld. Hat man dies nicht ist durch eine Agentur bei Einreise vorübergehende Einfuhr möglich, was Ende 2018 US$ 700 Gebühr (all inklusive) kostet. Iranische Nummernschilder müssen nicht mehr gekauft werden.

Wichtige Grenzübergänge sind:

Im Iran sind normalerweise keine Motorräder über 250 Kubikzentimeter zugelassen. Ausnahmen bestehen für Touristen und Iraner deren Motorräder sich bereits vor 1979 in deren Besitz befanden. Entsprechend groß ist die Neugier wenn man mit einer größeren Maschine unterwegs ist. Seit Juli 2018 ist die Einreise mit Fahrzeugen amerikanischer Hersteller auch mit Carnet de Passage verboten.

Treibstoffversorgung[Bearbeiten]

Die früher nötigen Tankkarten wurden abgeschafft, auch die Versorgung mit Diesel ist 2018 problemlos.

Mit dem Fahrrad[Bearbeiten]

Die Einreise auf dem Landweg ist an den bereits oben aufgeführten Grenzübergängen problemlos möglich.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Es gibt regelmäßige internationale Fährverbindungen

  • Dubai (Port Rashid) ↔ Bandar-e-Langeh. Je ein schnelles (4¼ Std.) und langsames Schiff (5-6 Std.) Ende 2018 keine Frachtmitnahme, so daß Selbstfahrer mit Auto:
  • Sharjah (Port Khalid) ↔ Bandar Abbas benutzen müssen. Diese verkehrt 2-3 Mal pro Woche bei zwölf Stunden Fahrzeit.

Mobilität[Bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Man kann den Verkehr euphemistisch als exotisch, unkonventionell und individuell bezeichnen. So sind Überholvorgänge solange möglich, solange die Straße breit genug ist. Das können dann auch mal drei oder vier Fahrzeuge nebeneinander sein. Es gilt auch der alte Grundsatz: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.“ Mit etwas Gelassenheit und Anpassung kommt man gut durch. An Freitagen herrscht besonders reger Verkehr, da dann zahlreiche Bürger ihren „Sonntagsausflug“ machen. Das Straßennetz selbst ist gut ausgebaut und in gutem Zustand.

Busse, Bahn und Taxi[Bearbeiten]

Das Busnetz im Iran ist sehr gut ausgebaut und es existieren regelmäßige Verbindungen zwischen den größeren Städten und zumindest eine tägliche Verbindung zwischen den kleineren Städten des Landes. Es gibt zwei Busklassen, die älteren Mercedesbusse und die teureren, aber komfortableren Volvobusse mit Klimaanlage. Dennoch sind auch die Preise für Volvobusse für westeuropäische Verhältnis sehr billig, so zahlt man für die Fahrt in einem Volvobus von Mashhad nach Teheran (ca. 14 Stunden) weniger als 10 Euro. Es ist empfehlenswert, das Ticket für die Busse zu reservieren, da Überbelegungen in der Regel nicht akzeptiert werden. Die Billetts kann man bei den Busbahnhöfen reservieren, oder manche Busgesellschaften betreiben Büros in den größeren Städten, wo ebenfalls Reservierungen entgegengenommen werden. Bei längeren Strecken stoppt der Bus alle paar Stunden, sodaß eine Mahlzeit oder ein Imbiss eingenommen werden kann.

Zwischen Städten, die nahe beieinander liegen, und von Teheran in Richtung Kaspisches Meer verkehren oft Minibusse, die ein bisschen teurer sind als die Busse, die die gleiche Strecke fahren. Die Minibusse fahren in der Regel ab, wenn der Bus voll ist.

Ebenfalls zwischen Städten, die nahe beieinander liegen, verkehren oft Sammeltaxis (Savari). Das Prinzip ist hier, daß jeder einen Sitzplatz zahlt. Nimmt man das Taxi alleine, so zahlt man soviel, wie das Taxi vollbesetzt eingebracht hätte. Als Tourist wird einem oft der Beifahrersitz angeboten, der in der Regel aber doppelt so teuer ist, wie ein Sitz in der hinteren Reihe. Savaris haben den Vorteil, daß sie um einiges schneller sind als Busse, dafür aber einiges mehr kosten. Savaris warten in der Regel in der Nähe von Busbahnhöfen, wo die Fahrer ihr Ziel ausrufen. Das Savari startet, sobald es voll ist.

Das Bahnnetz des Iran ist ziemlich weitmaschig und verbindet alle Landesteile miteinander, es sind sogar einige neue Bahntrassen in Planung. Weitere Infos unter RAJA, wo auf Farsi man eine Übersicht des Streckennetz und Fahrzeiten abfragen kann.

Innerhalb der Städte gibt es ein gutes Bussystem, das jedoch für Touristen schwierig zu benutzen ist, da die Busse ausschließlich auf Farsi beschrieben sind. Bustickets kauft man vorher bei kleinen Ticketkiosks und gibt das Ticket beim Aussteigen dem Buschauffeur.

Einfacher zu benutzen sind Taxis. Normalerweise sind sie Sammeltaxis und verkehren auf festen Routen, es ist aber möglich, daß man das Taxi alleine mietet (man sagt dem Fahrer "Därbäst" (zu deutsch "mit geschlossener Tür")), dann zahlt man aber so viel, wie das Taxi voll besetzt eingebracht hätte. Um ein Sammeltaxi zu nehmen, stellt man sich an den Straßenrand. Die Taxifahrer werden einen als potenziellen Kunden identifizieren und bremsen gerade soviel ab, daß man das Ziel ins Fenster rufen kann. Liegt das Ziel auf seiner Route, so bremst das Taxi ab, um einen einsteigen zu lassen, falls nicht, so muß man es beim nächsten Taxi versuchen. Eine Fahrt im Sammeltaxis kostet selten über 500 Toman (50 Eurocent), außer in Teheran, wo das Preisniveau höher ist. Es gibt in den Städten jeweils offizielle Taxifirmen, im Prinzip kann aber jedes Auto zu einem Taxi werden, und nicht selten versuchen auch Motorradfahrer, so noch einen Zustupf zu verdienen.

Ein wichtiger Hinweis zur Benutzung von Sammeltaxis in den Städten. Man sollte möglichst vermeiden, dem Fahrer die genaue Adresse sagen zu wollen, bis man diese gesagt hat, ist er schon längst weitergefahren. Besser ist, eine Kreuzung anzugeben, ein Monument, Sehenswürdigkeit oder aber einfach "mostaghim" (geradeaus) zu sagen, dies kann sehr nützlich sein, denn viele Hauptstraßen im Iran sind lange, schnurgerade Straßen, die die Stadt durchschneiden.

Es ist üblich, daß Privatautos am Straßenrand anhalten um einen mitzunehmen. Teilweise aus Interesse, teilweise aus Hilfsbereitschaft und manchmal auch um Geld zu verdienen. Allerdings ist dabei Vorsicht geboten. Offiziell ist es fremden Männern und Frauen untersagt sich alleine in einem Auto aufzuhalten. Was bedeutet, daß Frauen besser nicht zu einem oder mehreren Männern in ein Auto steigen sollten, es sei denn sie haben einen Begleiter dabei. Denn die Einhaltung dieses Gesetzes wird strengstens und von einer eigenen Polizeitruppe bewacht. Ausgenommen sind Fahrer, die eine Mitnahmelizenz (also Taxifahrer oder Ajancfahrer) dabeihaben.

In den größeren Städten gibt es zudem Privattaxiunternehemn die kurz Agance genannt werden. Dabei handelt es sich nicht um ein Taxi im klassischen Sinne, sondern um ein Leihauto mit eigenem Chauffeur, das man telefonisch bestellt. Es ist möglich einen Aganci für eine bestimmte Zeit vorzubestellen. Der Agance-Service ist teurer als ein normales Taxi, wird aber oft bevorzugt, da die Autos besser gepflegt und daher sicherer sind und den Gast direkt vor der Haustür abholen. Zudem ist der Besteller der einzige Gast des Autos, es werden keine anderen Fahrgäste unterwegs mitgenommen. Das Auto ist nur mit Fahrer zu mieten. Dabei handelt es sich nicht zwangsläufig um Limousinen, sondern um ganz normale Privatautos. Anders als beim Taxi können die Fahrer des Agance-Service auch als Tourguide oder Einkaufshilfe beansprucht werden. Sie werden nicht nach km sondern nach Zeitaufwand bezahlt und sind nicht an den Wagen gebunden.

Bei der Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln sollte darauf geachtet werden, daß sich kein Mann neben eine Frau setzt, die nicht mit ihm verwandt ist. In den Stadtbussen ist es gar so, daß die Männer vorne im Bus sitzen, während die Frauen hinten im Bus sitzen. Die Frauen müssen, um das Busbillett dem Fahrer zu übergeben, aussteigen und das Billett dem Fahrer durch die Vordertüre reichen, dabei dürfen sie aber nicht auf dem Trittbrett stehen. Das Prinzip dreht sich um, wenn es sich um eine Busfahrerin handelt. Dann sitzen die Frauen vorne und die Männer hinten. Im Prinzip sollte sich im Taxi keine Frau neben einen Mann setzen, der nicht mit ihr verwandt ist, in der Praxis wird das aber nicht so streng gehandhabt.

In Teheran existiert zudem ein U-Bahnnetz, ein Billett kostet 2500 Rial (20 Eurocent). Zusätzlich gibt es Tageskarten für 4.500 Rial, 3-Tageskarten für 9.000 und Wochenkarten für 17.000 Rial. Die „Metro" ist sehr sauber, modern und gut organisiert. Der erste und der letzte Wagen sind ausschließlich für Frauen reserviert, es ist aber durchaus üblich, daß sich Frauen auch in die anderen Wagen begeben. Allerdings begibt sich nie ein Mann in einen Frauenwaggon.
In Ghom soll die erste U-Bahnstrecke/Einschienenbahn 2019 eröffnen.

Sprache[Bearbeiten]

Amtssprache Farsi (Persisch), Aseri (Türkisch), Kurdisch, Masandarani, Gilaki. Gesprochen werden zudem viele Dialekte wie z.B. Yazdi, Isfahani, Balochi, Lori. Auf Englischkenntnisse kann man nur begrenzt hoffen. Einige Iraner sprechen sehr gut Englisch und vereinzelt auch Deutsch, die Mehrzahl hat dagegen nicht mal rudimentäre Kenntnisse.

Einkaufen[Bearbeiten]

Offizieller Wechselkurs: € 1 = 47433 Rial (﷼) = 4743 Toman. (Stand April 2019)
Straßenkurs („Schwarzmarkt“): € 1 = 140000 Rial (﷼) (Stand Nov. 2018; aktuell, in Toman), wobei hier bare US-Dollar (Serien nach 1996) beliebter sind.

Die Währung kann auch in Deutschland getauscht werden, allerdings ist der Wechselkurs im Iran weit besser. In Hotels werden oft Euro und Dollar als Zahlungsmittel akzeptiert. Kreditkarten (hierzu gehört auch die deutsche Postbank-Sparcard) funktionierten wegen der US-Sanktionen nicht. Dies gilt auch für Bankautomaten! Daher muß ausreichend Bargeld mitgeführt werden.

Wer unbedingt mit Plastik zahlen möchte, kann bei Bank Pasargad oder Bank Melli Iran eine auf die Dauer des Visums beschränkte Tourist Card mit Guthaben erwerben, was aber wegen der Differenz zum Straßenkurs wenig sinnvoll scheint.

Man sollte wissen, daß Iraner Preise fast immer in Toman angeben, wobei ein Toman zehn Rial entspricht. Im Zweifelsfall sollte man noch einmal nachfragen, ob Toman oder Rial gemeint sind.

„Wochenende“ bei Behörden und Banken ist Donnerstag und Freitag. Beim Souvenirkauf ist zu beachten, daß Antiquitäten nur mit Genehmigung ausgeführt werden dürfen.

Münzen und Banknoten[Bearbeiten]

Münzen sind nur mit Zahlen in Farsi beschriftet.

Normale Geldscheine, das sind die mit dem Khomeini-Konterfei (ungültige Scheine), lauten auf Rial d.h. ihr aufgedruckter Wert ist üblicherweise ein Zehntel des genannten Preises in Toman. Weiterhin gibt es noch Iran Cheque genannte Banknoten. Um die Verwirrung zu vergrößern, existieren diese in zwei Serien. Die von 2014 hat nur den Rial-Wert aufgedruckt. Die neue von 2018/9 jedoch auf der Vorderseite nur den um 1:10000 gekürzten Wert, auf der Rückseite rechts oben dann den Rial-Betrag. D.h. der cheque von Januar 2019 mit dem Wert 50 entspricht 500.000 Rial! Abbildungen gibt es auf der Webseite der Zentralbank.

Küche[Bearbeiten]

In jeder Stadt wird man Kababis finden, die vor allem eines, nämlich diverse Kebabs im Angebot haben. Kebabs werden als Spießchen serviert, dazu gibt es eine Portion Reis. Des Weiteren findet man in vielen Städten Restaurants, die eine iranische Version von Pizza im Angebot haben sowie viele Stände, die Sandwiches oder Hamburger verkaufen. In den Teehäusern kann man neben Tee und Wasserpfeife auch oft ein Dizi bestellen, eine Art Suppe mit Gemüse, das zusammen mit Fladenbrot gegessen wird. Viele bessere Restaurants bieten neben verschiedensten iranischen Gerichten auch die Spezialität der jeweiligen Stadt/Region - gerade auf einer Rundreise kann man so hervorragend die Vielfalt der iranischen Küche kennenlernen. Das Frühstück besteht oft aus Fladenbrot mit Käse, Honig oder Konfitüre. Das Fladenbrot lässt sich in verschiedenen Arten unterteilen. So ist zum Beispiel eines der besten das Sangak, welches knusprig, frisch und sehr warm verzehrt wird.

Alkoholische Getränke wie alkoholisches Bier und Wein sind im Iran nicht gestattet. Stattdessen findet man hier alkoholfreies Bier. Eine Besonderheit ist leicht gesalzener und mit Wasser verdünnter Trinkjoghurt, welcher ab und zu auch mit Eiswürfeln serviert wird.

Nachtleben[Bearbeiten]

Ausgehmöglichkeiten sind im Iran sehr beschränkt.

Es gibt in jeder Stadt Kinos, die fast ausschließlich iranische Produktionen zeigen (ohne Untertitel). In vielen Städten gibt es auch Theateraufführungen. Discos gibt es im Iran nicht.

Der Ausgang der Iraner besteht im wesentlichen darin, die Verwandten zu besuchen. Sehr beliebt im Iran ist das Picknick, besonders am Freitagabend (das iranische Wochenende ist am Donnerstag und am Freitag) sind die Parks voll von picknickenden Familien, sehr schön auf dem Imam Square in Isfahan. Ein beliebter Treffpunkt sind auch die Teestuben (Tschai-khane), wo Tee und Wasserpfeifen angeboten werden. Gewisse gehobenere Restaurants bieten Live-Musik an.

Unterkunft[Bearbeiten]

Camping am Sabalan.

Umgerechnete Preisangaben sind wegen der Wechselkurssituation nicht möglich. Preise sind in Teheran deutlich höher als im Rest des Landes. In den Ferienorten am kaspischen Meer sind im Sommer Vorausbuchungen für die zahlreichen Ferienwohnungen unerläßlich. Die Preise können sich zu der Zeit vervierfachen! In größeren Städten gibt es sogenannte Touristen unterkünfte der Mittelklasse (mehmansara jahangardi), wo zumindest ein Angestellter eine westliche Fremdsprache beherrscht. Vor allem für Männer gibt es teilweise sehr rudimentäre Gemeinschaftsunterkünfte mit Schlafsälen (und Plumpsklo), die so genannten Mosaferkhaneh.

Insbesondere während der 14-tägigen Schulferien nach dem iranischen Neujahrsfest Nouruz (Frühlings-Tag/Nachtgleiche, zwischen 19. und 22. März) sind viele Hotels und praktisch die gesamte Küste am persischen Golf ausgebucht. Da der Tourismus immer mehr boomt, werden die Hotelkapazitäten auch immer öfter erreicht, was der Grund für oft sehr hohe Preise ist, der Hotelstandard kommt mit den gestiegenen Preisen aber nicht mit. Jedenfalls sind die Hotels aber allesamt sauber und sehr freundlich.

Camping[Bearbeiten]

Richtiggehende Campingplätze gibt es nicht. Gerade in auch von Iranern touristisch genutzten Bereichen, wie Seepromenaden ist es nicht unüblich, daß man auf einem Parkplatz an dem das zugelassen ist einfach sein Zelt aufbaut. Meist finden sich rudimentäre Waschgelegenheiten und (nicht unbedingt funktionierende) Stromversorgung dazu. An manchen Stellen sammelt ein Wächter eine geringe Gebühr ein. Sicherheitsprobleme gibt es keine.

Feiertage[Bearbeiten]

Termin Name Bedeutung
11. Februar Tag der Islamischen Revolution Nationalfeiertag
19. März Verstaatlichung der Ölförderung
21. März Nouruz Iranisches Neujahrsfest, viertägig
1. April Tag der Gründung der Islamischen Republik Nationalfeiertag
1. Mai Tag der Arbeit
1. (05. Mai 2019) - 30.(04. Juni 2019) Ramadan islamischer Fastenmonat

Islamische Feiertage richten sich nach dem Mondkalender und verschieben sich alljährlich. Zu den religiösen Feiertagen gehört der Geburts- (10. November 2019) und Todestag sowie die Himmelsfahrt des Propheten Mohammed, der Todestag des Imams Khomeini, der Geburtstag des 12. Imams, Muhammad al-Mahdi, und der Todestag des Imam Ali.

Sicherheit[Bearbeiten]

Reisen in den Iran sind grundsätzlich so sicher wie in jedes andere touristische Land! Andere diesbezügliche Meldungen sind längst überholt und renovierungsbedürftig. Es besteht kein Sicherheitsrisiko (weder für Frauen, noch für jüdische Menschen - sämtliche abrahamitischen Religionen genießen weitgehende Religionsfreiheit. Dies gilt auch für Homosexuelle sowie politische bzw. religiöse Minderheiten, wenn neben allgemeinen auch einige spezielle Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden:

  • Das Gepäck nicht unbeaufsichtigt lassen, nicht mit Schmuck (was hat der auf Reisen verloren?) oder Geld protzen - auch wenn Taschendiebstahl nicht häufiger vorkommt als anderswo.
  • Den Pass oder die Identitätskarte nie aus den Händen geben (in vielen Hotels, besonders in Isfahan und Teheran wird jedoch verlangt, daß der Pass zum Schutz vor Diebstahl an der Rezeption deponiert wird).
  • Nicht in den Konflikt mit dem iranischen Gesetz kommen (besonders Alkohol und Drogen jeglicher Art, die Strafen sind sehr hoch). Sexuelle Beziehungen sind nur in der Ehe erlaubt. Homosexuelle Handlungen sind strafbar. Nach iranischem Verständnis unzüchtiges Verhalten wird streng geahndet; teilweise wird es mit der Todesstrafe geahndet.
  • Keine Religionsausübung einer „Nichtmuslimischen Religion“ in der Öffentlichkeit.
  • Sich entsprechend kleiden, Frauen mit bedeckten Schultern, Armen und Beinen und mit Kopftuch, Männer mit Hemd oder T-Shirt, auf keinen Fall kurze Hosen (die Bekleidungsvorschriften werden aber nicht mehr so rigoros gehandhabt: T-Shirts und knallenge Jeans sind bei den einheimischen Jugendlichen allerorts zu sehen, das Kopftuch „rutscht auch immer weiter nach hinten.“ (Je nach tagespolitischer Situation kann sich die Situation wieder verschärfen.)
  • Als Frau (ohne Männerbegleitung) sollte man vorsichtig sein, wenn man mit Männern spricht, gewisse Männer könnten einen als „Freiwild“ betrachten. Oft machen europäische Frauen den Fehler das „Angebot“ lächelnd zu verneinen oder mit dem Mann zu diskutieren. Iranische Frauen sind rigoroser (und das verstehen die Männer dann auch): weitergehen und den Mann ignorieren - und dabei auf keinen Fall lächeln.

Solange man sich an diese Regeln hält, gibt es sicher keinerlei Probleme und es werden die Iraner einen freundlich und herzlich empfangen. Diese Regeln helfen auch, Probleme von Touristen im Iran zu vermeiden, da man um diese sehr bemüht ist und keine negativen Meldungen haben will.

In der Grenzregion zu Afghanistan sowie in den Provinzen Kerman und Sistan-Belutschestan besteht ein erhöhtes Risiko durch Schmuggler und terroristische/kriminelle Elemente.

Gesundheit[Bearbeiten]

Leitungswasser ist in den Städten trinkbar. Allerdings sollte man - insbesondere wenn man einen empfindlichen Magen hat - lieber auf das überall preiswert erhältliche Mineralwasser in Flaschen zurückgreifen.
Im äußersten Süden (an der Golfküste) tritt saisonal Malaria auf. Hier kann es nötig sein, eine entsprechende Prophylaxe zu betreiben - Tropenmedizinische Institute geben hier nähere Auskunft.

Klima und Reisezeit[Bearbeiten]

Die beste Reisezeit sind Frühjahr und Herbst. Die Temperaturen variieren je nach Gebiet. Im Norden ist es kühler als im Süden. Am Persischen Golf herrscht tropisches Klima während auf dem Damavand im Norden ganzjährig Schnee liegt. Um Teheran, Isfahan und Shiraz zu besuchen, ist der April mit Temperaturen um 25 bis 30 °C für Europäer empfehlenswert.

Verhaltensregeln[Bearbeiten]

Der Iran ist eine Islamische Republik, in der alles – auch im täglichen Leben – nach dem Islamischen Gesetz, der Schari'a geregelt ist.
Frauen müssen in der Öffentlichkeit (d.h. außerhalb des eigenen Hotelzimmers) ein Kopftuch sowie einen weiten Mantel tragen, der die Arme und Knie bedeckt. Ein Ganzkörperschleier (Tschador) ist nicht nötig und in den Städten auch bei Iranerinnen keineswegs üblich.
Männer sollten lange Hosen tragen sowie auf ärmellose Hemden verzichten. Normale Kurzärmelhemden sind aber kein Problem.
Generell gilt, daß im Iran die Kleidung eine größere Rolle spielt als bei uns. Wer anständig gekleidet ist, dem wird mehr Respekt entgegen gebracht als jemandem, der aussieht, als hätte er sich drei Wochen lang nicht gewaschen.
Politische Diskussionen in der Öffentlichkeit sollte man nach Möglichkeit vermeiden, schon um den iranischen Gesprächspartner nicht in Verlegenheit zu bringen. Wer früher schon einmal in Israel war, sollte sich Berichte darüber ebenfalls verkneifen.
Alkohol ist offiziell verboten, auf dem Schwarzmarkt allerdings gut zu bekommen. Als Tourist sollte man aber für die paar Wochen der Reise darauf verzichten, denn die Polizei versteht bei angetrunkenen Ausländern keinen Spaß.
Nach iranischem Recht sind sexuelle Beziehungen zwischen unverheirateten Menschen illegal. Deshalb sollten sexuelle Annäherungen insbesondere zu Iranerinnen unterbleiben - die männliche Verwandtschaft könnte sehr ungehalten werden.
Bei Reisen von unverheirateten Paaren werden in der Regel keine Probleme auftreten, so lange man diskret ist. Allenfalls kann einem einmal die Übernachtung in einem gemeinsamen Hotelzimmer verwehrt werden - dies passiert allerdings gewöhnlich nur auf dem Land.
Homosexualität ist ebenfalls illegal und kann sogar mit der Todesstrafe geahndet werden. Für Ausländer gilt hier das gleiche wie bei heterosexuellen Paaren: Sexuelle Beziehungen zur Iranern sollten unterbleiben, gemeinsam reisende Paare sollten diskret sein.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Post[Bearbeiten]

Päckchen ins Ausland müssen offen aufs Postamt gebracht werden. Der Inhalt und Paß des Versenders werden geprüft.

Mobilfunk[Bearbeiten]

Tipp
Registrierung umgehen: Wer über Land aus Georgien oder Armenien einreist kann sich die dortigen sehr billigen SIM-Karten für Internet-Roaming freischalten und im voraus dort bezahlen. 1GB für 30 Tage gültig gibt es 2019 in Georgien ab 60 Lari, was deutlich billiger als Datenroaming deutscher Anbieter ist, aber das 3-4fache inner-iranischer Karten kostet.

Anbieter mit Prepaid SIM-Karten, die 90 Tage nach dem letzten Gebrauch dann verfallen wenn zugleich das Guthaben unter 50000 Toman ist, sind Hamrah-e Aval (engl. Auskunft ☎ 9990) und Irancell (= MTN. ☎ 09377070000), die auch spezielle Touristenkarten mit einmonatiger Gültigkeit bieten. Preise sind etwa zwanzig Prozent höher und die Abdeckung schlechter als bei Hamrah-e Aval. Seit einer Gesetzesänderung im Oktober 2017 ist es für Ausländer schwierig geworden die Karte und das Telephon (d.h. dessen IMEI) zu registrieren, so daß man einen Iraner bräuchte, der es auf seinen Namen machen würde.[2]

Internet[Bearbeiten]

Schafft man es in den Besitz einer Internet-SIM-Karte zu gelangen, sind die Preise (zum Schwarzmarktkurs) unschlagbar günstig. Anfang Dezember 2018 schlugen bei MTN 24 GB Daten mit € 2,20 zu Buche. Der LTE-Ausbau in Städten ist weit fortgeschritten (Karte Abdeckung MTN)).

„Schmutz und Schund“ des Internets, oft auch soziale Netzwerke oder Messenger werden von der CyberPolice blockiert. Ob eine Seite im Iran funktioniert kann man vorab prüfen. Es empfiehlt sich schon vor Einreise die Installation des Tor-Browsers (orbot am Smartphone) und eines VPN.

Literatur[Bearbeiten]

  • Banakar, Reza; Driving Culture in Iran: Law and Society on the Roads of the Islamic Republic; 2016 (I. B. Tauris); ISBN 9781784534486; [“Iran has one of the highest rates of road traffic accidents worldwide and according to a recent UNICEF report, the current rate of road accidents in Iran is 20 times more than the world average.”]
  • Benjamin, Medea; Inside Iran: The Real History and Politics of the Islamic Republic of Iran; 2018 (OR Books); ISBN 9781944869663
  • Duguid, Naomi; Taste of Persia: A Cook’s Travels Through Armenia, Azerbaijan, Georgia, Iran, and Kurdistan; 2016 (Artisan); ISBN 9781579655488
  • Gorges, Michael; Kleines Iran-Lexikon: Hintergrundwissen für das erfolgreiche Iran-Geschäft; Wiesbaden 2019 (Springer); ISBN 978-3-658-23697-7
  • Hübbe, Morten; Neromand-Soma, Rochssare; Per Anhalter nach Indien: auf dem Landweg durch die Türkei, den Iran und Pakistan; München 2018 (Malik); ISBN 9783492404846
  • Meyer-Wieser, Thomas; Architekturführer Iran: Teheran, Isfahan, Shiraz; Berlin 2016 (DOM); ISBN 9783869223926
  • Mahmoud Rashad: Iran DuMont Kunst Reiseführer. DuMont Reiseverlag, ISBN 9783770133857.
  • Orth, Stephan; Couchsurfing im Iran: meine Reise hinter verschlossene Türen; München 2017 (Piper)
  • Schafi-Neya, Bita; Gebrauchsanweisung für Iran; München 2018 (Piper)
  • Seisenbacher, Priska; Schörghuber, Andreas; Highlights Iran. Die 50 Reiseziele, die Sie gesehen haben sollten. Bruckmann Verlag, ISBN 978-3734306631
  • Tucker, John; Theroux, Paul; Silk Road: Central Asia, Afghanistan and Iran -- a travel companion; 2015 (I. B. Tauris); ISBN 978-0-85773-926-1
  • Weiss, Walter M.; Iran; Würzburg 2017; ISBN 9783800348282; [Bildband]
Landkarten
  • Iran: waterproof, tear-resistant; physical relief mapping, places of interest; München 2017 (Nelles), 1:1750000, 101 x 50 cm, gefaltet

Weblinks[Bearbeiten]

Brauchbarer ArtikelDies ist ein brauchbarer Artikel. Es gibt noch einige Stellen, an denen Informationen fehlen. Wenn du etwas zu ergänzen hast, sei mutig und ergänze sie.
Erioll world 2.svg