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Neuengland

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Die Neuenglandstaaten befinden sich im äußersten Nordosten der USA. Zu Ihnen gehören Connecticut, Rhode Island, Massachusetts, New Hampshire, Vermont und Maine.

Karte
Die Neuenglandstaaten

Bundesstaaten[Bearbeiten]

Zu Neuengland zählen folgende Staaten:

Flag of Maine.svg Maine – der nördlichste der Neuenglandstaaten: Fischerdörfer an der Küste, bewaldetes und dünn besiedeltes Landesinneres, überwältigende Blicke im Acadia National Park
Flag of New Hampshire.svg New Hampshire – schroffe Berge, idyllische Seen und kurze Ozeanküste
Flag of Vermont.svg Vermont – einzigartiger ländlicher Charme, die herbstliche Laubfärbung gilt als die schönste in den USA, Zentrum der Ahornsirup-Produktion
Flag of Massachusetts.svg Massachusetts – der Ausgangspunkt der amerikanischen Revolution, mit der kulturell vielseitigen Metropole Boston, mehreren Elite-Bildungseinrichtungen und der weit in den Ozean ragenden Halbinsel Cape Cod
Flag of Rhode Island.svg Rhode Island – der kleinste Bundesstaat der USA, schöne Ozeanküste und Inseln
Flag of Connecticut.svg Connecticut – der „Vorgarten“ von New York, zahlreiche Universitäten und Colleges im „Knowledge Corridor“; Freilichtmuseum Mystic Seaport, großes Meerwasseraquarium, lebendige Innenstadt von New Haven

Orte[Bearbeiten]

Die größte Stadt in Neuengland ist Boston mit 589.141 Einwohnern. Boston ist eine moderne amerikanische Großstadt mit allen Vor- und Nachteilen.

Als touristische Attraktion gelten die vielen Seebäder und Hafenstädtchen entlang der Atlantikküste:

  • Newport, Rhode Island, war einer der ersten mondänen Badeorte an der Ostküste. Hier ließen sich viele Industrielle des 19. Jahrhunderts herrschaftliche Urlaubssitze errichten, die das Gesicht des Ortes prägen. Auch die vielen historischen Inns und der große Yachthafen sind für Newport charaktergebend.
  • New Bedford, Massachusetts, ist untrennbar mit dem Walfang des 19. Jahrhunderts verbunden. Dieser Ausgangspunkt für Herman Melvilles "Moby Dick" war zu dieser Zeit einer der reichsten Orte der Vereinigten Staaten. Auch heute noch erinnert ein Museum und viele andere kleine Zeugnisse an Geschichte dieser "Welthauptstadt des Walfangs".
  • Cape Cod, Massachusetts, ist eine Halbinsel im äußersten Osten der Neuenglandstaaten. Auf dieser Halbinsel liegen viele Strandbäder, u.a. Hyannis, die vor allem von Amerikaner im Sommer für Wochenendausflüge besucht werden. Gerade Hyannis ist mit der Geschichte der Familie Kennedy, die Bostoner Politikerdynastie verbunden.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Indian Summer in Connecticut

In Kennebunkport, Maine, befindet sich der Sommersitz der Familie Bush. Ein ganzer Ort wurde in Freeport, Maine, in einen Outlet Store verwandelt.

Eine außergewöhnliche Attraktion, die Neuengland für seine Touristen bereithält, ist der Indian Summer, der in der Region fall foliage genannt wird. Gerade hier nimmt das Laub der Bäume im Herbst für kurze Zeit ein derartig intensive Färbung an, dass Menschenscharen zum „leaf peeping“ in die Wälder ziehen. Die kraftvolle und gleichzeitige Färbung steht vermutlich im Zusammenhang mit den recht schnellen Temperaturumschwüngen Mitte Oktober. Informationen, wo gerade die schönste Färbung zu bewundern ist, bieten Infotelefone und spezielle Webseiten (siehe unten). Besonders reizvoll ist die Fahrt mit einem alten Zug der Valley Railroad. Gezogen von einer Dampflok, fährt man drei Stunden durch die bunten Wälder von Essex nach Chester. Zurück geht es mit einem Dampfschiff auf dem Connecticut River.

Hintergrund[Bearbeiten]

Neben Virginia ist Neuengland derjenige Landesteil mit der am weitesten zurückreichenden europäischen Siedlungsgeschichte. Die erste britische Kolonie in Neuengland, die bestehen blieb, war die Plymouth Colony, eine Gründung der berühmten „Pilgerväter“, die hier 1680 an Bord der Mayflower eintrafen. Andere frühe Gründungen waren die Massachusetts Bay Colony (1629), die Connecticut Colony (1636) und die New Haven Colony (1637).

Anreise[Bearbeiten]

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

In Neuengland befinden sich mehrere bedeutsame Flughäfen: Logan International in Boston, TF Green Airport Warwick, Rhode Island, Bradley International Windsor Locks bei Hartford (Connecticut) und Springfield (Massachusetts), Burlington International Burlington (Vermont) und Manchester (New Hampshire) Airport. Logan International ist mit Abstand der größte Flughafen, jedoch wachsen Manchester und TF Green an und übernehmen zunehmend Aufgaben von Logan in Boston. Die Flüge nach Manchester und TF Green sind außerdem günstiger.

Mit dem Auto[Bearbeiten]

Neuengland ist über verschiedene Interstate Highways erreichbar. Der Interstate 95 führt aus der Region um New York City nach Neuengland und verbindet fünf der sechs Staaten miteinander. Die Interstates 90 und 84 erreichen beide aus Richtung Westen (Albany) Neuengland. Der Interstate 91 hingegen verbindet New Haven mit Hartford, Springfield und dem östlichen Vermont. Der Interstate 89 verbindet Burlington (Vermont) mit Concord (New Hampshire) und der Interstate 93 führt durch New Hampshire, wobei er Saint Johnsbury in Vermont mit Boston verbindet.

Mit dem Zug[Bearbeiten]

Auch Amtrak bietet mehrere Verbindungen nach Neuengland an, wobei der Nordostkorridor der bedeutsamste Streckenabschnitt ist. Der "Vermonter" verkehrt von New York City nach Westmassachusetts und Vermont.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Was die Anfahrt mit dem Bus angeht, so bietet Chinatown Bus für 30 $ Fahrten von New York City nach Boston an. Greyhound ist etwas teurer, bietet aber auch Verbindungen in andere Regionen an. Fahrten aus Montréal werden von Vermont Transit angeboten.

Mobilität[Bearbeiten]

Für amerikanische Verhältnisse ist die Abdeckung mit Zugverbindungen recht gut. Connecticut, Rhode Island und die Region Boston sind über den dicht befahrenen Nordostkorridor erschlossen. Der "Vermonter" erschließt Westmassachusetts und Vermont und der "Downeaster" New Hampshire und Portland von Boston aus. Die Gesellschaft MBTA erschließt den Großraum Boston mit Schienenpersonennahverkehr, dazu gehören die Städte Providence, Lowell und Worcester.

Busse: Greyhound unterhält verschiedene Routen in Südneuengland und besitzt Anschlüsse zu den Bussen der Vermont Transit, die Vermont, New Hampshire und Maine bedienen. New Hampshire und Maine werden außerdem von Concord Trailways erschlossen.

Große Teile von Neuengland sind trotzdem schlecht mit Bus und Bahn zu erreichen, so dass nur das Auto übrig bleibt. Dies trifft weitestgehend auf Vermont, New Hampshire, Westmassachusetts und Maine zu.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Hancock Tower in Boston

Freilichtmuseen[Bearbeiten]

Die geschichtsreiche Region besitzt u.a. eine Reihe sehr sehenswerter Freilichtmuseen:

Museen[Bearbeiten]

In Neuengland befinden sich auch eine Reihe äußerst beachtlicher weiterer Museen. Hier nur eine kleine Auswahl:

  • The Salem Witch Museum, Salem, Massachusetts. Museum mit einer Ausstellung zu den Hexenprozessen des Jahres 1692.
  • Busch-Reisinger Museum, Cambridge, Massachusetts. Das einzige Kunstmuseum des Landes, das auf die deutschsprachigen Länder spezialisiert ist.
  • Shelburne Museum, Shelburne, Vermont. Kunstmuseum, Ausstellungen in einer weitläufigen Parkanlage in ungewöhnlichen Bauwerken; historischen Rundschuppen, einem Dampfschiff.

Schlösser, bemerkenswerte Wohnhäuser[Bearbeiten]

National Historic Sites[Bearbeiten]

Zoos und Aquarien[Bearbeiten]

Die größten Zoos in Neuengland sind:

Massachusetts besitzt eine Reihe weiterer Zoos, andere findet man in Connecticut und Rhode Island. In Vermont, New Hampshire und Maine gibt es keine nennenwerten Zoos.

Das größte Aquarium der Region ist das New England Aquarium in Boston. Sehenswert sind jedoch auch das Maritime Aquarium in Norwalk, Connecticut, das Mystic Aquarium in Mystic, Connecticut und das ECHO Lake Aquarium in Burlington, Vermont.

Universitäten und Colleges[Bearbeiten]

Neuengland ist Standort einiger der berühmtesten Hochschulen der Vereinigten Staaten. Ihr Campus ist auf jeden Fall einen Besuch wert:

Natursehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Nationalpark[Bearbeiten]

Der einzige Nationalpark in Neuengland ist der Acadia National Park an der Küste von Maine.

State Parks[Bearbeiten]

Neuengland besitzt eine Vielzahl attraktiver State Parks, von denen viele in den Bergen, andere an der Küste gelegen sind. Einen Besuch lohnt z. B.:

  • Quechee State Park, White River Junction, Vermont
  • White Mountain National Forest, New Hampshire

Die höchste Erhebung in Neuengland ist der 1.917 m hohe, in den White Mountains gelegene Appalachen-Gipfel Mount Washington (westlich des kleinen Orts Glen House, in New Hampshire). Der Gipfel liegt im Gebiet des Mount Washington State Park und kann entweder über eine 13 km lange Stichstraße mit dem Auto, zu Fuß oder mit der Mount Washington Cog Railway, einer historischen Zahnradbahn, erreicht werden.

Wasserfälle[Bearbeiten]

Neuengland und besonders Vermont besitzen eine Vielzahl sehenswerter Wasserfälle, von denen viele allerdings nur durch kilometerlange Wanderungen zu Fuß zu erreichen sind. Andere können bequem mit dem Auto angefahren werden. Eine gründliche Reiseplanung lohnt sich. Hier nur eine kleine Auswahl der jeweils höchsten Fälle in den bergreichsten Bundesstaaten:

Aktivitäten[Bearbeiten]

Küche[Bearbeiten]

  • Weathervane. Populäre mittelpreisige Seafood-Restaurant-Kette, die mit Niederlassungen in allen Neuengland-Staaten außer Connecticut und Rhode Island vertreten ist. Hummer-lastig, aber auch etwas für Liebhaber von Muscheln, Krebsen und Meeresfischen wie Schellfisch (haddock).
  • Der "Cheese Trail". Im Bundesstaat Vermont gibt es knapp drei Dutzend Mitglieder der "Vermont Cheese Council", die über 150 verschiedene Käsesorten produzieren. Das "Cheese Council" bietet eine Karte mit den besten Adressen für Käsefreunde auf seiner Website.

Nachtleben[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Neuengland ist eine der sicheren Regionen in den USA, jedoch sind einige städtische Gegenden besonders gefährlich. Die Städte New Haven, Hartford, Bridgeport und Springfield besitzen Stadtteile, die US-weit mit die höchsten Verbrechensraten aufweisen. Dennoch ist die Entwicklung dort auf einem guten Weg. Da die genannten Städte vergleichsweise klein und dicht besiedelt sind, ist es wichtig sich über die Gefahrenzonen zu informieren, bevor man sie besucht. Allgemein gesprochen handelt es sich in New Haven um den Fair Haven District, in Bridgeport um die südlichen und östlichen Ortsteile, in Hartford um den Stadtnorden und in Springfield um große Teile außerhalb der Innenstadt. Wie überall in den USA kann im Notfall 911 gewählt werden, auch an öffentlichen Telefonen.

Klima[Bearbeiten]

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]


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