Alaska
| Bundesstaat Alaska | |
| Hauptstadt | Juneau |
|---|---|
| Einwohnerzahl | 733.391 (2020) |
| Fläche | 1.717.856 km² |
| Postleitzahl | |
| Vorwahl | |
| Zeitzone | überwiegend Alaska Standard Time (Sommer: UTC -8 (MEZ-9) Winter: UTC -9); westliche Aleuten Aleutian-Hawaii Standard Time (Sommer: UTC -9 (MEZ-10) Winter: UTC -9) |
| Webseite | alaska.gov |
| Social Media | |
Alaska ist ein Bundesstaat der USA, der wahrscheinlich kälteste Staat der USA, der im Westen an das Beringmeer, im Norden an das Nordpolarmeer, im Osten an Kanada und im Süden an den Pazifischen Ozean grenzt. Seine Hauptstadt ist Juneau.
Regionen
[Bearbeiten]Orte
[Bearbeiten]- 1 Juneau Alaskas Hauptstadt befindet sich im äußersten Südosten und ist mit ca. 30.000 Einwohnern eine der größten Städte Alaskas. Die abgelegene Stadt ist nur per Schiff oder Flugzeug erreichbar und bietet mit dem Mendenhall Glacier, Walbeobachtungstouren und der Goldrausch-Geschichte eine bemerkenswerte Mischung aus Natur und Kultur.
- 2 Anchorage ist mit ungefähr 290.000 Einwohnern die größte Stadt des Bundesstaats, sowie das wichtigste Industriezentrum und bietet eine Mischung aus moderner Urbanität und rauer Natur. Die Stadt verfügt über Museen wie das Anchorage Museum und das Alaska Native Heritage Center und bietet direkten Zugang zu Wanderwegen, Fjorden und dem Denali-Nationalpark.
- 3 Fairbanks Die zweitgrößte Stadt des Landes ist mit ca. 31.000 Einwohnern und liegt im Hinterland des Staats. Fairbanks ist bekannt als "Tor zum arktischen Norden". Die Stadt ist ein beliebtes Reiseziel, das im Winter von spektakulären Nordlichtern, im Sommer von der Mitternachtssonne und im Herbst und Winter von den nahegelegenen heißen Quellen (Chena Hot Springs) gekennzeichnet ist.
- 4 Utqiaġvik , das ehemalige Barrow. Als nördlichste Stadt der USA bietet sie extreme Naturphänomene wie 24 Stunden Sonne im Sommer und 24 Stunden Dunkelheit im Winter sowie spannende Einblicke in die Kultur der Inupiat.
Weitere Ziele
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- 1 Denali National Park Die Region ist die Heimat des höchsten Berges Nordamerikas, des Denali (6.190 m), und zeichnet sich durch weite Tundra, Grizzlybären, Karibus und beeindruckende Panoramen aus.
- 2 Gates-of-the-Arctic-Nationalpark Extrem abgelegen und völlig wild, ohne Straßen oder Besucherzentren – ideal für erfahrene Abenteurer, die unberührte Tundra und Berge erleben möchten.
- 3 Glacier Bay-Nationalpark UNESCO-Weltnaturerbe mit gewaltigen Gezeitengletschern, dramatischen Fjorden und reichem Tierleben (Buckelwale, Seelöwen, Weißkopfseeadler).
- 4 Katmai-Nationalpark Der Ort ist bekannt für die dort lebenden Braunbären, die man beim Lachsfischen beobachten kann, sowie für seine vulkanischen Landschaften.
- 5 Kenai-Fjords-Nationalpark Faszinierend durch zerklüftete Küsten, Gletscher, Walbeobachtung und Touren ab Seward; besonders beliebt sind Bootsfahrten durch die Fjorde.
- 6 Lake-Clark-Nationalpark Die vielfältige Landschaft, gekennzeichnet durch Vulkane, Seen, Regenwald und Küsten, macht die Region zu einem bevorzugten Ort für Bärenbeobachtung und Wildnis-Abenteuer.
- 7 Wrangell-St. Elias-Nationalpark Der größte Nationalpark der USA (größer als die Schweiz), mit riesigen Gletschern, schneebedeckten Bergen und der historischen Kupfermine Kennecott.
- 8 Yukon-Charley Rivers National Preserve Das National Preserve ist ein abgelegenes Wildnisgebiet entlang des Yukon und Charley Rivers, das für Kanutouren, Goldrausch-Geschichte und reiche Tierwelt bekannt ist.
Hintergrund
[Bearbeiten]Das Wort Alaska lässt sich von "Alyeska" ableiten, das von den Aleuten kommt, und bedeutet soviel wie "großes, weites Land". In der Eiszeit, als die Meeresspiegel aufgrund der gewachsenen Gletscher niedrig waren, gab es eine Landbrücke nach Asien über die Beringstraße. Über diese Brücke gelangten die ersten Menschen nach Amerika, die die spätere indigene Bevölkerung bildete.
1783 kolonisierte der russische Geograph Grigori Iwanowitsch Schelichow als erster Mensch der "alten Welt" Alaska. Zuvor waren bereits Pelzjäger auf den Aleuten gelandet. Da das Gebiet dem Zarenreich zu unrentabel und zu schwer erreichbar war, verkaufte man Alaska 1867 für 7,2 Millionen US-Dollar (4,74$/km²) an die Vereinigten Staaten. Später sollte hier Öl gefunden werden.
1959 wurde Alaska der 49. Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika.
Sprache
[Bearbeiten]Man spricht vorwiegend amerikanisches Englisch, dennoch werden alte Dialekte und frühere Sprachweisen der Landessprache vorgezogen.
Anreise
[Bearbeiten]Mit dem Flugzeug
[Bearbeiten]Internationale Flughäfen befinden sich in Anchorage und Fairbanks. US-Fluglinien fliegen darüber hinaus auch einige kleinere Orte an, zudem hat fast jede Siedlung eine eigene Flugpiste, auf denen kleine Propeller-Maschinen landen können. Von Europa wird nur Anchorage angeflogen (von Frankfurt)
Landweg
[Bearbeiten]Einreise auf dem Landweg ist nur über Kanada möglich, entweder via Alaska Highway oder (nur im Sommer) der Top of the World Highway. Einige Orte sind aber nicht an das Straßennetz angeschlossen (z. B. die Hauptstadt Juneau) und nur per Schiff oder Flugzeug erreichbar.
Mit dem Schiff
[Bearbeiten]Alaska ist über das Alaska Marine Highway-System (Autofähre) von den kontinentalen 48 Bundesstaaten im Süden erreichbar. Das Fähr-Netz verbindet alle Städte, die nicht an das Straßennetz Alaskas angeschlossen sind.
Mobilität
[Bearbeiten]Straßennetz
[Bearbeiten]Das Straßennetz in Alaska ist – angepasst an die geringe Bevölkerungsdichte – sehr dünn. Asphaltierte Hauptverkehrsstraßen sind die Alaska Route 1 (oder Glenn Highway;
), der Anchorage mit Glennallen und Tok verbindet, die Alaska Route 2 (
) von Manley Hot Springs zur kanadischen Grenze (Alcan Border), die Alaska Route 3 (auch George Parks Highway genannt;
) zwischen Fairbanks und Anchorage, die Alaska Route 4 (auch Richardson Highway;
), der Fairbanks mit Valdez verbindet und die kurze Alaska Route 5 (oder Taylor Highway;
) zwischen Tetlin Junction und Eagle. Der Dalton Highway (
) schließlich ist eine schwierige Schotterpiste von Fairbanks nach Prudhoe Bay. Nur etwa ein Drittel aller Highways in Alaska ist asphaltiert.[1]
Mit der Bahn
[Bearbeiten]Die Bahnreisen in den USA durch die Alaska Railroad deckt die Route von Seward (an der Küste) über Anchorage nach Fairbanks ab.
Mit dem Flugzeug
[Bearbeiten]Viele Orte im Norden Alaskas sind nur per Wasserflugzeug sinnvoll erreichbar wie beispielsweise Gustavus als Eingangsort zum Glacier Bay-Nationalpark.
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten]- Mendenhall Glacier (bei Juneau) – leicht zugänglicher Gletscher mit Besucherzentrum und Wanderwegen.
- Inside Passage – berühmte Schifffahrtsroute durch Fjorde und Inseln, ideal für Kreuzfahrten und Walbeobachtung.
- Pribilof Islands – abgelegene Inselgruppe im Beringmeer, bekannt für riesige Robbenkolonien und Seevögel.
- Aleuten-Inselkette – vulkanische Inseln mit aktiven Vulkanen, abgelegenen Dörfern und einzigartiger Kultur.
- Trans-Alaska-Pipeline – technisches Meisterwerk, das quer durchs Land verläuft und vielerorts besichtigt werden kann.
- Dalton Highway – legendäre „Eisstraße“ durch die Tundra bis zum Arktischen Ozean.
- Alaska Railroad – Panoramazug von Seward über Anchorage bis Fairbanks mit spektakulären Landschaften.
- Totempfahl-Sammlungen in Saxman und Totem Bight – eindrucksvolle Zeugnisse indigener Kultur.
- Northern Lights (Aurora Borealis) – besonders gut sichtbar im Herbst und Winter rund um Fairbanks.
- Mitternachtssonne – im Sommer nördlich des Polarkreises erlebbar, z. B. in Utqiaġvik.
Aktivitäten
[Bearbeiten]Küche
[Bearbeiten]Nachtleben
[Bearbeiten]Feiertage
[Bearbeiten]Sicherheit
[Bearbeiten]Klima
[Bearbeiten]In ganz Alaska herrscht Permafrost (der Boden ist dauerhaft gefroren, nur im Sommer taut er für eine Weile auf). Dennoch kann man den Eis-Staat Alaska in drei verschiedene Klima-Zonen einteilen:
- Seeklima: Mit Durchschnittstemperaturen von 3 °C –7 °C herrscht hier das maritime Klima.
- Arktisches Klima: Extrem kalte Winter, kalte Sommer und kaum Sonnenlicht: das ist das Polarklima.
- Landklima: Mit gemessenen –62 °C (1971) –38 °C (1915) ist dies der Teil Alaskas, der die meisten Temperaturschwankungen erlebte und immer noch erlebt.
Literatur
[Bearbeiten]- Nancy Gates (Hrsg.), The Alaska Almanac: Facts about Alaska, 29. Auflage, Alaska Northwest Books, 2005, ISBN 0-88240-605-1.
Weblinks
[Bearbeiten]alaska.gov (en) – Offizielle Webseite von Alaska

