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Maine

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Lage
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Lage von Maine in den USA
Flagge
Flagge von Maine
Kurzdaten
Hauptstadt Augusta
Währung USD
Fläche 91,646 km²
Bevölkerung 1,328,188
Sprachen Englisch, Französisch
Telefonvorwahl 207
Zeitzone Eastern Standard Time (Sommer: UTC -4 (MEZ-5) Winter: UTC -5

Maine ist der nordöstlichste Staat von Neuengland und damit der USA insgesamt. Er ist von zerklüfteten, felsigen Küsten, die durch Gletscher während der letzten Eiszeit geformt wurden, Hügeln und Mittelgebirgen, ausgedehnten Wäldern im Inland und pittoresken Flüssen und Seen geprägt, die dem Bundesstaat seinen einzigartigen Charakter verleihen. Maine ist außerdem bekannt für seine Meeresfrüchte, insbesondere Hummer und Muscheln, sowie als Ausgangspunkt für Walbeobachtungen. Hauptstadt ist Augusta, die bedeutendste Stadt aber Portland.

Maine grenzt in den USA nur an New Hampshire im Südwesten, im Übrigen an Kanada (Provinz Quebec im Nordwesten und New Brunswick im Nordosten). Nach Südosten und Süden hat Maine eine lange Küstenlinie zum Atlantik.

Regionen[Bearbeiten]

Karte

Die 16 Counties von Maine können in acht Touristenregionen unterteilt werden.

An der Atlantikküste (von Norden nach Süden):

  • Down East – die Counties Hancock und Washington. Der östlichste Zipfel der USA, am Übergang zu Kanada (New Brunswick). Bis 1763 französische Kolonie, daher französisches Erbe. Herrlich ursprüngliche Küstenlandschaft im Acadia National Park mit traumhaften Blicken.
  • Zentralküste – die Counties Sagadaroc, Lincoln, Knox und Waldo.
  • Großraum Portland – der Südteil des Cumberland Countys. Die Gegend um die größte Stadt des Bundesstaats, am dichtesten besiedelte und am stärksten urban geprägte Region. Vorgelagert sind mehrere Inseln in der Casco Bay mit sehr entspanntem Lebensstil, dort scheint die Zeit stehen geblieben zu sein.
  • Südküste – York County. Der südlichste Zipfel von Maine und der Teil des Staats mit der längsten europäischen Siedlungsgeschichte.

Im Hinterland (von Norden nach Süden):

  • Aroostook – Aroostook County. Der sehr dünn besiedelte, äußerste Norden der USA. Kartoffelfelder und kulturelles Erbe der Akadier (französische Siedler)
  • Highlands – Piscataquis County und Penobscot County. Ebenfalls dünn besiedelte Hochländer, die zu den nordöstlichen Ausläufern der Appalachen gehören (höchste Erhebung ist Mount Katahdin mit 1606 Metern). Hier befinden sich die Wildschutzgebiete des Baxter State Park und der Sunkhaze Meadows sowie das Ostufer des Moosehead Lake (größter See in Maine).
  • River Valley – Somerset County und Kennebec County. Die Flusstäler des Kennebec und des Moose River sowie das Westufer des Moosehead Lake.
  • Seen und Berge – Franklin County, Oxford County und der Nordteil des Cumberland Counties. Seenregion der Rangeley Lakes, der östliche Zipfel des White Mountain National Forest, Wasserfälle, viele Ferienlager für Jugendliche.

Orte[Bearbeiten]

Augusta: Staatskapitol
Bangor: Lower Main Street
Stadtbild Portland

Einige der wichtigsten Städte Maines sind:

  • Augusta – die Hauptstadt des Bundesstaats mit dem Kapitol, dem Staatsmuseum, dem ältesten erhaltenen Holzfort der USA und einem alten, neoromanischen Postamt.
  • Auburn – bildet mit Lewiston die „Zwillingsstädte“.
  • Bangor – ehemalige Holzfäller- und Werftarbeiterstadt und Zentrum der Mokassinproduktion; Villen der Holzbarone aus dem 19. Jahrhundert, alte Kirchen und schattige Bäume haben der Stadt den Beinamen Queen City of the East eingbracht; Sitz der University of Maine, Heimatstadt von Stephen King, der sie als Handlungsort mehrerer Romane gewählt hat.
  • Bar Harbor – Kleinstadt unmittelbar am Rand des Acadia National Parks.
  • Biddeford – Sitz der University of New England, große französischstämmige Bevölkerungsgruppe, die hier im Juni jeden Jahres das franko-amerikanische Fest La Kermesse abhält.
  • Brunswick – Sitz des Bowdoin College (ältestes höheres Bildungsinstitut in Maine), mehrere Museen; historische Wackelbrücke über den Androscoggin River.
  • Ellsworth – Tor zur Downeast Region und zum Acadia National Park.
  • Lewiston – große Industriestadt im Zentrum von Maine, bildet mit Auburn die „Zwillingsstädte“.
  • Portland – Hafenstadt und größte Stadt des Bundesstaats. Verschiedene historische Gebäude aus dem 19. Jahrhundert. Wurde von verschiedenen Reisemagazinen als eine der lebenswertesten und gemütlichsten Städte sowie eines der besten Essensangebote in den USA ausgezeichnet
  • Sanford
  • South Portland

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Acadia National Park
  • Acadia National Park – pittoreske und zerklüftete Küstenlandschaft auf der Mount Desert Island und kleineren Inseln im Atlantik mit grandiosen Blicken. Zahlreiche Pflanzenarten, Wildtiere wie Elche, Rotluchse, Nerze, Streifenhörnchen, Baumstachelschweine sowie Vogelarten wie Weißkopfseeadler und Blauhäher.
  • Sebago Lake – mit 117 km2 zweitgrößter See in Maine, umgeben von einem State Park, beliebtes Erholungsgebiet, vor allem für Angler und Jugendgruppen.
  • Rangeley Lakes
  • Mackworth Island – 40 ha große Insel vor Portland mit felsiger Küste, dicht bewaldet, Vogelschutzgebiet, kann über einen Damm mit dem Auto erreicht werden.
  • Baxter State Park – ursprüngliche Berglandschaft rund um den Mount Katahdin (mit 1606 Metern höchste Erhebung in Maine), Heimat zahlreicher Wildtiere; der Park ist Wanderern zugänglich und von Mitte Mai bis Mitte Oktober, sowie Dezember bis März darf auch im Park kampiert werden, ansonsten ist er aber bewusst naturnah gehalten ("Forever Wild"), es gibt auf seinem Gebiet keine Strom- oder Wasserversorgung und keine asphaltierten Straßen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Flagge von Maine

Maine ist einer der am dünnsten besiedelten Staaten der USA. Die erste europäische Ansiedlung fand 1607 in der Gegend der jetzigen Stadt Philippsburg statt, wurde aber bald wieder aufgegeben. Seit 1625 kamen einzelne Ansiedler aus New Hampshire und 1635 französische Kolonisten an, die es nach ihrer französischen Heimat Maine nannten. In demselben Jahr wurde das Land von der Plymouthkompanie, der es von Jakob I. zugewiesen worden war, an zwei Privatleute, Mason und Georges, abgetreten und nach des letzteren Todes 1652 größtenteils an Massachusetts käuflich überlassen. Seitdem bildete es einen Teil dieses Staats. Schon 1792 verlangte es, als selbständiger Staat in die Union aufgenommen zu werden, bildet aber erst seit 1820 einen eignen Staat und nahm den Titel Commonwealth of Maine an.

Sprache[Bearbeiten]

Im Allgemeinen wird Amerikanisches Englisch gesprochen, das die Umgangssprache von über 92 % der Einwohner ist. Im St. John Valley und im äußersten Norden des Bundesstaats sowie im Raum Lewiston/Auburn gibt es einige französische Muttersprachler, sie machen insgesamt über 5 % der Bewohner von Maine aus (im Aroostok County 18 %, in der Stadt Lewiston 26 %). Besonders im Washington County im äußersten Osten ist noch eine indianische Sprachtradition (Passamaquoddy) vorhanden.

Anreise[Bearbeiten]

Verkehrsflughäfen in Maine befinden sich in Portland und Bangor, die von diversen Städten im Nordosten der USA angeflogen werden. Nächster Flughafen mit Interkontinentalflügen ist Boston.

Maine besitzt Landgrenzen zu New Brunswick, Québec und New Hampshire. Für Besucher aus Übersee ist der Anlaufpunkt Boston. Es existieren Busverbindungen von Boston zu den wichtigsten Städten Maines und Amtrak bietet mit dem Downeaster auch eine Zugverbindung vom Bostoner Nordbahnhof über Portland nach Brunswick an (fünfmal täglich, Fahrtzeit Boston–Portland 2½ Stunden, Normalpreis 30 $, Boston–Brunswick knapp 3½ Std., 34 $, Sparpreise u. U. günstiger). Um abgelegene Regionen zu erreichen, ist allerdings ein Auto erforderlich. Viele Besucher mieten ein solches in Boston und reisen dann über den Interstate 95 an. Die Fahrt von Boston nach Portland dauert zwei Stunden und nach Bangor weitere zwei Stunden.

Der Fährbetrieb der Bay Ferries von Yarmouth in Nova Scotia nach Portland wurde Ende 2015 eingestellt, der nach Bar Harbor bereits früher.

Mobilität[Bearbeiten]

Um in Maine voranzukommen, ist ein Auto unerlässlich. Nördlich und westlich von Bangor wird das öffentliche Straßennetz dünn. Private Landeigentümer besitzen hier oftmals den Großteil der vorhandenen Straßen, so dass vorher Genehmigungen zum Befahren der Straßen eingeholt werden müssen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Historischer Leuchtturm Portland Head Light in Cape Elizabeth
  • Leuchttürme
  • Ein anschauliches Beispiel für die wunderschöne Küstenlandschaft Maines ist der Acadia National Park.
  • Im Norden Maines befinden sich weite, unbesiedelte boreale Nadelwälder. Diese Gegend bietet viel für Leute, die sich nach Ruhe und Abgeschiedenheit sehnen und nördliche Landschaftscharakteristika mögen: der Chesuncook Lake, der Allagash Wilderness Waterway und der Baxter State Park mit dem 1.585 m hohen Mount Katahdin gehören dazu, aber auch der Nordteil des Appalachian Trails.
  • Willowbrook Museum Village (Newfield): Museumsdorf mit 37 historischen Gebäuden.
  • Colby College Museum of Art (5600 Mayflower Hill Dr, Waterville): Kleines Kunstmuseum.
  • Portland Museum of Art (7 Congress Square, Portland): Museum für u.a. Amerikanische und Europäische Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Skulpturen und Kunst aus Maine.
  • Bowdoin College Museum of Art (9400 College Station, Brunswick): Kleines Kunstmuseum. Freier Eintritt.
  • Peary MacMillan Arctic Museum & Arctic Studies Center (9500 College Station, Brunswick): Eines von zwei Museen in den USA, die auf Arktis-Studien spezialisiert sind.
  • Moosehead Marine Museum (Greenville): Museum mit einer kleinen Ausstellung zur regionalen Binnenschifffahrt.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Walbeobachtung vor Bar Harbor
Herbstliche Laubfärbung an der Ostküste von Maine (nördlich von Portland)
Siehe auch Freizeitparks in Maine (ME)
  • Wale beobachten (Buckelwale, Finnwale, Zwergwale, Weißseitendelfin; Touren ab Bar Harbor, Boothbay oder Portland; beste Reisezeit Mitte April bis Oktober)
  • den "Indian Summer", also die farbenprächtige Laubfärbung im Oktober erleben (besonders gut zu beobachten im Camden Hills State Park und Baxter State Park)
  • Schwimmen in Seen und im Meer
  • Surfen
  • Wandern
  • Camping
  • Rad fahren
  • Meereskajak: den Island Trail entlangpaddeln.
  • Flusskajak
  • Wildwasserrafting
  • Snowmobil fahren
  • Historische Orte besuchen

Küche[Bearbeiten]

  • Round Top Ice Cream (526 Main Street, Damariscotta): Über die Grenzen der [Region Midcoast] bekannte Eisdiele. Mit über 40 Sorten Eiscreme ist die Auswahl überwältigend groß.
  • Moody's Diner (US Route 1, Waldoboro): Traditioneller US-Diner (seit 1927) am Coastal Highway (Route 1) östlich von Waldoboro. Die Gerichte sind günstig und bodenständig (Suppen/Chowder, Steak, Geflügel, Salate, Pasta, Sandwiches, Burger). Bei der Bestellung sollte man im Hinterkopf behalten, Platz für einen der berühmten Pies frei zu halten. www.moodysdiner.com

Mittel[Bearbeiten]

Taste of India (68 Main St, Bangor): Nettes indisches Restaurant im Zentrum von Bangor. Wie in den meisten indischen Restaurants lohnt es sich, das House Special für 2 Personen zu probieren. Hauptgerichte abends $12-15, Mittagessen deutlich preiswerter.

Nachtleben[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Wanderer sollten sich vorsichtig verhalten und wissen, wie man mit einer Karte und einem Kompass umgeht. Erforderlich ist auch Wetterschutzbekleidung. Maine besitzt eine der niedrigsten Verbrechensraten in den USA. Gewaltkriminalität ist selten, trotzdem sollten Besucher auf ihren Besitz achten. Das Risiko, durch wilde Tiere zu Schaden zu kommen, ist ebenfalls gering, allerdings können Mücken einen zur Verzweiflung bringen. Automobilunfälle mit Elchen können tödlich verlaufen, sowohl für das Tier als auch für die Insassen des Fahrzeugs. Folglich ist es die sicherste Lösung, in Gebieten, die von Elchen besiedelt sind, langsamer zu fahren. Viele, jedoch nicht alle Straßenabschnitte, auf denen die Gefahr einer Elchkollision besteht, sind mit entsprechenden Schildern gekennzeichnet. Fahrer aus wärmeren Regionen sollten es sich überlegen, auf schnee- und eisbedeckten Straßen zu fahren.

Klima[Bearbeiten]

Trotz der Lage am Ozean ist das Klima kontinental: Es gibt stark ausgeprägte Jahreszeiten mit langen, kalten bis sehr kalten Wintern (durchschnittlich 0 bis –17 °C im Januar) und warmen bis heißen Sommern (tagsüber durchschnittlich 24–27 °C im Juli). Die Übergangszeiten fallen dagegen kurz aus. Die Niederschläge sind relativ hoch und recht gleichmäßig über das Jahr verteilt, mit einem leichten Schwerpunkt auf Spätherbst bis beginnendem Winter, während Spätfrühling bis Frühsommer etwas trockener sind. Im Jahr gibt es um die hundert Regentage, also durchschnittlich acht pro Monat. Gewitter und Windhosen sind seltener als in den meisten US-Staaten. In den küstennahen Gebieten kommt es aber gelegentlich zu sogenannten Northeasters, die starken Wind und viel Regen bzw. im Winter Schnee mit sich bringen.

Ausflüge[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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