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Syrien

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Syrien (arabisch: ‏الجمهوريّة العربيّة السّوريّة‎) liegt im Nahen Osten. Angrenzende Länder sind die Türkei, der Irak, Jordanien, Israel und Libanon.

Städte[Bearbeiten]

Archäologische Stätte von Palmyra
  • Aleppo - großer Basar und alte Zitadelle mit herrlicher Aussicht. Im Bürgerkrieg stark in Mitleidenschaft gezogen
  • Damaskus - Hauptstadt.
  • Homs, im Bürgerkrieg stark in Mitleidenschaft gezogen
  • Hama
  • Lattakia - in Lattakia findet sowohl der anspruchsvolle Tourist als auch der Budgettourist seine Unterkunft.
  • Tartous - eine historische Hafenstadt, die vom Bürgerkrieg nicht betroffen war.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

  • Geheimtipp Ras al Basit, nördlich von Lattakia, Traumstrand fünfzehn Kilometer von der türkischen Grenze entfernt. Sehr schöne Buchten mit vielen Schattenplätzen, da der Strand von Wald umgeben ist, wird er nur von arabischen und einheimischen Touristen besucht. Es gibt viele Shopping- und Übernachtungsmöglichkeiten, da die Gegend „touristisch“ erschlossen ist. Traumhafter Sandstrand, Baden im glasklaren Wasser und der Blick auf die nahen türkischen Gebirge sind atemberaubend. Keine überfüllte Touristenhochburg wie Lattakia, sondern ländlicher Charme. Gut zu finden, da die Beschilderung sehr gut ist.
    Leider ist die Region im Frühjahr 2019 noch nicht von den durch die USA, Großbritannien und der Türkei unterstützten Rebellengruppen befreit und somit nicht zugänglich.
  • Der Krak de Chevalier ist eine imposante und sehr gut erhaltene Kreuzritterburg ca. 35 km östlich von Homs. Man hat Anfang 2019 begonnen, die durch Bombentreffer verursachten, geringen Schäden zu reparieren.
  • Alawitengebirge - 20 km von der Mittelmeerküste entfernter Gebirgszug und Orontes fruchtbare Ebene, die sich anschließt.
  • Golanhöhen - seit 1967 von Israel besetzt.
  • Die Oasenstadt Palmyra (auch Tadmur genannt), eine wichtige Stadt an der Seidenstraße.

Hintergrund[Bearbeiten]

Karte von Syrien.

Syriens Geschichte reicht weit in die Vergangenheit zurück. Ab Mitte des zweiten Jahrhunderts vor unserer Zeit. stand Syrien unter der Macht Ägyptens, vom elften Jahrhundert an wurde es von Assyrern, den Babyloniern, den Persern und ab 250 v.u.Z. Kernland des Seleukidenreiches. Syrien wurde 64 v.u.Z. durch Pompejus römische Provinz. 634-40 u.Z. eroberten Araber das Land. Die Kreuzfahrer bildeten in Syrien die drei Staaten Antiochia (Antakia in der heutigen Südtürkei), Tripolis (heutige Stadt im Nordlibanon) und Edessa (Südostanatolien). 1517 wurde Syrien türkische Provinz. Frankreich erzwang nach Massenmorden an Christen in Damaskus (ab 1860) die Autonomie für den Libanon; nach dem Ersten Weltkrieg übte es ab 1920 die Treuhandschaft über Syrien aus. 1944 erhielt Syrien die volle Unabhängigkeit.

Seit 17. Juli 2000 ist Baschar al-Assad der gewählte Präsident Syriens, er wurde bei freien Wahlen 2014 im Amt bestätigt. Seit 2011 herrschte ein Bürgerkrieg zwischen seiner Regierung, Rebellen, Dschihadisten wie dem sogenannten Islamischen Staat oder der al-Nusra-Front sowie kurdischen Kämpfern im Norden, in den auch diverse ausländische Mächte eingegriffen haben. Infolgedessen sind weite Teile des Landes zerstört. Über 400.000 Menschen kamen bis April 2016 ums Leben. Millionen von Syrern sind entweder innerhalb des Landes auf der Flucht oder haben es sogar ganz verlassen.

Anreise[Bearbeiten]

Tipp
Beachte: Seit 2016 dürfen Personen die seit 2011 in Syrien gewesen sind, fünf Jahre lang nach der Reise, nicht mehr visumsfrei (ESTA) in die USA einreisen. Es ist dann ein Visum zu beantragen.

Einreisebestimmungen[Bearbeiten]

Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz benötigen ein Visum, das im Voraus bei der zuständigen Botschaft zu beantragen ist. Es werden keine Visa mehr an den Grenzen ausgestellt. Der Reisepass, der noch einen Monat über das geplante Reiseende hinaus gültig sein muss, darf bei der Einreise keinen Hinweis auf einen früheren oder noch ausstehenden Israelbesuch aufweisen, da sonst auch trotz vorhandenem Visum die Einreise verweigert wird.

Bei der Ausreise auf dem Landweg ist an der Grenze eine Ausreisesteuer von 2500 sy₤ (Apr. 2019) zu entrichten.

Syrische Konsulate[Bearbeiten]

Tipp
Seit Anfang 2019 werden wieder Touristenvisa erteilt, sofern man eine Buchung bei einem zugelassenen Reiseveranstalter hat. Zwar bieten einzelne Reisevermittler (nicht Veranstalter, daher keine Kostensicherheit; § 651a BGB) aus Mitteleuropa Pauschalreisen für € 2500-3000 an, sinnvoller dürfte es jedoch sein, in Beirut eigene Arrangements zu treffen, was mit einem Zeitaufwand von 3-10 Tagen verbunden ist. Mit Auslagen für mehrtägige Touren von rund US$ 1300 bis zum Grenzübertritt ist zu rechnen. (Streng genommen vermittelt das Reisebüro im Libanon die „Sicherheitsprüfung,“ aufgrund der dann ein Visum erteilt wird,)

Die Antragsgebühren sind je nach Staatsangehörigkeit unterschiedlich, EU-Bürger zahlten 2019 € 60. (Bedingungen allgemein engl., 2016) Bei Antragstellung wird üblicherweise ein Einladungsschreiben verlangt, die Bedingungen scheinen von Ort zu Ort unterschiedlich zu sein.

  • Botschaft der arabischen Republik Syrien, Daffingerstraße 4, 1030 Wien. Tel.: +43 1 533 46 33. Geöffnet: Mo.-Fr. 9.30-13.00.
  • Consulat général de la République arabe syrienne, route de Pré-Bois 20, 7ème étage, 1215 Genève 15 Aéroport.
  • Ambassade-Chancellerie, Rue Vaneau 20, F-75007 Paris.
  • Syrische Botschaft im Libanon (سفارة الجمهورية العربية السورية) (Am Stadtrand, beim Kreisverkehr mit dem Bürgerkriegsdenkmal von der Stadtautobahn ab). Tel.: +961 5 922 581. Geöffnet: Mo.-Fr. 8.30-14.30 nach vorheriger Terminabsprache.

Sicherheitswarnungen bezüglich des Syrienkonflikts[Bearbeiten]

Stand April 2019: Teile des Landes sind auch 2019 noch besetzt, so die Golanhöhen von Israel (nicht gezeigt) und weite Gebiete an der Nordgrenze bis ins Gebiet von Aleppo, durch türkische Truppen (Magenta) oder von den USA, Israel und der Türkei unterstützte Rebellengruppen (versch. Grüntöne).

In Syrien herrschte bis 2018 Bürgerkrieg in den mehrere ausländische Mächte anfachten. Von Reisen nach Syrien wird vom deutschen Auswärtigen Amt, vom österreichischen Außenministerium und vom schweizer Departement für Auswärtige Angelegenheiten ausdrücklich abgeraten!

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

„Seit Juli 2012 sind Sanktionen gegen die Syrian Arab Airlines (Syrianair) in Kraft, nach denen u. a. der Erwerb von Flugtickets bei und für Syrian Arab Airlines durch EU-Bürger eine Straftat darstellt. Gestattet ist nur der Erwerb von Flugtickets zur Evakuierung aus Syrien.“[1]

Stand Februar/März 2019 gibt es regelmäßige Flüge aus Moskau-Scheremetjewo, Kairo, den VAE und Saudi-Arabien nach Damaskus mit Syrianair und Cham Wings. Diese Flüge sind in Internet-Buchungsportalen nicht zu finden.

Die einzige Anreisemöglichkeit aus Europa ist über den Flughafen im libanesischen Beirut.

Mit der Bahn[Bearbeiten]

Internationale Bahnverbindungen aus der Türkei gibt es 2019 nicht.

Mit dem Bus[Bearbeiten]

Jegliche Grenzübertritte können ziemlich nerven, da der Reisepass zigmal durchgeblättert wird. Man sollte aufpassen, dass kein Soldat die Zigarettenasche in den Pass fallen lässt oder die Passnummer mit Kugelschreiber auf Arabisch hineinschreibt. Alles schon passiert! Angenehm ist allerdings, dass der Bus wartet, bis auch der letzte Passagier die Formalitäten erledigt hat. Das wissen auch die Grenzer und winken deshalb auch Ausländer ohne Probleme durch. Sollte man ein Visum (z.B. nach Libanon) an der Grenze erhalten, kann man dort bei den Soldaten oder Mitreisenden auch das nötige Geld wechseln, natürlich zu einem weniger günstigen Kurs. Tipp, falls die Grenzer sich langweilen und den Rucksack durchwühlen wollen: Dreckwäsche und Plastiktüten ganz obenauf, „verdächtige“ kantige Gegenstände in die Mitte. Frauen sollten ihre Wertgegenstände unter einem losen Hemd am Körper tragen; da es keine Soldatinnen an der Grenze gibt, werden sie nicht durchsucht.

Auf der Straße[Bearbeiten]

Einige Landgrenzübergänge zu Jordanien wurden 2018 wieder geöffnet. Mitte 2019 dürfen diese von Drittstaatlern nicht genutzt werden. Sinnvoll ist der Landweg gegenwärtig nur vom Libanon aus.

Zum 1. Mai 2019 gab es keine für die Allgemeinheit geöffneten Landgrenzübergänge von der Türkei in das von der syrischen Regierung kontrollierte Gebiet.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Sämtliche Mittelmeerfähren, die in syrischen Häfen anlegten, wurden eingestellt.

Mobilität[Bearbeiten]

Emblem-important.svg Aktualität
Unbegleitete touristische Reisen sind 2019 unerwünscht. Es gibt zahlreiche Kontrollpunkte, an denen gegebenenfalls Sondererlaubnisse für bestimmte Gebiete verlangt werden. Die nachstehende Information bezieht sich auf die Verhältnisse in Friedenszeiten.

Wichtig: Immer den Reisepass mitführen, da er auch für kürzere Busreisen (ca. 50 km) verlangt wird. Am besten durch eine Plastikfolie schützen, da ausländische Reisepässe mit Hingabe durchgefleddert werden.

Bahn: wegen Sabotage an einer Eisenbahnbrücke zwischen Homs und Hama ist die eingleisige Strecke zwischen Aleppo und Damaskus außer Betrieb. 2017 gab es nur einige Züge Aleppo ↔ Jibrin (18 km). Die Webseite Chemins de fer Syriens funktionierte Mitte 2019 nicht.

Bus: Für längere Strecken zwischen den größeren Orten werden Busse eingesetzt, die von den jeweiligen Busstationen („mahata“ oder „garasch“) losfahren und unterwegs auch keine Passagiere aufnehmen. Sie sind gegenüber Taxen zu bevorzugen: Meistens hat man zwei Sitze für sich, sie sind klimatisiert, es wird nicht geraucht (nur der Busfahrer steckt sich ab und zu eine an), und sie sind natürlich billiger. Auch für grenzüberschreitende Strecken eindeutig bequemer als Taxen! Innerstädtische oder Kurzstrecken werden durch die Minibusse (ca. 12 Passagiere) abgedeckt, die auf ein Winksignal halten und nur wenige Cent kosten. Wer kein Arabisch lesen kann, sollte sich vorher die Aussprache des Zielortes aneignen oder sich den Ort aufschreiben lassen. Manchmal wird man auch an einem Straßenknotenpunkt an einen anderen Minibus übergeben. Frauen sollten sich möglichst neben Frauen setzen. Oft gibt es im vorderen Teil des Busses Plätze, die für alleinreisende Frauen zur Verfügung stehen.

Taxi: Für längere Strecken sollte man den Preis verhandeln und als Anhaltspunkt vorher an der Hotelrezeption fragen, damit man einen Anhaltspunkt hat. Generell empfiehlt es sich, den Taxifahrer aufzufordern, das - meistens vorhandene - Taxameter einzuschalten.

Auto: Autos mieten kann man am Damaszener Flughafen bei Avis, Budget und anderen europäischen Anbietern. Meistens wird die günstigste Klasse (z.B. Peugeot 106) inkl. Versicherung (manchmal exkl. freie km, aufgepasst) angeboten. Tanken war früher äußerst günstig: Diesel kostete z.B. nur wenige Euro-Cent pro Liter. Durch die Besetzung der Ölquellen konnten die stark subwentionierten Preise nicht aufrecht erhalten werden. Der staatlich kontrollierte Benzipreis wurde im April 2019 auf 600 sy₤ (ca. 77 ¢) angehoben.

Der Fahrstil der meisten Syrer ist rabiat. Rote Ampeln, Einbahnstraßen und sonstige Verkehrsregeln werden nicht allzu ernst genommen, so dass man besonders im Stadtverkehr sehr aufpassen muss! Man kann aber auch einfach ein Taxi für einen Tagesausflug mieten, aber bitte feilschen!

Trampen: Auch für Frauen allein gar kein Problem. Hat man ein ungutes Gefühl, einfach nicht einsteigen oder um einen Halt bitten, weil man auf die Toilette muss. Ist in abgelegenen Gebieten ein anerkanntes Fortbewegungsmittel. Kleiner Tipp: Die Fahrer von dicken Autos sind sehr stolz auf ihre Wägen, in klapprigeren Gefährten wird dagegen häufig ein kleiner Obolus verlangt.

Sprache[Bearbeiten]

In Syrien wird ein arabischer Dialekt gesprochen. Von den Einheimischen wird, wie überall, dankbar anerkannt, wenn man sich ein paar Brocken aneignet. Nützlich ist vor allem, die Zahlen zu verstehen und lesen zu können, z.B. wenn man Lebensmittel oder andere Kleinigkeiten kaufen möchte. Englisch und Französisch sind meistens die anderen Sprachen, die man gerne in Syrien sprechen kann.

Einkaufen[Bearbeiten]

Die syrische Währung ist das Pfund (sy₤). Die Untereinheit (Piaster) hat keine Bedeutung mehr, die kleinste Münze, die sich Umlauf befindet, hat einen Wert von 5 Pfund, im Dezember 2018 wurde eine 50-Pfund-Münze ausgegeben. Zu beachten ist, daß Hotels von Ausländern den Preis in Dollar verlangen. In der Regel kann man aber auch in syrischen Pfund bezahlen.

Wechselkurs: € 1 = 578 sy₤ (offiziell Stand 11. Mai 2019)
Schwarzmarkt: US$ 1 = 590 sy₤ (2. Mai 2019)

Syrische Pfund kann man nur schlecht wieder in Devisen zurücktauschen, so dass es sich empfiehlt nur so viel Pfund zu erwerben, wie man tatsächlich benötigt. Außerhalb Syriens kann man sy₤ in einigen arabischen Ländern in die dortigen Währungen umtauschen, allerdings zu einem deutlich schlechteren Kurs.
Wer über den Libanon reist kann dort, auch aus Automaten, US$ ohne Aufschlag erhalten.

Aufgrund sanktionsrechtlicher Bestimmungen gegen Syrien können derzeit keine Kreditkarten mehr im Land genutzt werden. Dies gilt für Geldautomaten, Hotels und sonstige Kaufgeschäfte. Zahlungen müssen mit Bargeld getätigt werden.[1]

Die Souks (Basare) laden zum Einkaufen ein. Begehrte Souvenirs sind Kupferplatten mit verschiedenen Holzarten und Perlmutt eingelegte Kästchen oder Backgammon-Spielvorlagen, Teppiche und Tücher, Dagger (die arabischen Krummdolche. Achtung, die Qualität variiert hier sehr!), Lederwaren wie Taschen, Sandalen und Geldbeutel, Süßigkeiten und (echte und so aussehende) Antiquitäten. Die größte Auswahl hat man in der Altstadt von Damaskus, nicht nur in den überdachten Straßen wie Straight Street oder Souq al Hammidiyya, sondern auch z.B. im Christenviertel (besonders Antiquitäten). Auch der Souk von Aleppo ist sehr bekannt. Ansonsten hat natürlich jeder Ort seinen Souk für die alltäglichen Gebrauchsgegenstände und Nahrungsmittel. Achtung: donnerstags schließen die meisten "Läden" bereits gegen drei Uhr Nachmittags und sind freitags ganz geschlossen.

Küche[Bearbeiten]

Die typischen Speisen unterscheiden sich nicht von denen im Libanon. Für einen Imbiß, z.B. Schwarma zahlte man im Frühjahr 2019 etwa US$ 1,50. Eine Mahlzeit im Restaurant kostet rund US$ 10.

Ebenfalls sehr zu empfehlen sind die an vielen Ecken angebotenen, frisch gepressten Säfte (Orange, Erdbeere, Brombeere etc.).

Das Cesar's außerhalb Hama bietet nicht nur für den Gaumen sehr auserlesene Kost, sondern auch von Getränken bis hin zu feinen Desserts. Nicht nur für die kleinen Gäste gibt es Attraktionen, sondern auch für „große“ Kinder. In diesem Restaurantkomplex liegt ein kleiner Vergnügungspark.

Nachtleben[Bearbeiten]

Grundsätzlich ist „Ausgehen“ in Syrien so definiert, dass ganze Familien inkl. Kinder bis tief in die Nacht in den Parkanlagen der Städte verweilen und picknicken. Auch Frauengruppen alleine sind nicht selten anzutreffen, sogar in Hama.

Damaskus (besonders) und die anderen Städte verfügen auch über Bars und Clubs. Doch am meisten sind Cafés und kleine Restaurants, respektive Cocktailbars, die gemixte Fruchtsäfte anbieten, vertreten, in welchen man den flanierenden Leuten zuguckt.

Unterkunft[Bearbeiten]

Es gibt überall kleine Pensionen oder einfache Hotels, wie auch private Anbieter, welche einfache Übernachtungsmöglichkeiten anbieten. Doch auch für anspruchsvollere Gäste stehen sehr gute Hotels zur Verfügung, welche über einen europäischen Standard verfügen, dementsprechend auch die Preise.

Campingplätze gibt es auch in Syrien, außerhalb von Aleppo namens Kaddour, in Palmyra gibt es davon zwei (Palmyra und Zenobia) und außerhalb Damaskus in Richtung Autobahn Homs den seit etwa 1992 bestehenden Kaboun.

Lernen[Bearbeiten]

In Damaskus werden viele Arabischkurse angeboten, die Dauer (sechs Wochen oder vier Monate) variiert. Man sollte sich zunächst in den Hotels einquartieren und das Personal an der Rezeption ansprechen. Innerhalb weniger Tage ist es einfach, eine Wohnung, WG oder ein Zimmer bei einer einheimischen Familie oder alleinstehenden Frau zu finden.

Feiertage[Bearbeiten]

Zu Weihnachtszeit in Damaskus 2018.
Datum Name Bedeutung
8. März Revolutionstag
21. März Muttertag
17. April Unabhängigkeitstag
1. Mai Tag der Arbeit
6. Mai Märtyrertag
6. Okt. Beginn des Oktoberkrieges (1973) Israelische Attacke auf mehrere arabische Staaten.
25. Dez. Weihnachten
01. September 2019 Islamisch Neujahr
05. Mai 2019 Beginn des Ramadan
05. Juni 2019 Id al-Fitr Fest des Fastenbrechens, 3 Tage
11. August 2019 Eid al-Adha Opferfest
10. November 2019 Mawlad Geburtstag des Propheten

Sicherheit[Bearbeiten]

Türkische und US-amerikanische Truppen auf syrischem Staatsgebiet bei Manbij (1. Nov. 2018).

Trickdiebstahl und Raub stellt nahezu keine Gefahr in Syrien dar. Dennoch sollte man nicht mit großen Bargeldbündeln oder wertvollem Schmuck protzen. Eher kommt vor, dass man mit Taxipreisen übers Ohr gehauen wird, deshalb empfiehlt es sich den Preis vorher klarzustellen, sich niemals auf „wir reden später,“ „kein Problem“ oder „gib einfach, was du für richtig hältst“ einlassen. Bei Hotels sollten ebenfalls im Vorhinein geklärt werden, ob Duschen, Handtücher und Frühstück im Preis inbegriffen sind. Für Souvenirs am besten die Preise mehrerer Läden vergleichen.

Allein und besonders als Frau sollte man nicht in folgende Gegenden reisen: As-Soukhna (auf halber Strecke zwischen Palmyra und Deir ez-Zur) und Deir ez-Zur. Auch die Festung in Palmyra sowie die Gräber sollte man besser in der Gruppe besuchen. In Aleppo und Hama sollten Frauen besonders auf konservative Kleidung achten.

In Syrien dürfen militärische Anlagen, wie in vielen anderen Ländern auch, nicht fotografiert werden. Der Begriff militärische Anlage ist zum Teil sehr weit gefasst. Man sollte sich unbedingt daran halten und eher auf ein Foto verzichten.

Auch Frauen sollte man nicht ohne Genehmigung fotografieren. Man fragt besser zuvor nach, ob ein Foto erlaubt ist. Diese Bitte wird bei einer Fotografin wahrscheinlicher erfüllt.

Gesundheit[Bearbeiten]

Die üblichen Schutzimpfungen (Polio, Diphterie, Tetanus) sollten auch in Deutschland selbstverständlich sein, dazu ist eine Hepatitis A und B - sowie die Typhus-Vorsorge ratsam (Arzt konsultieren!). Das Gebiet an der türkischen Grenze gilt als Malariagebiet, daher sollten bei Reisen in dieses Gebiet besondere Vorkehrungen getroffen werden. Auch Hygienestandards sind nicht immer mit europäischen Maßstäben zu messen: Leider lässt sie bei den moslemischen Männern teilweise zu wünschen übrig; bevor man sein Essen von der Straße kauft, sollte man beobachten, ob das Essen auch hygienisch ist.

Viele Syrienreisende klagen über Magen- und Darmprobleme. Daher ist beim Verzehr von Speisen und Getränken Vorsicht angebracht. Obst sollte man nur geschält essen und Gemüse nur gekocht zu sich nehmen. Bei Fleisch ist darauf zu achten, dass das Fleisch gut durchgebraten ist. Dies kann jeder verstehen, der auf den Suks das Fleisch in der Wärme hat hängen sehen. Natürlich schützen die Ratschläge nicht vor Erkrankungen und umgekehrt kann es auch gut gehen, wenn man keine Rücksicht auf die Hinweise nimmt.

Klima[Bearbeiten]

Klimadiagramm für Damaskus.

August: ca. 38 °C im Schatten, hohe Luftverschmutzung in den Städten, kein Tropfen Regen. Anfang September ist es immer noch heiß, aber nicht mehr ganz so unerträglich.

Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
min. Temp 0 2 4 7 10 15 16 15 13 8 4 2
max. Temp 12 13 16 23 29 33 35 35 33 28 21 15
Regentage 5 4 3 1 0 0 0 0 0 1 3 4

Die Daten gelten für Damaskus.

Regeln und Respekt[Bearbeiten]

Alleinreisende Frauen[Bearbeiten]

Auch im Gedränge versuchen Männer, Frauen nicht anzurempeln. Als Frau kann man im Bus auch immer einen vorderen Platz verlangen; irgendein Passagier erweist sich immer als Kavalier und tauscht. Ein Kopftuch ist nicht unbedingt nötig, da man als Europäerinnen dieser Pflicht nicht unterliegt. Dennoch kann es besonders in ländlichen Gebieten sein, dass man von Frauen darauf angesprochen wird. Auch empfiehlt sich dezente Kleidung. Man sollte nie die Waden zeigen. Sandalen sind akzeptabel, T-Shirts mit Ärmeln auch. Ein „Ehering“ wirkt oft Wunder, außerdem sollte immer „die Gruppe im Hotel warten.“ Ansonsten wird man als Frau respektiert. Hinter hergerufene oder gemurmelte Bemerkungen, die man meist sowieso nicht versteht, sollte man ignorieren und aufrecht weitergehen, bei massiveren Belästigungen hilft ein lautes chalas! („genug“) oder man kann Hilfe bei anderen Menschen suchen. Die Syrer und auch Syrerin helfen in einer solchen Situation gerne und bereitwillig. Wir sollten im Gegenzug respektieren, dass den Frauen auch bei 40 °C im Schatten das Kopftuch oder die Komplettverhüllung einen gewissen Schutz verleiht.

Alleinreisende Frauen sind für syrische Männer eher eine Besonderheit, daher erhalten sie auch besondere Aufmerksamkeit, die einerseits durch Gastfreundschaft, aber auch durch Interesse an westlichen, freieren Frauen gewidmet sein kann. Reisen alleine ist daher möglich und auch empfehlenswert, jedoch sicher teilweise sehr anstrengend, da man Avancen immer wieder abwehren muss.

Rauchverbot[Bearbeiten]

Seit dem 21. April 2010 gilt in Syrien ein generelles Rauchverbot in allen geschlossenen öffentlichen Räumen die keine offene Decke oder kein offenes Dach haben. Das betrifft die meisten Restaurants und Cafés. Das Rauchverbot gilt auch für Autos, in denen niemand rauchen darf, wenn weitere Insassen in dem Fahrzeug sitzen.

Bei Nichtbeachtung drohen dem Rauchenden Strafen zwischen zwischen 500 und 100.000 syrischen Pfund. Zusätzlich wird auch der Betreiber zur Kasse gebeten.

Praktische Hinweise[Bearbeiten]

Die meisten in Damaskus befindlichen Konsulate sind Anfang 2019 noch geschlossen oder mit einer diplomatischen Notfallbesetzung ohne Publikumsverkehr ausgestattet. Deutsche (NUR Bereitschaftsdienst ☎ +961 (0)3 600 053), Österreicher und Schweizer müssen sich an die entsprechenden Dienststellen in Beirut wenden.

  • Die deutsche Botschaft in Damaskus ist für den allgemeinen Besucherverkehr geschlossen, zuständig ist die Botschaft in Beirut (Libanon)
  • Die schweizer Botschaft in Damaskus ist geschlossen, zuständig für die Betreuung schweizer Staatsangehöriger in Syrien ist die Botschaft in Beirut (Libanon), Für Konsularfragen sowohl Beirut (Libanon) als auch Amman (Jordanien).
  • Die österreichische Botschaft in Damaskus ist aktuell (05.04.2019) geöffnet, kann jedoch jederzeit geschlossen werden, im Falle einer temporären Schließung ist übergangsweise die Botschaft in Beirut (Libanon) zuständig.

Toiletten[Bearbeiten]

In Syrien gibt es zwei Arten von Toiletten. Zum einen das aus Europa bekannte Keramik-WC und zum anderen das immer noch häufig anzutreffende Loch im Fußboden. Die Benutzung von Toiletten ist in Restaurants und Cafés kostenlos, ansonsten (z.B. an Rastplätzen) kostet es. Kleingeld sollte man dabei haben.

Lärm[Bearbeiten]

Zumindest in Städten ist Syrien ein lautes Land. Für einen Europäer sieht es so aus, dass die Hupe das wichtigste Teil am Auto ist. Der Syrer hupt oft und gerne, und sei es nur, weil alle anderen hupen. Je nach Jahreszeit hört man dann nachts um 4 Uhr entweder den Muezzin oder manchmal auch ein christliches Gebet. Empfindliche Zeitgenossen sollten daher Ohrstöpsel mitnehmen.

Post und Telekommunikation[Bearbeiten]

Internetcafés mit Highspeed-Anschlüssen findet man in allen großen Städten in Syrien. Per VoIP mit MSN (inkl. Kamera und Mikrofon) oder sonstigen Anbieter sich mit der Heimat unterhalten oder sonst in der Welt herum chatten, dies ist nichts Fremdes in Syrien. Es gibt in den meisten dieser Internetcafés auch sehr günstige Telefonkarten, mit welchen man auch per VoIP auf einen Festnetzanschluss oder auf ein Mobile außerhalb Syriens anrufen kann. Die meisten dieser Internetstationen sind 24 h geöffnet, sogar in Hamah.

Das Mobilfunknetz wird durch zwei private Betreibern, die ein Fünftel ihres Umsatzes als Konzessionsabgabe an den Staat zahlen, betrieben:

  • Syriatel
  • MTN Mobile

Für längeren beruflichen Aufenthalt bzw. für Überlandtouren empfiehlt sich ein Satellitentelefon der Thuraya Satellite Telecommunications Co. Geräte können in fast allen europäischen Ländern geliehen werden.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Kommerzielle Touranbieter ab Libanon, Frühjahr 2019

Wer die Zeit hat, sollte vor Ort in Beirut Arrangements treffen, was inklusive Papierkrieg, 5-10 Arbeitstage dauert. Aufgrund persönlichen Eindrucks dürfte man sich jedoch besser von der Seriosität überzeugen können, was inm Orient immer sinnvoll ist.


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