Philippinen
| Das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland hat zu diesem Land eine Teilreisewarnung veröffentlicht. Vor Reisen in folgende Regionen oder Gebiete wird gewarnt:
Von nicht erforderlichen Reisen in andere Regionen von Mindanao und in der Mindanao-See wird abgeraten, mit Ausnahme der Insel Siargao. In mehreren Regionen des Landes besteht eine erhöhte Gefahr terroristischer Anschläge und von Entführungen, sowohl zu Land als auch zur See. Datum der letzten Reisewarnung: 16.10.2025. |
| Philippinen | |
| Flagge | |
| Kurzdaten | |
| Hauptstadt | Manila |
|---|---|
| Regierungsform | Republik |
| Währung Kurs (09.02.2026)[1] | philippinischer Peso 1 EUR = 69,516 PHP 100 PHP = 1,439 EUR |
| Fläche | 343.448 km² |
| Einwohnerzahl | 112.729.484 (2024) |
| Amtssprache | Filipino, Englisch, Taglish |
| Religion | Römisch-Katholisch 83%, Protestanten 9%, Muslime 5%, Buddhisten und andere 3% |
| Strom/Stecker | 220 V, 60 Hz; A/B/C |
| Telefonvorwahl | +63 |
| Domain | .ph |
| Zeitzone | MEZ+7h |
Die über 7.000 Inseln der Republik Philippinen liegen im Pazifischen Ozean in Südostasien.
Regionen
[Bearbeiten]Die Philippinen bestehen aus drei Hauptinseln bzw. Inselgruppen:
Administrativ werden die Philippinen seit 2002 in 17 Bezirke eingeteilt, die aus insgesamt 81 Provinzen bestehen.
Städte
[Bearbeiten]- 1 Manila Hauptstadt der Philippinen. Der Großraum "Metro Manila" umfasst 17 Städte und Gemeinden. Der Regierungssitz befindet sich in Quezon City (Cubao). Manila bildet als Landeshauptstadt das kulturelle und politische Kraftzentrum, in dem die bewegte Geschichte der Philippinen im spanischen Kolonialviertel Intramuros auf die extreme Modernität der Finanzbezirke Makati und Taguig trifft. Die Metropole ist ein Ort der Kontraste, der durch riesige Einkaufszentren, eine vielfältige Gastronomieszene und eine dichte urbane Energie geprägt wird.
- 2 Cebu City Die Stadt gilt als das wichtigste touristische und wirtschaftliche Drehkreuz außerhalb Manilas. Die Stadt im Herzen der Visayas verbindet modernes Stadtleben mit bedeutenden historischen Stätten wie dem Magellan-Kreuz und dient Reisenden meist als strategischer Ausgangspunkt für die Erkundung der umliegenden Insel- und Unterwasserwelten.
- 3 Vigan City Die Stadt im Norden des Landes ist ein architektonisches Juwel und wurde aufgrund seines außergewöhnlich gut erhaltenen spanischen Stadtbildes zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Ein Spaziergang durch die berühmte Calle Crisologo mit ihren Kopfsteinpflastergassen und alten Pferdekutschen vermittelt Besuchern das Gefühl einer Zeitreise in die Kolonialzeit des 16. Jahrhunderts.
- 4 Baguio City Sie liegt hoch in den Bergen von Luzon und bietet aufgrund seiner Höhenlage ein angenehm kühles Klima, das sie zur „Sommerhauptstadt“ des Landes macht. Die Stadt ist bekannt für ihre Pinienwälder, bunten Märkte und eine ausgeprägte künstlerische Identität, während sie gleichzeitig das Tor zu den entlegenen Bergprovinzen und Reisterrassen bildet.
- 5 Puerto Princesa Sie fungiert als das ökologische Zentrum der Insel Palawan und ist weltweit vor allem für den Puerto-Princesa-Subterranean-River-Nationalpark bekannt. Die Stadt selbst zeichnet sich durch eine starke Orientierung an Nachhaltigkeit und Naturschutz aus und bildet für die meisten Urlauber den unverzichtbaren Startpunkt für Reisen in die unberührten Naturgebiete der Insel.
- 6 Davao City Die Stadt im Süden des Archipels ist eine der flächenmäßig größten Städte der Welt und gilt als das sicherste und am besten organisierte urbane Zentrum von Mindanao. Sie ist weniger durch klassische Sightseeing-Hotspots geprägt, sondern dient als Tor zum Mount Apo, dem höchsten Berg des Landes, und ist berühmt für ihre reiche Landwirtschaft, insbesondere für die Durian-Frucht und den Schutz des philippinischen Adlers.
Eine ausführliche Liste der Orte in den Philippinen finden Sie hier.
Weitere Ziele
[Bearbeiten]Inseln
[Bearbeiten]Obwohl die Philippinen offiziell aus über 7.600 Inseln bestehen, ist die Zahl derer, die tatsächlich dauerhaft bewohnt oder touristisch zugänglich sind, vergleichsweise gering. Von dieser gewaltigen Gesamtzahl sind lediglich etwa 2.000 Inseln besiedelt, während der Rest oft aus winzigen Felsformationen oder unbewohnten Koralleninseln besteht, die bei Flut teilweise im Ozean verschwinden.
Die touristische Infrastruktur konzentriert sich dabei auf eine exklusivere Auswahl von weniger als hundert Inseln. Die Erschließung ist darüber hinaus sehr ungleichmäßig verteilt. Dies hat zur Folge, dass ein Großteil des internationalen Reiseverkehrs auf nur eine Handvoll prominenter Ziele wie Palawan, Boracay oder Cebu entfällt. Für Reisende bedeutet dies einen reizvollen Kontrast: Die bekannten Hauptinseln bieten modernen Komfort, Flughäfen und erstklassige Resorts, während der überwältigende Teil des Archipels ein weitgehend unberührtes Naturreservat ist, das höchstens im Rahmen privater Expeditionen oder lokaler Fischerboote kurzzeitig betreten werden kann. Diese Besonderheit verleiht dem Land seinen Ruf als eines der letzten großen Abenteuergebiete Asiens.
- 1 Palawan Palawan beeindruckt mit einer nahezu unwirklichen Naturkulisse aus steilen Kalksteinklippen und versteckten, türkisfarbenen Lagunen. Die Regionen El Nido und Coron sind besonders bekannt für ihre spektakulären Bootsausflüge. Dabei fährt man zwischen unbewohnten Inseln hindurch, schwimmt in glasklaren Seen und kann beim Tauchen historische Schiffswracks aus dem Zweiten Weltkrieg erkunden.
- 2 Boracay Boracay ist das Zentrum des philippinischen Strandtourismus und bekannt für seinen vier Kilometer langen White Beach,. Nach einer umfassenden ökologischen Sanierung präsentiert sich die Insel heute als perfekt organisiertes Urlaubsziel, das erstklassige Gastronomie, luxuriöse Resorts und ein vielfältiges Wassersportangebot mit einer malerischen Kulisse für Sonnenuntergänge verbindet.
- 3 Siargao Siargao hat sich von einem Insider-Tipp für Wellenreiter zur Trend-Insel des Landes entwickelt. Die Insel besticht vor allem durch ihren entspannten Lebensstil und die ikonischen Kokosnusshaine. Neben dem berühmten Surfspot „Cloud 9“ lockt die Insel mit natürlichen Pools und der idyllischen Sugba Lagoon. Eine lebendige Gemeinschaft aus Cafés und kleinen Boutiquen schafft eine sehr moderne, junge Atmosphäre.
- 4 Bohol Die Insel Bohol zeichnet sich durch eine einzigartige Mischung aus geologischen Formationen und einer vielfältigen Tierwelt aus. Zu den bemerkenswerten Merkmalen der Insel zählt die Gruppe der Chocolate Hills, über tausend kegelförmige Hügel, die für die Region repräsentativ sind. Die Insel ist zudem Heimat der winzigen Tarsier. Diese Naturerlebnisse lassen sich mit entspannten Flussfahrten auf dem Loboc River sowie mit den weißen Stränden und exzellenten Tauchrevieren der direkt verbundenen Insel Panglao kombinieren.
- 5 Cebu Cebu ist das vielseitige Zentrum der Visayas und ein beliebtes Reiseziel für Aktivurlauber, die Abenteuer in der Natur suchen. Von den nahe gelegenen Annehmlichkeiten der Stadt gelangt man in kurzer Zeit zu den türkisfarbenen Kawasan-Wasserfällen, die sich für Canyoning-Touren eignen, oder an die Küste von Moalboal. Dort kann man unmittelbar am Strand mit riesigen Sardinenschwärmen und Meeresschildkröten schnorcheln.
- 6 Siquijor Die Insel Siquijor ist kleiner und ruhiger als andere Eilande dieser Region. Sie ist für ihre mystische Geschichte voller Heiler und Legenden bekannt. Besucher erleben hier eine ursprüngliche Atmosphäre. Die Insel eignet sich ideal für Motorradtouren und verfügt über jahrhundertealte Korallenkirchen, die terrassenförmigen Cambugahay-Wasserfälle und nahezu unberührte Küstenabschnitte, die weniger überlaufen sind als die größeren Nachbarinseln.
- 7 Mindoro Von Manila leicht und schnell erreichbar. Per Bus nach Batangas Pier, von dort aus per Schiff nach Mindoro. Besonders der Bereich Puerto Galera, ist für kurzen Badeaufenthalt, für Leute mit begrenzter Zeit, gut geeignet. Es fahren derzeit nur Bangkas, niedrige Schiffe mit 2 Seitenauslegern, bei unsicherem Wetter(Juni-November sind Taifune sehr wahrscheinlich), sollte man das Risiko mit diesen Schiffen nicht eingehen.
Hintergrund
[Bearbeiten]Die Philippinen haben eine bewegte Geschichte hinter sich. 1521 entdeckt Ferdinand Magellan die Philippinen und kommt dabei bei einem Gefecht zu Tode. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts erobern die Spanier die Region. 330 Jahre spanische Herrschaft haben bis heute tiefe Spuren in der Kultur hinterlassen: Überall trifft man auf spanische Namen, Gerichte und Folklore. Eine weitere Folge ist, das die Philippinen das einzige christliche Land Asiens sind (ca 85 % Katholiken, dazu ca 10 % Protestanten). Ende des 19. Jahrhunderts übernehmen die Amerikaner die Philippinen und bilden den zweiten wichtigen kulturellen Einfluss von Außen. Kulturelles Erbe sind die guten Englischkenntnisse vieler Filipnos und die z. B. in Manila allgegenwärtigen Jeepneys (ehemalige Militärjeeps, die zu Nahverkehrsmitteln umgebaut wurden). Im Zweiten Weltkrieg wurden die Philippinen von Japan besetzt, jedoch später wieder von den USA zurückerobert.
1946 werden die Philippinen von den USA unter Auflagen in die Unabhängigkeit entlassen. Von 1965 bis 1986 werden die Philippinen von dem Diktator Fernando Marcos beherrscht. In jüngerer Vergangenheit sind die Philippinen unter anderem auch durch die Aktivitäten und Anschläge islamistischer Gruppierungen in Nachrichten gedrungen. Einige Landesteile sollten gemieden werden (Sicherheit).
Die Philippinen haben ein tropisches Klima. Monsunregenzeit ist Juni bis Oktober mit starken Regenfällen. Der kurze Sommer März bis Mai ist trocken und sehr heiß. Die beste Reisezeit ist November bis Februar, wenn die Temperaturen zwischen 25° und 32 °Celsius liegen und starke Regenfälle nur vereinzelt vorkommen.
Anreise
[Bearbeiten]Einreisebestimmungen
[Bearbeiten]Zur Einreise in die Philippinen wird ein gültiger Reisepass benötigt, der 6 Monate über das geplante Ausreisedatum gültig sein sollte. Besucher aus der EU bekommen automatisch ein kostenloses Touristenvisum für 30 Tage (dabei wird der Ankunftstag nicht mitgerechnet). Das Visum kann vor Ort bis auf 59 Tage verlängert werden, und danach bei Bedarf um weitere 59 Tage, auch 6-Monatsvisum ist (neuerdings) möglich. … Oder besser noch vor Abreise in einer heimischen Botschaft, da die Gebühren und Prozeduren vor Ort sehr unterschiedlich sein können.
Auch die Philippinen haben eine elektronische Voranmeldung eingeführt. Hierfür muß man sich auf /etravel.gov.ph registrieren. Netterweise ist das Verfahren gebührenfrei.
Flugzeug
[Bearbeiten]Fast jeder Tourist wird wohl per Flugzeug anreisen. Wichtigster Flughafen der Philippinen ist der Ninoy Aquino International Airport sieben Kilometer vor den Toren Manilas.
Tipp: Wer nicht in den Großraum Manila will, sondern beispielsweise in die Region Visayas oder Cebu, sollte den chaotischen Airportkomplex NAIA 1-4 meiden. Alternative 1: Zielairport Cebu und von dort mit Inlandsflügen weiter. Alternative 2 für Visayas: Langstrecke bis Hongkong, von dort mit Cebu Pacific nach Kalibo. Tipp für Zielregion Boracay: Der Airport Caticlan ist im Ausbau für Jets, bislang operieren dahin nur Turboprops. Sehr wenig Freigepäck (10 kg), Zusatzkilogramm recht teuer und bei vollem Flieger keine Mitnahmegarantie, außerdem häufig wetterbedingte Flugstreichungen oder Umleitung nach Kalibo, also gleich dahin buchen und nach Caticlan/Boracay unbedingt den door to door Service von Southwest wählen (am Airportausgang), nicht die privaten Anbieter mit Minibussen.
Schiff
[Bearbeiten]Einige Fähren kommen in den frühen Morgenstunden in Manila an. Wer dann schon von Bord geht (z. B. am berüchtigten Pier 8) und nicht bis 6.00 Uhr morgens an Bord wartet, setzt sich möglicherweise Gefahren aus.
Mobilität
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Wenn man auf den Philippinen zwischen den verschiedenen Inseln hin und her reisen möchte, so bieten sich Schiffe und Flugzeuge als Transportmittel an. Die philippinischen Airlines bieten häufig vergünstigte Tickets an und auch die Normalpreistickets sind nicht zu teuer. Die bekannteste Fluglinie ist die Philippine Airlines die auch die Billigtochter Airphil Express betreibt. Größte private Fluggesellschaft ist Cebu Pacific die Zest Air übernommen hat zahlreiche Inlandsflüge an. Es werden auch Flüge von Clark-Airport (Angeles City) angeboten. Will man in den Norden der Hauptinsel Luzon, dann ist Clark verkehrsmäßig günstiger, als der NAIA International Airport in Manila. Die drei Terminale des NAIA sind durch einen Shuttle verbunden. Z. B. Ankunft international am Terminal 1, innerphilippinischer Weiterflug von Terminal 2 oder 3. Man sollte für den Weiterflug die Zeit zum Erreichen der anderen Terminale ausreichend wählen, min. 2,5h.
Für den Transport auf den Inseln selbst werden Busse und Jeepneys eingesetzt. Die Jeepneys sind einst aus den Hinterlassenschaften der US-Armee entstanden und längst ein Wahrzeichen geworden. Die zurückgelassenen Jeeps wurden umgebaut und als öffentlichen Verkehrsmittel eingesetzt. Sie sind praktisch allgegenwärtig im Stadtbild und sehen aus wie verlängerte Jeeps und sind meist bunt bemalt, oft mit religiösen Motiven. Auf den Seiten stehen die Routen der Jeepneys angeschlagen. Meist fahren sie nur relativ kurze Strecken. Die Fahrzeuge sind nicht klimatisiert und oft überfüllt, so dass eine Fahrt durchaus zum Erlebnis werden kann. Um einen Jeepney anzuhalte, schlägt man einfach auf’s Dach. Sie sind das Hauptverkehrsmittel in den einzelnen Städten, aber am Land auch zwischen Städten. Es sind farbenfrohe, auf Jeeps beruhende Kleinbusse, die auf festgelegten, auf der Karosserie aufgemalten Routen verkehren und per Handzeichen stoppbar sind. Für den Touristen ist schwer ermittelbar, ob der gewünschte Zielort auf der Route des Fahrzeugs liegt, hilfreich sind Erkundigungen im Vorfeld. Dafür sind Jeepneys unschlagbar billig.
Lokalen Verkehr erledigen Tricycles (Leichtmotorad mit Beiwagen) und Pedicabs (Fahrradrikschas, Fahrrad mit Beiwagen). Tricycles sind Motorräder mit angeschweißtem Beiwagen, die überall auf den Philippinen die preisgünstigste Fortbewegungsmöglichkeit innerhalb geschlossener Ortschaften darstellen. Sie bieten regulär Platz für ein bis zwei Personen, je nach Ausstattung (Gepäckträger, Rücksitz) und Komfortbedarf können auch drei Personen plus Gepäck befördert werden. Tricycles fahren nur kurze Strecken, der Preis muss verhandelt werden. Hilfreich ist, eine vertrauenswürdige Quelle nach ungefähren Preisen für die gewünschte Strecke zu fragen. Lange Touren in weit entfernte Stadtteile werden abgelehnt. Die Englischkenntnisse der Fahrer sind in der Regel stark begrenzt, ebenso der Sitzkomfort.
- Busverkehr
Ist innerstädtisch zurückgehend; Überlandverkehr teilweise sehr lange Strecken, immer noch dominierend. Ordinary Bus: nicht klimatisiert, enge und harte Sitze, hält an jeder Palme, aber sehr preisgünstig. Diese Busse fahren sowohl innerstädtisch, als auch überland. Moderne Airconbusse: durchaus europäischer Standard. Innerstädtisch, als auch Überland. Halten auch auf Anforderung, dadurch längere Fahrzeiten. Beispiel: Manila (Terminal in Cubao) nach Gapan (Nueva Ecija). Entfernung etwa 90 km. Fahrzeit, je nach Verkehrsverhältnissen 2,5 bis 3,5 Stunden. Weite Fahrten per Bus können für Europäer problematisch werden. Z. B. Manila/Tacloban (Leyte), ca. 24 h. Bei solchen Entfernungen besser fliegen, ist nicht unbedingt teurer als der Bus. Aber aus dem Bus heraus sieht man viel mehr, fliegen bildet kaum.
Die drei seit 2003 ausgebauten Sektoren des “Nautical Highway Systems” haben, auch durch verbesserte Fährverbindungen, die Fahrzeiten zwischen Manila und dem Süden des Landes um bis zu 17 Stunden verkürzt.
Sprache
[Bearbeiten]Annähernd 50 Jahre US - Herrschaft haben dafür gesorgt, dass Englisch nicht nur eine der Amtssprachen der Philippinen ist, sondern auch von vielen Einwohnern gesprochen wird. Zweite Amtssprache ist Filipino, das hauptsächlich auf dem Tagalog (einem von 80 lokalen Dialekten) basiert. Tagalog beinhaltet etliche spanische Worte.
Weitere verbreitete Sprachen auf den Philippinen sind:
- Cebuano: ca. 18 Millionen Muttersprachler
- Hiligaynon (Ilonggo): ca. 7 Millionen Muttersprachler
- Ilokano: ca. 7 Millionen Muttersprachler
- Kapampangan: ca. 2,3 Millionen Muttersprachler
- pangasinan: ca. 1,5 Millionen Muttersprachler
- Maguindanao: ca. 1,1 Millionen Muttersprachler
Weniger verbreitete Sprachen sind Chabacano (150.000 Erstsprachler), Boholano (Dialekt des Cebuano, teilweise auch als eigene Sprache beschrieben), Bolinao (50.000 Erstsprachler), Waray-Waray und Subanon.
Aktivitäten
[Bearbeiten]Einkaufen
[Bearbeiten]Ein wichtiges Einkaufsgebiet ist ein Stadtviertel in Manila - Makati. Shopping-Malls finden sich in Cubao und im Bereich EDSA/North Ave. Da, z. B. bei der neuen Mall "Trinoma" waren sehr gute Architekten tätig, besonders die Gestaltung des Dachgartens ist wohl anderswo in dieser Schönheit kaum anzutreffen.
Riesige "Schwarzmärkte" - befinden sich in Tondo "Divisoria" und Baclaran. Tondo solle man vor Einbruch der Dunkelheit verlassen, unbedingt. Das gilt auch für Quiapo, Santa Cruz und Teile von Binondo.
Für authentische philippinische Produkte sollte man sich von der Hauptstadt weg bewegen, auf den Inseln und in ländlichen Gebieten wird man schnell fündig. Z. B. Holzschnitzereien in der Asin-Road in Baguio und Muschelschmuck im Bereich Cebu. Aber Vorsicht: Viele Muscheln stehen unter Artenschutz, mit erheblichen Problemen, wenn der Zoll sie nach Rückkehr findet. Schön sind als Mitbringsel von Mindoro-Urlaubern die handgefertigten Flechtarbeiten des Mangjan-Bergvolks.
Die meisten Malls haben zwischen 9.00 und 21.00 Uhr geöffnet, kleinere Geschäfte, und die allgegenwärtigen 7/11 Convenience Stores nicht selten rund um die Uhr.
Küche
[Bearbeiten]Im Vergleich zu anderen asiatischen Küchen hat die philippinische keinen herausragenden Ruf. Das Essen kann für manchen Geschmack zu fettig sein und wird oft frittiert. Der Einfluss der USA hat für eine Unmenge Fastfood-Restaurants gesorgt, auch die spanische Geschichte hat ihren Einfluss auf einige Gerichte hinterlassen (z. B. in Form von Empanadas, Lecho-Flan u.a.). Traditionelle Philippinische Küche ist jedoch recht gesund. Sie wird oft mit frischen Meeresfrüchten und viel Gemüse(Gulay), sowie auch Fleisch zubereitet und so gut wie immer mit Reis serviert.
- Philippinische Mangos gelten als die Besten der Welt. Die Früchte sind das ganze Jahr über verfügbar, Hauptsaison (f.d. Zentral-Luzon) ist April/Mai. Die gelben Mangos werden oft als Nachspeise gereicht, während die etwas bitteren grünen Mangos eher Eingang in Hauptspeisen finden. Aus beiden Früchten wird auch köstlicher Saft hergestellt.
- Lechon ist die lokale Variante des Spanferkels. Traditionell wurde das Gericht vor allem für größere Feierlichkeiten zubereitet. Heute bekommt man kleine Portionen in vielen Restaurants und Essständen. Die Haut ist knusprig, das innere Fleisch in der Regel saftig. In verschiedenen Teilen des Landes werden verschiedene Varianten zubereitet (in Cebu beispielsweise ohne jede Soße).
- Der Bibingka ist ein Reiskuchen der u.a. aus Enteneiern, Käse und Carabao Milch zubereitet wird und vor allem nachmittags serviert wird.
- Eher exotisch und nicht jedermanns Sache ist Balut, ein Enten-Ei in dem schon ein fast entwickelter Vogel steckt. Die Schale gilt es vorsichtig an einer Seite abzupellen, ohne dass das Innere ausläuft. Nachdem man die Flüssigkeit ausgesaugt hat, das Ei zu Ende pellen und das festgekochte Eigelb mit dem Vogelembryo herausnehmen. Mit ein bisschen Salz genießen. Balut genießt den Ruf als philippinisches „Viagra“.
- Weniger Überwindungskraft kostet sicherlich der Halo-Halo Nachtisch. Für dieses Nationalgericht werden verschiedene Zutaten wie Bananen-, Mango-, Kokosnussstreifen, Kokosnuss Gelee, Creme Brulée, kandierte Jackfrucht und Speiseeis gemischt und mit Kondensmilch und geraspelten Eis übergossen. Bevor man anfängt das Ganze zu Essen sollte man es gut umrühren. Halo-Halo heißt nämlich wörtlich übersetzt soviel wie „Mix-Mix“.
- Das philippinische Pendant zum (ähnlichen) mexikanischen Ceviche ist Kinilaw. Klein gewürfelter Fisch (Seeteufel oder Wolfsbarsch) wird in Knoblauch, Limettensaft und Kokosessig mariniert, später werden Kokosmilch, Chilli, Gemüsepaprika und Ingwer hinzugefügt. Alles schön durchgemischt und am Strand sitzend genossen.
Nachtleben
[Bearbeiten]Wer sich in Manila aufhält, sollte das Stadtviertel Malate/Ermita nicht verpassen, ein Ort mit vielen Restaurants, Pubs, Clubs, etc. Auf den touristischen Inseln ist das Ausgehen meistens kein Problem, dort ist immer etwas los. Wenn Sie sich auf kleineren Inseln aufhalten (und das noch dazu in der Nebensaison), werden Sie sehen, dass dort partymäßig weniger los sein wird. Freunde des Nachtlebens begeben sich nach Angeles City und/oder nach Olongapo City (Barrio Baretto) - sie werden nicht enttäuscht werden.
Unterkunft
[Bearbeiten]Es gibt viele Möglichkeiten, auf den Philippinen zu übernachten. In den Großstädten findet man teure Hotels mit hohem Komfort. Aber oft bieten die kostengünstigen Hotels einen ausreichenden Service. In den Touristengebieten ist es fast schöner anstatt Hotels ein Resort zu besuchen. Dort kann man oft Bungalows zu günstigen Preisen anmieten. In der Provinz gibt es auch die Möglichkeit, in kleinen privaten Pensionen zu nächtigen, wo aber oftmals nur wenig Service geboten wird. Die günstigste Möglichkeit für Urlauber, die einen Monat oder länger bleiben, ist eine Wohnung anzumieten. Hier gibt es unmöblierte Kleinappartements, aber auch möblierte werden angeboten. Es gibt sogar Touristen, welche sich gewagt haben die Philippinen im Zelt zu erkunden. Hierzu gehört schon ein gewisses Maß an Campingerfahrung, denn es ist nicht an jedem Ort einfach, die hier normalen Sachen des Lebens zu kaufen. Sich richtig zu entscheiden ist schwer und es kann einen in den einschlägigen Philippinenforen bestimmt geholfen werden bei der Frage, welches Hotel oder Resort zur Zeit einen guten Service bietet.
Feiertage
[Bearbeiten]| Termin | Name | Bedeutung |
|---|---|---|
| 01. Januar | --- | Neujahr |
| 09. Jan | Araw ng Kagitingan | --- |
| 2. April 2026 | Gründonnerstag | christlicher Feiertag |
| 3. April 2026 | Karfreitag | christlicher Feiertag |
| 14. März | Tag der Tapferkeit | --- |
| 01. Mai | Tag der Arbeit | --- |
| 12. Juni | Unabhängigkeitstag | --- |
| 27. August | Heldengedenktag | --- |
| 01. November | Allerheiligen | christlicher Feiertag |
| 30. November | Bonifacio Tag | --- |
| 24-26. Dezember | Weihnachten | --- |
| 30. Dezember | Rizal Tag | Rizal war der Volksheld der Philippinos |
Für Philippinenreisende lohnt es sich in Erfahrung zu bringen, welche Feiertage in der Provinz hinzukommen. Sollte ein Feiertag auf einen Sonntag fallen, wird oftmals der folgende Montag als Feiertag ausgerufen. Nur zu den "hohen" Feiertagen sind auch die Malls geschlossen (Gründonnerstag ab Mittag, Karfreitag und der 25.12.). Zu den anderen Feiertagen sind aber Behörden, Schulen und Banken geschlossen. Die Liste hier kann nicht vollständig sein, es kommen noch Feiertage der Moslems dazu, und das ändert sich nicht selten.
Für Reisen in Touristengebiete sollte man in Erfahrung bringen, wann Chinese New Year ist, und die Tage rund um diesen Termin meiden: Sehr voll und Hochsaison-Spezialpreise in vielen Unterkünften.
Sicherheit
[Bearbeiten]Wer die Philippinen bereist, sollte stets der Sicherheit etwas Aufmerksamkeit widmen. Islamistische Rebellen aus südlichen Inseln haben in jüngster Vergangenheit unter anderem durch Anschläge auch in Manila auf sich aufmerksam gemacht. Daneben ist die Rate an Kapitalverbrechen ebenfalls hoch, Schusswaffen sind unter der Bevölkerung weiter verbreitet als in Europa und Entführungen kommen immer wieder vor. Im Alltag wird man immer wieder durch die vielen bewaffneten Schutztruppen, die in Tourismus- und Geschäftszentren Kontrollpunkte errichtet haben, an die angespannte Lage erinnert. Touristische Zentren wie Cebu oder Boracay gelten als relativ sicher, während von der Reise in die südlichen Regionen (z. B. Mindanao) abgeraten wird. Auch in Manila gibt es (nach Einbruch der Dunkelheit ganz besonders) mehrere No-Go-Areas.
Bei Taxifahrten in Manila mit Gepäck unbedingt beachten, dass Kofferraum und Türen verriegelt und Seitenfenster geschlossen sind. Gerade die vielen Staus sind sonst geradezu eine Einladung an die sehr zahlreichen Kleinkriminellen zum blitzschnellen Zugriff und Untertauchen in der Menge.
Neben der Bedrohung durch Gewalt gibt es auf den Philippinen auch verschiedene gefährliche Krankheiten, u.a. Malaria (der Großraum Metro Manila gilt als malariafrei) und Dengue-Fieber. Vor Abreise am besten bei einem Arzt beraten lassen. Gegen Dengue-Fieber gibt es keine Therapie aber seit 2023 einen Impfstoff; Vorbeugung gegen Malaria sollte man kritisch sehen und auch nur dann praktizieren, wenn man (zur Regenzeit) in besonders malariagefährdete Regionen reist (Teile von Palawan und Mindanao).
Detaillierte Sicherheitshinweise finden sich auf den Seiten des Auswärtigen Amts: Reise- und Sicherheitshinweise Philippinen
Gesundheit
[Bearbeiten]Wie auch in vielen anderen Drittweltländern sind gängige Medikamente sehr preiswert. Achtung, wer unter Erkältung leidet, sollte auf keinen Fall blutverdünnende Schmerzmittel wie z. B. ACC Akut zu sich nehmen, da die Symptome von Dengue für den Laien nur schwer zu unterscheiden sind. Daher besser Mittel wie Ibuprofen mitnehmen, ebenso sicherheitshalber Antikonzeptiva. PS: Auch Tampons sind nur schwer erhältlich. Niedergelassene Ärzte sind vergleichsweise preiswert. Für Ausländer teuer wird es bei eventuell notwendigen Klinikaufenthalten und auch eine Universitätsklinik hat oftmals nicht den Level deutscher Kliniken. Eine Auslandskrankenversicherung ist unverzichtbar, unbedingt mit ärztlich besetzter 24/7-Hotline sowie ggf. Ambulanzflug nach Hause oder nach Singapur. Es gibt nahezu keine Direktabrechnungsabkommen der Klinikrechnung mit deutschen Versicherern, ferner muss schon bei Aufnahme in die Klinik die eigene Kreditkarte als Sicherheit hinterlegt werden, die dann mit dem Endrechnungsbetrag belastet wird, und ohne bezahlte Rechnung kommt man aus der Klinik nicht heraus. Im Manila-Stadtteil Makati gibt es eine wohl sehr gute deutsche Privatklinik.
Klima und Reisezeit
[Bearbeiten]| Monat | J | F | M | A | M | J | J | A | S | O | N | D |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Tagestemperatur | 30 | 31 | 33 | 34 | 34 | 33 | 33 | 31 | 31 | 31 | 31 | 30 |
| Nachttemperatur | 21 | 21 | 22 | 23 | 24 | 24 | 24 | 24 | 24 | 23 | 22 | 21 |
| Sonnenstunden | 6 | 7 | 7 | 9 | 7 | 5 | 4 | 4 | 4 | 5 | 5 | 5 |
| Regentage | 2 | 1 | 1 | 4 | 7 | 15 | 22 | 20 | 20 | 11 | 9 | 7 |
| Wassertemperatur | 26 | 26 | 27 | 28 | 28 | 29 | 29 | 28 | 28 | 28 | 27 | 27 |
Wichtig ist, dass es Mittelwerte sind. Es gibt verschiedene Klimazonen auf den Philippinen, diese an dieser Stelle aufzuführen wäre zu viel. Ergänzende Klimainformationen finden Sie in den einzelnen Regionenartikeln. Auch in der Regenzeit gibt es gemäßigte Gebiete mit wenig Regen, in denen Sie dann bedenkenlos Urlaub machen können. Das Wettergeschehen ist häufig in den Visayas anders als in Luzon. Bisher galt, dass Mindanao und Palawan taifunfrei sind, das aber hat sich in der jüngsten Vergangenheit geändert - mit ganz erheblichen Folgen.
Regeln und Respekt
[Bearbeiten]Touristen, welche teuren Schmuck öffentlich präsentieren und auch sonst mit Geld um sich werfen, sind besonders gefährdet. Das aber gilt eigentlich weltweit. Ansonsten bemühe man sich um sicher wirkendes Auftreten. Personen, die in Touristengebieten (z. B. Ermita/Malate) nach außen hin Unsicherheit zeigen, werden von diversen Schleppern angesprochen.
Geld wechseln: Nie auf der Straße! In den Malls allerdings sind die Kurse nicht gut, aber sicher ist man da schon. Es gibt viele Moneychanger, auch in den Nebenzentren. In Ermita/Malate kann man EDZEN und Nikkon empfehlen.
Seit 2017 ist das Rauchen in öffentlich zugänglichen Innenräumen - hierzu gehört auch der Bereich von zehn Metern zum Eingang - und in öffentlichen Verkehrsmitteln verboten. "Smoking Areas" sind klar ausgewiesen. Aromatisierte Mischungen für Elektro-Zigaretten dürfen nicht gehandelt werden.
Praktische Hinweise
[Bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten]- Als Standardwerk für die Philippinen gilt das Philippinen Reisehandbuch von Jens Peters Publikationen.
- Das Philippinen Magazin ist das einzige deutschsprachige Magazin mit täglichen Nachrichten aus und über die Philippinen. Zu den Themen gehören Politik, Wirtschaft, Sport, Entertainment, internationale, nationale und lokale Nachrichten, Reiseinformationen und Reiseberichte.
