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Isfahan

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Isfahan
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Isfahan (Persian: اصفهان, auch Esfahan) ist eine Stadt in der iranischen Provinz Isfahan. Die Stadt liegt ca. 400 km südlich der Hauptstadt Teheran im Zentrum des Landes. Die Stadt ist berühmt für seine Sehenswürdigkeiten - insbesondere des zentralen Iman-Platz, die Moscheen und der Basar - und ein persisches Sprichwort sagt „Isfahan ist die Hälfte der Welt“ (persisch ‏اصفهان نصف جهان‎ Esfahān nesf-e ǧahān). Diese Pracht entstammt der Zeit 1598 bis 1722 als Isfahan Hauptstadt Persiens war.

Hintergrund[Bearbeiten]

Isfahan liegt in 1.500 Metern Höhe am Fuße des Zagros-Gebirges am Fluss Zayandeh Rud. Die Stadt hat ca. 2 Mio Einwohner. Damit ist die Stadt die drittgrößte im Iran (nach Teheran und Maschhad). Die Stadt verfügt über eine große Universität. Ökonomisch ist sowohl der Agrarsektor als auch die Stahl-, Öl- und Textilindustrie für die Stadt bedeutend.

Historisch tauchte Isfahan unter den Parthern (3. Jahrhundert vor bis 3. Jahrhundert nach Christus) unter den Namen Aspadana oder Sehapan auf. Die Araber eroberten die Stadt um 640 und in der Folge erlebte Isfahan einen Aufschwung. Dazu trug ebenfalls die Lage an der Seidenstraße bei. 1051 wurde Isfahan durch die Seldschuken erobert und zur Provinzhauptstadt, im 13. Jahrhundert eroberten dann die Mongolen die Stadt und verleibten sie in ihr Reich ein. Die Blütezeit der Stadt begann 1502 nach der Eroberung durch die Synastie der Safawiden, die Isfahan 1598 unter Schah Abbas I. zu ihrer Hauptstadt machten. Er soll 30.000 Künstler und Handwerker damals in die Stadt geholt haben um diese auszubauen, darunter auch viele Armenier aus der Umgebung der Stadt Dschulfa. Bis heute gibt es ein armenisches Viertel Neu-Dschulfa. In der Folge wurden im 16. und 17. Jahrhundert viele der Hauptsehenswürdigkeiten, wie der Meidan oder die Moscheen, erbaut. Die Weiterentwicklung der Stadt stoppte nach der Eroberung 1722 durch die Afghanen, jedoch wurden die architektonischen Schätze glücklicherweise erhalten.

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Isfahan verfügt über einen internationalen Flughafen Isfahan Shahid Beheshti (IATA: IFN). Es gibt täglich Flüge nach Teheran und andere Städte im Iran. Daneben gibt es internationale Flüge nach Dubai, Kuwait, Istanbul und neuerdings auch nonstop nach Wien. In die Stadt kommt man am Besten mit dem Taxi.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Es gibt Bahnverbindungen nach Teheran.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Auf der Straße[Bearbeiten]

Isfahan liegt gut angebunden an die Schnellstraßen nach Teheran, Kashan, Schiraz und Yazd.

Mobilität[Bearbeiten]

Die Sehenswürdigkeiten rund um den Meidān, 40 Säulen Palast und den Basar liegen alle fußläufig. Die Freitagsmoschee, die Brücken und das Armenierviertel liegen jedoch etwas entfernt und man benötigt ein Taxi oder anderen Transport.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Hohe Pforte

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

  • 1 Meidān-e Emām (persisch میدان امام). Der Iman-Platz (früher Schah-Platz) in Isfahan ist der zweitgrößte komplett umbaute Platz (nach dem Tiananmen Platz in Peking) der Welt und eine der Top Sehenswürdigkeiten des Irans. Er misst ca 560m mal 160m und wurde 1590 durch Schah Abbas I. angelegt. Er bildet das Zentrum von Isfahan. Umgeben wird er von historischen zweistöckigen Arkadenbauten und in der Mitte der jeder Seite befinden sich Monumentalbauten: Königsmoschee, Hohe Pforte, Scheich-Lotfollāh-Moschee und Eingang Königlicher Basar. Der Platz ist für Autos gesperrt und beliebter Treffpunkt der Einwohner für Picknicks und Sport. Seit 2012 ist der Platz UNESCO Weltkulturerbe. Typ ist Gruppenbezeichnung

Moscheen[Bearbeiten]

Blick über den Meidān auf die Iman-Moschee
Die prächtige Kuppel der Lotfollāh-Moschee
Blick über den Innenhof der Freitagsmoschee
  • 2 Königsmoschee (persisch مسجد امام Masdsched-e Emām ). An der Südseite des Meidān liegt die prächtige und reich verzierte Königsmoschee die 1979 in Imam-Moschee umbenannt wurde. In weniger als 20 Jahren wurde die Moschee 1612 bis 1630 errichtet. Die Minarette sind 52 Meter hoch. Rund 54 Meter Höhe misst die Kuppel über dem Hauptgebetssaal. Im Gegensatz zur geschlossenen Lotfollāh-Moschee ist die Imanmoschee zum Innenhof offen. In der Mitte unter der großen Kuppel gibt es einen Stein im Boden von dem man eine einzigartige Akustik hat. Verziert ist die gesamte Moschee glänzenden Kermaikkacheln. An die Moschee angeschlossen sind auch zwei Medresen (Koranschule). Beeindruckend ist auch bereits das 27 Meter hohe Eingangsportal mit seiner Tropfengweölbearchitektur. Geöffnet: Öffnungszeiten: 9 Uhr bis ?? Uhr.
  • 3 Scheich-Lotfollāh-Moschee (persisch ‏مسجد شيخ لطف الّله Masdsched-e-Sheich Lotfollāh ). Die Lotfollāh-Moschee ist ein wahres Juwel unter den Moscheen. Durch einen prächtigen, mit Keramikfliesen verzierten Tunneleingang gelangt man in den Betraum. Dieser ist bis auf ein paar Fenster im oberen Bereich der Kuppel, die für die einzige Beleuchtung sorgen, komplett geschlossen. Über und über ist die 42 Meter hohe Kuppel mit cremefarbiger Keramik verziert. Errichtet wurde diese Moschee in nur 4 Jahren zwischen 1612 und 1616 - Bauherr war auch hier Abbas I. Zum Meidān hin verfügt auch die Lotfollāh-Mosche ein prächtiges Eingangsportal. Geöffnet: Öffnungszeiten: 9 Uhr bis ?? Uhr.
  • 4 Freitagsmoschee (persisch مسجد جامع اصفهان Masdsched-e-Jāme).

Paläste[Bearbeiten]

Decke eines der Säle im Hascht-Behescht-Palast
  • 5 Hohe Pforte (persisch عالی‌قاپو‎ Āli Qāpu). Die Hohe Pforte ist Palast und zugleich Eingangstor in die ehemaligen kaiserlichen Residenzen. Es befand sich bereits ein Pavillon hier, bevor Abbas I. anfing den Palast nach und nach auszubauen. Zuerst wurde das Gebäude 1599 von 2 auf vier Stockwerke erhöht und mit einer Säulenhalle mit 18 grazilen Holzpfeilern und Dach versehen. Viele Räume sind mit prächtigen Wandmalereien ausgeschmückt. Der eigentliche Palast Abbas I. befand sich hinter der Hohen Pforte, wurde aber von den afghanischen Eroberern geplündert und zerstört. Geöffnet: Öffnungszeiten: 9 Uhr bis ?? Uhr.
  • 6 Eingangsportal Königlicher Basar (Bazār Qeisarieh). Im Norden des Meidān liegt das prächtige Eingangstor in den Bazar. Auf der Giebelwand des Portals finden sich Abbildungen von Festen und Siegen Abbas I. Der Basar wurde zwischen 1602 und 1619 angelegt. In engen überdachten Gassen finden sich Geschäfte, oft nach Handwerkszünften geordnet. Der Basar ist ein Fest für die Sinne, angeboten werden Schmuck, Stoffe, Gewürze, Keramik, aber auch Dinge für den täglichen Bedarf. Immer wieder trifft man auf Überraschungen, beispielsweise auf Brunnen oder kleine Hallen. Feilschen versteht sich.
  • 7 Vierzig Säulen Palast (persisch Chehel Sotun). Bei dem Palast handelt es sich um den frühen Thronsaalpalast Abbas I. und bildet ein Gegenstück zur Hohen Pforte. Er verügt über einen Holzvordach, dass von 20 filigranen Holzsäulen getragen wird. In der Spiegelung des Wasserbeckens davor sind dann die namensgebenden 40 Säulen zu sehen. Umgeben ist der Palast von einem üppigen Garten. Im Palast selber befindet sich ein Volkskundemuseum. Höhepunkt sind die großen Schlachtmalereien im Hauptsaal.
  • 8 Hascht-Behescht-Palast. Hascht-Behescht-Palast in der Enzyklopädie Wikipedia Hascht-Behescht-Palast im Medienverzeichnis Wikimedia CommonsHascht-Behescht-Palast (Q1314130) in der Datenbank Wikidata. Palast aus safawidischer Zeit, 1669 unter Schah Soleiman fertiggestellt. Umgeben ist er von einer persischen Gartenanlage, die einst „Nachtigallengarten“ genannt wurde.

Brücken[Bearbeiten]

Die historischen Brücken sind eines der Wahrzeichen von Isfahan und werden Nachts malerisch beleuchtet. Der Fluss wird oberhalb von Isfahan aufgestaut und so ist im Sommer kein Wasser unter den Brücken. Unter den Brücken treffen sich dann Musiker abends zu Konzerten ein. Die Brücken sind für Autos gesperrt.

  • 9 Si-o-Seh Pol (persisch سی و سه پل, Brücke der 33 Bögen). Die Brücke ist die größte der historischen Brücken und wurde 1602 von Schah Abbas I. in Auftrag gegeben. Die Brücke ist 290 Meter lang und wurde angelegt um das Armenische Viertel mit dem Prachtboulevard Vier Gärten zu verbinden.
  • 10 Pol-e Chādschu. Schah Abbas II. gab 1650 den Auftrag für die Pol-e Chādschu Brücke. Diese wird verfügt über 23 Backsteinbögen.
  • 11 Pol-e Schahrestan. Die Brücke ist die älteste der historischen Brücken und wurde wahrscheinlich schon zur Zeit der Sassaniden im 3. Jahrhundert errichtet. Die heutige Form mit den Backsteinaufbauten erhielt sie im 11. Jahrhundert.

Kirchen[Bearbeiten]

Vank Kathedrale im Armenischen Viertel
  • 12 Vank Kathedrale. Die armenisch-apostolische Kathedrale liegt im Armenischen Dschulfa Viertel. Arbeiter die unter Abbas I. aus Armenien nach Isfahan gebracht wurden, bauten 1606-1664 die Kathedrale. Innen ist die Kathedrale mit prächtigen Malereien und vielen vergoldeten Schnitzereien verziert. Im Komplex befindet sich auch ein Museum, dass eine einzigartige Sammlung von historischen Schriften zur mittelalterlichen armenischen Kunst und Geschichte.
  • 13 Bethlehem Kirche. Unweit der Vank Kathedrale liegt die Bethlehem Kirche. Diese steht etwas hinter der Kathedrale zurück verfügt aber auch über prächtige Malereien.

Parks und Gärten[Bearbeiten]

Aktivitäten[Bearbeiten]

Einkaufen[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Das Nachtleben in Isfahan ist wie im restlichen Iran reglementiert und findet nur im privaten Umfeld außerhalb der Öffentlichkeit statt. Ausnahme bilden die historischen Brücken über den Fluss. Unter den Brücken finden sich Musiker und Sänger an den Abenden ein, die die Akustik ausnutzen und viele Zuhörer anziehen. Ebenfalls eingeschränkt worden sind die Wasserpfeifenlokale (Ghalyun) - es wird praktisch nicht mehr im freien geraucht.

Unterkunft[Bearbeiten]

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

  • 14 Atashgah Feuertempel. Vom Feuertempel selber ist nicht mehr viel übrig geblieben. Es lohnt sich dennoch der Aufstieg auf den Hügel am Rande Isfahans auf dem er einst stand. Von hier hat man einen prächtigen Überblick über die Stadt und das bergige Umland. Von den historischen Sehenswürdigkeiten der Innenstadt ist man allerdings zu weit entfernt, um noch etwas zu sehen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Noah Gordon - Der Medicus (Isfahan ist einer der Hauptschauplätze)

Weblinks[Bearbeiten]

  • Welcome to Isfahan, umfangreiche englische Dokumentation über die islamische Architektur Isfahans von Thomas Rochford
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