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Philippinen

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Die über 7.000 Inseln der Republik Philippinen liegen im Pazifischen Ozean in Südostasien.

Lage
Karte von Südostasien mit hervorgehobener Lage der Philippinen
Flagge
Flagge der Philippinen
Kurzdaten
Hauptstadt Manila
Staatsform Republik
Währung Philippinischer Peso (PHP),
1 € = 59,85 PHP (07.10.2017)
Fläche 300.000 km²
Bevölkerung 92,34 Mio (Mai 2010)
Sprachen Filipino (basierend Tagalog) und Englisch;
Religionen Römisch-Katholisch 83%, Protestanten 9%, Muslime 5%, Buddhisten und andere 3%
Telefonvorwahl +63
Internet TLD .ph
Zeitzone MEZ+7h

Regionen[Bearbeiten]

Die Philippinen bestehen aus drei Hauptinseln bzw. Inselgruppen:

  • Luzón
  • Mindanao
  • Visayas bestehend aus mehreren Inseln (mit vorgelagerten weiteren kleineren Inseln): Cebu, Negros, Siquijor Island, Bohol, Leyte, Panay, Samar

Einige der weiteren bekannten Inseln der Philippinen sind zum Beispiel:

Administrativ werden die Philippinen seit 2002 in 17 Bezirke eingeteilt, die aus insgesamt 81 Provinzen bestehen.

Städte[Bearbeiten]

Karte von Philippinen
  • Manila - Hauptstadt der Philippinen. Der Großraum "Metro Manila" umfasst 17 Städte und Gemeinden. Der Regierungssitz befindet sich in Quezon City (Cubao).

Der Präsidentenpalast "Malacanang Palace" liegt im Bereich "Alt-Manila", im Stadtteil San Miguel, direkt am Pasig-River

  • Sehenswürdigkeiten in der "Metro Manila"

Stadtteil Intramuros, mit alter spanischer Festung "Fort Santiago", einigen alten spanischen Häusern und Kirchen. Kutschenfahrten durch Intramuros werden angeboten, sind jedoch recht teuer. Intramuros hat, wie ganz Manila, sehr unter dem 2.Weltkrieg gelitten. Man findet dort heute noch Ruinen, die alten spanischen Häuser sind nur z.T. wieder aufgebaut und restauriert worden. Dennoch ist dieser Stadtteil recht sehenswert. Zwischen Intramuros und Ermita liegt der Rizal-Park. Durchaus sehenswert, besonders der "Chinesische - und der Japanische Garten". Am östlichen Ende liegt ein großer Kinderspielplatz mit vielen Dinosauriernfiguren, am westlichen Ende das Rizal-Denkmal. Vom Rizal-Denkmal aus überquert man dann die Straße "Roxas Blv." und kommt zum Ocean-Park (Delphinshow), und hat einen Blick auf die Manila-Bay, bei sehr gutem Wetter bis zur gegenüberliegenden Seite (Bataan). Der Sonnenuntergang über der Manila-Bay, hat so manchem Touristen wunderschöne Fotos beschert. Weiter südlich, fußläufig erreichbar über den Bay-Walk, aber doch recht weit, erneut ein Bay-Walk hinter der MOA (Mall of Asia) mit einem Riesenrad und sonstigen Karussells, Open-Air-Restaurants, an den Wochenenden mit Life-Musik. Ist an Wochenenden rege besucht. Zwischen Rizal-Park und MOA, immer längs des Roxas Blv. in südlicher Richtung, findet man die Anlegestelle der Schiffe zur Insel Corregidor (alte spanische-, später amerikanische Festung) und für etwa 1-stündige Rundfahrten in die Manila-Bay. Derzeit Nähe der Pedro Bukaneg Rd., noch vor dem Convention Centre (Messen, Ausstellungen). Hat man den Yacht-Club passiert, ist es nicht mehr weit. Die Adresse der Anlegestelle ist in älteren Reiseführern falsch angegeben. Abendfahrten in die Manila-Bay sind besonders schön.

Quezon-City: sehr sehenswert, aber kaum bekannt, der ECO-Park oder auch "Santa Mesa". Viele Grillplätze, ein Teich mit Koi's, ein Angelteich, neues Schwimmbad, Orchideengarten, kleine überdachte Sitzplätze und Hütten. Oben vom Damm aus, der Blick auf das große Wasserreservoir "La Mesa". Das Richtige für einen Familienausflug. Leicht, auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln, erreichbar über die Commonwealth-Ave. (in vielen Karten noch als "Don Mariano Marcos Highway" eingetragen).

Eine ausführliche Liste der Orte in den Philippinen finden Sie hier.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Welterbe der UNESCO:

Inseln:

  • Boracay. Paradiesische Insel mit Traumstränden und guter touristischer Infrastruktur. Ideal für ein bisschen Wellness.
  • Bohol. Sehr schöne Insel mit den wunderbaren Chocolate Hills. Die touristische Infrastruktur ist gut. Ideal für Familien und Taucher.
  • Mindoro. Von Manila leicht und schnell erreichbar. Per Bus nach Batangas Pier, von dort aus per Schiff nach Mindoro. Besonders der Bereich Puerto Galera, ist für kurzen Badeaufenthalt, für Leute mit begrenzter Zeit, gut geeignet. Es fahren derzeit nur Bangkas, Niedrige Schiffe mit 2 Seitenauslegern, bei unsicherem Wetter(Juni-November sind Taifune sehr wahrscheinlich), sollte man das Risiko mit diesen Schiffen nicht eingehen.

Wer relaxen möchte, der ist in "White Beach" und den darauf in westlicher Richtung folgenden Badebuchten, gut aufgehoben. Wer mehr das Nachtleben im Sinn hat, der fährt zu den östlich gelegenen Ortsteilen, besonders nach Sabang.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Philippinen haben eine bewegte Geschichte hinter sich. 1521 entdeckt Ferdinand Magellan die Philippinen und kommt dabei bei einem Gefecht zu Tode. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts erobern die Spanier die Region. 330 Jahre spanische Herrschaft haben bis heute tiefe Spuren in der Kultur hinterlassen: Überall trifft man auf spanische Namen, Gerichte und Folklore. Eine weitere Folge ist, das die Philippinen das einzige christliche Land Asiens sind (ca 85 % Katholiken, dazu ca 10 % Protestanten). Ende des 19. Jahrhunderts übernehmen die Amerikaner die Philippinen und bilden den zweiten wichtigen kulturellen Einfluss von Außen. Kulturelles Erbe sind die guten Englischkenntnisse vieler Filipnos und die z.B. in Manila allgegenwärtigen Jeepneys (ehemalige Militärjeeps, die zu Nahverkehrsmitteln umgebaut wurden). Im Zweiten Weltkrieg wurden die Philippinen von Japan besetzt, jedoch später wieder von den Amerikanern zurückerobert.

1946 werden die Philippinen von den Amerikanern unter Auflagen in die Unabhängigkeit entlassen. Von 1965 bis 1986 werden die Philippinen von dem Diktator Fernando Marcos beherrscht. In jüngerer Vergangenheit sind die Philippinen unter anderem auch durch die Aktivitäten und Anschläge islamistischer Gruppierungen in Nachrichten gedrungen. Einige Landesteile sollten gemieden werden (Sicherheit).

Die Philippinen haben ein tropisches Klima. Monsunregenzeit ist Juni bis Oktober mit starken Regenfällen. Der kurze Sommer März bis Mai ist trocken und sehr heiß. Die beste Reisezeit ist November bis Februar, wenn die Temperaturen zwischen 25° und 32° Celsius liegen und starke Regenfälle nur vereinzelt vorkommen.

Anreise[Bearbeiten]

Einreisebestimmungen[Bearbeiten]

Zur Einreise in die Philippinen wird ein gültiger Reisepass benötigt, der 6 Monate über das geplante Ausreisedatum gültig sein sollte. Besucher aus der EU bekommen automatisch ein kostenloses Touristenvisum für 30 Tage (dabei wird der Ankunftstag nicht mitgerechnet). Das Visum kann vor Ort bis auf 59 Tage verlängert werden, und danach bei Bedarf um weitere 59 Tage, auch 6-Monatsvisum ist (neuerdings) möglich. .... Oder besser noch vor Abreise in einer heimischen Botschaft, da die Gebühren und Prozeduren vor Ort sehr unterschiedlich sein können.

Bei Abreise ist eine Flughafengebühr ("Terminal Fee") von 550 PHP in bar zu entrichten, die man dementsprechend noch in der Reisekasse übrig haben sollte. Manchmal kann sie auch in US-Dollar entrichtet werden, verlassen sollte man sich darauf aber nicht.

Mit dem Flugzeug[Bearbeiten]

Fast jeder Tourist wird wohl per Flugzeug anreisen. Wichtigster Flughafen der Philippinen ist der Ninoy Aquino International Airport wenige Kilometer vor den Toren Manilas. Der Flughafen verfügt über vier Terminals, eines für die Philippine Airlines ("NAIA 2"), eines für ausländische Fluggesellschaften ("NAIA 1"), eines das von Cebu Pacific und Airphil Express verwendet wird ("NAIA 3") und eines das von Zest Air und Midsea Express (Domestic Passenger Terminal 4) genutzt wird. Mit Ausnahme von NAIA 1 und NAIA 2 ist der Fußweg zwischen den einzelnen Terminals zu weit. Es verkehrt ein Shuttlebus zwischen den Terminals. Die Umsteigezeiten z.B. von Fernflügen zu Domestic-Flügen sollten nicht zu knapp bemessen sein, Verkehrsstaus sind häufig und führen zu unnormal langen Fahrzeiten.

Vom Flughafen gelangt man in die Stadt entweder mit den Pauschaltariftaxis, die etwas teurer sind, besser jedoch mit einem gelben Taxi das mit Taxameter fährt (man gibt an einem Schalter sein Fahrziel bekannt, dann wird die Taxinummer notiert, bei Beschwerden ist der Fahrer also dort registriert). Insbesondere unerfahrenen Touristen, welche zum ersten Mal in Manila sind, sei die Nutzung eines regulären Taxis mit Taxameter dringend angeraten. Bei Fahrten ohne Taxameter wird häufig versucht, die Unwissenheit oder mangelnde Ortskenntnis von Touristen auszunutzen um überhöhte Pauschalpreise zu verlangen. Eine Frage des Fahrers, ob der "Skyway" benutzt werden soll, kann dagegen getrost mit Ja beantwortet werden. Es handelt sich dabei um eine mautpflichtige Schnellstraße. Die Maut muss der Fahrgast bezahlen, macht sich aber in der Regel im zumeist völlig überlasteten Straßennetz Manilas durch massive Zeitersparnis bezahlt.

Tipp: Bei der Reservierung des Hotelzimmers in Manila gleich nach dem (hoteleigenen) Airport-Shuttle fragen. Deren Nutzung ist oft im Übernachtungspreis inbegriffen und man wird von einem Hotelangestellten beim Flughafenausgang abgeholt.

Tipp: Wer nicht in den Großraum Manila will, sondern beispielsweise in die Region Visayas oder Cebu, sollte den chaotischen Airportkomplex NAIA 1-4 meiden. Alternative 1: Zielairport Cebu und von dort mit Inlandsflügen weiter. Alternative 2 für Visayas: Langstrecke bis Hongkong, von dort mit Cebu Pacific nach Kalibo. Tipp für Zielregion Boracay: Der Airport Caticlan ist im Ausbau für Jets, bislang operieren dahin nur Turboprops. Sehr wenig Freigepäck (10 kg), Zusatzkilogramm recht teuer und bei vollem Flieger keine Mitnahmegarantie, außerdem häufig wetterbedingte Flugstreichungen oder Umleitung nach Kalibo, also gleich dahin buchen und nach Caticlan/Boracay unbedingt den door to door Service von Southwest wählen (am Airportausgang), nicht die privaten Anbieter mit Minibussen.

Mit dem Schiff[Bearbeiten]

Einige Fähren kommen in den frühen Morgenstunden in Manila an. Wer dann schon von Bord geht (z.B. am berüchtigten Pier 8) und nicht bis 6.00 Uhr morgens an Bord wartet, setzt sich möglicherweise Gefahren aus.

Mobilität[Bearbeiten]

Jeepneys in Manila

Wenn man auf den Philippinen zwischen den verschiedenen Inseln hin und her reisen möchte, so bieten sich Schiffe und Flugzeuge als Transportmittel an. Die philippinischen Airlines bieten häufig vergünstigte Tickets an und auch die Normalpreistickets sind nicht zu teuer. Die bekannteste Fluglinie ist die Philippine Airlines die auch die Billigtochter Airphil Express betreibt. Größte private Fluggesellschaft ist Cebu Pacific, weiters bieten Zest Air und Midsea Express zahlreiche Inlandsflüge an. Es werden auch Flüge von Clark-Airport (Angeles City) angeboten. Will man in den Norden der Hauptinsel Luzon, dann ist Clark verkehrsmäßig günstiger, als der NAIA International Airport in Manila. Die 3 Terminale des NAIA sind neuerdings durch einen Shuttle verbunden. Z.B. Ankunft international am Terminal 1, innerphilippinischer Weiterflug von Terminal 2 oder 3. Man sollte für den Weiterflug die Zeit zum Erreichen der anderen Terminale ausreichend wählen, min. 2,5h. Für den Transport auf den Inseln selbst werden Busse und Jeepneys eingesetzt. Die Jeepneys sind das Hauptverkehrsmittel in den einzelnen Städten, aber auch zwischen den Städten. Lokalen Verkehr erledigen Tricycles (Leichtmotorad mit Beiwagen) und Pedicabs (Fahrrad mit Beiwagen).

Busverkehr: innerstädtisch zurückgehend; Überlandverkehr teilweise sehr lange Strecken, immer noch dominierend. Ordinary Bus: nicht klimatisiert, enge und harte Sitze, hält an jeder Palme, aber sehr preisgünstig. Diese Busse fahren sowohl innerstädtisch, als auch überland. Moderne Airconbusse: durchaus europäischer Standard. Innerstädtisch, als auch Überland. Halten auch auf Anforderung, dadurch längere Fahrzeiten. Beispiel: Manila (Terminal in Cubao) nach Gapan (Nueva Ecija). Entfernung etwa 90km. Fahrzeit, je nach Verkehrsverhältnissen 2,5 bis 3,5 Stunden. Preis: 150 PHP. Weite Fahrten per Bus können für Europäer problematisch werden. Z.B. Manila/Tacloban (Leyte), ca 24 h, Kosten ca. 1.700 PHP. Bei solchen Entfernungen besser fliegen, ist nicht unbedingt teurer als der Bus. Aber aus dem Bus heraus sieht man viel mehr, fliegen bildet kaum.

Sprache[Bearbeiten]

Annähernd 50 Jahre amerikanische Herrschaft haben dafür gesorgt, dass Englisch nicht nur eine der Amtssprachen der Philippinen ist, sondern auch von vielen Einwohnern gesprochen wird. Zweite Amtssprache ist Filipino, das hauptsächlich auf dem Tagalog (einem von 80 lokalen Dialekten) basiert. Tagalog beinhaltet etliche spanische Worte.

Weitere verbreitete Sprachen auf den Philippinen sind:

Weniger verbreitete Sprachen sind Chabacano (150.000 Erstsprachler), Boholano (Dialekt des Cebuano, teilweise auch als eigene Sprache beschrieben), Bolinao (50.000 Erstsprachler), Waray-Waray und Subanon.

Kaufen[Bearbeiten]

Ein wichtiges Einkaufsgebiet ist ein Stadtviertel in Manila - Makati. Shopping-Malls finden sich in Cubao und im Bereich EDSA/North Ave. Da, z.B. bei der neuen Mall "Trinoma" waren sehr gute Architekten tätig, besonders die Gestaltung des Dachgartens ist wohl anderswo in dieser Schönheit kaum anzutreffen.

Riesige "Schwarzmärkte" - befinden sich in Tondo "Divisoria" und Baclaran. Tondo solle man vor Einbruch der Dunkelheit verlassen, unbedingt. Das gilt auch für Quiapo, Santa Cruz und Teile von Binondo.

Für authentische philippinische Produkte sollte man sich von der Hauptstadt weg bewegen, auf den Inseln und in ländlichen Gebieten wird man schnell fündig. Z.B. Holzschnitzereien in der Asin-Road in Baguio und Muschelschmuck im Bereich Cebu. Aber Vorsicht: Viele Muscheln stehen unter Artenschutz, mit erheblichen Problemen, wenn der Zoll sie nach Rückkehr findet. Schön sind als Mitbringsel von Mindoro-Urlaubern die handgefertigten Flechtarbeiten des Mangjan-Bergvolks.

Die meisten Malls haben zwischen 9.00 und 21.00 Uhr geöffnet, kleinere Geschäfte, und die allgegenwärtigen 7/11 Convenience Stores nicht selten rund um die Uhr.

Küche[Bearbeiten]

Im Vergleich zu anderen asiatischen Küchen hat die philippinische keinen herausragenden Ruf. Das Essen ist in der Regel sehr fettig und oft frittiert. Der amerikanische Einfluss hat für eine Unmenge Fastfood-Restaurants gesorgt, auch die spanische Geschichte hat ihren Einfluss auf einige Gerichte hinterlassen (z.B. in Form von Empanadas, Lecho-Flan u.a.).

Philippinische Mangos gelten als die Besten der Welt. Die Früchte sind das ganze Jahr über verfügbar, Hauptsaison (f.d. Zentral-Luzon) ist April/Mai. Die gelben Mangos werden oft als Nachspeise gereicht, während die etwas bitteren grünen Mangos eher Eingang in Hauptspeisen finden. Aus beiden Früchten wird auch köstlicher Saft hergestellt.

Lechon ist die lokale Variante des Spanferkels. Traditionell wurde das Gericht vor allem für größere Feierlichkeiten zubereitet. Heute bekommt man kleine Portionen in vielen Restaurants und Essständen. Die Haut ist knusprig, das innere Fleisch in der Regel saftig. In verschiedenen Teilen des Landes werden verschiedene Varianten zubereitet (in Cebu beispielsweise ohne jede Soße).

Der Bibingka ist ein Reiskuchen der u.a. aus Enteneiern, Käse und Carabao Milch zubereitet wird und vor allem nachmittags serviert wird.

Eher exotisch und nicht jedermanns Sache ist Balut, ein Enten-Ei in dem schon ein fast entwickelter Vogel steckt. Die Schale gilt es vorsichtig an einer Seite abzupellen, ohne dass das Innere ausläuft. Nachdem man die Flüssigkeit ausgesaugt hat, das Ei zu Ende pellen und das festgekochte Eigelb mit dem Vogelembryo herausnehmen. Mit ein bisschen Salz genießen. Balut genießt den Ruf als philippinisches "Viagra".

Weniger Überwindungskraft kostet sicherlich der Halo-Halo Nachtisch. Für dieses Nationalgericht werden verschiedene Zutaten wie Bananen-, Mango-, Kokosnussstreifen, Kokosnuss Gelee, Creme Brulée, kandierte Jackfrucht und Speiseeis gemischt und mit Kondensmilch und geraspelten Eis übergossen. Bevor man anfängt das Ganze zu Essen sollte man es gut umrühren. Halo-Halo heisst nämlich wörtlich übersetzt soviel wie "Mix-Mix".

Das philippinische Pendant zum (ähnlichen) mexikanischen Ceviche ist Kinilaw. Klein gewürfelter Fisch (Seeteufel oder Wolfsbarsch) wird in Knoblauch, Limettensaft und Kokosessig mariniert, später werden Kokosmilch, Chilli, Gemüsepaprika und Ingwer hinzugefügt. Alles schön durchgemischt und am Strand sitzend genossen.

Kunst und Kultur[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Wer sich in Manila aufhält, sollte das Stadtviertel Malate/Ermita nicht verpassen, ein Ort mit vielen Restaurants, Pubs, Clubs, etc. Auf den touristischen Inseln ist das Ausgehen meistens kein Problem, dort ist immer etwas los. Wenn Sie sich auf kleineren Inseln aufhalten (und das noch dazu in der Nebensaison), werden Sie sehen, dass dort partymäßig weniger los sein wird. Freunde des Nachtlebens begeben sich nach Angeles City und/oder nach Olongapo City (Barrio Baretto) - sie werden nicht enttäuscht werden.

Unterkunft[Bearbeiten]

Es gibt viele Möglichkeiten, auf den Philippinen zu übernachten. In den Großstädten findet man teure Hotels mit hohem Komfort. Aber oft bieten die kostengünstigen Hotels einen ausreichenden Service.

In den Touristengebieten ist es fast schöner anstatt Hotels ein Resort zu besuchen. Dort kann man oft Bungalows zu günstigen Preisen anmieten.

In der Provinz gibt es auch die Möglichkeit, in kleinen privaten Pensionen zu nächtigen, wo aber oftmals nur wenig Service geboten wird.

Die günstigste Möglichkeit für Urlauber, die einen Monat oder länger bleiben, ist, eine Wohnung anzumieten. Hier gibt es unmöblierte Kleinappartements, aber auch Möblierte werden angeboten.

Es gibt sogar Touristen, welche sich gewagt haben die Philippinen im Zelt zu erkunden, hierzu gehört schon ein gewisses Maß an Campingerfahrung, denn es ist nicht an jedem Ort einfach, die hier normalen Sachen des Lebens zu kaufen.

Sich richtig zu entscheiden ist schwer und es kann einen in den einschlägigen Philippinenforen bestimmt geholfen werden bei der Frage, welches Hotel oder Resort zur Zeit einen guten Service bietet.

Lernen und Studieren[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Arbeiten auf den Philippinen für Ausländer ist oftmals nur selbstständig möglich oder über große Konzerne, die dorthin Mitarbeiter entsenden.

Denn mit dem Durchschnittslohn eines philippinischen Arbeiters würden die meisten nicht leben können oder zumindest nicht den gewünschten Standard bezahlen können.

Mit 10.000 Pesos pro Monat im Schnitt werden Mitarbeiter bezahlt, je nach Bildungs- Ausbildungsgrad mehr, aber auch schon mal weniger.

In letzter Zeit wurden viele Call-Center neu eingerichtet, z.T. von Indien verlagert. Hier könnte auch der eine oder andere, zwei- oder mehrsprachliche Europäer, Arbeit und relativ guten Verdienst finden.

Zu warnen bleibt es vor Anzeigen im Internet wie deutscher Arbeiter in Manila gesucht. Oftmals sind dort leider nur Betrüger am Werk, welche nur ihr Geld wollen. Also bitte vorsichtig mit Stellenausschreibungen vorgehen, welche nicht von bekannten Konzernen sind.

Feiertage[Bearbeiten]

Termin Name Bedeutung
01. Januar --- Neujahr
09. Jan Araw ng Kagitingan ---
13. April 2017 Gründonnerstag christlicher Feiertag
14. April 2017 Karfreitag christlicher Feiertag
14. März Tag der Tapferkeit ---
01. Mai Tag der Arbeit ---
12. Juni Unabhängigkeitstag ---
27. August Heldengedenktag ---
01. November Allerheiligen christlicher Feiertag
30. November Bonifacio Tag ---
24-26. Dezember Weihnachten ---
30. Dezember Rizal Tag Rizal war der Volksheld der Philippinos

Für Philippinenreisende lohnt es sich in Erfahrung zu bringen, welche Feiertage in der Provinz hinzukommen. Sollte ein Feiertag auf einen Sonntag fallen, wird oftmals der folgende Montag als Feiertag ausgerufen. Nur zu den "hohen" Feiertagen sind auch die Malls geschlossen (Gründonnerstag ab Mittag, Karfreitag und der 25.12.). Zu den anderen Feiertagen sind aber Behörden, Schulen und Banken geschlossen. Die Liste hier kann nicht vollständig sein, es kommen noch Feiertage der Moslems dazu, und das ändert sich nicht selten.

Für Reisen in Touristengebiete sollte man in Erfahrung bringen, wann Chinese New Year ist, und die Tage rund um diesen Termin meiden: Sehr voll und Hochsaison-Spezialpreise in vielen Unterkünften.

Sicherheit[Bearbeiten]

Wer die Philippinen bereist sollte stets der Sicherheit etwas Aufmerksamkeit widmen. Islamistische Rebellen aus südlichen Inseln haben in jüngster Vergangenheit unter anderem durch Anschläge auch in Manila auf sich aufmerksam gemacht. Daneben ist die Rate an Kapitalverbrechen ebenfalls hoch, Schusswaffen sind unter der Bevölkerung weiter verbreitet als in Europa und Entführungen kommen immer wieder vor. Im Alltag wird man immer wieder durch die vielen bewaffneten Schutztruppen, die in Tourismus und Geschäftszentren Kontrollpunkte errichtet haben, an die angespannte Lage erinnert. Touristische Zentren wie Cebu oder Boracay gelten als relativ sicher, während von der Reise in die südlichen Regionen (z.B. Mindanao) abgeraten wird. Auch in Manila gibt es (nach Einbruch der Dunkelheit ganz besonders), mehrere No-Go-Areas.

Bei Taxifahrten in Manila mit Gepäck unbedingt beachten, dass Kofferraum und Türen verriegelt und Seitenfenster geschlossen sind. Gerade die vielen Staus sind sonst geradezu Einladung an die sehr zahlreichen Kleinkriminellen zum blitzschnellen Zugriff und Untertauchen in der Menge.

Neben der Bedrohung durch Gewalt, gibt es auf den Philippinen auch verschiedene gefährliche Krankheiten, u.a. Malaria (der Großraum Metro Manila gilt als malariafrei) und Dengue-Fieber. Vor Abreise am besten bei einem Arzt beraten lassen. Gegen Dengue-Fieber gibt es weder eine Vorbeugung, noch eine Therapie; Vorbeugung gegen Malaria sollte man kritisch sehen und auch nur dann praktizieren, wenn man (zur Regenzeit) in besonders malariagefährdete Regionen reist (Teile von Palawan und Mindanao).

Detaillierte Sicherheitshinweise finden sich auf den Seiten des Auswärtigen Amts: Reise- und Sicherheitshinweise Philippinen

Gesundheit[Bearbeiten]

Wie auch in vielen anderen Drittweltländern sind gängige Medikamente sehr preiswert. Achtung, wer unter Erkältung leidet: Sowas wie ACC Akut gibt es landesweit nicht zu kaufen, also mitnehmen, ebenso sicherheitshalber Antikonzeptiva. Niedergelassene Ärzte sind vergleichsweise preiswert. Für Ausländer teuer wird es bei eventuell notwendigen Klinikaufenthalten, und auch eine Universitätsklinik hat oftmals nicht den Level deutscher Kliniken. Auslandskrankenversicherung ist unverzichtbar, unbedingt mit ärztlich besetzter 24/7 Hotline sowie ggf. Ambulanzflug nach Hause oder nach Singapur. Es gibt nahezu keine Direktabrechnungsabkommen der Klinikrechnung mit deutschen Versicherern, ferner muss schon bei Aufnahme in die Klinik die eigene Kreditkarte als Sicherheit hinterlegt werden, die dann mit dem Endrechnungsbetrag belastet wird, und ohne bezahlte Rechnung kommt man aus der Klinik nicht raus. Im Manila-Stadtteil Makati gibt es eine wohl sehr gute deutsche Privatklinik.

Klima und Reisezeit[Bearbeiten]

Monat  J   F   M   A   M  J   J   A   S   O   N   D 
Tagestemperatur 30 31 33 34 34 33 33 31 31 31 31 30
Nachttemperatur 21 21 22 23 24 24 24 24 24 23 22 21
Sonnenstunden 6 7 7 9 7 5 4 4 4 5 5 5
Regentage 2 1 1 4 7 15 22 20 20 11 9 7
Wassertemperatur 26 26 27 28 28 29 29 28 28 28 27 27

Wichtig ist, dass es Mittelwerte sind. Es gibt verschiedene Klimazonen auf den Philippinen, diese an dieser Stelle aufzuführen wäre zu viel. Ergänzende Klimainformationen finden Sie in den einzelnen Regionenartikeln. Auch in der Regenzeit gibt es gemäßigte Gebiete mit wenig Regen, in denen Sie dann bedenkenlos Urlaub machen können. Das Wettergeschehen ist häufig in den Visayas anders als in Luzon. Bisher galt, dass Mindanao und Palawan taifunfrei sind, das aber hat sich in der jüngsten Vergangenheit geändert - mit ganz erheblichen Folgen.

Verhaltensregeln[Bearbeiten]

Touris, welche teuren Schmuck öffentlich präsentieren und auch sonst mit Geld um sich werfen, sind besonders gefährdet. Das aber gilt eigentlich weltweit. Ansonsten bemühe man sich um sicher wirkendes Auftreten. Leute, die in Touristengebieten (z.B. Ermita/Malate) nach außen hin Unsicherheit zeigen, werden von diversen Schleppern angesprochen.

Geld wechseln: nie auf der Straße. In den Malls allerdings sind die Kurse nicht gut, aber sicher ist man da schon. Es gibt viele Moneychanger, auch in den Nebenzentren. In Ermita/Malate kann man EDZEN und Nikkon empfehlen.

Post und Telekommunikation[Bearbeiten]

Mobil-Telefone[Bearbeiten]

Wer viel Geld sparen und die deutschen Mobiltelefonprovider nicht sponsern will, kauft sich für sein Handy unbedingt eine philippinische Prepaid-Karte. Die bekommt man u. a. in den Einkauf-Centern in Manila. Momentan gibt es vier Mobiltelefonprovider auf den Philippinen; die führenden sind SMART und Globe, mit denen auch Vodafone Deutschland zusammen arbeitet. Ein internationales abgehendes Gespräch kostet z.B. bei SMART oder Globe einheitlich nur 0,40 US-$ pro Minute. Und ankommende Gespräche aus dem Ausland kosten gar nichts. Für das Versenden einer SMS nach Deutschland nimmt SMART 15,00 PHP (ca. 0,24 €) und Globe nur 0,50 PHP (ca. 0,008 €)

Bei Globe kann man für 149,00 PHP (ca. 3,00 €) eine Tagesflatrate für das Ausland erwerben. (Hierfür ist per SMS die Nachricht 'SUPERIDD 149' an die Nummer 8888 zu senden.) Damit kann man 24 Stunden lang 3 verschiedene Festnetznummern in über 50 Ländern anrufen. (u.a. Deutschland, Luxemburg, Österreich und Schweiz) Mit 'SUPERIDD 1999' (ca. 40,00 €) sogar 1 ganzen Monat lang.

Vodafone Deutschland verlangt für einen Roamingtelefonat von den Philippinen nach Deutschland (vergleichshalber) für die erste Minute "nur" 3,53 € bis 3,064 € (je nach philippinischem Provider bzw. nach Tageszeit). Die zweite Minute ist dann - aber nur, wenn das Roaming über Globe durchgeführt wird - "wesentlich billiger": Sie kostet "nur noch" 2,663 €.

Aus dem Ausland ankommende Gespräche kosten je angefangene Minute (je nach philippinischem Provider) O,245 €bzw. 0,343 € zuzügl. (Aufschlag von Vodafone Deutschland) in Höhe von 1,49 € bzw. 1,501 € (bei D2-Alt-Verträgen).

Das Versenden einer SMS nach Deutschland kostet (je nach Provider) 0,228 € bzw. 0,331 €. Die Roaming-Preise der anderen deutschen Provider dürften entsprechend "günstig" sein. Die obigen Preise schwanken, weil die Berechnung auf US$-Basis erfolgt. - Aktualitätsstand: 03.01.2006

Internet[Bearbeiten]

Kostenfreies WLAN//WiFi setzt sind vor allem in touristischen Bereichen immer mehr als Zusatzangebot von Hotels, Restaurants und Bars durch. Große Vorsicht ist bei öffentlichen Internetcafes geboten, nicht selten steckt da unbemerkt ein Keylogger im PC, also keinesfalls dort Sensibles wie Internetbanking oder Eingabe der Kreditkartennummer tätigen.

Literatur[Bearbeiten]

Als Standardwerk für die Philippinen gilt das Philippinen Reisehandbuch von Jens Peters Publikationen.

Das Philippinen Magazin ist das einzige deutschsprachige Magazin mit täglichen Nachrichten aus und über die Philippinen. Zu den Themen gehören Politik, Wirtschaft, Sport, Entertainment, internationale, nationale und lokale Nachrichten, Reiseinformationen und Reiseberichte. Das Philippinen Magazin ist unabhängig und kritisch.


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